Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 894 (23.7.1921)
- Date
- 1921-07-23
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2979076-2979773-2979973--08234-2994367- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
bette 4 Men. Samstag .fr. -1 r - - L....-v. . ■ . - . . Tagesbericht. Die jüdischen Sommerfrischler. Der jüdische Sommergast ist eigentlich immer schon in einer schwierigen Lage gewesen. Wenn der Städter es von vorneberein schwer hatte, in ein engere- Verhältnis z«m Landbewohner zu treten, so war es für den jüdischen Sommerfrischler immer noch um ein paar Schattierungen schwieriger, brachte er doch keine der Voraussetzungen für wirkliches', gegenseitige? Verständnis mit. Dabei fordert aber die besondere Form der Wiener Sommererhvlnng immer einen engeren Anschluß an die Einheimischen. Der Berliner, der mir für mehrere Wochen „auf Reisen" ging, heute in diesem, morgen in jenem Ort nächtigte, der, auch wenn er „Arier" war, zur Alpenbevölkerung als Protestant im er ..Arier" war, zur Alpenbevölkerung als Protestant in konfessionellen und Temperamentsgegensatz stand, war und blieb ein fremder. Der Wiener, der mit Kind und Kegel in die Sommerfrische zog, um Wochen oder gar Monate an einem Platz zu v.rleben, konnte die engere Fühlungnahme mit den Ansässigen nicht vermeiden. Daraus haben sich für den jüdischen Mittelstand schon vor dem Kriege oft genug Reibungen ergeben. Seitdem die Kriegsverhältnisse das Verhältnis zwischen Stadt und Land verschärft haben, seitdem der Bauer in jedem Juden einen Konkurrenten' im Schiebergeschäft wittert, ist die Situation noch' weitaus unerfreulicher geworden. Aeußerlichkeiten, zum Teil dumme, kleine Aeußerlichkeiten, wirken verschlimmernd in dieser Richtung' weiter. Die Geschmacklosigkeit der „Dirndlerer" fällt bei der jüdischen Frau stärker ins Auge als bei der christlichen Städterin, und die Joppen und Janker, die Spenzer und Fuhrmannskittel, in denen sich' die -jüdischen Professoren. Aerzte, Rechtsanwälte, mit Vn Brillen und den scharfgeschnittcuen Mielehrtenköpfen besondergefallen, wirken auf die Einheimischen entweder belustigend oder auireizend. Auch kann sich der Jude auf denk Lande nicht genug an Dialekt, Anbi.-d.rung, jammervollen Jode.versuchen und ähnlichen .Geschmacklosigkeiten tun und vergrößert dadurch oie Kluft, die ein einfaches und natürliches Benehmen wenigstens teilweise überbrücken könnte. Auch' Taktlosigkeiten schlimmer Art sind gar nichts Seltenes. Eine Glättung Sommerfrischler treibt in den großen Fremden Zentren aufreizenden Luxus, kann ihr Wohlleben und ihren Reichtum nicht genug zur Schau tragen. Und wer muß für all das die Zeche zahlen? Der/jüdische gei sttge Arb e i t e r, dem es durch irgendeine Mittelstands aktton gelungen ttst. durch ein paar kurze Ferientviochen in den Bergen Erholung zu finden und der starker als jeder andere die Abneigung zu spüren bekommt ge gm — den jüdischen Sommefrischlcr. K. M. ANLioneneinbrrrch bei einem Juwelier. Genau ra der nämlichen Weise wie am 9. Mai um die Mittagsstunde beim Juwelier H ii g l e r in der Freistngergaffe, dem Juwelen um eine halbe Million gestohlen wurden, ist gestern um die Mittagsstunde beim Juwelier Heister auf der Wieden, Suttnerplatz. ein großer Einbruch verübt worom, bei dem der Schaden' rund anderthalb Millionen Kronen betrug. Der Einbruch muß von snngerHand vorbereitet worden sein- DieSchräuker