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Wiener Morgenzeitung · 1921-06-26 · Heft 867 (26.6.1921) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 867 (26.6.1921)
Date
1921-06-26
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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.Seite i)T 5tes, Sonntag Wistt^v Movsett^etrsrng 'hart Harwt'.narrnS „Emi'nnre Menschen", hier mit StrmdbcrgZ „Kn-.r n^den" eröffnet. Jrn Dent j fl) c nVo 1 ks t h e a t c r . geht am 20, August Max Halbes Drama „Der Strom", am! 27. das'Lustspiel „D e Liebe wacht" von Fürs' rmd GaUavet!zum ersten Male in Szene. Für den 1. September ist eine Ru- ^eiststudierung von Shakespeares „Romeo und Julia" eingesetzt; de» Romeo spielt Herr Alexander Mo iss i, als Julia' debütiert Fräulein Edith Maria Claar vom Bürgtheater. Herr Moissi wird überdies unter anderen den Faust, den Santonin Büchners „Dantons Tod" und den Hjalmar in. Ibsens „Wildente" spielen. Als erste große Neuheit wird Gerhart Hauptmanns dramatische Phantasie „Der weiße Heiland", mit. Herrn Ferdinand Onno als Montezuma, am 1. Oktober aufgesührt. . - In den K a m m.e rs p i e l e n ist für den 20. August' Slobodas Lustspiel „Am Teetisch", für den 30. August Suder- Manns „Der gute Rn!", zum Lustspiel umgearbcitet, angeletzt.. Die erste große Novität an dieser Bühne dürfte Wcdekinds modernes Mysterium „Franziskas' sein. ... . . ' '• Aus dem für die nächste Spielzeit aufgestellten Aktionsprogramme Direktor- Bernaus seien noch r erwähnt als Novitäten: Stcindbergs „Totentanz", „Nach Damaskus", und „Advent", Ibsens „Kronprätendenten" und „Brands Molieres „Amphytrion" (Bearbeitung Rumpf), KarsHauPtmanns. „Der -abtrünnige Aar". Turgenjews. „Wolkenbruch", - Knut Hamsuns „Vom Teufel geholt" und „Spiel ches Lebens" Thaddäus Rittners „Die Fernde. der Weichen", Wladimir Hartliebs „Esther", Walter Eidlitz' „Der 2Zald", S>evh,gn Zwcigs ..Legende eines Lebens",' Szurgutschews „HerhHänge" und Graf .Krastnskls „Ungaitliche Komödie". Weiters soll das klassi»- sche Reportoire erweitert werden,. A«s den Theatern. .JmBurgtheyter gelangt morgen, Montag, „W e h' d e m, d e r l ü g t" zur Aufführung/ (Kern Kartenverkauf.) Anfang 7 Uhr. ' - Im S ch Z n 8 r u n n e r S'ch loßtheater wird, morgen,' Montags „B i e l L ä r m um n i ch ts" gegeben.' (Kein Kartenverkauf.) Anfang 7 Uhr.. ... - I n d er Staats o.p e r ,geht , morgen,^ Montag,. „8 o h e n g r i n" in Szene. Zu dieser Vorstellung gelangen nur . Logen- und Parkettsitze zum Verkauf. Anfang 6 Uhr. .In derBolksoper wird heute, Sonntag, als Festvorstellung anläßlich der Enthülluna des Iohan»-Stranß?Denk- - müls. „Der Karneval in R o m" m 'der Besetzung der' Erstaufführung wiederholt. — Heut? vormittags, 11 Uhr, findet bas . erste .Mittel st. a nds - Konzert in dev Volks- .' vper statt. ' ' ( S p i e l plan des D e u t s ch e n B o l k 8* ‘ \ h"e ater s: Montag. 