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Wiener Morgenzeitung · 1921-08-07 · Heft 909 (7.8.1921) · p. Seite 12

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 909 (7.8.1921)
Date
1921-08-07
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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Seite 12 Wien, Sonntag Wiener Morgenzeitung 7. August 1921' 9tr. 90* M Bankhaus Wien, I., Maria ThereBienstraase Nr. 10 Telephon 20*3-63. 494 Durchführung sämtlicher Bank -Transaktionen. An- und Verkauf sämtlicher Devisen und Valuten. Der WoLksWirt. GsßempeLte Krone ----- Auszahlung Wien --- —.64 Centimes, —.65 Centimes. In Zürich notierte: btt östcrrerchlsche Kronr . . . —.65 ttt öftere, gestempelte Krone .—.64 die tschechische Krone . . . . 7.55 die Mark... ....... . 7.40 Agram . . . . . . . . . 3.40 Bukarest. . 7.60 Budapest ....... . 1.45 arichau ........ . — 32 (—.67'/z am 5. August) (—.64 am 5. August' ( 7.60 am ( 7 40 am ( 3 40 am ( 7.60 am ( 1.52'/- am (—31 am 5. August 5. August 5. August) 5 August 5. August) 5 August) Die Balutenhausse ohne Ende. ' Obzwar gestern die Börse wie an jedem anderen Samstag iieMossen blieb, wurden im „P r i v a t v r r k e h r" die Prci'c der ausländischen Zahlungsmittel wieder emvorgetneben uni», meue Nekordkurse erreicht. Das Elend, das durch die sprunghaften Steigerungen dec letzten Zeit angcr.chiet wird, läßt sich vorläufig kaum in seiner ganzen Tragweite über blicken. Wir stehen als rin auf den Import angewiesenes Land infolge der ins Maßlose erhöhten Kurse vor einer, neuen Teuerungswelle mit.vielleicht noch, viel zerchtienderen.Folg.cn als bisher. Jede Budgetierung des staatlichen wie auch des privaten Haushaltes wird zu einer vollkommenen Unmöglichkeit Finan-- min.fler Dr. Grimm steht der Situation machtlos gegenüber. Dem Lernehmen nach hat er die Vertreter mehrerer Großbanken zu euer Konferenz eingeladcn, die beraten wird, auf welche Weise der Hausse Einhalt, getan werden soll. Da jedoch die Großbanken an den gegenwärtigen Verhältmsien ein hervorragendes Interesse haben, kann man . den-Ergebnissen einer solchen BeiaMng nur mit gioßer Skepsis entgegensetzen. Inzwischen hat sich gestern der D o llar auf K 1120, die d e u t s ch e M a r k auf L 14. die p o l nr s ch e M a r k aut K 58, der Sei auf K 14 und die tschechische K r o n e auf K 14 erhöbt. J«ter«ationale Finanzrundschau. - Amsterdam, 1. August. Die politischen und wirtschaftlichen Ereignisse der letzten Woche, gaben den Weltbörsen wenig Anregung. Am ehesten war es noch die Wendung in der Diskontpolitik Englands und ■ Amerikas, die eine Stabilisierung hervvrries. Nachdem am 15. Juli für die-Ausschreibung, aus 60 Millionen' Pfund Sterling - dreimonatige englische Sch atzanweisungen. Anerbietungen in der Höhe von . beinahe 123 Millionen ring-gangen waren und.ded.gesuchte Betrag unter 5 Prozent untergebracht werden konnte, war es llar, daß die Direktion der Bank - von England, dre bisher die Theorie verfolgte, da) tneres GeldTn der gegenwärtigen Konstella ion wü lscheils.vert - s i. twtzdcne sich! veranlaßt .sehen würde, ihren Zinsfuß herabznsetzeii. , Mt diesem Ereignis Wurde während der ganzen Woche so bestimmtgerechnet, das; es nach seinem Eiutreten ohne Einfluß auf die Londoner Börse war. > Dasselbe . gilt von der Federal