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Wiener Morgenzeitung · 1921-07-14 · Heft 885 (14.7.1921) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 885 (14.7.1921)
Date
1921-07-14
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 Wien, Donnerstag ans Schwert; in den besiegten Staaten schreiben sie die Niederlage der schlechten Organisation des Krieges, dem mangelhaften Siegeswillen, dem „Friedens-- gewinsel" des Hinterlandes zu und arbeiten für Revanche und neuen Krieg. Ihnen gegenüber aber steht die Maste der Arbeitenden, die durch den Krieg und den Rüstungswahnsinn zu Leidenden werden, gnd die Schar der Frauen und Mütter, die für den Sieg nüe für die Niederlage den Gatten oder Sohn opfern mußten, Diese Frauen, die sich zur Liga für Frieden und Freiheit zusammenschließen, werden stärker werden als die Rotte der Demagogen und von ihnen wird gegen die Diplomaten und gegendiekaltenHerzenderMachtpolitiker die Abrüstung erzwungen werden. Die Frauen haben genau die gleiche Schuld am Krieg wie die Männer. Sie haben, als es laut zu reden galt, geschwiegen. Aber sie sprechen jetzt und organisieren sich. Der Frauenkongreß, der eben jetzt in Wien tagt, ist ein Schritt nach vorne auf dem Weg zur Menschlichkeit und zum Frieden.- » Die Lage der Juden in Sowjetrutzland. fcte Interview mit Bialik »nd den Publizisten Dvujanew «nd Kleinmann. <9to$brwt verboten.) Wie bereits gemeldet wurde, ist der berühmte hebräische Dichter Ch. N. .Bialik mit zehn anderen bekannten jüdischen .Schriftstellern auf .einem kleinen griechischen Reiseboot aus' Odessa in Konstantinvpel eingetrofsen. Sie wurden bei ihrer Ankunft, von einer. Delegation des Oberrabbindts im Namen.her jüdischen Gemeinde begrüßt. Zu Ehren der Gäste fand ein großartiges Bankett statt, an. dem außer allen jüdischen Organisationen auch Major Morris, .Direktor des Einwanderungsdepartements der palästinensischen Regierung, Leilnahm.; In einer Unterredung mit dem Vertreter des Jewish Correspondence Bureau schilderte Biasik die Verhältnisse in Sowjetrußland folgendermaßen:. Vor 18 Monaten, als die Bolschewiken sich Odessa näherten, verließen viele jüdische Persönlichkeiten die Stadt. Bloß einige jüdische Schriftsteller blieben zurück. Nach' Einnahme der Stadt durchs die Bolschewiken ward jedwede jüdische Arbeit fast zur Unmöglichkeit. Bekanntlich hängt die Haltung der Sowjets gegenüber den Anden gänzlich von der „Jewsek" (Abkürzüng von „Jewrejskaja Sekcia" — Jüdische Sektion der Sowjetregierung) ab, die einen hartnäckigen Kampf gegen jÄ>e jüdische Tätigkeit ausgenommen Und sich als besonderes Ziel die Verfolgung der tzebrLischen Ssp"rache gesetzt hat. In einer Reihe von Dekreten ''wurden strengste Maßnahmen gegen die jüdischen Institutionen ergriffen. Kraft dieser Dekrete wurden die jüdischen Gemeinden aufgelöst und bloß als kulturelle Institutionen anerkannt. Alle jüdischen Schulen wurden gesperrt, und Her Unterricht der hebräischen Sprache verboten. Es wurde bloß gestattet, Hebräisch als unvbligate- Spräche auf Kosten der Eltern zu lehren. Diez war jedoch nur in der Theorie möglich, in der Praxis ließ sich! aber kein Nutzen daraus ziehen. Alle hebräischen Zeitschriften, Verlags Häuser usw. wurden