Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 904 (2.8.1921)
- Date
- 1921-08-02
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/2979076-2979773-2979983--08328-2994471- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
: gfltc 4 Mm, Dkenstäg Kongreßwahlversammlung. Dienstag den 2. d. M findet im Saale der Toynbee-Halle» 88., Denisgafse 33, um 7 Uhr'abends eine Kongreßwahlversammlung statt, zu welcher sämtliche Schekel- «abler und' die Kandidaten eingeladen werden. Referenten: Lobl Taubes, Dr. N. Gelber und Dr. I. Waldmann. Ab 17. August neuer Stratzenbahrrtarif. 10 Kronen eine Fahrt. — Dom Gemeinderatsausschutz angenommen. Gestern hat der Gemeinderatsausschuß für die städtischen Unternehmungen die Erhöhung der Straßenbahntarife beraten. Nach den Anträgen der Direktion sollen kosten: Im T a r ifgebiet l: Kinderfahrscheine. X 2 (bisher 8 2), Flühfahrscheiur (nur im Vorverkauf) K 6 (K 4.50). Fahrscheine tür die Sondertarifstrecken Fioyersteig, nach Rothnenfiedl und zum Lusthaus an Nichtrenntagen X 3 (X 2). . Tag essahrscheine bis 9 Uhr 30 Min. abends (nur im. Vorverkauf) K 9 (8 6.50'. T a g r s f a h r s ch e i u e bis 9 Uhr 30 Min. abends (bei den Schaffnern gelöst) X 10 (X 7). A b e n d f a h r i ch e i « e ab 9 Uhr 30 Min. abends bis Betriebsschluß 8 14 (8 10). Nachts ahrscheine K30 (8 20), Hin- und Rücksahrscheine (nur im Vorverkauf) 8 14 (8 10), N e tz' karten mit halbjähriger Gültigkeit 8 5500 (8 4060), Netzkarten mst monatlicher Gültigkeit 8 1100 (8 800), Strecken!,arten mit monatlicher' Gültigkeit bis zu 2 Teilstrecken 8^450 (8 350), bis zu 5 Teilstrecken 8 575 (8 440), für. mehr als 5 Teilstrecken 8 700 (8 530). I m T a r i f g e b i e t H: Fahrschein für Erwachsene über 1 Teilstrecke 8 4 (8 8), über 2 Teistrecken 8 7 (8 5), über 3 Teilstrecken 8 10 (8,7) nnd Über 4 Teilstrecken 8 13 (8 9). — Kinderfahrschein über 1 oder 2 Teilstrecken K2 (8 2) und über 3 oder 4 Teilstrecken 8 4 (K 3). Ausnahmstarif: Für eine Fahrt, die in der Zeit von Betriebsbeginn bis 9 Uhr 30. Min abends angetreteu wird, zahlt jede erwachsene Person auf der Strecke A'pern—Eßlingen, Ftoridsdprf. am Spitz-Ztammersdorf und Lainzerstraße, Verbmdungsbvhn-7Mauer 810. für eine Fahrt von 9 Uhr 30 Min. abends bis.Betriebsschluß 8 14. Personen, die infolge ihrer beruflichen Tätigkeit ständig die Bahnhofrundlinie benützen, erhallen gegen Vorweisung des ordnungsmäßigen Arbeitsnachweises eine Erkennungskarte, die drei Monate gültig ist und bei deren Vorweisung nnr der Abendfahrpreis zu enlrichte« ist. Die Erhöhung der Einzelfahrscheine soll ab 17, August, die der Zeitkarten ab 2. September« Kraft treten. Für die Linien der städtischen Stellwagen Unternehmung hat dre Direktion folgende Tarifrrgelung vorgenommen: Im Nachtverkehr mit Wirkung a b 6. A u g u st: 1 Teilstrecke 8 20, 2 Teilstrecken 8 40, 3 Terlstrecke» 8 60 nnd 4 und mehr Teilstrecken 8 80. Im T a g e s.v e r k ehr bis 10 Uhr 30 Mm. abends mit Wirkung vom 3. September: 1 Teilstrecke 8 7, 2 Teilstrecken K 14, 3 Teilstrecken 8 21, 4 oder mehr Teststrecken 8 28, für Kinder 1 oder 2 Teilstrecken 8 7, 3 oder mehr Teststrrckm 8 14; * Im N a ch t v e rkeh r von 10 Uhr 30 Min. abends bis Betriebsschlnß mit Wirksamkit ab 3. September