Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 900 (29.7.1921)
- Date
- 1921-07-29
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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-K. 900 Wiener Morgeuzettrmg Wien, Frertaz . Aus diesen Darlegung«« Dr. GlogauS «rgiLt sich', ^ls; die amerikanischen Juden an der Spitze dieser menschenrundlichen Aktion standen. Ohne ifjte Tatkraft hätte ‘feiner tiefer Gefangenen seine Heimat so bald gesehen. Würde -iner dieseramerikanischen Juden für Oesterreich Vptieveu, o ii’ütbc ihn Waber abweisen. Dank von Oesterreich! Antisemitische GeschichtsKlitternng. * Im Leipziger Verlag Theodor Weicher, der dadurch i«t Genüge gebrandmarkt erscheint, daß ihn die Deutsch- Österreichische Tageszeitung" den „vornehmsten völkischen Der. ag des Deutschen Reiches" nennt, ist ein Buch über „Judas Werdegang in vi-r Jahrtausenden" von Otto Gildemeister -rschienßn, dessen Fahalt, soweit ihn das „Großdeutsche Organ" mitteilt, wir unseren für unfreiwilligen Humor iets enipfanglichen jüdischen Lesern nicht vorenthalben wollen, folgen wir also, der. Einladung M genannten Blattes entprechend, Gildemeister auf seinem „kulturgeschichtlichen Wege". „Die Rassenkreuzung zwischen 'Hethitern und den seit 1400 b. Chr. in Kanaan eindringenden Hebräern erzeugte jene charakteristische Bastardform, die für den späteren Juden leimzeichnend ist. Das Kreuzu'ugsprodukt, der Homo judaeils, steigerte die anatomischen und physi. schen Extreme durch wahllose weitere Kreuzung mit semitischen Kanaanitern und arischen Amvritern bis zur Karrkatur. Das Titelbild des Buches zeigt einen Hethiter aus der Gegend voü Haran, gewissermaßen den Urahnen Judas (nach einem erhaltenen Steindenkmäl). So hat die Laune der Weltgeschichte einen mumifizierten Bastard .des alten Morgenlandes in Reinkultur am Leben erhalten. Da der hervorstechende Zug 'dieses Bastards Materialismus und rastloser. Wandertrieb war, führte er sein fremdartiges, wie ein.Geist aus versunkenen Welten wirkendes Ich durch alle Völker und Zeiten, um neuerstehende frische Kräfte junger Völker vampirarttg in sich aufzusaugen, ewig unstet und mit dem Lebenssaft anderer . weiterzuleben." Nachdem so die Leidenschaft der Juden, sich mit allen möglichen Völkern — besonders mit den Negern! — zu vermischen, „wissenschaftlich" festgestellt ist, fährt der Autor mit der verblüffenden Logik des arischen Langschädels fort: „Unvermifcht, unverändert, mit den alten Instinkten — und mit den Reichtümern der untergegangenenj alten Welt, retteten sich die Juden ins Mittelalter. Sie machten nicht den Aufstieg der indoeuvopäischen Menschheit im Zeitalter der Entdeckungen und freien Wissenschäften mit, ihre Führer schossen vielmehr Brandpfeile gegen die zum Licht ringende Menschheit." Daß die Juden den Ausstieg der indoeuropäische« Menschheit im Mittelalter nicht mitgemacht haben, kann natürlich von jedem Bürgerschüler, der eine .Weltgeschichte" sein eigen nennt, widerlegt werden. Sogar in der kulturhistorrschen Entstehung des Begriffes „indoeuropäisch" haben Juden mitgewirkt, zum Beispiel der spanisch« Täufling Petrus Alphonsus, dessen aus dem 12. Jahrhundert, stammendes Werk. „Disciplina elecicalis" eine Sammlung 40 indischer und sonstiger orientalischer Sagen enthält, die zahllosen französischen und deutschen Nachdichtern willkommenen Stoff Loten.. Im 13. Jahrhundert