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Wiener Morgenzeitung · 1921-07-24 · Heft 895 (24.7.1921) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 895 (24.7.1921)
Date
1921-07-24
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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*r®eÄf 4 Wien Sonntag Bulgarische Minierarbeit i» Thrazien. Paris, 23. Juli. (Wolfs.) Dem .Temps" zufolge hoben »er französische, der englische und der italienische Gesandte in Sofia beim Ministerpräsidenten Stambulinski Vor- ^ellungeu gegen gewisse Machenschaften' unternommen, deren Zweck es sei. in T h r a z i e n Unruhen hervorzurufen, die für Bulgarien von schlimmen Folgen sein könnten. Der Mimsier-- m äsident erividerte, daß die bulgarische Regierung niemals beiit Willen der Großmächte zuwiderhandeln werde. Die Kämpfe in Albanien. Laibach» 33. Juli. (Korr.-Bur. Laibach.) „Novi Cas" meldet aus Prizrend: Der Kampf zwischen den Truppen der Regierung von Tirana und den Aufständischen dauere mit aller Erbitterung fort. Die Regierungstruppen seien gut bewaffnet und erhielten Kriegsmaterial sowte Muniton auS I t a l i e n.. Der. Führer der aufständischen Mirditen, Djony, sei auf jugoslawisches Gebiet übergetreten und habe die jugoslawischen Behörden gebeten, Nordalbanien im Namen der Menschlichkeit zu Netzen und die Mirditen zu erlösen- Kemal beruhigt. London. 33. Juli. (Tel-Komp;) Mustapha Kemal hat ein Manifest erlassen, in dem es heißt, die Nationalarmee ziehe sich auf gut v o r b e r e i te t e P o s i tr o n e n zurück und es liege für die Bevölkerung Anatoliens kein Grund zur Beunruhigung vor. Die Aimee werde ihre Pflicht voll erfüllen und die muselmanische Bevölkerung von Karalissa und Kutahrr werde nach Erzerum und Kroput gebracht werden. Ein Tuberkulosekongretz in London. London, 23. Juli. (Tel.-Komv.) In der nä. sien Woche tritt hier rin internationaler Kongreß zur Bekämpfung der Tuberkulose zusammen. Polnisch - tschechische Handelsbesprechungen. Warschau, 23. Juli. (Tschecho-slow, Preßbur.) In einer Unterredung mit Vertretern polnischer Blätter betonte der tschechische Handelsmimster Dr. H v t o v e c die Notwendigkeit eines tschechisch-polnischen Zusammen«'beitens, insbesondere auf wilischaulichem Gebiet. Er stellte fest, daß ip den Konferenzen über die grundsätzlichen Punkte bereits eine Ei u r g u n g erzielt worden fei. Es werden zwei gemeinsame Kommissionen gebildet werden, eine H a n d e l s k o m m i s s i o n in Warschau und eine F i n a,.n z k o rn m i s s i o n in Prag, die rhre Arbeitm im September aufuehmen werden.. , Fortdauer der Judeuexzefse tu Pole«. Warschau, 22. Juli. (Jüd. Korr.-Bur.) Die neue Welle von schweren Ausschreitungen gegen Juden ergießt sich tstglich über viele Städte und Flecken der polnischen Republik. Raub und lebensgefährliche Ueberjälle sind wieder an der Tagesordnung. Im Bahnhof von B e n d z i n spielten sich schwere Exzesse ab, besonders als die jüdischen Mitreisenden den C-enstochauer Rabbiner Spiro vor den Huligans, die an ihm im Bartschneide« Uebungcn machten, zu schützen versuchten. Auf der Nahlniie Ziemtk o w i c e—K r a k a u wurden jüdische Reisende aus dem Schnellzug hinausgrworfen, wobei den Männern früher