7 Ubr.' „Sappbo". — Dienstag, 7 Uhr, - .Battgrat". -* Mittwoch, V»3 Uhr, „Glaube und Heimat". -7- 7 Uhr „Baccarat". — Donnerstag. 7 Uhr, „Baecyrat". 2fb;?] Freitag den 1. Juli geschloffen. Sv i el p tan de r Kamme r s p r'e l eMontag,. 7 Uhr, „Mann Und Frau". —10 Uhr „Die unberührte Fron". — ' Dienstag. 7 Uhr, »,Evas Sündrnsalll'. 10 Uhr „Dre un- - berührte Frau". — Mittwoch, 7,8 Uhr, „Schloß Wetterstem".r-.; 7i Uhr „Evas Snndenfall". — 10 Uhr- „Die unberührte Frau". Donnerstag. 7 Uhr, „Evas Sündevfgll". — 10 Uhr „Die un-, berührte Frau". — Freit a.'g den I. Juli und die tolgenden Läge: Sommerspielzert, Anfang 7 Uhr: „Der Floh im Ohr".— 10 Uhr „Simulation" -7- „Er ist so qusgeregt" -7- »Die Hp.chzeltsreffe". ... A u d e n K a m m e r s p i e l e u des Deutschen^Polkstheaters hat der Kartenverkauf für die am 1.,Juli stattfindende Abendpremrere „Der Floh im Ohr" und die Nachtptenü-re „Simulation", „Er ist so aufgeregt" und „Die Hochzeitsreise" deretts begonnen. - I » Johann S tr a u ff-T h ea t e r wird. heute die Operette „Die T a n z g r'ä fr n" in beiden Borsteulmgeni gegeben. Donnerstag de« 30. d. M. findet Re 50. Aufführung' statt. ' Heute, Sonntag, geht um 'Ml Uhr abends im M etr yp 0 l t h ettr t e r (im Prater,-früherer Kaisergürten) unter der Direktion Hermann Frischlers als Joharm-Strauß-Festvorstellung „Die Nedermaus" m Szene; es wirken mit die Damen Rantzau, Wagschal, Weiner, die Herren Pacher, Täuber. Pssters/ Markows!»,. Fälbl und' 'Ströb. Regie Herr Lustig-Prean.' Dnetzcnt Herr' Dr. Kaffer. - *•-»'■• . •. Im Wiener S t a d ttheater spielt Han s r Rief e heute, Sonntag und morgen, Montag abends, ihre schjedsgastspiele. Zur Aufführung gelangt an beiden Abenden-das- Volksstück mit Gesang «Z n m goldenen S e g e n" voy Bernhard Buchbinder, Musik von Ludwig Gruber. - ' Ei« jüdisches Gtaatstheater in Kie«. Am 22. März isänd in Kiew, wie der „Moment" berich'et, die feierliche EtiFffuung deS ersten jüdischen Sraatstheathers statt. AIS Er-Lffnurigs- - Vorstellung gelangte Perez Hrrjchb eins „Dre prste Krejrschmt" «v Aufführung. „ Literatur«. Wissenschaft. 'Rauch rec| u $ s Ile n' 10S3 Fabrikation! Tabakpfeifon,Zigarettenspitzen -und klle »InBchlSglgen ArlikeL vom billigsten bis zam feinsten Genre PHILIPP HERMANN, WIEN yiX., OXariahllfovstraBee 66 Pernspreober 30602 Noch einige^Arietandsvertretangen ta vergeben. •Mttsterkollelctioiien. zur Verfügung. "ff*F •mm MM Scholem Alejchems Zugend, von ihm selbst erzählt. j (Ans einem Briefe an den hebräischm Schriftsteller A« Eh. Rgrvnitzky.) Jn vdem kleinen Städtchen Woronbow, nicht weit Übfeit der Stadt Dere'jaslaw (wo ich im Jahve -1859 ta»«» wurde), verbrachte ich die -bestem die goldeyeE> ijJahre, meine ersten, guten, närrischen Kinder^ahre-. M Äesem kleinen Woronkow war mein Drter der Bvvir-ehmste, der Reichste, der Vorsteher allcr VÄsiN^ Mt!