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Wiener Morgenzeitung · 1921-07-22 · Heft 893 (22.7.1921) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 893 (22.7.1921)
Date
1921-07-22
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Ut/ii schüft, ohne namhafte Vorteile aufwersen m können. Wohl war der Verkehr durch die verschiedenen Berordmmgen und Vorschriften gehemmt, wohl mußte man bei« Erwerb von Lebensmittel», die auf dem VerbotSmdex vorgemerkt waren, viel höhere Preise zahlen, als rS nötig war, mußte man doch auch das Risiko einer rven* wellen Beschlagnahme honoriere«, die Vorteile dieser gebundenen Wirtschaft waren jedoch nicht zu sehen. Das Minimum, auf daS man Anspruch hatte, erhielt man sehr unregelmäßig, was ruft „mdjt* gleichbedeutend ist. Dabei bekam man Waren ganz minderer Qualität, statt Zucker Melasie. und mußte in vielen Fällen für die schlechten Einkäufe der einzelne» Behörden aufkommen, also zum Beispiel ungenießbare Häringe kaufen, um zu seiner Mehl- oder Brotration zu kommen. Es ist also vollkommen begreiflich, daß der Ruf nach dem freien Handel lauter als in alle« andere« Staate» ertönte, und daß auch die Presse mit geringen Ausnahmen die Freihandelsbestrebungen förderte. So bedeutet nun der 15. Juli 1921, an welchem Tage der Beschluß des Sejm über die Aufhebung sämtlicher Einschränkungen der Kriegs- und Nachkriegszeit in bezug auf den Handel mit Bodenftüchteu in Kraft geirrte« ist, eine E r l e i ch t e r « « g für daS ganze Land. Das diesbezügliche Gesetz enthält u»1er anderem die Bestimmung, daß die Ausfuhr von Lebensmitteln außerhalb der Grenze« verboten, und nur in Ausnahmsfällen, insbesondere im Bereich der KompevsationSwirtschaft und bei Produkten, die im Uebersluß vorhanden sind, Ausfuhrbewilligungen im Einvernehmen mit den interessierte» Ministerien erteilt werden können. Wie a«S dem vorliegenden Gesetzestext zu ersehen ist. ist Polen von der gebundenen Wirtschaft sofort zur freien Wirtschaft ltbergegangen. Wohl haben sich die letzte« zwei Äpprovisionrerungs- «inister, der Städteverba«d, einzelne Städte und zahlreiche Organisationen gegen einen plötzlichen Uebergang zur freien Wirtschaft gestellt; «an fürchtete insbesondere, daß die sogenannten privilegiertm Kreise, die in verschiedenen Formen Deputate und kontingentierte Artikel erhielten. von der eventuell heranbrechendm Teuerung arg betroffen werden könnte». Die Anhänger der freien Wirtschaft gewannen aber die Oberhand. Run befindet sich aber der polnische Staat infolge des Mißverhältnissezwischen dem niedrigen Kurs ieinerBaluta imAusland und der höheren KavfkraftderpolntschenMarkimJnland in der Gefahr, daß speziell Getreide von ausländischen Kanflmten aufgekauft werden könnte. was auf der einen Seite eine» Mangel, andererseits aber große Teuerung Hervorrufen würde. Wohl enthält das Gesetz ein Verbot der Ausfuhr, wer jedoch die iortigen Berhältnlffe kennt, «riß, daß diese Schwierigkeiten nicht müberbrückbar find. Insbesondere aber besieht die Gefahr, daß i>« Bauer infolge des Bedarfes an Geldmitteln für die Erntezeviunmrg schon daS Getreide am Feld verkaufen wird, um so «ehr, als, wie ans einzelnen Meldungen polnischer Blätter her- »orgeht, die Bauer» Preisangebote erhalte», die weit über die nsherigen Preise htnausgehen. Der polnische Staat wird daher, nenn er sich schon für den Uebergiug zur freien Wirtschaft ohne Vorbehalte entschlossen hat, anch Mittel und Wege finden müssen, üm die Gefahren, die jede rapide Aenderung, also auch dies^ «ach fich zieht, tunlichst zu beseitigen. Die Wirtschaftslage i« Rumänien. Ans Bukarest wird uns geschrieben: Dir Einlösung wc sogenannten Mackensen-Lei, von welcher an dieser Stelle bereits berichtet wnrde, hat in kaufmännischen Kreis?