Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 916 (14.8.1921)
- Date
- 1921-08-14
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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fan* -Vien,'Sonntag Wiener Morgeuzettturrg 14. August 1VL1 Nr. SIS Die jüdische Arbeit in Palästina. 4Hst amfcrcm Verichterstattr». Tel-Awiw, Ende Juli. , D« Gknrm d« Exzesse, der durch fast zwei Monate in Jaffa und de» Kolonien in Judäa wütete, hat sich nun, hoffentlich endgültig, gelegt. Der traurige Verlauf dieser Ausschreitungen mrd dir Einzelheiten des darauffolgenden fogmannten „Prozesies" gegen di« Verbrecher zeigten unS wieder einmal deutlich, daß rS «irgend- — fei eS iu der, Ukraine, in Ungarn oder jetzt auch in Palästina — Exzesse gegen die Juden »h« Wißen und Willen zumindest eines Teiles der Beamten geben kann. Die höheren maßgebenden Stellen haben sich diesmal noch weit mehr als die Militärverwaltung des Generals B o l S tut Vorjahre am Peßach als energielos und apathisch gezeigt. Die stetige Angst vor den Arabern, das heißt vor den wenige« Hetze« und Aufwieglern der Fellachen — die fortwährende Rücksichtnahme auf die arabischen Hetzblätter, die das Blut der Juden fordern, die Einführung der strengst« P'.eßzensnr gcgeu jüdische Blätter, die Beteuerungen deS OdetkommMrs, daß er Friede,Freundschaft undGlechheitzwischen Juden und Arabern schaffen will, wobei er zugleich die Rechte der bebrärick,« Sprache gegenüber denen der arabuchm zrnücktteten küßt, endlich die nachgiebige Pokitrk gegenüber den Araberu und dre eisige Kühle für dir Interessen der Jud« rM Lande — das sind die wirtlichen Ursachen der Ausschrertungen und zugleich der Beweis, kaß wir nicht auf dem bisher brschritlenen Weg unseren Zweck, di: Wtederaufrichtung eines jüdischen Heims, erreichen löunen. Dazu sind wir auch zu weuig organisiert, Halm zu wenig arbeitendes und käpitalskrrftigeS Menschenmcnerial, haben auch zu wenig Geld. Apathie der jüdischen Welt. Ich kann nicht umhin, zu sagen, daß unsere Volksgenossen Im Ausland zum größten Teil daran die Schuld baden. Denn 14 Millionen Juden, von denen ein gutes Drittel die genügenden Mittel zum Hel'eu besitzt, ohne Regung fernabstehen und arme 160.000 Juden mit alle» Schwierigkeiten — kulturellen, politischen, ökonomischen und hygienischen Schwierigkeit« kämpfen lassen, einnndeinbalbes Jahr nach dem San-Remo- Besthluß, dann müssen die Folgen die sein, dir wir eben jetzt erlebt«. Die Haltmeg der «egiernug. Der schwache Trost, die Massenmorde in Jaffa und die Raubmrd Zerstörungsüberirllr in dev judä schen Kolonien streng bestraft zu wissen, ist gleichfalls geschwunden. Angesichts der Haltung der Regierung iS Jerusalem vor, wahrend und nach dm traurigen Ereignisi« uud angesichts der Tatsache, daß derselbe judenfeindliche Staatsanwalt, der im Vorjahr Jabot i » f k tz «ud IS junge Leute z« schwerem Kerker verurteilt hatte, Ktzt bei de« Verhandlungen dm Vorsitz führte, dürste Uns dies gar nicht wundern. Und so haben, nach lang« Und durch ihre Einzelheiten geradezu haarsträubenden Verhandlungen i» Jaffa, von etwa 30 blutbefleckt« arabisch« Polizisten und vielleicht hundert gemein« Mördern und Plünderern auS dem Pöbel, im ganz« kaum JO bis 15 Mau», je rm paar Jahre Kerkrrstrafe erhalten; die übrig« Verbrecher santt ihren mitunter hochgestellten Anführer» wurdm als „nicht