Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 858 (17.6.1921)
- Date
- 1921-06-17
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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min, Srerrag; zugeben, daß die polnische Regierung den in Kvakaul stattgehabten Versuch der Proklamation eine r slowakischen Regierung für kindisch und für die Republik ungefährlich halte, daß sie aber trotzdem sofort «eine strenge Untersuchung der Angelegenheit angeordnet Habe? urch daß alle Sch uldtrag enden bestr-aft joerden ^würden, die das. Asylrecht mißbraucht haben. Die russische Handelsmission in Prag.! Prag, 16. Juni. (Tschecho-slow. Prcßbur.) Die in Prag kürzlich unter der Führung Mostotv-jenkos ringetrvffene.russische Handelsmission stattete am Mittwoch > im Ministerium des Aeußern einen offiziellen. Besuch ab-und übergab dem Minister Dr. Girsa ihr Bevollmächt'igungsschreiben. Bei dieser Gelegenheit wurde die Vereinbarung getroffen, alle Verhandlungen mit der HaNdelsmission unmittelbar durch, Dennittlung des Ministeriums des Aeußern zu führen. Die KlinKa-Agitatio«. PretzVNrg, IS. Juni. In Karpfen (Krrtpina) ist es UM 12. d. M. zu Ausschreitungen gekommen. In einer Versammlung, in. der.Mgeordneter H l i n k a sprach, soll gegen den Redner ein Schuß abgefeuert. worden sein. In Jp pol ca verweigerten die Eisenbahner des Zuges, in dem Abgeordneter Hlinka aus Karpfen zurückfuhr, den Dienst. Das Ministerium hat eine strenge Untersuchung, angeordnct. Das Ergebnis der Untersuchung wird bekanntgegeben werben. Apponyi von Exkaiser Karl ausgezeichnet. Budapest» 16.'Juni. (Privat.) Graf Albert Apvonyi Iesnchte vor einigen Tagen auf der Rückreise von Genf Exkönig Karl, um ihm für die Glückwünsche gelegentlich seines 25. Geburistages den Dank abzustatten. König Karl überreicht^! bei dieser Gelegenheit dem Grafen Apponyi den Orden vom goldenen Vlies. _ Tagesbericht Jüdisches aus Rußland. Die 'Hechäluz-Bewegung in Rußland ist in ständigem Dachsen begriffen. Im Oktober 1920 trat die zweite Hechalüz- Konferenz in Charkow zusammen. Zufolge des Verbotes jedweder Förderung der zionistischen Bewegung mußte die Konferenz im g e h e i m e n abgehalten werden. Viele Vertreter <mS der Ukraine und Sowjetrutzland nahmen an dieser Konferenz teil, ein großer Teil war jedoch infolge der VerkehrSfchwierigkerten zum Fernbleiben gezwungen. Die von der Kon» ferenz gefaßten Beschlüsse waren insbesondere in bezug auf. die Organisierung der Auswanderung'von großer Wichtigkeit. An jenen Städten, die nicht imstande waren, ihre Vertreter zur Tägung-zu entsenden, wurden kleine Versammlungen veranstaltet. auf denen die Befchlüffe der Konferenz mitgeteilt und die Durchführungsmodalitäten besprochen toutbeit. Auch tat Kaukasus faßte die Hechaluz-Bewegung Wurzel; heute gibt LS dort bereits viele organisierte Gruppen und es bilden sich auch fortwährend neue. - In Baku wurden im Zusammenhang mit der Verhaftung der Menschewiki und der Sozialrevolutionäre, die der Aufreizung der Erdölarbeiter zum Streik beschuldigt waren, auch die Mitglieder der Zeirei-Zio.n verhaftet und zwei Wochen langem Gefängnis gehalten. In der Ukraine nimmt die Auswanderungsbewegung eine gewaltige Ausdehnung an. Tagtäglich versuchest' größere oder kleinere Gruppen