eingestellt und geschlossen, , trotzdem die jüdischen Literaten hiedurch ihrer Unter- Haltsmittel beraubt wurden. Daher gründeten wir einen Verlag „Dwir" auf kooperativer Basis, dessen ZweL es war, Manuskripte von den jüdischen Schriftstellern anzukausen und ihnen auf diese Weise die Möglichkeit zu bieten, für ihren Unterhalt zu verdienen. Freilich konnte es keine Frage Mn, diese Werke in Rußland' heraus zngeben;' es blieb bloß der Ausweg, sie ins! Ausland zu verkaufen, was j^roch eine Sache der Un-. Möglichkeit war. Die hebräische Literatur wurde durch viele wertvolle Werke bereichert, die ein ansehnliches Vermögen barstellten. Diese Lage verschlimmerte sich immer mehr. Infolge der fortschreitenden Paüperisierung der Bevölkerung wurde die Zahl der Spender immer kleiner und wir waren außerstande, unsere Pläne weiter zu verfolgen- Die Aussichten waren nicht besonders ermutigend.'! . Wir kamen bann auf den Gedanken- UNS an die 'Sowjetregierung zu wenden. Es war. den Schriftstellern unmöglich', ohne Erlaubnis wegzufahren, da sie ihre Bücher und Manuskripte nicht hätten mitnehmen können. In Unserer Verzweiflung wandten wir uns an Maxim Gorki, der damals in Moskau war. Wir beschrieben ihm unsere unerträgliche Lage und unterstrichen die -Tatsache, daß hoffentlich kein Einwand gegen unsere Ausreise aus Sowjetrußlynd erhoben werden würde, da wir in die Kategorie der „Unpvodukitiven" eingeveiht und als solche von der sÄwjetregierung anerkannt wurden. Der betreffende Brief wurde durch einen gewissen H. Se-oy, einen bekannten Journalisten, ab geschickt. Zwei Mo nate sp äter kehrte Derselbe aus MosMr mit, einer sehr günstigen Antwort zurück. MaAm Gorki, der in bolschewikischen Kreisen das größte Vertrauen genießt, hätte mit Lenin eine spezielle Unterredung 'in unserer Angelegenheit, in deren Verlauf dieser seine Zustimmung zu unserer Abreise gab. Um die notwendigen Formalitäten zU beschleunigen, begab ich mich mit meinem Kollegen ''Kleinmann nach Moskau. Inzwischen kamen die Kronstädter Vorfälle, die unsere Angelegenheit um Monate verzögerten. Nachdem die Lage sich beruhigt hatte, erfuhren wir, daß alle in Betracht kommenden Departements die Weisung erhielten, unsere Reise' 'zu erleichtern.. Wir beaean^ten überall der größten Sym- Wierrer Morgeirzettrmg pathie und es^ wurden nps alle möglichen Erleichterungen gewährtz Die Sache ging günstig und rasch vonstatten, am/Cnde> schien über'irgendwo ein Haken zu stecken. Die „Jewsek" hätte offiziell keinen Einwand gegen unsere Wreise, ich vermutete aber, baß die Schwierigkeiten,! denen wir ausgesetzt waren, hauptsächlich auf HinteMlissenpolitik dieser Sektion zurückzuführen seien. Vielleicht war es die Tatsache, daß die Ausreise einer so großen Anzahl berühmter jüdischer Schriftsteller aus Rußland dem Renomme besser Sektion nicht besonders, djeylich war. Ich hatte auch Gelegenheit, aus anderem Anlaß die antijüdischen Gefühle dieser Partei kenhen zu lernen. L u n a t s ch a r s k y, der Volkskommissar für Erz^ehUngswesew, und viele andere russische Intellektuelle beabsichtigten, anläßlich unserer Abreise ein Abschiedsdiner im Moskauer „Presse-Heim" zu geben. Allem dank dem Betreiben der „Jewsek" Md das Diner nicht statt. In einem