Überwies«- freigesprbchm; die Polizist« werden natürlich weiter tm Dienste belassen... Hingegen mußte eine Avrahl Juden, die das Berbrech« des WaffenrragenS, respektive VerteidigenS geg« die HusiganS beging, ebenfalls t» d« Kerker wandern. Das Ideal ist erreicht: Gle chheit für Jud« und Araber... Von Pension« an die Witwen und Wau« derOpser. an die arbeitsunfähig Gewordenen, an die Krüppel und Invaliden au die gänzlich verarmten. anSgeplündert« jüdisch« Kaufleute, der« Zahl Legion ist, ebenso wir von einem Schadenersatz an die Kolonien Petach-Tikwah, Chedera. Milh a«i q, wo dir tansendköpfigen virhherd« geraubt und Hauser, angrzündet wurdm. «m die Kolon,« E «-H a i und K f a r 8 a w a, die gänzlich zerstört wurden, davon ist gar ^e»e Rede, trotz deS dringendsten Ersuchms der Betroffenen. Bekamt ist nur, daß die Araber der Stadt Tul-Kerem. die erwiesener «aß« Ehedera plündert«, die vom Gouverneuer ihn« auferlegte Buße voU 8000 Pfund (dre d« Schaden bei weitem nicht gutmacht) sehr erregt verweigerten, «re bedrohliche Stellung «in- »ahm« und öffentlich den Oberkommiffär und dm Oberrichter B e n t w r ch,der - HohnbeS Schicksals — d« judmfeindlichen! Staatsanwalt nach Jaffa entsandte. als ^Zionisten- und „den Jud« verkauftverschri« und deren sofortige Absetzung verlangt«. SDt* maßgebend« Stell« unternahm« nichts gegen diese- Vorgeh« Ebenso wiff« wir, baß einig« hebräische Schriftsteller vor dem Milttärgertcht wegen „verhetzender Artikelanläßlich der Ausschreitungen angeklagt wu,d« Der Haifa« „Al Karmeldarf aber ungehindert täglich Tod uvd Verderben gegm dir Jud« predigen . .. Während aber unsere Feinde, die fanatisch« Efendis und Hetzer, hier in Syri« and in Aegypt« große Geldbeträge zus. »menbracht«, regt sich baS jüdische Ausland fast gar nicht, um unser« Pogromopfer«, d« Unglücklich«, die Tel-Awiw überfüllen und auter freiem Himmel, in Kellern und auf Dächern schlaf« müssen und kaum z» eff« haben, irgendwie zu Helsen. Die Juden hier gaben und taten weit Über ihre Kräfte, doch ist dies viel zu wenig angesichts des namenlose» Elends, das die Jaffa« Flüchtlinge betroffen hat. Schaffung eine« jüdische« Polizei, Die Folgen der durch zwei Monate fortgesetzten Aus- Nyrettungen sind natürlich in jeder Hinsicht beklagenswert. Die geschäftliche Tätigkeit stockt, in Jaffa herrscht Totenstille, zahlreiche jüdische Äuternehmungen werden lahmgelegt oder gesperrt,' zumal Fisher weder ausreichende gerichtliche Geuugtuung noch tUtcrieltc Wiedergutmachung erfolgt Eft. Dafür begann der Handel und die ganze geschäftliche Tätigkeit langsam nach Tel-Awiw abzuwaj>d r«, daZ seit diesem Zii:pu.,st einen Au^schnmrg tf.l.iut, da *Ä M M wjdMMoM^iLiK zzno. MercK Lo.llwexk erwiejeu Rote Krrmz-Sitzung in Genf. Genf, 18. August. (Schweiz. Dep.-Ap.) Die gemischte Kommission deS tntemationaleü Komitees deS Rot« Kreuzes und der Liga der Roten Krein-Vettinigutig hat die Konlertnz zur Organisierung der Hilfsaktion für Rußland für den 15. d. Äh nach Genf einberUf«. Der Völkerbund und das internationale Arbeitsamt werden offiziöse Vertreter abordnen. Pogrome. Paris, 12. August. (Jüd- Korr-Bur.) Dem Ptte'Sburger „N s w ö st izulolge Affen die Sowjetbehörden den Rät ln Minsk zur Bekämpfuttg der Judenpogrome in Weißrußland auf. Wahrend der Sitzung der Minsker Räte, die beschlossen haben. keinenjüdifchen S-e l h stschütz« organtsi