Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 883 (12.7.1921)
- Date
- 1921-07-12
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Aensrag 2vre«er Morgerizektmis tzülkfprüiye zv schädigen. Ferner war der BrrdaM gegeben, daß die mit: der Abwicklung der lausenden Geschäfte befaßten' kaufmännischen Nachlaßknratvven hiebei nicht nur 7ine preistveiberifche Tätigkeit entwickelten, sondern auch in tiefer ihrer Eigenschaft verpönte neue Geschäft« »ntrjerr hatten'. Dann mußte auch schon '«ach der ersten 'oberflächlichen Einsichtnahme in die vorliegenden Geschäftsbücher des Verstorbenen angenommen werden, daß diese Behelfe. üb«r bedenkliche Geschäfte emzelnerfeiner Lieferanten und'Abnehmer Aufschluß geben würden. Schließlich lag die Vermutung nähe, daß. sich einzelne- Angestellte der Gegenbontrahenteik des .Brück durch Geldgeschenke hätten bestimmen lassen, ihn zum Nachteil ihrer Unternehmungen zu begünstigen. Durch die drei Monate tvährenden Erhebungen der Polizei-.und FinanzbehördFnwurden diese Verdachtsgründe soweit verdichtet,'daß nunmehr mit der Erstattung der Strafanzeige und der Uebermittlung des gesamten EchebungSmalerialS an die Staatsanwaltschaft vorgegang-n wurde. Seitens der Finanzbehörde wurden bereits im Lause heS^Kisherigeu. Verfahrens alle. -notwendigen Sicherstellungsrnaßnahmen getroffen. Verhaftung eines Heiratsschwindlers. Dev Mann mit den 2« Bräuten. : Ein sehr' betriebsamer Heiratsschwindler hat in den letzten .vier Monaten in Wien sein Unwesen getrieben , .und zahlreiche Mädchen und Witwen teils betrogen, .teils > bestohlen. Der. Mann war ein eifriger Leser 'der ' Heiratsannoncen, uüd wenn er m 'einerv Zeitung ei'ch ihm zusagende fMld, unterließ er es nicht, mit der betreffenden'Dame in Korrespondenz'zu treten. Die Wirkung war dann gewöhnlich''die-Ein labung'zu einem Besuch, und der Gauner stellte sich pünktlich ein. Von nicht unüngeikehmem Aeußem, wußte er rn der -Regel einen sehr'günstigen Eindruck zu machen. Woes nur anging, stahl er bei dem ersten oder zweiten'Besuch was ihm in die Hände' - tont; ' sonst'DrKrg'tS-'. fcr- 'sich darauf> der Schonen unter allerlei Vorwänden - Geld' oder Geldeswert' zu entlocken. So entwendete er Mitte Juni dieses Jahres, der Emma -G. in der Leopoldstadt Schmuckfachen ' im Werte von 250.000 Kronen. 'Das Polizeikommissariat Leopoldstadt erhielt zahlreiche Anzeigen; es stellte fest, daß. sich der Gauner Briese auf das Postamt Südbahnhof unter den Namen „Johann Merkt, Josef Neugebauer, Ludwig Weindl" usw. kommen ließ. Die Kriminalbeamten überwachten das Postamt Südbahnhof und konnten am 9. d.M. den -Gauner, eben als er Briefe-beheben wollte, verhaften. Er ist' der erst im Mai vorigen Jahres aus . Graz hieher zugereiste undwegen Betruges schon abgestrafte 32jährige TischlevgeHilfe Franz Ständer, ohne Unterstand. Bei seiner Einvernahme gestand 'er alle ihm zur Last gelegten,Betrügereien und Diebstähle zu. Er will die gestohlenen -und entsyckten Sachen, die einen Wert von 300.000 Kronen habein, ritz eineyr.. Gasthaus' - auf dem Landstraßergürtel einem ihm nicht näher bekannten Manne um 50.000 Kronen