Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 893 (22.7.1921)
- Date
- 1921-07-22
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite r_Wien, Freitag __ * Eferding will Leine jüdischen GommergSfte. Die ktzte außerordentliche Gemeinde-Ausschußsitzung der Gemeinde Eferding beschäftigte sich mit der Festlegung einer von der Geneinde einzuhebenden Fremdenzimmerabgabe. Im Laufe der Deiatte wurde von großdeutscher Seite die Frage zur Erörterung ,ebracht. ob an Juden Wohnungen vermietet werden sollen. Geneinderat Haslhofer als Äeierent stellte den Antrag, daß nit Hinweis auf die in der Gemeinde herrschende außerprwohniche Wohnungsnot den Nichtarirrn der Aufenihalt nur fiir drei 5age bewilligt werde. Gemeinderat Runge beantragte, die üufentbaltsdauer fiir Nichtarier auf 24 Stunden zu, beschranken. Oer Antrag Runge wurde schließlich mit einer Stimme Mehrheit angenommm. * Keine Besteuerung der Ausländer i« der Schweiz. Die Schweizer Verkehrszenlrale eilt uns mit: Unrichtige Aeußerungen über die Besteuermig von Ausländern, welche zurKnr oder Erhollmg in der Schweiz ich aushalten. veranlaßten uns zu einer Umfrage bei den Kanton- :egienmgm und verschiedenen Gemeindeverwaltungen. Nach derct^ctt Tann konstatiert werden, daß ein Ausländer, welcher keinen Lrwerb in der Schweiz hat und keinen eigenen HauShalt führt, fiir die Dauer von wenigstens drei Monaten in der ganzen Schweiz von jederSteuer befreit ist. * Freigabe des Zucherverkehrs in Ungarn. Aus 8 n d a p e st wird gemeldet: Rach einer Regierungsverordnung uud der Gesamtverkchr mit Zucker vom 1. Sevtemder d. I. anzefangen freigrgeben. Die auf die Ern» und Ausfuhr von Zucker bezüglichen Verordnungen bleiben hiedurch unberührt.. * Das Unwetter in Pyrawarth. Die Bezirkshauptnannschatt Gänserndorf hat gestern an die Landesregierung beuchtet : „Das Unwetter vom 18. b. M. hat in eizelnen Gemeinen des Bezirkes argen Schaden angenchtet. In den Gemeinden Tliaggendorf, Reyersoorf, Proltes, Ollersdorf sind einzelne Häuser;instürzgefährdrt und ist bedeutender Schaden an den Feldfrüchten mtstandeu. Durch das Wasser'wurden starke'Baume entwurzelt rnd weggetragen.. Voraussichtlich, wird für einzelne der besonders iietroffenen Gemeinden die Einleitung einer Notstandsaktion beantragst werden müssen. Die Landesbahn ist in der Strecke Schweinbarth—Pycamarch unterwaschen, der Verkehr ist dort unterbrochen". * Die Fahrpreiserhöhung beim Platzfuhrwerk Mt Verordnung des Bürgermeisters als Landeshauptmann' vom 13. d. M. wurde rine-E r h ö h u n g des für das Miene* Platzfuhrwerk geltenden Tarifs bewilligt, und zwar für Auto^ und Einspänner auf das Sechzigfachc der Taxe I in der Zeft von 7 Uhr früh bis 10 Uhr abends, das Sechzigfache der Tarr H in der Zeit von 10 Uhr abends bis 7 Uhr früh und das Sechzigsache bcr Zeittaxr für Wartezeit. Bei Fiakern wurde ohne Rücksicht auf die Tag- oder. Nachtzeit der Tarif yuf. K 100 für die ersten, wenn auch , nur regonnmen zebn Minuten und ans X 60 für ie weilrre bcgonnrne rehn Mrlmten erhöht. An Zuschläaen ist nur die Einheburig eines Geväckzufchlagcs für Gepäck zulässig, das nach seinem Gewicht