Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 904 (2.8.1921)
- Date
- 1921-08-02
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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-k. 904 Wien, Dienstag Wiener MorgenzeiLnrrg der Sittlichkeit gewiß nicht gebilligt werden kann. Unter diesen Umständen kann eine ans vernünftiger Und rechtlicher Grundlage aufgebaute Ehevermittluirg sicherlich als bas Äeinere' Uebel betrachtet werden. Denn sie doch die Gewähr, baß nicht unvereinbare Gegensätzlichkeiten unter dem Ehebcmd vereint werde« sollen, Gegensätzlichkeiten, die keine innere Zuneigung überbrückt. Die moderne Heiratsvermittlung soll ja auch keinen Kuhhandel abschließen, sondern Nichts anderes tun, als Männer und Frauen, die den redlichen Willen haben, einen friedlichen und frohen HLusstand zu begründen, miteinander bekanntzumachen. Sie. wird durch genaue Nachforschung War, den Gesundheitszustand, die Lebensverhältinisse der Ehestandskcmdidaten manche Enttäuschung verhüten, mancher BiltLrleit Vorbeuge«. Freilich, der FaMilienschadchen, Mittelpunkt öines ganzen lieblichen AnekdoteukranzeS, wird so manches' zu lernen haben, ehe er die Unforderungein einer solchen modernen Heiratsvermittlung erfüllen kam. Bor allem muß das persönliche Interesse, der Nutzen und Vorteil ausgeschaltet werden. Sind wir aber einmal so weit, dann wird der Mische Ehevermittler mit seinem psychologischen Scharfblick und seiner Feinfühligkeit sicherlich nicht der schlechteste Vertreter seines Standes sein. Heiratsvermittlung — das Wort klingt freilich nicht gut. Aber auch hier darf mau sagen: man soll sich nicht von Theorien unterkriegen lassen. * Kubinzky der Antisemit. Das „Neue Wiener Journal" berichtet: Das bekannte Hotel Radetzky in der Hinterbrühl war Sonntag nachmittags der Schauplatz .wüster Prügelszenen. Im Garten des Hotel' saßen an einem Tische mehrere Männer, ein Fabrikant Mandler und andere ^angesehene Kaufleute und Industrielle, vnd spielten Tarock. Am Nebentisch befanden stch zwei Herren, von denen der eine, wie sich später herausstellte, ein BaronKubinzkh uvd der andere ein französischer Legationsrat war. Der Baron vertrieb sich die Zeit dam t, daß - er laut p f i ff. Dies irritierte die dicht daneben . sitzenden Tarocki'vieler.und Fabrikant Mandler wandte sich an K u b i n z k h mit dem ruhigen Ersuchen, doch das Pfeifen einzustellen. Die Wirkung war. daßKubfinzky zu schimpfen b e g a n n und das Wort „S a u j u d!" gebrauchte. Es entstand nun, wie uns ein Augenzeuge berichtet, eine erregte Kontroverse, dir bald in eine wüste Schlägerei zwischen dm Tarockspielern und dem Baron sowie dem französischen Lcgativnsrai ausartete/in deren Verlaus der Franzose einen Revolver zog. ^ies ri'ef in dem dicht besetzten Garten eine Panik hervor. Ein Teil der Gäste eilte den bedrängten Tarockivielern zu Hilfe, die anderen, vor allem F r a n e n und Kinder, f ln chteten a n t e r S ch r e ck e n s r u f e n aus dem Garten. Der D i r e k t v'r d e S Hotels ergriff merkwürdigerweise f ü r d e n B ä r o N und den französischen ^Rev a l per h' e l d nt P a r t e i und nahm gegen* die anderen Gasse Stellung. D e r französische L e g a t i o n srat. w e i g erte s i ch, seinen Namcnanzug e b