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Wiener Morgenzeitung · 1921-07-07 · Heft 878 (7.7.1921) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 878 (7.7.1921)
Date
1921-07-07
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Sk. S78 - Wien, Donnerstag Urige» Lehrkörper der Dank aller, die solches geistiges Pionirrtum z« schätzen, wissen. > Der Schulschluß ersolgte in feierlicher Weise. Direktor Kellner hielt an die in einer festlich geschmückten Klaffe versammelte Jugend eine Ansprache, in der er die Grundpfe>ler des Menschlichen Lebens. Arbeit und Liebe Pries. Er ermunterte -die Zöglinge zu ehrlicher Arbeit, die ihren Lohn in sich selbst trägt und der eigenen Persönlichkeit, aber auch dem ganzen Bokke dient. Die gemeinsame .Arbeit wirkt auch dadurch segensreich, daß sie em Band kameradschaftlicher Lieb e um alle . Schüler schlingt. Professor K 8 st e n b a u m hielt eine Rede in hebräischer Sprache. Er sagte, daß, „die Abschiedsfeier Lehrer und. Schüler mt gemischte» Gefühlen erfülle: Mit Freude über das .E" eichte, aber auch mit Wehmut wegen des Abschiedes. Doch könne jeder Schüler den Trost mit auf den Weg nehmen: „Die Schule geht mit uns." Vor und »ach den Ansprachen.brachten, die Schüler deutsche und hebräische Lieder zmn Vortrag. die Professor B r a s l a w.s k h, der auch zwei dieser Lieder, „Im Schächar" und ein „Marschlied" vertont und mit den Zöglingen einstudierl hatte. Es war ein.tiefer Eindruck, als «an zum Schluffe von dieser Jugend, die wohl die lebendige Inkarnation unserer Hoffnung darstejllt, die „Tikwah" singen hörte. Dabei sowie schon bei dem ersten vorgetragenen Liede „Al Tal", zeichnete sich die Schülerin der zweiten Klaffe Marie L a n d m a n n als Solistin aus. . Zu dem Geiste, der in dieser Anstalt herrscht und von dem die würdige Schlußfeier Zeugnis ablegte, steht leider die Enge der znr Verfügung stehenden Räumlichkeiten in einem betrübenden Gegensatz. ES mnß die Ehrenpflicht der Wiener Judenschast sem, ihrer , nationalen Mittelschule rin wohnlicheres Hei« zu bauen. Schließung von Wiener Schulgebäuden. Rückgang der Schülerzahl um 25 Prozent. In Ausführung eines Beschlusses des Wiener Bezirksschulrates teilt, dessen Vorsitzender Nationalrat Otto G l ö ck e l über die bevorstehende Schließung von Schulgebäuden mit, daß die Schöl-rzahl der städtischen Volks« und Bürgerschulen' in Wien don,240.009 im Jahre 1914 auf rund 189.009 im Jahre 1921 gefallen ist, was einen Ausiall eines vollen Viertel 8 der Schüler innerhalb sieben Jahren bedeutet. Die Folge davon ist, daß statt der überfüllten Klaffen des Jahres 19!4 heute in Wien ' Klaffen mit ganz unzulänglicher Besetzung sind. ' In vielen Klaffen ist die Kmderzahl auf z w a n z i g, ja selbst bis auf vierzehn, Schüler gesunken. Solche Klaffen sind, einfach nicht aufrrchtzuerhalten; dieser Umstand zwingt zur zweckmäßigen Ziüammenziehung von Klaffen und Schulen. Der Bezirksschulrat Wien könnte der Aufforderung der Gemeinde nachkommrnd, etwa zwölf Schulgebäude zur Schließung^ Vorschlägen, ohne daß die Schülerzahl über dreißig steigen müßte. Die Erwägung, daß .möglicherweise nach'Ablauf' tooit; dttz,,..bis..... vier. Jahrerr .Hit' Schülerzahl, voravMäMch ' wieder Zeigen dürfte, bestimmte den