Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 905 (3.8.1921)
- Date
- 1921-08-03
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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jJfilÖr^F Mm, Mittwoch -•; ....—-ua Tagesbericht.? Die lieblichste Spielart. (Vns eine» Ferial-Tagobnch.) Ureter allen Spielartcnr jüdischer UssimAckkiioN scheid Mr die Spezies ^resmsche Israelitin" die lieblichste zu. sein. Die Wiener Joarrjüdin ist geschmackvoll gekleidet und nicht ohne Anmut und müht sich übrigens. gar nicht um die Rvte „harbes Dienerturn", die Mische Magharrn hat nnlevgbar Tdiüperament, die polnisch zugestutzte Mische Oefd» kerm hat häufig. Geist — aber so ein forsches, schnatterndes, wichtigtuendes jüdisches Frauenzimmer aus Berlin, das dem mönnlnhen und weibliche» Preske- und Jui/rkertum das Räniv-^rn und Spucken «chgeguckt hat, ist — Verzeihung für das echt, preußische Wort — einfach dreckig. Steigt da auf einer Station der Zillertalbahn so ein ReibisantNaltZ- oder Jndustriellentöchterche« aus Berlin W. samt Begleiterin in den Zug' ausgerüstet mit Bckdecker^ „Berglatte",! Tagebuch und einer Riesengoscheu. .'Schneidig, seldstbenMßr, überlegenvon den scharsgepragtcm Gesicktszügvn und einer gewisse» verborgenen Unruhe abgesehen, iormlich' das KrcmMngSprvdukt des Bonner Borussen und der vreutzischeri -Erzieherin hochftudaler Sprößlrnge. Sie-forderte den Schaffner auf, ihr 'mal zu sage», ob das garcze Zillertal ebenso ausfehe wie der Teil, den fte bisnun dnrMvundert habe, oder ob es noch ,^vas Besonderes" gebe. Web gute," müde Schaffner fand, daß es so weitergehe wie bisiLm, und da forderte die praktische Naturgenießerrn rasch eiv^ K'acta bis zur Endstation, denn das Weiterwander», wäre überflüssig. , Diese Debatte der half ihr zur Gesprächsonknüpsung mit den Gegenübersitzenden, rmd sie begann die bereits ' konsumierten Berge, Joche, Seen mrd Wasserfälle hvrzuzählxn.' Da blieb kein Berg ungenormt, dem sie nicht meterschcrrf. die Höhenzisfer beigefügt hätte, welche Grpsel und Kletterwegc und Grate imd Übergänge sie au einem Tage „gemacht" und welche Seen, Kirchen, Aussichtswarten iie „mitgenourmeu" habe. Viel köstlich« Weisheit ließ sie in den rasch heranterg-eschnatterten Reisebericht evrfließchr. Etwa, daß ein See erst schön sei, wen« man darin gebadet und darauf gerudert habe und. daß man Dädecker immer rechtzeitig/zuklappen müsst, trat auch alles Herrliche richtig in sich-.aufzunrhmen. Aber die- Gegenübersitzensen, hatten zerschmissene Wangen, Morvowl im Auge, Ordensbcmdchen aus der Bergjoppe und bliebe«' zugadröpft. Da nahm sie das „Tagebuch" her und schwelgt« rwjt ihrer Begleiterin unter Ach! und Och! m den sorglich-gebuchten Reiseeindrücken. TKe Berliner Herren von gegenüber waren mit der Zwgsverspätnng nicht einverstanden:. Anlaß für . das Fräulein, schleunigst dir vorlaute Lektüre zu unterbreche« Sie begann forsch, die merkwürdige Wirtschaft im guten Oesterreich herzunehmen. Dia müßte 'nuck Otdrsrng hinein und Pünktlichkeit! Doch die Antzesprschene» zogen Grimassen, beguckten geflissentlich die „Gechend" und' einer sagte plötzlich, man werde sich ttt Mayrhofen, nur kurz anfhalten können, es gäbe dort massenhaft Judeuweiber. Die dunkelhaarige Jungfrau beschäftigte sich fortab nur mehr mit dem