Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 922 (21.8.1921)
- Date
- 1921-08-21
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite w _Wken/BonMg WienW'Movgen'Aeitmrg * Acht««g, V«SlL«drr! Dir Firma Dnketz 4 Pafchkusz, Stau I„Vaorrvmarkt24. hat preiswert abzugebe»: Große Posten äRwittw «ab Kammkaßetr», Bürsten. Staklwarrn, Parfümerien, Zigarette«- «nd Labakdosen «stv. , Die bestbekamrte GxpedilwnSstrma Arthme Wolfmflmrr, l., Neutorgaffr 6, übernimmt zu günstigen Konditionen E^gktsmdnngen nach allen Ländern und ist infolge Neuorgänffono« in der Lage, Aufträge raschest m effcltuierrn, insbesondere Sendungen nach Polen Md der Bukowina. Für den DÄchr nach Czerovwrtz hat genannte Firma eine eigene AbreiKna errichtet «vd gehe» wächentfich drei Separatzüge nach dort c$. „ * Achtung! Wir haben keine Vertreter und erstchen, jeden, der fälschlich auf unseren Namen Verkäufe oder Aktionen durch-/ siibrt üngegen hohe BelohMng namhaft zu machen oder anhalten' zu lasten. Klciderbans ,zNm Eiienbahner", Wien, IX., Asthrmplatz Nr. 5. ' * Weiße Talare v«d Barette für die hohm Feiertage beim Spezialisten Rudolf Goldstem, Wen lh, Taborstraße 54, wieder vorrätig. *vrspo Sv China X 680, Taste. Satin de ebine, Pongis, Drylatr und alle Seidenartikel für Fütterungen zn enorm billigen Prrrsm der Kanu L Fried, Wien, VI., Linke Wien eile iQ, im Höl>. Berei«S»achrrchte». , ' 3t c n ß c g r S it b e 11 r Jugendverein C h ai»4.ä .c l Z i v o.Ab 1. SeptemberHebräischkurse für Mrgkieder. Em'ckreibmigen jeden Montag und Donnerstag von V?8 bis li$: Ubr abcufcS im Be.eir'slokal XX., Karl Meißlfiraße 5/l. ~ J.L d ,i s cd BoNSbiblio t h «k Z r o n,ll.G l o ckengalse S\ Dienstag den 28. d. M. um 8 Uhr abends, im Veicin-lokäl Sitzung. — Zivnistrsche Be z i r k s- ) eil t v n Brigittenau. Mittwoch am 24, tz. M. Plenarver sammlung mit der Tagesordnung: Der XU. ZivmstenkorM?tz, Referent Nbgwrdneter Ingenieur Robert S t r i ck e r and Mrntuelles. — D e n t s ch L st e t r eich ischer Peri ö h n u n g s b u n d. Sonntag. 2k. und 38. d. M. Ausflug der Mikgliedtr in den Manerwald. Zusammenkunft jedesmal' pvukilich 3 Uhr Endstation der Linie M". Gestnnu-igsftenud^ als Gäste willkommen! Die OrMhrNKg. Der Markbberrcht. Die Fleischverso ranag ist anhaltend gvt. Rindfleisch verbilligte sich iw Vergleiche mr Vorwoche nm X 10 per Kilogramm and notierte mit X 100 bis 280. Kalbfleisch blieb im Preise gegen die Vorwoche unverändert. , Huf denSrLnwarenmarkteu war die Deichichrng gestern viel bester ansgefallen als m den Vortagen. Trotzdem konnte man nur im Großhandel ein leichtes N a chg e. brnderPreife beobachten, während d,e Klemhandelsprzife unverändert hoch blredrn. Ans dem Naschmarkt waren gestexn 280 Gärtner aut 168.000 Kilogramm Garnier gemüse erschieueri. .BeMrLruswert ist t-^v Preissturz, der mr Großhandel für' K a r t p f f e l n cmgrtrtfin ist. Fm Großhandel waren Kartoffeln bis Lv X 15 per Kilogramm angeboren. Biele Händler baden be.deutrn.de Verluste m venerchnrn. Auch die Obst^ufubren nnh archauerRd gut. doch macht stch im Kleinhandel diese ErschLiyunÄ/iv tMM wkftntlichm Nachlassen der Preise noch n,cht bemerkbar. Vorläufig zeige« bloß die GrvßhaudrlLpreife rückläufige Tendenz. ' __ Ausgabe von FeinMehl. Infolge der steten Steigerung der ausländischen Zahlungsmittel laben sich die Gestehungskosten des Feinmehls, daß außerhalb der.normalen Ration im Ausmaß von V» Kilogramm pro Kopf und Woche zum Selbstkostenpreis an die Bevölkerung abgegeben wird, berat t erhöht, daß für den am 22. d. M, beginnenden vierwöchigen Turnus der Abgabepreis für'dieses, Mehl auf K 83 per Kilogramm festgesetzt werden mußte. Der Kleinverichieißrreiß für dieses Mehlwurdevom Landeshauptniaun in Wien mit X 