Reserve Bank in New-Pork. Die Diskontherabsetzung in Amerika bedeutet keineswegs, das; etwa größere Teile der sogenastnten s!stgesrorenen Kredite. freigeworden seien. Im Uegenteil. Der New-Aorkec Finanzkorrespvndrut der s^Limes^ ^sprach dieser Tage.mit.Recht davon, daß di^ ungeheuren, aus Waren geliehenen B-'lräge in weit absehbarer Z it nicht'w:rd:n flüssig gemacht werden können und haß man statt von', srstgefrorenen Krediten besser von „versteinerten' Krediten" sprechen müßte. Es ist der Stillstand in. allen Ges.hästs-- brtrie?cn, durch den B t.iebskapita'ien sreigewordeü si b, die ihre Besitzer nicht irr 'Pertpapiere'n..anzulx'gen. ' wagm : und die die Gel.dslüsigkcit und Billigkeit ganz wesentlich ' beeinflussen. V. - Nur ,in . einer Brziehmng 'waren die - "internationalen Börsen in dieser Woche nM optimistischer, als' in unserer letzten Berichtsperipde." Der /Glaube an ein Anziehen der Schlssahrtsfrachten in naher Zeit befestigt sich zusehends, s» daß zum Beispiel an der Amsterdamer Börse der Handel in Schiffahrtsaflien größere Dimensionen annahm als seit Monaten, Steigerungen bis zu 25 Prozent' im Kurse zur F-olge hatte und es dem Konsortium, das die/Nenemissron der holländischen Schiffahrtsnnie zu 80 Prozent nicht loswerden konnte, nun gelang, den Gesamtbetrag -der Nenemission am offenen Markte an den Mann zu bringen. In England'' wird systematisch und mit zäher Energie an der' Berbesse'r ung der wirtschaftlichen Lage gearbeitet. D'er Monat Juni wres noch unter dem Eindruck des Kohlenstreiks eine Exportzisfer von nur 45' Millionen Pfund'Sterling auf. Der Julr wird' viel besser sein, weil der Kohlenexport wieder ein setzte, und die Handelsbilanz naturgemäß, noch günstiger, weil der Kohlenimport gänzlich aufgehört hat. Die Baumwollrndustrie erholt sich zusehends, die außerordentlich verkürzte Arbeitszeit von w ■ a n a ta m b w « ü m n ma BHHtiHHaa»BBHttiainiBaaBiaj 24 Stunden wöchentlich könnt: bereits auf '36 Stunden erhöht werden und dw Handel weist einige Erleichterungeld auf, seitdem ein gewisses Anziehen auch' der Rubberpreiso wahrnehmbar ist. Aber alle diese kleinen Verbesserungen vermögen England seinen großen Welthandel nicht zurück^ zugebest, nicht den Export, der hauptsächlich' unter der Zahlungsunsähigk it der früh-.rrir englischen Abnehmer leidek. Deshalb kam England .in noch grohzügigerund scheinbar nnrigennütziger Form auf'dm critens'- MrdeMÜDschditerie^ Plan zurück, die gegenseitigen interalliiertest'-Schuldes zu streichen. Diesmal wurde vorgeschlagen, daß Amerika Äle interalliierten Kriegsschulden völlig annulliere, während! Großbritannien damit einverstanden wäre, ' seine eigenes Schuld in der Höhe von 862,362.000 -Pfund Sterling fcu’f* rechtzuerhalten. ' Einige Besorgnis weckten ttt 'der Englischen QesfenÄ lichkrit die inzwischen bcka-int gewordenen Einzelheiten Wer die Pläne des neugegründeten französischM Stahltmstesf Societe Anonyme des Forgös et Acieries du NorÄ et de. l'Esk, den die'drei grßten franzöösischen Stahlgesellschäften , gebildet haben. .'D'er Trust wird über .die größtH Anzahl Stahlöfen verfügen, eine' Erzreferve von 350 DM lionen Tons haben und über sechs große Kohlengesellschafiert,' Kots-, Zement-, Steinsabriken, Wälzereien, Gießereien ver^ fügen. Er wird also nicht nur Ganz-, sondern auch Halbst