«yiem Wort der „Reb Nuchem -We-wiks^s -Anb r-'-tyheH Reb Nuchems Wewiks Kinder, waren auch nichts Ge-H tvöhnliches! An jedem S . '.'batabend gab es bei uns! eine. „Melawe Molke"*) für die §anze Stadt, jM allen"!Feiertagen kam man zu unszum Kiddusch, alle Neuigjkeilen brachte man uns zu und. trug sie von uns fort,- l«i« Glas Wein trank man bei uns, über Pen sstabbi! sprach man bei uns, über Politik bei uns, über albsA \Ux mrs. Und uns, Nuchem WewikS Kinder, hielt man «r Ehren, ließ uns die beste Erziehung angedeihen, mJM&m ,M,.UabbM. i gab uns zum besten Melamed, zu Reb Sorach, und wir waren'wahr hast fromm und gut. Ich spüre noch jetzt den 'Geschmack der Tränen, die wir vergössen, wenm uns unser Rebbe eine Standxede hielt. Und unser 'Rebbe, Reb Sorach, hielt uns. jeden Tag eine kleine Standrede; und nachher, beim Gebet, schlugen wir uns^ büßend an die Brust, ob unserer großen, großen Sünden; denn bei all unserer Frömmigkeit waren wir zugleich auch große, große Sünder: Wir logen, gehorchten dem Vater nicht, überschlugen ganze Seiten beim Beten, stahlen Geld' aus den Spendenbüchseund überdies Hinterlist, böse Gedanken l . . Aber wenn uns der Rebb^ Moral gep«digt hatte, dann weinten wir, vergossen heiße Tränen, beteten ehrlich, ohne ganze Seiten zu Überschlagen, schlugen uns an die Brust und taten Buße.- - -Meine- Phantasie war von Krndbeit an ungeheuer groß und glühend. Häuser sahen ber mir wie Städte ans, Höfe wie Länder, - Bäume wie Menschen, Gräser waren Soldaten,-Kletten und Distelköpfe Philister, Edomiter und Moabiter, gegen die ich zu Felde zog.- i ’ - Die Lächerlichkeiten jedes Menschen nachzuahmen — das war bei mir fast krankhaft. Unwillkürlich ahmte ich jedermann nach: den Rebben Reb Sorach, seine -Frau, alle Kameraden samt ihren Ettern bis hinab zu Onisko; den Hausmeister -mit seinen - krummen Beinen. Für-dieses-Nach äffen faßte ich schockweise Ohrfeigen. Im Cheder war ich der Komiker. Alle lachten sich halbtot, nur ich blieb ernst. Aber zu-Hause bemerkte die. -Mntter diese meine Streiche und», vonda ab verlegte sie sich darauf, -mich von diesen Gewohnheiten. zu kULierem - -f s - .=■- Nur einer kam mir gleich'.(im Nachäffen, Äm Maskenmachett, Theaterspielen, Grimassenschneiden und vor alkenf''iM Singen ' schöffer, wßzndevschö-ner Lieder'. Dgswar Majerl,. des--. MbbenL?Söhnchen, Majerl Medwedjew,. -dex nachher.jo berühmte- Gchaüspieler- Medwedjew. Die Kunst, des „Theaterspielens" kannte erschon, als er noch barfuß herumlief und jdas schönste Lied für einen Groschen sang oder für zeinen halben Apfel. Wir. alle spielten den „Räuber, eifl: Theaterstück eigener Phantasie. Medwedjew gah Leu Ränder, ich den armen Juden. und dje übrigen -Kameraden den Wald (die Bäume itn Walhe nach dem Morte: ,Mnn der Mn sch ist ein Baum des Feldes.") Ach, der arEJgde, . lag. vor ihm (yem Mubev)-. aufiden Knien und . flehte; Was willst HU von mir, , ich bin kein armer . Jude, ein Bettler j Und er, der Räuber E(Med.wehjew), sang, ein Küchenmesser in der Hand, ein ^fehr-. schönes Lied mit dem-Refrain,r Ich muß, ich muß kiffe