92 per Ktlogramm bestimmt. Im übrigen bleiben du sonstigen Abgabebrdingungen unverändert. Fettau-gn-e. Vom 21. bis 27. d. M» werden bei den ftndiischcn Fettabg.'bestellen 13 dkg Pflanzenfett "(Pakctware) znm Preise von X 23 ouSgegeben. Organisierte Verbraucher "erhalten 12 dbg Margarine zum Preise von X 20.40. Mehrausgabe. Vom 21. bis 87. d. M. werden V< k8 Berschleißmehl und V« kg Maisgrieß als normale Wochenration zum KlemverkaMsprerse von je X 21 per Kilogramm anSgcgeben. Außer der normalen Ration wird ferner per Kopf an jeden Bezugsberechtigten */* k£ ^Plnsmedl* mm'Preise von X 92 per Kilogramm auf die.Mehlbezugskarte auSgegeben. Bühne vnd Kunst. Em neues Drama von MaeLerliuck. „Wer Bürgermeister von SLilmsnde." Im Verlag von E. P. Tal & Co. (Leipzig-Wien) ist ein neues Drama von Manlice Maeterlinck in deutscher Uebeersetzung erschienen. Wir wissen nicht, ob das Buch nicht virlleicht ' während des Krieges schon in Belgien an daS Tageslicht kam. Der deutschen Lesewelt wird es nunmehr durch diese U.bersetzung bekannt werden. Es spielt in Stilnionde, einer kleinen Stadt im belgische» Flandem Ende August 1914, also während der deutschen Besetzung Belgiens. Mit dramatischen Konstikten und Sp.mnnngen geladen ist dieses Buch, in welchem Maeterlinck ohne Lyrik und ohne irgendwelche Manier rin paar Kriegsszenea darstellt, die anS Hm greifen! Der Bürgermeister von Stilmonde, ein freundlicher alter Blumenzüchter, befindet sich in der eigentümlichen Lage, sein Städtchen' durch eins deutsche Truppe besetzt zn sehen, in der sich als Reserveoffizier sein eigener Schjoiegersohn eingeteilt befindet. Gleich am ersten Tage der Besetzung wird ein anderer deutscher Offizier aus dem, Hinterhalt» - erschossen. Der . flugufTtM M sZ2' Offizier war sehhe. unbeliebt and man MuLt selbst! bei den Deutschen, daß er van eigenen Leuten ermorbei wurde. Aber unglücklicherweise wurde in der Nähe des Tatortes ein alter Gärtner aufgegriffen, den der Kommandant als Sühnopfer bestimmt. Der- Bürgermeister legt sich ins Mittel, steht Kr die Unschuld des Gärtners ein, von der er-fest überzeugt ist. Der deutsche Major antwortet mit bar.Alternative: Entweder der Gärtner oder vom Bürgermeister zu stellende Schuldige oder der Bürgermeister selbst wird erschossen. . Der alte Gärtner bietet sich selbst als Opfer dar, Bürgermeister van Belle aber weist dieses Opfer zurück nnd ist entschlossen, wenn .man den Mörder nicht findet, sich selbst vor die Gewehrläufe zu stellen. Stunde um Stunde, verrinnt» ohne daß eine Spur zutage käme. Da geschieht etwas» was das Entsetzliche der Stunde noch übergipfelt.- Major Karon von- Rvchow verlangt von- Leutnant Otto . Hilmer, baß er selbst die Exeku-- Lion an feinem - Schwiegervater komnrandiere, als Zeichen deutscher DLsziplrrr. Air einer bewegten Unterredung gelingt es dem Bürgermeister, seinen Schwiegersohn von dem Borsatz, den Gehorsam' zu verweigern, abzubringen. Er selbst muß auf alle Fälle sterben, will abxr. Tochter, und Schwiegersohn yicht mit in' derr Strudel, des .Verderbens ziehen. Otto gibt diesen Gründen Gehör, doch seine Frau Bella will davon nichts wissen. Nicht eine Stunde will sie weiterleben, lieber-sollen alle sterben, als daß ihr künftiges Leben! mit-dem Erinnerungsbild befleckt sei, daß ihr Gatt« die Schüsse gegen ihren, Vater gelenkt hat. Doch lassen wir hier den Dichter zu Worte kommen: Bella: Wenn es nicht ist, so-laß uns doch.' mit dir sterben . . . -; Bürgertuetster: Für mich ist es 'nichtzs, weil mein Ende ohnehin nahe war; und vor allem ist esi deshalb nichts, weil es sein muß . . . Aber für euch ist es anes, weil es überflüssig ist und euer Leben erst beginnt ... . Bella: Unser Leblen beginnt... ein schönes Lehen, das heute