Tagebuch. Auch das männliche Gegenstück der Mischen Bebet» vrenßin sticht immer wieder in die Augen. Freundlicher 'Leser! Nicht zehn Galizianer und zwanzig Diener Börse» besucher Msammengenommen sehe» so echtrassig ans wie so ein einziger schnarrend« Herr mit Seidenbändchen, in der kniefreien Lederhose, mit dem schön gestickten „Berg Heil!" auf den Hosenträgern und der Auerhahnfeder am Hütchen. Er ist pan putzigster Strammheit, wenn er üb« die österreichische Grenze gekommetr ist. Mio lange läuft man z«m Achensee?" fragte ein« am Jenbacher Bahnhof im Kommandoton des Berliner Jargons. Kaufen brauchen £5? überhaupt nicht!" antwortete der Holzknecht und kehrte ihm den Rücken. Gemeinheit, daß mir die Abfertigung Wohltat! Ab« fte tat mir tmchl.; . O . A. Die Wahlen zum Xl l. Zionistenkongretz. Bekanntmachung «der die Wahlen des MiSrachi. Laut Beschluß der Exekutive bilden die Sonderföderationen einen einheitlichen Wahlverband. Es wähltdementsprechend der österreichische Misrachi innerhalb des Weltmisrachi. Für die Wahl ist ein Hauptwahlausschuß mit dem Sitz in Wien gebildet worden. .Die Wahlvorfchlage sind bis spätens S. August (ei-ns ch l i eßlich) bei dem Hauptwahlausschuß, Wien,!!., Praftrstraße 43/11, eingeschrieben einzureichen. D i.r Wahlen haben am 7. August nachmittags (von 4 biS 8 Uhr) z« erfolgen. Die Wahl iß geheim. Jeder Wähler muß persönlich im Wahllokal, H-, Prrterstraße 4S/11, erscheinen und den Stimmzettel persönlich in die Wahlurne legen, wenn er in Wien seinen Wohnsitz hat. Wähler außerhalb Wiens Lbm ihr Wahlrecht brieflich aus. __ Verhaftung internationaler Ladendiebe Die Ueberwachung in den großen Warenhäusern zu« Schutze gegen Ladmdiebstahle ist ungemein schwierig und trotz eigens angestellter Organe nicht immer wirksam. Jahraus, jahrein wird in dm großen Kaufhäusern von Diebm, die sich unter der Maske von Kunden einfindm, gestohlen und der Schade» geht Jahr für Jahr in die Hunderttausende. Hmer wurden fcho« mehrere Bandm oon mternatioualm Ladendieben hier verhaftet, ohne daß eine Abnahme an Diebstählen zu verzeichnen gewesen wäre. Nun' find durch die Tüchtigkeit einer Anzahl Kriminalbeamter wieder rin paar Ladendiebe verhaftet worden, die, obwohl sie hier noch nicht gewesen sind, schon abgestraft zu sein scheinen. Ihre Person ist noch rätselhaft; man glaubt aber, daß die Verhafteten sich m vielen a«deren Stödten versucht baben. Mehrere Wiener Morgenzettnng ... -- - - - ZAugust 1921 Mitteilungen ans dem Publikum. Sfisatei tnd »oster K&ofor Wiens M* BRILLANTEN, PERLEN Juwelen, EdclstetnhämJler Rabfnowitscli, Juwel!« »„ »AXtMlUAMSTRASSE 5 IL, STEPHANIESTRASSE 3, nur »r. 8 (Jetzige MoMerstr.) Tel. 8541 (Jetzige Hollandstrasne) Im eigenen Hause Haltestelle Operminj, Ktirntnerstr. Tel. 48146 Sameta* geschlossen. Hören Sie auch imsere Preise Ein gestrioktes wollenes Kleid, 881 Wiener Fabrikat, 5000 Kronen ALBERT SRATZNER, -i-;---'• Kriminalbeamte hatte» erfahren, daß in 'der Wohmmg deS 43jährigen Goldarbeitergehilfen Eugen Stern, II., Sterneckplatz 19, mehrere Stück wertvolle Seide verwahrt sind, die Stern verkaufen wolle. Er wollte sie vm K 600 per Met« losschlagev. Bei einer Nachschau m der Wohmmg fand man tatsächlich fünf Stück Seide, zusammen etwa 185 m; sie wurden beschlagnahmt. Stern gab an, dav ihm ein