Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1921-08-21 · Heft 922 (21.8.1921) · p. Seite 9

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 922 (21.8.1921)
Date
1921-08-21
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2979076-2979773-2980001--08507-2994668
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Nr 922 WM, Sorckikeist x. .. ' -.. . .— . - - -^ durch' die Kanäle vorMringerr, in die.--Meller der Häuser Zu gelangen und nach Durchbrechung der Kellerdecke in Geschäfte einzubrechen. Juwelen-, Pelz-, zhonseftvons. Itzeschäfte und SbofflLdon wurden in gwßer Zahl mrd in den verschiedensten Bezirken geplündert. Die Kriminalbeamten habe« mm in der letzten Zeit drei Banden Kellereinbrecher ausgehvben, ihnen eine große Reihe Einbrüche nachgewiesen und auch —- wie im Falle der Einbrecher vom Schwarzenbergplatz — erstklassiges Einbrecherwerkzeug, wie einen autogenen Schweißch) parat, gefunden. 58ei der Ermittlung zweier dieser drei Banden hatte die Partie des Inspektors Hickl wertvolle Hilfe geleistet. 9hm blieben nur die Einbrecher vom Kaiviertet, wo Diebstähle mit einem Schaden, der im Einzelfall in die Hunderttausende ging, verübt worden siub, übrig. Es war anzuuehmen, daß für diese Diebstähle das Zerrtrum in der Nähe der. Wipplingerstraße liege. Schon einige Male hatte nach einem solchen Einbruch Verdacht gegen einen abgefeimten Einbrecher, den 33jährigen Kellner Theodor Po st r itz ac. 3. Bezirk, Erdbergstroße 81, bestanden. Auch sein Freund, d«r 31jährige Hilfsarbeiter Karl Hader le i n, Ervbergstraße 84'wohnhaft, war in Verdacht gestanden. Inspektor Hickl und. sein« Leute beobachteten dir beiden Leute Tag und Nacht. Sie mußten große Bvrsichtz wallen lassen, da die Einbrecher sie von zahlreichen Begegnungen kannten, hefteten sich aber trotzdem und mit Erfolg an ihre Fersen und ermittelten so all> grmach, daß die Leute in das Haus Salvatorgasse 10 zu kommen pflegten und in der Wohnung der Hausbesorgereheteuie Leopold Rossa, 37 Jahve alt, und Sophie. Rv^r fa, 28 Jahre alt, verschwände«. Sorgfältige Beobachtungen ergaben, daß in der Wohnung der Hausbesorgereheleute ein Kan «lein stieg war. Damit uw die sichere Spur dafür ergeben, daß in der Salvatorgasse das Zentrum für die Einbrüche im Kaiviertel war. Nun wendeten Inspektor Hickl und seine Leute durch Tage ihre angestrengteste Änfmechsamkeit diesem Hause Zu. . ■ ' < '; Als am Montag den. 15. d. M. früh, während si^ nock; auf P.)sten standen, durch'die Gassen die Nachricht ging, daß im Geschäft der Firma Mandl ein Einbruch mit einem Saden von 400.000 Lkrvnen verübt worden sei, da heiraten die Kriminalbeamten kurz entschlossen die Rossasche Wohnung. Dort winkte ihnen" ein voller Erfolgi Nach kurzer Durchsuchung entdeckten . sie in den Ehebetten zwei Männer, die nun; etwas unsanft „geweckt"'wurden und sich als der so oft verdächtigte und nicht überwiesene Einbrecher Post rih a c und sein Freund und Genosse Hader lein entpuppten. Auch ein Dritter, der 32jährige Hilfsarbeiter Franz Naumann, Khunngassc 19 wohnhaft, war in der Wohnung. Während die drei Ungehaltenen in das Sicherheitsbureau gebracht wurden, hielten Inspektor