Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 890 (19.7.1921)
- Date
- 1921-07-19
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2979076-2979773-2979969--08200-2994329- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seist 6 Men, Dienstag * ,H»««mie*--SchrrhverkairfSstelle, Baden, KarlSpi-atz 19 eröffnet. __ Derei«S«achrichte». Zionistische Bezrrkssektion Leopoldstadt. Heute. 8 Ubr abends. AnSschußsitzung im Cals Residenz, Franz Josefs«Kai. Tagesordnung: Reorganisation. Kongreßwahlen, Eventualia. — Sv. D. der Z. M. B. Morgen. Mittwoch, präzise V*7 Ubr, S. C., IX., Nußdorfersiraße 61. Wichtige Tagesordnung! — Jüdischer Frauen* b un d. IX.. Llechtensteiustraße 11. Die Bibelvorträge werden bis September sistiert. — Jugendverein Abawath Zion. H.. Kleine Zuiahrtsstraße 160. Heute, 'Iß Uhr abends, Vortrag Dr. Tartakower. Stenerfragekaften. Wette. Sie haben beide recht. Vereinbarungen zur Ueberwalzung der Emkommmstener find Lin allgemeinen ungültig. Ausgenommen'sind jedoch solche Vereinbarungen, nach denen der Diensigeber die im Abzugsweg einzMbende Einkommensteuer des Dienstnehmers aanz oder zum Teil «letzt oder übernimmt- — Konto. Für Käufe und Verkäufe von Anlagepapieren und Losen unter dem Ausmaß eines börsenmäßigen Schlusses besteht' kein Legttimationszwang. — Krankheit. Die Berücksichtigung besonders belastender Umstände und Ermäßigung des Steuersatzes findet nur bei Einkommen bis höchstens X 60.000 statt. — Aibertgaffe. Wenn nichts vereinbart wurde, haben die Kosten der Vertragserrichtnng die Dertragspatteien -u gleichen Teilen, die Wertzuwachsabgabe aber der Verkäufer allein zu tragen. — S. W. Auch für, Angestellte, die nur aushilfsweise bei Ihnen arbeiten, müssen Sie ein Stammblatt anleaen und ihnen die Einkommensteuer abziehm, die auf den bei Ihnen bezogenen Gehalt entfällt. — Firma. Ordentlich geführte Handelsbücher bilden auch bei nicktprotokollierten Kaufleuten für die Steuerbehörde ein Beweismittel, über das sie nicht ohne wichtigen Grand hinweggehen kann. — Bernhard F. Wenn Ihr Sohn in Ihrem Geschäft wie. ein Angestellter tätig ist und Sie ihm keinen entsvrechrnden Gehalt zahlen, so können Sie die gesamten Auslagen für seine» Unterhalt als Spesm einstesten. Die Ernährung. Der Marktbericht. In ver Großmarkthalle fcntr heute nur schwacher Verkehr zu beobachten. Das Angebot überstieg weit den Bedarf. Auf den Grünwarenmärkten machH die rückläufige Bewegung der Preise weitere Fortschritte. Kartoffeln waren zu 18 bis 22 Kronen, Schnittbohnen zu 15 bis 18. Kronen,.. Paradeiser zu 30 biS 35 Kronen, Zitronen zu 6 Kronen erhältlich. Eier zu 11.20 bis 12 Kronen. „SB e j a", Wirtschaftliche Organisation jüdischer Angestellter. Anmeldungen für die am 1. August d. I. zur Wiedereröffnung gelangenden Mittelstandsküchen Rosauerkaserne und Griechengasse werden.in der Kanzlei IX., Roßauerkaseroe tEingang Schlrckplatz 4) entgegmgenommen und zwarFür Teilnehmer von 6 bis X heute, den 19. d. M., von L bis R Mittwoch den 20., von 8 bis 2 Donnerstag den 21., und für alle, welche eine zeitgerechte Anmeldung.versäumt haben. Freitag den 82. d. M. von 9 dis 12 Uhr vormittags und von 8 bis 6 Uhr nachmittags. Preissturz -es Fleisches in Mähren. „Slovemkh Dennck" berichtet aus Brünn 'über einen neuen Prrrssturz. des N-udfleisches in der Slowakei und schreibt. Laß im Komilate Neutra die Preiseden Friedenspreisen nahekommen; wenn die Trockenheit anbält, werde der Preis auf X 2 bis 3 per Kilogramm sinken. Jn Tovolczar habe man in der