e'n." Ans' interessiert, an" dieser Geschichte nur dieser Baron "KA ö'i tt z k h, der ans einer Prager jüdischen F a m H t c stammt. Einer seiner nächsten Verwandten ist vor Jahren aus dem Sterbebett in bewußtlosem Zustand gerauft worden. ' : ' * Wichtl gestorben. Der ehemalige Reichsratsabgeordnete Friedrich W i ch t l ist gestorben. Er war einer der schrciblustigsten Antisemiten, der alles Geschehen aus einem geheimnisvollen Zusammenhang. zwischen Judentum und Freimaurerei zu erklären suchte. Daneben besaß er ein Recht s st u die neust i t n t, a n d e str h a n p t s 8 ch l i ch g a l i,z i s ch e I u d e n zu Staatsprüfungen, eingepaukt wurden. Ev hat die „Ostdeutsche Rundschau" eine Zeitlang geleitet, geriet 1911 als deutschradikgür Abgeordneter des füdböhnnschen Urwaldes in das, österrcich.sche Parlament und starb als Frennd der Erwachenden Magyaren. Die Papierkörbe der internationalen Kartenspielergesellschaft, . die man, Freimaurer nenNt, werden nun für ein Weilchen Ruhe haben. Bis sich Trebitsch ihrer erinnern wird. * Die Sommerschule i« Salzburg. Die von der internationalen Liga für Frieden und F r e i h eit eingerichtete vierwöchige Sommcrschule. in Salzburg ist gestern m Anwesenheit offizieller Persönlichkeiten sowie überaus zahlreicher Teilnehmer auS allen Ländern der Welt eröffnet worden. * Neue Preise für gestempelte Eisenbahnfrarhtbriefe. Eine Verordnung der Bundesministerien ftir Verkehrswesen und für Finanzen, betreffend die Bestimmung »euer Preise!ür die von der Staatsdruckcrei hcrgestellten gestempelten .Eisenbahnfrachibriefr, setzt den Preis für den gestempelten Ersenbahnirachtbrief für den inländischen Bet kehr mit kt 3, für den zwischenstaatlichen Verkehr mit K 6 fest. * Falschstempler. Ans Budapest 'berichtet die „Ungari Rundschau": Wie ..Helsar Hirlap" meldet, hat die Polizei gegen eine Reihe von Börsenkommisstvnären wegen Ausgabe,. falschgestempelter ungarischer Tausendkrvneunoten den Haftbefehl erlaßen. Es handelt sich um drei Millionen falschgestempelter" ungarischerNoten, die von mehreren Börsenkommissionären in Umlauf gebracht wurden. Unter den ' Kommissionären, gegen die der Haftdeiehl erlaffen wurde, befinden . fich Aladar Deutsch. Nikolaus G ab o r, Ändor D c m e n h, Ludwig F r i e d. l 8 n d e r und Georg S ch w arz. Die Budapester Polizei verhasteie auch den Börfenkommiffionar Armin K l e i n, der im Verein mit denl Börsenkommffsionär Edmund Neuwelt gefälschte tschechische T a u s e n d k r o n e n n o t e n in Umlauf brachte. Neuweli ist flüchtig. . * Vegrabuifse am heutige» Tuge: Alter Friedb o s: 9 Uhr 30 Mm. Levi Moritz, 10 Uhr 30 Min. Spitzer Fcrdmand, 11 Uhr Steiner Louis,' li Uhr 30 Min. Schick Berthold. — Neuer Friedhof: 9 Uhr 20 Min. Bacheles Hermann, 9 Uhr 40 Min. Schneier Paula, 10 Ahr Mittler Mizzi. * „Das ueue Europa". Zürich. Wien, Berlin. Chefredakteur Dr. Paul Cohn. Das soeben zur Ausgabe gelangende A u g u st b e f t enthält unter anderem' folgende interessante Beitrage: „Revarationskommission und Völkndmd", vom ehenialrgen Botschaj'er Dr. Dumba. „Das Fiqsko . der Rcvvlnfion in der Volksseele", von N. I. Kreutz. „Pälsologues Akemoiren" von Dr.,Josef Kunz. „Neu-Polens Stellung in Europa", von Dr. E. Goldscheider. >Fraur Josephs Umgang mit Kränen", von zu haben bef Zinader öl Co. 16., l.erchenfeldergurtel 29 Zu erreichen mit Linie 46, 5, 15 iss Letzte Nachrichten. Ein Munitionslager bei Krckgujevae explodiert. Belgrad, 1.August.