Briese an das Zentralkomitee fährt die ^Kwsek" mit Erbitterung gegen Lnnatschärskh los, den sie der Sympathien mit „konterrevolutionären"- Autoren beschuldigt. Die Haltung der „Jewsek" ries -hei Lunatscharsky und Gorki Erbitterung hervor. •>' " Die jüdischen Institutionen müßten eine nach der änderen ihre Existenz vufgeben. Bloß das „Habimah"- Theater konnte dank der vollsten Unterstützung durch prominente russische Künstler christlichen Glaubens seinen Bestand -sichern. , Nach vielen Härten und Schwierigkeiten gelang es uns endlich, unsere Papiere-in Ordnung zU erlangen.; Und wir begaben uns nach Odessa, um von dort Unsere! Reise anzutreten. Hier begegneten wir derselben Sympathie wie in Moskau. Es wurden uns alle möglichen Erleichterungen gewährt und gestattet, mehr mit Uns mitzunehmen, als 'es dem Gesetz nach zulässig - ist. Wir konnten alle unsere Werke, die beendigten und! nichtbeendigten, - sowie, unsere geringen persönlichen Sachen mitnehmen. Zum Schluß erklärte Biali k, er beabsichtig«, - in Palästina einen' Verlag „D wi r" zu gründen, der : alle. Werke 'der -hebräischen' Autoren heraus geben und'! mit allen kleinen Institutionen dieser Art affiliert sein 1 soll. Er erwähnte auch', daß sein FreuNd T s ch e r n i- /chowski mit Rücksicht auf Familienangelegenheiten;• im letzten Moment zurückbleiben mußte. Er wird eben-! falles'in Kurzem'Nachkommen..' , Der bekannte, hetzr.äische Publizist Drujanow, j der in der letzten Zeit in SüdxUKla.nd lebhe, teilt .'uns' über' das ^.dö.rtige?,'Leben^d>hr/Zupeft nzit, baß die t Haltung der SolpzetregierniNgd>en.. Jud^n gegenüber : überaus korrekt sei, unh Haß nirgends in dieser Gegend 1 Verfolguügen Wgen^W/JüWn als' solche voxgekommen seien. Die 'En^'ickW^' 'Vtzs '^üdischrrätionalen. Emp- : sinöens wird jedoch nicht toleriert. 'Demgegenüber ist! die Haltung der „Jüdischen Sektion" eine' grausame. Alle Synagogen Wurden unter ' dem Vorwand, daß sie : als zionistische Klubs benützt werden, geschlossen. Zionistische Zusammenkünfte dürfen nicht stattfinden. Selbst die Herausgabe eines hebräischen Kalenders wurde verboten. Die einzige Hoffnung der russischen Juden -ist Palästina. ' 1 ’ ' - „In bjen an den Grenzen gelegenen Städten befinden sich, gegenwärtig etwa 9000 jüdische Flüchtlinge, die unter schrecklichen. Bedingungen leben. Sie erhielten Wohl von der ukrainischen Sowjetregierung, wie auch! von der Zentralregierung .in Moskau die Erlaubnis/das. Läuö zu verlassen, und die Regierung seM sogar eine Kommission zur Untersuchung derj elMen Lage dieser Leute ein. Durch! das Däzwischentreten der „Jewsek" ' ist die Ausführung dieser Beschlüsse hinkertrieben. worden. Die „Jüdische Sektion" 1 gibt dafür als Hauptgrund an, daß die Juden Rüßlands den kommunistischen Grundsätzen gemäß proletarisiert und mit Boden beteilt werden, sie haben demnach kein Recht, ihr eigenes Land zn verlassen. Die : Ausreisebewilligung ist im Prinzip vorhanden, es könne jedoch, vpn ihr keip Gebrauch.gemacht werden. Die'Chäluzimbewegung hat große Dimensionen erreicht: Es existiert dort ein wohlorganisiertes' Chäluzimkomitee. Jeher, der Chaluzim werdenwill, MUß zwei Empfehlungen - von bekannten .Persönlichkeiten 'Leimringen. In Odessa werden hie