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Wiener Morgenzeitung · 1921-07-10 · Heft 881 (10.7.1921) · p. Seite 11

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 881 (10.7.1921)
Date
1921-07-10
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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mmm je*» SSL Mim, vomitag Erhebung über die Produktiv«. Veranstaltet vom Internationale« Arbeitsamt. ( Das Internationale Arbeitsamt hat in der kurzen Zeit seiner Existenz schon Bedeutendes geleistet. ES sei nur an feine Rolle als Schiedsrichter im Konstikt zwischen Seeleuten und Reedern nach der gescheiterten Konferenz in Genua erinnert. Die internationale Tragweite der friedlichen Beilegung dieses Konflikts ist ersichtlich, wenn man die katastrophalen Folgen, die der angedrohte allgemeine Streik zur Folge gehabt Härte, bedenkt. Die durch Artikel XM des Versailler Frieden-Vertrages dem Juteruationaten Arbeusamt vorgeschriebenen Aufgaben sind: I. Einführung einer internationalen Arbeitsgesetzgebung. II. Jur Sinne des Artikels 396 des Versailler Friedensvertragcs: a) Zentralisierung und Verteilung aller auf die internationale Regelung der Arbeitsbedingungen und deS Arbeitsregimes bczughabenden Informationen; d) Beröffemlichung eines periodi'chm Bulletins, das dem Studium aller die Industrie und Arbeit betreffenden, und internationales Jntereffe bietenden Fragen gewidmet ist. Das Amt ist somit vor ganz gewaltige Ausgaben gestellt, dre bestimmt sind, eme neue Aera m der sozialen Gesetzgebung einzuleiten. Der furchtbaren wirtschaftlichen Krise kann nur aus internationaler Basis entgegeugewirkt werden. Eme Organisation, die die Rückkehr zn normalen wirtschaftlichen Verhältnissen verwirklichen will, maß alle in Betracht kommenden Faktoren: Regierungen, Arbeitnehmer und Arbeitgeber umfassen, und nur durch deren gemeinsame Mitwirkung kann das Ziel erreicht werden. Dre Arbeitskonferenz des Ä. A. umfaßt außer den Rrgierungsverlretern die repräsentativsten, Vertreter der Arbeitnehmer und Arbeitgebergruppen aller Länder als Mitglieder.; Aber selbst im Falle das Int. Arb. nur einen wissenschaftlichen Informationsdienst erfüllen sollte, ist es in einer Zeit,, wo die wirtschaftlichen Probleme nur mehr im Zusammenhang mit dem Gesamtkomplex der sozialen Fragen zu lösen sind und das Verlangen nach einheitlichen Beobachtungsmethoden und Statistiken immer stärker wird, bestimmt, eine sehr bedeutende Roll: zu spielen. In feiner letzten Sitzung wurde dem Verwaltungsrat des Ink Arb. vom italienischen Großindustriellen Pirelli der Vorschlag unterbreitet, daß das Arbeitsamt anläßlich seines Berichtes über die Durchführung des Achtstundentages an der nächsten Konferenz in Genf einen anschließenden Bericht über die r n d u st r i e l l e Produktion in den verschiedenen Ländern im Hinblick auf ihre Beziehungen zu den Arbeitsbedingungen und den Kosten der Lebenshaltung, Vorlage. Da eme der Hauptursachen der erhöhten Lebenskosten im Ausfälle der Produktion zu suchen sei, solle die Erhebung seststellen, ob und in welchem Umfange die Arbeitsbedingungen wie: Durchführung des Achtstundentages, die Häufigkeit der Streiks Md Aussperrungen (look-out) der Widerstand -Hegen individueller oder kollcktrver Produktion entsprechenden Lohnshsteme usw., die Produktion