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Wiener Morgenzeitung · 1921-08-14 · Heft 916 (14.8.1921) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 916 (14.8.1921)
Date
1921-08-14
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Bette NV Men, «mmtag Wiener MorgenzernmK P-~ " ■'- '• ]■ j'j- ->-•>*<»«« ».--LJ. ■ ■ - — ■- —f--™» - ■ * . ‘ -■■-■ - ' ffchKatr geichea für die Nmbelebung der Erde bei Beginn der schöner« JahreSzeit, als Symbol der Fruchtbarkett und deS Segens der Natur." Darum sacht der Marokkaner sich ans jede Aßt Md Welfe Butter zn verschaffen und steckt, wenn er eingeladen ist, ungeniert große Klumpen dieses köstlichen Stoffes zu sich. Dieser Brauch bekam einem frommen Gelehrten schlecht, den der Sultan dir sich eingeladen halte. Der weise Mann wür von dein Glanz der attf dem Tisch siehenden Buttermeng« so entzückt, daß er eine große Kugel davon zusammenballte «nd unter seinem bohen FeS verbarg. Der Sultan hatte diese Handlung feines Gastes bemerk vnd beschloß, ihm einen Streich zu spielen. Er befahl, daß dem frommen Schristgelehrten eine besondere Ehrung zuteil werde, die darin besteht, daß Sandelholz vor dem Betreffenden in eitrrrsi Ranch ergeiäß verbrannt wird. Ein gtoßes Kohlenbecken wurde also zu Füßen des Mannes aufgestellt und zunächst erfüllte Nur der Äohlgtruch des Sandelholzes die Lust- Aber dir von dem Kohlenfruer ansgehende Warme drang allmählich bis zu der unter dem Fes verborgenen Butter und nun veränderte sich der Geruch, denn die Butter schmolz Und bsgan^ >n das Rauchgefäß herunterzutropfen, so daß eS wie in einer Küche roch. Die Tropfen wurden ja einem langsam rinnenden Strom und bald war der ganze Raum erfüllt von dem Geruch der verbrannten Butter, wähtend der aste Weise in emem höchst traurigen Zustand dasaß, den Kopf in Butter gebadet, halb blind und schwer atmend." * Amerika — das größte Aadiumland. Die Vereinigten Staaten besitzen in ihren Carnotitlagtrn die größte bisher bekannie Fundgrube für Radium und produzier« jetzt mehr dieses kostbaren Stoffes, als die ganze übrige Welt zusammen. So ist Nordamerika das eigentliche Radiumland geword«, wie auf. Grurid der Angaben des Chemikers der amerikanischen Minenverwaltuvg R. B. M o o r e, in der „Deutschen Medizrnischev Wochenschrift" ausgesührt wird. Die Gesamrmenge des heute auf der Welt vorhandenen Radiums läßt sich aut 100 bis HO g schätz«; davon wurden etwa 70 g m Amerika ßergestrllt; doch wurde auch noch ein beträchtlicher Teil der übrigen 30 bis 40 g aus amerikanischen Erzen gewonnen.. Von den 100 bis 110 g Radium, die bisher hergesicllt worden sind, hat . der Krieg eine große Menge verschlungen, und zwar wurde es verwendet zu Leuchtfarben lür Uhren, für die Zifferblätter der in - Flugzeugen benützten Instrumente, für dir Zielvorrichtungen der Geschütze utw. Die ganze amerikanische Ausbevte der Jahre 1918 bis 1919 ist für diese Zwecke verbraucht worden, und in Europa wurde eine ganze Menge des früher ' für ärztliche Zwecke verwendbaren Radiums zu technisch« Zwecken benützt und ging damit damit der Wissenschaft, ,verlor«. Leider sind die oberflächlich liegenden Lager der Derelnrgtm Staaten bereits zum großen Teil abgebaut; die jetzt zugänglichen Lager in Colorado