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Wiener Morgenzeitung · 1921-08-01 · Heft 903 (1.8.1921) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 903 (1.8.1921)
Date
1921-08-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr 903 Wien Montag Ueberaus stürmische Szenen spielten sich in den Nachmittagsstunden vor dem Haupteingang der Landesirrenanstalt S t e i n h o f ab. Schon gegen V-2 Uhr sammelten sich hier zahlreiche Angehörige von Pfleglingen der Anstalt an, welchen von, den hinter dem geschlossenen Tore ausgestellten Beamten d er Z u t r i tt verweigert wurde. Die Zahl der Angesammelten wuchs stetig und war innerhÄb de8 Verlaufes einer Stunde auf mehrere Tausende gestiegen. Die Erregung der angesammelten Menge nahm immer bedenklicheren Umfang an und s i e m a ch t e Miene, sich durch eine gewaltsame Sprengung des ToreS den Einla.ß zu erzwingen. Die Situation gestaltete sich immer beoroh l i ch e r, die Wache konnte nur mit großer Mühe, die Einlaßbegehrenden zurückhalten. Der Lärm drang bis in das Innere der Anstalt und rief unter einem Teil der Pfleglinge Beunruhigung hervor. Um drei Uhr hielt das Exekutivlomitee der Arbeitsgemeinschaft in einem Austaltsraum, während sichdiese tumultuarischen Szenen vor dem Eingang abspielten, eine Beratung ab. Die Mitglieder, von den Vorfällen davsn in Kenntnis gesetzt, beschlossen einstimmig, ausnahmsweise heute noch den Besuch der Pfleglinge zuzulassen. Nach Ablauf der Besuchszeit setzte der Streik wieder ein. Er wird über einstimmigen Beschluß des Exekutivkomitees mit aller Schärfe in.allen Zweigen der . niederösterreichischen Landesverwaltung so lange fortgefi'lhrt werden, bis die Verwaltungskommisston den ihr in der letzten Sitzung des gemeinsamen Landtages erteilten Auftrag durchgesührt haben wird. « In einer Versammlung der streikenden Landesangestellten wurde.gestern erklärt: „Wenn es nicht gelingt, den Streik heute dadurch zum Abschluß zu bringen, daß sich die Verwaltungstvmmission zur Durchführung der Landtagsbeschlüsse entschließt, wird die Ausstandsbewegung morgen zunächst au? die übrigen öffentlichen Spitäler Wiens übergreife u. Es sind alle Vorbereitungen getroffen, daß — falls auch diese Ausdehnung des Streiks wirkungslos bleibt — am Mittw och weitere und überaus bedeutungsvolle Öffentliche Betriebe von der Ausstaudsbewegunng ergriffen werden. Heute früh wurden sämtliche Gebäude, in denen Landesbetriebe untergebracht sind, mit Streikposten besetzt. Mithin ist auch im inneren Landesdienste mit heutigem Tage der Betrieb vollständig lahmgelegt. 'Laut telegraphischen Nachrichten aus der Provinz ruht die Arbeit in sämtlichen Landesanstalten auf dem .flachen Lande. _ Großer Brand in Rudolfsheim. Gegen sechs Uhr früh brach gestern in der elektrischen Kraftvermietungsanstalt in Rudolfrheim ein Feuer aus. Als' die Feuerwehr eingriff, stand bereits eingroßer Teil des Dachstuhles des umfangreichen Gebäudekomplexes in Flammen. Ein schwerer Uebelstand ergab sich daraus, daß die benützten Hydranten unter schwachem Drucke standen, wozu namentlich auch der Wasserleitungsrohrbruch, der die Schönbrunnerstraße überschwemmt hatte, beitrug. Die Flammen drohten die Dächer aller der kleineren Häuser, die den Komplex bilden, einzuäschern. Von weitab wurden die Schlauchlinien gezogen und zehn Hydranten wurden ausgenützt. Sie