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Wiener Morgenzeitung · 1921-07-08 · Heft 879 (8.7.1921) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 879 (8.7.1921)
Date
1921-07-08
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 879 Wien, FreitaH Wiener «rorgenzettnns 8. Juli 1921 'Seite U Fm allgemeinen Hatte der Kongreß bloß einen demonstrativen Charakter und es bleibt noch abzuwarten, welche Schritte di« aktiven Zionisten in .den; angeschlossenen Gebieten einleiten werden.:- . Dx. M . R. - - DieFristzurErlangungderitalienischen Staatsbürgerschaft. . Die italienische Gesandtschaft teilt mit: Der Artikel 249 des Staatsvertragcs von St. Germain bestimmt, daß jene Angehörigen der ehemaligen österreichischMgarischen Monarchie, welche innerhalb sechs Monaten nach Jnkrastlretm dieses Ber» träges (also bs zum ^6. Jaünee 1921) dje Staatsbürgerschaft eines der alliierten oder assoziierte« Lander erworben habm sollten, in bemg auf die Beschlagnahme ihrer Güter nicht als feindliche Untertanen zu'betrachten sind. ' Die rtaliemsche Regierung het in libkraler Auslegung -dieser Verfügung bestrmmt, auch nach ü i-rn' 16.'Jänner emgebrachte Freigabegesuche änzuntzhmen, wobei jedoch in Anbetracht der Notwendigkeit, diesem Zustand der Unsicherheit und'Uvbestlmmtheck ein Ende / zu setze», der 16, d. M.- als letzter Telmin'zür Änuahme von Freigabegesüchen festgesetzt würde. '' ' Um aber den Jnteresseüten auch weiterhin dieselbe günstige Behandlung zu gewähren, gestaltet die italienrsche Regierung, daß diejenigen, welche bis zum 16. d.M ihr Gesuch überreicht haben, auch nachträglich die zur Ergänzung nötigen Dokumente eindrmgen? können. __. Der Streik t« der Wiener Konsektionsindustrie. Gestern, fanden im Gremium der Wiener Kaufmannschaft llohnverhandlungen zwischen den Konfektionären und den Stückmeistern statt. Die Konfektionäre bewilligten den Stückmeistern in der Herren» und Damen-Engros«Branche eine 1b°/«ige und in der Damen-Detail-Bcanche eine 2Ü'/,ige Erhöhung der derzeitigen Löhne- Abends berichtete nun Handels!ammcrrat 'S t e i n s ch aue r und M ä.r.sch a l l in einer Massenversammlung der Stückmeister im Hernalser Brauhauseüber diese Zugeständulffe. rmd empfflhlw der Versammlung.. dieselben unter den gegenwärtigen Verhältnissen anzunrhmen.^ Dilse Anregung, stieß auf lebhaftem Widerspruch der Massenversammlung. Mehrere Redner förderten in erregter Weise, die Ablehnung dieser Zugeständnisse und, tatsächlich, beschloß die Versammlung einstimmig, die Zug estän drt i f s e a h z u l ebnen und den Streik in verschärfter Form weiterzuführen. Die BanknotenfLlschunge«. Ein origiveller Schwindel. Am2^.v. M. erstattete -der- Vertreter eines fremden Staates r«, Sicherbeitsbureau die-Anzeige, daß chm zwei Burschen, der 23jähnge Buchdruckergehilfe - Frtthjof, I r n s. e n. zu Wen geboren, nach Kopenhagen zuständig, V., Siebenbrunnengäffe 35 wohnhaft und der 23jährrge Karl L a n g b e r g, zu C^ernowrtz geboren und dabm zuständig. eme Emgabe überreicht hüben, in der siMi.ch Mötig^ machten^ --egest - Zahlstng^ emer ..Dt» lohuuvs.. von L 2,250.000 und - gegen emen Vorschuß von etwa K 60Y.OOO Angaben zu machen, die zur Verhaftung einer Fälscherbaude führen mußten, btc dre Noten, dieses Staates erzeugten und auch die Maschine, mit der die..Noten hergestellt wurden,' zur Stelle zu schaffen. Der Konsul erstattete die Anzeiae bei -der Polizei und die beiden Burschen wurden verhaftet. Die Untersuchung stellte fest, daß an dm Erzählungen der Verhafteten kein tyahr-'s Wort ist. Nach der Mitteilung Jrnsens sollten auch die jüngst entdeckten stn'ationellcn Fälschungen der tschechischen Banknoten zu