Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 890 (19.7.1921)
- Date
- 1921-07-19
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 890 Wien,. Dienstag und-nicht irt der. Lage fiub, ihre Tätigkeit zu erweitern oder sogar ihrer Ausgabe gerecht zu werden. . Die Beliefern ng. besorgt in gewissem Umfang „Hamaschbir" (Konsumgenossenschaft) in Jaffa und seine Filialen in Haifa, Tiberias, Sichren, Jakow, Benschemen und die Niederlagen an den wichtigsten Stellen der öffentlichen Arbeiten.-Der monatliche Umsatz von „Hamaschbir" übersteigt 8000 Pfund, während sein ganzes Aktienkapital zusammen Mit dem Darlehen des Palästina-Älmtes nur '5000 Pfund beträgt. Unter diesen Umständen ist „Hamaschbir^ nicht imstande, Waren aus den ersten Quellen zu beziehen. Er —uß die Waren bei den Kaufleuten des Ortes gegen Kredit lensen und sie gegen Kredit verkaufen. Ueberhaupt Muß die Bank das Zentralinstitut aller Genossenschaften Palästinas werden und als solches die Tätigkeit der einzelnen Genosseuschaftmr' kontrollieren, ihre Lage untersuchen, - statistisches Matenal sammeln und alle Hindernisse durch einheitliche Regelung aus dem Wege räumen, sich mit Genossenschaften inr Ausland in Verbindung setzen und in seinen Händen» die Ein- und Ausfuhr vereinigen. Dje Arbelterbank muß dieses Zentralinstitut 'gründen, ihm die Möglichkeit bieten, alle Genossenschaften einheitlich zu organisieren. Die Arbelterbank wird die nötigen Kredite verschaffen, das Betriebskapital aller Institutionen der Arbst.erschaft vergrößern, die ab und zu verfügbaren Kapitalien der Arbeiterinstitutionen anfnehmen und ftc den nötigen Stellen zusühreu.' Der Arbeiterschaft gehören verschiedene Einrichtungen, wie: Zkrankenkassen, Kulturmissionen usw. an, die-ebenfalls einen nicht geringen Geldumsatz haben, und es kommt vor, baß, während eine Institution Geld für eine kurze Zeit braucht und es nicht beschaffen kann, die anderen Institutionen über freie Gelder verfügen. Statt vieler Kassierer mit vielen Kassen wird die Arbeiterschaft Palästinas eine Kasse haben, die Arbeiberbank, die in ihren Händen alle Konten der Institute vereinigen und ihre Schecks honorieren wird. ES werden dadurch viel Arbeit und Unkosten erspart und der Umlauf an barem Geld verringert. Die Arbeiterbank wird als der finanzielle Vertreter der Arbeiterinstitutionen nach außer: hin fungieren. Bei der Ueberuahme von öffentlichen Arbeiten, bei Vertragsabschlüssen, Warenbestellungen usw. wird sie die nötige Kaution ober den erforderlichen Kredit stellen können. Die Arbeiterbank wird auch für" die Eröffnung weiterer Arbeiterinstitulionen förderlich sein. Es wird dann möglich sein, Palästina mit einem Netz von Leih- und Spargenossenschaften zu überziehen, die imstande sein werden, ihren Mitgliedern kleinere Darlehen zu gewähren. Diese werden dann in den Konsumgenossenschaften nur gegen Bezahlung kaufen können und dadurch zur Gesundung der Konsumgenossenschaften beitragen. Die Bank wird sich auch eine Unfall- und Lehensversicherungsabteilung angliedetn, und mit der Zeit wird sie Kapital von auswärts her anziehen durch' Depositen, Anleihen, Obligationen usw. _;_ („Hazcfirah".) Zum Kurssturz der ungarischen Krone. Eine Ecschrimmg, die