Bezirksschulrat, nach, sorgfaltiger Untersuchung nur fünf Schulgebäude für Gemeiudezwecke freizugeben. Hs sind dies die Knaben- und Mädchenvolksschule im I. Bezirke, Bartenstcingaffe 7, die KnabenvolkSschüle. im HI. Bezirke, Pfarrhofgaffe 1, die Mädchenvolksschule im VI. Bezirke, Stumpergaffe 10, die Knabenvolksschule im VM. Bezirke,, Läudongaffe 5 und Piaristengasse 43. Die Schule im der Pfarrhofgaffe' wird wegen des ganz unhygienischen Zustandes. in dem sich das Schulgebäude befindet, ausgelassen. Die falschen tschecho-slowakische« ' Soo-Kranen-Rote«. Magyarische Jrredentjsten als Fälscher. Pretzburg, 6. Juli. Die „B. Z. am Abend" meldet: Wie «ns Popvad mitgeteilt wstd, wurde dort eine Dame verhaftet, dir längere Zeit mit dem Schmuggel von in Ungarn hef* gestellten falschen 560-Kronrn-Noten beschäsiigt war. Bei der Leibesvisitation, wurde» im Mieder der Dame 50 Stück und ln ihrem Handkoffer 150 Stück falsche 500-Kronen-Noten vorgefundpe. Die. Dame, die Frau eines Budapester Graphikers namens Brrzelmayrr, wurde nach Picehbmg gebracht. Durch die polizeiliche Untersuchung wurde festgestellt, daß die falsche» Noten von,einer i r red e n t i st is ch e nL i g a hergestellt find, die rinter Führung bes Universitätsprofessors M e s z a r o s steht. t - *^3udische Arbeit. Man schreibt uns r Bor einem Jahre verref Dr. Alfred L »,e w y einige Freunde zu einem Gedanken« austawch darüber, wie die zerklüftete Judenschaft geeint werdm konnte/ Sein Leitgedanke war, die Teilnahmslosen heramuziehen uod die Gesinnungsgegner zu überzeugen, statt zu bekämpfen. In breser Zusammenkunft wmde die Gründung der „Jüdischen Tischgesellschatt Alserstraße und Umgebung" beschlossen. Wa8 dle>e- Tischgesellschaft seither unter der zielsicheren Leitung ihres Präses Dr. Alfted L o e w y geleistet, hat, - ist in der jüdischen LeffMtlrchkeit wohl bekannte Das Beispiel.fand. Nachahmung.und m ' e ch s Bezirken Wiens wirke« aüfklärend und. segensreich " rudrsche Tischgesellschaften. De« Bildungsbedürfnis' wird durch regelmäßige, gehaltvolle Vorträge entsprochen, die Geselligkeit wird durch geeignete Veranstaltungen,, gemeinsame Festhegebung und durch Veranstaltung' von .Ausflügen gepflegt. Die TiichgeieuschastLN werden dm Kern des künftigen Zmtrums der Wiener Judenschast, des „Iüdischen Kl« b" bilde». — Die- „Jüdische L r s ch g e s e H s ch a f t Alltzrn r a ß e und Umgebung" unterbricht ihre regelmäßigen «usammmküntte bis i.. September, doch wird, in Ausführung eines gefaßten Beschlusses, ihre Leitung in der Zwischenzeit die Umwandlung der Tischgesellschaft in einen Verein voroerenen. ' - - , . * 5m Zeichen des Kalbshirn». In einer deutfchnatronalm Versammlung für p, attische Auscklüßpolitik waudte stch, wie - die „Dcutschösterreichische Tageszeitung" berichtet, Metallarbeiter K l e m e n t in glühenden Worte« gegen die. Schmach, der Versklavung alles deutschen Wesens, durch das I ud e'n tum, das uns mt entscheidenden Augenblick der Anschlußbewrgung die sranwstsche Frank»«Währung auszwiuge» wolle. 'zoitntt Morgettzetruvg Ihm antwvltet das über den Veldacht. daS Judmlum entlasten zu wollen, hoffentlich erhabene .