kamenvomKanal aus in den Keller des Hauses, durchbrachen die Decke und gelangten in den Kellenaum unter dem Geschäfte. Sie wußten, daß jtc nur ganz kurze Zeit zur Verfügung hatten und haben in kurzen Viertelstunden den Fußboden im Geschäft durchbrochen und sind innerhalb des Rollbalkens in den Laden gelangt. Hier versuchten ste zunächst die eiserne Kasse zu erbrechen; als ihnen dies nicht gelang. pKnderien sie den Laden aus. Sie zerbrachen auch die Glasscheiben der Auslage und erbeuteten 31 Brillantriyge, 20 Eheringe, 25 goldene Kettenringe. 15 Damenkollierketten. 5 Herrenuhr., 6 Sportkettrn aus Gold, 4 lange Damenketten, 6 Sklavenketteu, 3 Sklavenreifm, 1 Armbaud mit Saphir, 1 Armband mit Doppelpanzer, 15 Armbänder, 1 goldenen Reifen mit Brillanten, 2 Paar goldene Ohrgehänge mit 16 Brillanten, 1 Paar Ohrgehänge mit 4 Brillanten, 1 Paar Ohrgehänge mit 2 Brillanten, 1 Paar Ohrgehänge mit 4 Rubinen und 4 Rosen, 1 Paar Ohrgehänge mit 2 Korallen, 18 Paar verschiedene Ohrgehänge, 9 goldene Anhänger. 2 goldene Herrenuhren, 2 geschlossene goldene Herrenuhren, 16 goldene Damenuhren, 1 Damen-Omega-Uhr, 9 Armbanduhren, 15 Krawattennadeln, 11 goldene Broschen mit Steinen und Diamten, 20 silberne Zlgareftendoserr. Der Gesamtwert beträgt K 1,500.000. Auf die Wiedererlangung ist eine Belohnung von 10% ausgeietzt. Auf dem nämlichen Wege, wie sie gekommenhaben sich die Gauner entfernt. Ueberraschte Kasseneinbrecher. Gestern früh um etwa %2 Uhr ging der Oberwachmarm Hans A l g l beim Hanfe Grinzinger Allee Nr. 1, m dem sich die Räume der Filiale des l. Wiener Konsumvereines befinden, vorüber. Da hörte er ein verdächtiges Geräusch, das so klang, als ob an einer eisernen Kasse gearbeitet wurde, t Deutlich war das Scharren von Eisen an Eisen zu vernehmen. Algl blieb stehen und wartete sehnsüchtig, bis die ,Kontrolle* kam. Endlich kam der den Konttolldienst versehende Rayonsinspektor Joies S e i k o r a. Dieser holte sofort Assistenz zur Durchsuchung des'Hauses und des Lokals. Es wurde auch ein ossenes Klosettfenster entdeckt, durch das die Eisbrecher emgestiegm sein mußten. Bis 5 Uhr früh wartete« die Wache« beim Haus. Um die Zeit erschien vorsichtig und ' ahnungslos ei« Kopf am osseneu Fenster. Kaum hatte aber die Wache de« Mann angerufeu, als der Kopf blitzschnell wieder verschwand. Run erst drangen die Wachen in die Raume des KoasumvereineS. Die Einbrecher hatten sich aber schon m den Keller zurückgezogen. Ilöclistc Wiener Morgrnzettrmg Dort wurde« sie schließlich aufgestöbert. Sie sind der Maschinenbauer Karl Bauer und der Handelsangestellte Leopold Meinholl. Die Diebe hatten mit ' ihren guten Einbruchswerzeugen die eiserne Kasse schon erbrochen und ihr einen Betrag von K 72.000 entnommen. DaS'Geld wurde noch bei ihnen gesunden. Ein Steckbrief gegen einen Balutenschieber. Die Korrefpsndcnz Wilhelm berichtet: Als in der ersten Hälfte Avril d. I. über die aufsehenerregende Valutenschmuggelangelegenheck des falschen englischen Kuriers, John Robertson und des Korrespondenten Viktor Germains berichtet wurde, die 20% Millionen in vier Sacken als angebliches Kuriergepäck nach Deutschland schmuggeln wollten, hieß eS, daß sich unter den mutmaßlichen Auftraggebern der Schmuggler auch der angebliche Prokurist Dr. Ludwig K o s ch e s befinden dürste. Dr. Ludwig KoscheZ, am 2. März 1885 zu Krakau geboren, der hier, IV., Goldeggasse 5 gewohnt hat, wurde damals auch