verkauft l'rt&im. Die Nachforschungen nach dem Käufer sind eingeleitet. Der Heiratsschwindler, gegen den zwanzig Strafanzeigen erstattet sind, wurde dem Landesgericht eingeliefert. - . Ein Riesenbrand t« Wimpassing. Aus Wimpassing wird uns berichtet: SamStag abends wurde der Ort Wimpassing von einem großen Schadenfeuer heimgesucht, das einen Millionenschaden gestiftet hat. Der Brand kam um 6 Uhr durch Kurzschluß bei der elektrischen Anlage in der Werkstätte des Zimmerei- und Sägewerksbesitzers Franz H ö l l e r zum Ausbruch. Die Flammen fandm reichlichste Nahnnig au großen Holzvorräten, griffen immer weiter und Flugseuer gefährdete den ganzen Ort. Alsbald waren fünf O b j e? t c in Flammen gehüllt. Riesige Holzvorräte brannten wie Zunder. Die Arbeit ans dem Brandplatz gestaltete sich sehr schwierig. Eine sehr große Gefahr bestand darin, daß sieben Fäffer wit B e n z i n im Bereiche der Flammen lagerten. Obwohl die brcuncuden Holzvorräte eine enorme Hitze entwickelten, haben Feuerwehren und Gendarmen unter Lebensgefahr die Benzin- Wer aus-der bedrohlichen Nähe geschafft. Nach stundenlanger Arbeit gelang es. die Flammen zu löschen. Ihnen sind außer den fünf Objekten.' die emgeäschert wurdenfünf Elektromotore, elf verschiedene Maschinen und mehrere Waggons Bauholz und Werlholz znm Opfer gefallen. Verlust an Menschenleben ist nicht zu. beklagen. Der Schade wird auf etwa fünf Millonen Kronen geschätzt. - ^_ Mitteilung«» deS Büros de» XII. Jiomsten- Kongresses. Der Xll. Zionistenkongreß beginnt in Karlsbad am 1. September (28. Ab). I. T r i b ü n e n k a r t e n. Der beschränkte Raum des Kongreßsaales läßt leider nur die Ausgabe enw verhältnismäßig geringen Zahl von Trrbüneukarten für Gäste zu. Bei der zu erwartenden großen Nachfrage nach Karten könnte die Verteilung durch das Kongreßburean nur nach zufälligen Gesichtspunkten erfolgen und würde daher zu Uyzuträglichkeilen Anlaß geben. Demgemäß wird das Kongreßburean Tribünenlar ten überhaupt nicht an einzelne Persouru, sondern nur an die Zentralen der Landesverbände und die Landesbuieaus der Sondrrverbände ausgeben. Die Verteilung der Karten auf die einzelnen Besteller wird also mw von . diesen Bureaus erfolgdn. Bestellungen auf Tribünen- (Gast-)tarten für den Zionistmkvngreß sind büüa' nicht a n dasKongreßbureau, sondern bis spätestens 15. d. M. ausschließlich an die Zentralen der L a n d e s v e r b ä n d e und die Landcsbmeans der Sonderverbände zu richten. 2. S t e h-, p l ätz e. Das Kongreßburean wird für die Einrichtung einer' größeren Anvihl Stehplätze (brlligeren) Sorge tragen. Mitteilung hierüber kan» erst später erfolgen. 3. Bis a. Das tschechoslowakische Ministerium des Aeußern bat folgende Konsulate angewiesen. denjenigen Personen, die sich durch'eine Legitimation Wes Landes-, beziehungsweise, Sonderverbandes als Besucher des Kongresses ausweift», ohneweiterS das Hin- und Rückreisevisum nach Karlsbad zu erteilen: Wien, Berlin. Haag, Brüffel. Pari-, Larrdo«, Rom, Belgrad, Saloniki. Sofia, Bukarest, Riga, Warschau, Renal, Konstantmopel, Triest, Alexandrien, Züncb. Bern, Stock- Ocilni. Kopenhagen, Wachrngtou, Montreal. Rio de Janeiro. In Darren. Griechenland, Palästina und Südafrika bestehen keine r!cheche.