Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 881 (10.7.1921)
- Date
- 1921-07-10
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Pfc flgT _ Wie«. eoMtit? tnbernationale- Museum: Schwellen au- SyrKn (Libanon-Zedern), Schotter aus Jerusalem, Schiene« aus Birmingham in England, Brückenmaterial von Treust in Frankreich, Waggonräder und -Federn aus Belgien, Waggonholz aus Deutschland, Waggvnlampen und -Klosetts aus Oesterreich, Fensterscheiben auS böhmischem Glas, Lokomotiven aus Philadelphia in Amerika, Tender aus Kanada, Kohle aus Wales; Maschinisten sind Araber, Heizer Aegypter, Schmierer Neger, Kondukteure Juden, Kontrollore Engländer, Packer und Eisenbahner Sudanesen; Reisende: Perser, Türken, Griechen, Japaner, Chinesen, Australier und Indier; im Waggon ein Sprachengemisch zum Jrrsinnigwerde«. In der Station Ras-el-Ajirn (arabisch: „Beginn der Quelle", da hier der Jarkon- oder Andschafluß entspringt) halten wir länger, und ich nehme Gelegenheit, die Umgegend, die typisch ist für das ganze Saron-Gebiet, von Gaza über Jaffa bis Haifa näher zu betrachten. Diese 50 Kilometer breite, 200 Kilometer lange Ebene ist — wenn man vom Jordantal absieht — der gesegnetste Teil des Landes, was Bodenqualität, Fruchtbarkeit und Ertrag der Getreidefelder und der Mandel-, Orangen- und Obstbaumpflanzungen anlangt. Weit und breit sieht das Auge nichts als Weizen- und Gerstenfelber, diese gelb und beinahe mähreif (Mitte April!). In dieser Ebene liegen denn auch an die 20 Kolonien (in Judäa und Samaria), von heuen die größeren je 100.000 Kisten Orangen und mehr als je 1000 Hektoliter besten Weines jährlich auf den Markt. bringen, abgesehen von hunderten Waggonvon Weizen und Hülsenfrüchten, die sie namentlich nach Italien verfrachten. Hinter dem gleichnamigen arabischen Dorfe erhebt sich ein mächtiger, uralter Steinbau, die Festung Antipatros, vonHerodeS, Sohn des Antlpater, erbaut und irn Jahre 1917 zur Hälfte von Türken und Engländern zerschossen. Etwas weiter stehen die Zelte von Chaluzim, die die Flügelbahn Petach- Tikwah—Ras - el - Ajin bauen, wodurch in Bälde die Mutter der jüdischen Kolonien von Erez Israel mit der Hauptstrecke verbunden fein wird. Molchen Segen dies für den Handel der Kolonie bedeuten wird, indem die Produkte (Milch, Wein, Orangen, Brotfrüchte) rascher als mittels Kamelen nach Jaffa werden befördert werden können, braucht kaum betont zu werden. Bemerken möchte ich nur, daß ich unter den arbeitsfreudigen Chaluzim am Bahnbau auch den Dr. jur. L. R. aus Wien erkannte und herzlich begrüßte . Wir ließen die Kolonie Chubera hinter uns, von der wir aber nicht viel sehen konnten, da sie inmitten eines riesigen Eukalyptenwaldes liegt, der die ehemaligen Sümpfe trocken gelegt hat. Leider fielen hier der Malaria und dem gelben Fieber sehr viele zum Opfer, deren Gräber eine erschreckend große Fläche außerhalb der Kolonie einnehmen, die von hohen Zypressen und Debenshämnen umgeben erscheint. Etwaweiter liegt die stattliche Kolonie Sichren Jakob, nach dem Vater des Barons Rothschild so benannt, die vor zwanzig Jahren den Ruf von ,Llei»-Paris" hatte, weil die Bäuerinnen dort Dame» mit' Hut und Seidenkleidern waren und nur französisch sprachen. Heute ist die Kolonie