„Neichsvost*-Abendblatt mit folgenden sachlich kühlen Worten: „Die Frage, ob unsere künftige Geldeinheit (falls wir eine neue kriegen!) Frank oder Mark oder anders ' heißen wird, braucht Sie doch wcht zu erhitzen; die Hauptsache wird sein, daß sie Kaufkraft besitzt und behält. UebripenS. ist daß - Wort „Frank" nicht weniger deutsch als daS Wort „Mail" und ein österreichischer „Frank" würde stch vom framöstchen Francs ebenso unterscheiden wie eine ösierrcichoche Mark von der reichsd'ulsche» Mark. Und ist Polen deutsch, weil es Markwährung hak?" * Kongreß der Internationalen Frauenliga. Gestern sind unttr anderm nachstehende Delegierte eingetroffen: Aus Holland Dr. A l e t t a J,ä k o b Z, die erste weibliche Drzlin in Holland und Führet« der Frauenstimmrechtsbrwegüng. Mrß Katbleen Courtney aus England, die eine Zertlang die Arbeit der Gesellschaft der Freunde in Wien geleitet hat. Aus England ist auch MißMarshall angekommen, die in der internationale» Frauenstimmrechtsbewegung eme führende Stellung inne hat^und aus Dänemark ThoraDaugaa r d. Kongreßkartenzu. X199 .;ft»b im Kongreßbureau im Gebäude deS Musikvereins, Eingang Bösendorferflraße, erhältlich. Die Ab mdversamnrlungen sind; frei..: Zckr Eröffnungsfeier, Sonntag den 19. d. M. um V-10 Uhr vormittags, werden Freikarten nach Maßgabe des vorhandenen Raumes aüsaegeben. —Nicht teilnehmen werden an dem Konarrß die deutfchnationalen Frauen, deren Führerin Elvira Rock ihn kür ein „Judenmachmerk" erklärte nnd ihm die Tendenz unterschob, an alle demschm Frauen dir Aufforderung zu richten, im Falle eincS Krieges ihre Hilfe und Mitarbeit am Werke brr, Fürsorge und Verwundetenpflege zu versagen. Nich dieser Geistesprobe wird man bas Fernbleiben des solchemrt in jedem Sinne des Wortes „angeführten" Teiles der Wiener Wetblchkeil kaum auf das Verlustkonto des Kongresses setzeu... * Neue Kleidersammelstelle für die ukrainischjüdischen Pogromopfer. Es wrd hiemit bekanntgegeben, daß Svmden von Bekleidungsstücken aller Art nunmehr täglich, mit Ausnahme von SomStag. und Sonntag, beim Portier der Israeli»' chen KultuSgemeinde, l., Seitenstettenaaffe 4, geaen Emvfangsbestätigung mtgegengmommm werden. Da der nächste Kleibertransport bald avgeht, wird gebeten, die Klejderspendeu möglichst r »s ch an die genannte Sammelstelle abzuliefer». Hilfskomitee für die ulramisch-jüdischen Pogromopfrr. Hebräische Hauslehrer. Der Verein der Hörerschaft des jüdischen Pädagogiums empfiehlt Hauslehrer für hebräische Sprache. AuMnste: Montag und Dünne,stag von 11 bis 12, D'ensiag und Freitag von 12 bis 1 im Sekretariate, II., Obere Donaustraße 9l. * Die Keren Hajesiod-Kampague in der Bubowiua. Dir Kamvagne für den Keren Hajeffod in der Bukowina hat mit großem Schwung, eingesetzt. Me Tagesreitungm bringen arößere Aufsätze sowie eingehende Jnformationm und Aufrufe für die restlote Erfüllung des MäaßervnnzivS. In alle Slädte der Landes wurden Schätzungskommissionen eingesetzt, deren Besindung und Sttuerbemeffung die jüdische ^Bevölkerung sich, in der Regel ohne Murren fügt. Man erwartet allgemein, sehr bedeutende finanzielle Erfolge. - Die WeUmsisterschast im Schach. Aus' London wird berichtet: Der russische Schachmeister Rub inst ein hat au C a v a b l a n c a eine Herausforderung zn einem Entscheidungsmatch um die Weltmeisterschaft gerichtet. Die Meister hadm früher einmal zwei Parttm gespielt, von denen/Rubinstein