van Juden, die Grenze zu überschreiten.. Me ukrainischen Behörden ergriffen drakonische Maßnahmen zur Bekämpfung dieser Bewegung und drohten.an, jeden der Uebertretung des AuswanderungSderbvts Schuldigen mit Tod und Beschlagnahme des Eigentums. --zU' befkasen. In den Gouvernements Kiew, Podolien und Ehersou find über 15.000 Flüchtl i»ge,' die Hör den von den Marodeuren veranstalteten Pogromen geflüchtet sind. ' ' Im,.Kaukasus und insbesondere in Georgien weilen > viele. .Flüchtlinge aus P er si en, die aus eine Gelegenheit warten, nach Palästina auszuwanberu. Der Schriftsteller Stanislawski ist in.Jekatorinoflaw gestorben., - ' Nach einem hartnäckigen Kampfe mit den jüdischen Kommunisten gelang es dem hebräischen Theater ,H ab im ah", mit Unterstützung prominenter russischer Artisten die Anerkennung als einenationalen Theaters von der Sotvjetregieruüg zuerlange«. (Jüd. Korr.HSur.) - « , Die „Heias" in Rew-Dork. / «feine der wichtigsten Institutionen für die jüdische Eindnrnderung nach Amerika ist die über Jnttattvr von mehreren Philanthropen a.?,-ründete »Hebrew Immigration Association", kurz »Heius" genannt. Sie hat es sich zur Aufgahe. gesetzt»- die gesanjüdische Einwanderutlg nach Amerika AL konLrsNreren. eine jüdische EinwanderungSßiotistik, gewährt - lr'nwanderern rechtlichen und sonstigen (Schutz, organisier:. . >o eä notra:, den Wanderstrom in seinen AuSgangsländern :>o hat die Gesellschaft in den jüdischen Zentren von Oftemjpa Bureaus errichtet und besonders die Aktion der Uebersühstung von Augehhörigen in Amerika lebender Juden geführt) und löstet den Einigranten sowohl organisierte soziale-Hilfe wie auch Einzelhilfe in jeder Beziehung» «m ihnen die. Einwandrung nach Amerika nach Kräften zu MeichterN. I Wie mustergültig b;.i nwandererau,ut.chtnsdrenst der AeiaK" chg Mw-jAoxl ' mtttoniert, darüber gibt xin *rocxcr Morgen-r«»»g MMettWgen aus dem Pnblilnm: Die J, A. V. „ZEPHIRAH“ Wien teilt eilen Freunden und Bekannten mit, dass ihr 1» a. H. M. U. Dr. FELIX ORNSTEIN nach langjähriger russischer Kriegsgefangenschaft heil und gesund zuruckgekehrt ist. 5011 vom Anfang Mai datierter Brief aus New-Dork Aufklärung, den uns ein Freund unseres Blattes zur Verfügung stellte. Es heißt darin' unter' anderem: „Während der Reife telegraphierten wir meiner Schwester, daß wir am'26. April in New-Dork landen werden. Das Telegramm kam verstümmelt an und als wir nachts landeten, wurden wir nicht erwartet. Ratlos standen wir — fünf Personen — da. Da kam ein Mann auf uns zu, der eine Kokarde am Rock trug, und fragte uns, äb wir Juden feien und erwartet,werden. Wir konnten die erste Frage bejahen, die zweite muhten wir verneinen. Der Mann legitimierte sich als Vertreter der „HeiaS" (die wir jedoch noch nicht kannten) und bot trnS an, uns für die erste Zeit zu versorgen. Mißtrauisch folgten wir ihm. Er führte uns im Automobil in das Heim der „HeiaS". Wir traten in einen hellerleuchteten Saal, in dem ein langer, ‘ weißgedeckter Tisch stand. Bald setzte man uns ein sebr gutes, koscheres Essen vor, auch Mazzoth (es war Petzachzeit). Dann wurden wir in unsere Zimmer geführt, wo wir in vorzüglichen Betten ruhten. Am nächsten Morgen rief ich meine Schwester telephonisch an und zwei Stunden spater holte sie uns