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Wiener Morgenzeitung · 1921-08-04 · Heft 906 (4.8.1921) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 906 (4.8.1921)
Date
1921-08-04
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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mm pryT?'-' --nn-TM—trHgiifeM* /Men, Nonnetskäy riaaa;niBCW5ivar.'.it^' r Wiener Morgenzeitnng 4. August 1921 Tagesbericht. Z«m XU. Zionistenkougretz. Das Zentralkomitee der Hitachduth Hapoel Hazair und Zeiiei Zion gibt bekannt» daß die Wahlen -um HL Zionistenkongreß, Sonntag den 7. d. M. (von 10 bis 12 Uhr vormittags), stattfinden. Wahllokale: Jüdische Dolksbibliochek Zion. H., Glockengaffe 30, und Verein Ahawat Zion, H., Kleine Zufahrtsstraße 160. Alle Wähler müffen ihre »Schekel" mitbringen. Für die Wahl ist rin Wahlausschuß gebildet worden. Die erweiterte Waad Merkasi hat in seiner Sitzung vom 24. Juli die Herren Dr. Chajm Tartakower und Saul Weinreb einstimmig als Kandidaten Sonder-Abonnements für die Kongress-Aasgabe werden unter folgenden Bedingungen entgegengenommen: Oesterreich: K 120, Deutschland: Mk. 14, Jugoslawien: Dinar 12, Tschechoslowakei: tsch. K 15, Polen: poln. Mk. 150, Holland: holl. fl. 1.50, Schweiz: Frcs. 3, England: Sh 3, Italien: Lire 6, Amerika: Dollar —.50, Frankreich und Belgien: Frcs. 6. Für das übrige Ausland: Schweizer Frcs. 3. Unseren ständigen und neuen Abonnenten liefern wir die Kongress- Ausgabe Auf normalen Bezugsbedingungen. bestätigt. Gegenlisten können bis Samstag den 6. d. M., 12 Uhr mittags, im Wahllokale. Glockengaffe 30, angebracht werden. Eine solche Liste muß von 25 Wählern unterschrieben sein. Zur H. Weltkonferenz der Hitachduth wurden bei der Sitzung am 3. d. M. vom Waad Merkafi folgende Herren vorgeschlagen : Mayer H e n i s ch, Salomon Picker, David R a ff p a p'o r t und Saul W e i « r e b. « > SamÄag dm 6. d. M. um V,b Uhr abends findet im Lokale der Volksbibliothek Zion, H., Glockengasse 30, eine Konareß- Wählerversammluug statt, zu welcher die Schekelzahler ein geladen werden. Referenten: Dr. CH. Tartakower, F. Schloffer und S. Weivreb. Bekanntmachung über die Wahle« des Misrachi. Der österreichische Misrachi-Derbcmd wählt innerhalb des Weltmisrachi. Für die Wahl ist ein Hauptwahlausschuß mit dem Sitz in Wien gebildet worden, welcher das folgende Wahlreglement erläßt. Die Wahlvorschläge sind bis spätestens inklusive §. August bei dem 'Hauptwahlausschuß, Wien, 2. Bezirk, Praterstraße 43, Tür 11, rekommandiert cinzureich'eu. Der Wahlvvrschlag muß von 500 Wählern unten- -einet sein, von denen einer als für wertere Derhandümgen bevollmächtigt z« bezeichnen' ist. Me Wahlvorschläge werden von der Hauptwahlkommission mit laufenden Nummern nach dem Termin der Einreichung verzeichnet. Die Wahlen haben am 7. d. M. vor- und nachmittags (von 10 lUhr früh bis 1 Uhr mittags und von 4 bis 8 Uhr abends) M erfolgen. Die Wahl ist geheim. Jeder Wähler in Wien muß persönlich im Wahllokal erscheinen und den Stimmzettel in die Wahlurne legen. Aus dem Wahlzettel hat der Wähler die Nummer der Wahlliste oder den Listenführer anzugeben und darf derselbe nicht unterzeichnet werden. Wähler außerhalb Wiens können ihr Stimmrecht brieflich ansüben, und zwar nur ans folgende Weise: Der Wähler legt den Wahlzettel in «in verschlossenes Kuvert und sendet dieses in einem anderen Kuvert an daS Wählburemr des Misrachr (rekommandiert). Im äußeren Kuvert ist btt