-iwr^lkschkp Konltzlatk. Die'DelMileu aus d(k,trMsU Mitteilungen aus dem Publikum. Sophie Rosenkranz Nathan Rosenkranz Wien Chemnitz Verlobte mi Juli 1921 Dem neuvermählten Paare Frau Salomea Berger geb. Holländer und Herrn Max Berger entbietet die herzlichsten Glückwünsche eso1 RegfneSchoenberg Grösater und bester Käufer \vlens 5054 BRILLANTEN, PERLEN Juwelen, Edelsteinhändler Ratoioo-wltscSi, Juwelier I.. «lAXIMILIANSTBASSE 5 ' I!.. STEPHANIESTRASSE 3, nur Nr. 8 (Jetzige Muhloratr.) Tal. 8S4I u 45148 (jetzige Hollandstraue) im eigenen Hause Haltestelle Operniing, Zug. Kärntneratr. samet&g oeschiosoen. Hören Sie auch unsere Preise Ein gestrioktes wollenes Kleid, 981 Wiener Fabrikat, 5000 Kronen ALBERT ihatzher, „jggsi.», . Hebräischer Lehrer erteilt hebräisohen Unterricht hach eigener Methode. Beherrschung der Sprache in Wort und Schrift in drei Monaten garantiert. Gefällige Zuschriften unter „Hehr. Lehrer 6091“. an die Administration des Blattes. 5091 r-r~—-■1 .. beiden Ländern müssen sich au das nachstgelegene tschechoslowakische Konsulat wenden; für jene aus Palästina kommt Alexandrien oder Tuest in Betracht; die Delegierten aus Südafrika, müffen um ihr Visum,-in London oder Paris ansuchen. Alle Konsulate in den Vereinigten Staaten werden durch die tschecho-slowakische Legation in Washington verständigt werden. * Jaar Austria. Dr. Leo Goldhammer und Frau spendeten 100 Bäume zur Stistung eines Alfred I mmanuelGoldhammer-Gartens im Jaar Austria, davon K 1000 anläßlich der Gekurt einer Tochter des Herrn Dr. Lazar Goldhammer und K 1000 anläßlich glücklich üb erstandener Neise. Erwlgkeiche Fortschritte macht die Sammlung zur Siistung eines Harnes von 1000 Bäumen im Jaar Austria auf den Namen des K u l t n r v e r e i n e s z i o n i st i s ch er Bankbeamter. Besonders eifrig arbeiten die Gg m der „W i e n e r B c r k e h r s b a n k" und der Nasionalfondskommiffär S. Trreger. Bisher sind schon über K 50.000 gesammelt worden. * Die Einwanderung «ach Palästina. Vom 1. September bS 30. April, dem Tage der Sistierung der Einwanderung, gelangten nach Palästina 7725 E i nwandererund zwar. 1241 im September. 568 im Oktober, V153 rm November, 1176 im Dezember, 656 tm Jänner, 573 im Februar, 1042 im März und 1343 rm Avril, davon 6164 über Jaffa und 1049 über Haifa; 512 Immigranten kamen ria Kamara oder Beirvt. * Jüdische LeiderrsftatMK. Einem Berichte des „Jüdischen gesellschaftlichen Konü'Les* in Moskau zufolge, gab es Ende MäH l. I. in K r e tv-16-034 jüdische Heimlose, von denen 25% fünf bis zehn Pogrome mitgemacht haben. Zwei von ihnen haben nicht weniger als 30 Pogrome Mitgemacht. (I. K.-B.) * NeichSexestutive de, indischen Studentenschaft für die Tschecho-Slorvakei. Bei der am 3.