beemfluht haben. Diesem Antrag wnrde von den Arbeiter!) ele-> gierten mit dem Vorbehalte beigestimmt, daß kein wesentlicher matexielleroder moialischrr Faktor, der die Produktion beeinflußt, bei der Erhebung ausgeschaltrt werden würde. Das Int. Arb. übernahm die Durchführung der Erhebung unter der VorauZsetzung, daß alles, was in direktem Zwammenhang mit der Krise zu stehen scheine, in das Arbeitsprogramm angenommen 'werde. Dje Enquete wird sich nicht auf das Registriere« statistischer Angaben beschränken, sie muß auch eie Gestesverfassung der Massen erfassen. Die Erhebung, die keine reine theoretische sein will, sondern praktische Zwecke verfolgt, setzt es sich zur Aufgabe, die Mittel zu finden, welche eine Rückkehr zunormalen Verhältnissen gestatten. 1-Es ist die Wirklichkeit der Tatsachen in bezug auf die Produktion festzustellen. 2. Die wesentlichen Faktoren, welche über die Tatsachen aussagen, sind zu bestimmen. 3. Die Lösungen, die sich gleichzeitig aus der Gedankenarbeit und aus der Entwicklung der Tatsachen zu ergeben scheinen, sind anzugeben. Die Erhebungen werden vorderhand keine direkten sein. Im Laufe des Krieges wurde ein so gewaltiges statistisches Material zusammmgetragen, daß nur in dein Maße, als es sich notwendig erweisen sollte, ergänzende 'Erhebungen vorgrnommrn werden' Die Ausarbeitung des Arbeitsprogramms wurde dem bekannten Gelehrten. Universitätsprofessor Mrlh a ü d, anvertraut. Derselbe hat eine äußerst interessante „Einleitende Denkschrssl" (mswoirs introäuotik) die die wichtigsten Punkte begründet, verfaßt. Wenn die Enquete im gegenwärtigen Augenblick auch an Aktualität erngchüßt haben dürfte, da - die Berhälldiffe sich feit dem Genueser Beschlüsse geändert haben und die Krrse der Unterproduktion teilweise einer Absatzkrise, besser gesagt Unterkonsumtronskrite, gewichen ist, so ist die Bedeutung derselben nicht nunder hoch einzuschätzen. Manche der aufgeworfenen Probleme wie zum Beispiel die V a l u t a- und R o h st o f s- sowie K o h l e n k r i s e sind van brennendster Aktualität. Es ist der erste Versuch. einer großzügig angelegten, «ahezu alle Länder umfassenden wissenschaftlichen Erhebung, deren Resultate mit Spannung erwartet werden dürft:«. Die in 17 Sprachen Erscheinenden Fragebogen berücksichtigen die besonderen Verhältnisse der einzelnen Länder. Diese individualisierende Art der Fragestellung ist als ganz besonders Verdienst hervorzuheben. Sie gestattet trotz der Verschiedenheit der wirtschaftlichen Traditionen, der Leistungsfähigkeit der einzelnen Rassen, der klunatiichen Verhältnrffe, der Ernährnngöbedingrmgen usw., ein klares, allgememcsBlld zu erhalten. Es liegt im Interesse aller. be> anders aber der besiegten Völler, die Gelegenheit Wahrzunebmen und durch ausg ebige Beantwortung aller Fragen auf die Uebelstände ihrrö wirtschaftlichen LedrvS hinzuwrisen und Lösungen zwecks Abhilfe vvrznschlagen. R. A. (Genf). Wiener Msrgerrzettrmg msüin&r Börsen-KommlsslonsgesehäfS und * Wechselstube MAGIO & Co Wien, I., Hohenstaufengasse 11 Drei Milliarden Schatzscheine abgesetzt. Die Nachfrage nach der seit 1. Februar d. I. ausgegebenen neuen Serie der österreichischen Siaatsschatzschcine gestaltet sich fortgesetzt sehr lebhaft und, es kann mit Befriedigung veruurkt werden, daß di? bis jetzt beim