die Bärte abgeschmtien nnd denAFrauen die - Perrücken vom Kopf gerissen wurden. Zn Protrkow und Czenstochau haben dir demobilisierten Schlonsaki besonders arg.gehaust. Drei Juden wurden schwer verletzt. Sonnabend wurde die Czenstochauer Synagoge überfallen; die Banditen zerbrachen Einfriedungen und Zäune und schlugen fürchterlich auf die vorbeigehenden Juden Die Mutter. Von Salamon Dembitzer. An dem Tage,, da ich nach langer Panse wieder in meinem Städtchen angekommen, ging hie Tür andauernH auf und zu. Es kamen Männer mit schwarzen Bäpten,. hießen, mich willkommen, fragten mich, wie es mir gegangen ser, und ob ich diesem oder jenem in der weiten. Welt begegnet wäre. Sie alte hatten Blutsverwandt, die irgendwo in der Well hsrnmirrten und ihnen Geld mm Heben schickten,. Denn Galizien ist ein armes Land und die Leute, haben, so bange Augen und schleppen sich vorsichtig und langsam auf der dürren, ausgetrockneten Erde herum? Sie wagen nicht zu klagen über ,ihr zweckloses : Verwelken ttttb über ihr ewiges Warten auf bessere Zeiten . . . Allein in Sommernächten, wenn sie die Augen ausheben zu dem besäten, Sternenhimmel, wagen sie es manchmal, von anderenj, weiten. Ländern zu träumen, wo man sich nicht zu schämen braucht, mit dem Hausierkasten herumzugehen, und wo Menschen leben, die zu essen und zu trinken und keiiy Sorgen für Frau und Kinder haben. Die Tür ging auf und zu und Nachbarsfrauen kamen und setzten sich nieder. Sie schüttelten mit ten Köpfen unH seufzten: Ja, ja, da draußen in der weiten Welt kann man es doch zu etwas bringen! ■ Ich fühlte die Blicke von jungen Mädchen, Töchtern der Nachbarsfrauen, die^meine Kleidung beschauten, den Wert rneiner Uhrkette abschätzen wollten, die auf meiner Weste hing, und sich innerlich fragten, ob sie echt ser oder nicht. Es wurde dunkler und dunkler. Man steckte das kleine Nachtlümpchen an, das Schatten längs der Wände warf und das Stübchen noch trübseliger machte. Von allen Nachbarssrauen blieb nur eine zurück, eine bleiche, kränkliche Frau in mittleren Iahten mit weißen Haaren und äMtlichm, hilflosen Augen? Sie hatte sicherlich gewartet, bistdie anderen weg waren, und an ihrem .Schweigen merkte ich, daß fte mir etwas zu sagen hatte . ■- . anderes als die anderen . . . Allerdings war ihr Verhältnis' zu mirauch «in anderes; denn sie war die Mutter meines Jugendfreundes Awrohmel, H»r. Lj» Lnd.L .LM.0MMLN hatte. Wiener Morgenzeitung los. Da das Eindringen in die'Synagoge ihnen verwehrt werden konnte, -rächten sie sich an den Synagogenwänden und Fenstern ldürch tierische Besudelung. In K i e l c c. wo ein Aufstand der Polenschlesier ausbrach, drangen die Aufständischen in die Stadt ein und richtetest mit Messern und EisrnMen, ein Blutbad an. Neun Juden wurden, schwer verwundet. Selbstmord des bayrischen Staatsministers Frauendorfer. , Wegen Beschuldigungen der Münzverfälschnng.? München, 33.