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Wiener Morgenzeitung · 1921-08-06 · Heft 908 (6.8.1921) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 908 (6.8.1921)
Date
1921-08-06
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Rr RK Wien. Samsta- Wiener Morgeuzeituug 6. August 1921 --—7-:-!---^ .:---:-:-:---;—; -— 11 ----—------ > —«C» Lehrmädchen- 2 Damenschneiderinnen, 8 Waschenäherinnen, 2 Posamentiererinuen, U Handelspraktikantiunen und 8 Bureaupraktikantiuuen. Zu melden im unentgeltlichen Arbeiisnachweis, Wien. H., Taborstraße VS, täglich von 8 bis 12 Uhr. Dec unentgeltliche Arbeitsnachweis, Wie», U., Taborftraße S9. bietet de« Herrn Arbeitgeber» feine kostenfreien Dienste an- Brieflicher oder telephonischer Auftrag (40-3-16 und 41-6-30) genügt, um qualifizierte Arbeitskräfte sowie Hilfsarbeiter, ferner taufmännische Angestellte beiderlei Geschlechts zugewiese» zu erhalten. Bern fsberatung. Jugendliche, welche vor der Berufswahl stehen, möge» sich in der Berufsberatimgsstelle Wien, U,, Taborstraße SS, täglich von 1l bis 1 Uhr (mit Ausnahme von Freitag, Samstag und Sonntag) melden. So ist es! Von Helen Gruud. Der tapfere Soldat trägt feinen Lohn in sich, den feigen sollte mau sehr, entschädigen. , Das Wetter wechselt auch, während man schlaft. Lachen ist -er Aeroplan des Geistes. Ein Clown darf sich über das Gelächter, das er erregt, verwundern. Muße verlangt auch gewissenhafte Organisation. Kein Gewissenhafter kann Wort halten. Verschwendung har Heimweh nach dem Chaos. * Dr. Sanel Beer, Frauen- und Kinderarzt, ist von fernem Urlaub zurückgekehrt und ordiniert wieder U., Praterftraße 25a. N ■ * Der Wagenverkehr über de« äußeren Burgplatz gesperrt. Infolge Gebrechens an der Wasserleitung unter der Fahrbahn am äußeren Burgplatz bleibt die Durchfahrt für Fuhrwerk durch die Hofburg auf einige Tage g e i per r r. * Das Wetter. Die vorgestrigen Regenmengen in Oesterreich waren nicht bedculend. Inzwischen Hai es sich ausMeitert, doch wurde es gestern nur mäßig warm. Die Mittagslemperaluren betrugen etwa 21 bis 22*. Vorhersage: Heiter, eiwas wärmer, mäßige Winde. * Sterbefall. Am 4. d. M. starb in ihrer Wohnung in H etzing, Eduard Kleingasse 31, Frau Mathilde P e 1 r o v i t s, Witwe nach dem vor 14 Jahren in Wien verstorbenen bekannten Landschaftsmaler, L. E. PetrovitS. Die,Verblichene war eine Wichte rlludolf von Alts und die Schwiegermutter des Regierungsrates Wilhelm Fuchs. * Drohender Streik im Innsbrucker Gastgewerbe. Aus Innsbruck wird gemeldet: Der „Volkszeitung" zufolge drohen die Hotel-, Gast- und Kaffeehansan gestellten in Innsbruck mit dem allgemeinen Ausstande ab Montag den 8. d. M., wenn ihrem Verlangen nach Einführung des Salzburger Lohnvertrages nicht Folge geleistet werden sollte. * Streik deS Badepersonals in Bad Hall. Aus L i n z wird berichtet: Wie die Blätter melden, ist heute vormittags m Bad Hall das Badepersonal des Kurhauses in een Streik getrelen, jo daß der Betrieb eingestellt werden mußte.' Ursache des Ausftandes sei die Forderung der s o z i a lld c m o'r r ä t i's ch e tt Bedieustetelr, daß sich das ch r r st l i ch o r g a nisierte Peisoual der freien Gewerkschaft anschließe. * Hinausfchicbnug de» Ladenschlusses wahrend der Wiener Messe. Mit Rücksicht auf dm während der W.cner'Messe zu erwartenden großen Ge chäftßverkehr har das l'lremium der Wiener Kaufmannschaft eine Eingabe an den Magistrat der Stadt Wien gerichtet, in welcher es das Er-uchen stellt, > den Ladenschluß um cmc