schon lange vorauszusehen war, ist nunmehr eingctreten. Die ungarische Krone ist etheblich im Kurse gefallen (im offiziellen Verkehr zwar nur vm 19 Punkte, im vorbörslrchm Berkehr aber uqr 37 Punkte gegen den letzgemeldeten KurS vom 1b. d. M.). Den Anstoß hiezu dürsten wohl die letzten politischen Meldungen gegeben haben. Aber die eigentlichen Urfachen dieses Niederganges der ungarischen Krone liegen tiefer. Die Finanzpolitik Hegedüs hat durch künstliche Mittel den Kurs gehoben — sehr zum Schaden der ungarischen Produktron und des Handels, ohne daß habe: eine ernstzunehmende Grundlage für eine Höherbewertung vorhanden war. Die forcierte Hebung der ungarischen Krone war eher geeignet, die Produktion zu lähmen und so die innere Konsolidrerung der ungarischen Valuta zu verhindern. Ebensowenig konnte der künstliche Bau des Hegrdüö'schen BudgctS den Kenner über die wahre Finanzlage täuschen. Und schlreßlich ist die bedenkenlose Unbrauchbarmachung und Zurückweisung angeblich falschgestempelter Noten auch kein geeignetes Mittel, um das Ansehen der ungarischen Finanzpolitik zu heben. Die ungarische Krone hat begonnen auf den Wert zu sinken, der durch die tatsächlichen wirtschaftlichen und finanzielle» Verhältnisse des Landes bedingt ist. Zur ungarischen Vermögensabgabe. Aus B u d a p e st wirb gemeldet; Finanzminister 'H e g rdüs hielt in Gger (Erlau) eine Rede, worin er bezüglich der Vermögensabgabe erklärte, die Steuerzahler müßten nach l>er H öheihreSBermögens besteuert werden. BomG'mndbesitz werde eine ebenso hohe Vermögensabgabe gefordert wie von den Banken. Der Minister sagte weiter-,, er habe sich zu vielen Konzessionen 'überreden 'lassen.' So werde der'Fundus irrsttuctus bis zu fünf Joch für steuerfrei erklärt und diejenigen, dian der Front gedient haben, zahlen bis zu dreißig Joch rmrzw:i Drittel der Vermögensabgabe. Schließ ich betonte der Mtrrister, er Hab« sich mit einem Viertel dessen begnügt, was er eigentlich fordern wollte, werde aber von seiner letzten Forderung nichts mehr Nachlassen. Die Messe in Beirut. Wie dem Handelsmuseum aus Beirut geschrieben wird, wurde die Beiruler Messe am 1. Juni d- I. offiziell geschlossen. Nur die nationalen Pavillons, die Darstellungen syrischer Laudesprodukte enthielten, bekamen die Ermächtigung zur Offen» Haltung bis 1b. Juni. Die Messe war ihrer ganzen Anlage nach ein vorwiegend französische s.Unternehmen. Die meisten Stande waren französischen Firmen, deren Sitz in Frankreich liegt, Vorbehalten. Englische, belgische und italienische Firmen waren insgesamt mit etwa einem Dutzend Stände« vertreten. In letzter Stunde wurden allerdings durch Aufsagung 'ranzvfischcr Häuser einige günstig gelegene Stände frei, und so konnten mehrere Handelsvertreter aus Rechuuua ihrer Firmen Wiener Morgenzeitung doch noch Denen verschiedener,Herkunft (daru-iter sogar auch deutscher Erzeugung) zur Ausstellung dringen. ' Die Frage der Beteiligung österreichischer Erzeugung könnte in der zur Verfügung gestandenen Zeit nicht geklärt werden. 