speisten acht Kraft- und Dampfspritzen, von denen aus vierzehn Schlauchlinien ungeheure Wassermassen im die Glut entsendeten. Fünf Minuten nach V,9 war der Brand vollkommen gelöscht. Allerdings mußte bis zum Abend eine starke Brandwache im Hause bleiben. Am meisten gelitten haben durch den Brand die Seifenfabrik Bodenstein & Komp.x und die Peitschenerzeugung Eugen P e n d a im Hofquertrakt und die Schuhfabrik Mondschein & Speyer im Straßentrakt, die namentlich viele Schul - unter dem Dache lagern hatte. Daß auch durch das Wasser bei der Löscharbeit Schaden entstand, war nicht zu verhindern. Abgebrannt ist nur der Dachstuhl an der Gebäudcecke Pfeiffergasse-Dieffenbachgasse und ein Teil des Dachstuhles des Hofquertraktes. Mehrere Feuerwehrleute erlitten bei den Löscharbeiten leichte Verletzungen. Palästina-Amt, Fitrsvrgekomitee für jüdische Emigranten, Wien, U.» AirkuSgaffe 33. (Siche Aufruf »Palästina-Wanderer in Not, Blutzeugen* in der vWiemr Ävrgenzeitnng*«) Spenden» usweisN 0, vom S. h i 3 20. Juli ISS:. SkandsricipisW Hilfskomitek, Kovenbagen (1QQ0 dänische Kranen' X M.W. „Wiener Morgenzs itung" K 5050, Rabbiner Chajm Argy Fr>edmann X 10.0C0, M. Ruff K 75, Grünbergcr, Baden X lOQn, Helen? Gew't'ch K 8500, David Wielimberg, KWlkut X 8öf>, Weichet, AlpMsste K M, Max Goitem X 10, 0V, Robert . Eisler X 100. Bethansverein T filath Jeschprun Herrn Hüdster K ÖOO abzüglich 10’/o Inkassoprovision K 460, Reiller <St Co. X 8000, Salomon Paßweg K 10SQC0, Sasomon Aufrichtig X 10Q0, M. Marlys X 1000, Seklian, U., Glockengafle 30. Teilertrag des l Gartenfestes am 19. Juni 1921, K 50.000, Pezirksfekiion XX, Sammlung Tromve-er: Adolf Nühenstld X 900, Samuel Gron'rsch R 60Q, S 'mon Zirg X 100. M. Lustia K 100. zusammen K 1OOO. Bezirlsieklion XX Wiener Morgenzeitung 1. August 1921 Seite 3 MttciluMN Ms dem Pildttkiim. Ein gresirioktes wollenes« Kleid, Wiener Fabrikat, 5000 Kronen ÄILEEET lölfilTZSSEKj H©hlrao*«r*os8C Nr. 8 Moses Kl >n X 180, Samnrlnng B. Sebönbcrg: -Verein Schomre Had».h X 77,, zusammen 90Jüdische Med-ziner. Wien X ICO. Theodor K,ug X lOO'Tcuspelspendeu, XX. Bezirk, .durch Dr. Leopold So'er X MO, Ahrabam Ho-owitz X l.M), Ester Bann X 15,0. Kornreich Moses X 2^0, Sammlung Ober» rcchmingsrat Weiner X 2000, Isidor Pfefferbaum X 1OO, Stupv Israel X 200, Simon Rudel. Sammübggen Nr. 2 8 420 X 13OO. Dr Nob.rt Fr. Gew.tsch anläßlich der Broluoüon seines Sohnes X 500. Le> er D ruckn ann X ro, B. Halpersohn S-immelbogen Nr. 418 X 600, Frau Chcfez, Sammlung Sal be>g,. Samnulbogen Nr MO K 2;1,0, Tempelvot stand jjiii icti XI. Bcälk K 2450, Löwmschusi K 200, Gumsfeld X ioO zu'ummen X 229582. S e it 1. I ä n n e,r X 2.059.87510 italienische L i r e 11.174 und französische Francs 20, i n s g c s a m t; X 2,2 ■ 9.45710, i t a l i e Nische i r r 11 475) und französisch«' Francs 20 L e b e n s m i l t e l s p e n d e n: G o l d s ch m > d t R e i -s e l 22 B r o t e. Bon -en hier iniolge des ^andungsoerbo'es angesamm >!cn zirka 9OO Palästina - Wunde,ern konm n Bei eUS beinabe 400 Personen die Wei'erfuhrt au nehmen. Es werden jedoch noch eine längere Zeck L5O P>.rsonen znrückbleibeu, da sie die E.nlrisebewillignng nach Palästina nicht erlnlten haben. Das Palästina-Amt ist bestrebt, auch für diese zcnweilig Refüsiertcn die Einreiseerlaubnis zu erlangen, was hoffentlich gelingen wird. Brs diese