Schekelquittung bciznfügen, der Brief muß bis zum 7. b. M. zur Post gegeben werden. Die Veränderung einer Liste ist unzulässig. Sumnizettel, dtt dttser Bestimmung nicht entsprechen,'sind ungültig. ' Folgender, vdnnngsgemäß eingereich ier Wahlvorschlag ist bisher bei uns eingegangen: > Liste Nr. 1 : 1. Großrabbttrer Dhaim Schaprra, 2. Rabbiner De. Samuel Rappaport, 3. Leib WeißberH, 4. Dr. F. GümperH, '5. David Lemberger, 6. Simon Mayer, 7. David Landau. Die HauptwahlLomimsswn hat beschlossen, daß bei jeder Liste.im Falte der Verhinderung eines Dele- ^gi r!en der nächstfolgende (Nichtgewählte) als Ersatzdelegierter cintritt. _ Dev Streik dev Landesarrgestellten beendet. In den vorgestern von 3 Uhr nachmittags bis 2 Uhr.nachts dauernden Verhandlungen zwilchen den Streckenden und der Brrmaltungskomrmssion ist es gelungen, zu einer Einigung zu lammen und alle Schwierigketten zu beseitigen. Der mit den Verlwndlungen bttraute Ausschuß der Verwaltunaskommisfion brro:ßißtc aste Forderungen der Streikenden auf eine sinngemäße Anwendung des Bei oldungsgesetzes des Staates auf die Landesangestellicn. Ans Grund dieser Einigung wurde gestern um Vss Uhr buh der Dienst üt allen Aemiern nn vollem Umfange wieder ausgenommen. > ————— Eine grotze Unterschlagung hei der Poliklinik. Der bisherige Verwalter der Allgemeinen Poliklinik, der 36 Jahre alte Hermann T r i n k l, wurde wegen Unterschlagung pon VerpflegSgeldern in der Höhe von mehreren hunderttausend Kronen vor einigen Tagen verhaftet und dem Landesgericht nugeliefert. bekundet die gesamte zionistische Welt für die anlSssMdraes XIS. Zionistenkongresses 11. bis 10. September I. J. In KARLSBAD) Im Rahmen unserer Hauptausgabe erscheinende KONGRESS! AUSGABE der „WIEHEB HORGHIZETTUSG“ Dieselbe wird 15 Nummern (vom 31. August bis 14. September) umfassen und täglich die ausführlichen Verhandlungsberlchte des Vortages bringen. Die KONGRESS-FESTNUMMER vom 31» August wird hochinteressante, aktuelle Beiträge der zionistischen Führer enthalten * Streik in der Warenverkehrsstelle. Dienstag abends fand eine Versammlung der Angestellten der Warenverkehrsstelle-A.-G. zur Deckung des Bedarfes von Stadt und Land statt, welche mit einem Streikbeschluß endigte. Gestern morgens wurde bie Arbeit nicht ausgenommen. Ueber den Grund des Ausbruches des Streiks erfahren wir: Seit mchiereu Wochen steben dre Angestellten der Warenverkehrsstelle in einem Lohnkamvf. Der Leiter der Warenverkrhrsstrlle, Präsident Dr. Kurt Schechner, erklärte, daß. rm gegenwärtigen Zeitpunkt die Forderungen der Angestellten nur dann erfüllt werden könnten, wenn eine rationellere Ärbeitswerle als bisher im Betrieb Matz greise. Diese hätte allerdings zur Folge gehabt, daß ein Terl der Angestellten hätte abgebaur werden müffen. Der Betriebsrat billigte den Standpunkt des Präsidenten. Einige jüngere Eleme.nte suchten aber den Streikbeschluß trotzdem d n r ch z n s e itz e n, was ihnen auch gelang. Man rechnet mit einer längeren Dauer des Streiks. btthnen wenigstens <nt Svruv- und FvßnAgen f tf 12 Uhr nachts ausgedehnt werde. Der Referent erklärt, daß der Ausdehttung des Sbeaßenbähüverkehrs bis nach! Mitternacht oußermcdenblich hdhe Kosten unb Neneinstellnngeu von Perstmak voran gehen müßten. D^e in der Debatte beantrag Einführung eines Gep äckstarifes auf der Straßeirdahn würde den Verkehr fast unmöglich' machlen. Was den. Betrieb in den Abendstunden anlange, so würde« mrr sehr wenige