9m allgemeinen könne von der Messe nicht behauptet werden, daß sie' die in, fie "gesetzten Erwartungen irgendwie erfüllt hatte. Dte Mehrzahl der Aussteller ist überhaupt zu keinem Geschäftsabschluß gelangt, der die hohen Kosten gerechtfertigt hätte. Gumd hefür war vor allem die gegenwärtige wirtschaftliche und finanzielle Krise, d e starke Ueberfüllung der Lager, deren Abverkauf nur sebr« langsam und schwierig meist ohne irgendeinen Nuten. vonstaiten geht. Dazu kam die durch' die politischen Ereignisse bewirkte, nahezu völlige Abspcrung BirutS von Käufern aus dem Innern des Landest Außerdem hat die Fernhaltung fremder Marken eine ungünstig wirkende Einförmigkeit der Ausstellung mit sich gebracht. In der Hauptsache umfaßte siephanuazeutische, chemische und Spczialarlrkel, Getränke, Wcin, Lebensmittel und die Waren der großen Pariser Warenhäuser (Louvre, Printemps, Bon-march6 u a.). Sonst waren nur noch frarnösi'che Automobile und Lederwarm nrnnens- , wert zur Geltung gebracht. Maschinenindustrie, Wer'zeuge. Säen-, waren, Konsekiion. Hüte, lauter Waren, die in Syrien stets einen gewissen Absatz finccn konnten, fehlten vollständig. Durch die Valntenbemegnng (der französische Kurs stieg gegenüber dem Pfund Sterling um fast 20 °/o) trat überdies im Monat Mai eine 3u°/yige Preissteigerung gegenüber dem vorherigen Monat ein. Dre übrigen Handelsplätze Syriens schenkten der Messe zumeist nur eine auf Neugierde begründete Beachtung. Die Preise der ausgestellten Artikel erschienen um so weniger zusagend, als gleichzeitig eine Kursabschwächung^ des Goldes, der inr Landesinnern nach wie vor fast ausschließlich bcstehendcn Geldbasis, ernlrat. Der Umsatz der französischen Waren wird aas 5 Millionen Francs geschätzt. Das Geschäft in syrischen Erzeupnifsm sNadelarbeiten, Seide. Holzmosaft, Teppiche, getriebene Kupfcrnrbeiten, Silberarbeiten und vieles andere) war nicht ohne Bedeutung. Im Oktober laufenden Jahres soll eine zweite Ausstellung stattfinden. _ Valutenkurse. Im gestrigen Verkehr erfuhren freckd e Zahlungsmittel, durchwegs kräftige Aufwärtsbewegungen. Dollarnoten stiegen über K. 800. Lediglich ungarische Noten waren rm Zusammenhänge mit der westungarischen Frage stark a n g e b o t e n und scharf r ü ck g ä rr"g r g. Nachstehend die okfi nellen Schlußkurse: Amsterdam 25.400 — Geld. 25.500. - Ware (gegen 15. Iulr 24-775.— Geld, 24.875 — Ware), Agram 501—. 505.— ',449.—, 503—\ Belgrad 2002 2022.- (1392.- 2012.-), Berlin 1049.—.1055.— (1040.50, 1046.50-, Brüssel. 6080.—, 6120.— 6000.-. 6040.—)/ Budapest 243 —, 246.— (257.-. 260.—), Bukarest 1 l2a—, 1130.— (1110.—, 1120.—), Ehristranra 10.525.—, 10 575— Kopenhagen 12 425.—, 12.475.— (12.575-, 12.625.-), London 2890-' 2910— (2830.—. 2850.-), Mailand - und Triest 3615.-, 3635.- (8577.50, 3597.50), Rew-Vork 806.-. 810.- (779.-, 783.-), Paris 6205.-. 6245.- (6105.-, 6145.-), Prag 1081.-, 1037.- 11025 50, 1131.50), Sofia 687.50 697.50 (675.—, 68ö.—), Stockholm —- (16.470 —. 16.580—), Warschau und Krakau 46 50 48.50 (47.-. 49.-), Zürich 13.175.—, 18.225.- (12.837.50. 12.887.50), Madrid (—-Dollarnoten 800.—, 804.— (773.—, 777.-), Belgische Noten 6060.-. 6100.— (5950.-, 5990.-), Bulgarische Norm 675.—, 685.— 665.—, 675.—), Dänische Noten 12.275.—, 12.325.— (12.475,—, 12.525.—), deutsche Marknoten 1052 50, 1058.50 englische Noten 2880.-, 2900— (2810.^-, 2830.-), französische Noten 6160.—, 6200—, (6080.