Stunde, das ist also für dm Detailhandel auf 7 Uhr und für den Lebensmittelhandel auf Uhi, während der Messe hinairszufchreben. * Die versteckten Millionen eines Großschiebers. Di: Behörden sind vor einiger Zeit dahintergekommen, daß ein lhroßteil des von dem vor kurzem verstorbenen Waffenschieber I u i i u s Brück hinterlaffenen Millionenveimoaens durch umfangreiche Machenschaften der Besteuerung entzogen werdeniollicn, denn die Erb.n Brucks wollten weder die Vermögensabgabe noch die Erbschaftssteuer in der richtigen Höhe bezahlen. Bisher hat man in verschiedenen Depots und Verstecken Wertpapiere, ftrmde Valuten, Gold und Juwelen im Werte von 130 Millionen sicher-gestellt. Dle Frnanzbehörde ist der Ansicht, daß noch viele Vermögenswerte verschleppt wurden. Die Nachforschungen werden daher fortgesetzt. * Das Geheimnis von Partenkirche«. Der Wiener Pollzerdiieltion wird mitgeteilt, daß schon vor drei Monaten im > »genannten Großleiten bei Partenküchen die Leichen eines jungen Paares aufgesunden worden sind, die bisher noch nicht erkannt wurden. Man vermutet,' daß es möglicherweise Oesterreicher fem könnten- Die Leichen dürften schon längere Zeit an Ort und.Stelle gelegen sein. Der Mann mar etwa 20 Jahre alt, mittelgroß, schlank, hatte dunkelblondes Haar, bartloses Gesicht und trug hellgrauen, welchen Filzhut, graubraunen Uebcrzieher, bläuliches Salto und Gilet, weiß-schwarz gestreifte Hose, schwarze Strümpfe, schwärze Schnürschuhe und weiße Wäsche. Aus der einen Manschette mit bläulichen Streifen sind mit Tinte die Nummern 7'/ 950, 9721 und lbO zu sehen. Die Frau war ebenfalls etwa 20 Jahre alt, klein, untersetzt, hatte dunkelblondes Haar, plombierte Zähne, am linken oberen Eckzabn und an vier Stockzäbnen Goldplomben' Sie , trug dunkelblauen Samthut, blaues Mantelkleid, weißen Unterrock, weiße Unterhose, schwarze Strümpfe und schwarze Spangenschuhe. * Auf der Kellertreppe erschlagen. Aus Ordenburg wird uns berichtet: Der Bruder des hiesigen Bizebürgermcistcrs Dr. Schindler, Johann Schindler ln Mörbisch, wurde im Verlauf eines Streites mit seinem Mieter, dem Taglöhner Michael Zechner, als er.gerade die Kellertreppe hinab- Itelgeip,- wollte,, durch Wurf nnt einem Ziegelstein gerötet. Schindler hinterläßr fünf Kinder. * Der Zdo-Weltsprachekougretz in Wie«. Heute wird die erste Vollversammlung' des Kongresses in der Handels¬ und Gewerbekammer um 15 Uhr eröffnet. — Sonntag nachnmtigs. ..findet em Ausflug her Kongreßteilnehmcr auf die Siedlung »Eden" am Wolfersberg statt. — Montag um 19. Uhr findet eme öffentliche Versammlung im Saale deS Jngenirnrunb Architektenvereines statt.' ' * Hofrat Jurka gestorben. Am »1. v. M. ist nach kurzer Krankheit und bald, nach Vollendung feines 80. Lebensjahres in Ratzlanny in Mähren der vatmalige Chef der Krimnal- Ktnon der Wiener Polizeidnektion Hoftat i. R. Anton I u r k a gestorben. ' Abonniept die Kongress"Ausgabe . der . „Wiener Morgen-Zeitung“ anlässlich des XII. Zionistenkongresses in Karlsbad (1. bis 10. September 1. J.), umfassend 15 Nummern '01. August bis 14. September), mit der am 31. August erscheinenden welche Beiträge zionistischer Führer über die Verhandlungsgegenstände des Kongresses und aktuelle zionistische Probleme enthalten wird. Bezugspreise: Oesterreich: K 120, Deutschland: Mk. 14, Jugoslawien: Dinar 12, Tschecho-Slowakei: tschech. K 15 Polen: poln. Mk. 150, Holland: holländische Gulden 1.50, Schweiz: Frcs. 3, England: sh. 3, Italien? Lire 6, Amerika: Dollar: —.50, Frankreich und