« und bei den kleinen Banken, aber auch bei den kleinen Leuten in den Provinzstädten und selbst bei den Bauern, in deren Besitz fich nicht geringe Beträge m diesen Noten befinden, ziemliche Unruhe erregt. Nicht «nr daß der Termin bis Ende Juli zu kurz befunden wurde, war auch die Zahl der mit der Einlösung betrauten Stelle» zu gering, um dem Ansturm genügen zu können. Da.« kommt «och, daß besonders die kleinen Steuerämter, die auch als Einlöfestellen fungieren sollen, nicht immer über genügende Beträge gültiger Noten verfügen, um die Einlösung glatt durchführen zu können. Nun hat das Finanzministerium entsprechende Maßnahmen getroffen, damit die Einlösung bis Ende des Monats völlig dnrchgeführt werden könne. Angeblich solle» fich auch im Auslande ansehnliche Beträge in Mackensen-Lei oder — wie sie hier allgemein genannt werde« — German-Lei befinden, welche, da ihre Einfuhr Schwierigkeiten begegnet, wahrscheinlich nach Ablauf des EiulösungLtrrmmS völlig w er 1l o S sein werden. Erwähnt sei noch, daß die Fünfzigbani-Geldsorte auder deutsche» Okkupationszeit vorläufig nicht eingelöst wird, da sie bis auf weiterein Geltung bleibt. Für daS Ausland von besonderem Jntereffe ist die mit l. September in Kraft tretende neue LvxuS- «ndHandelSverkehrSstener. Nach dem neuen Luxussteuergesetz unter» liegen einer 15*/,ige» Besteuerung die folgenden Artikel: Automobile. photographische Apparate, wenn sie nicht Eigentum von Berufsphotographen bilden, Schmuck- und Porzellangepenstände jeder Art. Antiquitäten, ferner Gegenstände, die einen Sammler* wert haben, Eßbesteck« aus Gold, Platin und Silber, Parfümerien, Puder, Pomaden, kosmetische und Toiletteartikel mit Ausnahme von Seile und Zahnpulver, alle Sorten Seidenwaren, Llköre, Champagner, echte Spitzen und Teppiche. Mit 10°/« werden besteuert: Konfektiynswaren, sofern fie mit Seide geputzt oder gefüttert sind, unechte Spitzen und Garnituren, feine Möbel und Einrichtungen mit einem 5000 Lei übersteigenden Wert, Oel- und Aquarellmalereien, Statuetten, Damenhutfedern, Pelzwaren mit einem Werte von Über 1000 Lei, Reiseartikel, Leder- und Seidenhandschuhe, Herren- und Damenwäsche, wenn sie per Stück teurer als ^00 Lei sind, Damenmäntel im Preise von Über 2500 Lei und schließlich Lackschuhe, deren Preis per Paar 800 Lei übersteigt. In diese Steuer ist die gesamte bisherige Luxussteuer schon inbegriffen. Für Jagdgewehre find bei einem Lauf jährlich 10 Lei, bei zwei Läufen 2o Lei zu bezahle«. Der Steuer für HandrlSgrscliofte istjedesGeschäft unterworfen, welches, sei es beruflich, sei es gelegentlich, zustande kommt; sie beträgt 1°/. vom llmsqtzbetraa. Eine iutrreffante Einführung zur Behebung der durch Lokomotivmangrl entstandenen BerkehrSschwierigkeiten ist durch einen im Amtsblatt kundgegebenen königlichen Erlaß gegeben, durch welchen der Berkehrsminister ermächtigt wird, mit