für Erwachsene und Kinder: 1 Teilstrecke 8 25, 2 Zkilstrdcken 8 50, 3 Teilstrecken 8 75, 4 oder mehr Teilstrecke» 8 100. Ab 17. August solle» auf der Stellwagmlmie P 5 tzleinsdorf — SälmannSdors von Bariebsbegim bis Betriebsschluß eine erwachsene Person 8 10, ent Kind 8 3 au Werktagen, eine erwachsene Person oder ein Kind 8 20 an Sonn- und Feiertagen zahle». Gegen BorweiS einer Erkennrmgskarte soll eine erwachsene Person 8 4. ein Kind 8 2 und ein Schüler 8 s zahlen. Die von der Direktion voraugeführten Tanfregetrmgen wurden vom Ansfchnß ohne Aenderung angen 0 m in e n und gelangen Mittwoch im Gememderot znr Verhandlung. _’ Der Streik der Landesangestellten. Sympathiestreik in Herr Wiener Krenkenvvstalte»? Gestern abends fand iur Theatersaal bet Landesanstalt am Steinhof eine Versammlung sämtlicher Kategorien bet Angestellten statt, in welcher die Fort-, setz a n g des Streiks bis %nt vollen Durchführung aller Forderungen der Landesangestellten beschlossen! wurde..Zugleich wurde mitgeteilt, daß morgen auch! das Pflegepe rsonal der Wiener Krankenanstalten in den Sympathiestreik -treten werde. Altimatuw der Hausbesorger. Sämtliche Organisationen der Hausbesorger und Portiere ohne Unterschied der Partei beriefen gemeinsarn für gestern nachmittags in die Volkshalle des? Rathauses eine Versammlung ein, um gegen-die Verschleppung des Hausbesorgergesetzes und gegeir die.Herabsetzung der beschlossenen Mindestansätze des Reinigungsgetdes Protest einMegen.- Die- Versammlung nahm stellenweise einen sehr stürmischen Verlauf. Der Obmann der sozialdemokratischen Haus^ besorgerorganisativn, Mittler, erstattete das erste Referat. Er führte aus, daß die Forderung der Haus-, besorger, sie seien vom Hausbesitzer %u eutlvhnen und nicht von den Metern, nicht erfüllt wurde. Ms Mdner erklärte, daß heute kein Streik teichlvssen werden solle, erhob sich lärmender Widerspruch. Zun, Schlüsse gelangte eine Resolution zur Annahme. in der unter anderem aejagr t dienet Morgenzeitrmg 2. August 1921 Nr. 904 Die Versammlung beschließt, die maßgebenden Faktoren aufzufordern,' die Jnkrafttretung des Hausbesorgergesetzes mit den Mindestansätzen bis längstens Freitag den 5. d. M. zu bewirken, widrigenfalls di« Hausbesorger Wiens, einschließlich der Berufsportiere, gezwungen sind, am Samstag den 6. d. M. ihre Posten a N f z u g e b e n, beziehungsweise den Beruf als solchen nicht mehr zu versehen. AutomobUunglück »auf der Trtesterstratze. Aus Wiener-Neustadt wird uns gemeldet: Auf der Trieflerstraße. im Gebiet der Gemeinde Weikersdorf am Strinfeld, ereignete sich Sonntag vormittags ein schweres Automobilunglück. Ein Aulo der S ch w e b i s ch e n H i l f s a k t i 0 n fuhr, von Klagenfnrt kommend, mit angeblich 100 km Stundrngeschwindigkeit gegen Wien. Plötzlich erlilt das Auto einen Pneumatikdefekt und fuhr mit solcher Wucht an einen Kilometerstein an. daß der Stein in Stücke zerbrach, das Anto sich überschlug und die Insassen in weitem Bogen hinausgeschleudert wurden. Lenker des Automobils war der Direktor d e r S ch w e d i s ch e n Hilfsaktion Hugo Stuv e, Wien, I., Schrehvogelgaffe 3. Ferner faßen im Auto: Frau I n n g - H i l a samt Tochter Bcra, Baronin B e ck - F r i i s und der Chauffeur Karl W i