ren, sondern d r Zentralrrgierung die Aufbietung von poten Truppen gegen die Pogrome «Weißrußland za empf-hlen. lief« Berichte Über ein« Pogrom inRadul etüs wo 80Jude« ermord et wurden. Die jüdische Bevölkerung von Minsk, Mezyk, Bobrui'k und Skuch unternahm eine Hrlfsak ion für die Pogromopfer und richte e em Asyl für die Flüchtlinge ein. hatte. Tel-Äwiw wurde bekanntlich im Frühjahr, knapp vod diesen Ereignissen, als selbständige Stadtgemeinbtz anerkannt. Darauf gestützt, hat nun diese erste rein jüdische Stadt Palästinas und b:r Welt jetzt die jüdischen Stadtviertel Alt-Jaffas, Neweh Schal-oitt und Reweh Zedek, wo bis Exzesse gewütet hätten, sich einverleilt und läßt st« nunmehr durch die neugeschaffene jüdische PalizSt öew.chm, was eine Gewähr g?g?tt jede Mederholnng.folcher trauriger Ereignisse bietet. Diese Polizei hat am 23. Julr ihr Atnt angetreten. Das Polrzeikorps besteht aus 20 Mann unter dem Kommando des Hauptmamis Halpetino- — Ditz Red.) Infolge der WohnuNgsknapphsit setzte diesen S-omm:r kitte ungeahnte Ba u tätigkeit in Del-Awüp ein. Es werden zurMt durch Private und durch die Bauyesellschaftett K.dem urih Haboneh etwa fünfzig Neüe Häuser und Geschäftsgebäude errichtet. Dies hat das Äussehen der Stadt bedeutend zum Besseren geändert, große Sandplätze verschwinden lassen und einigen hundert Maluzrm Arbeit gebracht, so baß voit Änet Arbeitslosigkeit jetzt gar nicht mehr gesprochen werden kann. Roch Mehr; einmal ins Rollen gekommen," geht die Sache weiter und die Gemeindevertretung Kel-Awüvs unterhandelt soeben mit finanziellen Kreisen des Auslandes wegen Aufnahme eittet, Anleihe von einer halbru Million Pfunh, NtN einige hundert Häuser zu erbauen und dem Wohnungselend der Jaffaer Juden /mit einem Male avzuhekfen. Ueberhaupt hat die Perfidie der Araber Jaffa eine große Ernüchterung der de« dortige» Juden hervorgemfen. Sie sind mit allen. Mitteln bestrebt, bas ganze GeschLftsleben iu die hebräische Stadt zu übertragen. Starke Anzeichen hie für sind schon Vorhand«. Während man am Meertsuftr in Alt-Jaffa de- Lebens nicht sicher ist, werden am Ufer in Tel-Awtw, zwei Kilometer davon entfernt,' moderne, mit allem europäischen Komfort versehene Strandbäder errichtet, die schon jetzt, noch vor der Fertigstellung, täglich von tausenden Gästew Lberströmt werden. Es ist dies die erste jüdische und überhaupt die erste derartige Anlage in Erer Israel Und verspricht ungewöhnlichen Erfolg. Die neugegründete Betoir- und Kunststeinfabrik „Silikat", an der auch der Wiener Großindustrielle Herr Kremenezky beteiligt ist, die zahlreichen ne» angelegten und im'Werden begriffenen Fabriken (eine Kork- und LylolithfäLrik, eine^ Frnchtvonservenunjb Essenzenfabrtk usw.), endlich die mit englisch-jüdischem und amerikanisch-jüdischem Kapital sich gründenden GeschäftÄunternehmung in Lel-Awiw sprechen eine deutliche Sprache. Es ist die stillschwergen.de, friedliche Antwort der Jüden auf die jüngst« Exzesse; es ist das Emporblühen der jMfchen Stadt, die das arabische Jaffa derart zu überflügeln beginnt, daß in kurzer Zeit, wenn der Hafen 'in Del-Äwiw statt in Jaffa erbaut sein wirb, ersteres eine blühende, sichrre, prachtvoll^ Handelsstadt sein wird,' während baS letztere ein ziemlich unbedeutender orientalischer, schmutziger Häuserhcmfen bleiberk und seine jüdischen Bürger schwer vermissen