völlig hebräistert und der Luxus verbannt, der den Bauern riesige Schulden verursachte, die der Baron, ,Her reiche Onkel" nicht bezahlen wollte. Doch die Kolonie liegt hinter dem Berge, eine halbe Stunde entfernt, und wir müssen uns mit den hebräischen Stationstaftln begnügen. Wir fahren am Gan Schemuel (Samuelgarten) vorbei, einer herrlichen Oelbaum- und Orangenfläche von zirka 30 Hektaren, die nach dem ersten zionistischen Rabbiner Schemuel Mehilewer heißt und vom Nationalfonds geflanzt wurde; etwas weiter liegen noch zwei Farmen von Kwuzoth (genossenschaftliche Arbeitergruppen). Die ganze Gegend, eine Strecke von mehreren Kilometern und einer Ausdehnung von etwa 10.000 Hektar, zwischen Cäsarva am Meere, Sichron Jakob und dem Karmelgebirge, ist jüdischer Boden, und ähnlich wie in Judäa reichen sich etwa 15 Kolonien und Farmen die Hände. Wir lassen hinter uns T a n t u r a zurück, welches mit seinem großen Fabriksgebäud« am Meeresstrand in der ganzen Umgegend sichtbar ist. Leider ist es nicht mehr als ein Fabriksgebäude, ein Skelett einer vor zehn Jahren bestandenen Glasfabrik, die vom Bawn Rothschild erbaut wurde und wenig Glück hatte. Denn um jene Zeit glaubte man, wie dies leider heute »och in vielen Kreisen geschieht, daß nur die Industrie da- Land rasch und sicher heben könne; man begann baS Haus mit dem Dachstuhl und vergaß, daß zum Beispiel eine Konservenfabrik zur Verwertung der Hunderte von Waggons Obst aller Arten, die jährlich mangels Absatz hier verfaulen, weit notwendiger und lohnender wäre als eine Fabrik zur Herstellung von Gläsern und Flaschen. Und so erleben wir, das Volk der Paradoxe und Anormalitäten, heute die widersinnige Erscheinung, daß Kompotte, Marmeladen und Fruchtsäfte aller Art für teures Geld eingeführt werden, wahrend die Glasfabrik in Dantura, die 20 Millionen Francs kostete, verlassen dasteht, da sie im erste» Jahre mehr Waren erzeugt hatte, als die dünne und primitive Bevölkerung in einem Jahrhundert brauchen konnte . . . Bor Unseren Augen fliegt Atlit vorbei, die Versuchsstation des unvergeßlichen Aronsohn, des tüchtigste» Agronomen Palästinas in den letzten zwanzig Jahren, der die Urform beS Weizenentdeckte; dann Sch uni, eine Versuchsfarm, wo einige amerikanische Zionisten nach kalifornischem System arbeiten und, obzwar Söhne sicher Amerikaner, hier mit Zähigkeit in der glühenden Vamm und bei «räHlicher WalavM mit dem Traktor '«fff» jjA’TOH MSI ,' {CMS gewordene Spekulation. Im Finanz- und BudgetauZschuß legte gestern Abgeordneter Dr. E l l e n b o g e n das Referat über btc Regierungsvorlagen, betreffend dir Aenderung einiger Vorschriften Über Stempel- und Rrchtsgebühren, zurück. Abgeordneter P a u l h referiert hierauf über den Gesetzentwurf, betreffend die Aenderung des Gesetzes über die Effektenumsatzsteuer. Durch diese Regurungs' Vorlage wird die Esfektenumsatzstruer an das Gesetz über die Valutenumsatzsteuer angeglichrn. Die bisherigen Sätze der Effekrruumsatzstmer werden auf daSDoppelteerhöht, wodurch sich em M e h r e rt ra g vo u 170 Millionen nach de» Schätzungen des Finanzamtes für den Staat ergibt. Außerdem sieht die Novelle vor, daß ebenso wie der der Balutaamsatzstruer in Augenblicken, in denen eS sich als notwendig