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Wiener Morgenzeitung · 1921-07-17 · Heft 888 (17.7.1921) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 888 (17.7.1921)
Date
1921-07-17
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Rr. 888 Wien, Sonntag Krundey und dem Maschinisten Deutsch an dem Kindersräulein des Moskauer Fabrikanten Martin Redet verübt vorden ist. Wir erfahren darüber: Fm Hause. WäWingergürtel 164. wohüt der Kaufmann Jakob I) t a c r mit seiner Familie. Frau und Kinder weilen auf dem Semmering und Herr Israel ist am Vormittag außer Haus und Pflegt um etwa 1 Uhr mittags zu kommen. In der Wohnung ist gewöhnlich seine Hausgehilfin, die 21jährige Therese Fanninger, ein' stämmiges, robustes Mädchen aus Gerasdorf. Ms nun am Freitag um halb 1 Uhr mittags Herr Israel nach Hause kam, fand er im Zimmer die Fanninger auf dem Diwan liegend auf. Ihre Arme und Beine waren mit Schnüren gefesselt. .Neben dem Diwan auf der Erde lag ein vermutlich aus einem Fußlappen gebildeter Knebel. Die Kasten kn den Zimmern standen offen, und alle Anzeichen sprachen dafür. Paß ein gewalttätiger Ueberfall ausgeführt worden. 'ei. Myn, befreite zunächst das höchst aufgeregte Mädchen von den eng geschnürten Banden, die sichtliche Spuren' namentlich' an den Händen hinterlassen hatten. Als sie sich einigermaßen .erholt hatte, erzählte sie: Sie war um etwa halb 12 Uhr vormittags allein in der Wohnung, als zwei Männer an die Türe klopften und nach Herrn Israel fragten; auf die Antwort, er käme erst um halb 1' Uhr, sagten die Männer, sie hätten nicht lange Zeit zu warten. Der eine trug ein Paket, das er dem Mädchen übergab. Er verlangte, indem er einen Beutel hervorzog, eine Bestätigung des Empfanges. Als nun die Fanninger mit. Bleistift unterschreiben wollte, erwiderte der eine Mann, das ganüge nicht; es > müßte mit Tinte unterschrieben werden .Die Fanninger wollte ins Kabinett gehen, wo der Schreibtisch ihres Dienstgevers steht, da folgten ihr die Männer auf dem Fuße. Sie empfand Furcht und wollte bavonlaufen und um. Hilfe schreien. Nun packte sie plötzlich einer der. Männer, riß sie von der Türe' weg, preßte -sie an die Mauer und versetzte ihr mit der Faust einen Schlag gegen d ie linke Wan ge. Der Schlag hatte die Wirkung, : daß die Hansgelfin für kurze Zeit betäubt war. Das sah auch der eine Mann und führte ne zu einem neben dem Schreibtisch stehenden Sessel, auf den er sie niebersetzen hieß; sie folgte aufs Wort. Während dieser kurzen Frist hielt ihr der andere Mann ein Messe.r au die Brust. Nun erklärten die Beiden, sie seien Gehe tm* p o l i z ist $w; sie hätten Israel schon Verhaftet und sie miißten eine Hausdurchsuchung vornehmen. Sie verlangten die Schlüssel und wollten wissen, wo die Wertsache« verwahrt feien. Danach' ging der eine von Beiden von Zimmer zu Zimmer und suchte offenbar nach Wertsachen. Nach etwa fünfzehn Minuten, während der zweite als Wächter bei rhr blieb, kam. der Erste zurück und rapportierte: „Es ist alles -persperrt!" Jetzt verlangten beide Männer, die Famringer solle jtc ins Schlafzimmer führen und ihnen. zeigen, wo sich die Sachen ,befanden. Das Mädchen wollte ihren Wunsch' nicht erfüllen. Mit Gewalt packten die Männer sie nun am rechten Arm und zerrten sie in bas Schlafzimmer. Dort befahl einer der Männer dem Mädchen, es solle sich auf den Diwan..setzen. Kaum saß sie dort, als