Behörden, Staats- und Privatbetrieben Vertrage abzufchließeu, durch welche denselben gestattet wird, Transporte durch eigene oder durch auf Kosten der Staatsbahnen gelauste Lokomotiven abzuwickeln. Die größeren Betrieb«, die durch die Berkehrsmisere fast völlig lahmgclegt find, haben bereits erklärt, von dieser Erlaubnis ausgiebigen Gebrauch zu mache«. I» einer den Blätter» zugegangenen Aeußernng des FinanzministrrS T i t u l e S c u wird für den kommenden Herbst ein Gesetzentwurf augekündigt. dessen Inhalt die M o n ovolrsierung des Spiritus durch den Staat ist. Dieses Spiritusmonopol soll eine bessere und einträglichere Ausnützung der Spintuserzeugung in den verschiedenen landwirtschaftlichen Betrieben zum Ziele haben, selbstverständlich auch eine bedeutende Mehremnahme für den Staat ms Auge fasse». ’_ Eine Delegation amerikanischer Kanflente in Wien. Wie wir erfahren, trifft heute eine Gruppe von amerikanr schen Kausleuten und Industriellen zu einem kurze» Studienaufenthalt iu Wien ein und wird hier Besprechryrgeu mit Vertretern der Regierung und der Geschäftswelt abhalten. Teilnehmer find die Herren Josef H. D e f r e e s (Washington), John H. F a h e y (Boston), R- P.. L a m o »t (Chicago), Silas H. S t r a w n (Chicago), Edward A. F il e n e (Boston), John I. O' C o n n o r (Washingtons, Mercer P. M o s e l e h (New-Aork) und James H. Douglas (Washington). _ Verordnungen, betreffend de« höheren Zollaufschlag und die Durchführung de» Finanzzolltarife». Das Bunde-gesetzblat veröffentlicht heute eine Verordnung des Buvdesmmisteriums für Finanzen, betreffend die Entrichtung des höheren Zollaufschlages für verschiedene Waren, von denen im Falle der Zahlung der Zölle in Banknoten bis auf weiteres das 180fache des nach den geltenden Tarrssätzen fich ergebenden Nominalbetrages der Goldzvllschuldigkett zu entrichten 'ft. Eine zweite Verordnung dieses Bundesmmisterinms regelt die Durchführung des Bundesgesetzes über den Finanzzolltarif. Solo «nd Helios A.-G. Die gestern abgebaltene ordentliche Generalversammlung beschloß die Verteilung einer Dividende von 15°/» und genehmigte den Antrag auf Erhöhung des Aktienkapitals von 6'/» auf >15 Millionen Kronen. Weiters genehmigte die Versammlung den Antrag anf Nostrifizierung der auf dem Gebiet der Tschecho-Slowakei gelegenen Unternehmungen derart, daß diese samt den Vorräten an die Zündwarenfabriken A.-G. »Helios* tingebracht werden, wofür die Solo-A.-G. 57.000 Stück Aktien der „Helios* und einen Barbetrag von Kö 5,434.180 erhält. , Die Valntenkurse. Ungeachtet deS neuerlichen Rückganges der Krone in Zürich, ■ die dort einen Rekordticsftand erreichte, trat auf dem Valutenmarkt eine Reaktion ein und fast sämtliche ausländischenZahlungLmittel verbilligte« sich. Dollarnoten ermäßigten sich auf K 839, Pfund Sterling auf L 2975, Mark auf IC 1079, polnische M a v k auf K 41. Nachstehend die offiziellen Schlußkurse: Amsterdam 26.475.— Geld, 26.575.— Ware (gegen 20. Juli 26.825.— Geld, 36.925.— Ware), Agram 506.—. 510.— (508 50, 512.50), Belgrad 2022.- 2043.— (2081.-. 20H.-), Beclm 1079.—, 1085.- (1101.—, 1107.-), Brüssel 6330.-. 6370.— 6377.50. 6417.50), Budapest 260.50. 263.50 (263.50, 266.50), Bukarest 1130,-, 1140.— (1187.50, 1147.50), Cbrifiiarna —(10.875.—, 10.925.—), Kopenhagen 12.875.—, 12.925.-— (12.675.—, 12.725.