oder seiner Beschaffenheit rm Wageninnern nicht untrrgcbracht werden kann, und zwar im Ausmaß von X 60 bei Autos und Irakern und K?s ber Einspännern. Hiemit ist bei dem Platzsnbrw^rk mit Fahrpreisanzeiger wieder zu der Sonverung -wischen Tag- und Rachtlaxe, wie sie im Frieden bestand, mrückgekehrt worden. * WohltütigkettS-Dommerfest in Vöslan. Ein aus Kurgästen zusammengesetztes Hilfskomitee, an desien Spitze der Sekretär der Sü-bahn Dr. Emil Hecht stand, veranstaltete zugunsten der Vöslauer Ortsarmen und der Ukrainer Pogromopfer ein glanzend verlaufenes Sommecfest in den Kurvarkanlagen und, im Kursalon, das einen Reinertrag von Uber K 200.000 auszuweisen haue. Den Mittelpunkt dcr Wohlmhitsveranstaltung bildete eine' Akademie rm Kursalon, deren reichhaltiges Programm mit einer beifälligst aufgenommenen Rede des Brä'irenten Dr. Hecht emgelcitet wurde, in welcher mit Dank eie Förderung des Festes seilens des anwesenden Bürgrrmc sters N. Fummel, dei Mitglieder der Gemeindevertretung, d s Obmannes der volitischen Organisationen Pexer und des Anrevers, Bizevrändenten Prokuristen der Anglo-osterrecchischen Bank I. L a ch s. besonders b^rvorgehoben wurde. Ern vom -lfiaiiöeuien veifaßter, von Frau Al-.ce Krelndler mit großer '-^ äcine vargettagener Prolog gab zu lebhaften Kundgebungen für den Bei fass-r Anlaß. Die artistische Leitung der Akademie, bei welcher BurgsRausvirler Hölbling, die Damen Magda o n j a. Mina S v k o l s k a j a,. Fräulein Paula Hamm e r s s e l b, Herr. L. Kurz-Bobyanski und er Humorist (g. Kvrna u mitwirklen, lag in den Händen der F. duitnellen Rudolf Haas und Wilhelm K r e r n d l e r. In dm Zelten hatten sich Damen der Gesellschaft in den Dienst der R obträügkcit gestellt. Eine Tanzreuirion um Mitternacht beschloß das Fest. ' t s * Volksbildung im Technischen Museum. Samstag den 23. d. M., 3 Uhr nachmutags. Führung Dr.. C. Brhk: „Energielehre". — Sonntag den 24. d. M.. 10 Uhr vormittags, nn großen Hmsaal Lichtbildervortrog von Baurat Ingenieur K. Tindt: „Der moderne Luftverkehr". * ^Urania. Heute. Freitag, V-6 Uhr (Großer Saal) Urania- Film : Shackletons Südpol-Exvediiion. 8 Uhr (Großer Saal) Urania-Fr'm: Shackletons Südpol-Expedition. Dereinsnachrichten. Jugendgruppe der zionistischen Bezirk s se k 1 o n Brigittenau. Jugendliche im Alter von,17 bis 20 Jahren, die Hebräisch verstehen und sich zu einer Krumb zusammenschließen möchten, mögen sich, heute den 22. d. M. bei Jakob Karl im Verrmslokal. XX., Karl Meißlstraße 5/1, von 8 bis 9 Uhr abends anmelden. Die Ernährung. Die Lebensmittelmärkte. Der Gkrtnerftreik bisher wirkungslos. — Weiteres Sinken dev Preise. Obzwar der Gärtnerstreik nunmehr voll eingesetzt hat — auf dem gestrigen Markte war überhaupt kein Gärtner aus der Umgebung Wiens erschienen — zeigte es sich, daß dieser Streik erfreu- Ilcherwersr nur ein Demonstrationsstrelk ist. der auf die Versorgung Wiens mit Gemüse und Obst bisher keinen schädlichen G in f l ust ausübte. Der Streik besteht übrigens nur darin, daß iie den Markten fernbleiben, ihre Waren kommen jedoch, da, Ue sich selbst vor Schaden, bewahren «ollen, zum größten Teil m dm