eint gewann, während die andere rePiig wurde. Nach M«e« Sieg über Laster hatte stch Capadlanca geäußert, daß" er jede Herausforderung annehme, vorausgesetzt, daß eine genügend große Summe aufgebracht werden könne, um die Spieler für die Anstttvgüngen deS Wettkampfes zu entschädigen. * Filmvorführung zugunsten «llauds. Die Dreffe- Vorführung drS Astor,a-Film8 „G e v a t t e r T o b_*. sindet^rgunstm der Heilanstalt A l l a n d Samstag den. 9. d. M., 10 Uhr vormittags, nn Rotenturm-Kino, l„ Fleischmarkt 1, statt. Karten zu L 109 bei Kehleudorfer und im Karlenbmea« am Grade». * Cholera in Rußland. Ans Moskau wirb gemeldet: BiS znm 26. v. M. wurden im Gebiete der Republik 8296 Cholerafälle feftg-stellt. Rostow, dar Wolgagebict, Woronesch und Otrlfind am meiste» betroffen. * Gchueiderstreik iu Linz. Wegen Nichtbewilligung von Lohnfordeiungen find in Linz sämtliche Schneidergehilfen in den Ausstand getreten. * Auflösung eines deutschuationalrn Vereines. ..Narvdni My"' zufolge hat das Ministerium des Innern den Verein „Nordmark" inT ro p v a n und seine sämtlichen Ortsgruppen in der tschecho-slowakische» Republik aufgelöst, weil er eine politische »nd staatsieindliche Tätigkeit entfallet habe. * Rückgang der Bevölkerung in Wien. Nach den Mitteilungen der Statistischen Zentralkommisston ist die Zahl der Wiener Bevölkerung vom Jahre 1910 b,S zum 81. Jänner 1931 um 199.095, das ist um fast 10*/o, zurückgegangen. * Oberschlestsche Kohle AuS Mährlsch-Ostrau wird gemeldet: Der Vorsitzende des KohlmbureauS in der Internationale» Kommission M a r i g n i erklärte, daß der Kable»- tranSvort aus Oberichlesien na ch Oest erreich demnächst wieder ausgenommen werden würde. '9 Der Bankbeamtenstreik in der Dschecho- Plowaket. Die - „Präger Preffe meldet: Gestern ist in Prag der Sekretär des Wiener ReichSvereins der Bink- und Sparkaffend samten Abgeordneter A l l i n a emgetroffen, der in einer Samstag statjiiudenden Plenarversammlung der deutschen Bankbeamten spreche» soll. * Amerlon Mut Olsfrlbuttan ttonmlttM. DieMilcha » Sgade in den Kinderttinkmilchhallen . des Amtnum Joint Distribution Committee wird am 11.d. M.um 4 Uhr «achMittsgS wieder ausgenommen. * Wie» jü» die Kiudee der Kuiegsopfer» Der Festausschuß dieser Aktiv« ersucht alle Sammler für diese, insbesondere, die, welche^ die Johann Strauß-Feier, zu Sammlungen benützt««, die gesammelten Beträge dis späiesteus Frettaa. den .8. d. M. entweder m der Zentrale I., Rathaus, Komiteelvkal, oder b« den Bezirksvorstehern zu erlegen. * <&f»e fraüzöfisch-amerikauisch« Wisfiou unter der Führung Gencral F'a p o l l e s ist imWa'hmgton angekommen und wurde vom Präsident Hardmg empfauge». * Die Aockefeller-Stiituvg hat zum Bau des llchechoslowÄifche» RnchSgesnndheitsamtes des Ministeriums sür Sanitatswese» und körperliche Bildung de« Betrag von 27 Millionen Kroven gesendet. " Wetterbericht. Unter schwachem Druckfall Über Westeuropa hat sich die allgemeine Wetterlage etwas zugunsten beffrre» Wetters in Mitteleuropa verändert. Die Niederschläge haben in Oesterreich ausgehört, um wenige Stationen hatten gestern morgens «och ganz bedeckten Himmel I« Wien' war das Äetttr gestern vorwiegend' heuer.. Die Lempvatur nähert sich dem normalen Y. 5ult 1921 Wert. — Voraussage: Vorwiegmd heiter, etwas llche Winde wechselnder Stärke. ... Sett-5 WmPwi - WEM r.r. * Fernsprechgebühr«» i« verkehr «tt Pvle» Ab 1. d. M. wird im Fernsprechverkehr mit Pole» zu der inländischen Cprechgebührrn rin Zuschlag eiuaehvbe», .der tot du ' Hl, Zone K 35 und für die IV. Zone ll 20 beträgt. Die Gebühr' für Gesprächsaufforderungen und Gesprächsvoranmeldunae« ^Absagen) ist gleich der jeweiligen Sprechgebühr für ei» gewöbulechrs Gespräch in der Dauer von drei Minuten in derselben Relatio» — Diese Verlautbarung der Telegraphmdirektion ist unbrrständluL Weshalb wird nicht einfach mitgeteilt, was rin Gespräch «k Polen kostet? * Erfrorene Touristen. Aus Kufstein wird gemeldet daß sechs Herren und drei Damm eine Durchkletterung d« Winklerschlucht im Wilde» Kaiser unternahmen. Da sie aber crf spät abends die Karlspitze erreichten, mußten sie rm Freie» Übernachten und wurden durch ein schweres Unwetter überrascht. Der Tourist Karl R o b i e z e k a u s . 2B ien fand, infolge Erschöpfung und Herzschwäche de» Tod. Fräulein Rost D i e r e n 8 e r g e r aus München erlitt de» T o d dwrch Erfrieren und der Tourist Leopold H er bst ist mit «frtmtmv . Händen in das Kufsteiner Krankenhaus überführt worden. * Der vxpreßzug Amsterdam-Paris ««tglerst Die „Dossische Zeitung" meldet aus Brüssel: Der Exoreßzug Amsterdam—Paris, der beute nachts gegen 12 Uhr Brüssel verließ, entgleiste bei Henuuheres. Die Maschine deS Zuges würde vollkommen zertrümmert und zwei darauf befindliche Maschinisten schwer verwund«. Der Postwagen wurde förmlich zersplittert, - sieben franiösische Postbeamte würben getötet und drei verwundet, Etwa 20 Reisende wurden verwandet. Die bisherige Untersuchung weist, auf die Möglichkeit eines verbrecherischen Anschlages hi», da die Schwellen au mehreren Stellen gelockert waren.; * Die Folge» eines Selbstmordes. Auf einer Bant nächst dem Eingang durch das zweite Tor deS Zentralfriedbofeß laß gestern em Mann, der anscheinend zu schlafen schien. Plötzlüh fuhr er jedoch auf. riß einen Armee, evvlver ouS ty« Tasche und jaatesich eine Kugel durch den Kovf. Das Proiektil der Präzistonswaffe hatte eine derartige Dvrchschlagskrast,. daß eS» nachdem es dem Selbstmörder durch den Kopf gedrungen war, weiter ' sauste, zwei Fensterscheiben der Gebäudeverwaltung zertrümmerte und noch aus 'die Scheibe deS in diesem stehend«« Manometers de-Telegraphen anp'allte, so daß diese zerbrach und der diensthabende Äeamie Franz Hahn von.de», «tfc springenden Splittern an «er Hand verletzt wurde. Dle.Kugv blieb dann im Manometer stecken. Dre herbeigerufene Rettv«g8>> gesellschatt konnte nur mehr den Eintritt des Todes berede« Selbstmörder frststellen. Nach den bei ihm vorpesundenm Doktl»'.. menten dürfte er mit dem Karl Keysely, Beatrixgaffe 4# identisch sein. Aus einem bei ihnr gefundene» Mschiedsvries geht hervor, daß er die Tat wegen Not und Krankheit begangen bat. Der Beamte Hahn wurde von der Rettungsgesellschast verbunden. - * Tod durch Blitzschlag. Gestern um 7<8 Mr nachmittags schlug wähieud des heftigen Gewitters der Blitz, nächst dem Biberhausenweg im XXl. Bezirke in einem Baum, nnter de« drei Knaben gegen den Regenguß Schutz gesucht hatte». D« 13iahrige Ernst Labschitz wurde auf de» Stelle getütete Der 13lährige