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Wiener Morgenzeitung · 1921-07-16 · Heft 887 (16.7.1921) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 887 (16.7.1921)
Date
1921-07-16
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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-rr. öst Men, Samstag Wiener Morgerrze«»«A 16. Juli 1921 ,Seiten Frau Perlen (Deutschland) meint, daß tet Kongreß einmütig das Gelöbnis leisten müsse. Eine bloßeSym- Mhiekundgebung habe keinen praMschkn-Wert. Mrs. Wood (Amerika) dagegen glaubt, baß man nicht über eine solche 'hinausgehen solle. Frau Rosa Schwimmer (Ungarn) betank, daß sich bereits der Züricher Kongreß mit der gleichen Frage beschäftigt habe. 'Sie und viele andere Delegierten seien bis jetzt der Meinung gewesen, daß schon dort das fragliche Gelöbnis geleistet worden fei und hätten in diesem Sinne in ihren Landern gearbeitet. Frau Della H' e r tz k a (Oesterreich): Es 'gibt in diesem Moment nur eine Möglichkeit: Farbe bekennen. Wir sind nicht dazu da, um wieder in die Fußstapfen der früheren Friedenskongresse zu treten, sondern um praktische Pazifistische Arbeit, zu leisten. Die Frage des Gelöbnisses ist von entscheidender Bedeutung; hier muß es sich erweisen, ob die Liga überhaupt wert ist, zu bestehen. Da eine Einigung anscheinend nicht zu erzielen war, schlug die Präsidentin Jane Addams vor, die Diskussion auf heute zu vertagen. Heute abends um halb 8, Uhr findet *im Großen M'usilvereinssaal Line allgemein zugängliche Versammlung über Nationale täten- und Minoritätenfragen statt. Bei dieser Schlußversammlung des Kongresses werden Verrreterinnen der verschiedenen unterdrückten Völker zu Worte kommen. Die jüdischen Forderungen wird Frau Dr. Rad ja O.rnstein-Brodsky (Bukarest) vertreten. Vom hebräischen Pädagogium in Wie«. Schriftliche Anmeldungen für das kommende Schuljahr werden bis spätestens 1. September entgegengenommm. Mündliche Anmeldungen und Auskünfte bis Ende Julr tägl ch zwischen U und 12 Uhr vormittags im Sekretariat, II., Obere Donaustraße 91. * AufnahmSbrdiugnngenr In die erste Klaffe: ZmückgelegteS IS. 8 e b e n S j a h r, tmgms der dritten Börgersctiul-, beziehunaswe'se Gymnasial-. catsckul- oder Lyzealklaffe. Mangels eines solchen Zeugmfses wird die Ablegung emer dementsprechenden Ausnahmsprüsung gefordert. In diehöherenK lassen: Ablegung einer Ausnahmsprüsung aus dem Lehrstoffe der früheren Jahrgänge. T e r m in d er A uf n ah m S p r ü fu n g: Für d>e drei unteren Klaffen: 15. bis 20. Sevtember, für den vrersemestrigen OberkmS 19. blS 23. Oktober (Chol-Hamoed Sukkot). _ Der Rittmeister ols SchecÄfalscher. Gi« Verwandter Zeppelin« verhaftet. Berliner Blätter erzählten um die Mitte vorigen Monats von dem Treiben einer großen Scheckschwindlerbande, die in Deutschlan d und in Dänemark Geld und Waren in großen Beträgen entlockt hat. An der Spitze der Bande sollte, so hieß es,, ein früherer deutscher Rittmeister, Hans v. Luck, ein entfernter Verwandter des Grafen Zeppelin, stehenl! Das Konsortium hatte unter anderem Schecks der FiliM-H' a-« .