in Untersuchung gezogen. Er war im -Krieg in die Schweiz geflüchtet, wo er sich geschäftlich betätigte. Der Umsturz gab ihm die Möglichkeit, nach Oesterreich zurück-ukehren. Ine Verlause des Amtsverfahrens wurde Dr. K o s ch e S dann über die Grenze gebracht. Run ist gegen ihn, neuerlich ein Steckj brief erlassen worden. Er erscheint des Betiuges an der Bant Credit de Ia Suisse frangaise beschuldigt. Er hat die schweizerische Bank um 1% Millionen Schweizer Franken gebracht. Dr. Kosches wird beschuldigt, der Bank Auszahlungen auf fremde Plätze, so Lei auf Bukarest und polnische Mark auf Warschauverkauft m haben; als dann der Gegenwert eingehoben werden sollte, stellte sich heraus, daß die Auszahlungen nicht gedeckt waren. Dr. Kosches ist gegenwärtig unbekannten Auseut, Haltes und wird steckbrieflich verfolgt. Ein tzel) der AÄdeutschen. Berlin, 22. Juli. Die Blätter melden aus Kopenhagen: Dem Blatte „Klokken fünf" zufolge habe die Staat sv o l i z e i den ehemaligen V-Boot-Kommandanten. Patzig, der sich seiner Verantwortung vor dem Reichsgericht in Leipzig \ c Flucht nach Dänemark entzogen hatte, in Odensee wegen eines Trunkenheit.? exzesses auf der Straße verhaftet. Er hatte Frauen ans der Straße belästigt. Patzig werde, falls Deutschland,feine Ausliefernng verlange, den deutschen Behörden ausgeliesert werden, andernfalls werde er nach Erlag einer Geldstrafe wieder in Freiheit gefetzt werden. Abends wird aus Berlin gemeldet: Die deutsch« Regierung hat die Gesandtschaft in Kopenhagen beauftragt, Erkundigungen m der Richtung rinznziehen, ob diese Meldungen tatsächlich der Wahrheit entsprechen. Falls es sich Herausstellen sollte,-daß die Verhaftung wirklich erfolgt ist, hat, die Gesandtschaft den Auftrag, die notwendigen Schritte zur Auslieferung einznleiten. Die deutsche Regierung steht ans dem Standpunkt, daß die Frage, ob Patzig noch deutscher RerchSangehönger fe- oder vielleicht nach dem Umsturz eine andere Staatsbürgerschaft erworben habe, keine wesentliche Rolle spiele, da man deutscherseits anuimmt, daß auch bei einem Wechsel der Staatsangehörigkeit PatzigS (in Frage käme die Danziger Staatsangehörigkeit) die Zuständigkeit des Reichsgerichtes nicht berührt wird. _ Wieder ungarische Falschstempelimgen. Die Korrespondenz Wilhelm meldet: Am 19. d. M. wurde von der Bahngendarmerie des OstbahnhofeS um 11 Uhr vormittags der Wagenputzer Stefan TeklitS wogen bedenklichen Besitzes eines Paketes angehalten. Ein Sack, den er überdies trug, enthielt bloß Wäsche; bas Paket über barg 444.400 ungarische gestempelte Kronen, die sich als gefälscht hvrausstellten. Nun wurde Tekttts nach seinem Auftraggeber beftagt. und gab an, er habe von seinem «unmittelbaren Chef, dem Küchenchef der Schtastvagengesellschaft Rudolf Klöcker, den Auftrag erhalten, bas Paket, dessen Inhalt er nicht gekannt Hab« will, aus' einxrn Delikatessengeschäft abzuholen und zum D-Zug zu bringen, der um 12 Uhr mittags nach Budapest abgehen sollte. Er habe nichts getan, als feinen Auftrag erfüllt. Durch, die Anhaltung und Revision war soviel Zeit versäumt, daß indessen der D-Zug nach' Budapest abgegangen war und mit ihm Klöcker, der von der Anhaltung keine Ahnung hatte. Als nun am 20. d. M. der Gi-genzug aus Budapest und mit ihm Klöcker hier eintraf, wurde der Mann verhaftet und dem Sicherhettsbureau überstellt. Er mußte zugeben, dem TeklitS den Auftrag erteilt zu haben, behauptete