wirb, jüdische Arbeiter tn den Kotonien. Die Trauben ernte ist in ganz Judäa in vollem Gange und in den m-ist« Kolonien arbeiten daran, Hunderte und Tausende jüdischer Arbeiter. Zum erstenmal seit G ündung der Kolonien. Bisher pflegten die Kolonisten die Ausrede zu gebrauchen, die jüdischen Wächter und Arbeiter wären viel zu teuer und bleiben in der Arbeitsleistung. hinter betnr arabischen zurück. Nach Len UrberfLllen dieses Frühjahres aber sah« die Kolonisten ihren unverzeihlichen Fehler ein; denn die arabischen Arbeiter, die alle Schlupfwinkel der Kolonien kannten, .führten die Plüriderer ein und halfen üjtteav So wurd« denn jetzt diese „billigen", aber leider so unverläßlich« Arbeiter — wo sie nicht selbst Leutebeladen austraten—s entlasst! und au ihrer Stelle Lhaluzim aufgettommen, die sich vortrefflich bewähren. So wurde mit einem Male die Frage der Ärbeitslosigkeit im Lande gelöst. Die diesjährige Weinlese zeigt uns leider wiedet, auf wie schwächet Basis ein großer Teil unserer Kolonien — nämlich sämtliche in Judäaaufgebaut sind, die bloß Pflanzung« (Orangm-, Mandel- und Oclbänme) und Weinbau betreiben und den Körnersruchtbau, Gemüse und Hackfrüchte gänzlich vernachlässigen. Die Frage, waS mit dem heuer ^zeugten Wein zu mach«, wo noch alte Vorräte die Kellereien füllen, ist eine ffehr schwerwiegende. Biele Kolonien mußteil sich entschließen, die frischen Trauben nach Aegypten zu verse".^«, da dieü ui:’ 1 tufjiicubcr ist als mit großem Austoaud QualUätsweme zu erzeugen, die weder Die Sotvjetvögkerung schließt die Juden aus. Aigtt, 11. August. (Jüd. Korr.-Bur.) Das soeben aus all« Schlcht« btt Bevölkerung gebrldeir allrussische Hilfskomitee für di« HuNgergkbikte weist unter, ben 63 beiten Namen feinen einzigen angesehenen Juden aiis. Die dem Komitee.angehörenden vier Juden sind der breit« jüdffchen Qrffe"1!ichkrit ti. nbekannt. Dre Sowjetregierung hat bei der Wahl, t u s \ i« scher Persönlichkeiten den kommunistischen Partechandpuilkt fallen lassen, lediglich i n b e-z u g. a n f b i e J.ü d i n heit Mün es nicht für nolwendig «achtet,/ Nuch Wische Veriret« iur Mitütbeit e'rnzuladen. Bvtschtz«vßke«bMvm am Dttjestlk- Bukareft, 13. August. (Funk>'p«ch.) Ja der vorigen Nach; habe« bewaffnete B. o l f.ch e w i k-r n-d a n d e ü' an zwei Stellen neuerlich versucht, diu D n j e st t zü stb«schreiten, wUid'ü über VS« rer rumänischen Grenzwache daran verhindert.. Die 8rb«smittrln0t m Brßatabl«, die eine Folge der ' langandüütrnden Trockenheit ifr scheint das treibende Mvmept für diese versucht« Uedkrfällt zu seiu. , im Jkttbö — da ja bitz Araber beim gtzistigM Getränk' genieße» dürfen noch tm verarmten Nittelimd Osteuropa Absatz finden können, wähkMd Amerikabas früher großer Abnehmer für KarmelweM Wat, heuer ein allgemeines AlkoholbetSnt erlasse» hat. Naturgemäß gibt eS auch große materielktz Schübe« bei« Verkauf der frisch« Lrauben Äerfaulen, Sauerwerden usw. — so daß die Stimmung der Lösiubauer in Judäa eine schr gedrückte ist. Man verspricht sich allerdings VieOi M)U der Mandelernte, die ..demnächst begiinltztt soll Md die b 'sfere Aussichten hat, da bte Mandeln mit Rücksicht aus die hohen Preise der Mllchbutter, sowohl frisch als auch zü Manbelbutttzr Verarbeitet, UN Lande selbst eines Mtz'emetn großen Absatzes sich erfreuen. Die ftebrürschen Schniwesen. Zum erstenmal seit der