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Wiener Morgenzeitung · 1921-08-13 · Heft 915 (13.8.1921) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 915 (13.8.1921)
Date
1921-08-13
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Usctie ’a uaattsi m» Fälscher und Hetzer. Ein Blick in die Werkstätte eines christlichen AntifemitenblaLtes. Do» «t»ftrcm Korrespondenten. v SK er a n, anfangs August. Die Wiener »ReichSpofi" hat vor kurzem, am 31. Juli — die deutsche Oefftulllchteil in nicht mißzuver stehender Weise alarmierend — unter dem Tiiel „K a m p f a n s a g»e gegen die Deutschen Südtirols" einen längeren Artikel veröffentlicht, der von einem italienischen Alpin>stcukongreß in Biixen handelt, bei dem die bekannten Italiener Tolomei, Hauptmann Starace und Abgeordneter Ginnte blutrünstige Reden gegen? die Deutschen Südtirols gehalten hätten. Der betreffende Bericht der „Re-chspost" schien sehr präzise gefaßt und es waren in ihm auch wörtlich die Reden veröffentlicht, die bei diesem Anlaß gehalten wurdm. Wenige Tage später wuide durch amtliche Feststellungen bekannt, daß der Bericht eine glatte Eifindung sei. Es war näml.ch gar keine Abordnung des „Club Alpino Jtalimo" in Brhen oder in einem anderen Ort Südurols u«d die Reden, die die „Reichsposi" ihre« Lesern mitteilte, wurden frei erfunden. Nun veröffentlicht das soz aldrmokra ische Organ in Bozen Einzelheiten, aus denen hervor geht, daß die den Italienern in den Mund gelegten Reden insofern ' der Wahrheit entsprechen, als sie wirklich gehalten worden sind. Aber vor drei Iahten und von den D e n t s ch n a t i o n a l e n selbst. Die' „Reichspost" hat nämlich, wie das „Volksrrcht" meldet, nn Bewußtsein, welche Provokation den Redendes Slerzmger VoMagesvon l9t8 innewohnt. einfach diele Reden als sogenannte« „Schimnnl" benützt und sie jetzt nach drei Jahren den Italienern in dm Mund gelegt, um gegen Italien hetzm zu können. Das genannte Blatt, das sich die Mühe genommen hat, die allen Zeitungsbande der deatschnationalen Presse durchzuleben, hat dort wortwörtlich die Reden wiedergesundm, die jetzt die „Reichspost* als große Neuigkeit in einem Brixener Eigenbericht als „Hetzreden" ihren Lesern vorsetzt. „lieber diese Hetzreden", so schloß die .Reichspost" ihren Bericht, .wird writergeredet werden*. Jawohl, es wird weitergeredet, aber anders, alH dem biederen Blatt lieb sein dürfte. Damit dre Ocssenlllchkeil selbst entscheidm kann, mögen hier d e vom erwähnten Bozeuer Blatt veröffentlichten Gegenüberstellungen folgen: Angebliche italienische Wirklich gehaltenedeutsch- Hetzred« v. 31. stuli) nationale 2lcDe, (.Tiroler" Ettore Tolo m e i: Mr. 108.) „Nicht vi"l reden, sondern Dr. Karl P ü s ch, Jnnshandeln müssen wir.^ Wir verbruck: langen bei der Neuregelung der «.Nicht viel reden", sagte er, Verhältnisse m unserer nun- „aber handeln müssen wir. mehr heimgekehrten Provinz, W:r verlangen bei der Neudaß die rrredentistischen Beregeiung der Verhältnisse im strebungen des Deut'chen Versüdlichen Landesteil. daß die bandes und des Andreas Hvfer> irredcn'iffischen Bestrebungen Bundes mit allen zu Gebote mit allen z« Gebote stehenden stehenden Mitteln unterdrückt Mitteln unterdrückt werden, werden. Nur mehr Italiener Nur mehr Tiroler und solche, und solche, dir Italiener sein die Tiroler sei« wollen, dürfen wolle», dür'en künitighin ^t« künftighm rn »nserem Lande unserem Lande (!) wohnen! Wir wohnen. Damit fordern mr fordern die Einheit und Unteildie' Einheit und Unteilbarkeit barkeit (!) der Beneza-Trrden» des Landes. Im einzelnen vertina. Im emzklnm verlange« langen wir: bei allen tirolischen wir: bei allen italienischen Landesamt^rn muß. die innere Landesämrenr. die in Hlnkun't Dienstsprache die deu'sche sem. noch geschaffen werdm. muß die Ohne videniliche Kenntnis der Sprach? die italienische sein, de i schm Sprache darl kein Die alten ttaliemschcn Namen, Staats« oder Landesb amtec die >n diesem Gebiet einstmals an g stellt werdm. Es rürfm waren (?), müsse« wieder einn chl Italiener ang'stellt werden, geführt werden (!). Obne oidemwo. Italiener wohnen. In lichr Kenntnis der italiennche» beruh auf dte Uniertichtsver- Sprache darf kein Staats- oder hätinrsse verlangen wrr. daß die Landesbeomrer eingestellt werdeutsche Sprache als Untirden. Es dürfen n-cht Südtiroler richtsgegmstaud m den itallcni-, und Fremde (Atesini und Straschen Lchulen, auch im geistnierr) augestellt werden, wo ltchen Seminar von Trient, Italiener wohnen (!\ In bezug eingeführt w rd, aber.auck, daß aus die llnterrichtsverhältnlsse in den deu'lchen Mittelschulen verlangen wir, daß die itaaller Art die italimÜche Sprache lienische Sprache als Unter» gelehrt wird. In bezug auf den richtsgegenffand in dm deut^ Gesch ch sunterricht hat eine schm Schulen, auch im aerst- Aenderung dahin. zu «solgen. lichen Seminar dieser Stadt daß in Hinklmst ein gründringe'ührt wird (!). aber auch licher Unrenicht in der Gc-- in den deutschen Mittelschulen schichte des Vaterlandes..- muß' die, italienische' Sprache gepflegt wird. In kirchlicher gelehrt werden .... Der Ge- Beziehung muß der deutsche Ichrchisunterricht mutz abgeändert Einfluß in dre Drö'.^e Trentv werden, der Nachwuchs der jetzt gefördert und gestärkt werden, noch dmtschsvreckenoen Bevölke- Es müssm nielir deutsche Domrung des Alto Adige muß die Herren nach Trento kommen, italienisch« Geschichte kennen der deutsche E ufluß im Tren- ' lernen. Es ist notwendig, daß tiner Seminar-muß gefestigt kern Zeugnrs einer ausländischen werden , und ein Bischof an deutschen Uiirerr'chtsanstalt aus« der Spitze der Diözese stehen, warts Geltung hat (!). In der auch die Deutschen berückk'rchl'chir Bezihung muß auch fichtigl und b^rredim." Zum in Hochetsch unier Einfluß ge- Schluß seiner üus ührungen festigt werden. Daher muß statt gab Dr. Pusch auch noch prak-. dem neuernannten Bischof von tische Wmke: Er sagte. eS Br ren einer an der Spitze müssen deutsche Stützpunkte itt stehem der auch die Italiener Jtalienischtirol geschaffen werberücksichtlot und besuedigt; den. indem man deutsche Gastdenn in diesem Gebiet sind wir wirte, Interessenten des Frem» die Herren.* Zum Schluß verdenverkehres, den Deut'chen und süeg sich d'eirr wunder- Oesterrrlchrschen Alvenverein s a m e G e l e h r t e zu folunterstützt und. was sehr notgenden ungeheuerlichen wendig ist, kapilalskrälllg M'cht. Forderungen: Es Kein Zeugnis einer reichsmüssen auch in den von den italienischen Unlerrichisanstalt Deutschen bewohnten Telen darf m Oestevrtzich anerkannt des Alto Adige italienische weiden. Endlich brauchen wir Stützpunkte geschaffen werden, Deutsche mehr Zuiammengein dem nian uwere.... Gasthörigkeitsgefühl, Wenn wir einem wirte und Interessenten des Volk gegenüber Gewicht haben Fremdenverkehrs sowie unseren wollen, bravourösen italienischen Alpen-- „...Heil ousgebracht, in klub unterstützt und. was noch das alle Anwesenden mn notwendiger ift; kaprtalskiö'tig Freude und Begeisterung «'timacht. Wir Italiener brauchen stimmten... Wacht am Rhein mehr Zlisammenflehörigkelts- ... Wenn alle untreu werden 6 fühl, wenn ww i'ies'M anderen ... Dann sprach noch Hosrat Volke gegenüber Geltung haben Dr. Michael Mayr: Wir sollen. Der Hetzrede, unter verlangen alsGreu- Aus Palästina. Ankunft von Ehalnzim. Jeriüsalem, 10. August. (Jüd. Korr.