hat der Jude Johann v. Mapua das aftindische Sammelwerk „Pantschatandra" d<xm Abendland erschlossen. So kommt den Juden vor allen anderen das Verdienst zu, bas Abendland für die Märchenpracht des Orients interessiert und jene kühnen Entdeckungsfahrten «pch Indien angeregt zu haben, die das Antlitz der Welt veränderten. Unter dem großen Hohenstaufen Friedrich II. haben die Juden den Aristoteles, der später die Grundlage der katholischen Scholastik geworben ist, aus dem Arabischen ins Lateinische übersetzt und so der Thristenheit erst zugänglich gemacht. Aber wozu dem antisemitischen Pamphletistvn, der offenbar auch von Spinoza nichts gehört hat, die Ehre einer Polemik zu erweisen? Höre« wir lieber, was er uris weiter Heiteres zu bieten hat' i ,Me jüdische Morgenröte brach erst in der Revolutionszeit (1789 bis 1806) an. Da trugen auf ein- ,'ial die mittelalterlichen Finsterlinge von gestern sämtlich Masken wütender Fortschritrsmänner und brüllten wie ans einer Kehle: „Freiheit und Weichheit", denn die Zeiten der Unordnung und Anarchie ließen sie fette Jahre versprechen. Die Worte „Revolution" und „Freiheit" haben s'itt dem Auszug aus Aegypten auf den Aden stets wie r in Sturmsignal gewirkt. Man könnte ihn einen Apostel der Revolution nennen. Er, der gegen alles Nichtjüdische lanatischen Haß predigte, fühlte ,hei dem geringsten Gegendruck die heilige Freiheit verletzt. Der Liberalismus, der den Juden zum Schäden der Völker, unter denen sie wohnten, die Freiheit gab, tvar recht jüdisch, wie heute Sozialdemokratie und Bolschewismus Judentum bedeuten." Daß . die stets unterdrückten Juden jede Revolution sorderten, weil sie bei u n v e r ä n derter La ge nichts zu hoffen hätten, hat vor G'ild emeister schon — Goe the sostgeftellt. Die Antisemiten, die in ihrer Dummheit diese Verse sehr gern zitieren, vergessen nur die Frage. aufzuwerfen, wem das zur größeren Unehre gereicht: Den revoiu iouä en Inder, oder den Verhältnissen, deren Aendorrrng sie von einem Umsturz erhofften . . . 2lber wie soll das ein Gilde,neister kopieren? Für ihn ist es . „die größte Ironie der Weltgeschichte, daß der Jude, der ewige „Sklaven- und Menschenhai,dier", her größte Ausbeuter aller werktätigen Elemente, der ureigenste Schöpfer dos unheilvollsten Kapitalismus, vor den Proletariern aller Länder immer den uneigennützigen Menschenfreund spielt." , r Und zum Schluß verkündet der Wackere erfreut: „Es g i b.t c i n c Iu d e n f r age.!" Glott sek Dar,k! Wovon sollte' denn sonst ein „vorttehmer völkischer Verlag", ein „Historiker" vom. Range Gildemeisters und die ganze deutschüatroiialc Hetzpresse leben? Ob der Federhelb müh! an diesen saftigen Ertverbsztoeig dentt, wenn er pathetische ausruft: „Wo der Jude Gästrecht beansprucht, beteilige er sich' prozentuell an allen Schichten des Erwerbes, Denkens, und Schaffens! Das sei g.-s.'ht!" Na, da wird ja Artur Trebitsch bald nicht mehr allein sein! Der NumeruS clausus für Jlldrn) dir' den Aiitiseiiiitismu^ geschäftlich ausbeuteu wollen, lann doch mit dem eine n nicht schon erreicht fern! Ueder An unsere p. t. Leser und Abonnenten! 