Handel, sei eS, daß sie die Händler, oder die Händler sie an ihrem Produktronsorte aufsuchen. Außerdem sino bte Zufuhren an auswärtigem Gemüse, sowohl inländischer als auch ausländischer Herkunst jo günstig, daß die Vorräte überall den Bedarf decken und zwar nicht nur in Feldgemüse, sondern auch in Gärtnerware, welche von den einzelnen Gutsverwaltungen auf dm Markt gebracht werden. Es ist somit festzustellen, daß sich quS dem Gärtnerstreik feine Schwierigkeiten für die Versorgung Wiens ergeben werden. Besonders stark sind aus den Märkten Kartoffeln sowohl italie¬ Wlener Morgenzeltung _ 22. IM 1921 --- ,-j nischer als auch ungarischer Herkunft, grüne Fisolm, Erbsen. Gurken und Paradeiser aus Ungarn und Italien vertreten, manche Sortm in solchen Mengen, daß der Preisrückgang weitere Fortschritte macht. So sind bereits grüne Fisolen und Spargclsisolen, die zu Beginn der Saison X 100 pro Kilogramm kostete», im Engros-Handel auf X 14 bis 20 gesunken, sogmannte Bauernware kostet X 9 bis 10. Auch mit Obst sind die Märkte gut versorgt. Auch hier kann man ein leichtes Abbröckeln der Preise beobachten. In der Grostmarkthalle herrschte gestern lebhafter Verkehr. Das Angebot in Rindfleisch war ausreichend, dagegen in Schweinesteisch. Schweinen und Kälbern unzureichend. Im Einklang damit verbilligte sich daS Rindfleisch im EngroS-Berkauf um Xio per Kilogramm, dagegen wurden Kalbfleisch und Kälberum X 5 teurer. Im Klei »verkauf zogen die Preise für Speck und Filz um X 5 an. In Uebereinstimmtmg mit der Tendenz auf dem Rindermarkte in St. Marx haben sieh mindere Sorten von Rindfleisch im Detailverkanf derart verbilligt, daß heute bereits bei einzelnen Ständen in der Großmarkthalle Rindfleisch von X 100 aufwärts per Kilogramm' abgegeben wurde. Begreiflicherweise fand dieses Fleisch besonders lebhaften Zuspruch. ,Woja", Wirtschaftliche Organisation jüdischer Angestellter. Anmeldungen für die am 1. Auoust 1621 zur Wiedereröffnung gelangenden MittelstandskÜchen Rotzauerkaserne und Griechengasse werden in der Kanzlei, lX., Roßautrkaserne (Eingang Schlickplatz 4) entgegmgenommen, und zwar für alle, welche eine zeitgerechte Anmeldung versäumt haben, nur noch heute Freuag den 32. d. M. von 9 bis 12 Uhr vormittags und von 3 bis 6 Ubr nach mittaas. Freie. JM finBomble-GaBtiipial in der Ketten Wiener Bühne Heute TCST* SchauBpieL in 4 Akten 1/.8 Uhr: JLPJul* Jt? JPi JCBiVAUJCJi von J. Gor di n Bühne und Kunst. k Aolandbühne. Gastspiel Mali Pieon. „Das Stiefkind derWelt" von I. Lilien, darin Mali P i c o n jetzt ihre anmutige.und feine Darstellungskunst zeigt, ist eine Art Ausstattungßrevue mit nationaljüdischer Tendenz. Inhalt:. Die Tochter Zions verläßt die Mutttrerde, als Rom sie überwältigt und wandert mit der Zeit durch alle Länder, überall ein Stiefkind, verstoßen und verfolgt. Die Wanderung dauert — zwei Akte lang — bis in die Äeltkriegszeit und in höchster Not erscheint die Vision der Erlösung, symbolisiert durch Herzl, den jüdischen Bauein, den jüdischen Geist und die Heimaterde. Tableau. Schlußbeleuchtung! (fehlt). Ueber diese im zionistischen Ortsgruppengeist gemachte Vorführung