Hickl und seine Leute die Ws^lüng den ganzen Feiertag über unter Beobachtung und tatsächlich kamen im Laufe des Tages ganz ahnungslos der 35jährige Hilfsarbeiter Otto Ko re ny, Erdbergstraße 81 wohnhaft, und der 25jährige Sattlergehilfe Josef Neu manu, 3. Bezirk, Kkmungasse 19, .in die Wohnung und wurdew gleichfalls festgenommeu. Die Einbrecher hatten, rlächddem sie von Sonntag früh bis Montag halb 2 Uhr früh gearbeitet^ hatten, sich in der Wohnung des Rossa nur ausgeschlasen, um am Montag vormittags wieder in den Kanal zu steigen, das Geschäft gänzlich auszuplündern und womöglich die eiserne Kasse zu erbrechen, wofür schon vorzügliche Werkzeuge in der Hausmeisterwohuung bereit lagen. Erfreulicherweise konnte die ganze Beute hinter einem Kasten mit „blindem" Loch versteckt aufgesunden werden. Durch die Erhebungen wurde sestgestellt, daß die Baude auch im Mai den Einbruch bei der Firma Schapira, 1. Bezirk, Salzgries 10, bei dem Strümpfe und Wirkwaren im Werte von 600.000 Kronen gestohlen wurden, verübt hat. Die ganze Beute wurde verschleppt und nur ein geringer Teil konnte jetzt zustande gebracht werden. Ferner fallt Postrshae und seinen Gefährten der im Juni verübte Einbruch bei der Firma May u. Herold, Salzgries 13, wo Wäsche und Leinenwaren im Werte von 700.000 Kronen' gestohlen wurden, zur Last. Die Bemühungen des Inspektors: Hickl waren nun darauf gerichtet, auch auf die Spur der Hehler zu kommen, und auch in dieser Hinsicht war die Arbeit erfolgreich. Hehler waren der Gemischtwarenhändler Gregor Mansie, ber in der Quellenstraße das eigene Haus Rr. 57 bewohnt, und der 34jährige Kaufmann Leon Becker, ein russischer Untertan aus Odessa, der im Kriege zu gewandert ist, nun m Klosterneuburg eine Billa besitzt, sich mit dem Sackhandel befaßt und fast täglich nach Wien fuhr, um seine lauteren und unlauteren Geschäfte abzuschließen. Mandic hat die gesamten Waren übernommen und sie zum Teil durch den 48jährigen Kaufmann Chaim Niemand, Uhlandgasfe 2, nach Galizien exportieren lassen. Einen kleineren Posten der Ware hat Niemand durch seine 15jährige Tochter Pep: an Gelegenheitskäufer veräußern taffen. Manb ie scheint ein Hehler größten Stils zu sein, denn, man fand in seiner Wohnung ganze Körbe voll des feinsten böhmischen Porzellans, deren Herkunft noch unbekannt ist. Es sind im ganzen 30 Garnituren Kaffee- und Teeservices, Karlsbader Erzeug-- nisst mit der Marke „Piklona Cecho-slovenskh" und sehr schönen» Blnineiiiirustrr, sechs Dutzend Ndehlspeis- ' Wiener Msrgenseitrmg 21. August 1981 SSTf ,.m*„ , ' ' —" ' ' - ' *1« 'i t * -- - ■ -- „ ieller, drei Dutzend Kasseeschalen mit Untersatz, 35 Salat- und acht Glasschüsftln. Ihr Wext wird aus etwa 600.000 Kronen geschätzt. Seltsamerweise' liegt bishier bei ne Anzeige über einen Diebstahl dieser Waren vor. Ai-spruchsberechtigle können sich bei Regierungsrat Matter im Sicherheitsbureau melden. Nach Abschluß der sehr schwierigen und umfangreichen Erhebungen wurden sämtliche Verhaftete»» mit Airsnahme der Frau Pikac, des Kaufmannes Leon Becker und' der Tochter des Kaufmannes Niemand, Pepi, gestern dem Landesgericht eingeliesert. zu haben bei Zlmader <51 Co. i(>., Lcrchenfelderflürtel 29 Zu erreichen mit Linie 46, 8, 18 iss * Gm Verhängnis! Dir Blatter müden, daß dir Wi.mkr städü'ckit Leickenbcsigttung von der serbischen Gesandtfckafl in Mer den Auftrag erhalten .hat. die Leichenfeier und Veisrtzntig -König Pete r s dnrchzuführen. Die Gernrinde Wien kam den» Wunsch entgegen und vorgestern reiste der Vizrinlpektor der smotiichev Lüchmdrstattnng Herr Ludwig M ö d r r l e «nd mehrere Bedienstete der Leichmbestaltung unter M>t'wh,ne eines prachtvollen, reichvergoldeten Metallsarkophags und der Auibahrungsgeräte mittels Srparatzuges nach Belgrad. Diese für das Wiener Gemeindrbüdgrr' höchst erfreuliche Nachricht beweist, daß Wren noch immer einen internationalen Ruf besitzt. Nur hat er sich zeitgemäß v-rändert. Es galt die Metropole Oesterreichs ernst a!S die Stadt, in der man an» besten leben konnte, so genießt sie jetzt öffenbar das Ansehen, daß mau hier am' besten 6 e g r a b e n wird — vorausgesetzt, daß die FrirdhofSbedienstcre» grade nicht streiken. Aber auch in politischer Beziehung ist die Tatsache, daß Wiener Gemcindefunttionäre den König P c t er zu Grabe tragen dürfen, höchst interessant. Uebrrtrefft sie doch d»e kühnsten Forderungen des berühmten Ssterrrichrsch-ungariichkn Ultimatums an Serbien! Lader hat dir Gemeinde Wien den ehrenden Ausnag v el zv ipär bekommen — um firScn Jahre zn spät! Wir Häven uns Len ganzen Weltkrieg ersparen können . . . * „Esro^. Man schreibt uns'- Von den durch den Krieg und die »hm nachfolgende Zeit ertötoten Brrsck-edungen von Menschenmassen we.ß das jüdische Volk ein besonders tumuges L>ed zu singen. Gerade Wien wmde als Zentrum der alten Nionarchie ein SaN'Melpunkt der geflüchteten, van Hau8 und Hof verriebenen. verarmten Juden- Besonders stark ist die jüdische Gemeinde im Prate r v r e r t e 1 ongemachtm. Dor: regt sich noch unvettäffckteS, schönes jüdisches Leben. Dort sinddie Juden in vorbildlicher Wri'e zur S c I bst h i £ f c qe-„ schulten. EineGrupvesklbstbervus-tn'. rozias denkender und empfind nder Juden bat sich dort zusammengetan, um ein jüdisches Zentrum zu schaff n. »Gegenseitige Hilfe", „Esra", rft die Losung. Binnen wenigen Wochen gelang es bewährten Mannen», mehrere hunderitau'ende Kronen zu sammeln upd mtt diesen Mutrln viele durch die , Auflassung der Fürsorge des Joint in große Not Geratene vorläufig vor dem AÜeräüßnsten über Master zu halten. Der ans diese Weise gearündere Jüdische UnterstütznngSverein „Esra". dessen Sitz vorläufig im Caf6 W i n k l e r,!l., Stuwerstraße Nr. 1 ist. hat sich nicht nur die Unter-- stützung hilssbedüritiger Juden, deren ärztlichen und.juristischen Beistand und vor allem die G i e d e r a n f r i ch t u n g von Existenzen durch großzügige Gewährung von zinsenfreihen Darlehen zum tjiele gesetzt, sondern der Verein hofft, daß rinn die größeren Mittel die ihm in munifizenter Weüe mAnösicht gestellt fivd, auch,die Gründung eines eig enen indischen Heims eru,oglichen werden, das als jüdisches Zentrum »m Prater Gotteshaus, Lese- und Turnhalle. Talmud- Thora. Kindergarten nnd Volksküche aufiiehinen soll. Der Verein hat lereitö mit der Bildung von Bezirksrektionen