und Utah werd« in sechs bis zehn Jahren rrichöpst sein; man muß daher, mn weiterhin mtt Gewinn Radom herstell« zu können, «tweder eine billigere Methode der Radiumgew'mnung finden oder den Preis des Radiums erhöhen. In Amerika stehen zurzeit etwa 20—25 x für ärztliche Zwecke tzrr Verfügung, und es ist von höchster Wichtigkeit, daß möglichst wenig von diesem für die Medizin unersetzlich« Stoff der Wissenschaft:, verlorengeht. ' -)* Giitt 'exze«rrifch«r 5klÄb. Dieamerikanisch« Blätter bringen lange Schilderung« von der. Versammlung eines .Lagerfeaerklubs", an der Präsident Harding kürzlich teilnahm. Mestt Klub besteht nur aus vier Mitgliedern, und zwar sind iM Präsident Harding, Edison, der Automobilfabrikant F « r b und ein Gummirüfmerzenger Mr. Firestone.. Die Mitglieder des Klubs ireffm sich nur einmal im Jahre, und .zwar versammeln sie sich um ein Lagerfeuer, das diesmal zu Lickmg Creek in Maryland lodette. Mtt größter Ausführlichkeit wttd nttv erzählt, wie Harding bei dieser Gelegenheit Hoh häckte, zu Pferde saß, von einem Winkelgasthaus nach dem Weiß« Hause telephonierte und wie die vier beim Schrme des Feuers GeschÄhteo erzählten und nachher m Hängewattm schlief«. «i haben bd Zinader dl Co. 16., Lerchenfeldergörtel 29 Zu erreichen mit Linie 46, 3, 51 iss * Delkir-Snnderangebot! Schwarze Dam«-Box-Halbchuhe. Original Goodyear, rahmengenäht, X 1175. Herren-Box- Schrrürstjesel, beste Strapazaussührssng, X 1390, * Das Grabmal für Tfchlenow. Aus London meldet das „Iüd. Kom-Bur.": Zur feierlichen . Enthüllung des Grabsteines für Dr. T s chl e u o w erschienen Ächa dH a a m. Dr. W ertzmäntt,' Nützum S o k o l o w, Dr. Licht- Heim, Rossow, Idelson, Ingenieur Rotteni erg sowie viele andere zionistische Persönlichkeiten Londons. .Am Grabe wurden Ansprachen von Dr. D a t ch e s, N. S o k o l o w und Israel R o s s o w gehakt«. * Der Streik in der Warenverkehrszentrale beendet, Gestern mittags wurde der Streik in der Warenverkehrszmlralr-A.-G. zur Deckung des Bedarfes von Stadl und Land beendet: me Arbeit wurde in allen Abteilungen wieder ausgenommen. Der durch die-Verhältnisse bedingte «nd seit längerer Zeit vorbereitete Abban von dre-ßig Angestellten wird durchgeführt. Bezüglich der Gehalisfordeumgcn haben sich die kommerzielle Leitung und die Angestelltenschaft gus einer mittleren Lime gefunden. Maßregelung« samen nicht statt. „ * Die ständig Wien wohnenden Italiener, die als zur italienisch« Kolonie gehörig betrachtet zu werden wünschen, werden ersucht, sich diesbezüglich beim italienisch« Konsulat anzumelden. , * Paffe «ach Deutschland. Wie die deutsche Paßstelle in Wien, I. Rotenturmstraße 19, mittelst, dürfen von nun an Pässe bis zu einem Alter von zwei Jahren (bisher ein Jahr) vom, Tage der Ausstellung an gerechnet, anerkannt werden. Die Erteiluffg von Sichtvermerken in alter« Pässen ist unter allen Umständen unstatthaft. Ferner wird das Publikum nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß die E nmfebefiimmungen nach Bayern noch -in Geltung sind, und daß Anträge auf Erteilung von Sichtvermerken mindestens zwei bis drei Tage vor dem Antritt der Resse gestellt werden müssen, da andernfalls die deutsche Paßstelle eine Gewähr für die rechtzeitige Abfertigung