- 6120.-), holländische Noten 25.300.-, 25.400.- (24.700.-, 24.800.—), italienische Noten 3577.50, 3597.50 (3565.—, 3685.—), unabgestempelte jugoslawische Noten 1 993—, 2013.— (1978.-, 1998.-), norwegische Noten 10.425.-, lo.475.— —.—), polnische Marknoten 44.75, 46.75, (44.—, 46.—), Rumänische Noten 1110.—, 1l20.— (1105.—, 1115.—), Russische '(Rom.) —. —.—), Schwedische Noten 16.-20.-, 16.780— (16.345.-. 16.405.-), Schweizer Noten 13.125.-, 13.175.- (12.775—, 12.82b.-), tschechoslowakische Noten 1046.—, 1052— (—ungarische Noten neuer Emission 243.—. 246.— (258 50, 26150), Spanische Ro^en (—.—, — Die bl«rsil«tnische Kaffee-Ernte. Nach Berichten der Banca Frgncese e Jtaliana zu New-A-or? dürfte die kommende Kaffee-Ernte auf 7,104.000 Sack zu schätzen sein, davon dürste rund .600.000 Sack der Staat Minas'Geraes liefern uns der: Rest im wesentlichen San Paolo. Obwohl im allgemeinen der Stand der Kaffeepflanzungen gut zu nennen ist, haben die Bäume doch nicht so stark geblüht wegen des außergewöhnlich großen Ertrages der letztjährigen Ernte urrd wegen kalter Winde in einigen Anbaubezirken. Man schätzt den Ertrag von 1000 Bäumen aus 33 Arrobas (i Arroba gleich 11,5 Kilogramm), gegeir 65 Arrobas bei der letzten Ernte. Me mexikanische Orlausfuhr. 165 verschiedene Tankdanrpfer warerr während des Monats April mit dem Transport von mexikanischem Oel beschäftigt, das sirrd 40 Prozent aller Tankdarnpfer, die unter amerikanischer Flagge fahren, amd 7 Prozent aller Tanker der übrigen Staaten, und 17 Prozent der Gesamtweltbonnage an Tankern. Die transportierten Wengen an Oel beliefen sich! auf 16,258.000 Barrels. Rund 85 Prozent der im Handel nrit Mexiko beschäftigten Tarrkbamvser ist in amerikanischem Besitz und führt die amerikan ische, die übrigen zum allergrößten Teile die'englische Flagge. Die Situation am Frachtenmarkt für Mexiko hat sich innerhalb der letzten zwölf Monate erheblich! geändert. Vor einem Jahre, bestarid ein starker Mangel an Tankdarripfern, heute ein Üebersluß. Das Shipping Board hat eine Reihe solcher gebaut und auf gekauft, und rangiert an zweiter Stelle als Transporteur mexikanischen Oels. Zollfrei« Einfuhr elektrischen Materials in Brasilien. Aus Mailand wird gemeldet: Der Mailänder „Sole" meldet, daß die b r a s i l i a n i s ch e Regierung den Import von elektrischem Material, das für Eisenbahn und Schrffahrtsuntrrnehmungen bestimmt ist. als zollfrei erklärt hat. Diese Verfügung hat namentlich für die deutsche Ausfuhrindustrie Bedeutung. Die rnmLnifche Ernte. Aus Bukarest wird gemeldet: Der Präsident des AtzrarkomiteeS hat Zeitungsberichterstaltern gegenüber die rumänische Ernle als vorzüglich bezeichnet. Insolvenz einer Bnpapester Firma. Aus Budapest wird-untelegraphiert: Der Budapest» Gerichtshof hat gegen die zahlungsunfähig gewordene Firma Dr. Ludwig Mandoki und Dr. Eugen Kallas das umchtliche Zwaugsausslüchsversabren 19. Jul« 1921 Seite 7^ eiiiflcWtet. Die Pa'siven beziffern stch .auf K 14,602.863, bi« Aktiven auf K 7,187.