—), London 2992.50. 3012.50 (3030.—, 3050.-), Mailand und Triest 8730.-, 3750.- (3802.50, 8822.5Y), New-Aork 686.-, 840.- (848.—, 847.-1, Paris 6475.-, 6515.- (6555—. 6595.-). Mag 1078.50, 1084.50 (1083.-, 1089.—), Sofia 712.80. 722.50 1737.80 747.80), Stockholm 17.270.-, 17.330.- (17.470.-, 17.530.-), Warschau und Krakau 4L.—. 45.— (43.— 45.—), Zürich 13.750.—, 13.800.— ,(13.900.—. 13.950.-), Madrid (—.—-, —), Dollarnoten 829.—. 833.— (836,— 840.—). Belgische Noten 6310.-, 6850.- (6345.—, 6385.-), Bulgarische Noten 695.—, 705.— (720.—, 730.—), Dänische Noten 12.725.-, 12.775.— (12.575-, 12.625.-), deutsche Marknoteu 1079.-, 1085.- (1103.-, 1109.-), englische Noten 2975.—, 2995.- (8010.-, 8080.-), französische Noten 6450.-, '6490.-, (6535.- 6575.-), holländische Noten 26.375-, 26.475.— (26,725.-. 26.825.—), italienische Noten 8710.-, 3730.— (3775.—, 3795.—), unabgestempelte jugoslawische Noten 2018.—. 2032.— (2018.—, 2038.—). norwegische Noten —, (10.775.—, 10.825.—), polnische Marlnoten 41.—, 43.— (42.—, 44.—), Rumänische Noten 1125.—, ll85.— (1125.—, 1135.—), Russische (Rom.) ——.—), Schwedische Noten 17.120-, 17.180.- (17.370.-, 17.430--), SchweizerNotml3.712 50,18.762.50(18.850.-. 18.900.-), tschechoslowakische Noten —, —.— (1092—, 1098—I. ungarische Noten neuer Emission 260.50. 263.50 (26150, 264 50', Spanische Noten ——.—). Reduktion der englische« Bergarbeiterlöhn«. Ans London wird berichtet: Die Bergarbeiter haben sie!) gestern bereit erklärt, einer Lohnherabsetzung um2Schillingpro Tag, angcfangen vom 4. August, zuzustimmen. Zum Streik der Speditionsarbeiter. Die Lohndifferenzrn im Speditiousgewerbe haben zu großen Schwierigkeiten für die Kaufmannschaft ge'ührt. Zufolge Nachrichten, welche dem Gremium der Wiener Kaufmannschaft von allen Seilen zukommen, verhindern streikende SpeditronSarbetter nicht Spediteure, sondern einzelne Kaufleute, ihre Waren von den Bahn- und Zollämtern auszulösen und selbst abzuholen. Dadurch entstehen für die Kaufmannschaft Hobe Spffrn in Gestalt von Wagenstandgelder», die bei der Auslösung erhoben werden. Das Präsidium deS Gremiums hat den Beschluß gefaßt, sich au die zuständigen staatlichen Stellen zu wenden und von Liesen nachdrücklich -n verlangen, daß dm Kaufleulen btt ausgelaufenen Wagenstandgelder erlassen werden. Die deutsche Handelsflotte. Deutschlands besaß vor dem Kriege eine Handelsmarine von 5000 schissen ruck 5.240.000 t. Bon diesen 5,240.000 t verlor es während des >4.;>uu Ittel Seue 7^ Krieges und des Waffenstillstandes ungefähr 4.700.000t. LlS , der Vertrag von Versailles unterzeichnet war, bieb die deutsche Flotte nur noch im Besitze von 500.000 t fahrbarer »nd 350.000 t in Bau befindlicher Schiffe. Von diesen sprach der Vertrag 280.000 den Alliierten als Wiedergutmachung für die von den Deutschen versenkten SÄ'-ffe zu. Sobald diele Situation klargestellt war, machten sich die deutschen Schiffsgeselffchäften ans Werk und fanden einen Weg, die HandelSflottt um 180.000 t bis zum 1. März zu erhöhen. Diese Anstrengung ist umso bedeutender, well sie fich unter dm schwierigster» Verhältnissen abspielte, indem im Hafen von Hamburg allem 67 ausländische Linien installiert find, wovon 22 englische, 11 holländische, 6 norwegische, 5 französische, 4 belgische, 3 italienische, 2 amerikanische, 2 javanische