erweist, einer wahnsinnig gewordene« S p e k« l a ti o n mtgegenzntreten oder die veränderte Marktlage z» erfassen, der Regirrnng die Möglichkeit gegeben wird, die Steuer auf Grund einer Verordnung a »f da- Vierfach» des hierin festgesetzten Ausmaßezu erhöhen. Um die große» Schädigungen, welche heute auf dem Effekten' markte unserer Volkswirtschaft durch daS Übermäßige Spekulantentum zugesügt werden, hintanzuhalten, ist eS notwendig, de« gesamte« Komplex dieses Gesetzeza modernisieren. Der Berichterstatter fordert die Regierung auf, ei» neoeS modernrS Effekteuumfatzfieuergefetz auözuarbeiten. Hiebe» sollte» auch die Verhältn ffe im Deutschen Reiche berücksichtigt werde», wo mau eben au eine grundlegende Aenderung der gesamte« Steuergesetzgebung geht. Abgeordneter Alle« a bedauert, daß die Regierung eine Vorlage eingebracht hat, die nur erne lineare Erhöhung der biöhrrige» Sähe vorsieht. Auch mit dem Ausmaß der von der Regierung vorgeschlagene» Abänderung können sich die Sozialdemokrat»« nicht einverstanden erkläre«. Der Hinweis darauf, daß dir Effektenfpekulatio» a d w a » d e r n und daß die Wiener Börse ihre Bedentnng einbüße» könnteist gleichfalls nicht berechtigt. Heute hat dank der Langmütigkeit der Börfrkammer und der Regierung, die der Spekulation untätig zngefrhe» hat, jeder Speknlaut an der Börse Zntrikh so daß sich ein großer TillM Spekulation, der sich früher «nr in BankbureauS abgespielt hat,^ auf der Börse »m sogenannte« legitimen Handel abspielt. Der Redner beantragt schließlich, die Sätze der EffekteNMi« satzsteuer auf daSDreifache zu erhöhennnd stellt folgenden Resolntionsantrag: „Die Regierung wird aufgefordert, eine zeitgemäße Abänderung des EffekrenumsatzsteuergesetzeS ehestendem Nationalrät vorzulege». Hiebei ist auch die Einrechung aller von der Speka» latio» benützten Effette» in die höchstbesteuerte Kategorie Beacht tot nehmen'* Abgeordneter Dr. Bauer fragt die Regierung, ob emcht möglich wäre, wenigste«- der gröbsten Systemwidrigkeit. di, da eingmffen ist, durch eine Vollmacht a« die Regierung abzv- -elfen. Heute werbe» noch immer Papiere als Anlagepapiere dS handelt, die §» reinen Spekulation-Papiere» geworden sind. Di» Regierung müßte ermächtigt «erde«, dftj« Papiere in die andere Kategorie einzurrihen. Er stellt schließlich folgenden Antrag - Als »I. 8 ist in Artikel! folgender Absatz xinzufügm: „Der. BundeSminister für Finanzen ist weiterermächtigtdie Anordnung zu treffen, daß der für Geschäfte mit Dwldevdenpapieren geltende Steuersatz anch aus «v-ewe Wertpapiere anderer Art anzuwende» ist.* BundeSminister für Finanzen Dr. Grimm «klärt sich mit dem ResolutionSautrage uud mit demZusatzautrage Dr. L auereinverstanden. Ebenso stimmt der Minist« einer Ermächtigung, die der Regierung schon in diesem Gesetze gegeben wird, z«, wodurch tmi Trennung von Anlagen und Spekulation-papieren durchgeführt! und letzt«« höh« besteuert werdm könnte«. Es wäre dann auötz erne Erhöhung der Sätze in diesem Gesetze unnötig, da dann sofort mtt der Erhöh»»- der Steuer« vorgegauge» werde,' könnte. Bei der Abstimmung wird der Gesetzentwurf in der Fassung der Regierungsvorlage mit dem Zusatzantrag Bauer angenommen. Der Antrag Alli» a auf Erhöhung der Steuersätze