Manu die Seide zum Verkauf übergeben habe und daß er von der Herkunft nichts wisse. Dieser Manu wmde ausgeforscht und verhaftet. Ec nannte sich bei seiner Einvernahme Michael Gerstenbrei«, Fleischhauergebilfe, 33 Jahre alt, zu Budapest gebot«». Er wohnte gemeinsam mit einer Fra«, die ec für seine Gattin ausgab, im Hause II., Dbbsstraße 18. Auch die Frau wurde verhaftet, und nun gab sie an, nicht die Gattin Gerstenbreins, sondern seine Lebensgefährtin zu sei», Gtsela K e n d e zu heißen und Gastwirtin zu sem.BeideredeteusichanfeinenMann an-, der von Budapest mit ihnennach Wie» gereist fein soll und Vojta heißt. Frau Äeude gab auch zu, daß die Seide von Ladendiebstählen im Warenhaus Gerugroß herrührt. Sie und Gestenbrem habe» sich als Käufer in der Seidenabteilnng emgefnnden und die Seide heimlich mitgehen lassen. Das Paar behauptet, unbescholten zu sein nnd die Absicht gehabt zv habe«, gemeinsam »ach Amerika aoSzuwandern. Ob er wirklich Gestenbrem, sic Kende heißt, ist mehr als zweifelhaft; den» beide haben über Geburtsdaten und sonstige persänllche Beziehungen Angaben gemacht, dir einander widersprechen. Mau ist z« dem Schluffe gekommen, daß die Namen falsch find und daß Gerstrnbrem nnd die Kende berüchtigte internationale Ladendiebe sind, die vielleicht gerade bisher in Wien nicht aukgetaucht sind. Besonders verdächtig ist der Umstand daß fie gerade die Adresse des Ster» gekannt haben, der einen Ruf al- Hehler für Ladend,ebc genießt. Auch die Person des Vojta dürste nicht legendär sei»; ei» Man« namens Bojta hat nämlich vor geraum« Zeit auch zu Stern zwei Frau« rekommandiert, deren eine spät« als Ladendiebin entlarvt worden ist. Erwiesen ist auch, daß der Vojta oftmals verschiedene Pakte aus der Wohnung des Ster» abgcholt hat, offenbar Äcnttstücke von ^Ladendiebstählen. Das Sicherheitsbureau hat sich strr Entlarvung ,,d« Person d« beiden Verhafteten mit de» Budapest« »nd mter- «ationalrn Behörde« m Bnbindnng gesetzt. Die Seide i« Werte von L 100.000 wurde d« Firma Gerugroß zmückgestellt. Bei dem Paare fand man auch vaschiedene Juwelen, die Möglicherweise auch van Diebstählen - hrrrührm könnten. Derhaftmrg eines Schweizers in Wien. Die Schweizer Behörde» in Ber» habe» bfe Polizeidkrektto« in Wreu telegraphisch m» die Verhaftung des K7jährrgen Gustav Arnold Froibevtoix aus Bern evstM. I» dem Steckbrief war »ur ansegebe«, daß sich der Man» des Verbrechens des Betrages und des MebstcchlS schuldig gemacht habe und mit einem Paß auf den Name« Marcell Otto Tauner geflüchtet fei. Di« gesuchte wurde verhaftet. Froibevvix war Schweizer BundesverwaltungSbeamter' nnd zuletzt, bet Schweizerischen Telegraphenageatuy zugetejlt. Er ist: mit gefälschtem Paß nach Wien gekommen und hat hier die Schweizer Gesandtschaft zu prellen versucht. In seinem Hotelzimmer machte man eine seltsame Entdeckung . Man fand einen Geldbeutel mit zwei goldenen Rungen mrd einer Badelegitimatwn auf den Namen des Wiener Oberficherheitswachmmmes Bit und eiwe Brieftasche mit eck^er Staatsbahnlegittmation, einem Waffenpaß und einer Raucherkarte Mf den Namen des Wiener Rahonsmspektors der iNcher»- heitstvache Anton Oprcalek. Das Rätsel, tote der landfremde Man« in de» Besitz der Mrse u«d der Brieftasche! gekommen, war bald gelöst. Er wollte am Sonntag auf das