und je 1 portugiesische und cubanische. Die altbekannte Hamburg-Amerika-Linie hat den Reigen eröffnet. Um ihr Kapital zu erhöhen, hat sie soebm eure 6%tgc Anleihe von 100 Millionen Mark ausgegeben und nur für den Monat Avril hat ihre Flotte eine Zunahme von 69.350 t erfahren. s!u bemerken ist. daß die deutsche Gesellschaft, für den Augenblick wenigstens, auf ihre ungeheuren Einheiten, diese Meerriesen, die früher in Deutschland so sehr angesehen, zu verzichten. Für den Augenblick halt fich die Hamburg-Amerika*. Linie an Postdamvfer, worin gewisse Kreise dir Zukunft der transatlantischen Schiffahrt erblicken. Die anderen deutschkN Schiffahrtsgesellschaften schließen sich methodisch diesem Beispiel an. Eine metallurgische Gruppe „Dre Lothringer" erwarb und gründete die Gesellschaft Kosmos und die Gesellschaft Ansirallinie und zeigt ihre Absicht an, mit neuen Schiffen den Berkehr zwischen Südamerika und Australien zu vermitteln. Die Absatzstockung auf dem tschecho-slonrakischcn KoKsmarkt. Aus Mährisch-Ostrau wird gemeldet: Die> Morgenzeitung" berichtet, daß im Pxager Ministerium liir öffentliche Arbeiten Verhandlungen mit Vertretern der Bergwerksbesitzer des Ostrau-Karwiner Reviers stattfanden, dre der traurigen Lage auf dem K o k s m a r k t galten. Die S-ruat'on habe sich gegenwärtig dadurch verschärft, daß die inländische Eisenindustrie infolge der sehr bkdmtmden Absatzstockung ihre Produttwn einschneidend reduzieren mußte, so daß nahe u von emer Stillegung der inländische» Hochofeuwerke gesprochen werden könne. Käme es zu einer weiteren Reduktion der Kokserzeuguug. so wäre auch der weitere Bergbaubetrieb gefährdet. Dir koksproduziercnde» Gewerkschaften erklärten, ausqirbme H,l?e sei nur dann zu erboffen, wenn der Handel mit Koks sowohl iw Inland als auch nach dem Ausland ohne jebe Beschränkung freigegeben und von der Einhebung der überaus Hohen Exportprämie Ab st and genommen würde, da Deutschland erheblich billiger Produzieren könne. Die Regrerui-g werde voraussichtlich schon in absehbarer Zeit die von den, Kols-/ anfialren vorgeschlagmen stark reduzierten Export-Kokspreije genehmigen. Die Krise der italienischen Textilindustrie. Aas Mailand wird uns berichtet: Die Krise der italienischen Textiliudustnr hat m dm letzlen Tagen neuerlich av A u s d e h n u n g grwounnkn. Im Gebiet der Stadt und Provinz Mailand, sind 60°/» der Textilarbeiter ohne Arbeit und von den restlichen 40% arbeitet em großer Teil nur nach einem bestimmten Turnus. Aufhebung der Legalisierung von Arfprungszeugniff-n für Warensendungen «ach Jugoslawien. Aus Veranlaffung der Handelskammmer in Wien wurden brr dm jugoslawischen Stellen Erhebungen darüber gepflogen, ob nach erfolgter Aushebung der 50%igen Abgabe inr Warm deutschen Ursprungs dre Legalisierung von Ursvrungszeugniffcn auch noch weiter erforderlich bleibt. Das Einschreiten der Handelskammer m Wien hat das Ergebnis geliefert, daß die Legalisierung der Ursprungszmgnrsse nicht mehr gefordert wird uud den Sendungen nur mehr die von der Handelskammer ausgestellten Ursprungszeugnisse beizuichließm sind. Diskontherabsetzung in England. Die Bank von' England hat den Diskont von 6 au? 5%% herabgesetzt. Verkäufe ehemals deutscher Schiffe in England. Zehn Dampfer und drei Segelschiffe aus der abgelieferten deuffäsm Handelsflotte werden neuerdings in England zum Verkauf augeboten. Zunächst werden nur Gebote von Engländern angc» nommen. Für Schiffe, die bis zum 15. August unveekauft blerd'.» sollten, werden dann auch Anbote von Ausländern angenommen werden. Laibacher Mustermesse. Die Exvivrtabteilung der Wiener Handelskammer teilt mit, daß daS Ve'kehrsmluisterin!