ihr der Mann, der . lle geschlagen, die Arme nach hinten festband und verschnürte. Er band dann auch die Beine und.stopfte ihr einen Knebel in den Mund. Der zweite Mann blieb während dieser Fesselung fortwährend bei ihr stehen und hatte den Revolver in der Hand gegen sie gerichtet. Er drohte ifu-, wenn sie schreie, werde er sie erschießen. Als sie ins Zimmer gebracht wurde, waren die Kästen schon gewaltsam grvffnet. Als dann nach endlosen Minuten die beiden Männer »ach vOlbrachtem Raub weggingen, trösteten sie sie, sie solle sich nur ruhig verhalten; sie hätten im Aufträge als Geheimpolizisten gehandelt, unr 1 Uhr nachmittags werde die Sicherheitswache kommen und sie befreien. Danach entfernten sich die Männer. Hilflos und außerstande, sich zu röhren, blieb sie allein. Es gelang ihr schließlich doch mit großer Anstrengung, den Knebel aus dem Munde zu entfernen; aber sie getraute sich auch dann nicht zu schreien, weil ihr der Kleinere der beiden Männer erklärt. hätte^ er bleibe im Nebenzimmer und werde sie Löten, wenn sie Lärm schlage. Erst als Herr Israel kam, wurde sie befreit. Es wurde festgestellt, daß in der Wohnung ein versperrter Kleiderkästen aufgesprengt war. Eine eiserire Kassette, 40 Zentimeter lang und 36 Zentimeter hoch, wurde vom Kastenboden, an den sie mit Schrauben befestigt war, los- . gerissen und geraubt. Was sie enthalten hat, ist noch nicht genau bekannt, da Herr Israel nicht weiß, welchen Teil des Schmuckes seine Frau mitgenommen hat. Feststeht, daß ein Brillantanhänger, in Form einer symmetrischen Schuhsohle, mit einem großen und etwa 30 kleineren Brillanten, rn Platin gefaßt, und eine Plätinkette im Wert: von etwa 200.000 Kronen, ein dolchartiger Brieföffner mit eisernem Kreuz geraubt worden sind. Bestätigt wird der erste Teil der Darstellung durch die Studentin Fräulein Anna Bieb er, die ber der Tür stand, als die .beiden Männer kamen, hi« sie.gesehen hat. Sre hörte ssjrf), wie sie sich nach Herrn Israel erkundigten und erklärten, sie hätten etwas zu tun, was keinen Aufschub duldet; sie tonnten nicht. bis halb 1 Uhr warten. Dann gingen sie hinein. Fräulein Bieber sah nach 20 bis 30 Müvuten einen der Männer aus der Wohnung kommen. , ' Pvlizeibezirksarzt Wiedermann untersuchte die Fanninger. Er fand deutliche Spuren der Schnürung an Annen Und Beinen und vom Schlage beim linken Auge eine Stelle in der Größe eines Zweikronenstückes, die blutunterlaufen, leicht geschwollen und auf Druck schmerzhaft ist. Die Nachforschungen zur Aufklärung des verwegenen Ueberfalles sind eingeleitet. Wiener Morgerrzsitrmg An unsere p.t.Abonnenten in der Sommerfrische! Wir bitten bei Ueberstedlung um rechtzeitige Verständigung und Angabe der neuen Adresse. Die B rwaltung der „Wiener Morgenzeitung". Die Wiener Messe. Die am 15. d. M. termingemäß abgeschlossene Entgegennahme von Anmeldungen ausstellender Firmen zur Wiener Messe haben ein überraschendes Ergebnis gezeitigt. Mehr als 5000 Firmen des In- und Auslandes mit einem Gesamtanspruch von rund 40.000 Quadratmeter Flächenausmaß haben um Zulassung zur Wiener Messe angesucht, wovon jedoch mit Rücksicht auf die Raumverhältnisse zur Herbstmesse nur etwa 3500 Aussteller zugelassen werden können. Dieses Resultat bedeutet unter den gegebenen Umständen einen außerordentlichen Erfolg der Ersten Wiener Jntcxnationalen Messe und ein gutes Vorzeichen für' die kommenden