mch da- Dreifache wird abgelehnt. Die Resolution A l l i« a wird zum Beschluß «höben ackern. Bon Sichron Jakob bis Haifa fahren wir 30 Kilometer am Meeresufer entlang, und genießen den Anblick der Abendsonne, die sich im blaugrünen Wasser widerspiegelt und langsam ins Meer versinkt. Je mehr wir «ns der Stadt nähern, desto enger wird der Abstand zwischen Meer und Bahndamm, bis wir endlich glauben, beim Anhalten des Zuges in- Wasser zu tauchen. Bahnhof und Hafenanlage find dicht beisammen und haben ziemlich tadellose elektrische Beleuchtung und leidlich moderne Einrichtungen. Am nächsten Morgen bestiegen wir den Karmel, der 800 Meter hoch ist, und von dessen Höhe man einen Blick über die ganze Umgebung gewinnt, der höchst malerisch ist.' Auf der einen Seite Haifa mit seinen bunt durcheinandergeworfenen Gebäuden, die pnt großen Teil flache Dächer, zum geringeren Teil rote Dächziegelfirste und Türme, aufweisen. Die deutsche Kolonie, eine lange Straße mit regelmäßigen, geschmackvollen Häusern, nimmt sich am südlichen Stadtende besonders schön aus. DaS größte Gebäude der Stadt ist jedoch das hebräische Technikum, dessen mächtige Kuppel hoch emporragt. Auf der anderen Seite dehnt sich daS endlose Meer und man sieht die Bucht von Akko, die selbst bei großen Stürme» den Schiffen Schutz bietet, weshalb dieser Hafen dem von Jaffa vielfach überlegen ist. Um die Stadt herum prangen große Palmengärten mit ihren kerzengeraden, schirmähnlichen Bäumen, während im Norden der Kischonfluß im Silberglanz schimmert, dessen Fluten einst die Scharen des Sisra, des Generals der Midjaniten, verschlangen, wie daS Buch der Richter erzählt. Etwas weiter in derselben Richtung, fast ganz bedeckt vom morgendlichen Nebel, erheben sich einige Türme der Festungsstadt Akko, wo die von St.Jean im Jahve 1190 zlum Schutze gegen die Türken erbaute Zitadelle Acre Vorige- Jahr ihre Eisentore um Jabotinsky und 19. änderet Juden schloß, , di« bas Verbrechen begangen hatten, sich gegen arabische Huligans bei den Peßach-Exzessen von Jerusalem im Jahre 1920 zur Wehr zu setzen, und vom General Bols abgeurteitt wurden. Auf dem Karmel befindet sich, wie auf den meisten historisch wichtigen Bergen des Landes, eine Anzahl von Kirchen und anderer religiöser christlicher Bauten, von denen die französische Domkirche die nennenswerteste ist. Sie ist um das Jahr 1200 von Kreuzfahrern über einer Höhle erbaut worden, wo angeblich brr Prophet Eljahu vor 2800 Jahren gelebt haben soll, wie dies eine längmächtige lateinische Inschrift behauptet. Ebenso befindet sich in dieser Kirche eine Reihe angeblich ,/tntifer" Steinr«ste mit deutlich imitierter Quadratschrist, die vom Altar EljahuS herrühen sollen, und die nicht billig sind. Der Schwindel wird jedoch sofort klar, wenn man sich erinnert, baßj Um jene Zeit die hebräische Quadvatschrist noch garnicht bestand, da sie erst Esra (500 v. Ehr.) eingeführt hrt. Ebensowenig ist die Höhle echt. Wir gingen weiter auf der Höhe des Karmel-, der eher ein Hochplateau als ein einzelner Berg ist; es dehnen sich darauf O«k- Laum- und Eukalyptushaine auS, die jüdische Hände in de» letzten paar Jahren gepflanzt haben. Hiev begrüßte uns eine Kwuzoth (genossenschaftliche Arbeitergruppe) junger Burschen und Mädchen, die mit dem AusLane» von Felsen und dem Herrschte« »iue-Gart«- grundes beschäftigt waren. Ich erkannte einige/ Chaluzim, die auf einem Gute in der Umgebung Wienjtz gearbeitet hatten. Sie versicherten mir, sie wären nie? vorher so guter Laune und bei so tadelloser Gesundheit gewesen, wie jetzt, trotzdem sie hier hart arbeiten nndl schwerlich je reich werden können oder wolle» . . .