wäre kein Wort zu verlieren» wenn nicht Mali Pi c on durch ihre Darstellung große elementare Kunst hiueinbrächte. die man-nicht leicht vergessen kann. In dem sogenannten 'Prolog huscht yritten in ödester Langeweile ein jugendlich-graziles Persönchen auf die Bühne, spricht in all dem blödsinnigem Pathos mit einer so menschlichen Natürlichkeit und doch so rührend innig, daß man gebannt aufhorcht. Dann tritt Jehides Bas Ziyn, von Mali" Pjevn .dargestellt, ihre Wanderung an. Sie singt bei einer Art Völkerbankett ein Couplet, dessen Text jämmerliche Hinkverfe hat und dessen Melodie, leerläuft; und sie singt dies alles mit dezenter Einfachheit des Vortrages, aber doch mit einer gewissermaßen naiven GestaltnngZfreude, daß Wort und Lied Leben erhalten. Einige sparsame Handbewegungen geben der Sache mehr Inhalt, als dcm Dichter bei seinem ganzen Opus eingefallen ist. Es fehlt diesem „Schauspiel" auch nicht an Tanz, und Mali Picon legt auch darein natürlich gestaltende Grazie, die' das Belanglose zum Träger des Menschlichen zu machen weiß. , Der zweite Teck des „Stückes" gibt der Künstlerin Gelegenheit,- schauspielerisch hewvrzutreten. Sie ist glaubha't die müde, veizweifelte Tochter Zions und dies ohne jedes gewaltsame Hilfs-' mittel. Alles wird intui'iv,- sozusagen auf dem einfachsten Wege gestaltet. Niemals knarrt technisches Räderwerk. Es ist stets Gestaltung aus einem gewissen vornehmen Ebenmaß heraus und man wundert sich, woher die so gar nW „auffallende", gar nicht „raffinierte" Schauspielerin diese geradezu unheimliche Begabung stark gestaltenden Ebenmaßes nimmt. Und der Beifall, der immer und immer wieder losbricht, gibtchie Erklärung: Mali Picons Theaterfpielen ist Freude am Spiel. Damit hält sie die Menschen im. Banne, die unverdorbene Freude am Spiel haben. Und ist eme große Künstlerin. Vielleicht ergibt sich noch Gelegenheit, mehr und Gültiges über ihre Kunst zu sagen. S. 8. Sport. Eine schwere Niederlage des holländischen Meisters. Der holländische Meister N. A. E. Breda, der am Sonntag gegen Slavia 2:0 unterlegen war, wurde Mittwoch von der Sparta 10:1 geschlagen. Für eine Meistermannschaft ein beispielloses Debakel. Der W. A. F. neuerlich siegreich. Der W. A. F. konnte auch sein drittes Wettspiel stegreich beenden. Er schlug den F. C. Union in Gelsenkirchrn 2:0. Hazair-Felixdorf 4:2. Somtag gastierte der S. E. Hazair in Felixdorf, wo er gegm den dortigen Sportklub nach prachtvollem und abwechslungsreichem Spiele einen verdienten Sieg erringen konnte. Die - jugendliche Mannschaft erwarb sich bald die Sympathien der über 1000 Personen zählende« Zuseher, denn sie führte ein Kombinationssviel vor, das kaum von einer anderen Mannschaft der unteren Klassen Überbolen werden kanu. Der Held des Tages war der Mittelstürmer Lauser: er erzielte drei prachtvolle Tore. Auch alle Übrigen Spieler konnten befriedigen. Die Tore für die Wiener erzielten Lauser (S) und Kurz. Für die Felixdocfer war der Mittelstürmer zweimal erfolgreich. Rach dem Wettspiel dankte der Kapitän der Einheimischen im Namen seiner Mannschaft den Wienern für ihr faires, schönes Spiel, welches sie als