unrentable Linien früher eingestellt. Was, die Strecke nkarte onlange, die für solche Limen gelten, so sei bereits der Auftrag gegeben worden, di« Vorarbeiten durchzuführen, daß diese Karten auch für die entsprechenden Parallellinie« Geltung haben.' Vereinsnachrichten. Jugendgruppedes Jüdischen U n t erst ü tz u u g s v e r e i n s E s r s. Am 1. d. M. fand die konstitulersnde Versammlung der Jugendgruppc des obigen Vereins statt. Es wurde eine achtgliedrige Lci'ung unter dem Vorsitze des Herrn Markus Mautner gewählt. Jugendliche Jntereffentenmögen sich jeden Donnerstag zwrschen 7 und 9 Ubr im Veremskokal, Eafe Winkler, ll. Stuwersiraße '1, beim . Schriftführer Herrn Heinrich Klein aumelöen. Bi« Massenverbreitung unserer Kongress-Ausgabe im gesamten In- und Auslande verleiht Inseraten eine bedeutend erhöhte Wirksamkeit Benützen Sie diese einzigartige Gelegenheit, mit d<r Geschäftswelt des Auslandes für Sie wertvolle Verbindungen anzuknfipfen und verlangen Sie unser Insertionsoffert oder unverbindlichen Besuch unseres Vertreters Normaler Anzeigentarif! Die Verwaltung der „Wiener Morgenzeftnng* Wien, II., Taborstrasse 1—3, Telephon 38044. Bei der Abstimmung werden die in der De» hatte gestellter: Anträge der geschäftsvrdnrmgsmLßigen Behandlung zugewiesen, die Anträge des Referenten, betreffend. die Fahrpreiserhöhungen, gegen die Stimme ri der Christlichsozialen angenommen. Kommunales. Die Erhöhung der SLratzenhahntarife im Gemeiuderat angenommen. In der gestrige» Sitzung des ^Gemeinderates be-- richtste Stad trat Speiser (Sozialdemokrat) über die Maßnahmen zugunsten der Angestellten der städtischen Unternehmungen, die sich auf die aktiven Angestellten, die Neüpensionisten und die Altpensionisten beziehen. Zur Bedeckung her erwachsenden Mehrauslagen ist ein Betrag von 20 Millionen Kronen erforderlich, der durch dtt Betrttbsergebni-sse der Unternehmungen anfzuLringen ist. Sodann berichtet Stadtrat Speiser über dtt Erhöhung der Teuerungszulage der Bediensteten und Arbeiter öer städtischen Straßenbahnen und der Kraststellivagenunternehmung. Die Mehrkosten betragen bei den stäbttschen Straßenbahnen jährlich 485 Millionen Kronen, bei der KrastsLellivagermnternehmung 7,3 Millivnen Kronen. Dieser Mehraufwand soll durch eine entsprechende Tariferhöhung gedeckt werden. Bizeb ür germeister Emmerling erstattete znsammenfassend das Referat über dtt Fahrpreiserhöhung der städtischen Straßenbahnen und der Kraftstell-' wagenunternehlnUtlg und führt . aus, daß hie dauernden Mehrauslagen 945 Millionen' Kronen jähr- -Atz betragen. Die Straßenbahnen müssen aber auch noch Geb arungsabgange ans den letzten drei Vertvaltungsjahren in Betracht ziehen, und,zwar Mammen 236 Millionen Kronen. Dazu kommt noch der durch dtt Entwertung der Krone entstandene Kursverlust, so daß sich insgesamt ein Fehlbetrag von weit über eine Milliarde ergibt. Die Gemeinde hat kein anderes ' Mittel der Bedeckung als die Steigerung der Einnahmen durch eine allgemeine Fahrpreiserhöhung. Der Referent betont, daß bei der Erhöhung diesmal verschiedenen Wünschen weiter Bevölkernngsschichten Rechnung getragen wurde und bittet - um Genehmigungder Anträge. Gemeinberat Unter müller (christlichsozial) wendet sich gegen dtt Gleichheit des Fahrpreises für alle, bemängelt den Widerspruch in den Ziffern, wünscht eine Verbesserung des Betriebes nach kaufmännischen Begriffen, ein Hinausschttven des Betriebsschlusses und dtt Auflegung eines Fahrplanes sowtt die Einführung des Zonentarifs. Zum Schluffe erklärte Redner, daß seine Partei dttser Fahrpreiserhöhung unmöglich zustimmen könne. 