2xt lA folge der enorm gesteigerten HerstellrMskosten der Blätter sehen sich die Wiener Tageszeitungen gezwungen, die Bezugspreise für Abonnement und Einzelverkauf zu erhöhen. Vereinigung der österreichischen Tageszeitungen. Auch, die Verwaltung der „Wiener Morgenzeilung" sieht sich genötigt, die Bezugspreise entsprechend zu erhöhen. Die Erhöhung wurde nur in dem Ausmaße vorgenommen, als notwendig ist, um die gesteigerten Gestehungskosten decken zu können. Wir bitten unsere Freunde und Leser, dies als eine im Interesse der Erhaltung unseres Blattes notwendige Maßnahme zu werten und uns umso gewisier ihre Anhänglichkeit zu bewahren. Bezugsbedingungen ab 1. August: Einzelverschleiß r Kr. 5.-— (auch an Sonntagen). Für Wien (zum Abholen in den Trafiken oder mit Postzusendung) Kr. 130.— monatlich. Mit Postzusendung: Deutschösterreich monatlich . Tschecho-Slowakei monatlich Polen monatlich ....... Jugoslawien monatlich . . . Deutschland „ .... Rumänien »» .... Holland „ .... Schweiz ,. .... England „ . . . . Italien „ .... Amerika * .... Frankreich, Belgien monatlich . . . . .Kr. 130.— . . . . KL. 18pol». Mark 200.— , . . Dinar 13.— . . . Mark 14.— . . . Lei 24.- . . . holl. st. 1.50 . . . Fres. 3 — . . . 8k 3.- . . . Lire 0 — . . . Dollar —.50 . . . Fres. 6.— Zahlstellen: österreichisches Postsparkafienkonto (Wien) 150.693. Tschecho-slow. Postsparkastenkonto (Prag) 50.351. Polnisches Postsparkastenkonto (Warschau) 100.227. Deutsches Postscheckkonto (Berlin) 108.722. Rumänien (Czernowitz): Allgemeine Depositenbank, Filiale Ezeruowitz. Jugoslawien: Postsparkastenkonto (Agram) 40.085 Italien : 8ov!ets Itallana dl Crediio commeroiale, Triest Via Mazzlni 30. die übrigen Jude«, die „sich' abseits 'stellen und' Wer die ganze Menschheit erheben", wird die „gesellschaftliche Fehme" ausgesprochen: „In dem Sinne, daß wir alles Jüdische meiden. Jüdische Kaufhäuser, Banke«, Zeitungen, Kunst- Plätze usw." Um G'otteswillen! Was wird Herr U r s t n dazu sagen, der sichs viel Schweiß hat kosten lassen, ei« antisemitisches Programm zu entwerfen, das die geschäftlich« Beteiligung an jüdischen Banken ausdrücklich gestaltet. Und waS die Berfehmung der Judenblätter betrifft — o Mldemeister! Du bist kein Mister der Milbe, sondern blutiger Laie! Sonst müßtest du wissen, baß die Gttoßdeutfche Partei ohne die „Neue Freie Presse" nicht leben kann. Die Verdienste, die sich die „Deutschösterreichische Tageszeitung" um die Verhetzung der „reiferen" Jugend erwirbt, in allen Ehren t Mer manchmal, zum Beispiel vor Wahlen, hat man doch auch das Bedürfnis, zu Erwachsenen zu sprechen. Und zu solchen Reden an die deutsche Nation kann nur die — Fichtegasfe vermitteln ... Ein türkischer Pogrom. Wir haben in der Larwoche ein Telegramm auS Smhrna veröffentlicht, wonach das dortige griechische Kriegsgericht die Mohammedaner Mehmed Kirlimussroghlo» und Mustafa Mahmodoglou jurn Tode verurteilt hat, weil sie überführt wurden, mit anderen Komplizen „unbekannten Aufenthalts" 26 Juden ans Deirmendjik bei Aidiu niedergemetzelt zu haben. Die Juden machen die Blutsteuer aus, welche die jüdische Nation der türkischen Grausamkeit im Verlaufe des im Juni 1919 stattgesundenen Gemetzels in A i d i » gezollt hat. Großen Eindruck erregte die Aussage eines jungen Juden namens Jakob M e h l r r, Sohn einer jüdischen Notabeln aus Deirmendjik, desien ganze Familie vernichtet wurde. -Noch unter dem Alpdruck der fürchterlichen Ereiguiffe. entwarf der Zeuge das ganze Bild des Gemetzels. Laut seiner Aussage schritt die Mörderbande, die d e n kemalistischenHordeu angehörte, gleich nach ihrem Emfall in das Dorf Deirmendjik