Chaluzim von Abraham Sußmann, dem bedeutendsten jüdischen Agronomen Rußlands, geleitet. Derselbe verwaltet 'eine Farm in der Nähe von Odessa, wv die Chaluzim ihre erste landwirtschaftliche Ausbildung ' erhalten. Die zionistische Organisation übt eine genaue KonLrvrle Mer die Chäluzimbewegung aus, 'in der strenge Disziplin herrscht. Obwohl die Namen der zionistischen Führer der „Jewsek" wohl bekannt sind, dürfen. sie doch nicht öffentlich' genannt werden. Besondere Erwähnungverdient die „Zeirei- Zivn"-Organisation in Odessa, die Hand in Hand! mit der zionistischen Organisation zUsammenarbektet Und große Dienste, 'besonders in der landwirtschaftlichen Arbeit, ' geleistet hat. Mus die Frage, ob die russisch!«» Juden ihre Delegierten zUm -12. Monistenkongreß entsenden werden, antwortete Drujänvw, es dürfte ihrer wahrscheinlich 60. geben. Odessa selbst werde 6 Delegierte, darunter Biasrk, D'r ujanvw, Ml6in mann und' Mojislawski, entsenden. ZUm Schlüsse betonte Drujäniow, baß der Antisemitismus täglich im Znnehmen begriffen sei, und zwar nicht nUr 'in "emtibolschewikischen, sondern'auch! in den bolschewikischen Kreisen, Md es könne NiM. 4.IM1S21 hkr. SS» — — ' -- ■' - f r) N| ■ - vorausgesagt werden, welchen Lauf biie Dinge nehmen würden.! In meiner Unterredung mit MostS Kleinmann fthrte dieser »aus: Mein Kollege Dmjanow schildert» Ihnen die Verhältnisse in Südrnßland. Da ich in-der letzten Zeit in Mord rußsand lebte, bin ich imstande, das MH des gegenwärtigen jüdischen Lebens in Sowletrußland zu vervollständigen. . Bevor ich: aber in Einzelheiten - emgßhe, möchte ich folgende Tatsache vorausschichen: Die "Mische Partei, mit her wir jetzt im SMit sind, besteht aus den alten Opponenten des Zionismus und des Judentums überhaupt, wie „Bund", die jüdischen Sozialisten usw. Praktisch ist keine Aenderung im inneren jüdischen Leben - eingetreten; unser« alten Gegner vereinigten sich in einem Block, und ihre Lage wurde durch: die Unterstützung der Sowjetregierung gestärkt. In Nordrußland ist die ökonomische Lage' der Juden bei weitem besser als in Südrußlrnd!, und zwar aus zweierlei Gründen: Erstens gab H in Nordrußland keinen Regierungswechsel, zweitens ist dort die Zahl der Juden viel' geringer als in Südrußländ. Sie ziehen nicht die Aufmerksamkeit der anderen Bevölkerung-auf sich. Di« Existenzmöglich Men sind daher dort viel günstiger und es gibt auch' «kn größeres' Md für kommerziell« Betätigung. Der politische Ruin des Landes ist dort Nicht so wahrnehmbar wie in Südrußlanb, diegestattet aber keineswegs die Mutmaßung, daß die ökonomische Lage glänzend sei. Mnn jedoch die ökonomische Lage eine schlechte sei, so könnte man meinen, baß in kulturellen Fragen die Juden auf besserem Fuße mit der Regierung stünden. Dies trifft aber nicht zu. Die Bedingungen sind dort dieselben, wie in Südrußland, denn die Verwaltung der jüdischen Angelegenheiten liegt zur-Gänze in den Händen der „Jewsek". Diese Seksion erläßt lächerliche Dekrete. Letztens wurde ein Dekret verösfelttlicht, als die „Milah" '(Beschneidung) ahschasfl Der Bejehl wurde jedoch auf Protest der Mo Hamme d a ner zurückgezogen. Juteiressant ist, daß die „Jewsek" die Sowjetregierung in allen'ihren Vorgängen nachahmt. So