nicht geben kann. * Beschlagnahme von verheimlichtem Lustsahrmaterial. Auf Grund von Anzeigen, welche der interalliierte» Aeronautischen Kontrollkommission zugekomm« sind, wurden vor einigen Tag« Nachforschung« nach Flugzeugmaterial vorgenommen. Die bei dickem Anlaß Vorgefundenen Materialien wurde« beschlagnahmt; gegen die Eigentiimer^ die derzeit ausgeforscht werden, wird das Verfahren rmgelettet werden. * Die Handseste Geraldine Aarrar. AuS London berichtet düs das »Berliner Tageblatt": Die ehemalige Berliner Primadonna F a r r a r soll. w:e die Blätter ans New-Nork melden,gesch i e den werden. Ihr- Mann, der französische Schauspieler. Lon T e tl e g e n, begründ.« seine Klaae damit, daß seine Frau ihn verlass« habe. Das Verlassen hat sich allerdinns in etwas handgreiflicher Weise' abgespielt. Die schöne Geraldme nahm ihren Mann eines schön« Tages nach eineür der häufig« Ehedsspitte und warf ihn kur z e f ft a n d z ü r T ü r h i n a » s. Dann verschloß sie die Wohnung nach all« Regeln der Kunst, so , daß Lou n.cht wieder zu seiner liebend« Gattin kommen konnte. Außerdem erklärte der Ehe-- man», übet den alsö dit Airsipektuttg verhängt worden ist, daß' Geraldines Primadonna-Minen mit seinem Ideal von hässlicher Lebenssühmng unvereinbar fei«. * Wofür man im Krieg gestorben ist. Aus Rom wird berichtet: In der Nahe von T r i e st haben Carabmieri Säcke, enthaltend Knochen der auf dem Karstlriegsschauplatz gefallenen Soldaten, beschlagnahmt. Die Knochen hätten einer indnstrielleu Verwertung zugeführt werden soll«. * Erster Kongreß für die Weltsprache ,Ido". Der „Jdo"-Kongreß tagte vom 8. bis 10. d. M. im Gebäude der Handels- und Gewerbckammer. . An ihm nahm« 130 Vertreter aus 14 verschieden« Landern teil. Den Vorsitz führte der Präsident der ,Jdo*--Akadenm Friedrich Schneeberger aus Füßling« m der Schweiz. Vftevröfidrntr» waren: Der Präsident des Parlaments von Anhalt Heinrich Peus aus Deßau, der Schrissleiter des Hanptorgans «Mondo* der Jdist« Per Ahlberg aus Stockholm, der Delegierte der britisch« „Ido -Assoziatrsn Mr. Borter und der Vertreter der französischen ,Ädo "-Gesellschaft M. de Guesnct. Zu Ehrenpräfidenti« ward« die Herren Marquis de Beanfront (La Folie in Frankreich), Gaston Mach (Baris) und Generalstabsarzt Dr. Hermann (Graz) gewählt, all« drei früher Führer uudHauPtstütz« der Esperanto-Bewegung. * Die neuen Tramwaytarife. Mtt GememderatSbeschluß vom 3. August 1921 werd« die Preise für die Gtryelfabrscheine ab 17. August 1921 und für die Zettkart« ab 2. September erhöht. Die neuen Fahrpieise sind bereits bekannt, doch sirid noch folgende Bestimmung« für die, Fahrgäste wichtig: Die im Vorverkaufe erworbenen Einzelfahrscheine sind vom 17. August 1921 an nicht, mehr verwendbar; sie werdm bei den Karl«- vorverkaufsstcllen längstens bis zum 30. September 1921 zurückgekauft oder bei entsprechmder Aufzahlung geg« neue Fahrscheine ausgrtauscht. Der Ankauf der nmen Fahrscheine kann schon ab 13. August, der Verkauf oder Umtausch der alt« Fahrscheine vom 17. August bis zum 30. September erfolgen: Aste Vorverkaufsscheine sind m Päckchen zu 5 Stück erhältlich. Die Halbjahrs Netzkarten, die vom 2. Juli bis zum 1. JäMer 1922 ansgrstellt sind, werden wirksam vom % September 1921 einmonatig zum 8. Oktober gekündigt, so dass sie ihre Gültigkeit «ach dem 1. Oktober verlier«. Es wird die Hälfte des Kaufprerses mildem Betrage von kt 2000 znrsickersiattet. Bei Abliefermg nach d«r 15. Oktober behalt die Direktion der städtisch« Straßenbahnen sich vor, einen etwaigen Teilbetrag zu vergüt«. ' * Für die Ausreise der Kinder Schole« Alejchem, au» Rußland nach Amerika. Die amerikanisch-jüdische Schriststellerumon ,J. L. Perez" richtete ein Telegramm an Lettin rn Moskau mit der Bitte, dm in Sowjetrußländ verbliebenen Kindern Schalem Alrjchems die Ausreise nach Amerika zu erlauben, da die bevorstehende Herausgabd einer vollständig« ÄstSgabe der Werke Schalem Alejchcms die Anwesenheit der Erben des Dichters notwendig mache. (Fäd. Korr.-Bm.) ^'7. * Pie Gage« der Berliner Konfektio«sdirektrieo«.» Aus Berlin wird uns berichtet: Der Konfektionsbranche in Deutschland scheint es nicht schlecht zu gehen, »re auch der Ang«- schem leb« Das Fschblatt „Konfektionär" berichtet, daß Jahresgrhalie cküc Direktricen in Berlin bon 200.000 Mark an der Tagesordnnng sei«. Kürzlich soll man sogar-einer Dame 500*000 Mark angeboteu haben, wenn sie zu einer anderen Firma Übertritt. Unter 36.000 Mark sei« in Berlin selbst kleine Kraft« nicht « habm. Gehälter von 150.000 bis 200.000 Mark gehören .keineswegs zu dm Seltevbettev. — 2JWm toll*» ajufe .***;Whrts allem SttbuawJ?. * Spatzen im Arrest. Zn ein erionderbar« Intervention ist vorgestern abends die Kommissariatswache von Simmering ausgerückt. Sie hat stch gefährdeter Spatz« anomomme». Als am Freitag plötzlich Regengüsse einsetzten, wurden etwa hundert Spatz«, ganz durchnäßt und mrsahig z« stieg«, vor das KommissariatSgebaude geschleudert. Im Nu hatte sich ein?'große Kmderschar augesammelt und machte Miene, d>e Spatzen einzufangen, um sie zur Bereitung eines SpatzengulyaS nach Hanse zu bring«. Das Zwitschern der Vögel und der Lärm der Kinder drangen in die Amtszimmer und die Kommissariä'tswache eilte auf die Straße und nahm sich der getährdet« Spatz« an. Etwa sechzig Stück wurden eingefang« und, um . sie vor der Wetternnbill zu schützen, in d.en eben aufgeläff«« alt« K v mmissariatsarrest gebracht- Dort blieben sie auch über Nacht und gestern früh wurde« ste in Freiheit gesetzt. * ©fit Denkzettel. Gestern eckchim der Maschin«arbeiter Johann Schwab, XXI. Patrihigafie 21. be-m Kommissariat Floridsdorf und zeigte-an, daß ferne Gattin, die 38jährige Rosa Schwab, ihn mtt Salzsäure überschüttet habe. Er habe ihre Absicht bemerkt, sei ausgewich«. so daß nur einige Spritzer seinen Anzug trafen. Frau Schwab gab an. daß ihr Gatte sie böswillig verlass« «nd wrederholt die eheliche Trme gebrochen habe, weshalb sie sich entschloss« habe, ihm ein« »Dmkzettel" -« geben. Sie wmde der StaatSamoaltschast angezeigt. * Am GänsehSnfel ertrunken. Gestern nachmittags ist beim Bade» im Strandbad Gänsehänfel der Skovtist Wilhelm F r ü h w i r t, VIL, Bernardgasse 7 wohnhaft, ertrunk«. * Mefferheld. Der 22jährige Postbedienstete Joham R en 1 e r, XX., Spaungaffe 18 wohnhaft, ist vorgestern abends m der Klosternmburgerstraße von dem 19jährigm Hilfsarbeiter Franz G a b e r, XX., Romanogaffe 26 wohnhaft, ohne jeden Grund durch Messerstiche am