aber, daß er daS ©leib von einem gewissen Ludwig Sch ö «selb erhalten habe. Diesen Schönfelb will Klöcker schon auf der Fahrt kennen gelernt haben; er hat ihm angeblich den Antrag gestellt, Seide und Wirktodteit mit Umgehung des Verfahrens zur Erlangung einer Einfuhrbewilligung nach Ungarn zu bringen. Mt diesem Schmuggel hat sich Klöcker für einverstanden erklärt. Klöcker war zweimal bei .Schönfeld; das. erste Mal hat er angeblich nichts bekommen, ebenso das zweite Mal «rnd erst bei dem dritten Besuch! händigte er ihm ein kleines Paket «in, in dem Klöcker nicht Seide oder Wirkwaren, sondern Geld vermutet hat, allerdings kein falschgestemsondern Gelb vermutet hat, allerdings kein falsche gestempeltes. Er meinte, es seien etwa 70.000 Kronen gewesen; das Geld sollte , er nach Budapest bringen und dem Vater des Schönfeld abgeben. Dgsür sollte er mit 1000 Kronen entlohnt werden. Und' nun behauptet Klüver, ein Doppelspiel gespielt zu haben. Er hat das Wld der ungaris che n B ahnp olizei in die Hände spielen wollen. Nur waren ihm *bie 70.000 Kronen zu wenig und er wollte warten, bis es eine größere Summe sei, die sich gelohnt hätte. 2s. 3^-1921. -:-H—-——-L Die Gelegenheit wollte er eben bet dem Schnmgtzel IKK Paketes mit den 444.400 Krotten ergreifen. Dieses Paket' hat er am 19. b. M. mit dem Entschluß übernommenes bei der Ankunft in Budapest der Polizei zu Übergeben». Er hat es in dem Delikatesserlgeschäft hinterlegt *at& heil TeklitS den Auftrag erteilt, er zum Zuge zu bringen. Auf ©rund der Abgaben des Klöcker wurde nun auch Schi nf eld verhaftet. In seiner Wohnung fand man noch/ 261.980 Kronen in falsch gestempelten Banknoten. Schönfelb beteuerte seine Unschuld. Auch er will die Noten für echt, gehalten haben. Er will einem ihm unbekannten Mann, im Kaffee Wögerer den Auftrag erteilt haben, ihm ungarisch' gestempelte Banknoten zu beschaffen und der Unbekannte habe ihm zwischen dem 16. und 19. d. M. die 444.400 Kronen in drei Partien zu einem Kurse von 2 Kronen bis 2,35 Kronen geliefert. Obwohl der MrS im Vergleich zum Tageskurs niedrig ist, will SHöuftld die Noten für echt gestempelte gehalten haben. 'Bei Schönfelb der« kchrten mehrere andere Personen, die der Mitschuld verdächtig erschienen und perlustriert wurden, doch ergab sich gegen sie bisher keine Handhabe. Schönfeld und Klöcker wurden dem Landesgericht eingeliefert. An die jüdische Jugend Wiens. Am 31. b. M. um 10 Ahr vormittags findet der Gang zum Grabe Herzls statt. Viele Tausende werden kommen, um ihr Gelöbnis am Grabe des Führers zu erneuern, um zu. beweisen, daß sie entschlossen sind, den Weg zu gehen, den Theodor Herzl gezeigt hat. 'Jeder, der zum Grabe Herzls geht, wirb Mer in treuem Gedenken an den großen Toten bestrebt sein, sein Werk, den Jüdischen Rationalsonds, nach Kräfte« zu fördern. Am die Spenden, die wir erwarten, zu empfange«, fehlt es uns noch an Sammlern. Junge Juden und Jüdinnen, meldet euch daher sofort als Sammler beim Jüdischen Nativnalfonds nnd werbet bei euren Bekannten, damit sie an der mächtigen Kundgebung für den Gedanken Theodor Herzls, für den Zionismus, für den Jüdischen Nationalfonds, für Palästina, teiluehmen. Zionistisches Landes ko mitee für Oesterreich Zionistische Vorbereitungen in Karlsbad. London, 21. Juli. (Jüd. Korr.