begonnen und eine starke Jugendgruppe wacht tüchug Propaganda. Auch eine Erwerbsnnd Wnlschaftsgenossenschait plant Esra. Wie erfolgreich der Verein arbeitet, kann aus der mehrere Hundert betragender» Mitgliederzahl und ärrs den reichlichen Unterstützungen (über '/« Millivv) geschloffen werden, die der Verein in den vier Wochen seines Bestandes verteilt bat. Es ist daher Pflicht jederrnänns, dem Verein als unterstützende Mitgl'eder beiz«treteu, darnil er feinen Zielen, der Gründung des jüdischen Lebens in W»rn, gerecht werde. Dr. €>, B. * Perkanalnachrlcht Fräulein Erna D r o b i n s k h, Tochter des Herrn Rabbiners Dr. D r o b t n s k h, bat sich mit Herrn Wolfgang Heller, Gesellschafter der Schuhfabrik Eiimkraft, Heller & P»ck, verlobt. * Kollegiengelder für AnEndsr. Laut Erlaß des BundesutinisteriumS für Unterricht können Studenten in Aus« nahmsfällrn bezüglich des Kollrgiengeldes mit Inländern gleichgestellt werden. Sie müstm durch einMittellosigkerlsz e u a n i s ihrer Hcimatsgemeinde ihre Bedürftigkeit Nachweise«. W»r fordern sämtliche Kollegen bei dieser Gelegenheit auf, sich von ihrer Heimarsgrme'.nde ein DkittellofigkeitSzeugnrs w verschaffen, da nur ank Grund eines solchen die Kollegen hei Unlerstützungs» aktionen derücksichtkgt werden können. Dis alt auch für solche, welche diestnal nicht durch den Erlast des Bunde?minisierrums betroffen sind- Der Jüdisch-akademische Technikcrvcrband Wien. * Begräbnisse am hentige« Tage. A l t e x F r i e dh o f: 9 Uhr 3V Min. Mayer Margarethe. 10 Uhr Pka'schek Max, 10 Uhr 45 Mm. Bcllak Thekla. Neuer Frredhof: S Udr Milch Oskar, 9 Uhr 20 Min. Hecht Artur, S Uhr 40 Min. Nosental Jakod, 10 Uhr Wachtel Heinrich, 10 Uhr 20 Mm. Bloedy Regme, 10 Uhr 40 Mm. Schwarz Schemdel Marie. Döblinger Frredhof: rl Uhr Fürth Eo»rard. * Einführung der sreien Aerztewahl bei den österreichischen StaatSb ahnen. In: Einverständnis mit dem .Bundesmwistmnm für Verkehrswesen, der Rerchsorganisation der Aerpe nnd der Bahnlrankenkaffe wurde jedem Bahnangestrllten, ob aktiv oder Pensiomst, das Recht zn der freien Aerztewahl für f ick und feine Angehörigen - u e r k a n n t. Da das Spstcm der pou^chalierten Bahnärzte aufrecht bleibt, wurde ein Ausweg in der Weise gefunden, daß die Bahnangestellten, beziehungsweise Patienten entweder sich der Behandlung des pausckalierten BahuarzteS unte»ziehen oder sich an rinm beliebigm Arzt rvend.v. Die Behandlung durch den pamchalierltn Vahnar.t eüolgt kostenlos, zieht es jedoch der Patie»»t vvr, sich einen Arzt -n wählen, dann werden »hm dir Kosten in der Höhr der von der Stnotsdnmtenversickeruag g-> lvistktrn Beträge durch dir Bahnvrrwoltung ersrtzr. Die Kosten für. bte Med'klwrente hat m beiden Fällen die Krankeukaffe p» leisten. * Das neue TclephonverzeichsttiS. Mit RSllsKht auf die Wichtigkeit deS Erscheinens eineneuen DerzrichniffeS d« Terlnehmcr am Wiener Fernsprechverkehr noch vor Degm»' di» Wiener Mesi: hat die Fernsprechverwaltnng alles ansgewrudet, «m dieses Ber eicknis, an dessen Herstellung gegenwärtig gtttfcuM w»rd, noch rechtzeitig zur Ausgabe zn bringe». Die Liefen»- des neuen VerzeichnisseS wird am 5. September, eine