'Gemeinderat Rum mel h a rh t (christlichsvzial) stellt den Antrag, daß der Nachtverkehr auf den Straßen- Die Ernährung. Die Leb ensmittelmärkte. Preisüberfchreitunge« bei Kartoffel«. In den Zufuhren von Kartoffeln ist in den letzten^Tagrn e ve Verringerung eingetreten, was sofort von vielen Händlern zu Preisüberschrettungen bmützt wurde, namentlich i« den Bezirk«. Die zuständigen Behörden machen deshalb nachdrücklich daraus annnerlsam, daß fede Uebervorteilung der Bevölkerung nach d« bestehenden Gesetzen strenge bestraft wird, und daß die Anttorga« angewiesen sind, diesen Fällen ihre besondere Avfmerksamkeit Armwenden. Ob dies anck geschieht, kann man bezweifeln. Am Kleinhandel betragt der Preis für rote inländische Kartoffel« K 24 auf den Märkten, K 25 in den Bezirksgeschästen. Inländische gelbe Kartoffeln dürfen ans den Märkten nicht teurer alS mtt K SS, in den Bezirksgeschäften mit K 27 per Kilogramm verkauft werden. 3m übrigen erwartet man ausländffche Sendung«, dre preisdrückend einwirken soll«. Dtt Versorgung d« Märckte »8 Gemüse und Obst ist sonst trotz der Hitze ausreichend. Namentlich die Obstzufuhren fallen aridauernd günstig aus, so daß dtt Preise auch Weiler fallende Tendenz ausweis«. Mrt Eiern find die Märkte ansreichend versorgt. Heute warm auf dem Rafchmadt 55 Kisten ungarische Eier zur Ausgabe gekammm. Bühne und Kunst. Für das jüdische Theater. (Bin bemerkenswerter Antrag in der Krakauer Kultus» gemeindevertrctung. In der Krakauer: KulttrsgemeindevertrvttmN wurde v»n der zionistischen MinoriM der Antrag eingebvaiht und ausführlich begründet, das in Krakftn bestehende f ühische Theater aus bas Gerne i «defruK g e t zu übernehme«. Die Antragsteller gingen von der gewiß richtigen Ansicht aus, baß ein so großes jüdisches Gemeinwesen, wie die Krakauer Jndengemeüide, die kulturelle., Wichst Hütte, das Mische Theater zu erhalten, dafür M sorgerr, daß bas Niveau dieser jüd ischen Kunst- und Bildiungsst'ätte gehoben, und die künstlerischse Tätigkeit der Mische» Bühne von einein damit zu b^ranendem Ausschuss» überwacht werde. Bei. einer solchen Sanierung des jüdi- Theaters hätte übrigens die Gemeindevertvaltnng keine nennenswerter! Aasten auf sich genommen, weil jüdische Theatervorstellungen m einem würdigen Nähmen in her Großgemeinde Krakau gewiß großen Zuspruch hätten. Die Majorität war aber für diesen vernünftigen Vorschlag nicht zu haben und lehnt« den Auftrag der Zivrnsttn ab. Ans de« Theater«. Im Wiener Bürgertheater findet morgen die 35 Aufführung von Paul Franks »Die Hölle von, B o v b a 1 o“ statt. Anfang l/*8 Ühr. Das Stück bleibt auch weiterhin auf dem Repertone. Mozart-Festwoche ly Salzburg. Aus Salzburg wird gemeldet : Mit einem unter Mitwirkung des Orchesters der Wiener Staatsoper unter der Leitung des Direktors^ des. MozarlheumS Dr. Paumgartner veranstalteten Sh«-- phoniekonzeris nahm dtt diesjährige M o z a r t - W o ch «, an die sich ab 12. d. M. Auffübruugcn von Hoffmamrsthals »3eb crntantt* aus dem Domplatz anschließen werden, künstlerisch den erfolgreichsten Anfang. Der Zustrom des mter» nationalen Publikums ist überaus groß. preise, dm rtie-wiederkehren - — -———— — —- Tel. 1163, Stell« IV, und U Adlsrawse 5. Tel. 17023 '! 1 WWMN HH3OT 1978

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