vorigen Woche Rinder zu XL 4 his, 5 per Kilogramm Lebendgewicht verkauft und in der Stadt werde das Fleisch z« XL 8 bis 10 im Detailverkauf abgesetzt. Ravid sinke auch der Preis ftir Kalbfleisch., Ebenso sinkt das Schweinefleisch langsam, aber stetig. Abgeordneter B l a h o fordert, daß binnen 8 oder H Tagen die B-ehaustuhr erlaubt werde, wenn die Landwirte nicht unermeßlichen Schaden erleiden sollen. _ Dührre mrd Kunst. „Himmel auf Erden", ein Spiel in acht Bildern von Erich M o s s e, wurde am Stadttheater in Bonn mit starkem Erfolg aufgeführt. Die „Franks. Ztg " berichtet darüber: „Ein höchst geistreiches Spiel» das den Kulturmenschen Von heute m jenenachdenkliche Heiterkeit versetzt, welche die gequälte Seele von den Widerfpttichm des Lebens und unserer Sehnsüchte auf Zeiten befreit, während das gefährliche Tier Publikum sich an der burlesken Form der Gesichte belustigt und durch seine grotesken Mißverständnisse. den verstehenden Freund des Dichters .noch nachdenklicher erheitert. Der> Dichter Don Qmchote, in dem der Autor sich selbst geistvoll verspottet. schafft sich in der schönen «nd ..eigentlich etwas zu übermütigen" Marit eki Jdyal, dessen vermutlicher Tod ihm Anlaß zu den schönsten Klagen gibt. Er kämpft um sie m»t allen unfaßbaren Widersachern, den bleichen Mondstrahlen, erlebt mit der wieder erstandenen Schemtodm daS Paradies, das er auS ihren abgeriffenen Wahnideen anfbaut, «nd will in edlem Heldenmut auch für sie sterben. Da er aber in seinem schönen Ge-Ühls» übeischwang, der sich am Schein der Wirklichkeit entzündet, statt eines Löwen aus Pappe einen wirklichen erschlägt, verliert er den Boden seiner Existenz unter den Füßen und erlischt. Das ist ein brillant durchgeführtes genialisches Motiv, das an Grabbe denken läßt. Marit selbst, die scheinbar vergiftete, aber durch das verwechselte Schlafpnlyer in Wirklichkeit nur eine Zeitlaug scheintot gemachte, .und ihr geliebter Falk, die sich beide ans Uebrrmut für einige Zeit ins Jenseits hinüberspielen, um dann nicht mehr recht zurückzufinden — sie werden schließlich gewahr: „Daß Schranken zwischen Schein und Wirklichkeit nur in uns find und traumhaft diesrs Leben, daß Glück und Wehe nur unser Glaube schafft." Wie die Esel genarrt werden, denen nur die Vlatten Realitäten des Alltags.und ihres physischen Wohlbefindens, ihrer bürgerlichen Position etwas gelten, denen man allenfalls ein Mäntelchen umbangt, der KreiSrichter, der Mediziper und der Pfarrer, wre sie an: Narrenseil ihrer bornierten Schul- und Paragraphenweisheit herumgezerrt werden, das ist in satirischen Possenszenen witzig dmchgejöhrt. Ab morgen Mittwoch den 20. d. M. gelangt in der Rvlandbühne, II.. Praterstraße 25 (Gastspiel d-r Amerikaner Künstler Mali Picon und Direktor I. Kalisch) „Das Stiefkind der Welt", Schauspiel von Wen mit M a l i Pico» m der Hauptrolle, zur Aufführung. Da» hebräisch, Theater kn Jaffa. Im hebräischest Dealer in Jaffa wurde „Der D a t e r" von S t r1 n b* tß mit aroßem Erfola ««sgejMrt. Die Dekoroti-ne« sind _Wiener Morgenzeitung__ Freie Jüdische Volksbühne Eneomble-Cfasteplel 1« der Venen Wiener Bühne Beate TYV<H1& WS ’CT'Wi'Tfc'KT1 Drama ln 4 Akt.n >,,8 Uhr: aJ.BIa.X3Ii X? von Gordio. von jüdischen Künstlern speziell für diese Aufführung entworfen. Die Hauptrolle spielte Frau E o b n - B e r n st e t n, ehemaliges Mitglied des Moskauer Kaiserlichen Eremitage-Theaters. Gerrchtssaal. Nummern unv Serien aufbewahrrer Banknoten soll man sich aüfschreiben. Bei dem Kaufmann Ernst