°.0Ö. Die Firma bietet dm Gläubigern ein> b(,°/oige Ausgleichsquote.. . Insolvenz in dev Papierbranche. Die PäpierhandekS» fima Moritz Weißweilerin Szegedin ist insolvent Passiven im Betrage von zirka drei Millionen ungarischen Kroner stehen Aktiven im angegebenen Werte Von 200.000 ungarisch« Kronen gegenüber. Den Gläubigern wird ein 20Q/Oißcr Ansgleich angebolen.; Rindermarkt St. Marx. Der gestrige Austrieb beste! sich ans 571 Stück inländisches, 1085 Stück yngarrsches, 73 StÜö jugoslawisches und 3,3 Stück rumänisches, zusammen 2052 Siüö Schlachtvieh, worunter stch 1886 Stück Mast- und 166 Stüö Beinlweh befanden. Der Gattung nach warm 1880 Ochsen 311 Stiere, 379 Kühe und 32 Büffel. Bei einer Mehrzufuhr vor 630 Stück und angesichts des saisongemäß abnehmenden Be» darfeS wie auch der schwächeren Beteiligung seitens der auswärtigen Fleischhauer machte die in der Borwoche zum Porsche»» pelangie rückgängige Bewegung weitere Fortschritte. Sämtlich« Qualitäten erlitten einen neuerlichen Rückgang von K 10 brr K 15 per Kilogramm und in einzelnen Fällen auch ' K 20 Stiere und Bcinlvieh tendierten noch flauer und erfuhren stärker« Einbußen. Es notierten: Inländische Ochsen, prima K 115 6if K 128 (135), sekunde K 100 bis K 112, tcrtm K 70 b!§ K 85 ungarische, prima K 100 bis K 120, sekunde K 90 bis K 10a tciiia K 70 bis K 85, jugoslawische, prima K lOO bis K 120 sekunde K 90 bis K 9-\ terlia K 70 bis K 82, rumänische, prim? K U5 bis K 125, sekunde K 100 bis K HO, terlia K 70 bi* K 85. Stiere je nach Qualität K 60 bis K HO, Kühe K 50 bi? K 100. Beinlvieh K 40 bis K 60 und Büffel K 50 biÄ K 76 per Kilogramm Lebendgewicht. Wiener Börse. Aur Grund der neuerlichen starken Steigerung des Bank« Notenumlaufes um nahezu zwei Milliarden stand die gestrig! Börse einigermaßen im Zeichen „der Flucht vor der Kione". So war auf dem Devisenebenso wie auch au) dem Effektenmarkt die Tendenz vorwregend freundlich. Im Mittelpunkt des Interesses standen wieder Alpine-Aktien, die sich um k 465 hoben. Von diesen Aktien wurden bei lebhaften Umiätzen größere Posten für fremde Rechnung aus dem Markte genommen. Stimulierend .wirkte auf dre Gesamthaltung des Mar'kles ttc glatte Erledigung der Versorgung, io auch der Rückgang der Auszahlung Wien von 0.82 auf 0.80. Im Schranken zeichneten sich Dampfschiff durch eine Steigerung von & 700 aus, ferner gewannen Lemberg« Czernowitzer st 190, Wiener Bau st 300, Felten & Guilleaume K 5oo, Oberungar. Hütten st 150 und ungar. Allgemeine Kohlen K 200. Dagegen wurden Umonbau und An'.sig chemische je st 200 und Neusiedler Papier st 100 billiger abgegeben. Im Verlauf des Verkehrs verminderten sich die Umsätze, doch blieb der feste Grundton des Marktes bis zum Schluffe in Geltnua. Renten lagen ruüig, ungar. Kronenrente verlor 6%. Im übrigen verweisen wir auf nachstehende Schlußkurse: Indnsteie-rinternehmungen. Allgemeine Baugrsell» schalt 1900.— (4- 57.—), Unionbau 2800.— (— 2Ö0.—), Wiener Ballgesellschaft 2s00.— (+ 800.—), Königshofer Zemem 6180.— (— —.—), Pcrlmooser Zement 5990.— (+ 110.—), Wienerberger Ziegel - (— ——), Liefinger Brauerei 2950.— (-f 120,—), Sarajevo —.(-.—), Aussig Chem. 10.550.— (— 200.—X Brosche Svrrrtus —(7- —.—), Carborundum 4700— (+ ISO.—). Chlothilde 5775 — (-'). A. E. G. Union Elektr. 1970.—(+ 25.—). Berermare Elektrische 2080.— (-.—). Siemens Schnckert 1859.— (4- 27.—), Alvrne 7040.— (4- 465.—'. Berg- und Hüttenwerke 11.075.— (+ 75.