-dere.Neutfchev-« Bank,- die kerne, Deckung hattew/in Zahlung gegeben. Es wurde ermittelt, daß sich der Rittmeister v. Luck in Purkersdorf aufhielt. Dort wurde er verhaftet. Er gab' an, er fei deutscher Offizier gewesen, habe sich im Kriege als Spion auf deutscher Seite betätigt und werde deshalb von den Franzosen verfolgt.. Cr gestand die Scheckbetrügereken zu. Er entstammt einer alten preußischen Offiziersfamilie und will ein reiches Erbe zu erwarten haben. Cr hat in Kopenhagen bei der Juwelen-, sirma Jakobi Schmucksachen um 10.000 dänische Kronen bezogen und bezahlte mit einem Scheck auf die Deutsche Bank in Hamburg, obwohl ^er wußte, baß für den Scheck' keine Deckung vorhanden sei. , Er will aber geglaubt haben, baß cr durch Veräußerung der Jirwelen sich Deckung verschaffen lanne. Er will auch erwartet haben, daß er durch andere Geschäfte sich viel Geld verschaffen könne. Weiter behauptete ^Rittmeister v. Luck, daß ihn seine beiden Mitschuldigen Söniresen Und Markussen überredet hätten, Schecks auf seine Bank auszustellen;' er will ihnen zwei Schecks auf 35.000 Und 15.000'Mark auf die Deutsche Bank in Hamburg eingehändigt haben, ohne einen Gegenwert zu empfangen. Bon den dem Juwelier Jacobi entlockten Juwelen will Luck nur drei Stück behalten haben. Er hat sie seither in Kopenhagen und in Berlin veräußert. . Die Fremden In Frankreich. Abgeordneter N iveaux, Berichterstatter über den Gesetzentwurf, betreffend den Aufenthalt mH die Niederlassung'von Ausländern ir« Frankreich, veröffentlicht einen Artikel über diese Frage, worin er barlegt, die Zahl der nach - Frankreich gekommenien Ausländer belaufe sich gegenwärtig auf 1,631.260. Gewiß werde Frankreich! in seiner, von hohen: Liberalismus eingegebenen Gastfreundschaft den am -wirtschaftlichen Gedeihen des Landes redlich Mitarbeitenden nicht den Aufenthalt im Lande verwehren und wolle ihn auch nicht durch besondere Abgaben erschweren. Dagegen müsse man sich gegen« die gewohnheitsmäßigen Landstreicher, Diebe, Betrüger und andere gefährliche Elemente schützen. Der vorliegende Entwurf bezwecke somit,. die nationale Sicherheit zu wahren, ohne die Interessen und.die.gerechtfertigten Gefühle eirjw anderen Nation. zu verletzen. - - Der Entwurf, mrterscheidet zwischen« Touristen, > von denen u«nr eine ihren Quärtiergebern gegenüber. :abzügebende JdentitätSerklarung gefordert werden soll und. solchen Ausländern, die sich in« Frankreich dauernd niederzulassen oder daselbst einen Beruf auszuüben« gedenken. Diese bedürfen einer Identitätskarte, deren Ausstellung von gewissen Garantien abhängt. Der mit der Beratung des Gesetzentwurfes betraute Ausschuß will di« Ausstellung, der Identitätskarte von der strafrechtlichen llnheschölte nheit, beziehungsweise von der Vorweisung e'inps' Strafregisterauszuges des Herkunftslandes abhängig machen. Die Gaspreiserhöhüngi In der gestrige» Gemeinderatssitzung berichtete Herr Emmerling über die Festsetzung des höheren Gasp reifes mit X 12 per m' im Verrechnungsabichnift vom 21. Juni bis 5. August »nd erklärte, daß diese Preiserhöhung sich durch die Steigerung der Preise für Kohle, die ur Gänze aus dem Auslande bezogen wird, durch tarifarische Maßnahmen und das