- d. M. in Brünn stattgefundenen Sitzung der Vertreter der in den zentialen Verbänden Prag, Brünn und Bratislava organisierten jüdischen Studentenschaft aller Hochschulen der Tschecho-Slvwakei konstituierte sich die Relchsexekutive der jüdischen Studentenschaft der C. S. R., welche diese in allen gemeinsamen Angelegenheiten vertreten wird. Der Sitz der Exekutive ist in Prag. * Präsident Masaryk für die russischen Profesioren. Präsident Masaryk hat zugunsten der notleidenden russischen Pro» festoren eine Million Kronen gestiftet. * Eine buddhistische Gemeinde in Deutschand. Wie die in Leipzig erscheinende Monatsschrift „Buddhistischer Weltspiegel" mrtteilt, ist eine buddhistische Gemeinde fürDeutschlandim Entstehen begriffen, die sich noch im Laufe dieses Monats konstituieren wird. * Zionistische Bezirkssektion Leopoldstadl. Heute um 8 Uhr abends Ausschußsi^llng tnt Caf6 Residenz. I. Franz Josefs-Kai. Tagesordnung: Schekel, Kongreßwahlrn, Reorgamsatron der Sektion. * Oesterreich fenchensrei. Auch in der Woche vom 26. v. M. bis 2. d. M. wurde beim Volksgesundheitsamt im Bundesmimsterium für soziale Verwaltung weder eine Neuerkrankuna an Blattern, noch an Fleckiyphus angemeldet. * Neuerliche englische Spende für die Mütterberatungsstellen.; Wie nur von dem Wiener Repräsentanten des British Visnns Emergency Relief Funds, Mr. I. L. Dougan, C., B. E. M. A., erfahren, hat dieser Hilfsfonds neuerlich eine größere Quantität von Zucker und Trockenmilch für die MutterberatMgsstellen gespendet, um sie durch den von dem britischen Hilfsfonds für W en stets in so bewährter Weise verwendeten Verteilungsapparat der „Gesellschaft der Freunde" an die Bedürftigen zur Austeilung gelangen zu lasten. * Der Erfinder der Metallfadenlampe gestorben. Aus Baden wird uns gemeldet: In Baden, starb der Erstnder der Metallfadenlampe Dr. Josef K u z e l im 63. Lebensjahr. ■» Wetterbericht. Wien hatte heute am ftühen Morgen einen kurz dauernden Regenschauer. Auch in einigen anderen Teilen Oesterreichs sind unbeoeutende Riederlchlü'ge gefallen. Im allgemeinen herrscht heckeres, sehr warmes Wetter. Die heutigen Mittagstempergturen waren nicht mehr weit von 30" entfernt. In Wien stieg die Temperatur heute bis 2T8°, m Frankreich und Deutschland an vielen Orten über 30°. / * Eine Kundmachung der Hausbesitzer au die Mieter. Der Zenti alverband der Hausbesitzei vereine ließ in sämtlichen Häusem ein Plakat „An die Mieterschaft Wiensanschlagen, m welchem erklärt wn d, daß die jeweiligen Zinssteigcrungeu größtenteils eine Folge der durck die Gemeinde Wien seit Mai 1919 vorgenommenen unerträgliche» Prerserhöhungen aller dem Hausb-esitzanferlegten Tarifeund Gebühre« sind. * Petroleum im freien Verkehr. Die österreichische Erdölstelle teilt mit: Infolge der günstigeren Gestaltung des PetroleumimportS rst die Erdölstelle m der Lage, über größere Vctroleumvorräte zu vki lügen. Das Bundesminrsterium für Handel und Gewerde hat daher dir bestehenden Borfchriften für den Bezug von Petroleum m folgender Weise abgeändcn. Sd.on feit April o. I. :ft tzn B-.M von I'-'Ltt'olepm auch o.'ma m» ß. ZÄL 1921 «■ .... .11, ■niVfiliinrnif•iiin»ira~iii) lässig, we«n tu der betreffenden elekirisches Licht eiugelertet ist. Dai^cr »»»«.vr» »» Listen bte Brotkommissionen angewiesen, an Konsumenten, welche Gas- oder elektrisches Licht in ihren Wohnungen haben, Petroleum-Zusatzkarten auszugeben. auf welche sie bei den städtischen Abgabeftelleu ihren Bedarf decken können. Außerdem wurde, jedoch die Landesregierung ermächtigt, den Rest den Moriatskontingenic, der nach einer Frist von 14 Tagen und nach Befriedigung aller Bezugsberechtigten bei dm ernzelnrn Händlern! zuiückbleibt, f r e i o h n e Marken bis zum Ausmaß von f ü u.