-Bur.) In den letzten Tagen landeten ln Jaffa 400 Chalujzim ohne jeglichen Zwischenfall. Aburteilung eines arabischen Pogromführers. i Jerusalem, 10. Augusts.., (Jüd. Korr.-Bur.) Der arabische Anführer des seinerzeitigen Angriffs gegen die jüdischen Kolonien, Abu Kishk, wurde vom hiesigen Gericht zu zehn Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Entlassung von jüdischen Telegraphenbeamten. Jerusalem, 10. Augusts (Jüd. Korr.-Bur.) Der hiesige Gouverneur entließ plötzlich 100 jüdische Telegraphisten, die an den öffentlichen Arbeiten der' Regierung beschäftigt waren, ohne für diese Maßnahme irgendwelchen Grund anzugeben. Diese Massenentlassung rief in den jüdischen Kreisen große Aufregung hervor.? Ein Preßhrozetz gegen jüdische Publizisten. Jerusalem, 10. August, (Jüd. Kvrr.-Bur.) In den nächsten Tagen gelangt vor dem Gericht in Haifa der erste große Preßpwzeß gegen die jüdischen Schriftsteller S. Pen und Dr. Glückson zur Verhandlung, die beschuldigt werden, in der periodischen Zeitschrift „Chowereth" einen Artikel veröffentlicht zu haben, in welchem ein Teil der Bevölkerung gegen den anderen anfgereizt wurde. 3)as Gesetz sieht für solche Vergehen die lebenslängliche Verbannung aus dem Lande oder 15 Jahre Gefängnis vor. Die Witwe Tschlenow übersiedelt «ach Palästina. Wga, 11. August. (Jüd. Korr.-Bur.) Die Frau des verstorbenen Zionistenführers Dr. Tschlenow ist aus Rußland hier eingetroffen und begibt sich weiter nach Bern, um von dort über London die Weiterreise nach Palästina anzutreten. Die palästiuenfische Filiale der Bangne Ottomane. Jerusalem, 10. August!. (Jüd. Korr>Bur.) Die Ottomanische Bank erhielt die Erlaubnis, ihre Jerusalemer Abteilung wieder zu eröffnen, und hat ihre Tätigkeit bereits wieder ausgenommen. brülle» de mBeifall zedenTa^liamento. «rhalt-n, solaren Garibaldi» besser die Liveuza H V m n e und F a s z r st e n- ... Auf diesen Bode» «nd aus Marsch. Dann sprach noch diese Grenze haben wer ei» der Triester Abgeordnete natürliches, ein naiionales und '@.i unta, bekannilich jener, ei» militärisches . Anrecht. Un« der Toaqenburg. unseren deut» ser Seibsterhaltunpstried und zchen Dcpurierien, zu mfulitercn toifcrc Großmachtstellu«- verv»sprach Giunta rief: „Auf langt ihre Rückstellung. Dafür diesen Boden und auf diese ist so oft schon in harten Grenzen haben wir ein natür» Kämpfe« edlrS Bolksblut gelicheS. ein naiionales und ei» stoffen. Schließlich sprach noch Militär, Ich es Anrecht." Unsere der Borsttzende, Hofrat von Giovmaebtstellung verlangte H 8 r m a n n, der erklärte: ihre Rückstellung. „Daür ist „Mit diesem Feinde Welschen) m harten Kämpfen edles Volkskann es kein? Verständ aul'S blut geflossen!