ab. MS wir das Einwandererheim verließen und bezahlen wollten, sagte der Hauswart: „Sie wollen bezahlen? Es tut mir leid, daß Sie nicht ein paar Wochen hierbleiben; Sie würden vollständig verpflegt werden, aber unentgeltlich." Aus PalSstiua. Die ArbeiterLank genehmigt. Wie aus Jerusalem gemeldet wird, hat die palästinensische Regierung daS Statut der neuen Arbeiterbank genehmigt. Der Schutz der jüdischen Land si ed l unge n. Der Oberkommiffär-für Palästina, Sir Herbert Samuel, empfing Vertreter der Kolonie Chedera und am Tage danach Vertreter der Kolonien in Judäa unter Führung des Kolonisten Eisenberg aus Rechoboth. Der Oberkommiffär versicherte den beiden Delegattonen, daß die Regierung für die Zukunft.Maßnahmen zum-Schutze der Kolonien getroffen , habe, und daß Ereignisse wie die der ersten Maitage sich nicht wiederholen würden. ES wurde eine besondere Kommission zutn Schutze der Kolonien ernännt und ihr die erforderlichen Vollmachten gegeben. Tiberias, Kreisstadt von Galiläa. Die Kreisverwaltung von Galiläa, die bisher in Nazareth war, wird nach Berichten palästinensischer .Zeitungen demnächst nach Liberias verlegt. Die Regierung beabsichtigt, ein neues Regierungsgebäude zu errichten und hat zu diesem Zweck die jüdische Gartenstadtgesellschaft, die im Norden der Stadt ein großes Terrain besitzt, um die Ueberlasfung von zwanzig Dunam gebeten. veberlandtelephon. Eino Reihe jüdischer Sand, fiedlungen in Palästina wird zurzeit durch Telephon mit den nächsten Städten verbunden. Die erste Kolonie, welche Telephonanschluß erhalten hat, ist Mesch ah. >daS mit Liberias, Nazareth und Afuleh verbunden wurde. Ebenso solle« Daganiah und Kinereth Telephonanschlutz erhalten; auch die Kolonien um Jaffa haben Telephonderbindung mit Jaffa beantragt. . Steinkunstarbeit. Mas , Kunstgewerbeinstityt ,S e z a l e l" in Jerusalem Hab mit Hilfe von Steinbearbeitungsmaschinen, die eine neue Erfindung, darstellen unH in Italien bereits vielfach benützt werden, die Herstellung! von Steinkunstarbeiten ausgenommen, die namentlich dazu, dienen sollen, beim Häuserbau Verwendung zu finde«. Für die hebräische Realschule in Haifa. In Palästina besteht bereits außer dem hebräischen Gymnasium in Jaffa eine »weite hebräische Mittelschule. Diese wendet sich an alle Jude», besonders an die Europas. die am leichtesten ihrer Bitte Nachkommen können, mit dem Ersuchen, Lehrmittel für bitte Anstalt, die in 8rez«Jsrael schwer oder überhaupt nicht zn beschaffen sind» bnzustttlen. ES ergeht dahttc an alle Juden die Bitte, für die Realschule physikalische, chemische, «atmwiffenschastliche und geographische Apparate, g e b r a u tf» t 0 b 11 neu, zu svenden. Der Realschule sind auch Tischler-, Metallarbeiter- «nd BuchbmderwnMttm angegliedert, die gleichfalls Werkzeuge benötigen/ 86 dürfte - sehr viele Juden geben, die derartige Apparate. Hilfsmittel und Werkzeuge besitzen, ohne daraus irgendwelchen Nutzen tu ziehen. Alle diese mögen ihre Pflicht tun! Jede Gabe, vom GlaSrohr, Meterstad und Thermometer brS zum Mikroskop. Drehbank «nd Waudkarte, sind w'Vkommeu. Derartig- Spenden werden vom Präsidenten des Wiener Jnug-Juda, Herr« Alfred T v Her (II., Große Sperlgaffe 6), enlgegengenomm« «nd weitergeleitet.