fabrikate liefern können, im Gegensatz zum Schneiders an,,»»,« »» » » » » « » »»«»»«»»,»»«»», »»,»»,»»Haan ■ b ■ a' bb a s?5 Anlässlich des Xn. Zionistenkongresses welcher am 1. September 1921 in Karlsbad seinen Anfang nimmt, werden wir im Rahmen unserer Hauptausgabe eine ■ nir i B ■HBBB B.B MWWBamBli »CIB1BIHIBHBHBW ■*r - *! •■ * m ■ . - ■ ■ mm (6. Jahrgang) Redigiert unter Mitwirkung hervorragender jüdischer Publizisten und Schriftsteller von ©TT© CIBEIES und LUDWBCi BAT© Verlag: „Wiener Morgehzeitüfig'* 9; 9 B ■i a, B B: B a U IM adBiBBactB erscheinen lassen. , Die Kongressausgabe der„ Wiener. Morgenzeitung* wird eine ausführliche, zusammenhängende, protokollartige Darstellung der Verhandlungen! und Vorgänge am Zionistenkongress enthalten. S Verwaltung und Redaktion der „ Wiener Morgenzeitung“ treffen alje Vorbereitungen, um die Berichterstattung aufs verlässlichste und rascheste durchzuführen.! Diese Vorkehrungen machen es möglich, dass der Leser ausführliche Berichte über den Kongress in der 'jedem Kongresstage folgenden, in der Früh 5 erscheinenden Ausgabe vorfinden wird. Durch rascheste Expedition wird Sorge getragen, dass die Bezieher die Kongressausgabe der „Wiener ■ Morgenzeitung“ vor allen in Betracht kommenden Organen erhalten werden. *' J Die Kongressausgabe wird 15 Nummern (vom 31. August bis inklusive 14. September) umfassen. " ■ Als erste Nummer wird am 31. August.— am Vortage des Kongressbeginnes — eine J erscheinen, welche Beiträge zionistischer Führer über die Verhandlungsgegenstände des Kongresses und aktuelle zionistische Probleme enthalten wird. Für die Kongressausgabe werden SoncLerabonnements ■ unter folgenden Bedingungen entgegen genommen: . - Oesterreich: K120, Deutschland: Mk. 14, Jugoslawien: Dinar 12, Tscheche-Slowakei: tschech. K15, . Polen: poln. Mk. 150, Holland: holl. fl. 1.50, Schweiz: Frcs. 3, England: sh 3, Italien: Lire 6, Amerika: Dollar —.50, Frankreich und Belgien: Frcs.6. Für das übrige Ausland: Schweizer Frcs. 3. dleichzeih> mit den Bestellungen hat die Ueberweisung des Betrages zu erfolgen, da sonst die Versendung der Ausgabe nicht erfolgen kann. für slsiSiog Bild »@&8 fibonneatefi wirä dieflusoalie' " '‘ j«f i in Gisng s!eW«B|8zyssli8ili!issflP! Für Deutschösterreich: K 390, Tschecho-Slowakei: tschech« K 54, Polen: poln. Mk. 600, Jugoslawien: Dinar 39, Deutschland: Mk, 42,; HoHand: holl. fl. 4.50, Schweiz: Frcs. 9, England sh 9, Italien: Lire 18, Amerika: Dollar 1.50, Frankreich und Belgien: Frcs. 18, ( für das übrige Ausland: Schweizer Frcs. 9 geliefert werden. '! Bestellungen werden von den, Verschleisstellen sowie von der Verwaltung der „Wiener Morgenzeitung“, Wien, II., Taborstrasse 1, entgegeh« | genommen und müssen unter gleichzeitiger Ueberweisung des entfallenden Betrages bis spätestens 25. August im Besit? der Verwaltung sein. Der Geschäftswelt bietet die Kongressausgabe eine besondere, nicht bald wiederkehrende Qelegenheitf erfolgreich zu inserieren | und neue, wertvolle Auslätidsverbindungen zu erreichen. | Bei Anfragen, wollen Grösse und Erscheinurtgstage des gewünschten Inserats angegeben werden, wodann äusserste Offerte erfolgt. Normaler Anzeigentarif. Die Verwaltung der „Wiener Morgenzeitung \ Wien, Ii f Taborstrasse 1—3. 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