oft die Sowjettegierung ein Dekret erläßt, sind die Juden sicher^ daß die Jewsek dasselbe auf sie anwenden wird. Vor einiger Zeit pilgerten große russische Vvlksmassen zu den Reliquien der alten russischen Heiligen. Die Sowjets bedienten sich eines' listigen Kniffs zur Eindämpsung des Fänat'isMÜs bei diesen Leuten. Sie legten Pferde ' und ändere Skelette in die Grüfte hinein und riesen,' am nächsten Tage alle Fanatiker zusammen. Die Gräber wurden in' ihrer Mwesenhett geöffnet und! ihnen die Skelett« gezeigt. Dies veranlaßt« die Fanatiker, vom Besuch dieser Stätten Abstand zu nehmen. Die' „Jewsek" ' äffte'dieses' Stückchen sofort nach und wendete dieselbe List auf das „Balsche-m"-Grab an. Di« Juden gingen aber uichst in die Falle. Em anderes Beispiel: Die Sowjets beschlagnahmten Kochen, Klöster usw. und wandelten sie in Penstonate um. Die „Jewsek tat dasselbe. In Witebsk wurden acht Synagogen gewaltsam requiriert, uM in Pensionat« umgewandett zu werden. Diese Tat der „Jewsek tifcf eine stark« Erbitterung unter der jüdischen Bevölkerung hervor. Sogar die Mischen Arbeiter gaben ihrer Entrüstung darüber Ausdruck. Ein von tausend ^Menschen gefertigter Protest wurde der Regierung übermittelt^ Während des ganzen Tages waren zum Protest Polksmassev vor den Synagogen versammelt. Emissär« des „C e k a" (Zentralkomitee) mußten ein schreite n^ und' es entstanden ernste Unruhen, in deren Verlauf viele Juden verprügelt wurden. Der Protest der jüdischen Bevölkerung fand die größte Aufmerksamkeit der Sowjetregierung. ES wurde der Befehl erteilt, daß keine Entscheidung ohne Znstimmuug des Zentralkomitees getroffen werben könne. Es sollte eine Konimission aus Moskau zur Untersuchung der Lage kommen. Die Behörden sind jedoch nicht diszipliniert, - Ich muß wiederholt die Korrektheit der Haltung Her Svwjetregierung den Juden gegenüber unterstreichen. Jeder Regierungswechsel würde Jude n- Pogrome mit sich> bringen. Als Beispiel sei eowähnt, daß während des Kronstädter Aufstandes Vorbereitungen zu einem Pogrom gemacht wurden. Die Lage der Juden ist um so tragischer, als sie einerseits Politisch, ökonomisch! Md moralisch ruiniert sind, andererseits aus ' Gründen persönlicher Sicherheit, die Sowjetregierung jeder anderen vorziehen müssen. Was die zionistische Bewegung in Nordvußland betrifft, gibt es dort eine gutorganisierk« und disziplinierte Bewegung. Die Tatsache, baß es noch eine große Zahl guter Zionisten gibt, die jederzeit bereit sind, ihre Pflicht zu erfüllen, ist ein krasser Beweis für» die vitale Kraft unserer Bewegung in Rußland. De Dalera in London. Ä WoinidiM, 13. Juli. (Del.-Komp.)' ' De Balera ftHrbe gestern abends bei seiner Ankunft in London von einer begeisterten Menschenmenge empfangen. In seiner Begleitung befindet sich Grifftth, der Landwirtfch'aftsminister, der Innenminister und drei offizielle Vertreter der Sinn feiner. Auch! der Lorbmajor von Dublin ist in London angekommen. De Valera veröffentlichte gestern abends folgende Botschaft: Es gibt keinen Grund, weshalb di« Völker beider Inseln Feinde bleiben sollten. Es handelt sich! nur darum, aus Grundlage der Gerechtigkeit einen Frieden ab zu schließen.

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