Wo«'vor Eröffnung der Äkeffe, beginnen. BiS zur Eröffnung det Messt werden bereits 5000 Exemplare versendet sem. ES wird dafür Sorge getragen werden, daß rn erster Lin« die öffentlichen Sprech» stellen Wiens, fernem die amtlichen Stellen der Messe, dann jerre Ausstelle', die Fernsprechteilnehmer find, mit dem neue» Verzeichnis beteilt werten. Die Versendung der Be»zeich»isse »ir» voran sichtlich Ende September vollständig durchgeführt ' sein» * Wetterbericht. Das Tiefdruckgebiet über Fravlleeich bat sich verstärkt und gewinnt langsam nach Osten cm Ausdehnung. In der Schweiz regnet es, Tirol hat bedeckten Himmel» im übriaen Ocsierieich hat sieh bis jetzt nur l-ichte Bewölkvntz gezeigt. Tagsüber wurde es ziemlich warm. In Wien weht lebhaster Südost. V o r a u s s a g e: In Oesterreichs langsam von Westen nach Osten fortschreitende Trübung, später arrch Nikderschiägr. In Wien Sonntag vormittagvermutlich «och Schö»»wetter. * Landessanatorium Steinhof. Das njederSstttreichssch» Landessanatorium hat seinen bisherigen Titel ^Niederösterceichiscke Landessanatoi ium am Steinhof* * in die Bezeichnung »Sanatorium Bäumgarttttrhohe'' nmgetvandelt. Der gegenwärtige Direktor her n edewsierreichischen Landesanstalken am Stemhos. ReginmrgSrat Pi ofeffor Dr. Josef B e c z e ist gleichzeitig Leiter deS Sanato'.i»nns und erster Chefarzt. Als sr n Stellvertreter und zweite» Chefarzt fungiert Primararzt Dt. Karl Richter. * HStze«dorf in Slot. Aus Innsbruck wird berichtet, daß der ehemalige Generalstabschef und Feldmarschall Conrad von H 5 tz e n d o r k sich in materiellen Schwierigkeiten befindet. Hötzendorf muß sich ^amt seiner Gattin d« dortigen Volksküche vezpfkgin. * Falsche Schweizer FraneS. AuS Ber» vked Mmeldet: Da die Fälichunoen von Zweiftancsstücken audanrrn. fvrdnt das schweizeri'ch« Finanzdeparlement da§ Publikum auf, an der Säuberung d-°s Grldverkeh'.s druck Anzeigen an die Behörden m tzuarbeiten. Der durch die Falschmünzer der Augemernhcir zngefügte Schaden läßt sich in seinem ganze« vmfang« noch nicht feststelken. * Ernest Daudet gestorben. An? Paris wird gemeldet: Ernest Daudet in heute im Alter von 84 Jahren gestorben. Daudet ist cer Verfasser zahlieichee Geschrchttwecke, besonderüber die Restaura'uou. und war Muaibriter zahlreicher Panier, Pryyin:-- und ausländischer Zeitungen. * Eine Muhreptdemie. In Nürnberg wurden brS gflttn mittags 103 Ruhrerkrankungea amtlich gemeldet, von denen viShrr 13 tödlich verliefen. » Wieder ei« vermißter Tourist. Seit dem 8. d.,Mbat man keine Nachr-chl von einem jungen Touristen, der einige Feäentaoe zu einer unaeWrlichm Bergtour benütz« wollte. Vermißte 'st ver 16jährige Schüler der 1l. Gymnasimkrasse Aleranöer Erner, Enkel des vormaligen Generalsekretärs m Börsekammer' Videky. X\’HV Potzleinödvrfersiraße. 