anhaftende SinkendesKronenk u r s e 8 als unausweichlich ergebe. Die Zahl der Konsumenten, die der r ü ck w i r k e u d e n Zahlung nicht nachgekommen sind, sei sebr .gering. Wenn das Betreten des Klageweges in diesem Falle Erfolg hat, so wird der Gemeindrrat einen Beschluß fasten müssen, der denen, die die Rückwirkung bezahlt haben, entgegenkommt. Da es sich bei den städtischen Unternehmungen um viele. Millionen Kronen handelt, so könne kein Mmscb die Verantwortung' bafitr übernehmen, wenn die Pre sregelurMN nicht rechtzellig. beantragt würden. — Bei der Abstilnmuug wurden dir Referentenantrüge angenommen. - Erpressung oder Betrug? Unangenehme Wirkung hatte sowohl für den Angezeigten als auch für den Anzeiger eine Klage, die ein Kaufmann am 13. d. M. im Sichechettsbureau vorgebracht hat. Anzeiger ist her 24jährige Kaufmann Adolf Teller. Der Anzeige zufolge war er im Cafe Adlon, und zeigte dem 30jährigen Kaufmann Goldberg, nach Warschau zuständig, die oberste Note eines Pakets tschecho-slowakiicher Banknote» zu 500 Kronen, die er eben gekauft hatte, als Goldberg ihm das ganze Paket mit den Noten aus der Hand riß. Zugleich drohten chm Goldberg und die 36jährige Private Helene Born sie in mit der polizeilichen Anzeige, da die Ischecho-slowakischen Noten falsch seien, wenn Teller ihnen nicht 200.000 Kronen einhändige. Teller hat, so behauptet er, aus Furcht, die Noten konnten wirklich falsch sein und er Unannehmlichkeiten haben, sich bewogen gesühft, d:m Goldberg wirklich die verlangten 20o.ooo Kronen auszulolgen. Doch hätten die- Beiden weitere 400.000 Kroden verlangt. Das habe er aber abgelchnt. Goldberg wurde über diese Beschuldigungen rinvernommen und stelle sie steif und fest in Abrede; im Gegenteil erhob er gegen Teller und gegen seine Kompagnons, den Kaufmann Oskar K a h a n und den Kaufmann Abraham G r o ß, die Anzeige, sie hätten ihn um 570.000 Kronen geprellt. Teller behauptet, er habe dem Kompagnon die 570.000 Kronen z»m Ankauf tschecho-stowakischer Valuta übergeben, und sie. hätten ihm den Gegenwert nicht gebracht. Goldberg behauptet, er habe den Kompagnons nicht gkbracht, sondern das Geld veruntreut. Allerdings habe ihmTeller dann 200.000 Kronen' z u r ü cke r si a t t e t, und das seien eben dir angeblich erpreßten 200.000 Kronen. Da er den Rest nicht erlangen konnte, hat Goldberg gegen Teller die Strafanzeige erstattet. Beide Teile blieben steif und fest bei ihren Behauptungen; das'Merlwürdige daran istdaß die tschecho-slowa-- klschen Banknoten zu 500 Kronen überhaupt verschwunden sind.. Jeder der beide« Streitteile behauptet, der andere müsse sie haben. Angezeigter und Anzeiger wurden dem Landesgericht eingeliefert. * Pevfonalnachrschten. Sonntag de» 17. d. M., 3 Uhr nachmittags, findet rm Tempel, I.. Seiteustettengasse. die Trauung des Fräuleins Hella W a l t u ch, Tochter des Herrn Josef H. W a l r u ch, mit dem akademischen Maler Herrn Siegfried B o j l o statt. * Ein archäologisches Wunder. Das Mitglied der Pariser Akademie der Wiffenschasten Camille Jullien legte dieser gelehrten Körperschaft vor einigen Tagen einer? aufsehenerregenden Bericht über archäologische