beginnt. . . - Bür g e r nt e i ste r : Es kommt nur darauf an,' was du ans deinem Lcbtzn machen wirst ... auch nach, den furchtbarsten Katastrophen bleibt das Leben unsere eigene Tat . . . aber jetzt ist es genug . . . ich. habe, gebeten, gefleht, zugeredet... die Minuten wirbeüi fort und ich verliere meine. letzten'im Streit mit dir^ statt dich zärtlich in meine Arme zu schließen .. ., Jetzt sag' Ja oder Nein, willst dn tun, was ich von dir-' verlange? . . . Ich rufe Otto zum Zeugenauft sein Schtveigen betveist mir, daß er mich'versteht . . . er sieht die Dinge schon so an, wie du sie'später. auch sehen wirst, so wie ich sie sehe,' wie man sie «»»«»ou »«ns« « a o auaanuaiaHa a ■ » ns u «. «nutiMNita o «m« : Anlässlich des <9 » » a a a ». m » B H B S I » u « e a « « mn maait ma » a a a ati ta ai so nm « a ia o b a i XXX* Ziomstesikcmgi»©;s©©ss welcher am 1* September 1921 in Karlsbad seinen Anfang nimmt, werden wir im Rahmen unserer Hauptausgabe eine u . erscheinen lassen. Die Kongre$aaiisgabe der „Wiener Morgenzeitung* wird eine ausführliche, zusammenhängende, protokollartige Darstellung der Verhandlungen und Vorgänge am Zionistenkongress enthalten. Verwaltung undRedaktion der w Wiener Morgenzeitung44 treffen alle Vorbereitungen, um die Berichterstattung aufs verlässlichste und rascheste durchzuführen. Diese Vorkehrungen machen es möglich, dass der Leser ausführliche Berichte über den Kongress in der jedem Kongresstage folgenden, in der Früh ^scheinenden Ausgabe vorfinden wird. Durch rascheste Expedition wird Sorge getragen, dass die Bezieher die Kongressausgabe der „Wiener Morgenzeitung* vor allen in Betracht kommenden Organen erhalten werden. Die Kongressausgabe wird 15 Nummern (vom 31. August bis inklusive 14. September) umfassen. Als erste Nummer wird am 31. August — am Vortage des Kongressbeginnes — eine Festmumner ers&.&tiL-p weiche Beiträge zionistischer Führer über die Verhandlungsgegenstände des Kongresses und aktuelle zionistische Probleme enthalten wird. Für die Kotigressausgabe werden Sonderabonnements unter folgenden Bedingungen entgegengenommen: ffannnteemonatiA* Oesterreich: K120, Deutschland: Mk. 14, Jugoslawien: Dinar 12, Tscheche-Slowakei: tschech, K15, IlBZyPPlSSISiS Q8f nuilyrBSodUSydUS. Polen: poln. Mk. ISO. NoUand: holl. 0. 1,50, Schweiz: Frcs. 3, England: sh 3, Italien : Lire 6, Amerika: Dollar —.50, Frankreich und Belgien: Frcs. 6. Für das übrige Ausland: Schweizer Frcs. 3. Olefdtzeitig mit den Bestellungen hat die Ueberweteung des Betrages zu erfolgen, da sonst, die Versendung der Ausgabe nicht erfolgen kann. ii M iiüR wifi i M# eine Mli iilie in Wm «MßSWÄiMWiunä ffür Deuts’chösterreich: K 390, TschechOrSlowakei: tschech. K 54, Polen: poln. Mk. 600, Jugoslawien; Dinar 39, Deutschland; Mk. 42, Holland: holl. fl. 4.50, Schweiz: Frcs. 9» England sh 9, Italien: Lire 18, Amerika: Dollar 1,50, Frankreich und Belgien: Frcs. 19, * für das übrige Ausland: Schweizer Frcs. 9 geliefert werden. Bestellungen werden von den VerschlelssteHen. sowie von der Verwaltung der „Wiener Morgenzeitung“, Wien, H., Taborstrasse 1, entgegengenommen und müssen unter gleichzeitiger üeberweisung des entfallenden Betrages bis spätestens 36,'August Im Besitz der Verwaltung sein, Der Geschäftswelt bietet die Kongressausgabe eine besondere, nicht bald wiederkehreude Gelegenheit, Bei evfolg^aieh zn inserieren und neue, wertvolle Auslandsverblndungeti zu erreichen, ::i einungstage des gewünschten Inserats angegeben werden, wodann äussersteOueiu'. Oie Verwaltung der „Wiener Morgenaeitung Wien, 1t, Taborstrasse L S i. i«luP.miLT.v». 66 -ei^ntarif. m aOBBSSi * A r, * t. za 3 EiaaiaaoaBBBBBWBBBBBBBBBBBBWBBBBBBBBBBBWBBBBBBBBBBWBBMWBBBW M » m mmm k... küffä,1 - .*jU