K 500, zu einen« Gaunerstreik benützt werden. Als in der Zeitung von der Verhaltung der den Vertrieb der Noten besorgenden Leute,' des Kaufmannes Klein, des Professors von Meszaros und de§ Györffy die Rede war und mitgeterlt wurde, daß man die Maschine, mit der die Noten hergestellt Word n sind und das Fälschernest nicht ermittelt habe, soll Langberg 'auf den Gedanken gekommen fern, Jenstn sollte eine alte lithographische Presse austrerbcu; er selbst wollte die Klischees der falschen Banknoten zu K5 500 bestellen, und dann könnte man an d«e t s ch e ch r s chs l o w ü k i s ch e G e s a n d t s ch a tt mit . dem Antrag. beraniretrn, ihr die Maschine und die Klischees der Fälschungen gegen eine entsprechende, jedesfalls hohe Belohnung in die Hände zu spielen. Dieser: Plan konnte nicht verwirklicht werden, da indessen die Verhaftung der Beiden erwlat. ist. Beide gestanden schließlich, daß sie dem Konsulat nur Geld herauslockeu wollten. Die falsche» tschechischen FLnfhrmdertkronennote«. Gestern wurden die in die Augelegenheit der Fälschung tschechoslowakischer Fünfhundeitkroncnbanknoten verhafteten Personen dem Landesgmehte emgelie^ert. Wegen Verbreitung.der Falsifikate wurden nngelieiert: der Kaufmann Ludwig Klein, seine Gattin Johanna, ferne Schwägerin Charlotte Kästner, Jnamieur Endre n. Györffy, Universitätsvrofeffor Dr. Jultusv.MeszarvS aus Budapest und Kor! Somoav. Wege» Verdachtes der Verbreitung dieser.Falsifikate: Mathias. Marschall, Isaak Plank, Leopold Erdei, Ludwig Petrovic und BAa' Tas. Petrovic hat sich den falschm Namen „Franz Popper" veigelegt. Die zustandegebrachten Falsi fikate entsprechen einem Werte von LL 5,424.500. - . Budapest, 7. Juli. (Ung. Tel.-Korr.-Bur.) Wie „Äiagyar Ujsag" meldet, verhaftete die Pobzer deu au« Wien eivgrtroffenrn Agenien R a r s z, bei wachem.gefälschte neue ungarische Staatsnoten zu K 100 gefunden wurden. Reisz beteuerte, von dem Ursprung der Fälschungen keine Ahnung zu haben. erfolgte infolge S e.l b st e n t z ü n d u u g. Nach der ersten heftigen Detonation erfolgten im Verlause einer Stunde noch einige k l e i n er e Explosion e n. Die Feuerwehren von Wiener »Neustadl und Fisixdors, die erschienenwaren, Hallen keine» Anlaß zum Eingreifen. - Das Objekt Nr. 33 liegt im Gememdegebiet Siegersdoif, ungefähr WO Meter von der Ortschaft H a s ch e u d o r f entfernt. Diese -Ortschaft wurde, durch die Explosion arg mi tg e u o m m e n. Es ist in diesem Ort feiu Hau-, das «icht beschädigt wurde. Sämtliche Feusterscherben sind zertrümmert. Eine Explosion auf dem Steinfelde. Wlener-Nemstadt, 7. Juli. Heute um 5 Uhr früh ist a« Großen Mittel das Objekt Nr. 38, in welche« schwere M inen Behufs Abtransports eingelagnt waren, unter heftigen Detonationen, die auch in W en».Neustadt deutlich hörbar warm und die Bewohner der Stadt aus dem Schlafe schreckte», 'n die Luft gef logen. Da- Objekt Nr. 83 ist vollständig dem Erdboden gleichgemacht. Menschenleben wurden dabei nicht gefährdet, da sich schon seit Woche« ümMwich » m u fiWi iijiL.|iii immm rM im tut irr.wiw»..»o^dji.kW»,.»» m * Der Mutz-Künstlee. Bekanntlich muß kein Mensch muffen, nicht einmal ein, Derwisch. Ern deutfchösterreichischer Lehrer aber muß. Und -war muß er'das, was zu gebieten keine Macht der Erde mächtig genug ist: er muß ein Künstler sein- So schreibt es der Lehrplan, die Unftrrichlsordnung und andere Gewalten vor, gegen die' kein. Irdischer ankämpfen kann, am wenigsten ein Lehrer. Dabei wird von diesen Unglücksmenschen sogar noch'doppelte künstlerische Begabung verlangt; für die bildende Kunst (Zeichnen) und für die Musik (Gesang). Was das erste anbelangt. so ließe sich die Forderung ut den Zeiten der .