erste Wiener Mannschaft in Felixdorf vorfübrte undi ließ ein d> eifaches Hivp-Hivv-Hurra für die siegreichen Gäste anstmmen. Für den S. C. Hazair sprach Herr Neubauer. Hazair spielte in folgender Aufstellung: Gleich; Pillinger, R. Wüst; Futterweit, Klein. Rindler; Schlesinger, Wortmann, Läufer, Kurz, Ehrenfreund. Achdnth—Hagibor 3 :1 (1:1). In der 2. Minute ist Achdutb durch einen Elfmeter durch Sternklar in Fübntng. Knapp vor Halbzeit erzielt Hagibör durch Nappaport den Ausglnch. Nach Wiederbeginn wechselvolles Spiel. Achduth bedrängt und erzielt durch Feilieh II zwei weitere Treffer. Bei Achduth boten GünSberg I. Gebrüder Feilich und-Straßmann die besten Leistungen. Bei Hagibor Rappaport, Wortmann, Probst und Weißmann. — Reserve Achduth—Hagibor 2 :1. Cheruth kiombinterL—Konkordia IX 13 :1(7:0). Die Sieger hatten einen guten Tag. — Cheruth-Reserve und Jungmannschaft kombiniert-Konkordia H 5:0. Städtewettkampf Wien—Berlin. Am Sonntag, findet in Berlin der Städtewettkampf Wien gegen Berlin im Schwimmen und in der Leichtathletik statt. Die Vertreter Wiens, darunter die Hakoahner Hirschler (Stabhoch), Scheu (1500 w) und Wurm (6000 m) sind gestern nachmittags nach der deutschen Hauptstadt abgereist., Jüdischer Sportklub Hagibor XX — Borussia l- Iungmannschaft 1: 3> (1 : 0). Borussia, durch einige Reservespieler verstärkt, konnte die körperlich schwächere Hagibor- Mannschast. die drei Ersatzleute emstellen mußte, glücklich bezwingen. Trotz starker Ueberlegenhett Hagibors in der ersten Spielhälfte konnte der Rechtsaußen Sigall erst in der 44. Minute einen Treffer für die Blauschwarzen erzielen. Nach Seitenwechsel war Hagibor auch weiter im Angriff, doch konnte Borussia nach einigen raschen Durchbrüchen drei Treffer, davon zwei aus Elfmeterstößen, erzielen. Hagibor hatte in den Brüdern Gottlirb. ferner Sigall, Mayer und Rauch ihre besten Spieler. „Meteor" veranstaltet am Sonntag den 30. d. M. im H. Kaffeehause, II., Prater Hauptallee, ein Wohltätigkeits-Gartenfest mounsien der ukranischen Pogromopfer mit anschließender Akademie und Tanzreunion unter Mitwirkung erster beliebter Bühnenkunstkräfte und eines erstklassigen Salonorchesters. Karten sind im Klubheim, Cafö Orient, II.,. Praterstraße 66, Cafe Augartenbrücke. I!.. Untere Augartenstraße 2 und in sämtlichen Vorverkaufsstellen erhältlich. ' ' ...., Sportklub Gideon. Mitgliederaufnahme im Caft Schuh, U., Obere'Donaustraße 37. — Die Generalversammlung nahm; einen würdigen Verlauf. Es waren Vertreter von den meisten! jüdischen Vereinen erichienen. Der Kassenbericht sowie der Bericht : des Sektionsleiiers über die sportliche Tätigkeit wurde mit Be- : fttcbtßuttö zur Kenntnis genommen. Bei den Neuwahlen wurden - folgende Herren m die Leitung entsendet: Obmann E. Adler, Kassier. Ä. Oesterreicher, I. Revisor F. Schweitzer, II. Revisor A. Schreiber. Scktionsleiter M. Torczhner, Verbandsdelegierte Häusler. Höß. Sportklub Bar Kochba. Trainingstage: Dienstag und Donnerstag für I. und H. Mannschaft: Samstag für Jung- ' Mannschaften. —' Samtztag den 23.d.M. um 6 Uhr Generalversammlung im Cafö Frankt. Schriftliche Anträge bis Freitag beim; Ausschuß.! Programm der Hakoah-Touristik-Sektion. 