* Denkfehler. In der »Michspost" vom 16. d. M. gibt sich Dokbor Richard Kralik die Mühe, die Denkfehler aufzuzählen, welche nach seiner Meinung die Geschichte der Menschheit unheilvoll beeinflußt haben. Obwohl er gewissenhaft bei Adam und Eva beginnt, kan« aber seine Liste kaum den Anspruch auf Vollständigkeit haben, zumal man in ihr der- MW v«b bau DqrkfMr« f«M, die von tW ÜWMsk tr.ymvm jxLm *mmm——————— 1 «■hibim ——»im,. 1 1 i. Parteigenosse« des streng katholischen Dichters vegangrck wurden. Und doch muß ihm unsere gestrige Meldung au«i München, baß ein Kellner wegen der jüdischen Wstammung Christi de» Glauben an das Christentum verloren hat, beweisen, welch folgenschweren Denkfehler sich Leute, die auf dem Boden der christlichen Weltanschauung stehen «nd auf ihm verharre« wollen, durch Akzeptierung der antisemitischen Rassentheorie zuschulden kommen ließen. Wer auch dis Deutschnationalen, bene« es auf eine Rückkehr zn Wotan Nicht ankommt,, bekennen in der „Deutschösterreichischen Tageszeitung" vonr 16. d. M'., tvelch verhäugnisvoller Denkfehler durch das Hineintragen konfessioneller Unduldsamkeit in die Schule begangen wurde und noch wird. Man höre,' Und staune: Das Wiener Organ der Großdeutschen, bi«! sonst für den Numerus clausus auf der Hoch- und Mitttth< schule schwärmeti, entrüstet sich plötzlich bei der Entdeching, daß auf dem Gebiete der Schule nicht nach Tüchtigkeit geftagt! wird, sondern nach der Zugehörigkeit zu. einem bestimmtes Religionsbekenntnis. Denn „nach , dem § 48 der noch heuttt bestehenden Novelle zum Reichsvolksfchulgefeß vom 8. 1883 ist zur Erlangung einer Schulleiterstelle der Nachweis! der 'Lehrbefähigung siir das Religionsbekenntnis erforderlich^! dem die Mehrheit der Kinder der betreffenden Schule gehört. Durch diese Bestimmung ist es nicht möjglich, I6i# auf Änige wenige Fälle in kleinen Dörfern KärntenS, daß, ein evangelischer Lehrer eine Leiterstelle erlangt, well dir» geforderte Schülcrmehrheit, nicht vorhanden ist. In Men, wo über 80.000 Protestanten wohnen, sind die pvotestanttschwti Lehrer von einer Direktor- oder Oberlehterstelle an öfftnstliche« Schufen ausgeschlossen, solange dieser veraltete Paragraph nicht aus der Welt geschafft wird. Nur Katholiken und! Jude« (in zwei Wiener Bezirken, in denen, jüdische Schul-! linpermehrheiten bestehen) kötmen zu Leitern ernannt werden".: Wir begreifen es vollkommeit, daß „diese jahrzehntealdk! Zurücksetzung eines gewiß..auch tüchtigen Teiles der Lehrerschaft« schon viele betroffene Lehrer mit tiefer. Erbitterung erfüllt". Was wir aber weniger verstehen, ist die Empörung'j des deutschnationalen Blattes über ein System, welches es, selbst sonst unermüdlich , propagiert. Wenn man für die Zulassung von Lehrern und Schülern in eine Anstalt n/cht Mc( Tüchtigkeit, sondern die konfessionelle oder nationale Prozent norm entscheiden lassen will, dann muß man eben schweres Ungerechtigkeiten und Schädigungen einzelner wie der nuf! Talente immer angewiesenen Allgemeinheit'mit in den Kauf! nehmen. Oder sollten die Herren so naiv gewesen sein, von einem solchen System nur für den Gegner Schaden, für sich aber-alles Gute zn erhoffen? Auch' der zitterte § 48 wa« unfprünglich als Eindämmung der „Judengefahr" gedacht^ Heute sichert er uns wenigstens eine -spärliche