l d n e r. Fräulein Vera Jung-Hila erlilt einen Kieferbruch, alle übrigen schwere-- innere .Verletzungen. In zwci nachkommenden Privatautos wurden die Verunglückten in das hiesige Allgemeine Krankenhaus gebracht/ wo sic sämtlich einer Operation unterzogen werden mußten. Die verschwundenen Touristen. Vom Sonntag hat man sich viel zur Aufklärung der rätselhaften Verschwindens der fünf Tonrillen erhofft, deren Angehörige in schwerster Sorge um ihren Verbleib sind. Doch ist bisher keine positive Nachricht über eine weitere Spur nach Wien gelangt. Nur bezüglich des vermißten Budapesser Studenten ist der. Wiener Polizeidirektion eine neue Mitteilung zugekommen, wönach der vermißte . Tourist R i b a r y am 22. v. M. in Hällstatt gesehen worden ist. Wie aus. Großgmain berichtet wird, ist die Suche nach dem seit dem )5. Juni vermißten Wiener Bankbeamten Ernst Fischer bisher ergebnislos geblieben. Was in Wien gefunden wird. Es ist seltsam, daß jetzt, da doch jeder Verlost eigentlich doppelt schwer empfunden werden sollte, viel mehr Gegenstände als vordem bei der Polizeidirektion am Fundamt als nicht behobene Funde erliegen als früher. Dir Äste der im Marz und April gefundenen «nd bisher nicht behobenen Sachen weist auS: 1 Bund Akten, 5 Anhängsel, davon 4 aus Gold, 46 Armbänder Md Armreife», darunter 18 a«§ Gold und 12 mit Uhren, 1 Aufzugtr0 m mel ein e r Bogenlampe, 33 Augengläser, 14 Autobestandtale, 23 BoaS, 250 isländische Briefmarken, 1 mittelgroßer Brillantstem, 14 Broschen, 11 ' chirurgische Instruments an Damenkleiderv: 1 Bluse, 2 Hemden, 1 Hose, 1 Mieder, SS Schürze«; 1 Sisenbahnwagenbrems«, 1 Fahrrad, 1 Füllfeder, 1 Fußball, 1 Gartmsessel, 238 Geldbeträge, darunter 6 ausländische, 1 Gewehr (Vorderlader), 1 goldene Gürtelschnalle, 20 Halsketten, darunter 8 goldene und 1 aus Platin mit 1 Perle «nd Brillanten, 1 Handtuch mit Damenmirder, 32 zngeschnittene Hemdärmel, 13 Herren- und 11 Damenhüte, 1 Kiste mit Kondensmilch. 14 Dosen Kondensmilch. 2 goldene Krawattennadeln, 1 Kreuzchen aus Gold und Platin mit , Rauten, 40 ckekrische Lichtschalter,. 4 Medaillons ans Gold und Silber; Militärkleider: 1 Waffenrock, 1 Bluse und 3 Mäntel, S Muffs, .13 einzelne und l Paar goldene Ohrgehänge, 1 silbernes Ohrgehänge mit Brillante», Perlen und Korallen, Pakete mit de« verschiedensten Inhalt :' b Kartons Neosalvarsan, 1 serbische Prämienobligation, 1 Revolver, 16 Ringe, 7 Eheringe, Rucksäcke mit Inhalt, darunter einer mit einer Schreibmaschine, 1 Sack mit Bücher«, Plänen «nd Schriften, 1 Schachtel mit Karbidstaub,. 1 Sauerstofflasche, 12 Schals, 22 Schirme, 2 goldene Sicherheitsnadeln, davon eine mit Brillanten-, 7 Alten-, 2 Einkauf-, 66 Brief-, 52 Land-, 8 Bisstkarte«, 2 Zigarrm- und Zigarettentaschev» 1 r Transmisssonswelle. 1 Treibriemen, 25 Uhren, 12 Uhrketten, 16 künstliche Zähne, 4 silberne Zigarrtkentaschen, 1 Waid- und 2 Obst« zillrn; Zinsencoupons: 48 der Wald- »nd Produkteugesellschaft, 188 der Ungarischen Agrar- und Rentenbank, 50 der Büfchtiehrader Eisenbahngesellschaft; 1 Brieftaube, 1 Fasan, 1 zahmer. Fnchs.lGans. mehrere H ü h n e r und Hunde, 2 Kanarienvögel und 1 K a n i n che n als herrenlos angezeigt. Bei den Bahnen «nd bei den Bädern befinde» sich ebenfalls Sachen in Verwahrung. So bei der Direktion des Dianabades aus dem letzten Viertel 1920: 1 Lederarmband mit silberner Uhr, 1 Füllfeder,. 