Publikum unteigebrachte Summe die'cr Staatstitel den immerhin amelnrlichen Betrag von drei Milliarden erreicht hat. Dieses Ergebnis ist umso höher anzuschlagen, als ja in der Zwischenznt die Vorauszahlungen auf die Vermögensabgabe erfolgt sind, dre sehr große Mittel in Anspruch genommen haben und zellweise eine empfindliche Geldknappheit sich fühlbar gemacht hat. Trotz diesen Hemmungen vollzog sich der Absatz der Schatzscheme fortdauernd sehr flott, was als ein deutlicher Beweis der Würdigung gelten kann, deren sich dre Schayscheine m allen Kapckalsuvd Sparerkrelsen erfieuen. Die Schatzscheine lauten betanntlich auf eine 6 prozentige Verzinsung, die sich für jene Inhaber, welche die Schatz cheine Mindestens ein Jahr lang behalten, auf 6'4 Prozent erhöht, sie sind zu jedem Monatsersten dreimonatig kündbar und jederzeit esiompt'erbar. AußerdkM ist der Erwerber der Schatzscheine von jedem Legitimationszwang befreit, eine Begünstigung, die jetzt durch eine kürzlich in der Nationalversammlung eingebrachte Regierungsvorlage aus gesetzliche Grundlage gestellt und die wertvolle Erweiterung erfahren soll, daß unter gewissen Voraussetzungen auch ber der Einlömng der Zinseucoupons der Legitimationszwang entfallen soll. ■MM» Insolvenz eines Dalutaspekulanten. Der Valutaspekulant E i s e n b e r g ist mit P a s s i v e n von mehr als 5 0 Millionen Kronen insolvent geworden. Elsenberg besaß keine eigene Firma, sondern war Remissier. Mitglieder der Bör>e dürften nicht geschädigt sein» dagegen eine große Anzahl vonPrivalpersonen, welchen Effenberg nach dem Muster von Neumann und Müller Auszahlungen verkauft haben soll, ohne den Gegenwert zu erlegen. Umtausch -er ungarische« HrtnLertkronen-Bankl-- noten. Aus B u d a v-e st wird gemeldet: Einemorgen im Amtsblatt erscheinende Verordnung des Fmanzmimsters verfugt den Umtausch der mit unga-ischem Stempel versehenen Banknoten zu 100 Kronen und die Ausgabe der kleineren Tilres der Staatsnoten. Der Umtausch wrid bis zu Beginn der Tätigt it des staatlichen Rotemnstttuts von der Oesteirrichisch-nngauschen Bank und von der königlichen Staatskasse vorgenommen werden. Bezüglich des Umt irisches von im Auslände befindlichen 'Roten wird die Oesterreichisch-unaarssche Bank verfügen. In der Zeit vom 11. bis zum 31. Juli erfolgt der Umtausch der Hundert-;ronennoten ohne jeden Abzug. Rumänien zahlt die Abzüge bei der Kroneneinlösung zurück. Rumänien hat bekanntlich anläßlich der Vereinheitlichung seiner Valuta von K 100.0:0 überschreitenden Beträgen unter dem Titel eines Beitrages zu den administrativen Kosten dieser Transaktion 5% in Abzug gebracht Durch diese Maßnahme wurden be'on?ers die Bankrn in empfindlicher Weile berührt, da sie nicht nt der Lrge waren, diesen 5°/,igen Abzug zu berechnen. Die Banken haben auch zu wiederholten Malen gegen diese Beifügung Steilung, genommen und dre Refundterung der Abzüge von der Regierung gesordeit. -Wie nun aus Bukarest gemeldet wird, hat Finan minister Titulescu m Beantwortung einer Interpellation, des Abgeordneten Popovici dre Erklärung abgegeben, daß der Staat die in Abzug gebrachten 5% binnen kurzer Frist den von den Abzügen Bei,offenen zru ückerstatten werde. Diese Erklärung des Firumministers wurde von den Flnanzki essen naturgemäß mit Befriedigung ausgenommen. Annahme von