Bemühungen von Erfolg gekrönt sein werden, wird ein längerer Zeitraum verstreichen und unser Fürsoraekomitee hat die Aufgabe, diesen so-lwrt geprüften Palästina-Wanderern mit Kost und llnteikumt, ältlicher Fm sorge und Reisemschüssen bihilflich zu lein. Wir kämpfen mit der giö r en Anstrengung, um die Mittel, auszubringen. Unsere Mühe wird vergebens sein, wenn die Wiener und östeireichilche Judenschast nicht Helsen wud. Wir benötigen Svendin. Un'er Appell lautet: Helfet unseren aus dem Osten flüchtenden Brüdern die He mat zu erlangen. Spenden weiden ent.'cgengenommen: In der Fürsorgestelle, II., Zirkusgasse 33, Paläst n r-Amt, k.. Bauernmarkt 24 Dr. Leopold Sofer. I., Kohlinurki 10, Os^ar Rosner, 1X„ Lactierergaffe 9. Deposttendank, U., TaborÜruße 7 und bei der Admmistratlon der „Wiener. Morgenzcitung". Dr. Sofer. Zur Frage einer Landgendarmerie in Palästina. In der „Bossischen Zeituirg" vom 22. d'. M. finden wir bemerkenswerte Ausführungen eines Sonderberichterstatters aus Palästina über die Notwendigkeit der Bildung einer eigenen Landgendarinerie für das Land, „das seinem Wesen nach ein Index der ethischen Reinheit des Völkkrbundgedünkens sein müßte". Die englische Schutztruppe ftanlt darau, daß ihr oberstes 5bommando außerhalb des Landes, nämlichj Aegypten, residiert und der Einfluß der dort herrschenden Stimmung sich gerade in entscheidenden Beschlüssen geltend macht, die bisherige arabische Polizei wiederum wurzelt materiell und moralisch noch in der nicht sehr segensreichen türkischen Tradition. Sie ist schlecht bezahlt — nur das Lebensminimum für Zigaretten und Kaffee ist dem „Nativ" garantiert, im .Übrigen ist «r auf den Ba kschis ch angewiesen! All diesen Uebeln soll durch Schaffung eines „Elitekorps" für basi Land ein Ende gemacht werden. Doch bedeutet die, Zusammensetzung dieses Korps und noch mehr seine Finanzierung schwierige Probleme. Was die erstere betrifft, so ist es klar, baß die Gendarnrerie aus beiden, Bevölkerungsteilen gebildet werden müßte. Strtttigl ist nur der Verteilungsschlüssel. Einer Teilung irv eine rein j ü d i s che und' eine rein arabische Abteilung widersetzt sich der Landest oberkbmmissär, der streng im Geiste der altbewährten Kolynisterungsprinzipien Britanniens für ejne national undifferenzierte Interessen- und Lebensgemeinschaft der Bevölkerung «eintritt und das nach der Anf^ fassung der „Dossischen Zeitung" in Palästina umso eher tun muß, da die nationalen Interessen der Juden Mit denen der Araber nicht kollidieren. Denn einer« seits liegt den Juden eine Verkleinerung des' arabischen Aktionsradius gänzlich' ferne, andererseits sei das wirtschaftliche Interesse des Arabers innigst an das Emporkommen der Juden gebunden. Juden und Araber würden alsoauch ist der Gendarmerie gemeinsam diKnent können, wobei für hie Ausnahme kein Prozentnalverhültnis. sondern lediglich militärische Schulung, körperliche Eignung, Sprachkenntnisse und allgemeine Bildung maßgebend sein dürften, in welchem Falle die Juden sicherlich kdine Zurücksetzung zu befürchten brauchten. Me Leitung des .Kyxpß tyird jedenfalls! englischen Offizieren anvertraut sein. Schwerer zu lösen ist dgs finanzielle Problem, ha hie in Aussicht genommene Besoldung.für die.vorläufig Ü00 Mann stark geplante Gendarmerie keineswegs geeignet erscheint, die moralischen Ansprüche, die man an ein« Elitetruppe