Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 874 (3.7.1921)
- Date
- 1921-07-03
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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* > ■<58Srs% Men, Tsnniag Wiener Morgenzeitung 3. Juli 1921, imS.Zeben kostet, die aristokratischen Münchener Geiseln, und KveisprechuM^.eüchringt, nie Proletariervon,,Mechterstädt zu eylüUchqykostet, hcn Reichspräsidenten einen MuserMi^rrennen, .und sechs Monate Gefängnis embringt, den Kleister süv die PlakatLerung eines, kommunistischen .Aufrufes zu liefern; fünf Monate Festung und Verzicht auf ein paar. Z^quemlichLiten, des Daseins kostet, einen kranken' Soldaten bestialisch zu Tode zu schinden, und ein Jahr Gefängnis einbringt, als Oberrealschüler eine revolutionäre Rede zu halten — aber keine Anklage einbringt, Gustav. Landauer, Hans Paasche «nö Bernhard Schottländer abzuschlachten und den, Befehl zur Niederknallung von ,29 Matrosen zu gebest. Ja, ' das möchte ich-noch erleben! pflegte Theoder Fqntane zn sagen. ' Ich' für mein Teil möchte «ubescheidenerweise' die Revolution. noch erleben, die das .starke Rechtsempfinden' der Deutschen erschüttert. 2kbcr auch eure Schurkcntat an dem Abgeordneten Gareis wird sie nicht aus dem Schlafe rütteln." Das jüdische Schulwesen in der Bukowina. , Man meldet uns ans C z e r n o w i tz: Nack langen Ber^ Handlungen des rumänischen Generalsekretariats für Unterricht mit den Vertretungen der einzelnen Nationen in der Bukowina ist ein Entwurf für den künftigen Lehrplan an Volks* und Msttelichnlen fcrtiggestellt worden. Die Untrrnchtsverwaliung strebt dir R o m a n i f i e r u n g des Schulwesens an, wobei bis zu einem gewissen Grade den Wünschen der Nationalitäten entsprochen werden soll. Das schwierigste Problem bildete die i 5 drscke Schnl e. Wie bereits gemeldet, istdie M e h rh e i t^der Mischen Bevölkerung für das Hebräische ringrtreten, während.die südis cken Sozialdemokraten einen fanatischen Kampfer das Jüdische führen. Beide Parleie» suchten die Unterrichtsverwaltung für, ihre Zstle.zu gewinnen und die Folge dieser Unstimmigkeiten ist, daß. die Jüdische Schule stark romauistert werden soll. Volks- und Mittelschule werden, und-zwar die erste in a l l e n Klaffen, die Mittelschule, in der e r st e n und fünften Klaffe die, r it iti (i n i f che S p r ache zur U n t e r r i ch t s s v pa ch e haben. Das Heb r 8 is che, beziehungsweise Indische w rd an vier S t u n d e n in d.e.r'W.o,che gelehrt.werden. Welche von.den beistey Sprachen gelehrt wird, ist der Wahl der Eltern des betreffendm Schülers überlassen. Religion wird gleichfalls nach Wahl der Eltern in jüdischer oder hebräischer Sprache an zwei Stunden der j Woche gelehrt. In den übrigen Klaffen der Mittelschulen (2. bis»4. und 8. bis 8.) bleibt die dentsche Sprache Unterrichtssprache, müffm aber Geschichte: und Geographie und. noch NN zweiter Gegenstand in°-ru manischer Sprache unterrichtet,werben. Auf diese Weise wird in vier Jahren die völlige Romanisievrmg ver jüdischen Mittelschule durchgo.führt sein. Dm Mischen Schi^cnr n den Bukowinaei- Städten ist es snigestellt, da§ rumanuche Gpmnasimn zu besnchm. Die vom B e r.e.r n J'ü.d.i s ch.e M i t t e l s ch u l e- .erhaltenen P r i v a t s ch n l e n .m S e r e t h, N a d a u tz -u n d G n r a h u m o r a könucn das Oesientlickkeitsrecht, daß sie anstreben, nur nnter der Bedingung erlangen, daß sie die rumänische Sprache als Unterrichlssvrache annebmrn. Wenn hier ein Zustand geschaffen. wird, der die große Masse der Bukow'maer Judcnheit nicht völlig befriedigt, so ist daran hauptsächlich : der Doktrinarismus der jüdischen ^Sozialdemokrat^ schuld,"die'sich in einem Kampfe gegen das, Hebräische aefallen. '_" ''' Die Kultur des Numerus clausus. Die Ergebnisse des Slumsrus clausus an den ungarischen Universitäten-und Mittelschulen im abgelaufenen Schuljahre liegen nunmehr zum Teile vor. An der j u r i d vf ch e n- F a k u lt L t d e v< B n d a p e st e r 11 n i v e r s i t-a tmeldeten sich in den letzten ^Tagen'fünfzehn Juristen zur Staatsprüfung. Bon den Kandidaten bestand einer die Prüfung mit Auszeichnung, und zwar e i n I ud e. Einstimmig bestanden^dic Prüfung zwei Kandidaten : 'beide Jude n. Mit Stimmenmehrheit bestanden die' Prüfung vier Kandidaten: zwei I u den, zwe; Nichtsuden. .Reprvbieri wurden acht, unter -ihnen/kein ein; i g e -r rJ.