zur Verhaftung von sechsuudzwauzig Juden. Nachdem sie ihnen ihr ganzes Hab und Gut geraubt hatten, verschleppten sie sie durch das Dorf bis zu de» Ufern des M e a n d e r und warfen sie in-den Fluß. Hierauf begannen die Henker vom Ufer aus anfihreOpferimWasserzuschieße», so daß diejenigen, die dem Erlrinkew entkamen, durch die Kugeln vernichtet wurde«. Der Zeuge war ebenfalls mit dm übrigen Opfern ins Master geworfen wvrdm, jedoch wurde er später von dev Grieche» gerettet und nach Deirmendjik gebracht, wo er einige Tage darauf die beide» Mörder wiedererkannte. 2S>. Jutt 1921 Settel ---—---- Aus dem Volksbekleidmrgsamt. Vorgestern sind der Leiter des BolkSbekleidungSamtes Regierungsrat Dr. Frankfurter und der Direktor desselben Amtes M i n k u s unter dem Verdacht unlauterer pulationen mit Maren des Amtes verhaftet worden. Die Straß» Untersuchung erstreckt sich auch auf eine Anzahl von Geschäft»« leutm, die mit dem Amt in Verbindung stand«. Eine Tramwayfahrt 10 bis 12 Krone». Der Gemeinderat ist für Mittwoch nächster Woche zn «rer außerordentliche^ Sitzung einvemfen worden. Auf der Tagesordnung stehen die Gehaltsregulierungen der Angestellten der städtischen Unternehmungen sowie die Erhöhung der Straßenbahn» tdrifc. Die Festsetzung der höheren Preise wird der Stadtsenyt im eigenem«. Wirkungskreise vornehmen. Diese Erhöhung der Straßenbahnpreise, die sich nach «nsere» Jufonvationen zwischen 10 und 12 Kronen beweg« dürft«, bedarf jedoch zu ihrer Genehmigung noch einer Gemrmderatsfitzrmg. Wiener Messe. Am 27. d. M. fand unter dem Borfitze des Präsident^ H o ch m u t h als Ob.mann der Fachgruppe für Mesteaugelege«. heilen im Handelsmu eum eine Sitzung statt, in der beschloff« wurde, keinen selbständigen Meste-Jntereffentenverbaud zu gründe«. Es n!urde ferner beschlosten, zur Beratung der Wiener Messe^ A.-G. im Rahmen der Fachgruppe für Mesteangelegenheit« des Handelsumseums Fachausschüffr für jede der 35 Gruppen, die derzeit auf der Wiener Meffe vertreten sind, zu bildm, damit diese Brancheninterestrn vertteten könne». Die Hitze. Wettersturz i« Aussicht. Die Hitze hat in der Mitte des Festlandes feit vorgestern noch stark zugenommen. Paris hatte mittags 38 Grad. Ein Negenstreif erstreckt stch von der Südspitze Englands bis Norwegen. Im Nordwesten und Norden ist die Temperatur gefalle«. In O e st e r r e i ch ist das Wetter noch Unverändert trocken und heiß. Voraussage: Zunächst »och vorwiegend heiter zeitweise leichte Bewölkung, leichte föhnige südliche Winde, weitere Steigerung namentlich der Morgentemperatnr- Wettersturz inAussicht, Zeitpunkt aber noch ganz unbesti«»t. * Personalnachricht. Herr Dr. Alfted A p p e r w«rd« gestern zum Doktor der Medizin promoviert. * Jnteresiante Promotionen. Gestern fand« die letzt« Promotionen in diesem Studienjahr statt. Unter d« vielen Kandidaten wurden in den letzten Tagen 25 D a m e» z « Dok-, toren der Philosophie promoviert. Bei d« Pro-' Motionen zu Doktoren der gesamten Heilkunde fungierte der für das kommende Studienjahr zu« Rektor der Wi«er Universität gewählte Professor für Dermateologie Hofrat Dr. Gustav R i e h l als Promotor. Ei» Zufall wollte eS, daß sich unter de« Kandidaten auch ein Sohn des HofrateS Dr. Riehl. Dr. Gustav Riehl, befand. Noch ein zweiter seltener Fall trug stch bei : dieser Promotion zu: Ein j n u g e S Ehepaar wurde gemeinsam zu