(PteßbureauBelgiad.) Bei K r agujevac ist ein Magazin mit Artilleriemunition in die Luft geflogen. Es soll fich um einen terroristischen Anschlag handeln. Dabei sollen auch Menschen ums Leben gekommen sein. Eine Untersuchung ist im Gange. ‘ . Kronprinz Wilhelm will nach Südamerika. Washington» 1. Aukiust, (Funkspruch.) Nach einer Pariser Meldung habe der frühere deutsche Kronprinz bei der holländischen Regierung um die Erlaubnis zum Verlassen des Landes angesucht, da er sich nach Südamerika begeben wolle. Leopold Wölfing. Bestellungen an Verlag Konegen, Wien, l., Opernring 3. * Ein Millionendiebstahl. Einem im Hause IV., Alleegaffe 20 wohnhaften Kaufmann wurden in der Zeit vom 15. Mai bis 87. Juli l. I, ans einem erbrochenen Koffer 50.000 Mark Bargeld, dann 4 bis 6 ungefaßte Brillanten von zusammen 5 Karat, 10 Ringe mit etwa 5 Karat Brillanten und 25.001 Lei, zusammen im Werte von zwei Millionen Kronen, gestohlen. * Oesterreich seuchenfrei. Auch in der Woche vom 17. bis 2Z. tj. M. ist beim Volksgesundheiisamt' im Bimeesminiffeuum für soziale Verwaltung weder, eine Ncuerkranknng an Blattern noch eine solche an Flecktyphus gemeldet worden. * Aufgespietzt. Auf gräßliche Weise ist Samstag nachmittags die 8jährige Volksschülerm Kalhnina S ch w a b c, X.., Jnzersdvrfeistraße 33 wohnhaft, verunglückt. Spielend Iter sie auf dem Einsriednngsgttter des Garlens beim Bezirksgericht in der Angeligaffe. Sie glitt aus und spießte, sich am den Gitterstäben derart ans. daß sie furchtbare Zerreißungen^ am Unterleib erlitt. Sie wurde in das Kinderspital in derKolschrtzkpgaffe gebracht. * Gin Schutz für schlechtes Giufchentzen. Sonntag abends wurde der Gastwirt Franz Urban m seinem Lokal, XVII., Hernalser Hauptstraße 134, durch einen Schuß von einem Gaste schwerverletzt. Der Hergang war mlgender: Im Lokal weilte der 36jährige Montcnr Josef K i n d e c, XVII., Kastnergaffe N wohnhaft, als Gast. Er kielt sich darüber auf. daß schlecht eingeschenkt wutde. Darüber entspann sich ein Stte>t und nach kurzem Wortwechsel drängte Urban fernen Gast zur Türe hinaus. Kinder zog eine Frommer-Pistole, die er m der Tasche trug, hervor'«nd gab auf Url>M.einen Schuß ad, der rhu am Oberschenkel schwer verletzte. Auf der Straße feuerte Kinder noch mehrere Schüsse ab, ohne jemanden zu treffen. J£r wurde von der Wache fistgenommen. Urban wurde ins Sauatorrum Low gebracht, Kinder, der bisher urlbescholrcn ist, dem Landesgericht eingeliesert. * Wiener Urania. Mittwoch den 3. mrd DonnerstLg den 4. d. M , V-8 Uhr abends, finden im Kleinen Saal der Wiener Nranra Lichtbildervorträge ^Ueber Deutsch-Ost-- afrika", von Farmer Roberts n t e r w e l z, statt. Dereinsnachrichten. Ä ü d i s ch e T i s ch'g e s e l l s ch a s t L a v d st r a C t. Heute, 8 Uhr abends. Wiener Ring-Cafe. Stubenring, Gemütliche Zlisammenkunst. Gäste willkommen. 