- Juli. Sta^Sminister v. Franendorfer. gegen den ein Verfahren wegen Herstellung und Vertriebes falscher antiker Münzen schwebte, wurde heute vormittags am Ufer de« Isar erschossen aufgesunden. Er hat sich selbst gerichtet. Die „Münchner Neuesten Nachrichten" berichten über. diese Affäre': „Seit gercmmer Zeit gingen ziemlich öffentlich Gerüchte um, die Herrn v.F r a u e ndorfer, einen der bekanntesten Münzensammler, der Fälschung alterMünze n beschuldigten. Inzwischen hat sich die Angelegenheit bis zu einer gerichtlichen Untersuchung -erdichtet, die dann zur Einleitung eines strasl'echtlichen B erfahrrnS gegm Herrn v. Frauendorfer. geführt hat." Der Tifza-Prozetz. Budapest, 23. Juli. (Ung.Tel.-Karr.-Bur.) In der heutigen Verhandlung des Prozeffes gegen die Mörder des Grälen-Trsza bezeichnet Oberstleutnaatauditvr S z t u v k die Behauptung Sztantovszkrs, als hätte dieser sein Geständnis auf Giund des mt Hüttnei; ausgeyommenen Protokolls abgelegt, als glatte Erfindimg. Er schilderte sodann, wie der angebliche Lohnb x t c f über K 100.000 in das Prozeßmater'al gelangt sei. Hüttner habe zuerst anoegebrn, dieser Brief befinde sich in Prag, und als er dort nickt zum Boi schein kam, gesagt, er habe den Pries nach.Bern schaff n lasten Aber auch boit sei er nicht voraefunden worden. Der Zeuge erklärte sodann, daß die Nachlorsckungen, die Was Einer ck K a r o l y i und Advokat U l a i n am pnvrtem Wege anstell'en, aus den ärmlichen Gang der Untersuchung nicht den geringsten Einfluß ausgeübt hätten. Vor dem Generalstreik in Tokio? Parss, 23. Jnlr. (Wolfs.) „Chicago Tribüne" meldet auS T o ft o, daß. die Entsendung von Truppe» nach dem Stterkbenrk von Kobe unter den Arbeitern, die gehe'me Zusammenkünfte zur Gründung nationaler Gewerkschaften abhielten. großeErregung hervorgernfen habe. Man machte sich auf einen Generalstreik von 200.000 Arbeitern in Tokio gefaßt, wenn die Arbeitszeit nicht gekürzt und die Löhne erhöht werden. In Kobe haben die Arbeiter in den Arsenalen Streikversuche unternommen. Jüdische Konterrevolutionäre in Rntzland. Die Sowietregierüng geht, wie uns auS Riga berichtet wird, in der letzten Zeit mit aller Schärfe gegen jeden, vor. der irgendwie im Verdacht steht, gegen das Sowjetshsiem Mg zu sein oder sich abfällig über das Sowjetregime äußert. In Riga wurde vor kurzem eine lange Liste von Personen veröffentlicht, die wegen angeblicher politischer Vergehe« von der Sowjetceglerung verhaftet wurden und sich Ende Mai d. Z. in Petersburger Ge» fängnisten befanden. Unter ihnen sind zwanzigJude«, Arbeiter und Personen mit freien Berufen, Aerzte, Advokaten und Studenten, die unter der Beschuldigung, daß sie als Anhänger sozialdemokratischer, soüalrevolutionärer oder anderer Parteien auf den Sturz des Sowjetregimes hin arbeiten. Manche von ihnen werden einfach konlerrevolutionärer Tätigkeit beschuldigt. Die meisten von ihnen wurden in den Monaten Februar und März verhaftet, was darauf schließen läßt, daß die konterrevolutionäre Tätigkeit oder-zumindest die Bewegung zum Sturze der Sowjetberrsckast in diesen Monaten am stärksten auftrat. Plötzlich begann sie: „Du hast sicher gehört, was mit meinem Awvohmel geschehen ist. . . O, wer hätte das denken können. . » Du weißt doch', wie still ajtb, verschlossen er immer -gewesen ist, wie er hinauf ^u den Wolken geschaut und dre Sterne gezählt hat. Ich, seine'Mutter, h'te niemals gedacht, daß so etwas itt ihm steckte . . . Ms sie ihn zum Soldaten machten, bebte mein Herz. Ich fürchtete, baß er sich etwas antun könnte.. . Denn ich kanzrte seine schwache Seite 'ja gut... Er konnte eS nicht vertragen/ daß einer über den anderen zu befehlen und zu bestimmen hatte. Dü erinnerst dich doch an feine verrückten Träume von „Menschheitsverbrüderung" und wie er die Lüge täten wallte.. . Darum sagte ich zu ihm: „Jeder Mensch muß alles erleben, sehen und schweigen, wenn ihm auch Unrecht geschieht . . . Das weiß jeder. . . dagegen ist nichts zu tun. Sei also vorsichtig und mach' keine Dummheiten!"