Bock wurde ein Einbruch verübt und aus der eisernen Kasse Wertpapiere und Barbeträge von X 25.000 gestohlen, deren .Ersatz .die Einbruchsversichemngsgesellschaft mit der Begründung verweigert, daß der Bestohlene es unterlassen habe, genaue Aufzeichnungen über die hinterlegten Wertpapiere zu führen, insbesondere Nummern und Serien der Banknoten zu notieren. Wenn das geschehen wäre, hatten die Nummern und Serien veröffentlicht, werden können, wodurch es den Einbrechers unmöglich geworden -wäre, das Geld auszugeben. Der Geschädigte brachte nun gegen die Versicherungsgesellschaft beim Zivillandesgericht eine Klage auf Zahlung von X 25.000 ein und stützte die Klage darauf, daß nicht üblich sei, Nummern und Serien.aufhcwahrter Banknoten sich anfzuschrcrben, weil es viel zu umständlich untz zeitraubend und auch nicht vom gewünschten Erfolg begleitet wäre, denn auch die Bec- Lffentlichung der Nummern und Serien verhindern nicht die Verwertung der gestohlenen Banknoten im Ausland oder nach einem längeren Zeitraum. Es sei nicht jedermanns Sache, eine Banknote, die er erhält, daraufhin zu prüfen, ob Nummer und Serie irgendwie veröffentlicht war. Der Gerichtshof wies die K l a g e a b, weil die Versicherungsgesellschaft berechtigt gewesen sei, diese Auszeichnungen von dem Versicherten zu verlangen. Die Führung solcher Ausschreibungen erfordere keine besonderen Schwierigkeiten und man kann nicht behaupten, daß durch die Auferlegung einer solchen Pflicht der VersicherungSüebmer benachteiligt würde. Das Oberlandesgericht .(Vorsitzender Hosrat Dr. K o s ch i n hat aus dem gleichen Grunde die Berufung des Klägers a b ge wie s e n! Sport. Das Wiener Team iu Amsterdam geschlagen. _ Nach der Niederlage Rapids gegey Blue. Wit kommt .jetzt die Nachricht von dem verlorenen Sprel .des Wiener Teams gegen die Amsierdame. Auswahlmannschaft. Tie Holländer konnten mir 3 :1 einen sicheren Sieg erringen. In der Wiener Mann'' schüft ständen: Mt Spieler Räplds, die beiden - Amateure Popyvich und Geyer sowie Neubauer (ehemals F. A. C.). In den Reiben der Wiener veisagten insbesondere Nmbcmer, und Wieser. Das Schiedsrichteramt versah Herr Mutteos (Holland). Hechawer Moosbrunn 8 :0. Nach einer strapaziöse« Wanderung trat Hrchawer diesen Sonntag äußerst ermüdet-gegen den recht starten' Gegner -an, vermochte aber dennoch einen sicheren Sieg zu erringen. Bei der Mannschaft,, die in der Ausstelluna: Blitz; Kollesch, Frisch; Herliügrr. Bank/' Kopfstein; Eckhaus, Jichn, Leser, Dr. Hirsch, Flußmavn antrat, bot die .Deckung eine ausgezeichnete Leistung. Der Sturm spielte etwas zerfahren, rs wurde überhastet geschosst Die Verjedigung kam wenig ins Gefecht- Heciiawer ist sofort im Angriff, aber es dauett-ziemlich lange, -bis Dr. Hirsch den Ball gut an Leser abgibt, der ihn in die Ecke jagt '- Nach H.stbzeit wird das Sviel offener, die Angriffe der Moosbrunner enden jedoch bei dm Verteidigern Frisch und Kolisch. Emen scharfen Ball Juhns läßt der Tormann fallen, Leser nützt dies aus und bucht Punkt 2 '-18. Minute). Fünf Minuien später brmgt. Leser aus einer ähnlichen Situation den Stmd auf 8:0. Schiedsrichltr Deutsch. ' Hasmonea Komb. Bar Kochba Komb. 1,0:1 (1:1). Hasmouea, die ohne die Hanplstützen Fem'chel. Sch'rvk, Eiseümaher, Drl Rubin und Pollak antrat, konnte ctft nach der Pause ihre Überlegenheit in Treffern zum Ausdruck bringen. Gute Lüftungen boten Spira, Wolfiohn H. Wolfsohn I und Posauner. Vollständig versagten in der ersten Halbzeit Haber und Elenberg. Die