4 Die Ernährung. Die Lebensmittelmärkte. * Der Grotzgemufemarkt in Margareten Gestern waren ans den Naschmarkt bloß 178 Gärtner gekommen, so daß die Borräte von Gärtnergemüfe etwas knapper waren. Doch reichte» die Mengen für den Bedarf, da erfahrungsgemäß am Montag der Markt immer schwächer besucht ist. Bis auf weiteres sollen jeden Montag, Mittwoch und Freitag um 6 Uhr abends im V. Bezirk, Matzleinsdorserspitz. die Großgemüsemarkte stattfinden. An inländischen Kartoffeln herrscht augenblicklich Mangel, doch komme« genügende Quantitäten aus Ungarn, Rumänien und Italien nach Wien. Die Obstmärkte sind nach wie vor gut beschickt, namentlich Dflaumm kommen in solchen Mengen, daß heute ein neuerlicher Ptersrückgang zu verzeichnen war. Im Großhandel ist em Kilogramm von K 8 bis R 10 au'wärts bereits zu haben, dir Spannung mit dem Detailpreis beträgt im allgemeinen R 4 bis 6 für bas Kilogramm. In der Großmarkthalle war nur schwacher Verkehr zu beobachten. Im Großhandel wurden Kälber um K 10 teurer. Im Detailhandel blieben die Preise vorläufig unverändert. An unsere p.l.Abonnenten in der Sommerfrische! Wir bitten bei Uebersiedlung um rechtzeitige Verständigung und Angabe der neuen Adresse. ■ Die Verwaltung der „Wiener Morgenzeitung". 2. August 1921' Leite 5 Buhne und Kunst. Lttstspiettheatrr. Das neue „Volksstück" von August Retdhart, Praterfee", ist echt wienerisch in jedem Wnne, vor (rifest i*. dem, daß hier ein Motiv, welches z« ernster, dramatischer Gestaltung reizen könnte, zu einer Operette herhalkstr Eine reiche Dame, die die Wohltätigkeit vorerst; als mondäne Passion betreibt, wirvon einem Polizeirat über daS Mefe« wahrer und falscher Armut aufgeklärt vnd läßt sich von ihm durch die Quartiere des Elends und Verbrechens führen. Mr begleiten die sozialen Fvrschungsrejsendar i» eine Praterau, in das verrufene „Cafe Schnallendrucke^, ferner M den „Salon" einer wienerischen Frau WarrenS, die im Neben«' beruf erlogene Bettelbriefe schreibt, und schließlich aus ein Praterkommissariat, wo die Schlimme« bestraft und die Braven, repräsentiert durch den edlen Prater-PoM, belohnt werden. Ob Herr Neidhart das Milieu, das er in fünf Bildern vor uns ansbreitet, mit der Giewissenhäftigveit eines Zola studiert hat, möchten wir, schüchtern bezweifeln. Dafür gestehen wir ihm umso bereitwilliger die genaue Zkenrrtnis des Wiener Publikunrs und d«r Art z«, wie man diesem ernste Probleme mundgerecht macht. Arm und reich wagen ein Tänzlein miteinander, aber der hiezu aufspielt, ist kein revolutionärer S a t a u, sondern Fromm, der bekannte Komponist, der die tvienerische Note des Ganzen , noch unterstreicht. Kein Wunder, daß bas Praterpubliknm entzückt war und Autor wie Komponisten nach jedem Akte vor de« Vorhang rief. Mit ihnen teilte sich die Darstellung in die Ehren 'des - Abends. Fran Herma erwies schon dadurch ihre Eignirng zur hilfsbereiten Praterfee, daß ne im letzten Moment für ' «ine plötzlich erkrankte Kollegin einsprang, ohne der Nachsicht, um die der Regisseur für sie gebeten hätte, zu bedürfen. Neben ihr gefielen besonders Frau Peer als Stubcmnädcheu sowie Herr Wrlsan als Prater-Poldl, Herr Härtner als reich- und barongetvordener Viehhändler, Herr Moser als chinesischer Gesanötschäftsättachee und' Herr Hageu- Stiller als Polizeirat, der auch den Pülcher zn spielen v-rsteht.' In kl-ineren Rollen trugen Herr turd Frau W'rn t'jerberg, Fran Wolfs und Herr Seemann mit der gelungenen Gestaltung mehr oder weniger „vornehmer" Derbtecherthpen