Schecks an ZahlringSstatt. Wie die Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie ur Erinnerung bringt, hat das Bmidesmimsterium für Finanzen mit dem Erlasse vom 9. Junr 1020, Z. 50000 die staatl'chen Kassen im Bereiste der Finanzverwaltung ermächtigt, in gewissem Umfange und unter gewissen Voraussetzungen Schecks anstatt baren Geldes behms Abstattung von Zahlungen m Emv'ang zu nehmen. Dieser Erlaß ist nn Berordnungsbtatt für den Dienstbeierch des österreichischen Staatsamtcs für Finanzen Nr. 66 vorn Jabre 1920 abgedruckt. Die Kamm.r g bt daher bekannt, daß der Magistrat Wien diese Neuerung auch auf seine Kassen ausgedehnt hrt und empfiehlt den Steuerträgern, von dieser Ait des Zahlungsverkehrs Gebrauch zu machen. Privatverkehr. Im gestrigen Privatverkehr war das Geschäft belanglos. Lediglich Krupp-Aktien bewegten sich zwischen 1980 und 2000. Bei der durchgefühiteir Versorgung war Geld lehr flüssig. Für Galizia zahlte man K 300, für Skoda und Ruston je K 5 Leibgeld. — Von den fremden Zahlungsmitteln waren Dollar 73i> und polnische Mark 43.50. Aenverung der Börsennotierung und der Lieferbarkeit der Kafchau-Overberger Eisenbahn-Prioritäten. Auf Grund der Beschlüsse der Generalversammlung vom 4. März d. I. wurden sämtliche Priorttci'cn der Kaschau-Oder beiger Eisenbahn zur Rück-abluna in ungarffchen Kronen,zu dem semelzeit bekanntgegebenen Urmechmmgsschlüssel verlost. Die Rückzablungsbeträge können ab 1. b. M. bei den Couvoneinlösungs stellen behoben werden. Mit Rücksicht aut diese Verlosung versteht sich die Notiz im Kursblatte der W euer Börse ab 1. d. M. nur mehr für auf tschecho-slowak'tche Wahrung konvertierte oder zur Konvertierung angemeldete Titres, nachdem alle übrigen verlost und daher im Senne der Börscusaneen nicht mehr lieieebar sind. Die Wiener Bölsekammer hat am 30. Junr 1921 eine entsprechende Kundmachung verlautbart. Einsuhrzovtarrf im Königreiche E. H. S. Das wirtschaftlich finanzielle Ministerkomstee bat am 25., Juni l. I. den neuen Elnfuhrzolltmit genehmigt und ihn sofort in Druck geben lassen. Der Tarif wird eingeführt werden, wenn sämtliche Zollämter mitdem neuen Tarif beteilt sind, was m dm nächsten Tagen zu erwarten ist. Englands Ei«- ttttb Ausfuhr. Aus einer gestrr« veröffentlichten Stat stik des Board of Trade geht hervor, daß im Junr 1921 die englische Einfuhr um zirka 83 Millionen Pfund, dre Ausfuhr um 78 Millionen gegenüber dem glrrchen Monat des Vorjahres gesunken ist.. Die neuen Tarife der Triefte« Schiffahrtsgesellschaften für den Mntelmeer- und Schwarzen Meer-Verkehr werden voraussichtlich erst Ende des Monats in Kraft gesetzt werden. Dir Tarife werden m e nzelnen Relationm stark herabgesetzt len. Es besteht die Absicht, für Warm, die aus entternim Gebieten des Hinte» landekommen, noch besondere Begünstigungen zu gewähren.. So werden, süddeutsche Warm eine 2tz"/»iD Ermäßigung auf die Tarisvrrsse genießen,! österreichische, ungarische und tschecho-slowakische Waren, je nach der Entfernung der Abgadestalion eine 10dis 1b-, bezirhungs- > werfe 20"/»ige Reduktion. Der Petroleumvorrat de« Tschecho-Slowabel. Prager Fachblatt »Vctrolen* führt in einem Artikel aus, den tsckecho-slowaklfchen Petroleumraffinerien ein Ueberschvtz 70CO Zisternen vorrätig ist, mit welchem der inländische Beb«' itr ein ganzes