Wiener Messen. Dje Platzvermietungsabteilung hat am 16. d. M. den Parteienverkehr bis zum. 20. d. M. abgeschlossen, um die Anmeldungen aufzuarbeiten -und die Zuteilung der, Ausstellungsplätze vornehmen zu können. Nach dem gestehenden Plan, werden in der Rotunde etwa 2600, in den Hofstallungen etwa 700, in der Stistskaserne 300 Aussteller untergebracht werderr können. In der Hanhelsäkademie soll die Gruppe Buch', Graphik, Philatelie und Notgeld Unterkunft finden, 'Nach Branchen geordnet,-werden mit Ausnahme von dieser Gruppe in ber Stiftskaserne Papierwaren,' Kartommgen, Bureau- und GeschäflAbebarfrmd Reklameartik:l, Buchbinderei Erzeugnisse und Lehrmittel ausgestellt werden. In 8en Hofstallungen sollen Kunstgewerbe, Gold-, Silber« und Schmuckwaren, Uhren und silberplattierte Waren, Glas und Porzellan, soweit sie zu den Luxuswaren zählen, Galanterie und feine Drechslerwaren. Rauchartikel, Lederwaren und Reiseartikel und Luxusmöbel gezeigt werden. In der Rotunde 'schließlich werden im Ausstellungsgebaude selbst alle änderen zur Messe zugelassenen Warengruppen untergebrrcht werden, also Textilerzeugnisse, Bekleidungsgegenstände, Leder und einschlägige Zubehöre, Schirme, Stöcke, Sportartikel, Spielwaren, Möbel, soweit sie nicht schon in den Hofstallungen ausgestellt sind, Tapezrerer- und Seilerwaren, Haus- und Küchengeräte, Gebrauchsgegerrstände aus Glas, ^Porzellan und Steingut, Bürsten, Besen und Pinsel, Seifen, Parfümerien- und Doiletteartikel, chemische Erzeugnisse, medizinische, chirurgische und Gummiwaren, Photographie, Optik, und technische Instrumente, sanitäre Anlagen, alle Erzeugnisse auf dem Gebiete dev Elektrotechnik, Beleuchtungsartikel, Eisen- und Metallwaren, Maschinenbau,' Lebensmittel aller Art. Auf dem freien Westgelande vor der Rotunde soll baS Bauwesen, die land- und gartenwirtschastliche Mäschinenindustrie,-Fahrzeuge, Garjenmöbel, Holzwaren usw. ihren Ausstellungsplatz haben. — Die. Zuteilung der Plätze dürste am 20. d. M. abgeschlossen sein. Der NeLseVerLehr im Jahre 1921. Für österreichische Staatsbürger deine Einreisebeschränkung. Die amtliche „Wiener Zeitung" verlautbart die Neuregelung des Reiseverkehrs im Jahre 192 l. Die E r n r e i s e, D » r chreise und derAuf enthalt in den BundeSländerndarfkeiuem österreichischen Bundesbürgerverwehrt werden. Die Landeshauptmänner werden, wenn besondere Ereignisse im Interesse der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe und Ordnung es geboten erscheint« lassen, beim Bundesministcrium für Inneres und Unterricht beantragen, daß die Einreise von Fremden in einzelne Gemeinden gänzlich untersagt oder an eine vorher emzuholende Bewilligung geknüpft werde. Die Landcshauptmiiuuer, oder über ihre Ermächtigung die politischen Bezirksbehördeu, können zugereiste Personen» die sich mit den auf Grund dieser Verordnung erlassenen Anordnungen und Verfügungen in Widerspruch setzen, durch die Art ihrer Lebensweise öffentlichesAergernis erregen, staatlich bewirtschaftete Lebensmittel verbotswidrig erwerben, bei Ankauf von Lebensmitteln die ortsüblichen Preise überbieten oder die wirtschaftlichen Verhältnisse des Landes gesährden, unabhängig von dem allfallig einzuleitenberr Strafverfahren zwangsweise autir Verlassen des Gememdegebietes, des Bezirkes oder Landes verhalten. ___ Die Forderung der Aerzte. Die Wiener Äerzteschast hat bekanntlich Ende vorigen Monats beschlossen, von der Durchführung des für den 1 Juli geplanten Streiks mit Rücksicht auf die kurz vorher erfolgte» Zusagen der Regierung vorläufig abzusehen. Die Provinzorganlsatiouen der Aerzte haben sich .mittlerweile diesem Beschlüsse angeschloffeu. Die Äerzteschast wartet nun ab, in welcher Weise die Regierung ihre Verspreche» eiulösen wird, Md wird hievon ihr weiteres Verhalten abhängig machen. 