GänsehSußel baden gehen mtd ist irrtümlich und im Trubel in die uur für Organe der Polizeidirektion Mgängliche Väbeanlage auf dem Gänsehänftl gelangt. Dort hat er die Gelegenheit ansgenützt und, da er vollkommen auf dem Trockenen war, sich' zwei KleiderkSste« aüfsperren lassen, in denen er Oprcaleks Brieftasche mit mehr als S200 Kronen und MtS GvldbSrse mit 480 Kron-e» entnahm. Das Geld hat er bis auf 224 Kronen verbraucht, doch ist der Schaben der beiden Wachorgane durch einen Zug von Galanterie beS 'Schweizers! gutgemacht. Er hat nämlich einer Dame auf der Fahrt nach Wien aus Galanterie >2500 Kronen geborgt uud sie hat nach der Verhaftung des Schweizers baS Gelb' zurückgestellt, mit dem dann die habest Geschädigten schadlos gehalten! wurden. Was wie offen muffen! Durch Erhebungen des Kriegswuch«amtes wurde festgestellt, daß der Fleischbau« Julius Holzer, XX1„ Floridsdorf, Sebastian Kohlgaffe 13, wied«hott in seinem Geschäft zur Erzeugung von Würsten an ch R a ch g tb » rteu »erwendet hat. Hoher hat überdies eine schwerkranke Ziege, welche ihm von der Lebensmittethändterm. Wilhelmine Rath, XX!., Leopoldauerplatz 3 ,wohnhaft, verkauft und' ihm auf einem Schubkarren zugefGrt worden war, in seine« Betrüch geschlachtet und da§ Fleisch der Verwurstung zugeftihrt. ' Der Streik der niederosterreichischen i Landesangestellten, , - Bei unverändert« Fortdauer der Arbtltseinstellnntz vegMn» i gestern nachmittags im Landhaus« die Verhandlungen zur «dgültigen Beroinbarnng d« Brsoldungs-Nenordnnng. Den Vorsitze führte LandeSrat H e l me r und eS wohnten d«Sitzung bei d« Personalrefermt des Landes Wien, Stadlrat Speiser, de» Magiftratsdirektor Dr. Hartl, der Sektionsrat im Finanz» mmlsterium Dr. R o l l c t, d« niederösterreichifche LandcSauttS»! direktor Dr. H i r t m a h r und die acht Mitglied« der lIxeckutivp j der Landesangestellten m>t ihrem Obmann Cliefredakteur R » m p f J Es wurde sofort in die Beratung der Besoldungsvorschrrst «ngegangen. Die allgemeinen Bestimmnngm wurden ziemlich rasch erledigt. Die Beratung der Einzelheiten gestaltete sich schwierig«.' doch nahm sie bis abends emen befriedigenden Berlanf. Sie soll womöglich bis zum Ende fortgesetzt werden. Der Siivi dürste »vch heute beendigt w«dm. Die Erhöhung der Straßenbahntarifes. Im Stadlsenat beschloffe». Die^gestrigr Sitzung des StadtsenatS, bk *ta» •10 Uhr vormittags begann, hatte auf ihrer TageSordmmg eine» Bnicht über die y» Ausschuß beschloffeuen Tariferhöhungen auf der Elcktrischrn und de» Krastwagrnlmim. D« Stadtseuot erteilte dn Erhöhung seine Zustimmung. Im! heutige» Gemeinderat dürfte die Erhöhung d« Tarife chensalls' dnrchgebr acht werden. Wiener Meffe. Durch das Freiwerden »«schieden« Räumlichkeiten btt; -Hofburg, welche sich au die Theater-, -Konzert- »»d Kinomeffe anschließe«, ist es möglich geworden, der Luxnsmöbe l» \« b n fl 11 e eine hervorragende Äusstellungsmöglichkeit zu geben. Ferner wurde in d« Hofburg a»ch die B n ch m e s s e, u«faffe»d Bvch, Buchausstattung, Graphik ufw.. nntergebracht- In d« Alten Handelsakademie w«den iranmehr die Gruppen Optik, Photographie, technische Instrumente sowie medizinische chirurgische Instrumente und Gummiwaren sehr vorteilhafte AuS»> stellungsmöglichkvteu finden. Die Papier m^e s s e i« der Sttftskaserne