... Kaum einen Monat später empfing ich die schreckliche Nachricht, daß sie ihn'' gefangen genommen und kurz daraus zum Tode verurteilt hatten, weil er seinem Vorgesetzten ein Auge ansgeschlagen und sich geweige'it hatte, einen Befehl auszuführen. Mein Gott, wer hätte das denken könnenj . . - Sie schwieg. Es herrschte eine unangenehme Stille in den Zimmerchen und es schien, als ab dre Seele des Awrohmel herumirrte, mit ihren Flügeln an die Balken schlüge und wimmerte und weinte wie ein neugeborenes Kind, immer dasselbe wiederholend: „Ja, ja . .. ich! wollte die Lüge töten. Warum begreift ihr denn das nicht?" Nach langem Schweigen wandte sie ihren hilflosen Blick mir zu und sagte: „Was kann man denn tun? Der Menjsch wählt sein oltzenes Schicksal nicht. Er ist eine. Sache nur . . . Denkst du, daß er in der anderen Welt Ruhe haben 'wird? ... O, wenn ich' das nur wüßte!" Ihre Äugen sagten - eigentlich mehr als diese Worte. Der ganze Mutterschmerz/ so alt wie die Welt, die schlaflosen Nächte einer Frau, die vor der Zeit alt und grau geworden ist, waren deutlich aus ihrem Gesicht zu sehen, und obwohl sie daun schwieg, hörte ich doch ihre ganze S/ele um Hilfe schreien und ruseu . . . Und jte wartete auf 24. Juli 1921 Rr. 895 Tagesbericht. Zionisten! Seit dem Jahre 1964. in dem uns Theodor H.er-l allzu früh entrissen wurde, ist es ein gehelligier Brauch der österreichischen Zionisten geworden, an Herzls Todestage zu seinem Grab auf dem Döblinger Friedhof zu ziehen. Dieser Zug zum Herzl-Grab ist im Laufe der Jahre unsere Heerschau geworden; sein stetes Anwachsen von Jahr zu Jahr manifestiert das Wachsen unserer Bewegung, das Erstarken unserer Organisation. Es symbolisiert die werbende und einigende Kraft der zionistischen Idee. Auch in diesem Jahre sind wir ein gutes Stück vorwärts gekommen ln der Verwirklichung unseres Ideales. Aber unerhört große und schwere Arbeit liegt noch vor uns. Gewaltige' Anstrengung fordert die Geschichte von unserem aus tausend Wunden blutenden Volkskörper. Der XII. Kongreß, zu dem wir nun rüsten, wird uns neue Impulse geben. Er muß die Organisation von neuem stärken, - sie wieder zum Rückgrat all unserer Arbeit machen. Nur sie ist das geeignete Instrument, mit dem wir unser Werk vollenden können. Juden, die Ihr den Zionsgedanken hochhaltet, wir rusen Euch aus zur Teilnahme am Gange zum Grabe Herzls. Zionistisches Landeskomitee für Oesterreich. Die näheren Details für den Aufmarsch am 31. d. M.. vormittags, werden Mittwoch den 27. und Freirag den SS. d. M. in der „Wiener Morgenzeitung" veröffentlicht. Die Juden in Lainz. Bon Elfe Feldmann. Und wenn wir alt geworden Und unsere Kraft gebrochen. Wirf unS nicht auf die Straße, o Herr! Die Juden in Lainz liegen nicht auf der Straße, sie leben in einer schönen