17. Juk 1921 sSMM -' :-—---r-rl\ Inzwischen ist die Aerzteord.nung von der RH gierung dem Plenum des Nalionalrates zur Beschlußfassung vorgelegt worden. Ferner findet am 25. d. eine Äonfetwk Zwischen den Vertretern der Krankenkassen und der Wierm Aerzteorgamsation statt, die sich mit der R e form . dM Sozialversicherung befassen wird. Sammlungen der „Wiener Morgenzettrmg". Für Jüdische Blinde: M. Nußbanm K 160 (bisher K 11695). Für Pogrom opfer: Dr. Hirschl K 500, Jakob Weiß, hier, K 100, Sam. Roger, II., K 100, Götz und Frau K 100, Moritz Bergt K 100, Klier-Balm (Verlobung) K looo, Erez Israel K 1064, Familie Brunner K 126 (bisher K 14.390). /•. Für „D.i e a l t e B e d i e n e r i n": MalvineM.X 50, (bisher K 250). _ * Belobter antisemitischer Eifer. In einer der letzten Sitzungen des Budavester städtischen Finanzausschusses stand der Rechnungsabschluß der Städtischen Gas» und ElektrizitatSweür für das Jahr 1920 zur Beratung. Ein Kommissionsmitglied 6? schwerte sich darüber, daß bei de» Elektrizitätswerken noch imnrer zuviel I u d e n, und zwar 12'/, der gesamten Angestellte» beschäftigt seien. Nicht nur vom Gesichtspunkt des ülumerÄs clausus, sondern auch mit Rücksicht auf die mangelnde Verläßlichkeit müßten diese jüdischen Angestellten Hiitz besonderen Kontrolle unterstellt werden. Vizebürgermeister G u z a r t h beeilte sich, die Kommission sofort zu beruhigen, datz, als die Stadt Budapest die Elektrizitätswerke überuahÄj die Zahl der jüdischen Angestellten 70 bis 80*/« betrug und daß eS ihm gelungen fei. seitdem dieses Mißverhältnis um 20% heravzudrücken. Dies sei sicherlich ein schönes Ergebnis und We Finanzkommission könne darüber beruhigt sein, daß die Leiter der Stadtgemeinde auch fernerhin in diesem Sinne tätig sein werden. Der Führer der christlichen Parteien im Budapest« Gemeinderat, Karl Wolff, nahm diese Mitteilung mit Genugtimng zur Kenntnis und forderte, daß so rasch als möglich dahin gearbeitet werden müsse, daß die Zahl der jüdischen Angestellte M dm städtischen Betrieben 6°/« nicht überschreite. Man müsse jetzt schon für christliche Ersatzpersonen sorgm und bis dahu» «ehe» jeden Juden, der eine verantwortungsvolle Stelle bei de« städtischen Betrieben bekleidet, einen christlichen Beamten xüri Kontrolle und behufs Einarbeitung in das Ressort setzen, damit er im geeigneten Moment den Posten des Juden übernehme.^ ' * Errrersnunge» in der Kanzlei des Praftdenten des NattorralraLss. Der Buudesprästdent hat dem Bibliotheksdirektor Dr. Johann S t e r l l a s nnd dem Archivdircktor I. Klasse Dr. Karl N e i s,s e r den Titel eines H o f r a t e s, den Sekretären im Stenographmamte Franz P l o tze k, Anton F ö d i sch und Adolf I r s ch i k sowie dem Archivdirektor II. Klasse Dr. Otto Ne iss er den Titel eines Regierungsr ä t e s verliehen. * Auszeichnung fu« Dr. Gloga«. Der Geme'mderat hat in vertraulicher Sitzung beschlossen, den um viele Wohlfahrtsaktionen hochverdientenPhilantroven