Unterlegenen gaben trotz der hohen Tordifferenz einen ebenbürtigen Gegner, ab; in der ersten Halbzeit führten sie zeitweise ein schönes Kombinationsspiel vor. Ihre besten Spieler waren Perlberger. Ziegler, Rittersmann und Rersberg. Die Tore erzielten Posauner (3), Wolfsohn H 2, Wolfiohn l, Fromm, Elenberg, Smgec und Schächter. Für Bar Kochba war Ziegler (ehemals Hasmonea) erfolareich. Schiedsuchter HaaS. — Reserven 4:1. Die Tore erzieltcn FrScns, Schauer und Jtzak. I. S. C. Achim H — Morah II 2:2 (1:1). Gleichwertiges Spiel. I. S. C. Iugendbund gegen I. G. T. PHSnix XX 6:1. Ueberlcgener Sieg der technisch und taktisch besseren Mannschaft. Die Wettspielreise der Hakoah. An der Wettspielreise der Hakoah nach Rumänien nehmen folgende Spieler teil: Reumann: Scheuer, Trümer; Molnar, Grünfeld, Kohn; Slntzki, Grünwald, Gansl, Äteuseld, Häusler; Boros, Pollak, Dickler. Kliegler, Palmei. Als Reisebegleiter fungieren die Herren Herbert Feßler und Paul Rndolfrr. Die Abreise erfolgt morgen früh vom Nordbahnhvs mit dem Expreyzuge. Wettschwimmen Kuchelau. Für daS am 24. d. M. im Strandbade Kuchelau, staltfindende Werbewetrschwimmen wurden für 14 Schwimmkonkürrenzeu 145, Nennungen abgegeben. Genannt haben sämtliche Wiener- Schwimmvereine. Den Abschluß der Vcranstallung bildet em Wasserballwettspiel, voiaussichtlich zwischen zwei kombinierten Rtannschaften des W. A. C. und Hakoah. , Internationale» Wettschwimmen Am 17. und 18. September d. I. veranstaltet die Hakoah im Anschlnst an dm Karlsbader Kongreß und wahrend der Wiener Messe ein iniernatronales Wettschwimmen, räs die erste größere Veranstaltung der Hakoah-Schwimmsektion sein wird.' Zirka 2b auswäcüge erstklassige Schwimmer sind bereits fix engagiert, darunter zwri Wasserballmannschaften. Weitere Verhandlunam schwebe». Zur Austragung gelangen der Hakoah-Ehrenwander- W i* mm 19. JE 1921_Nr. 890 Wasserballwettspiele finden am ersten Tage voraussichtlich zwischen Makkabi (Brünn) und Hakoah lWien), am zweiten Tage zwischen HI. Bez. Turn» und Fechtverem Budapest und W. A. Sp. B. Austria statt. Näheres wird seinerzeit Verlautbart werden. Vom Hendon Lnftderbq. Aus London wird genieldet: Im Hendon Luftderbh blleb John Herbert James Sieger. Er hat die Strecke von 200 Kilometern in einer Stunde 14 Mmuten zurückgclegt. Die Lustregatta zivischen Oxford und Cambridge wurde von Cambridge gewonnen. I. S. C. Achiyr. Fußballtraining Dienstag und.Donyerstag ab 4 Uhr auf den Athen-Platz. Sitzung Dienstags Uhr; Hasmonea.. Mittwoch, 8 Uhr, wichtige Vollversammlung. Tagesordnung: Platzban. Sonntag Wettspiel mit zwei-Mannschäften gegen Nordmark. gBAHK- UND WEGHSLERGESCHAFT 8. ADYOEAT & Wien,!.,Franz Josefskai 65 (Ecks Schattenring) ItWSi Kulanteste Durchfülinmg sftmil.Banku. Börsetransaktionen. | Der Volkswirt. Gestempelte Krone —.80 Centimes, Auszahlung Wien --- --.80 Centimes. In Zürich notierte: die österreichische Krone .... —.80 (—.82 am IS. Jickss die österr. aestemvelte Krone. . —.80 (--.80 am 16. Julr' die ffchechische Krone . ... , 7.92 ( 7.95 am 16. Julii die Mark .......... -7.977, ( 8.127, am 16 Juli! Agram' ... 3.90 ( 3.90 am 16 Juli) Bukarest .......... 8.65 ( 8 65 am 16. Juli! Budapest.. . . 1.85 ( 1.85 am 16. Juli) Warschau..