Funde in der Nähe von Clermont'Ferrand vor, die gleichsam daS ganze tägliche Leben eines kleinen Marktsteckens aus der Zeit des römischen Galliens ans Licht ziehen. Im Kanton Martreske-Beyre arbeiteten einige Leute auf einem Grundstück, als sie mit ihrem Handwerkszeug auf etwas Hartes trafen, das der Deckel eines gallo-romanifchen Steiusarges zu sein schien. Als mau den-Deckel hob, erblickte man eine wunderschöne Frau, deren Fleisch noch so vollkommen erhalten war wie am Tage ihres Todes vor achtzehn Jahrhunderten. Auch die Flechten rhres schwarzen Haares schienen noch wie unberührt. Die Finder hatten aber diese» erstaunlichen Anblick nicht lange, da unter der Einwirkung der- Sonnrnwärme in wenigen Minuten der Körper der Fra« zu Staub zerfiel, so daß nur ein in ein Stoffgewand gehülltes Skelett übrig blieb. Weitere Nachforschungen und Ausgrabungen ergaben noch die Auffindung von fünf anderen ebenso gut erhaltenen Gräbern, in denen man zahllose Gegenstände von höchstem archäologischen Interesse fand: Münzen, Vasen, Töpferwaren, Kmbe, Toilettengegenstände, Frauengewander, Schuhe, ja selbst Früchte, die noch kaum eingeschrümpft warm, und ein Buchsbaumzweig, der noch vollständig grün war. Die Gelehrten, die diese bedeutsamen gallo-romamschen Funde untersuchten, sind der Ueberzengung, daß das Wunder der Erhaltung der Leichen durch achtzehn Jahrhunderte benachbarten mineralischen Quellen zu verdanken ist, die Kohlensäuregas ausströmten, das, schwerer als die Luft, alle Luft au8 den Särgen verdrängte und die Körper, wenn auch nicht mumifizierte, so doch 1800 Jahre lang vollkommen frisch erhielt. Die wissenschaftlichen Sachverständigen erklärtm, daß noch niemals Körper und Gegenstände aus dieser Periode in so vollkommener Erhaltung aufgesunden wurden^ * WerrMMg vor rmvm Schroftrdler. Wie uns mittzeteilt wird, treibt sich in letzter: Zeit ein Individuum im zweiten« Bezirk herum, das jüdische Familien aufsucht und für Palästina- Zwecke, beziehungsweise für Pogromopfer sammelt. Der Mann weise eine L.'gitima'.ion, angeblich von« der Hilfsgemeinschaft Anitta Müll er vor, sowie Sammelbögen und brnAtze die Gelegenheit, um bei einer Sammeltätigkeit, die allem schein nach in seine eigenen Taschen fließt, auch verschied»« Drebstähle zu begehen. Wie uns.die Soziale Hilssgemein-' fchaft (Anittr Müller) mitteilt', hat sie keinerlei Sammler» legitimationen ausgegeben. Der Mach: soll Ungefähr zwanzig Jahre alt, schlank und brünett sein«. Das Publikum wird also vor.diesem Schwindler g ewarnt, dessen eheste Verhaftung wünschenswert erscheint. 1 j * Ade wieder Krieg. In DeütMand' wellt Uegewvärtig eine Abordnung der englischen« Kriegsdienst, v er w ei ge rer. Sie wurde in einer Versammlung im Berliner Rathaus, die von der Deutschen Friedensgesellschaftdem Friedensbund der Kriegsteilnehmer und dem Bim-', der Kriegsdienstgegner einberufen war, eindrucksvoll empfangen. Runham Brown und der Quäker Jo hü 'P, Fle-tsher, beide Kriegsdienstverweigerer, erklärten, daß nicht nur Quaker -zu jenen 6000 Männern und Frauen gehörten, die während des Krieges in England zu GefänZn/isstrafen verurteilt worden sind (manche davon n«ach Ablauf ihrer Strafen fünf- bis sechsmal). Nicht aus Liebe zu Deutschland oder weil sie diesen Krieg für unrecht hielten, sondern« nur in Befolgung des sittlichen-Gebotes: Du sollst nicht töten, . widerstanden fast alle von ihnen« den immer wiederholten Anerbietun-gen der Regierung und der bitteren Not, die oft über , sie und ihre Familien durch ihre Weigerung hereinbrach. Die Kriegsdienstverweigerer haben-sich nach dem' Kriege in der, „Nie-mehr-Krieg"-B-wegung zusammeugeschbossen, die als grundsätzliche Forderung das Verbot des Tötens auffbellt und die alle - Kriege, auch den Bürgerkrieg ab lehnt und auch den Arbeitern von Gewaltanwcn.dung abrät. Um die angeblich prinzipienschwachen Handlungen der anderen solle sich der Pazifist nicht kümmern, sondern überall ganjz seine Pflicht tun und den Kriegsdienst verweigertbann würde an dem Widerstand dieser pazifistisch-sozialistischen Jnternationjale der- Versuch einer neuen Kriegsüberrumpelung zerschellen«. * Abschluß der Anmeldsnge« zur Wiener Messe. Mit dem heutigen Tage wurde die Entgegennahme von Ausstellei -Anmeldungen iiir die Wiener Mesie beendet. Der Parteien« verkehr der der Piatzvrrmietungsabteilung bleibt zum Zwecke der Aufarbeitung der eingelangten Anmeldungen bis zum 20. d-M. vollkommen geschlossen. Die Zulassungsbestätiguug und allezur Information kür die Aussteller notwendige Material wird diesen ehestens per Post zugesandt werden. -rv * Die österreichische Seessagge. Wie die Politisch» Korrespondenz erfährt, hat das Kommando tzeS erste» -st«* »eichfichen S e e b a n d e l S s ch i f fe S (Kapitän F a u tz tob Begareederei) anläßlich des Hiffens der österreichischen Flagge ans Wolgast (Pommern) vor Amritt der Fahrt ms Mittelmeer an be* Bimdespräsidemen ein Begrüßnngstelegramm abgesendet. -, i * Kaiser Wilhelm mutz zahlen. Die Behörde« , st»»- Doorn habm den Protest des Exkaisers gegen seine Besteuerung abgewiesen. " i * Wetterbericht. Gestern gab es Gewitter iuzahlreichen Teilen Oesterreichs. Es bar sich jedoch sehr rasch wieder f aufgeheitert, nur ein erfrischender Nordwestwind ist zurückgeblieben. Infolgedessen stieg die Temperatur in Wien heute nur brs 24*3\ In Deutschland ist es wärmer geworden. In ganz Mittel- und Nordemopa herrscht nunmebr Schonwetter. — Voraussage: Schönwetter, warm, schwacher oder mäßiger Wind. * Ermäßigung der Batzvisa für Jtalieu. Di« Repräsentanr des AdriaseebadeS Grado in Wien teilt mit. daß nach einer offiziellen Mitteilung der italienischen Paßstelle in Wien vas Elnreiftpaßvisum für Oesterreicher «ach Italien ab 10. d. Mvon 42 auf 32 Lire ermäßigt wurde. , . -■ * Die Preiserhöhung für oberschlesische Kohle.' Heute tritt die angekündigte Erhöhung der Preise für ober, schlesische Kohle ein. Der Meterzentner wird ab Nordbahnhof ic 571.26 kosten. Die Begründung der Steigerung liegt in der Erhöhung der Grubenpreise durch die oberschlensche Kohlenkonvention auf 73 Mark per Tonne und in der Erhöhung der Eisenbahntarife in Oesterreich. . * Spenden für Wiener Kinder. Ja der gEg?» Sitzung des Gemeinderat?s wurde mitgeteilt, daß die Bewohner der Insel Faer Oer, Dänemark, für ei» Wimer Kmderhenn 250 leg Hafergrütze. 