Jahr gedeckt erscheint. Die Tfchecho-Slownke, w'rd daher m absehbarer Zeit kein Petroleum importirrm. Dlesf > Tatsache trägt auch die vor kurzem erschienene Regierung-»«^ ordnuvg Rechnung, durch welche die staatliche Bewirtschaft««' des Roböls aufgehoben und der uneingeschränkte Petroleum freigegeben wird.' % ' . "WZ., Die Bewertung vo« Stapelgütern zn« Vav mögensabgade. Die Fenanzlandesdrrektion hat zur Ach anlaoung der Vermögensabgabe für Stavelartekel Richtwerte ausgestellt, die kür die Veranlagung der einzelnen Abgabepflichtige» gemäß Art. 27, Abs. 3, V.-A.-V. VII und tz 23, Abs. 3 B.-A.-G> als duldend festgesetzt wurden. Die Liste der Stapelgütrrwertt wurde in Druck gelegt und ist bei der Kammer für Handel. Gewerbe und Industrie ab Mittwoch den 13. d. M., II Stoch Zahl 163. m der Zeit von 8 bis 2 Uhr erhältlich. Mitteilungen des Creditoren-Bereines von 1870. Das gerichtliche Ausgleichsverfahren wurde eingeleitet: Löwy B. * Co., Prag. Rer»- mmn Ignaz L Co,. Bankhaus, Wien, IX., Liechtensteinstraße 12. GoSztontzc Nikolaus & Söhne, Wien,Giselastraße,4. Springer L Co., Paviergroßhandel, Wien. VI., Barnabttmgasse 7. Mergl Joses, Ledersadrik, Chotebor. Löw Robert, Marmeladen» Fabrik, Komotau. Rudolf Z. L Co, Drogerie zum schwar-m ' und, Neutitschein. ßedy Vaclav, Möbelhändler, Novh Rousinov. »lochs Nachfolger, Kaufmann, Everjes. Hexner Artur, Erste Liptoec Konservenfabrik, L- Sv. Mikulas (Lipto Szt. MiflvK). Roih Menyhert, Kaufmann, Munkacs. Ferst (Fürst) Lazar Leo. Möbelhändler, Budapest, Rakoczygasse 74, Szanto & Szanto, Holzkohlenhändler und Dampfsäge, Budapest. Ungarische Automobilwerke und deren G sellschafter Emmerich und Stephan Szanto, Budapest, Forgachgaffe 22. Kovalik Sandor, Schnitt» und Kurzwarenhändler, Szentes.^ — Der Konkurs w u r d e v e r h ä n g t: Scherwrtzl Hugo, Kaufmann, Magen» mt. Molterer Georg, Handelsagentur, Wien. Pöll Ferdinand, Kaufmann, Kitzbühel. „Ollucem". Handel mit Oel, Chemikalien und Jndustrievrodulten F. C. Fischer. Aussig. 5kauder Richard, Wi> kwarenhändler, Mähr.-Ostrau. Müller Samuel. Kaufmann» Pelsöcz (Plestoec). Sipos Jenö, Holzproduzent, Kenyerwezötabot. DregericktkicheGeschäftsaufsrchtw n«d t aufgehoben: Unger Jg., Buchdruckerei, Wien, IV., Mar» aaretenstraße 80. Hm bau er Karl. Verlagsbuchhandlung, Witt», VIII. , Pfeilgaffe 38. Neumann Ignaz & Co., Bankhaus, Wie«, IX. , Liechtensteinstraße 12. — Außer dem me ld et de« Verband der Gläubigerschutzvereine Oest«»' reichs: Konklrrse: Prahl. Holm & Missir, Berlck» Bülowstraße 88. Caro Gebrüder & Co., Berlin, Fehrbrllinve» straße 7. Deutsche Sgnitälswerke Ges. m. b. H., Frankfurt a. Berlin. München, Köln und Jdaweiche. — Reinach Alfred, Lebensmiitelhandel, Frankfurt a. M. Förster Max Richards Mödelsabrik, Dresden. Börse für landwirtschaftliche Prodnkt». Die gefr ge Wochenbörse zeigte sehr starken BCach, «» besondere Jnterssenlen aus Böhmen waren in großer Anzayl e»- schjenen. Im Transitohandel kam es mehrfach zu Umsätzen, feeraj diese auch nicht so belangreich als im Wochenlauf wann. Dck Grund liegt vor allem in dem Mangel an promptm MaiSonertM^ andererseüs ist Deutschland kaum in der Lage, sich gröKm MenM zu sichern, da dem Wcrtrückgaug der Mark eine Erhohuua d« lschechi'chen Krone gegenüberstehl. Deutschlands Vertreter letzt«« bis 2'70 Mark