Indenschlachten! ..... O,, närrischer Kinderveristand t Geschich^ lernten wir däyrals noch ’ picht, jPropheten waren wir auch nicht; woher nahmen wir ittui damals die Vorstellung,, daß..der. Jude, ein Bettler ^stiUfld vor dem Räubex -knien., muß und. daß er, der Mäuhev,'Lin, Lied -singen Muß Mit dem.Mfrainr Ich jmuß, ich muß aljle Juden'schlachten!?; So verderbt und schlecht erzogen wir.auch waren, >das Mitgefühl für Tiere war be; mir jo groß, daß ein Krankes Pferd mich nicht schlafen ließ, ein Hund mit .gebrochenem Fuß mir Tränen entlockte und ich sogar; Katzen heiß liebte, die doch fälscht und hinte.rMi,g (sind; von armen, kranken Kindern will ich nicht erst - sp«chen. Per 3Mnsch,^ zu, schreiben 7merkwürdig! — entstand hei mir durch Reb Sorach^ außerordentlich schöne ^Handschrift,, Füx efnen schöben/Briests schenkte uns (der Väter einen Groschen (Anreiz des ,Honorars"?),. jund daher, nähte-ich »tir est; Büchlein und schrieb' 'meiner E schönsten Schrift („verfaßte") einen ganzen,!wenn auch, knappen stommentax zur . Bibel^ und eine' ^Zusammenfassung der Grammatik. Als ich, das dem Water zeigte, war.er entzückt über mein ,Merk", trug!es ftlyge, .lange, Zeit bet sich , und zeigte jedermannüM ischöy, sein, ^ohn schreibt (ich mag damals etwa zehn gewesey sein), wie genau er dje" Bibel "iune-. shat^'Mhwie gut er die Grammatik keynt.. Dararpf' lsäM unser Machbarein. Khässiü mit eiyem Ziegenjba0;-r^:& hieß Reb Eifik unh quietschte beim Beten!wie >she junge 'Katze —: „Grammatik, SchmätmaNk,'!was hrach' ich damit; die Hauptsache ist bei >nir die iHandschriftk Eine goldene Hand!" (Das war meine erste „Kritik!) , - Es zog mich stets zu jenen Welten der Phantasie, der Träume, des Gesanges, der Musik, und nach meiner Bar-miz wah lernte ich heimlich Geige; ich erhielt. dafür von meinem Batör eine tüchtige Tracht Prügel. ' Wik verarmten und übersiedelten van Worankow ^.wieder »ach Perejaslaw. Dort »ähte um» uns. di« 26. SiTnt 1921 - , . ,, Nr. 867 ersten kurzen: Röcke und als-dis,M"fter?an dsp! Cholera gestorben war, schickte uns der Vater in die öffentliche Schule. Ich bekam „Schliss" in der Gesellschaft .meiyer Mitschüler und-, erwies mich-bald als sattelfest in der neuen „zivikisierten" Umgebung. Rach dem ersten Buche, das ich in meinem Leben las, dem „Robinson Crusoe"/den ich mit fünfzehn fahren kennen lernte, schuf ich sofort einen^eigenen „Robinson Crusoe", betitilt „Robinson, der Zweite^. Ich zeigte ihp -dem Vater und der Vater 'zeigte 'ihn. seinen Gästen (wir hatten ein Einkehrgasthaus).;. alle waren vor Entzücken außer sich! . -; Seitherhielt mich der Vater wert^wie einen Edelstein', entzog der Stiefmutter die-Gewalt über mich, dükdeie nicht, daß sie mich schlug, ließ mich nicht mehr ihre kleinen Kinder wiegen,-übertrüg mir nicht , mehr das Zerstampfen von Rosineü (wir hatten aüch im Keller eine Erzeugung von Rosinenwein), verbyt mir/für die Gäste die Schuhe zu putzest, -den Samowar