Belgien: Frcs. 6. Für das übrige Ausland: Schweizer Frcs. 3. Unseren ständigen und neuen Abonnenten liefern wir die „Kongress-Ausgabe“ ohne Aufschlag auf die normalen Bezugspreise, nie Massenverbreitung der „Kongress-Ausgabe“ im gesamten In- und Auslande verbürgt Inseraten Erfolg! Verlangen Sie unverbindlich Offerte oder Besuch unseres VertretersI Normaler Anzeigentarif! Verwaltung der „Wiener Morgen-Zeitung“ Wien, II., Taborstrasse 1-3. Tel. 44038 und 43319 * ein neuer jüdischer Lord. Aus London wird uns. berichtet: Sir Markus, Samuel, der vor mehreren Jahren 'Lordmayor von London war, am' jüdischen Gemein beleben von London lebhaften Anteil nimmt und der Ehrt einer alten großen Oelfirma ist. wurde von König Georg zum P a i r ernannt. Er wählte den Titel Loro Bearsted of Maidstone. (Maidstoue ist eme Besitzung des neuen Lords in der Grafschaft Kent.) * Selbstmord. Gestern nachts hat sich der im Hotel Theresienhof in der Engeithstraße wohnhafte 48jährige Vertreter Ernst A'p v e l t ain Fensterkreuz erhenkt. Seine einzige Habe bestand in 50 Hellern und einigen schmutzigm Kragen. Er hmterließ einen Zettel mit der Bitte, feinen Schwager.zu verständigen. . Die Ursache der Tat ist unbekannt. Appell verkehrte. seit dem Jahre 1917 im Hotel, war bis zum Umsturz. H a u p t m a n n in dec Atbrechtskaserne und hat fett etwa drei Wochen tiefen Mißmut geäußert. Er dürfte sich in drückender Geldverlegenheit befunden haben. * Aus einem kommunistischen Magazin in Berlin. Bei einer polizeilichen Hausdurchsuchung in den Bureamciumen der B. K. P. D. m Berlin durch eme Abteilung des Polizeipräsidiums wurden, dem polizeilichen Berichte zufolge, keine Waffen, jedoch g e f ä l s ch t e a nt 111 dj e Zettel und Formular» gefunden, die zur Herstellung amtlicher Personalausweise dienten. Das Strafverfahren wurde emgcleitet. * Die jüdische« Arbeiter in Palästina. Laut einem Bericht des Hapoel Hazair zeigt sich in den jüdischen Kolonien von Judäa und Samarra fett der Einschränkung der Einwanderung als Folge der Unruhen m Jaffa die interessante Wandlung, daß fgst überall dort, wo bis dahin nahezu ausschließlich arabische Arbeiter in Verwendung standen, nunmehr jüdische Arbeiter eingestellt wurden. In den beiden Distrikten sind jetzt rund-16po jüdische und insgesamt rund 350 arabische Arbeiter in den Kolonien tätig. / * Wertvolle Briefmarkensammlung. Trotz der schlechten Geschäftslage brachte in Paris bei einer Versteigerung der Briefmarkensammlung des während des Krieges verstorbenen Nerrari de la Renotiere, etwas weniger als die Hälfte der Sammlungen, einen Erlös von 1.100.000 Francs. Eme einzige blaue Hawaii, 1351 bls 1852/brachte allein 156.000 Francs. Die ganze ungeheure wertvolle Sammlung lia.ite der Besitzer einem Berliner Museum testamentari'ch vermacht,' weshalb dle französische Regierung sie einfach wegnahm. ' Die Hüte des Telepathen .SataneM*. Um die Mtte Juli l. I. wurde, wie berichtet, ein Einbruch beim Hutmacher W e n g e r auf der Simmermger Hauptstraße entdeckt. Es fehlten etwa 100 Hüte. Kappen und andere Waren im Werte von weit mehr als K 100.000. Die polizeilichen Erhebungen ergäbe«, daß der Einbruch fingiert war. Die Verkäuferin Josefine Slaby hatte während des Urlaubs ihrer Kollrgm die Hüte und Kappen nach und nach aus dem Warenlager entfernt und, als der Diebstahl aufkommen mußte, dm vermeintlichen Einbruch inszeniert. Die Hüte hatte sie, wie die Korrespondenz Wilhelm berichtet, ihrem Gatten, dem H y n o t i s e« r und Telepathen Karl