« in Beograd für die Besucher der Larbachcr Nkustrnnesse cneu 50%igen Nachlaß von den Fahrprelsen auf den Periouenfiq-.n des lugoslawischen Eisenbahnnetzes für die Hin- und Rucksahn. und zwar in der Zeit vom 6. August bis 1. September d. I. bewilligt hat. Dabei gilt aber die Bedingung, de,ß die Fuhrt nicht unterbrochen wird und daß sich ein jeder Besuch« mit der vo>n Laibacher Messeamt ausgestelllen Legiumation und mit dem Messeabzeichen, welche beide die gleiche lausende Nummer tragen milklen, ausweist. Wo. wann und zu welchen Preisen die Legrtunat!onen und die Messeabzeichen verkäuflich sein werden, wird noch oow Iqutdart werden. Ort und Zeitpunkt für die Ausgabe der Messe» lrgüimalionen wird rechtzeitig bekanni gegeben werden. Nähere Auskünfle über den Transport von Musterwaren und deren Verzollung sind m der Kammer, Ul. Stock, Zimmer 242, erhältlich. Sanierung der Vanqve de Ehine. Nach,. Pariser Meldungen wird die P e k i n g e r Regierung sich durch' Auflegung.einer Anleihe an der Sanierung der Bauque de Chine beteiligen. Diehmäsrkte in St. Marx. S t e ch v i e b m a r k t. Die Gesamtzusubr belii>s sich aus 1650 Kälber, darunier 525 lebende. 545 Weidnerschwnue. «6 Weidnerschafe, y* Zieger?, 11 Kitze und 6 Lämmer- Kälber haben sich gegen dw Vorwoche um X 10 bis K 15 per Kilogramm ,m Preue erhöht. Auch Wcjdueischweine tendierten fester und haben je nach Qualität K io bis K 20 per Kilogramm m orr Notir augczogen. In den ander!» Arlikeln war dcr Verkehr belanglos. Es «otiem» : W.i-'ucr Kälber Puma K l&Q bis K 200 (K 210 bis K 220). Sekunda K 160 bis K 178, leichte K 180 bis K 158. lebende R 180 b-s K 180, Äerdnerschweine in irischem Zustand je nach Oualttät K 170 bis K 250, Welduerschafe K 70 dis 185, Ziegen K 40 biö K 80 per Kilogramm. — R r n d e r m a r k 1. Der Amuflh belief sich auf 71 Stück inländisches, 237 Stück ungarisches, 4 Stück jugoslawiicheö und 247 Stück rumänisches, zusammen 551 Stück Schlachtviehs worunter sich 580 Mast- und 21 Beliüvieh befanden. Der Gattung nach waren 421 Ochsen, 43 Stere, 55 Kühe uud 33 Büffel Der Verkehr wickelte sichln, ruhiger Stimmung auf Basis dcr Mon.agnotlerungcn ab. — S ch w ei u markt. Ansgetr'.eden wurden 08 Fleisch- und 229 Fcttschweine. Der'geringe'-e Austrieb wurde m höheren Pmsev als am Dienstag rasch realisiert. Es notierten Fett- und Fleuchschweine bis K 210 per Kilogramm Lebendgewicht. Die Insolvenz der Maschinenfirma Heimano. Die Passiven dcr Firma Heimano, Maschiuen- und MeNllwarenerzengung und Verliicbsgkscllschajt m. b- H., X., Gudmn» straße 21, über welche gestern das Ausgleichsverfahren eröffnet wurde, betragen 4.6 Millionen Kronen. Beteiligt sind nur österreichische Eisenwerke. Dre Höbe oer Aktiven ist noch nicht bekarntt, Äls Ursactre der Jr.solven; win> der vollton-menr Geschäfrsstillsiand in d.eser Branche bezeichnt. Dre vorharrdeuerr Hatbsabritale konnten nicht aufgcarbertet werden.

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