* Zum Schluß geben, sondern nur eine Entließ sich noch der faszisslsche scheiduna durch das Schwedt, „Sekre'ario" Capitano Swrce einen Siegfrieden!" auS Trient vernehmen, der einen Satz theatralrfch in die Versammlung rief: „Mn d«n Deut'chen konnte es keine Äerständigung geb n. sondein nur eine Entschcrdung du>ck daS Schwert, eine Vtttoria integrale." Die „Reichspost" spottet ihrer selbst: Alle diese Reden, die von ihren Twoler Ablegern seinerzeit alS „treffende, wahrhafte, kernige* Ausführungen gepriesen wurden, bezeichnet sie, nachdem sie. die Ausführungen glaubwürdig umgemodelt, als Hrtzredm, die Redner selbst als „wundersame Gelehrte" us«. Es wäre zum Lachen, wenn der Erfolg, die Vergiftung der Beziehungen Oesterreichs zu Italien, nicht so traurig wäre! Bei diesem Volks» tag in Sterzing 1914 haben nicht nur die Katzelmacher, sondern, wie denn anders, auch die Juden ihr Teil abbekommrn, über die der Herr Professor Edgar Mayr Welsenstein also loSzog: „Für die Juden, diese Parast'en, gibt eS nur ein Ziel, dm Mamou md den Genuß auf Kosten des hungernden Volkes. Der Jude ist allmächtig m Orsterrrich. Der jüdsiche Geist frist sich immer tiefer ein in die BolkSmaffe und korrumpiert schließlich alles". Am Schlaffe dieses VolkstageS wurde ein GiegfriedeuSpr dg ramm ausgestellt/ indem ganz ^ngeheuerl che Forderungen erhoben wurden. Bon besonderer Bedeutung ist «in Punkt in der „Entschließung", in der die „s ch ä r f st e Ablehnung jeglicher Autonomie für W e l s ch t l r o l" verlangt wurde, llnd weil heute Jtaüm die Autonomie für die Deutschsüdtiroler wohl zugestchert, aber aus technischen Gründen noch nicht eingerichtet hat, ist das christüchsoziale Blatt außer Rand und Band und mochte aus jeder berechtigten Kritik der deutschnationalen, Politik m Südtirol eine Beschimpfung der Deutschen SüdtirolS machen! Air unsere p.t.Abonnenten in der Sommerfrische! Wir bitte« bei Ueberfiedlung um rechtzeitige Verständigung und Angabe der neue« Adresse. Va. ulä Politische^tundschau. Ein kommunistischer Aufruf. Die „Neue Züricher Zeitung" schreibt: Im Augen» blick, da d« Welt mit Hilferufen aus Rußland bestürmt wird, kommt gleichzeitig ein Aufruf der „Exekutive der Kommu. nistischeu JnternatlonM", der zu „neuen Kämpfen" aufsordert. Dieser Aufruf ist unterzeichnet von Lenru,. Trotz klj, Sinow jvw, Bucharrn »md Radek ol-s Vertreter Rußlands, daneben unter aderen von,Bpla Kun, Münzenberg und dem Vertreter der Schweiz, Arnold Ju dem Aufruf werfen die Leute, die durch iyve Beruichtuugc-« Politik in Rußland zuerst die Industrie »nb das Bürgerftuu und jetzt auch die Landwirtschaft zugrundegehen lasftlr,, dem Kapitalismus vor, er habe sich „bisher als unfähig erwiesen, der Welt auch nur das Maß von Ordnuq zu sichern, die vor dem letzten Kriege existiertes^. Die Urheber des Chaos in Rußland sind allerdings ii$ hohem Maße berechtigt, der übrigen Welt die Fähigkeit abzusprechen, Ordnung zu schaffen. An aperer Stelle des Aufrufes heißt es: ,Me Bourgeoisie ist unfähig, den Arbeitern Arber t und Brot, Wohnung Und Kleidm^g zu sicher«." Das sagen die gleichen Autokratien, die durch ihre über alle Matzen stümperhafte Wirtschastspolittck selbst den unerschöpflichen Agrarstaat Rußland in die erbärmliche Hilflosigkeit versetzt haben, die nun in bet) kläglichen Hilferufen an die bürgerlichen Staate« zum Ausdruck kommt. Im Übrigen fordert der Aufruf in folgender Mise zur gewaltsamen Besitzergreifung der politischen Macht auf: Millionen mch AbermUliowe« in geschlossenen Reihen in den Kampf rücken, baivr versagen die Tücken der Bourgeoisie, dann versagt ihre Gewalt. Dann erfaßt