—), Austria Email 4435.— > +• 130.—), Egydier —(— —.—). Euzesfelder 3540 — (4- 20.—) Felten & Guilleaume 7400.— (4- 500.—), Greinitz Eisen 3250.— (4- 40.—), Hutter & Schrantz 2800.— (-}- 10.—), Krupp A.-G. 1950— .— 20.—). Poldihütte 4620.— (- 25.-) Prager Eisen 12.559.— (+ 250—), Rimamurany 5210— (*r 30—),>Skodawerke 4500,— (+1.—), Waffensabrik 2165.— (4- 10.—), Brüxer Kohlen —(— —.—)» Grau« Szaszvarer 6020.— (-.—), Nordung. Kohlen — (-.-), Oberung. Hütten 7500.- (+ 150.-). Rossitzer.-.- (— —Salgo«Tarjaner 8999.— (— 21—), Trffailer Kohlen 3945.- (- 9.75), Ung.Allg. Kohlen 11.480.- (4- 200.-), Urrkany —.— (— —Veitscher Magnesit — (-.-), Westböhm. 5075.- (+ 75.-). Wolfsegg 1820.- (+• 20.—), Danek March inen —— (— Brunner Maschinen 4150 f-j- 70—), Daimler 'Motoren 885,— (— 10.—), Fratwerke^—(-Heid Maschinen 989.75 (4- 34.75), Hofherr & Schrantz 1134,50 (+ 24.50), Sigl Lokomoüv 3860.— (-), Ruston 3710.— (+ 15.—), Simmermger 1980.— (+40.50), Elbemühl 2790.—(+ 50.-> Leykam-Josefsthaler —(-Nmsiedler 21.800.— (— 100.—), Apollo —— (-.—), Santo Genf —(-Karpatben 16.800,- (-.—), Galizia 42.500.— (-—). Schodniea —(— —Cosmanos 6250.— (+ 75.—), Fezfabriken —(— —.—), Rotkosteletzer —Schoeller Äcker 10.500.— (+ 20.—), Schönpriesener 4700,— (--.—), Oesterr. Eisenbahnverk. 6420— (-1- 30.—), Ung. Eisenbabnverk. 8300.— (— 60.—), Wiener Waggonleihgesellschaft 2780.— (-s-10,—), Gerngroß 1000.— (— 10.-), Holzhaudelsgesellschast —(— —Türkenlose 3798.— (—• 50.—). Transport-Unternehmungen. Adria'—.— (— —) Aussig-Teplitzer —(-Buschtiehrader lit. A— (— —Buschtiehrader lit. 8 3200,— (+ 25.—), Donau- Dampf. 16.700.— (+ 700.—), Ferdinands-Nordbahn 19.600.— (+ 120.-), Graz-Köstacher 8470.- (+ 70.-), Kaschau-Oder« berger 2210.--- (-i- 110.—), Lemberg - Czernowitzer 4980.— (-P 190.—), Lloyd 55.200(-.—). Navigazione — -Staatsbahn 5214.- (+ 126.—), Lombarden 2380.- j— 10.—), 8% Südbahn-Brior. 3261.— (+66.—), StaatSbahn« Gumßscheine 2598.- (+ 38,—X Renten» Mairenie 105.— (-Februarrente 106,— (- :—). Oesterr. Kronenrmte 105.— ( .50), Oesterr, Goldrente 280.— (+ 3.—)» Ungar. Goldrente 640.- (ch 2.—), Ungar. Kronenrente 292.— (— 6.—X Banken. Anglo-Bank 1840.— (+ 90.—), Oesterr.-boSn'. Bank 1218,— (-.—), Britisch« ungar. Bank l-♦—), Bankverein 1269.— (+ 2.—), Bodenkredit 2640.— (ch 5.—), Oesterr. Kredit 1600.— (— 24.—), Ung. Kredit 4200.— (— —.—), Depositenbank 864.-- (ch 4.—), Nikderost. ESkompteges. 1558.— (4- 28.—), Ung. Hypothekenbank 820.— (- 30.-). Länderbcmk 2760.- (+ 70.-), Bosn. Landesban! 1590.— (+ 15.—), Mercur 1030.- (-Oesterr.-uvgar. Bank 8780.- (— 20.-), llnümbank 1165.- (- 8.-), BerkebrSbant 754.— (ch 12.—), Zivuosteusta 3825.— l— 25.—). .Berliner BSrse. Berlin, 18. Juli. Im heutigen Börsenverkehr, machte' sich die Abhängigkeit vom Devisenmarkt für Judrrstrüwerte nicht in gleich entschiedener Weise gelterrd wie sonst. Trotz der vorangegaugeuen zweitägigen Unterbrechung war der Kaufandrarrg anscheinend weniger groß, als eö sonst irr letzter Zeit Montag der Fall zu sein pflegte. Das Interesse > psuzentr.erte sich mehr auf einige Werte des Montanaktien- Marktes. Die Kursbewegung gcsialietc sich un.'iuheitttch, wenn Mtch die Besseruilgen überwogen. Am .Schisfahrtsaktiennrarkt