24. bis 31. d. M.: Großglockner (Urlaubstour). Führer Kars. Anmeldungen geschloffen. — 31. Juli bis 16. August:! Urlaubstour) Nie- ' dere Tauern, Dachstein, Hochkömg. Führer Emst Stengel. — Auskünfte und A n Meldungen jeden Dienstag , und Freitag von b.i§ V»8 abends, im Klubheim Cafs Jndu- . striellen. Heute findet unsere Zusammenkunft wie gewöhnlich im CafS Konstantinhügel (Prater) von 8 bis 10 Uhr abends statt. Heros. Me Spieler werden ersucht. Freitag bei der Versammlung zu erscheinen, da die Kapitänwahl für drei Mannschaften stattfindrt. Auch werden bei der Aufstellung nur diejenigen Spieler berücksichtigt, die anwesend sind. Verein Freie jüdische Volksbühne. Bei der am 10. d. M. abgehaltenen III. ordentlichen Generalversammlung wurden nach Kenntnisnahme des Rechenschaftsberichtes? des Vorstandes eine Anzahl von Resolutionen brschloffen, welche die weitere Tätigkeit des Vereines betreffen. In den Bereinsvorstand wurden gewählt: Obmann Dr. F. Sternberg,,Obmannstellvertreter D. Salzm a n n und M. Singer, Schriftführer I. B a l t« ch. Kafsier M. G o l d s ch m i d 1; ferner die Herren Dr. I. W a l d m a n v, Dr. I. L i f s ch ü y, A. W e i n st o ck, M. Bartfeld, L. Borgenicht, N. Beruzweig, C. L e n z, Sch. I. D o r f s o h ». Zu dm. Gastspielen der Freien jüdischen Volksbühne an der Neum Wiener Bühne erhalten Nereinsmitglieder im Sekretariat, II., Untere Augartenstraße ll, Anweisungen aus 50V« ermäßigte Karten. Aus Leu Theatern. Die Freie jüdische Volksbühne bringt als nächste Vorstellung ihres Ensemble-GastspleleS an der Neuen Wiener Bühne das Schauspiel „Der Fremde" von Jakob Gordm zur Wiederholung. — Beginn präziie V,8 Uhr abends. Internationaler Autorenkongreh. DaS „Berliner Tägeblatt" meldet aus London: Gestern wurde der mlernationale Kongreß der A u to r e nu n d K o m p o n i^t e k g e f elisch a f t e n beendet. Alle Länder waren vertreten. Als Vertreter der österreichischen Amorengesellschaft und der Gesellschaft zur Verwertung musikalischer Aufführungsrechte war Direktor Hugo B r y k erschiene«. Der Volkswirt. Gestempelte Krone -- — .80 Centimes, Auszahlung Wien --- —.77 Centimes. Gin neuer Nekordtiefstand. In Zürich notierte: die österreichische Krone . . . .—.77 T CO o am SO. Julr) die österr. gestempelte Krone. . -.80- (-.81 am 20. Just) die tschechische Krone .... . 7.80 ( 7.90 am 20. 3ult; bic •*•••••«» * 7>85, C 7.95 am 20. Juli! Ägram . .. . « . 3.75 ( 3.90 am 20. Juli) Bukarest . . . .. . 8.20 ( 8.87 am 20. Juli» Budapest.. . . . ( 1.90 am 20. Juli) Warschau.. . . —.32 (-.32 am 20. Juli) Der freie Handel in Polen. Aus Warschau wird uns gemeldet: Mit dem 15. d. M. ist für Polen das Gesetz über den un e Inge s ch r L n k t en freien Handel in Kraft getreten. Für Waren des täglichen Bedarfes wird der hundertfache, für Luxuswaren der zweihundertfache Zollsatz eingeführt. Ein TeU der Waren genießt Zollsreiheit. » Einen ganz besonderen Platz nimmt in der Geschichte der gebundenen Wirtschaft unserer Zeit Polen ein. Es war ein Konglomerat sämtlicher nachteiligen Seiten der gebundenen Wirt-