Kopse verletzt worden. Gaber wurde verhaftet. ' * TSNicher Unfall einer Wienerin in Alt-Anffee. AuS All-Aüssee wird uns telegraphiert: Die Malerin Adrienne Sacks ans Wien ist vorgestern während «weS Gewitters im See tödlich verunglückt. . * Achtteng, AnSlsinVer! Die Firma Dukefz L Päsihkufz, Wien. I., Bauernmarkt 24. hat preiswert abzugeben: Große Posten Manikür- und Kammkaffetm, Bürst«, Stahlwaren, PaDmerien, Zigaretten- und Tabakdosen usw.' —* Wisse« Sir schon das s-r,«este? Die Werkstätt« für feine Herrengarderobe nach Maß der Firma Spitzer & Markus, U., Hollandstraße (früher Stephamestraße) 1 (Eckst ^tephmuebrücke) verkauf« ihr Warenlager zu tief reduzierten Prisen. * Alten Vorrat, alte Preise in erstklassig« Stoff« für Anzüge, Modehosen, Winterröcke, Kleider, Kostüme. Mäntel, ferner in Cbtsson und Weißwaren, Seidenstoffen und all« Futterwarm finden Sie jetzt noch m der Wiener Reste.^ WAÜkJtJm. VU 14. August IVZt Y.... - Die Ernährung. DLe SrnährrtKgsschwierigkerteu in Oberösterreich. Linz, 13. August. Gestem vormittags erschien, wie dm „Tagblatt" berichtet, eine Abordnung der Arbeiterschaft des oberösterreichischen Kohlenreviers bei der Landesregierung, um gegen die ««zureichende MrlchVersorgung und die Belieferung mit schlechtem Brot und'Mehl Anspruch zu erheb«. Die Abordnung überrerchte eine. Entschließung, in .der die gesamte Arbeiterschaft des Kohleyreviers nach Darlegung der stch immer verschlechternden ErttährMgslage iind ihter Ursachen ein str«ges Ausfuhrverbot für Rauhfutter unh Nutzvieh fordert, wciters verlangt, daß die behördlich bestellt« Organe veranlaßt werd«, die Milchproduzenten zur Lieferung der vollen M i l ch m e n g e zu verhalten, «nd daß Brot- und Kochmehl m solcher Qualität ansgegebeu werden, wie es vor kurzem von der Lartdeslegiernng versprach« ord« sei. Auch verwahrte sich die Abordnu«'g dagegen, daß der Arbeiterschaft die nötigen Nahrungsmittel durch Spekulanten entzogen werd«. — Der Landeshauptmamtstellvertreter Schlegel versprach, eine Sitzung deS. LebensmttteldirektoriumS emzuberuf«. Dir Deputation nahm die Erklärung zur Kenntnis und betonte du Entschlossenheit der Arbeiterschaft, im Falle der Nichtberücksichtigmig ihrer Forderungen mtt einem Kohlenarbeiter st reil einzusetzw. ___ SK. SM Die LebensmtttelmärKte. Mit Rücksicht auf den bevorstehende» Dvppelfeiertatz herrschte gestern auf allen Märkten lebhafter Verkehr. Die Beschickung war in bezug auf alle Artikel gut. In dev Großmarkthalle verbilligte sich Rindfleisch im Vergleich zur Vorwoche um 10 Kronen per Kilogramm im Detailhandel' und kostete 100 bis 230 Kronen. Kalbfleisch notierte unverändert, das Kilogramm /von 160 bis 260 Kronen Schroeinefleisch verteuerte sich im Einklang mit den Preisen^ ln St. Marx bis nm 25 Kronen bei den Primasorten tuÄ kostete im Detail 230 bis 320 Kronen per Kilogramm. Schweine aus Ungarn kommen .in der letzten Zeit, meist in abgezogenem Zustünd. da das .Fett in Ungarn zurückgehalten wird. Wn rste sind im Prevse zi.mlich unverändert. Von den Q-uolitätswürsten abgesehen, wie ungarische'Salamis für die in manchen Bezirwgescyäften bereits biz« 1000 Kronen per Kilogramm gefordert wird, richten sichj die Preise nach dem jeweiligen Fleischpreis. Rüidstwürste. kosten' 