Kaserne, in großen Räumen, wo Luft und Licht herein kann — sie wandeln ,in Gärten, wenn sie nicht zu krank und schwach dazu sind, aber es gibt wohl auf der Welt nichts so Trauriges^ als die armen, alten und siechen Juden in Lainz.' keinem zweiten Lande haftet die Schmach an, seine alten Menschen nach einem langen Leben der Arbeit und Mühe zu martern und langsam verhungern zu lassen wie bei uns. Man muß nur die Einrichtungen in den skandinavischen Ländern gesehen haben, wo die Altersheims schöner sind als die Königspaläste — ein Gast fuhr durch Stockholm, er machte «ine Dämpferfahrt ans dem Mälarsee, er sah den herrlichsten, burgartigen Bau und rief entzückt: „Das ist wohl eure Königsberg?" „Nein," sagte man ihm, „das ist unser Altersheim." Die alten Menschen ziehen dort ein Und haben nichts $u bezahlen, sie bewohnen zwei reizen' e Zimmer, es ist ihnen erlaubt, ihren eigenen Hausrat mitzubringen, wenn sie welchen besitzen. Ganz Stockholm sorgt für ihre Zerstreuung und für ihr Wohlergehen. Sonntags werden Ausflüge mit ihnen gemacht, die ersten. ^tnstler der Stadt unterhalten sie, singen, spielen ihnen-vor und ihr Alter gestaltet sich fwh und glücklich. Selbst in Ländern, die man im allgemeinen nicht gerade zum höchsten Kulturfortschritt zählt, dem Balkan, das, was ich über das Schicksal ihres Kindes mitbeschließen würde... Ob ich auch einer von seinen Richtern sein werde? Ich' stand plötzlich auf und bemerkte, wie sie allen «einen Bewegungen folgte. Ich lief auf und ab, blieb danr^ neben ihr stehen und sprach laut aus dem Jnnerstenz meiner Seele: «Hört -»«mal! Ich weiß sicher, qanz gewiß, baß Awrohmel in jene Welt kommen wird, wo alle Reinen und Heiligen sind. Ihr wißt doch, daß ich vieles gelernt .habe... Und steht geschrieben: ,Mie Menschen sind grausam, aber G'ott ist gut und gerecht . Ich weiß sicher, daß das so geschrieben steht. Was will das sagen, wenn man nuitj schon einmal Unrecht getan hat in dieser Welt? .... Hat er einem Menschen auch ein Auge ausgeschlageu, was besagt denn daS besonders? .... Gjott steht allein baS' Herz . . . DäS Herz ist die Hauptsache, das weiß ich sicher. Nur Menschen verurteilen, aber nicht Erl Er! Erl ... Ich hielt inne. Mein Gesicht mußte wohl sehr streng gewesen sein und meine Stimme mußte hart geklungen haben, denn ich erschrak selbst über die Wirkung meiner Worte. Eine seltsame Stille herrschte. - Die Mutter meines Freundes saß in sich gekehrt und sah merkwürdig verklärt aus. Ich fühlte, daß ihre Gedanken leichter wurde«, und wußte, was in ihr vorging. Einen Augenblick später' ständ sie auf und sagte: -,Gäte Nacht. Ich sehe, daß du ihnldvch' wirklich gekannt hast." In der Nacht lag ich im Bett und konnte nicht'emschlafen, vielleicht weil das Lämpchen ausgegangen war und der Wind in böser, schauriger Ahnung an dem Fenster rüttelte. Während ich in die Finsternis starrte, war es mir, als ob die Seele meines Freundes durch den Wind rief: „Ich wollte die Schlechtigkeit töten! Ich wollte die Sünde töten! ... Ob das eiiien Zweck hat? . . . Wie kannst, du so ruhig liegen? .. . AlleS ist vergebens, atlcS vergebens, es wirb niemals Licht werden! . . " r. (Deutsch von Magda Ajeln.)

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