„Ornamenten" noch bis zu einem grwiffen Grade . rechtfertigen. Denn schließlich konnte es bei einigem guten Willen auch der zeichnerisch unbegabte Lehrer so weit bringen, daß er einen geraden St,ich ziehen, einen Krers formen und eine Fläche „anlegen" lernte. Heute, da in der Schul' das Zeichnen nach der Natur gepflegt wird, da eigentlich vom ersten Anbeginn das künstlirische Sehen angestrebt wird, heute ist der Volksschullehrer, dem der Sinn für die Schönheiten der Formen und Linien fehlt, gezwungen, einen mehr oder minder fromm« Betrug zu begehe«, sich in eine Kunstbe ieisterüng hineinzupreff«, die erheuchelt rst, und kglsch für echt zu verkausin. Immerhin ftirb aber der Lehrer beim Zeichnen, wenn er sich nur die notwendige und erlernbare F e r t i g k e i t, das rem Handwerksmäßige, an geeignet hat, kaum in Verlegenheit geraten können und er wird, was die Hauptsache ist,,kem Unheil stiften. Ganz.anders liegt die! Sache . beim Gesangsunterricht. Der Unmusikalische oder. gar „Musiktaube", dem die Leitung des Kinderchores obliegt kann, nie mehr zu heilenden Schaden anrichlen, ganz.abgesehen davon, daß der Schüler mit gutem Gehör sehr bald das. Unvermögen des Lehrers, entdecken und. in seinem Respekt , dadurch nicht gerade gefestigt werden wird. .Aber der Lehrplan schrci.bt> de« Unterrichts in Gesang für Volks» und Bürgerschulen vor und so .muß bei.der Neifepiüiung' der LehrerbildungSaust-lien auch die Befähigung zum Gesangsunterricht nachgewiesen werde«. Nun soll -er tf zieherische Wert der Musik in der Schulr gewiß . nicht unterschützt werde», aber man kan» ein ausgezeichneter Lehrer sein und doch nicht ein« Dominant /von einem der» minderte» Septakkord unterscheiden können. Der Lehrplan. aber sagt: du mußt, und überträgt jedem VoMchullehrer de» Gesangsunterrichte Das ist umso erstaunlicher, als. wenigstens in Wien» zur Einführung der Mädchen in das künstlerische Reich des Stricken-, Stopfen- Md HackelnS eine besondere, sorgsam au-- gebildete Lehrkraft angefiellt ist. Obwohl schließlich jede Fra» ausnahmslos die Handarbeiten erlernen kan«, während die Musik für so manche« mierlerubar ist. Die Bernknug auf das Orgelspiel de- Landlehrers kann nicht anerkannt werden- Zunächst weil düteS DrgeVpiel nicht als pädagogische Notwendigkeit erscheint, dann aber auch, weil man zwar dre Fertigkeit deS SpielenS durch Fleiß erlangen kann, die Fähigkeit des Hören« aber nicht jedem gegeben ist. Da mühen sich dann die Lehramtskandrdaien mit „Treffübungen". von denen man in Abwandlung eines bekanntes AusipruchrS nur sage» kann: Entweder man hat musikalisches Gehör» dann sind sie Überflüssig, oder man hat keine-, dann sind sie zwecklos. Die Schule soll jetzt eben einer gründlichen Reform »ntrrworfen werden. Vielleicht könnte bei dieser Gelegenheit auch dieses Zöpfchen abgrschnitten werden: Der Zwang zur Kunst. * Unberührte Seelen. In Budapest ist die Seiche de- Großindustriellen Bor o ß ans der Donau gefischt worden. Alle Anzeichen lasse» erkennen, daß der Unglückiche daS Opfer erncs Raubmordes geworden und vor seinem gewaltsamen Ende zwei Tage lang gemartert worden ist. So erschütternd und aufreizend eine solche Meldung unter normale« Derhäktniffen wirken müßte — zwei Jahre «ach Einführung deS alleinseligmachenden christlich nationalen Kur s es i» U ng a r n hat sich die Welt an solche Nachrichte« so gewöhnt, daß «an weniger über den Bericht an sich in Erstaune« gerät als darüber, daß jemand über ihn «och zn erstame» vermag. Diese- -Schauspiel aber gewährt jetzt den Wienern jcnrr Teil ihrer Bläiter, der sonst durch konstante- Totschweigen jüdischer Leide» feinen als