stellt, zu gewährleisten. Für hi« Kavallerie wich die Beibringung esues , eigenen Pferdes gefardsrt «oder ein Depot vyn 50 Pfund Sterling. Die Löhnung soll für den Sergeanten der Kgval" lerie 10 Pfund Sterling, für den Korporal 9,5 Pfund Sterling und 9 Pfund Sterling für alle Gemeinen sein; für die Fußtruppen stellt sich das Gehalt entsprechend niedriger (9,5,7 Pfund Sterling, 8,8,6 Pfund Ster, ting und 8 Psunh Sterling).. Pier Mann milß sich selbst beköstigen. Für eisten'Verheiräteten schaltet alsr »diese Karriere aus. Die Dienstzvik ist lang und wenn auch dem ausgedienten Gendarmen, in Zukunft Stellen in der Verwaltung in Aussicht gestellt werden, so sind auch sie so erbärmlich befahlt, daß sie kaum noch einen Anreiz bilden. Die ,>Vossische Zeitung" meint, die Kosten für int palästinensische Schutztruppe aufzubringen, müßte ei-.-r Ehrenschuld alter Völker sein, die zu dem- Geburtslande dreier idealistischer Weltreliawiren in hinein inneren Verhältnis stehen. Doch erkennt das Blatt das Hindcr. niseiner so idealen Lösung in her „leidigen Machtpolitik", die auch vor der„Geburdsstätte de> messianischen Friedeusideale" nicht Halt macht. Preissturz auf den Wiener Märkten infolge der Hitze. Die nahen fortwährend steigende heiße Tnnpna»m hatte gestern auf den Wiener Märkten eine gro^r Preisherabsetzung bei Gemüse und Obstgauungen zur Folge, zu de> stch di-- Händler genötigt sahen, um nicht allzu großen?cha^en zu erleiden, da infolge d>r Hitze iowobl Gemüse als Obst seln stark leiden und dadurch raicl, dem Verderben anheimsallen. Se wurde pestein Kohl das Stück um X 1, Häuptelsalat d.is Stüa von X 1 bis 5. die grünen Fisolen das Kilogramm von X 8 X 7. Gurten das Kilogramm um X20, gelbe Rüben (Karotten) mn X 2 per Kilogramm feilgeboten. Der größte ^Preisstruz w r von Samstag auf Sonntag bei den blauen Reineclaudes e-n» getreten, die Samsiaa noch X 2R bis 32 per Kilogramm notierten. Mit Rücksicht auf die starte Zufuhr und die Hitz'. mußte diese Obstgaltuug rasch abgesetztwerden und könnt» man gestern auf den Märkten blaue Reinecl rüdes das Kilogramm schon um X;0 b's 15 je nach Quststät erhalten. Trotz die-es „ in der heutigen Zeit 'ehr billiger, Preises hatten dre Handln Mühe, das Obst raschest zn ve> kaufen, und sahen sich deZba'.b auch viele Händler veranlaßt, das Obst ausnahmsweise gestern nachmittags an fliegenden Berkaufsständen qbzugeben. Die Preis' Herabsetzung beträgr bei den blamn Rerneclandes X 13 bis 17 Auch beim Rindfleisch war die Preisherab'etziing eine nemrenSwerte und wurde frisches Rindfleisch das Kilogramm ichon innK liO b s K 16) abgegeben, weshalb das G e f r i e r f l e i s ch der , euren Woche — der ^200-Kronen-Woche" — überall rrnverkän t blieb. Frisches Schöpsenfleisch wurde »m X 120 da8 Kilogramm feilgeboten und fand schlechten Absatz. Kalbfleisch notierte k 180 bis K 200 auf den Märkren und fand gleich dem Schm nestei ch schwachen Absatz. __ - * Giselsberg und Hochenegq. Der ordentliche Pi oriffor •üi Chirurgie und Vorstand - der erst-ii chirurgischen Unw.