aufzufkellen, Besorgungen zu machen und ähnliche Geschäfte, die bis dahin zu nreinen Obliegenheiten gehört hatten. Mejlech Ehmkelnleüi. „Auf a st i l l er S t es ch k l«A»f st'llcm Pfad"'. ^921, Verlag „Der Kwall", Wie».! - --J» sehr schönem Buchgrwande, da-, sich von der üblichen^ Ausstattung , der Publika'iou n in jüdischer Sprache durch aesckmMvolle Einscichbeit angenelirn unte, scheidet, sind etwa 40 Gedichte'-es stus der Ukrainestammenden jüdischen Dichters Ctüüiekntcky derausgekommen. “ Die' Heimat des Autors" siebt "(ipseinen steinen.- Gedichten.--die--unt. einfachen, stets Mir» Töpen svrrchen, plastisch ypr Ws. Die zweiten.^ rei'ckgeseaMten Feldkr mit wtiben Häuschen . und -geschlungenen Wegen, dre tantten Hügel mit dem'-Blick rsts belle- Dörte'r, die nachdenklich-klaren' Sommerabinde. die Hecbstnebel und /des WiwerS „milde Trüdms". All . hies-komM.-.--m^ den--'Liedern- Cbmielnickts, wahr und klar: rum Ausdruck! Sie M-m aber' aus ttgümender Weichheit zu bitterer Hetbbe'rt. wenst er die Stadt sieht, in der sich an ihn „erschrocken Schatten schmregen, deSi Todes gewärtig", die Stadt sein ^alter Feind, der im Todeskampf! aueft", die Stadt des Mordens und der,-Gefallenen, der zertretenen, Vkädch.enblumr. Und doch ist des Dichter- Zorn sticht-hoffpungs-j lotz. denn er. glaubt an das Land semer Hermat, an seine Weitej Und an seinen Raum. Und' datum'fühlt er Verieihcü, Vergeben' und Liebe. In all diesen Bildcrn und Empfindungen ließt ehrliche, xiu.fache Lstahrhelt. Sie zrugen von wirklichem Talent, das aus keinen Spekukätionen |einc Gestaltungen schöpft, sondern aus dem eigenen Innern. —. 8. 8. „Freie Kiovistifche Blätter." Bon^den von Dr. Jakobi 'K-la-tziPin und- Dr. . Rach.uyi..G,o ld ma n.n begründeten „F r e i e n Z'rv n i st i f ch en B l 8 t t e rn"(Verlag He>d»l^ berg, RohrbacherMaße 76) ist Heft 2 erschienen.' Nüchüm Golomann bespricht - kritisch die ar-genwärttge innerz'ionistische Lage>! Hays K 0 hr» weist in denr Artikel „Apigaben der Stunde" aüfj die zsonlstiiche.Krise, hist und re>st Zmammtnhayge.mit der all--; gemeinen Weltlage. Eugen Höf l i ch erörtert die Bedeutün« des B o-l sich e w i S m u s für di e B e f r e i u n g des O r i.en t-.s Und die.tiefgehenden Wirkungen, die dieser Prozeß' für den- Ausdau, Pstästlnas?. haben kaaM.-In einxm Temperament-, dosten Auisgtz „D? u t s ch e . I n t e i l e k t u e..l l e“ Jlfltf. A'nold Zweig die Geisligen Deutschlands, wegen/der indifferentest Haltung-angestchts dir wachsenden anlisemtiffcheu Bewegung an^ .G B. S ad-i-us k ylegt, .in einem lüngereu Mfatz.