Passau an. konnten aber bei diesen Geboten Ward nicht bekommen, da die Tschechen Xö 2'70 bis mxU waggonfr« Wien bezahlten. In Hülsenfrüchten ist der Geschäftsgang ruhrq«, ohne daß die Tendenz von ihrer Festigkeit was emgevüft hätte. Weiße Bohnen wurden mit X 20 bis 21, bunte mit K W bis 17 bezahlt. Hirse und Brein sindm flott« Absatz nach Böhmen und Deutschland in der Preislage von K 19 och 20 beziehungsweise K BO bis 81. In Hafer gelangte« »»« ungau'chen auch serbische Provenienzen zum Offert. Erg*« ßnd wemg abaabewillig, und der Artikel ist nur bei Bewilligung brr hohen Forderungen erhältlich. ES macht sich überhaupt das «M* streb?« geltend. Futterstoffe zu lausen, während Anschaffung« i» Surrogaten aller Art abgelehnt werden. In Reis hurfcht z»fo«g eines indischen Ausfuhrverbotes Hansscst:mmung. Der hi« beliebte Burma ist fast ohne Offert und wertet rollend K 68.! Für Saigon wird 5.50 Mark, für Siam I 8.60 Mark and fm placierten 6 Mark ab ab Hamburg verlanat. Das Zwübche offeit ist nach wie vor ausreichend, dürfte überdies durch adlstrrtr Makoer Ankünfle eine Vermehrung erfahren, der Absatz ist «»» befriedigend, gleichwie dieS iu Frühkartoffeln der Fall ist, die m ungarischer Ware zu X 15 50 biS IS vergeblich vff««t werden. In Kleesaaten ist daS Geschält ruhig, oa keme Ware zum Offert gelangt. Jnlarnatklee wird aus Ungarn offeriert, b« Einkauf gestaltet sich schleppend» einesteils wegen d« hohen Forderungen, andererseits infolge der Ab!ies«ung8erschwmirff^ In Heu versorgt sich der Konsum vornehmlich mtt neuer Ware, die in losem Zustande zu X 10 dls ll erhältlich ist. Stroh tendiert infolge reichen Offerts flau, die Forderungen haben sich b-s X 7 ermäßigt. Kartoffelstärkemeht ist in der Preislage von K 57.50 flott abzusetzen. Dre Steigerung des Preises hängt mit dem Rückgang unserer Valuta zusammen. Textri» ist in Transitoware mit X 70 bis 71 angeboten, Reflektanten beschränken,sich auf den Ankauf kleiner Mengen. Reisstärke ist nur in ftmen Onalitäteii gesucht, mindere Ware bleibt vernachlässigt. Anttsbrucker Warenbörse. Angebote aus dem Inland: Italienische Kartotzln. Stoffarben, Zigarettenvaprer und Zigarettenhülsen. Aus Deutschland: Burna-Reis H und Speck. Aus Italien: Re>s, Konserven, Mortadella, HSlsenfrüchie und Maiskucken. Nachfrage war «ach Schweinefett, Speisefeigen und Braugerste. _ Die Devisenkurse. Zürich, 9. Juli. (Devisenkurse. — MitgeterU von der Schweizerischen 5krevitanstalt.> Bttlm 7.87 (7.90. Holland 19L.4Y (195.-), New-Aork 596.— (595.—). London 2211 (22.12), Paris 47Z2 (47.40), Mailand 28.25 (28.57V,), Brüssel 46.60 (46.90), Kopenhagm 99.— (99.60), Stockholm 129.- . (130.-), Christmmo 84.- (84.-) Madrid 7640 (75.-), Buenos-AireS 175.- (175.-). Praa 7.85 <7.87-, Anram 3.85 (3.90), Budapest 2.22 (2.20), Bukarest 8.80 i88j), Warschau -.52 (-.37) Wien Geld-.91 -.93, Wien Ware-.- (—osterr. gest Kronen Geld —.83 (—.80), österr. gest. Kronen Ware — %— Amsterdam, S. Juli. (Devisenkurse.) London U.97 (11.38*/*), Berlin 4.0« (4.06), Paris -24^^ (2437'/»). Schweiz 50 tzS (51.82»/»), Wien 0.46 (0.47V«), Köper' tragen 51.25 (51.05), Stockholm 66.50 (66.70). Chrlstinm 42.95 (48.10), New-Vork 806.75 (806.-). Brüssel 24.- Madrid 80.25 (89.17'/.). fVinlitn 14.70 (14.78V,).

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