-rsttäts' klmik m Wien, Hofrat Dr. Anton E r s e l s b e r g, beginn gestern in vollster geistiger und körpeilrch'r Fn-ch? sein 62 Geburtöfest. Morgen begebt der Vorstand der zweit n ckrrurgitchen Umversttätskljnrk, Hofrat Protrffor Dr. Julius H o ch e n e g g. gleichfalls rn vollster Rüstigkeit leinen 63. Geburtstag. * Bestrafungen durch daS Kriegswncheeaml. Wegen Ü bertretung der den Perkehr mit Brot und Mchl regelnden Vorschriften, insbesondere w g n Erzeugung oder Verkaufes von Klein rebäck wurden m den letzten Tagen vom Kriegswucheramt bestraft: Die Kaffeehansbesitzerin Marie Brandst ä t t e r. VI., St.rmpergasse «1, mit X 500, der Zuckerbäcker Ernst Strobl. UI., Wolausplatz 11. mit X 1000, der Zuckerbäcker V ltor Jahn. Vt.. Sturnpergaffe 62. mit X 1000, der Gastwirt OSwa d L a s ch i tz, XU.. Schönbrunnerstraste 27, mit X 1 -00, der Bäcker Johann K a l o u s e k. X.. F iooroenstraße 149, mit X 1000. d.r Gastwirt Karl R o i t n e r. VI., Gnmpendorfeistraße 36. mir X 1000 und der Kaffeehausbrsitzec Franz Urban, Vl., Mariyhil'erstraße 79, mit X 2000. * Zwei Bruder verhaftet. An der ostpreußifchen Grenze bei Serteigen wurden von den preußischen Grenzbehöiden vor einigen Tagen zwei verdächtige junge Leute angehalten. Es waren die Brüder Adalbert S 1 ü ck l e r. 81 Jahre alt. und Josef S t ü ck I e r. 17 Jahre alt. beize zn Sarajevo geborea und nach Polen zuständig. Die prmsiischen Behörden fragen im Wiener Srcherheitsbureau nach und erfuhren, daß beide Brüder gesucht sind. Adalbert Slückler ist am 20. Mar l. I. der Firma Caro L Jellinrk nnt X 2090 in Gold.^durchgegangen. Jo'ef Stilckler wird vom Landesgerichr Wien wegen Drebstahls gesucht. * Eine Brosche um K 600 OOO gestohlen. Di» Witwe emes Eisenbahndireklvrs, die ru Döbling, Prier-Jordan-- straße wohnt, fuhr gestern abends um etwa */«8 Uhr in einem Str aßenbahn rüg der Linre L von der Urania bis zum Schwarzen-' bergvlatz. Als sie beim Militärkasino ausstreg. nahm n* wahr, daß ihr die kostbare Brosche vom Kleid gestohlen war. Sie bestand aus drei miteurander verbundenen hellergroßen goldenen Rrngen. deren Ränder mit Brillamen besetzt sind, und hat erneu Wert von X 600000. Di«' Frau weiß ganz bestimmt, wer der Täter ist. ES war ein. etwa -bjähriger Mann, m ttelgroß. schlank, bartlos, mü lchwarzein Haar und etwas gehoa ner Ras?, mit hraunltchem Anzug und lrchtem Strohhut. Er hat sich in auffallender Werse durch dre vollbesetz:« Hintere Plattform bis zur Dame gedrängt und sich direkt an ste gepreßt. Auch beim Aussteigen wollte er stch Vordringen. Dabei berührte er die Hand der Dam?; da si' am Arm ein kostbares goldenes Armband trug, 'ft me Bestohlene der Meinung, daß es her Gauner auch am dreseö Juwel flbge eherr. gehabt bat. Aus die Wiedererlangung der 4t A in> AiHA . tr Rf\ rwv\ * PZiener Häuser. Gestern ist rm Hause XVI., Friedmanngaste 53, in einer Wohnung des ersten Stockwerkes iw HmteOasi d>e Decke emgMrzt, Perletzt wurde zum Glück me^ wand. Ursache des Baugebrechens^war der Umstand, daß die Drppelbäume verfault waren, Dgs Stqdtbanaurl wurde m Kenntnis gesetzt und hat dre notwendigen Anordnungen getroffen. BriefhAsttz« der Redghtip^ Woif. Die Gebühr ist in jedem 8aP zu zahlen und wird nicht zurückerstattet. — G. Hl. lins ist Nicht klar, was fite k>tzc Noüz Sic meinen. — Gelbavt. Nein. — Bq. 4, 1. Ja. durch Privgtanterricht. nachher PrÜfang an einer öffentlichen Anstalt. % Nckn. bisber nur zwei, jalirlich um eine Klaffe mehr. y. Die Fächer einer Lebroebildnngöaustalt und .dazu dt? der bebräischtN Wissensgebiete haben direkt ein Pädagogium, u., Obere Donau» straße 91.

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