170 bis 320 Kroneir, Weichwürste von 70 bis, 90 Kronen. Auf dem Wildpretmark t waren nur Rehedas Kilogramm bis zu. 220 Kronen, angeboteu. Attf dem Geflügelmarkt... waren . lebende Hühner zu 160 bis 300 Krone» das Kilogramm zu haben, Fettgänse Notierte» miv 250 bis 320 Krönen, Enten bis 300 Kronen.. Der Stückpreis für Ente» betrug in der Großmarkthalle 360 bis 450 Kronen. Attf de» Grünwareum äv kten waven sowdhl Mrtnergemüse als auch feldMäsfig gebaute Sorten gut vertreten. Auch Kartoffeln waren ausreichend vorhanden.'Dis Preise bliebe» im allgemeinen unverändert. Gvos;e Nachfrage herrschte nach Maiskolben, die mrf dem Nachsmarkt mit 3 bis 6 Kronen per Stück zu haben waren. Speise- Kürbisse kosteten im Detail 7 bis 1.0 Krönen, ungarische Paradeiser 20 bis 30,Kronen per Kilogramm. Obst ist in genügenden Mengen vorhanden. Manche Sorten, wie Pflaumen und Zwetschken, müssen zuweilen^ namentlich, wenn sie auf dem Wege'gelitten haben, unter dem marktamtlich festgesetzten Preise abgegeben werden. < Neue Preisfestsetzung für Margarine^ PftKnzens fett und Speiseöl. Amtlich wird verlautbarl: In der letzten Zeit ist, ftils infolge dtr außerordentlichen^ Stelgctung der Kürsi' der ausländischen Zahlungsmittel, teils in« folge der Erhöhung der Weltmarktpreise für Fettstoffe, eine sehr beträchtliche Erhöhung der Gestehungskosten dieser Artikel emgetreten. Die Änndesm''nisterlen für Volksernähnmg und Finanzen, mußt« sich daher entschließen, die Preise der rationiert abgegeben« Fettstoffe mit Wirk,mnkett v o m 15. d. M. z» e rhöhen. Bon diesem Zettpunst an werden die Kleinverkaufspreise in Wi« betragen: Wr Margarine X 170, für Pflanz«-^ fett in Fässern X 186,60, für Pflanzenfett in Paketen X I9i.f;0' und für Speiseöl X 176.60 per Kilogramm. Der Preis der Wochenquote von 12 dfcg wirb sich hienach folgendermaßen stellen: Für Margarine X 20.40, für Pflanzenfett in Fässern X 22.40, für PflanMsett iu Paketen X 23 und für Speiseöl X 21L0. __ Elnstelluug des Karloffelexports aus Augur«. Die ungavßche ^Agrarpost" brachte vor einig« Tag« die Meldung, daß in Ungarn die Kartoffelexportgebühr« herabgesetzt ward« sei«. Demgegenüber erklärt das Ungarische Telegraphen-, Korrespondenz-Bureau, daß diese Nachricht dert Tat,ach« nicht «Isprichl, da aus dieser, wie sich nun heraüsstellt, nnrichtigm Meldung an viel« Stellen der wettere.Schluß gezogen wurde, daß mtt der angeblichen Herabsetzung der Kaltoffelexportgebühc eine Erleichterung des Kartoffrlcxports bezweckt werde, wird amtlich mitgeteilt, daß der Termin für die Bewilliaung zur A n s f« h r von K a r t o f f e l n . am 31. d. M. abläuft und daß von seiner Berlängernng keine Rede sein könne- Bis auf weiteres wird der Export von Kartoffeln aus Ungarn nicht gestattet. _ Fettabgabe. Vom 14. bis 20. d. M. werden bei d« städtische^ F«abgab<stellen 12 dkg Margarine zum Presse voq X 20'40 gegen Abtrennung der Mehl- und Fettbezugsmarke abgegeben. Die Großeinkaufsgesrllschast für Konsumvereine gibt für ihre Mitglreder in dieser Woche 12 dkg Pflanzenfett (Faßware) zum Presse von X 22 40 ab, alle übrmen organisierten Verbraucher erhalten 12 dkg Pflanzenfett (Paketware) zmn Presse van X 23-

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