britischen Besetzünß und auf das energische Einschreiten der drei jüdischen Mtglreder dcs palästinensischen PMameuts bewilligte bl«^ Regierung dm, hebräische« UHuleu hier eine jährliche staatliche SUbVemtiott vo« $Ö9t> ägyptischen Pfund. Me .iudMeindliche arabische Presse erhob Klage Md führte Ms, die Jüd«, die kaum ben sechsten ffötf bet Bevölkerung bilde« uiifc ebensoviele. Sckzrleu Und Schüler hätten wie dis gesamte arabische Ration tm Lande, dürften nicht noch Nlntetstützt Werden. Dabei wird verschwiege«- baß die Regiemmg de« Arabern Irr diesem Jahre an bte vierzig «e«e Schul« eröffnete und den? deine MM. Ja, T#e rulturefle Nat DMachÄr ist |b groß, büH ttt«ehMH/,ist Galiläa, die hebrätsche» ^ulert freiwiikiilg arabMe Kinder aufnehcke», iihwm arabischen «ud hebräischen ÜNterricht erteil« mrd dadurch eine freiiudltche Stimmung ziüische« ben zwei BolkSstätnm«« schufen. Diese Latsache^ hat wahrscheinlich auch mit dazu beigetrag«- daß wir in Galiläa keine Vpur von ÜmnhM M bemerken hatte»« . Ausgrnbuttv«». Vis Ausgrabungen des Prof. Äahum .schr '«ckv Paris, der «UN zwei Jahre hauptsächlich in der NtngebuNg von Liberias Altertümer anS Licht fördert, zeitigten'"ein«; historisch-kulturellen Erfolg, der bisher von niemandem ü;id nirgends in Erez Israel erreicht wurde. Irr seinen Vottrage in Jerusalem, dem der Oberkommissär, viele hohe Hegierungsbeamte, Dominikaner, die de« hebräische« Boxtrag vollkommen verstanden, «blich' einige DsndoNsr Professoren .beiwohnten, berichtete der Mische Gelehrte über seine Tätig leit im letzten Winter. Sr hat die alte, von König Herydes erbaute Stabt TiberiaS «ufgefunbe«, darin den prLhtigen könig« lichen Palast, barm eine Synagoge «ad zwn ersteUmal eine echte antike Mener.ah, wie sie in der Bibel,beschriebtn wird, entdeckt. Ebenso fand er mehrere religiöse und wirtschaftliche Gegenstände intakt, die ein 'höchst wrchtrges Merkiual für den Kulturzustanb unserer Väter vor 2000 'Jahren barstellen. Besonders wichtig ist, daß ätle diese ipteressantin Funde nicht, wie die von ntchtjübischsn Forschers entdeckt«.'!^ nach Europa wandsru, sondern im hebr8rschL«,RNtivnal museum in Jerusalem verbleibe« tt&fcjbeii. Gin Dankesvotum an das Komitee der jüdischen Delegationen. ' Dir.am 1. d. M. m 8 o d - eröffnete Konferenz der polnisch« Zionisten nahm folgende Resolution an das.Komitee'irr jüdisch« Delegationen m Paris an: „Die Kouserenz drückt-dem Komitee der jüdisch« Delegationen als dem einzigen Pertröte-r der Juden der ganzen Welt für die Verteidigung ihrer national« Rechte ihre ’ tiefste Anerkennung aus. Die Konfcceps/ hegtib;< Hoffnung, daß das Komitee der ■ jüdischen Delegationen, auch . weifcrhiy seine Aktionen bei dm vnsch,edenen.Negic«nM'und dem Völkerbund mit Erfolg fortsetzen und.die -Gesänithrrt Hcs jüdisch« Volkes unter der Leitung des W a a d Haa r a z o l h orgamsiere» wird.- __ Jüdische Auswanderung aus Georgien. Aonstautlnopel, 12. August. (JÜd. Korri'Bur.V Vorsitzcude des Zronstlschen Zentralkomitees in..lVeÄgi'n, Dr. .Streicher, dem hiesigen Palästina-Amt mckteist, erraffen die Sowietbehörd« Georgiens ihre Beeeitwilligkrtt, einer A»Äl von Personen die A u S r e i s e nach P a l ä st i n a zu crlaubtik, sobald sie im Besitze von Bewill!ftlMgen fei! ms der iMeralli-erte'n ^JeitLclcf in Georaien >eien. nach Koustanl!.nopcl eiureiien zu > dürjeu. 6249