ß Liiernper Haushalt abgeben zu lasten.^ Da jedem politischen Bezirk von der Erdölstelle cmsrcichende Kontingente sreigegeben werden, wird in Hinkunft jedermann in der Lage sein, sich Peiroleam ün freien Verkehr über die rahonierte Menge zu kaufen. $ * Selbstmord des GenerulfetzretLrS Schönberger.' Samstag vormittags hat sich der pensionierte Generalsekretär de-i Jokeykiubs für Oesterieich Richard Schönberger in seiner Wohnungdurch einen Revolverschuß getötet. Er war in Prag am 28. Jänner 1846 geboren und bat die Tat wegen Krankheit verübt. ' ' .r * Ein Toter im Bad. Gestern vormittags ist i« Floriani-Bad ein Badegast tot aufgefundm worden. Er war etwa 45 Jahre alt. mittelgroß, hatte dunkles Haar, hohe Stirne; Glatze, rotblonden Schnurrbart, im Oberkiefer fast keine Zähne^ und batte eine Lohnliste auf den Namen Johann Puhamv her; sich. Er war mit schwarzem steifen Hut, grau karriertem Sattoanzug. schwarzen orthopädischen Schvürrschuhen bekleidet. Der linke Fuß rst ein Klumpfuß. Die Lerche wurde in die Totettkaminer des 'Allgemeinen Krankenhauses gebracht. * Die Tat einer Mutter. Eine grauenvolle Tat hat gestern nachmittags die 41jährige Maurersgattin Anna Ermann in ihrer Wohnung begangen. Sie hat ihr am 23. Aprü 1918 geborenes Töchterchen Anna Zemann mit emem Schürzendand erdrosselt. Die Tat hat am Mittag bei seiner Heimkehr der^ Gaste entdeckt. Sie glaubte, ihr Mann betrüge sie und beschloß^ selbst in den Tod zn gehen und ihr Töchterchen, das sie uichtallein auf der Welt zurücklaffen wollte, mitzunrhmen. AlS ihr Mann nachhause kaui. öffnete ihm totenbleich und mit Blut besudtttdie Gattin die Türe mit den Worten: „Die Amschi ist tot“4 Entsetzt trat der Gatte in das Kabineit. das gleich der Küche m größter Unordnung war und iah auf einem Bette das Töchterchen erdroffelt liegen. Die Mörderin gestand bei ihrer Einvernahme, das Kind ans Kränkung über die vermeintliche Untreue ihres Gatten getötet zu haben. Dann will, sie eine stacke Lömng hypermangansauren Kalis getrnnke» und. sich mit einem Messer Verletzungen am Hals und an der tt»«i Hand hergebracht haben, um selbst den Tod zu finden. Als sich, die Wirkungen des Giftes und der Schnittwunden nicht emstellten,- wrll sie in der Wohnung Petroleum ausgegoffen haben, um fich selbst zu verbrennen. Ehe sie zu diesem letzten Auskuuftsmittü. schreiten konnte, kehrte ihr Gatte heim. Frau Zemann wurde nach ihrer E.nvernahme in das Jnquintenfpital des Landesgmchtes,' die kleine Leiche mr gerichilichrn Beschau in die Totenkammer des Allgemeinen Krankenhauses gebracht. * Folgenschweres Automobrlvnglükk Aus Salzbarg wird gemeldet: Auf der Landstraße Thalgan—Hallern stürztegestern ein mit 14 Personen besetztes, mit Baumstämmen beladenes Auto der Aigner Holzindustriegesellichaft