„Dis! interteritoriale Regelung der Judenfrage" dt», utopisch gehaltenen! Plan;einet umfassenden völkerrechtlich anerkannten nationalen! Oigan'isätlön des jüdischen Volkes dar, ,vurch "die die Judenheiten verfchiedener Länder in einen enaen staatst.echilicheu Konnex mit dem jüdischen Gemeinwesen m Palästina gebracht würden, ohne dav. ihre 'staatsbütgerliche Stettuna in ihren 'Heimattändekst dadurch beeinträchtigt würde. Eine Anzahl Glossen sowie eine B ü che rsch au Vervollständigen das Heft, das die radikal-»! nationalen Tendenzen, denen ' die Zeitschrift bient, in wirksame« Weise vertritü ... .... J <■ „Die Weltbühue", der „Schaubühne" XVH. Jahr,' Wochenschrift: für Polmk, Kunst;. Wirtschatt. Herausgegebeu vost l Siegfried Ju» c 0 b s 0 h n, enthält in der Numstrer H ♦ Von 'Deutschlgud bis Japan, von Olaf . Olsen. ,— Unser politisches ElMd? von Franz Mann'oenner. — Unterwelt, von Jülms' Babl -— Der-Jobber der Republik, von Sei-gei Tschälinm -Ao imemeu-Gymnastaldirekloi, von Viktor Galdschm>dt.- Die Zeit ^wiiv.-tommen.. von..Alsred Polgar. Ma'er'eel.und.Debrtt, pdn -Georg,Fr. Nicola,, — Der Menkch. von Einö'Szsp.Rüffd-^ 'schau^von- Wrobel. Lewinsohn, Walser: '^'-'Antworien.: Die /„MffbÜhne" erscheint wöckenllich und' kostet 26st'Mark die, Nummer. 26 Mark vierteljährlich. Pivbenvmmern köstensrei durch! alle Buchhandlungen und Postanstalten fow e durch dm BeUa-;bec „Welibishue", Chyrlottenburg. Königsweg. 33. Gerichtssaal. Millkonenbetrügereren eines ehemaligen Rittmeisters. ' Ist fechStägiger Verhandluug. hatte sich vor dem KreiSgericht! Wels der Rittmeister a, D. Hermann Streinz aps Wien, der währ,Md des Krieges. S t a t l 0 n s k 0 m m a n d a n t in- Gmunden war, wegen BeirugeS und Veruntreuung im Gesamt-! betrage von mehr als 11 Millionen Kronen' zum Nachteil dev Gemeinde» . Gmunden und Bad Ischl z« verantworten.. Skein»- wußtt es unter Berusuna auf seine Beziehungen als ehemaliger' StatimiSkommandant durchmfehen, daß., ihm die. Stellung eimS bevollmächtigten Einkäufers der SalzkammergutgeMeinden. und der Gnimidenei' forst- und landwirtschüf>lichen Handelsgesellschaft übertragen wurde. Zum Zwecke des LebensmateleinkauisS in Jugo-> ilawien erhielt er von den Gemeinden Bad Ischl..GmunbM, von der-, Bezirkshauptmannsckia t .GnmndkN,von der Herzog Cumberlandschen! Hofhaltung und von der Gmundener Aknenbrauetei Kredite im Gesamtbelrag von über 4 Millionen Kronen, im Frühjahr -1920 von-denselbeu und anderen -Salzkammergutgemeinden emen weiteren Kredit von ß-V<r Mlllionm und außerdem „borgte" er sich von dem Agramer Kaufmann Herr« G v a z, . dessen Bekanntschast er im Hötzl Bristol' in Wten gemacht hatte, den , Betrag vön- ,b M i l l i 0 n e » Kronen aus. Mit'diesem Gelde übte Stremz in Wien, ein verschwenderisches Leben. Im Sommer lebte er m Gmunden, wo er eme^dec schönsten Villen angekault hatte. Für ih»e 11 Millionen bekamen die Gemeinden nichts als. etliche Waggons Mg'S. Bei der Verhandlung kam hervor, daß Streinz im' Jahre 1910 in Wien wegen verschiedener moralischer De'ekte aus dem militärischen Dienst e nt s e r n t wurde, daß er aber bei KrlegSausbrnch wieder seinen früheren mlknäiischc« Rang erhielt. Die Verhandlung endete mit der Bcrurteiluua des AiM-! llagteu zu.vr.e i Jahr e u jchwettu ÄerftrS. * "

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