« d t. Der prüfende Professor/ein Anhänger lives heutigen Kurses, konnte nichts rimhhLZ die Ver Der prüfende Professor/ein eifriger b _ nrses, konnte nicht/mnh^i, jdieVer" kündung -des^^üfüngßrrgebniWSmit ^folAben^ f begleiten: r glaube wohl.' daß es.'aüchi,Ih«en ffanWfallm fein, muß.^aß/heute'in der Zeit deS^chrrstlich«n)KmftS/dec einzige Kandidat,' der-die Prüfung m i t A u S z e i ch^n u^n g b?stand,^slNvie,die beidenderen Prüfung mit>-Stmzmen«jlhMgkeit approbiert^ wurde, Juden, währendsämtliche^Rkprfbirrley' gute Christen sind. .Es, kst?janatürlich, daß dir Prüfungskommission nur das 'Wn s s e n klassifiziert und -nicht die Konfession Aber die Kommission hat es mit chr istlichem'-Schm,e,r^ zur Kenntnis nehmen müssen, daß fcie *chrifiliche/Jngeud >fv^vnvorbereitet vor^die Kommission tritt. Manben.^e rünn,;daßM christlichen Kmse nur der Jude die Pfstchi*Hat, zu 'lernen und vorwärtszukonmlrn?" -> f: Ein anderes- Schulbild: Anläßlich des herannahenden Cchulschluffes wird zum ersten Male die Neuerung grübt,werdrn, daß es,dem Lehrkörper obliegt, festzustcllen, ob^ einWchüler-nach Absolvrerung der vierten Mittclschulklaffe trotz durchaus, ent« sprechcndem Fortgarrges und Fleißes als geeignet^angesehen wrrdm.,dürste/rd!e Mittclfchulsmdien fortzpsetzem ^Die Frage-'wird danach vbeurteilt werden, ob der Schüler, dessen,^persönliche . -Eignung / nnd Fähigkeit durch das Zeugnis' feststeht, t 11» t rr a m i l i e e n t sta m nr t, d i e p o l r t i s ch e i n"w a n d» '> l r c i ist o d er n.i ch t. Man kann daher apnehmen, daß die meisten ' MischenSchüler, akr zur Fortsetzmtz^ihirer^tudien > >ct. aeiwunaen sein /mf Besuch dev ol'kfcrr Mittelschule zu vcrzich.'en. Am schwarzemBrelt des evangestichen Gymnasiums von Budapest vrangk bereits die Kundnrachung der Direktion bezüglich der Schüleraufnahmen für das Schuljahr 1921/22. Sie ist ganz pach dem R^rpt des christlichen Kurses abgesaßt. In die untersten Klaffen werden insgesamt hundert Schüler ausgenommen, von denen bloß lO°/„ Juden sein dürfen. DaS Schulgeld wird, nach Koufessionen wie folgt festgesetzt: Für Evangelrsche K 400, für Reformierte.'k 600, für Römisch-Katholische K 8C0, Inden hingegen zahlen K 3000 für das Schuljahr. Zum Schluffe sei noch erwähnt, daß, wie aus den Berichten hervorgeht, auch in den Volksschulen der Fortgang der Sckiilcr im allgemeinen gegenüber den Vorjahren stark abfällt. Währeud in früheren Jahren durchschnittlich 4 bjs J)*/» sämtlicher Schüler dnrchgefatlrn sind, beträgt in diesem Jahre die Zahl der Elenrentarschülrr. die ihre Klasse wiederholen müssen, 407, Das hat der christliche Knrs vollbracht ... Mitteiluvgen aus dem Publikum. Neu Pohoryles Simon Preminger Wien, II. Wien, I. Verlobte m>ss Im Juli 1921. Hansi Waller Otto Blaustein Veplobte Wien, im Juli 1921 5053 Fanny Klein Görlice Josef Kempler Lapanöw Verlobte Juni 1921 285 M. Gottesmann und Frau geh. Goldberg sprechen auf diesem Wege allen Verwandten, Freunden und Bekannten für die ihnen anlässlich ihrer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten herzlichsten Dank aus Möbel b. Innendekoration n grösster Auswahl. Nor gediegene 619 Erzeugnisse. J. SPIRA ücn, Vil., Slebeasicrng. 1 n. I (Ecke Karl Schweighofergasse). -TT-*“»i>-nmii n, ihm i—111 ii m ^ahi> Anlässlich unseres 50jähr. 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Juli 1921 im Garten und in den Sälen des Restaurant „Praterfee“, II., Hauptallee 5 (zwischen I. und II, Kaffeehaus!, ein Gartenfest mit anschliessendem Tanz. J (Eine erstklassige Musikkapelle wird jüdische Lieder und. Weisen zun* Vortrage bringen. Für Volksbelustigungen ist reichlich vorgesorgt. Entree im Vorverkauf K 40. an der Kasse K 50. Der Reinertrag dient zur Ausrüstung unserer Palästina- Pioniere. Bei schlechter Witterung findet das Fest am Sonntag den 10. Juli statt.; Beginn 3 Uhr — Ende 12 Uhr. >*»} Orösater nnfl hestar Käufer Wiens 5054 BRILLANTEN, PERLEN Juweleti, Edelsteinhändler <Rabinowit#cli, Juwelier >: i., «AXIMIUANSTRA8SE 5 ■ M„ STEBHASIE8TBÄ88E’3, nr Nr. 8 (Jetxloe Malrter*tr.)Tei. SS-I m 45J46 gji^iga^HtiHamtatraue),Im olpoBW Haas« Kaltestello Opernriotr, Zog. KärataoWtr. t Samstag 8eeoi|tMua. Hören^le/anch unsere Preise Sanatorium HinterbriiM bei Wien Scfiöaftcr iind^ gesündester Kuraufenthalt. Skstklailige UnteSUast. 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