wird alle Zweige der Papienudustrie «nd -konfekkion. fern« Bmeau-, GefchäftSbedars «nd Reklameartikel umfaffe». Im Laufe dies« Woche wird d« Versand d« ZulaffnngsbestLtiguugr« an die Aussteller abgeschloffen werden. Um allen Ausstellern möglichst schnell ihre Standnummer »sw. per Post bekamrtgebeni zn können, wird ab heute der Parteienverkehr bei der Platzver-' mirtmigsabteiluog für jedermann vollkouuue» gesperrt. Auflaffnng der FMalstattrm dee Rertnngsgesellschaft. Me RettrwgSgtsellschast teilt mit: Mit Rücksicht aüf d t* finanzielle Lage hat das Aktionskomitee nemrlich d» Beschluß saffen muffen, die FilialsanitAsstation am Mariahilfer» gürte! i m H e r b st anfznlaffen und dev Versuch zu unterwchmeu^ den Rettungsdienst in Wie« von d« Zentralsanitätsstatio» a»S zu bestreiten. ES soll nochmals betont werden, daß einzig di, triste Lage der Gesellschaft das Aktionskomitee zu dies« Beschluß«, faffrmg gezwnugen hat. I D« Stadtsenat hat gestern vvrbchMich der Zustimmung! beS FinanzanSschuffes beschloffen, d« Freiwilligen Rettungs»! gesellschaft für die Zeit ÄS. 31. Dezemb« 1331 eine A«^ h i lf e v vn 3 Milli o » e n K r o « e n z» bewilligen- Die Aushilfe im Berwallrmgsjahre 1920/-1 betnrg U 600.000. I Die Rettangsgesellschaft braucht bekaMtkich 30 Millionen.' die S Millionen der Gemeinde können daher der R » t »i ch t a^ch eck^^M. . ..•' .. Die vermißten Touristen. Me schon berichtet, werden jetzt im Salzkammetgnt olle nur möglichen Anstrengungen gemacht, um Spuren d« seit verschiedenen Zeiten vermißten vi« Tomiste« RoSkoschnps Ernst Fis ch e r, Otto Alexander «nd Karlvoy R i b a r-tz zu sindm. Die Lokalbehörden habe» mit intensive« Erhebungen und Nachsuchungen eingrscht und von Wien anS ist d« KriminÄ« bramteninfpektor Grün entsendet worden. Gestern ist mm ein Telegramm hi« eiugelangt, das die Auffindung d« erste» sicheren Spur von dem seft dem 22. Juli vermißten Bndcchest«! Studenten Karl von R i b a r h verkündet. DaS Telegramm! kommt von Hallstatt und besagt kurz und bündige ^Lodenrock mrd leer« Rucksack RiVarpS im Waldbach bei HallstM gefmden.* Wir recherchi«en mit vier tüchtigsten B«gführ«w in schwierigsten Untersuchungen die Schluchten. Wir bitten nur einen Polizeihund. Die Wien« Polizeidirektiou hat die Entsentmng eines Hnndeführers mit einem Polizeihund gmchmrgt^ Man «hofft von den nächsten Stunden Aufschlüffe wenigstens üb« das Schicksal des lrtztvermißten Touristen. Interpretation des 8 39 des Vorkriegs-- schuldengesetzes. ' Es sind Zweifel in der Richtung aufgetancht, ob der Schlußsatz des tz 39, Absatz 8 des Gesetzes vom 16. Juli 1921, Nr. 393 (Vortriegsschuldevgesetz), eine allgemeine Norm darstellt oder ob es nur für solche Schulden gilt, die unt« Verwendung von zu valorisi«enden Kronenforderungen verglichen^ werden. Dach den Intentionen des Gesetzgebers bezieht sich die Bestimmung deS Schlußsatzes des § 39, Absatz 8, betreffend Entfall des Bundesbeitrages nur auf solche Schulden, die unter: Verwendung von Kronenforderungen getilgt werden solle«, nicht ab« auch ans Schulden, zu d«eu Abtragung auf fremde Währung! lautende Guthabvngen verwendet werden sollen. Die tatsächliche Absicht des . Gesetzgebers ergibt sich nicht allem aus d« Geschichte der Eutstehong des Gesetzestextes, sondern auch aus § 39, <