1 Kameestein, 1 goldene Krawattznnadel, 1 goldeüe Medaille, 1 Monokel, 1 Perücke, 1 goldener Ring. Fm Fundburcäu der Straßenbahnen erliegen aus dem ersten Viertel l. I.: 13 Anhängsel, 49 Armbänder und Armreifen- Augengläser. Boas, Broschen, -1 Crayon an einer Kette aus Gold und Platin, 6 Füllfedern, 231 Geldbeträge, 383 Börsen, mit Geld, darunter eine aus Silber,Halsketten, Handbeutel, Hüte, Kleider, Koffer, Körbe. 1 Goldknopf, 26 Ohrgehänge, 7 Ringe, 7 Eheringe, Rucksacke, Schuhe, - Spazierstöcke, 8 Theatergläser» 12 Uhren, 2 silberne Zigarettendosen usw. In dm Autoomnibuffen wurden im Marz. April »nd Mai gefunden: 1 silbernes Armband, 1 silberne Armbanduhr, 2 Rollen Noten, 1 Goldring, 1 Schrein, 2 Schachteln mit Tabak, 1 Theaterglas, 1 Thermometer, 1 Taschenuhr, 2 Zigarettendosen usw. Ermüdetes Metall. Die Entdeckung Lord Kelvin». i Es ereignen sich. bisweilen Unfälle bei der Eise»- bahn dadurch, daß eine Koppelung^tveier Wagen, plötzlich bricht. Sachverständige, diedas gebrochene Eisenstück untersuchen, finden . nichts irgendwie Auffälliges an dem Metall, und es bleibt dann nur die Erklärung, daß das Eisen, .durch.die ewigen Stöße! ermüdet, plötzlich znsammengebrochen ist, ganz so, wie der Mensch, der sich in feiner Arbeit nicht ausruhen würde, den Dienst versagt. Hätte man der Koppelung, eine Zeit der. Ruhe vergönnt, so wäre sie nach bete«} Ablauf durchaus wieder brauchbar ^gewesen und hätte, eine ganze Zeit verwendet werden können. Die Tatsache daß Metalle, hauptsächlich'.Eisen und Stahl, Ermüdungs-. erscheinungen unterworfen find und nach, einer bestimmten Gebrauchsdauer der Ruhe bedürfen, ist der Wissenschafts-^rt einiger.Zeit wohlbekannt, der Allgemeinheit aber nicht recht gegenwärtig. Der große englische Physiker Lord Kelvin war der erste, der diese Enbdeckung von der Ermüdung der Metalle machte uvdi die Erscheinung durch zahlreiche Versuche einwandfreinachwies. Er brachte Eisendraht sechs Tage hindurch i« einen Zustand beständiger Bewegung und stellte! dann fest, daß der Draht ein Beträchtliches von seiner Elastizität verloren hatte. Ließ. man den Draht dann einen Tag lang ausruhen, so kehrte das Metall zu! seinem ursprünglichen Zustand zurück. Die weitere Forschung hat dann festgestellt, daß Kelvins Ergebnis eine absolute Tatsache ist, soweit es sich um geschmi^ete- Eisen und um Stahl handelt. Bei gegossenem Men tritt aber keine derartige Ermüdung ein. Während ein geschmiedeter Eisenstchb nadj; einer starken Benützung von drei Wochen 10 Prozent an Elastizität verlieft, nimmt gegossenes Eisen an Starke zu, wenn es heftigen Stößen! ausgesetzt wird. Versuche haben ergeben, daß solche!, gegdssene Eisenstangen, nachdem sie einer Reihe? heftiger Erschütterungen ansgefetzt sind, um 100 Prozent am Stärke. gewinnen. Durch hie Ermüdungserschcinuugcu der Metalle erklären sich! manche Hauseinstürze, die in ftüheren Zeiten vvrkanren, ohne daß man den Gründen auf die Spur kam. »Ermüdete Metallteile an Trägern gaben eben plötzlich nach nnd riefen dadurch da§ Unheil hervor. In . unserem S.tahlzeitalter freilich sind solche Fälle gleicherweise