Bertretvng auf Schulleiterpostenl ... Wir.können wahrhaftig nichts daftzr, daß wir auch. dieses „ wenige nur einem — Denkfehler der Anttsemiben verdanken und nicht der unleugbaren Fähigkeit der jüdischen Anwärter auf solche Stellen . Wen«: die protestantischen Lehrer 'heute unter Maßregeln leiben^ deren Spitze gegen die Juden gerichtet war, so mögen sie uns fortab ln unserem Bestreben unterMtzen, die mannigfachen Denkfehler der Anttsemiten zu bekämpfen,'. » w, Die ungarische Akademie der Wiflen« schäfte» «nd die hedrLtsche Sprache. Bor etwa eineinhalb Jahren . hat der ungarische Ministe^ des - Innern die Ausfuhr von hebräischen Schriften^ und Druckwerken mit der Begründung verboten, daß diese eventuell! den Bolschewismus verpflanzen könnte«. Der Grund dieses Der*! bo.teS aber war. daß man sich fürchtete, eS könnten in der bebrmschen Sprache die ungarischrn Verhältnisse wahrheitsgetreu z geschildert werden. Umsonst waren alle Vorstellungen, eS war 'keine Aufhebung dirfes Verbotes zu erlangen, sogar H e g e d ü s äußerte sich, daß dirS zur Zeit nicht möglich fei. Unter der Einwirkung dieses Verbotes hat auch Dollar Ludwig Blau, Rektor des Budapest» Rabbinersemmars, die Herausgabe der hebräischen Zeiffchrift .Hazofeh^ eingestellt, da er die Spesen des Blattes aus de» wtgarischen Abonnements nicht decken kounte. Bor einigen Wochen wendete sich Dr. B l a u neuerlich mit einer Eingabe au die ungarische Regiemng und bat, man wolle den Versand seines Blattes bewillig«, da dieses sich weder mit Politik noch mrt wirffchaftllchen Fragen bttaffe, sondern ausschließliche eine wissenschaftliche Schrift sei, außerdem seien die Mitarbeiter deS Blattes Dr. Mtchael G u t t m a n n, Professor am RabbinerseMinar, und Doktor Simon H e v e f i, der O b e r r a b b i«e r von Budapest, also verläßliche Glemenle. Diese Bitte wurde zur Beurteilung der Akademie der Wissenschaften übermittelt. Man irrt jedoch, wen« man meint, daß die Akademie den Akt an ihre Mitglieder, dev berühmten Ottentalisten Ignaz Goldzieher oder an Beruat M. u »k a c s i, weitrrgegebm habe, d«u die ungarische Akademie tut so etwas nicht und läßt ein« Sache nicht von Kennern beurteilen, . welche auch versteh«, was sie lese». So kam e-, daß daß MitgÜeb Daniel V a r g a die Begutachtung zugewiese« bekam, welcher als Theologe auch HebrStschltte« gelernt hat. Daniel Bar g .a war Mann genug, zu erllärm, daß er von der ganz« Sache nichts verstehe, und übergab sie an Michael K m 0 s k 0/ den bekannte» Hetzer vom Wiener Antisemitentag. obwohl er sich bewußt war, daß auch K m 0 s k 0 wohl nichts davon verstehe, doch so viel Judenhaß aufbrrug« werde, daß er ei»^ der Regierung genehmes Gutachten abgeb« könne. K«0 - k 0 gab auch sei» Gutachten ab, und zw« mußte er konstatteren, das Blatt wäre tatsächlich bloß eine wissenfchaftliche Zeitschrift, welche sich mit Politik nicht befasse. Doch mtt Rücksicht darauf» daß ein Redakteur des Blattes, Dr. M i ch a e l Qn|tmann, Mitglied der amerikanischen »Bnet»Bnth*-Loge sei »nd augesichtder Möglichkeit, daß im Falle der Zulassung de- Versands i«S Ausland auch die übrtgeu -edrüischm Blätter (die sich mit rein rituellen Fragen befassen!^ die gleichen Forderung« stell« könnt«, beantts-te tv die Er Ila»b«iS H» v 4A *J_L4. Wb..