-.38 (-.82 am 16. Ju1i> Die Arbeiterbank in Palästina. Von Glijahu Mnntschik. D'ie jungen Arbeiter, die vor ungefähr fünfzehn Fahren ' inS Land gekommen waren und zuerst die Parole der Eroberung durch die Arbeit ausgeg-eben halten, gingen als T-ig- - löh'ner zu den Kolonisten in Judäa und Galiläa. Ms Gemeinschaft bestand ihre Arbeit nur darin, baß sie genossenschrftschaftliche Läden, Küchen und Waschanstalten gründeten, um das Leben billisger fit machen, damit sie mit den 8 bis 10, Groschen per Tag, die fite damals verdienten, auSkommen konnten. Aber auch dies ist 'ihnen nichb immer gelungen, weil iihnen die gewiß. nicht. großen - Summen fehlten. Die Auglo-Palestina Wompan^ verpflichtete sich schriftlich, einen Kredit bis zu 10.000 Francs für diese Genossenschoften zu gewähr«:, wenn'die, Arbeiter selbst 20 Prozent der Wien . übernehmen.. Die A.-P. V. hielt jedoch nicht Wort, und die meisten - Genossenschaften waren gezwungen, Ms Mangel an - Grund und Betriebskapital einzugehen. Trotz der vielen Hindernisse hat der Mische Arbeiter immer sich seinen Platz bei der Arbeit erkämpft. Es ist den Mischen Arbeitern in den letzten z^hn bis zwölf Jahren.gelungen, wichtige Kolonisationspunkte iim Lande zu-erwerben. Ein- und VcrkaufSgenosscn» schäften zu schaffen, und die ersten Schritte sind bereit-' unternommen worden, um Prvbüktivgenvssenschaften zu gründen. Statt der Neigung zu Lohnarbeit ist das Bestreben zu eigener Arbeit, zur SchasfüUg einer produktiven Gesellschaft zu verzeichnt. Alle sind sich darüber einig, daß der Mische- Arbeiter nicht nur kein Objekt der Ausbeutung bleiben soll »sondern daß er* sich selbst auch PvodukttonSniittel beschaffen muß, um selbständig zu werden. Er muß Unternehmer, Erzeuger und Verkäufer in einer Person sein. Daß diese Entwicklung inunserem Lande nicht tu« eine provisorische Erscheinung ist, zeigen uns die Erfahrungen der Mbeitevorganisailbncn in anderen' Ländern, insbesondere der Arbeiterorganisatiotien Italiens, die wichtige LtegierungSavbeiten in eigener Regie durch geführt haben. Dieöffentlichen Arbeiten nehmen in Palästina^ bereits heute einen wichttgen Platz ein. Zurzeit find dort zirka 2000 Mann beschäftigt. In 7)«n Maße, in dem die Arbeiter sich ’m bief€ Arbeiten gewöhnen und in dem Maße, in dem sie die für die Betriebsführung notwendigen Kapitalien aufbringen werden, wird die Zahl der Arbeiter, die tn eigener Regie Regierungsarbeiten überttagen bekommen, in stetem Wachse begriffen sein. Die.Ausgaben, für Zelte, Baracken, Arbeitsgeräte usw. betragen schon jetzt bedeutende Summen. Denn wir nur.bas Kapital berücksichtigen, das für die Mfrrchterhaltung des normalen Betriebes notwendig ist, etwa 6 bis' 8 Pfund per Arbeiter, so braucht man bereits jetzt mehr als 10.000 Pfund monatlich. ' In anderen Betrieben, iin der Laub Wirts ch aft, in den Kwuzoth, sind vorübergehend mehr als 600 Mann beschäfttgt, die einen Umsatz von zirka 2000. Pfund monatlich haben. Das Budget ftir die Kwuzoth kommt vfi zu spät, die Arbeit leidet darunter - und verursacht unnütze Ausgaben. Fast alle Kwuzoth arbeiten ohüe genügendes Betriebskapital. Neue Arbeitsgebiete können^ nicht eingeführt werden. Dre Kwuzoth müssen fast alles auf Kredit kaufen und ihre Ernte müssen, sie sofort nach Einbringen verkaufen, um ihre vorjährigen Schulden zu tilgen und für das neue Jahr neue Schulden zu Aachen. - .. . Die Lage der städtüschein Genossenschaften ist ziemlich schwierig, und zwar ebenfalls hauptsächlich infolge des ungenügenden Betriebskapitals, das ihnen nicht gestattet, die Konjunktur auszunützen und sich rechtzeMg einzudecken. In Jaffa, Jerusalem und an anderen Orten bestehen Asyle, Airbeiterküchen, die ebenfalls k.in, genügendes B.-trttbskapital , WtzW und. gezw^iig/tt silch, fast alles gege» KlE zu