« Wir besichtigten in Haifa »och daS Gebäude be^ hebräischen Technikums, das herrlichste in de, ganze» Stadt, das 1911 erbaut und eine Million Mark gekostet hatte, was heute ebensoviele Gold franken bvdeutet. Im Hofe steht auch der Bau einer riesiges Maschinenhalle und von Werkstätten, modern eingerichtet? doch leider fast leer, da die Türke» alle-, was flicht niet- und nagelfest war, beim Rückzug mitschlepp te»Z Die hebräische Realschule im selbe» Hofe, ebenfalls! ein schöner Steinbau, weist ein überaus reichhaltiges! naturhistorisches Museum auf, bas durch den Lehrer, Ko hen eingerichtet, ebensogut dem Maria Theresien- Platz in Wien Ehre machen würde. Haifa, eine schön gelegene Terrassenstadt in einer Meereshöhe vor^ 470 Meter, zählt 15.000 Einwohner, darunter bloK 2000 Jude»; unsere Brüder mieden bisnun diese' fanatisch-arabische Stadt, ein Nest stetiger Verhetzungen? Doch langsam wächst der Jischub auch hier, und so' weist die kleine Gemeinde zwei Volksschulen und ein« Realschule auf, hebräische natürlich, ja sogar die Allianceschule hat sich, hebräisieren müssen. Sodann ei» „Kadassa"-Spital, Leseklubs, eine jüdische Maschinenfabrik „Athid", und noch einige kleinere Industrie- Unternehmungen. Die Araber blieben scharenweise auß der Straße stehen, als sie unseren kleinen Trupp, die wackeren hundert Schüler, vorüberziehen sahen, die sich! ,in.ihren Khakikostümen, mit Bambusstöcken, Wassers flaschen, Rucksäcken und Tropenhüten ausgerüstet, ganzj eigenartig ausnahmen. Die Bewunderung über bUj ,Hahud" war so groß, daß man unser Orchester hebräische Lieder spiele» und die Schüler diese lau« singen ließ, ohne die leiseste, unfreundliche Aeußerun^ zu machen. ' ,Mir schreien und die Juden bauen! langsam", sagten einige arabische Notabel», „wir schimpfen und ihr arbeitet". Ich dachte bei mir: Wi^ wäre es erst, wenn 14 Millionen Juden Mitarbeiten tvürdenA... Diese Stadt besitzt eine der schönsten Lagen in« Cvez Israel. Der Reichtum an Lebensmitteln, blei üppige, subtropische Vegetation, damilde Klima von Stadt Und Umgebung, die günstige geographische LagH an der Akkobucht sowie die Tatsache, daß Haifa der? Schlüssel zu Galiläa und daS Bindeglied zwischen^ Nablus, Nazareth, Liberias und Safed einerseits, und' dem Süden Jaffa, Jerusalem, ganz Judäa andererseits' bildet, daß «S ferner am Fuße der touristisch so wichtigen Karmelberggruppe liegt, und um sich die fruchtbar^ Jesreel-(Esdrelon-)Ebene hat, diese alle Umstände müssen eS mit sich bringen, daß Haifa in nächster Zeit schon- — entweder durch uns oder, wenn wir zögern werden^ durch andere — der wichtigste Hafen des östlichen Mittelmeeres werden wird. So begreift man auch leichtwarum unser unsterblicher Herzl gerade Haifa zun« Hauptschauplatz im zukünftigen Judenland wühlt» vxm den zweiten Teil von Altneuland „.Haifa 1933" be»'