Slaby.geschenkt, der unter dem geborgten Ramm „'S a t a n e l l i" Säanceu zu gebenpflegt, wobei « . auch seine Frau als Medium m>t geringem Eriolge benützt hat. Trotz der Trennung der Ehe blieben die Beziehungen aufrecht und Frau Slaby hat ihrem Gatten die Hüte getchenkt. Das Ehepaar wurde verhaftet. Slaby behauptete, die Hüte aus Furcht vor Entdeckung in die Donau geworfen zu haben. Die Berichte in den Zeitungen hatte auch der GmdarmeriepatraackkrM leiter des Postens Gutenbrunn Christoph O p v i tz seiest». Ge ging der Sache nach uno brachte in Erfahrmrg, daß der Bnrdee des ^Telepathen" Karl Franz Slaby am 13. Juli in Gütmbarn» gewe>lt und 31 Hüte einem dortige» Kaufman« zur Beväußermrg übergeben hat. Die Hüte, die also nicht io die Dona» geworf» worden find, wurden beschlagnahmt. Franz Slaby, fetr fcetfoftafc wurde, gestand, die Hüte von feinem Bruder znmBertanf erstcke« zu habm. * Anvorfichtitztzeit mit Drennspiritus. Geste« mittopS hantierte die 44jährige Private Marie Johl m ihrer Wohmrug, XV11I., Staue gaffe 58, beim Anzünden eines SpiritnSkocheeV derart unvorficktig, daß ihre Kleider Fmer fingm- Sie erlitt Brandwunden beider Grade am ganzen Körper und wurde vom der Nettungsgesellschaft tn das allgemeine Krankenhaus gckmcht- Da die Flammen auch Einrichtungsgegenstände in Brand gesteckt halten, rückte auch die freiwillige Feuerwehr Wäsnug «ms, die in kurzer Zeit die Flammen erstickte. «Gegen da» keimende Leben. Die'53jährige Hebamme Aloifia B r i b i tz e r,!X„ Liechteusteinsiraße 80 wohnhaft, wurde gestern dem Landesgerichte emgeliefert, da sie überwiesen wurde an einer im X. Bezirke wohnhafte« Hausgehilfin eme verpönte Operation vorgenommcn zu haben. * Geldunterstützung.für Heimkehrer. Ucker Beschluß der Landes Hilfsstelle Wien «nd Ried erreich für Kriegsgefangene könne« mitieltös« Heimkehrer, die in Rußland. Sibirien und Turkestan in Kriegsgefangenschaft waren und dadurch Embuße an ihren. WohNungS» oder Geschäftseinrichtungen erlitten haben oder sonst iu arge Ro! und Exlstenzbedrängnis kamen, an die genannte Hilfsstelle »m eine rinmalge Geld u n lerstützungin der Höhe von K 2000 bis 10.000 ansuchen. Die Bckingvnge« hiefür find: Oesterreichische Staatsbürgerschaft, ständiger Wohnsitz in Wien oder Niederösterrerch derzeit und v o r dem Kriege. Hcimatberechtigte genießen den Vorzug. Die Ansuchen können nur in schriftlicher Form unter Beischfuß dir Dokumente, die die Staatsbürgerschaft., beziehungsweise Oe Heimatszuständigkeit erweisen, ferner des mrlitärifchen EUtlaffungs« fchemrs. des Armutszeugnisses utlb des Wohnungs-, allenfalls dts Geschäftsnachwesses per Post bis längstens 15. September d. I. emgebracht werden, und zwar au die L a n d e s h r l f s ff e l 1 e fürWienundNiederösterreichsürAriegsgefangene, Wien,,VH., Mariahilferstraße, Stiftskaserne, Kriegsgefangenen- und Zivilinterniertenamt. * Eine BoUsabstimmuns bei 30 Grub EelstuS im Schatten. Die heißen Julssonuiage find nicht günstig 'ür Volksabstimmungen. Das hat sich am letzten Sonntag ich Waadtland gezeigt, das sonst noch eine Hochburg Or Bürgertngend ist. Bn dec Abstimmung über die Erhöhung des Kapitals der Kantonalbank von 25 auf 50 Mlllionm gingen von über 80.000 stimmberechtigten Bürgern wenig mehr als 7000 fiUc Urne, also nicht einmal der zehnte Mann. In Lausanne erschienen sogar nur 4°/«. Es war aber auch ein ausnehmend heißer Tag mit 30° Celsius im Schatten. Die Dorlaae war nicht bestritten und wurde denn auch mit ^großem" Mehr — «nt 6560 gegen 820 Stimmen — angenommen. * Die Herzlfeier der zionistischen BezirkSsekiio« Brigittenau' die ursprünglich für den 31. Juli angesetzt worden war, mußte wegen technischer Schwierigkeiten auf Chamischa Affa verschoben werden. Geloste Karten behalten ihre Gültigkeit oder können jrdcü Mittwoch von 8 bis 9 Uhr abends im Cäss Magnet, XX. Gaußplatz, eingelöst werden. Vereiusuachrichteu. Sportklub Ari. Heute, Samstag, um 7 Uhr sehr wichtige Vollversammlung tm Caf^ Postsparkaffa. Erschein« Pflicht. Nachher. Manschaftsaufstellung. — I u q e n d g ru p p e des Unterstützung §v er eines E s r a. Heute, SamStag, den 6. d. M. um 3 Uhr nachmittags Fest- sowie Damenkomikeesitzung. Margen Sonntag den 7. d.M., Ausflug nach Grinzing. Treffpunkt 13 Uhr 30 Mm. im Vereinslokal Winkler, ll. Stuwersttaße 1. Führung: Kollege E. Stein. Gäste willkommen. Erez Israel, H., Hauptalle 5 (Restaurant Praterfee). Heute-7 Uhr abends wichtige Ausschußsitzung. 8 Uhr Heimabend. Die Ernährung. Erhöhung des Vrotpreifes auf 12 Kraue». Mitteilungen des Bundtsminifters Dr. Gr«nbeLger> Bnndesminister für Bolksemährung Dr. Grünbrrger empfing gestern die Vertreter der Presse und machte ihn« über die Brothrrstellung Mitteilung«, aus den« hervorgeht, daß die Ausmahlung des Mehls mit 80Vmovon 30% Femmehl und 50% Brolmchk sind, bereits seit dem 24. Juli anstandslos durch geführt wird. Wen« m dieser Zeit noch minder schmackhaftes Brot zur Ausgabe gelangt, so fei dies darauf zurückzuführen, daß noch alte Mehlreste.vorhanden waren, die von dm Broterzeugern verwendet würden. In Zuftmst wird eine größere Schmackhaftigkeit auch durch einen RosgenzUfatz erzielt werden können. Bekanntlich wird von der nachstenWoche angrsangen der Laib Brot um K 3 mehr kosten, also K 12.40. Der Minister glaubt, daß durch die Schmackhaftigkeit des Brotes dieser verhältnismäßig geringe Aufschlag ausgeglichen wird. Die Lebensmittelmarkte. Schwache Fieifchzufnhren. — Wucher in Kartosscln. Der schlechte Stand unserer Valuta bringt es mit sich, daß in den letzten Tagen du F l e i s ch'z u f u h r e n aus dem Auslände merklich nachgelassen haben und daß dre Vorräte gestern gegenüber der lebhafteren Nachfrage keimswegs ausreichend wart». Wohl ist ein Waggon mit Kälbern und Schweinen aus Jugoslawien für die Großmarkthalle anückommen, doch wird allgemein erklärt, daß bet dem niedrigen Stande unserer Valuta die Bezüge aus Ungarn und Jugoslawien immer schwerer werde«. Bei lebhaftem Marktverkehr verteuerten sich im Großhandel Schafe um K 15, dagegen ermiißM sich Bratenfleisch, das gestern um K 20 teurer aeworben war, um K tO, im Klemvertauf wurde Kalbfleisch gleichfalls um K 10 per 1 kg im Preise herabgesetzt. „ * < Aus den Grünwarenmärkten sind dre Zukuhren gestern gleichfalls schwächer ausgefallen, doch reichten die Mengen. von Kartoffeln abgesehen, m denen sich großer Mangel fiihlbar machte, überall für den Bedarf. Der große Mangel an Kartoffeln hat einen wahren Wucher in diesem Artikel zur Folge Man erwartet schon in den allernächsten Tagen eme Beffemng der Lage, da aus Ungarn größere Sendungen von Kartoffeln, avisiert find. Die Versorgung mit Obst ist ausreichend, vre Ankünfte von Marillen und Johannisbeeren werden täglich geringer, dagegen steigen die Zufuhren von Birnen, Aepfeln und Pflaumen. Dn Preise bliebm im allgemeinen ziemlich unverändert. Trotz Siemens aller Preise ii£6lige Chiffon» u. Leinenwoche hei Kann «£ Fried V1M Linke Wlenzefie 40, im Huf# 51642719^912

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