-Bux.) Unmittelbar vors allwelilichen Zionistenkongreß werden in Karlsbad Konferenzen der Internationalen zionisiischr« Franenorgamsatio« nnd des Jüdischen NationalsondS flattsindru. Die Wellkonferenz des Nationalfonds wird am 28. Angust d. I. eröffnet werde». Außer den Mitgliedern des ZentralbureauS im Haag und de» palästinensischen Vertretern sind auch die Leiter der 30 größte» Sammckstellen der Welt sowie einige Experten zur Nationalfondstagung eingeladen worden. * Persvnvrrmchittchit. Herr M. U. ®. Egon Ep Itx* Erstchargirrter bei' I. A. B. „Anitas", wirb am DtenStag, den 26. b. M. um 11 Uhr vormittags im Festfaal« der Universität zum Doktor ber gesamten Heilkunde promoviert. * Vermählung. He»r Elicftr Kaplan, Mitglied des A. E., bat sich am 19. d. M. mrt Fräulein Dwejra K a p l a « vrcmäblt. * Wetterbericht. In Oesterreich herrscht wechselnd wolkiges Weuer bei annähernd normaler Temperatur, uur morgens war es kühl. Voraussage: Veränderliche Bewölkung, zu zeitweisen geringen Niederschlägen neigend, Temperatmrückgnnc^ * Postverkehr mit Oberschlefte«. Nach einer Mckteiluna der deutschen Postverwaltnng ist die Postsperre nach dem bishcrlgen AufstandSgebiel in Oberschlesten aufgehoben worden. Bis auf werteres mußte jedoch die Wertgrenze bei Wertbrief» und Paketen auf 100 Franken beschränkt werden. * Für das Mische Krankenhaus in Tavnow. Man schreibt uns aus T a r now: Die Kullusgemeind« von Tarnow ist ohne Krankenhaus. DaS Gebäude ist wohl vorhanden, aber die innere Einrichtung ist während des Krieges vollständig vernichtet worden. Zur Neuettrrichtung braucht die Gemeinde etwa 7 Millionen polnische Mark. Jene Tarnvwer, die außerhalb ihrer Vaterstadt in Wohlstand leben, werden gebeten, ihr Scherflein zu diesem Werke beizutragen. Jeder Tarnvwer möge daran denken, daß er mtt seiner Gabe einem Verwandten^ ober Jugendfreund, vielleicht seinem alten Lehrer, die letzten Lebenslage erleichtert. Spenden nimmt der W iener Bankve rein (Filiale Tarnow) entgegen. * Me ägyptische FinftlewniS. Der biblische Bericht von der ägyptischen N'iusterniS ist jetzt, lvie die Berliner „Tägliche Rundschau" berichtet, einer krittsch-astronomischen Untersuchung unterzogen tvorden. In der Vermutung, baß in der Überlieferung teiner am 1. Nissan deS Auszugsjahres der Juden laus Avghpten (1312 v. Ehr.) daselbst stattgehabten Finsternis die iEnnnerung an eine Sonn^jnfinstern iS erhalten ist, bvurden auS alten zentralen SoMenfmLteunisftn des 13., lund 14. Jahrhunderts v. Ehr. die Frühjahrsfülsternisse heraüsgesucht. Hieraus ergab sich, daß von diesen nur eine einzige für Aegypten von Bedeutung sein komi^e. Es ist die ringförmige Sonnensinsternis des Jahres >1338 v. Ehr. vom 13. März. Da diese aber zugleich alte durch die UeberliefermkH erhaltenen Merkmale (Monat und Wochentag) der in dev Bibel erwähnten äghpttschen Finsternis besitzt, so ist es in hohem Grade wahrscheinlich, daß die in der Bibel erwähnte Finsternis mit der Sonnenfinstemis vom '13. März 133o identisch sei. Dann fällt der Audzngstag der Inden aus Aegypten auf den 27. März 1338 v, Ehr. * Herzlich« Bitte. Mit der Geschichte ber nraelttischen Armenanstalt m Wien beschäftigt, bitte ich alle reue Herren oder Damen, die im Besitze des Jahresberichtes dieser Anstalt pey 1839, 1862, 1363 sind, mir dieselbe» leihweise zu überlassen: nach ein Paar Tagen werben dieselben zurückgesirllt. Prof. Dr. Sl Krauß, Wien, ll/l, Ferdmandstraße 28.' ’ *Wrfx’5,d' <*en Herbst jetzt noch hochfeine KANN & FRIED MjUW. Stoffreste sehr billig zu kauten bei mtö wM