Doktoren der gesamtem Heilkunde promoviert; außerdem fünfzehn Da me n. Nahezu z w a n z i g Kandidatinnen erhieltep d ä S M a g i st e r d i p l o m. * De« Streik der Hotelgehttfe«^ Jn dmHorelbetrieben. die dem Kollektivverttag nicht zugestimmt haben, ist gestern früh der Streik ausgebrochen. Der Streik ist in diese» Betrieb« vollständig. Insgesamt haben bis jetzt 101 Betriebe mit 4030 Arbeiter« dem Vertrag zugestimmt: 75 Betriebe mit 478 Arbeitern find noch ausständig. * Feldmarfchallentuant Metzger gesiorb«»^Gestern vormittags ist Feldmarschalleutuant Metzger einem Schlag» anfall erlegen. Metzger war. bei Kriegsbegin« Chef der Operationsabteilung deS Armeeoberkommandos und hatte namentlich m d« großen Durchdruchskämpfen bei G o r l i e e hervorragmd« Anteil. Anfang 1917 ging er als Kommandant der ersten^ Infanteriedivision an die Tolmeiner Front. Spüler kommandierte er die an die deutsche Westfront nach Frankreich entsandt« österreichisch« Tnchp». * Der Brand in de« Schoeüer-Gtahlverke». Die Korrespondmz Weiß hatte vorgestern berichtet, daß in dm Ternitzer Werken der Firma Schoeller^Co. ein Brand ausgebrochm sei, dem die Blauftieherei und Maschen« pm ■ Opfer gefall« seien, wodurch ein Millionen Krön« betragender Sachschaden entstanden wäre, und daß bei der Löscharbrit mehrere Leute erheblich verletzt wurden. Demgegenüber teilt die Firma Schoeller mit, daß der Brand lokalisiert werde» konnte, so daß ihm nnr ein kleinerTril eines Daches zum §^»f» fiel und der Bettieb nicht im geringsten in Mitleidmschaft gezogen wird. ES könne also nicht die Rede davon sei», daß die Blankzieherei ein Raub der Flammen und Maschinen vernichtet wurden. Bon der Feuerwehr wurde rrfrenlicherweise nur rin Mann ganz unerheblich verletzt. * Die Million ans dem Postkasten. Gestern vormittags wurde dem Polizeikommissariat Landstraße die Anzeige erstatt^, daß der Baumeister Stephan H u r b n e r, der aas Belgrad zugereist ist und im Hotel Belvedere wohnt, um 9 Ilhr vormittags auf dem Postkasten auf dem Landstraßergürtel am Hause Rr. 1b eine braunlederne Brieftasche mit K 130,000, 1040 serbischen Dinars und einem Scheck, ausgestellt von der Filiale Belgrad der Zivnostenska Banka aus die Filiale Wien der Bonk für Karl Huibner, lautend auf kl 800.000, sowie den serbischen Reisepaß liegen gelassen hat. Er hat eine Belohnung von K 100.000 ausgesetzt. * Der österreichisch-tschechische Posipaketoerkehe. Aus Prag wird uns berichtet: Bezüglich deS im österreichischtschecho-slowakischen Handelsverträge vereinbart« beding n n g Sweiien Verkehrs von Postpakete« bis Zu fünf Kilogramm wird, wie der „(EoS* meldet, von amtlickr Stelle mitgeteilt, daß die diesbezügliche» Verzeichnisse der nicht . zugelassene» Waren in kurzer Zeit veröffmüicht werden sollen. - * Der angebliche Giftmordversnch de» Ehegattin. Kürzlich wurde iibet die Verhaftung der Haudelsfrau Franzis« B e r n k l a u, 17., Goldeagasse 1, berichtet, weil sie angeblich den, von ihr geschieh«« Gatt« Nathan B e r »k l« u vergiften wollte und zu diesem Zwecke dritte Personen gedungen habe. Die Verhastmrg erfolgte unter großem Aussehen. Nun ist, wir wir erfahren, Frau Bemklan über Jnterventto» ihres Bveteidiarrs Dr. Leo L a m v e l, der nachwies, daß es stch bloß um ein« Racheakt des Ehemannes und eme» Trassch handelt, enthaft r t und da- Verfahren gegen sie ganz eingestellt «vrtz».