89^wohnh«st. Er hat am 8. d. M. eine Tom von Spital am Srmmmng »mtcruonnnen und gedachte, sich über das Hochschwavgebut em» über. Eisenerz ins Gesäuse zu begeben und von dort Auff« rm» St. Wvlsgang zn er eichen, um dann nach achttägiger Wandnuntz räch Wien zurückzukehre«. Für acht Tape war der AvSstug .m Aussicht genomrnen und am 16. d. M. Härte Erner njm «s^ treffen solkeu. Er ist aber nicht gekommen und lerne Faurrpe & in schwerster Bedrängnis. Die zweite Karte von srmer Hand stammt vom 8. d. M- und ist in Sp üal anfgegrben. ^Der zur ge Mann ist über sein Alter aroß, schlank und blond and trug g'anen Tonnstenanmg mit Kniehose. Nachrichten üb» ch» flnd an die Adresse, XVIIt., Pötzleinsdorfrrstraße 39, erberen. * Gi« Gre«z-wische«sall bei Juötzmantet. fZrag wird gemeldet: Das Landesverteidignngsrmnrstenu« t«t nit: Einige Prager und auswärtige Blatter brachten du Rach' :jcht, daß es bei Znckmantel m Schloss« zwsschrn em» sschech»- lowakrschen und einer deutsch« Grenzwache ö« »nrem Mamm«- tos? gekommen und ein tsckrcho-slowMcher Soldat tvdnch vevvundtt worden sei. Diese Nachricht beruht ans Wahrhvt; der Soldat wurde aber nicht tödlich, sondern Awer v«rw«d«; se« Zustand ist verhältmsmaßrg günstig. Dre Nntersvchrra- »e» Zwischensalles wurde eingeleitrt. * Brennhol,zabgave. Am 29. d. M. findet Ar _ „ io» Brennholz tn Scheitern nm mehr von Wende» Ug«- »lätzen statt: Erddergervrars (Lerßnerplatz), Erddersnlande. Nassengüterbahnhof. lll.. Spettelauerlande. Xll., Hetze»»N-Bah», XX.. Dr-ustraüe. und Gckwtckat. * Wien für di« Ki«der dre Kriegsopfer. Der Reeuaewinn des Festes ..W>en für die Kinder der KriegSoptzr , ttfi am 3. Juli l. I. im Rathaus abgehalten wurde, beträgt «ach dem NechnungSabschluß, der dem Komitee «rm votuegt, X 17,194.8 l6. * Taschendiebe. Gestern wurden in einem Slraßenbahwwagen dem Adalbert M o d r o v i ch. XVH.. Hernalser Hauptstraße 128. ein Chronograph aus Silber, mit rSmffcken Zrssern, m»t goldener Kette, mit Amethystanhängsel im Werte von 1149.000 und dem Egon W e i n r e b eine dreifächerige Brrestasche arlS schwarzem Seidenkamrngarn mit weißem Seidenfntter, enthaltend eine 100-D o l l a r-Anleihe, 30 Franken und mehr als K 4009, gestohlen. * Derhasteter Desraudant. A»8 Graz wird gemeldet: Derckei einem hiesigen Jndusirieunternehmm in desonderer Bertraumsstellung tätig gewesene ZOjähnge Ferdinand Ruf, in Allegdany in Nordarnerika geboren und nach Wi« Zuständig, machte sich in letzter #ett durch große Geldausgaben verdächtig Dee von der Ponzei ringeleite Untersuchung ergab, daß Nm das ihm entgegengebrachte Vertrauen mißbraucht und für das Unternehmen emlavgende Gelder in der Höhe von zwe» Mellionen Kronen für sich behalten hat. darunter euren Betrag ' von X 629.000, der durch die Postsparkasse an die Firma <uu gewiesen worden war. aber von Ruf auf senien Namen andern« hiesige Bank rüüuberwiesen wurde. Als Ruf wahrmhm, daß dr< Firma eine Kontoüberprüfung einlertete. traf er Anstalten zw Abreise. Mittwoch abends verließ er in eine,« Kraftwagen Graz Gestern gelang es, Ruf in einem Gasthaus in Peggaa >zu v«. haften. Man fand in seinem Besitze K 200.000 Bargeld, kerne, Sckmuck und Kleider, die er mit dem unterschlagenr« Geld ge kauft hatte. 9 Wtfir« Sie schon da» Newrfte- De Wettstättt». für feine Herrengardrrobe nach Maß der Fir»na Spitzer ^Morkud . II., Hollandstraße (früher Stephaniestraße) 1 (nächst Stephaniv drucke) verkaufen ihr Warenlager zu tief rednzrertr» Vre i s e».

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.