Schmach' empiundenen Spitznamen „Judenpresse" vergessen zu «ocheN:sucht — so toie-be? Vogel Strauß dem Jäger verborgmz« dltibe» hofft.' wrun « seinen eigenen Kbps in den Sand steckt. Was die Herren diesmal auf ihre sonst freiwillig gewählte Blindheit verzichte» läßt, wisse» wir nicht. Tatsache ist, daß sie den Fall B o r o ß so behaudeln, als ob er nicht rin eintöniges Glied in einer unheimlich langen Kette gleichartiger Ereignisse, sonder» ei» ganz vereinzelt..dastehende- Geschehnis repräsentierte. Und mit der Naivität de- Backfische-, der da fragt: '„Mutter, waist daS: ein Leutnant?" stellen sie BetrachlMgm Über die Motive an. die im christlichen Budapest „unbekannte Täter" auf die seltsame Idee bringen können, einem jüdische». Großindustriellen nicht nur Geld und Leben zu nebM», souderu ihn vorher ta-elaug zu martern. Bei ihrem angestrengte« Hin- und Herraten find die Kreuzköpfe sogar schon zu der. Vermutung gekommen, daß da am Ende politische Motive mitspiele« könnte«. DaS für Pol tiker käme» aber da im heutigm Budapest einzig und allein m Betracht? Selbstverständlich — Komm»» isten! Und wirklich hat man am Donau-User unter dem Hute de-Ermordete» ein« Zettel gesunden, ans dem sich Lenrn und Lola Kun alt de» Täter bezrichuro. Soll mau »>« «irkl-5 ^?be«, daß Lmin in eigener Person ans Moskau nach Budapest gefahren zubrmgen.? Dazu kann sich die „Neue Freie Preffe" doch noH nicht recht entschließen. Sie kann sich die Sache absolut nicht erklären und wir fürchten, daß sie die Lösung auch nie sind« wird. Selbst rin freundschaftlicher Hinweis auf die Existenz sogenannter „Weißer Garden" in Ungarn würde dem „bestinformiertrn Mltblatt" kaum von Nutzen sein. Denn es dürfte darauf doch nur m t der Frage reagieren: „Mama, was sind daS: Weiße Garden?" ' * Die Rückbildung zun altgriechische« Sprache. Sk«' Athener Mitarbeiter der „Kölner Volkszeitung" berichtet über die jetzigen Sprachreinigungsbestrebungeu in Griechenland, Eist hier vielfach die Frage erörtert worden, ob der Schnlnnterricht sich der reinen, alten Sprache oder der platt«,, der Volkssprache, zuwenden soll. Letztere hat sich weit vo« der ersteren entfernt, obwohl sie ständig unter dem Einfluß der Preffe gereinigt wird. Die Sprache der Gelehrte». Schrifrsteller, der Verwaltung und der Gerichte nähert sich sehr der alten Sprache. B e u i z e l o s hat als Ministerpräsident der Spracheufrage eine rücklüusige Bewegung geben woll«, indem er in de« Schule» den Unterricht der leichteren uNd^ einfachere« Sprache einführte, am die slawischen und türkische» Bevölkerungsteile Mazedoniens und Thraziens z« assimilieren. Aber die Beamten, die mit der Durchführung dieser neuen Sprachrichtung betraut waren, übertrieben sehr/ weitgehend und schufen eine vollkommen künstliche, barbarische' und dem Sprachempsindm des Volkes fremde Sprache' Es rief dies eine starke nationale Erregung gegen die Neuerer hervor. Man soidert jetzt von der Konstituante eine Sprachrichtung, die sich Ker alte» Sprache nähert. Der oitößte Teil der Abgeordneten verlangt eine neue Versaffungsbestimmung, die für immer irgendeine Aenderung der Sprache verhindern soll und die Einführung der gereinigten Sprache Vorsicht.