Dr. Otto Glogau aus New York in dankbarer Würdigung seiner rm Interesse Wiens entfaltenden, überaus erfolgreichen, charitativen Tätigkeit die eiserne Salvrtormedaille der Stadt Wien zu verleihe». . i * Wetterbericht. Nordtirol und Südwestdeutschland batten bedeckten Himmel mit vereinzellm Niederschlagm. Im übrigm Mitteleuropa herrscht schönes, sommerlich warmes Wetter, doch wurde es gestern nirgends sonderlich heiß. In Wien steht die Temperatur aus 255". Voraussage: Schöuwetter, warm. i * Sitzung der Natiorialforrdskommifsäre. Donnerstag den 14. d. M. faVib im Lokal des Jüdischen Nationalfonds fine Sitzung der akademischen nnd jugendlichen Nationalfondsommissäre statt. Es wurde beschlossen, alle Studenten und Jugendlichen zur Sammlung für den I a a r A u st r i a für dm 81. d. M., anläßlich des Ganges zum Grabe HerzlS aufzurufm. Für D o n n e r S t a g den 21. d. M. wurde eine Sitzung der Jüdischen Nationalfondskommissare emberufen. - * Eine Akademie für die KriegSo pser ht Gleichenbarg. Man meldet MS aus Gleichmberg. Em Kreis der hiesig« jüdischen Kurgäste veranstaltet eine WohltatigkeitSakademie zugunsten derKriegswaifenkrnderundBlinden aus dem Osten. Das Konzert fand am 26. Juni im Prachlsaale des Hotel Mailand bei ausverkauftem Hause statt ündi brachte einen materiell amen Erfolg. Die Mitwirlendeu, Opernsängerin Fräulein Bertha Weinberger auS Brooklyn, die Pianistin Fräulcm Mary Fitzek auS Gra^ ' Herr I. Grünball» Komponist, Wim, Frau Lerbowitz, Violinkünstlerem, Wien. Frau Grete Stiegnitz (heitere Vortrögek Wim, sowie Herr 8- Hemisch vom Carl-Theater in Wien ernteten lebhaftesten Beifall. * Buchhändler Fromme gestorben. Am 15. d. M. um 7,4 Uhr früh ist der Buchhändler Otto Fromme in seiner Wohnung, XIX., Sternwartestraße 48, auS Mausgeklarter Ursache plötzlich gestorben. Er hatte sich am Vorabend seines Todes noch vollkommen wohl gefühlt, mit seinm Angehörigm gemeinsam das Nachtmahl verzehrt und sich um 10 Uhr zu Bette begeben. Sern Sohn, der mit ihm in einem Zimmer schlref, erwachte um 7-1 Uhr früh; die Nachtlampe brannte. Der Vater lag quer über dem Bette, war bewußtlos Md röchelte. Er schien von schweren Magenkrämpsen befallen. Aerztliche Hilfe war bald zur Hand, doch Herr Fromme verschied, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben. Die gerichttiche Oeffuung der Leiche wurde beantragt. * Tägliche Führung der Schnellzuge 0 207, v 208 und 200, 210 auf der Westbahn. Die Schnellzüge D 207 und D 208. Strecke W i e n-W estbabnho f—93 u ch S und 209/210 Wien-Westbahnho t—L indau, werden ab nächster Woche täglich geführt, und zwar Zug! V 207 ab Donnerstag den 21. d. M. (ab Wien-Westbahnhof 20 Uhr 25 Min.), Zug 208 ab Samstag dm 23. d. M. (an Wrm- Westbahnhof 10 Uhr 5 Min.), Zug 209 ab Mittwoch de«20.d.M. (ab Wlen-Weilbahnhof 22 Uhr). Zua210 ab Freitag den 22. d.M. (an Wien-Westbahnhof 6 Uhr 50 Min.). Desgleichen wird am der Franz-Josefs-Bahn bis auf weiteres an Samstagen Zug 19 (ab Wien-Franz-Josets-Bahn 21 Uhr) schon ab Wten-FraUK. Josefs-Bahn bis Gmünd, Zug 17 bis Gmünd und an Sonntagen Zug 12 kan Wien-Franz-Josefs-Bahn 22 Uhr 15 Mm.) in her ©trprfc Gmünd—Wien-sdram-Josess-Bahn geführt» Wer billig kaufen will besorge jetzt seinen Einkauf in hocktyfiBllGr RSStdl-MCSSC feinen Herren- und Damenstoffen in der »«, vi„ winamUhiaas*« *ir.? ,-M»

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