250 kg Reis, 100 fcg Zucker. 250 kg Margarmr und 200 kg Mrlch, das dänische Rote Kreuz 100 Lebertran und deutsche Schulkinder von Campo de Tenmte, Brasilien, für Wiener Schulkinder zwei Pakete LebenSmittel gespendet haben. . .. 9 * Plötzlicher Tod. Gestern nachmittags gegen llhr ist in einem von Nußdorf nach der Stadt fahrenden Sttaßeu». bahnzng der 57jährige Prokurist Hugo N a r 0 z n y, IX-, Lrechtew steinstraße 103 wohnhaft, von Unwohlsein befallen worden. Man hob ihn heim Abfertigungslokal der Straßenbahnen auf bcm Viriotplatz aus dem Wagen und brachte ihn in das wM* bffct ist er gestorben, jedenfalls an Herzschlag. * Die Besolduugserneneruns der «eiederösier^ reichischen Landesarrgestellteu. Der Hanptausschnß des (gemeinsamen) Landtages von Niedrrösterreich hat gestern me sinngemäße Anwendung der Besoldungsneuordmmg der Bundesangestellten auf die niederösterreichische» LaudrsangestttMl»^ beschlossen. * Uebernahme der Patzangelege«heilen des beatm* österreichische« WarenverUehrsbnreau i« LigAidatw« durch das Handelsmuseum. Die bisher vom deutschösterreichischen WarmverkehrSbureau behandelten Paßangelegenhette» werden mit Rücksicht auf das*Fortschreiten der Liqmdatwn de- Warenverkrhrsbmeaus am 16. d. M. vom HandelSMuseo«.' Wie».!X., Berggasie 16, Übernommen. Du, AmlSstunden d« Paßstelle des Handelmuseums (Hochparterre. Zimmer 14) ßud -a» allen Werktagen von 7,9 bis 12 Uhr vormittags. r > * »Unser Ruf". Diese neue in jüdischer Sprache ^er* scheinende Zwetwochenschrift wird von M. Hemsch und Natha« Eck redigiert. . > * Gi« Posteinbruch i« dar Tschecho-Slomatzei. Am 13. d. M. bot ein junger Mann im Südbahnhof einem Kellermeister aus Simmering tschecho-slowaftsche Briefmarken im Werte von XL 2715 zum Kauf an; der Kellermeister, dem das Anbot bedenklich vorkam, ließ den Monn, einen Htlfsarbeüer Otto R e i ch l ans Zittau, verhaften. Er gestand, daß er dre BrPmarken von dem 27jährigen Elektriker Franz P r ch l e t erhalten habe, den er während der gemeinsamen Haft rm Brwner Landesgericht im Herbst v. I. kennen aelernt hat.. Dre -önermarken sollen vom Einbruch in einem Postamt m der Tfchecho- Slowaker stammen. Reich! wird außerdem wegen Veruntreuung von Waren im, Werte von X 35.000 zum Nachteil des Kaufmannes Nathan A l i st a dtinOedenburg verfolgt. * Waldbrand in Schmede«. Aus Stockholm wird gemeldet: In Sliesenryd (Schweden) hat em gewamger Walkbrand, der seit Dienstag wütet, ungeheuren Schaden an* gerichtet. 800 Mann kämpfen gegen das Feuer, das sich über 400 Hektar ausdrhnt und noch immer mcht gelöscht werden konnte. Auf den Feldern steht das Getreide en Flammen, vwle Gehöfte sind niedergebrannt, auch" ein Krud M l« ven Flammen umgekommen. Die Fenersbrunst, der auch zahlreich^ Buh zum Opfer fiel, hat bisher einen Schaden von weit üvW eine Million schwedischer Krönest angerichtet. — "— " " 11 ^v T* ■ " " . „ - _'--—.—— f —--—*~r* QTHCCt)TjCTC für Anzüge, Modehosen, Kleider, Kostüme, Mäntel und |lvvlljp01vrrA\UvJ,C Oagpes geeipet, sindet msI jvtrt sehr preiswert hei vki^KiWienz«i|e,4^l^M9&

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