zum Ersolg des Stückes bei. H'. SP. Bach und der Foxtrott. Auf den ersten Blick möchte man ja meinen, die beiden Begriffe .hätten nicht allzuviel miteinander gemein, ja es könnte sogar scheinen, als bestünde ein gewisser 'Gegensatz, als lägen Länder und Meere dazwischen. Aber in Wirklichkeit muß doch eine geheime Berbmdimg zwischen dem Altmeister der Mlisik mrd dem immusikalischesbe-n aller Tänze bestehen, beim, wir sehen mit Staunen und einem gewissen Schauder, daß die moderne junge Welt es ohne weitere Anstrengung zuwege bringt, die beiden Schtvärmereien miteinander zu verbinden. Das geht ganz leicht, nunr muß nur die entsprechende Einteilung dafirrfindeu. In allen großen Berghotels', in allen besseren Pensionen trifft man diese Verbindung emsgezeichwet. Es ist ganz einfach: der Morgen gehört Bach, dem strengsten, dem sittlichsten aller Tondichter, zu dem wohl nur der ein inneres Verhaltiris hat, der etwas von der Reinheit und Keuschheit in' sich trägt. Mag das auch, wre mau immer sägt, „absolute" Musik sein, so ist zum wahren Verständnis ulid zur Wiedergabe doch mehr erfIrderlich als' rein musikalisches Können. Das Starre und Unpersönliche allein, das jetzt als Bach-Stil gilt, kann das wirkliche Verständnis nur mivällkommen ersetzen. Mit der bloßen,/undramatischen" Spielwkd Singwerse, den gshaltenen Tempi, der grundsätz" lichen Tenrperanrents'wsigkeit läßt sich Bach nicht bestreite». Das ist eben dar Bach-Stil der Fvxtwttler. Denn genau dieselben jungen Menschen, die vormittags die keuschesten Bach-Kantaten und Jnstrumentalwerke Vorträgen, bk sich nicht genug daran trm können, ihr Einssein mit dieser strengen, jeder Verzierung abholden Musi? zu proklamiereir, genau dieselben Menschen Hüpfen, stoßen, stelzen abends indem wüstesten aller Tänze, der eigentlich nicht viel anderes bedeutet als salonfähige Unzucht. Selbstverständlich ist die Begeisterung abends um nichts geringer als morgens, eher rm Gegenteil. Von der Stilwrdrigkeit, mehr dem Widersinn, der ür der Verbindung liegt, lassen sich' die Schwärmer nichts träumen, noch' weniger davon, daß sie ihre innere Unwahrhäftigkeit dmnit ganz öffentlich' verkünden. Denn eS gab eine» Weg von Bach zmn Walzer, zur harmlosen, einfachen Jisgendft'eude. Aber ein Weg vom sittenstrengsten Meister zur glanzten theatralischen Perversität — den gibt es nicht und' kann es nicht geben. ._ K M. Aus de« Theater«. Im Johann Strauß-Theater gelang Sonntag als erste Nachmittagsvorstellung «ach dm Ferie»« „Di'e Försterchrist l" zm Auffühmng. Die Frei« jüdische Volksbühne hat Sonntag ihr er' folgreiches Gastspiel an der Neuen Wiener Bühne beendet un» ist m die Sommerferien getreten. De«tscheS Dolkstheater. Im September findet an diese» Bühne das einmonatige Gastspiel Alexander M a i s s i s statt Der Künstler wird > den Romeo und voraussichtlich auch der! Othello spielen. Außerdem wird Moissi m „DanrovS Tod" „Faust" und in der „Wildente^ austreten. Mali Pieon u«b I. Kalich für die Wie»»» Ki»der. JndenKammersPieleudeSDeutscher V o l k S t h e a t e r S findet Saulstag den 6. d. M> mn % Uh' nachmittags die von Schriststeller Hans Karl Grauender» «rangierte Dorstellnng zugunsten der Wiener Kinder mit Wad P i c o n mrd Direltor I. Kalich aus Bostou statt.