Karl Grill, XXI., SiegeSvlatz 21 wohuhM .wurde leicht verbrannt nnd konnte allem nachhause gehe«; der lAsahritze Kcirl Fiusterbusch erlitt mehrfache Brandflecke und wurde. W Garuffonsspttal.gebracht... * Strruge Freiheitsstrafe» jün SchleichheHsdel MÄ Aamchwaue». Dem stückweise« .Berküuf.vo» 'Zigchchu^'ÜD^. Zigaretten durch unbefugte Personen wurde in den letzten Tage» ern erhöhtes Augenmerk zugewendet. Das neue Preistreiverachitz birftt dem KriegSwucheramte die Handhabe, mit de» schgrM, Mitteln gegm Schleichhändler mit Rauchwaren vormlegem Alle - Personen, welche sich des Schleichhandels mit Rauchsortea schuldtg machen, a n ch d i i St rlln e r in den Gast- und Kaffeehaus««, fWmnf ÄrctfipitSftröie» ar, tiewärtiaen. Großer Sommervrrkauf der A. Gerngroß A.-G. Größte Auswahl in Seide«-. Wall- und Waschstosfeu. Hunderte Reste für Blusen und Kleid«- ü b er'a u S b il!i gl D a «e n-L e d e r h a lbs ch »h e oxblood, braun und schwarz, per Paar X 1350. BrUme H e r r e n-H al b s ch u h e boxkalf, per Paar X 19S0. Giufarbige Herrenhemden, mit sevaratem Kragen in allen Modefarben X 699; dazu paffende kurze Hosen K g9.v H e rr e n-Z e p h i r h e m d e n mit separatem Kragen X 690. Herren-Adria-Sport Hemden, weiß, K 690. Re is «-Artikel, Koffer! * Wegen Ausfuhrverbot «ach Palästina «langt eine große Post I» Lüstersakkos A K 3099, sowie gute Herrenanzüge ä K 4200, englische Ltintvanzüge ü X gzoo^z, freiem Verkauf, im Kleidermagaziu Marighilferftraße 48,1. Stock Abgabe anch eiuzrln. ' Berer»S«achrtchteP. Verein E r e z I f r a e l. Wie», K., Prater, Hauplalle 5, Restamaut „Praterfee". Heute, 7 Uhr abends, hebraischer Vortraa T. S ch a ch n e r, „Anachuu Hazirim w'hajahaduth." DlZkusston. — H e b r ä i sch e r K l u b. II., Taborstraße > 1. 7 bis 8 Uhr: Wiese«, Grammatik, 8 bis 9 Uhr: Dr. A. K ami« ka. Hiob. — Jüdische Tischgesellschaft A l s e r str aß e. Die BeremSäbende find b,S September Wert worden. —' JuristeugrnpvedeS d a l-8 -st e.» «»- Amtes, ll, Obere Donaustraße 93. (Jüdisches Pqdagag«»^ Heute, 7 Nhr abends. Englisch. — Jüdischer H a ch, s ch »l a « s f ch » ß. Heute, 5 Uhr nachmittags, außerordeuttrche HochschulauSschnßsitzvng. Tagesordnung: Bericht Slick - Die Ewührrmg. Der Marktbericht. Die Beschickung des Fleischmarktes i» tz« Großmarkthallr ist anhaltend aut, trotzdem zeige» die Preis» .i» Großhandd! stri.geudeTeudenz. Im Detailhandel blieb eu. die. Preise unverändert. — Ans de» Grüuwsren- und ObstürSrtte» trar daS' Angebot' io günstig, daß sich leichte P r ei ckrü ckgü«'S.e Mbar machte». Ungarische Marillen wurden m Großhandel m. zu K 70 per Kilogramm verkauft. Gevorsteheud» Herodsetz»«- dos Avckerpreifes Wie die Znckerabteilnng deS StaatSamteS für VolkS««ähr»»s m»tteilt, steht schon für die «ächste Zeit eme b ed e u t ende Herabsetzung des Prei ft I fl t ratiouiertenZucker bevor. Dir Zuckeigrick dütste infolge billigerer Abschlüsse mit der Üchecho-slowwschtn Retzubll?! von L l86 aus X 10e, also um X 80 herabsvetzt werde». Der i neue Preis soll bereilS mit 1. August i« Wirksamkrtt trete«. . Sie sollen jetzt schon Ihren Einkauf in nur guten und noch WiCRGP R^StOnillCSSt Pftmcnstoffan besorgen in der tüuri Co^ VL Windmilhigaiflft %

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