sehr selten, denn das Metall wirb vorher auf seine Harte geprüft, sv daß es viel größere Anstrengungen aushält, als ihm gewöhnlich! zugemntet werden. Trotzdem ist die Kenntnis der Metallermüdung von großem, praktischem Nutzen für unser Reise-? Publikum, denn seinem man von diesem Nachlasse»? der Kräfte des Eisens und Stahls weiß, verwendendie Eisenbahnbehörden sehr viel größere Mfmerksamfeit auf die Untersuchung nnd Instandhaltung der Eisenbahnschienen, und ans allen vielbenützten Strecken wird nach wenigen Jahren das alte Metall, ausgewechselt, ihm wirb die notwendige Ruhezeit gewährt, daß es seine Elastizität wieder gewinnen und bann? für eine weitere Reihe von Jahren seinen Dienst wn kann. _ Die Hitze. In Mitteleuropa wurde es gestrm wieder sehr wann. I» Oesterreich erreichte die MttagStemperawr etwa 30*, « Mitteldeutschland und Mittelftankreich 30 biS 3b*; die Brwälknng ist sehr gering. Voraussage: Heiter oder dnnsti % warm, Temperatur ansteigend bis etwa 30*, mäßige Winde. ♦ MrckSvevmMwU. Zn M ffottoftrföt, «tt bene» Otto Wetninger .einst 'wild iwr sich! geharrt, zählt auch dev Vorwurf an die Juden ,sie seien' weibisch denn Manier beschäftigten sich bei ihnen mtb bei ihnen allein . Mit der HeiratsvermMnng. Indessen soll ja jetzt dieses Geschäft sozusagen von Gtaats wegen betrieben werden und «an wendet sich in den verschiedensten Ländern der Frage Mrer geoelgelteO FSrdermrg der Eheschließung zu. Gewiß bedeutet das keine Ehrenrettung der ,geredeten Partie"'und ebenso gewiß ist damit nicht gesagt, daß der Weg Er die mehr «oder minder planmäßige.Vermittlung unter allen Umständen der beste Weg M Ehe ist. Der gesund und' natürlich Empfindende wird «K sicherlich immer vvrziehe«,, ohne Einwirkung etner fremden Macht die wichtigste Lebensftage zur Entscheidung zu bringe-.:, und die M>d0 vou»M«S, da das iNelbstverständliche. und Gegebene eigentlich die Verheiratung her Töchter durch den Vermittler war, die kehrt hoffentlich^ nicht wieder. Wen« e»- vber aSch^^als widerwärtig und jeder HSHeren kubprvelle« Entwicklung hohnsprechend betrachtet werde» miuß, daß den jungen Töchtern so rasch als nur möglich! ei« Man« besiorgk wirb «nd die Väter das Geschäft untereinander abmachen, tote sie vielleicht so manches andere Geschäft abgeschlossen habe«, wenn einem diese Methode auch gründlich gegen den Strich geht, so ist damit schließlich nicht gesagt, daß die Mithilfe - Dritter unbedingt abzulehnen ist. Namentlich' für die Mädchen, reiferen Alters ist sie mitunter sicherlich eine wertvolle Untere stützung. Schließlich lebt b^r Wunsch nicht «ach „Versorgung", wie man so derb sagt, sondern nach denr Geborgerrftm, dem. Frieden des eigenen .Heims, den Freuden des FamilieUloberrs allem modernen Klimbim zum Trotz im Herze« jedes. Weibes. Und gerade in der Großstadt, in der mau viel einsamer sein Ctaut als im kleinsten Oertcheu, kamr es sich »«ohl so treffen, daß ei» Mädche« durch Mangel au geselligew i Deziehungsr allein bleiben nmß und den Gefährten^ nicht finden kann, der nach! Bildung, sozialem Müieu und MemütÄarl ihr Lebert beglücken könnte. Da gibt es dann viele Akte einer wilden Dorschlußpanik, mrter deren Einwirkung schon jo maröche .Ehe gejchlosseu wovdeu ist. die vom lstandDckkt.