die Welt bleiche Angst." Eine solche Sprache führe« die durchs ihre Schandwrrt» schaft ftuchbeladenen Häupter der bolschewikischeu Regierung in Rußland in einem Moment, wo das durch ihre Unfähigkeit ruinierte Rußland die Welt um Hilfe anrufen muß. Hier gesellt sich zum Verbreche« der Wahnsinn. Die Mängel der Verwaltung Palästinas. Das Organ des britischen Palästina-Komifees „Palestine" bespricht in seiner letzten Nummer an leitender Stelle die Lage in Palästina, die unter gwßen Mängeln in der Verwaltung leidet, wodurch vielfachie Schwierigkeiten und MßverstLndnifs« entstanden sind, die vorläufig dem jüdischem Volke, ins-, besondere den Zionisten, beim Aufbau der nationalen- Heimstätte hinderliche in dLn Weg treten. Diese Fehler resultieren hauptsächlich' aus der soglerchj zutage getretene» Oppositio« mancher vrilitärischeni H ä up ter, als die Regierung ihre Politik der Balfour» Deklaration verkündete. Da die Regierung ihre Politik energisch dnrchzuführen wünscht, so muß Palästina zunächst auseiner, militärischen Abhängigkeit von Aegypten befreit werbe«. Das militärische Hauptquartier Palästinas kann nicht wie bisher in Kairo sein. Palästina muß sein eigenes Militärhauptquartier haben, es muß aushören, ein Anhängsel Aegyptens im militärischen Sinne zu sein,. Die Zukunft tendiert eher zu einer Palästina-Garnison, die> gleichzeitig eine Garnison für Aegypten wäret. Die zweite Ursache ist, baß ein großer Teil des gegenwärtige n Berwaltungspersvnals in Palästina der Politik des Home Goverment aktiven Widerstand leistet. Dieser Nonselns muß ehestenvufhören. Unsere Politik in Palästina muß durch die Zentralregierung in London geführt wer-e>n, keinesfalls aber durch Leute, die sich nie die Mühe haben, den Zionismus im Zusammenhänge mit dem britischen Gemeinwesen zu verstehen. Alle, dieser Politik unfreundlich gegenüberstehenden' Beamten müssen daher ihre vorgefaßte Ansicht ändern oder ihre, Posten verlassen. Denn hier steht nicht bloß der Zionismus auf dem Spiele, sondern die ganze Autorität der Zentralregierung. Es ist besser, die Empfindlichkeit dieser Beamten zu verletzen, als baß daS britische Wort seine Geltung rpt u^'ttleven Osten vexlieve ober daß dem guten Namen Großbritanniens' in allen Ländern, wo Zionisten leben, dadurch Ein«» büße geschehe. Sir Herbert Samuel Hat den Willen und die Fähigkeit, diesegroße Werk anszuführvn, sobald ihm nur eine Fair chance zuteil wirb. Fstr! diese Fair chance legen wir nun unser Wort ein. Der Sonderfrieden zwischen Amerika und Ungar«. Budapest, 12. August. (Ung. Tel.-Korr..Bur.) sNationalversammlung.j In der Diplomatenloge sind der amerikanische Oberkommissär Grant Smith sowie nrehrere Mitglieder der amerikanischen Mission erschienen. Abgeordneter Ernst Moser unterbreitet den Bericht des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten über die amerikanische Friedensresolution. Der Ausschuß beantragt, die amerikanische Friedensresolution in ihrer Gänze ohne jeden Vorbehalt zu akzeptieren und die Regierung zu bevollmächtigen, behufs Abschlusses des Sonberftiedens zwischen Ungarn und den Vereinigte» Staaten mit dev-^.Regierung der Vereinigten Staaten schleunigst in Verhandlungen einzutreten. Im Namen der christlichnationalen Partei gibt Abgeordneter Markgraf P a l l a v i c i n i seiner Befriedigung darüber Ausdruck, baß. bfe PneiMtM NaMn,

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