^ * Wechsel irr der Laibacher Statthalterei. Aus Belgrad wird gemeldet: Wie verlautet, soll der Botschaittr H r i d a r zum Nachfolger wrrd genannt. Statthalter in Laibach ernannt werden. Ais sei« der Abgeordnete Dr. Bognmil Bosnja! * Antwerpen für die ukrainisch-jüdischen Waise». Die Mitglieder der jüdischen WelthilsskonfrrrnzAnitia Müller und H. J e f r o r k r n verweilten in Bealertung deS Delegierten der kanadischen Wa senkommission einige Tage in Antwerpen, um für dre über Antwerven nach Kanada und Argentinien zu den-, gierenden iüd.'schen Wäisentraosporte ans der Ukraine Unterkunft' zu beschaffen. Auf einer große» Frauenvttsammluug, a« der Amtta Müll e r als Red«erin über die jüdische Kindnsürsorge auftrat, meldeten sich gleich 50 Familre« zur Ueberuahme solcher Waisen für die Zelt ihres Aufenthaltes in Antwerpe«. * Erhöhung der Zigarre«, «»d Tabakpreise ab 11. Juli. DaS gestrige BuudrSgesrtzttatt »erlautbart die Kundmachung deS BuudesmmisteriumS für Fmanze« vo« 27. Ami 1921 über die Einführung eines neu tn Preistarifs für die Erzeugnisse der österreichische» T a b a k r e g i e. Djß Preise selbst sind zpr Genüge belanut, und eS fei nur erwähn^ daß der neue Tarif Montag den 11. d.M. r» Wirksamkeit t r i t t. Der Tarif enthält nur jene Sorten, die gdir Verkaufe in den Trafiken ausgegeben werden. Die neue» Pre^i der übrige» Sorte» werde» in einem Anhänge zum Prristaris festgesetzt werde«. * Begräbnifse «w heutigen Tage. Neuer Fried- Hof: 2 Uhr Kohn Moritz, 9 Uhr 40 Mm. Justitz Betti, 10 Uhr König Hugo, 10 Uhr 20 Mi». Bloch Otto, 11 Uhr Berger Grrtrude, 11 Uhr 20 Min. Adler Robert. * Die slowakische» Frühkartoffel» dürfe» »ßch^ «ach Wien. Aus Prag wird gemeldet: Das Präsidium ReichswirtschastsrateS gibt zur Beruhigung der Oeffeutlichkeit bekannt, daß zu einer AnSfuhr von Frühkartoffel» slowakischer Herkunft »ach Oesterreich und namentlich «ach W i e u die Erlaubnis so lauge mcht erteilt werden kau», alS nicht für jeden auszuführenden Waggon zwei Waggons für de» Inlandsbedarf sichergesirllt sind. Gleichzeitig wird an de« Grenzen Brr» sorge getroffen, jedwede Lusfuhr vor Erfüllung dieser Ford«»»- z» verhinder». Aus«ah«»»eisee Berkehr vo» Persu»e»-ÜOE^ auf der Frauz-IosesS-Bah». Samstag den 9. Juli »o», kehrt Strecke Wren-Frauz-JosefS-Bahn- Gmünd Zug Rr. ITi (ab Wien-Franz-JosefS-Bahnhof 16 Uhr Jö Mi»., ob Gmünd 22 Uhr 40 M m) und Zug Nr. 18 (ab Wien-Franr-Josefs-. Bahnhof 21 Uhr, an Gmünd 2 Uhr SO Min.). In der Grat»-', richtung Sonntag den 10. Juli Zug 12 (ab Gmünd 1- Uhk 5ü Mi«., a» Wten-Franz-Jofefsbahnhof 22 Uhr SO Minute«. 4 * Graf LSLar Mirbach verhaftet. LuS Budapest! wird berichtet! Die hiesige Polizei hat de» Grafe« Oskar! Mirbach wegen verschiedener Betrügereien verhaftet. Lut« dm gegen ihn erstattetm Lnzeigm befindet sich die der Gattia! eines Oberstm, wonach Graf Mirbach ihr K 800.000 enlloO habe. * Die Srettmonsgeweraschafte« i» Jer»sale«. Gelegmhnt des B ai r a m- F est es machte» die Letze»! Oberrabbiner von PaWina de« M»fti vo» Jeem-s salem einen Besuch. Im Lause einer frrnndschaftlichm UnterbEW sagte der Mufti zu dem Oberrabbmer Jakob Meier: „ES ist unsere Pflicht, als den Häuptern ««ferer Gemeinschaften, alleg» tun, was in unserer Macht steht, um dm Fried« zwsschm d« drei Religionsgemeinschaft« zu «haltm". * Ei« A»z»g — eiwe Million Babel. „Kutzets Warszawszki" berichtet über die Preise in Kiew im Monade Jom folgendes: Et« Anzug für «um erwachsene« Manu tostet tad Million Rnbel, ein Paar Schuhe 400.000 Rubel, ei» Pfmck! Zucker 100.000 Rubel, ei» Psund Fleisch 3000 Rubel, ei» Pftnm *1500 Rubel, ein Pfand schwarze- Brot 1200 Rubel. . * Diplomaten. Jules Cambon, der Berliner Botschaft^ der sranzöfifchm Republik bis zu« Kriege, hat auch Mmnnrest Mchrieden, die jetzt m der , Revue de Frau«" erschemm. Fßk! 'Lnur «me fittengeschichUiche Bemetkung: Eambo« erzählt, »all. mrz «ach de« Besuch des bklaisch« Königs i« Berlin durchs Melgifchen Gefaudtm Baron Beyeus dm JuhaU der mich« Besprechung mit Kaiser Wilhelm II. erfahren . el» hatte gewohnheitsmäßig geschwatzt «ud de» Krieg

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