aus, Verschulden, des betrunkenen Wagenlenkers über die Straßenboschnng. Der Wagenlenkrr, zwei Bauernknechre und ein Mädchen wurden^ g e t ö t e t, drer Personen schwer verletzt. - 4 * Urania. Heute, Dienstag. V-6 Uhr (Großer Saal), Urania-Film: Shackleions Südpolexpedition. — 8 Uhr (Großer Saal) Urania-Film: Shackelkons Südpolexpedition. — lU8 Ubr (Kleiner Saal): Im Banne der Rax: Wohnung GaS- Ueberfiedlumg -es Mvriah-Verlages aus Rußland. - 3 Ans Riga wird gemeldet,: Der Schriftsteller Benziv« Katz hat zusammen mit Bialik beim Komm'ffariat für auswärtige» Handel das 600.000 Druckbogen umfaffende Bücherlager M o r i a h in Odeffa erworben. Unter diesen Büchern befinden sich virle hebräische Lehrbücher, wie Werke von Bialik, Schniur, Tschernichowsli, Hendele, . Hocher, Sforim, Schalom Aleichem und anderen. Das ganze Bücherlager soll im Laufe deS Monats Juli nach Riga gebracht werden. Ein L.eu' der Lehrbücher soll in den R a n d st a a t e n und Pole»! zurückgelaffen, der Rest nach Amerika gebracht werden.; 2 Interessant ist die Tatsache, daß die jüdischen Bücher,, die auf Lager waren, znrückgehalten wurden, da die S o w je tregierung Bücher in jüdischer Spräche aus Rußland üben hanpt nicht hinausläßt. Ehrenpreise des Jüdische« Nationalfonds für Oesterreich für das Jahr 1921«: Stand des Wettbewerbes vom 30. Juni 1821. H I. Preis der besten B e z i rk s s e 111 # * *j Wi en S: An erster Stelle steht derzeit in dieser Konkurrenz ders VIII. Bezirk (Bezirkskommiffär A. B o m z e), der auti K 157.969 bereits 64% seines Jahreskontingents aufgebracht hat^ An zweiter Stelle folgt der Hl. Bezirk (BezirkskommiHv Isidor G e w i t s ch) mit eiuem SannnelergevniS von K 156.22^^ das sind 57°/0 des Kontingents und an dritter Stelle dÄ IX. Bezirk (Bezirkskommiffär Ing. Leo Schneider),^ mit «l 511.028 56% des vorgeschrievenm Kontingents anf^ gebracht hat. l Der vorjährige Gewinner dieses Preises, der X/XI, Bezirk,i steht Heuer erst an zehnter Stelle der Statistik. - ( ll. Prei,S der beste» O r t § k o m m i f f i s'm d e r P r o v i n z: An erster Stelle steht mit einem gewaltige»^ Vorsprung noch immer Villach (Ortskommiffär Ludwig S p i e r e r). wo mit einem SammelergebmS von ll 14^28^ bereits L59°/, des Jahreskontingents erreicht wurden. DreseS! Resultat ist um so höher zu werten, als in Villach «mc fünfi jüdische Familien leben, so daß durchschnittlich ll 800 auf dem Kopf kommen. An zweiter Stelle folgt Angern (OrtSommiffürin Selma Wichs) mit einem Sammelergebnis von^ ll 5956, das sind 118°/, des Kontingents und an dritter StM K o r n e u b n r g (Ortskommiffär Siegfried Lederer), »foj mit ll 9657 95% des Kontingents erreicht sind. Bon größeren Gememdm wurde besonders erfolgreich » Innsbruck tLandeskommiffärS. Graubart) gearbeitet wo mit ll 52.757 89% des Kontingents aufgebracht wurde» mü» in 8 i«z (OrlSkommiffärm Frau Hilde Morgenstern), MH an der Jaar Austria-Sammlung buchstäblich die ganze GemestW teilnimmt. ->$ Et wmde ein Rufrvf zsr Stistrmg einet Hairrst im Jaar Äuftria erlassen, der di» Unterschriften d?r piüst^iuws und aller angeseheuen Linttr Inden ohm Uns,