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Wiener Morgenzeitung · 1921-06-12 · Heft 853 (12.6.1921) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 853 (12.6.1921)
Date
1921-06-12
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 863 Wim» Sonntag Tagesbericht. Der Naubanfall a«f dem Opernring. Azrh-ftung der Täter. — Gin Komplott eines italienischen Znweliers. Die Polizei hat die Täter und ihre Hintermänner verhaftet, die am Nachmittag des 7. d. M. den Raubanfall in det Wohnung des Moskauer Fabrikanten Martin Redl auf dem Opevnring ausgeführt und Schmuck im Werte von 1,250.000 Kronen erbeutet haben. Wie berichtet, ist am Dienstag den 7. d. M. gegen halb 3 Uhr nachmittags in. der Woh. nüng des zurzeit in Amsterdam weilenden Labakfabrikanten Martin Redl ein Raubanfall ausgeführt worden. In Abwesenheit der Frau Redl erschienen zwei Männer, die nach der Gattin des Fabrikanten fragten. Sie trafen dar Kinderfräulein Käthe Engel allein cm, die ihnen mitteilte, daß Frau Redl erst in zirka eineinhalb Stunden zurückkehren dürfte. Die beiden Männer verlangten nun ein Stück Papier, um eine Post aüfzuschreiben. Während nun das Fräulein in dys Vorzimmer zurücktrat, um ein Papier zu holen, liefen ihr die beiden Männer nach und einer von ihnen packte sie plötzlich am Hals und drückte sie nieder. Gleichzeitig drückte cr. ihr einen weichen Gegenstand vor daS Gesicht und bald darauf schwanden ihr die Sinne, ohne daß sie um Hilfe rufen konnte. Die Männer durchsuchten nun die Wohnung, nahmen, was ihnen in die Hände fiel, und versuchten, jedoch vergeblich,, eine eiserne' Kassette, die in einem Kasten an d?n Boden festgeschraubt war, zu erbrechen. Darauf ergriffen sie, ohne von jemandem im Hause bemerkt zu werden, die Flucht. Sie hatten, wie sich herausstellte, eine Reihe Kleinodien im Werte von nahezu 1,250.000 Kronen erbeutet, doch war ihnen ein Vielfaches des Raubes dadurch entgangen, daß sie die Kassette nicht aufsprengen konnten. Die Erhebungm lenkten den ersten Verdacht gegen einen Juwelier, der oftmals in der Wohnung Redls geschäftlich u tun hatte. Er wurde m der Person des Kaufmannes Hugo M a r ch e s i n i, zu Florenz geboren und dahin zuständig, im Hotel Bristol wohnhaft, der am Opernring Nr. 7 in zwei Zimmern sein Bureau hasse, ausgeforscht und verhaltet. Marchcstni, der schon e umal die Polizeibehörde beschäftigt hat, da sich gegen -.hn der Perdacht richtete, gestohlene Juwelen gelauit zu haben, leugnete, in irgendwelcher Beziehung zur Tat zu liehen, und gab lediglich zu, einen Italiener, auf den die PersonSbeschlcibung des einen der Täler paßte, vom Sehen zu kennen« Er - behauptete aber, seinen Namen nicht z« wissen. Die Ausforschung der Täter dauerte noch an, als daS Sicherheits- .lureau zur Kenntnis emes Vorfalles gelangte, Bei einem Juwelier in der Adkergasie erschienen nämlich gestern vormittags drei Männer und boten silbernes Eßbesteck und sonstige Silber- Gegenstände zuin Kaufe an. Während man noch über de« Preis i ritschte, stellten zwei der Männer an der Hand des polizeilichen Vanszettels und durch Vergleich mit den mitgebrachten Bestecken fest, daß sie offenbar aus der bei dem Fabrikanten Redl emachten ' Beute stammen. Im Einvernehmen mit den beiden Männern, zwei Handelsagenten, hat der Juwelier die Anhaltung - es dritten Mannes, der der eigentliche Verkäufer zn sem schien, dnrch die Polizei veranlaßt. Begleitet von beide» Vermittlern, wurde der Mann in das Sicherheitsbureau gebracht und dort als der Loiährige Kaufmann Hermann Jdicovici, richtig Zu d e k. zu Trauceni in .Rumänien geboren »nd dahin znüänch. VI., Slumpergasse 49 wohnhaft, erkannt. Jdstotzici gab an, er habe die Wertsachen von seinem Freunde, einem S panrolen, erhalten. Seltsamerweise wußte cr Nur den Kosenamen „Edi" dieses F> rundes, den z« suche« und zu finden jetzt die Hauptaufgabe erschien. Eine PersonSl'efchreibung de§ ,,Edi" konnte Jdicovici allerdings geben. Er selbst leugnete Stein und Bein, von der Tat etwas zu wissen, schließlich nahm, ihn Dr- Krechler ins Kreuzverhör und da gab Jdicovici iolgende Darstellung: Er und der „Edi" genannte Freund seien mit dem italienischen Kaufmann Marchesini, der ohnehin in sicherem Gewahrsam saß, bekannt. Dieser war oft bei Redl und erzählte ihnen immer von den unermeßlichen Schätzen, die in der Wohnung des Moskauer Millionärs verwahrt se'un. Marchenni tat das mit Bedacht, «m ihre Begehrlichkeit zu reizen, und fügte hinzu, daß sich ein schöner Gewinn erzielen ließe, wmn man die föstlichcn Juwelen in die Hände bekommen könnte. Der Rumäne Jdicovici und der Jpaniole „Edr* faßten den Plan, sich die Juwelen näher anzuschen,' und waren nun bemüht, Leute für den Ueberfall zu gewivn-n.; Jdicovici verfiel arif seinen früherer WohnungSgenofien, dm 1898 zu Linz geborenen Handettangrstellleri Paul Gr» ndeh, '<V., Robert Hamerlinggaffe 36 wohnhaft. Er machte sich an ihn l ersn und wußte ihn so lange z» bereden, bis er -«stimmte. Grundeh wollte nicht allein vorgehe» und hat einen geeigneten Gehilfen in der Person des Geliebten sei«« Schwester gesunde«. Der angebliche Spaniole wurde gestern verhaftet «yd bei ihm sofort eine Hausdurchsuchung vorgenommen. Dabei «mde das überraschende Ereignis erzielt, daß fast sämtliche bei Redl, gestohlenen Juwelen vorgrfunden und beschlagnahmt werden konnte«. Bei der Einvernahme stellte sich heraus, daß der angebliche »Edi" der italienische Kaufmann Guido Ga - rlettiist. Dtr Geliebte seiner Schwester wurde in der Person des 24jährigen Maschinisten Joses Deutsch, zn Wien geboren, verheiratet, XV., Grenzgass« 6 wohnhaft, verhaftet. Als letzter dev Bande wurde dann noch G r u « d e y verhaftet. Kommissär Dr. K r e ch l e r vernahm beide ein und sie legte« das Geständ» inä ab, daß Gabeletti und Jdicovici sie angcstiftet hätlen, dm Raubansall zu begehen. Ihnen wurde eine Mtllionenheute in Aussicht gestellt und eine volle Million als B e l a h n » n g versprochen. Unter diesen Umständen verübten. sie die Tat. ,_ Wiener «vcorgerrzerrung Das Wiener jüdische Schnlwerk. «kne neue jüdische Vnlksschnle. Es ist heute bereits allgemeine UeberzeUgung getvvrdeu. baß der Schwerpunkt unserer national Aufbauarheit in der Galuth ganz unzweifelhaft in die jüdische Erziehung zu verlegen ist. Alle unsere politischen und nationalen Rechte, die aus dem völkerrechtlich gewährleisteten Schutz der nationalen Minoritäten resultieren, bilden bestenfalls den Rahmen für einen Inhalt, den uns kein internationaler Vertrag bieten kann, sondern den wir aus eigener ^raft durch systematische Arbeit schafft« müssen. Die national-kulturelle Autonomie, die wir für uns nach den Bestimmungen des Friedensvertrages in Anspruch nehmen dürfen, legt uns, wenn wir uns nicht dieses schwer errungenen Rechtes dadurch einfach verlustig machen wollen, daß wir von ihm keinen Gebrauch machen, die Pflicht auf, ein möglichst umfassendes System jüdischer Schul- und Erziehungsanstalten ins Lehen zu rufen. Der Jüdische Schulverein, als die einzige Stelle in Wien, die in großzügiger Weise hie jüdische Kultur- und Erziehungsarbeit organisiert, hat die Schaffung eines möglichst ausgebreiteten Netzes jüdischer Kleinkind erschulen, wie Kindergärten und namentlich Volksschulen, in Angriff genommen. Das Lehrprogramm der Mischen Volksschule, das sich im wesentlichen mit dem der modernen Arbeitsschule deckt, umfaßt außer den allgemeinen Schulgegenständen noch den Unterricht des Hebräischen, dem fünf Wochenstunden eingeräumt sind. An der Hand von Anschauungsmitteln, Bildern und Schulgegenstänten lernt das Kind im Verlauf einer kurzen Zeit einfache hebräische Sätze, Geschichten, Lieder mit der grüßten Leichtigkeit sprechen, beziehungsweise nacherzählen. Der Hebräischunterricht an der jüdischen Volksschule stellt somit keine Ueberlastung.der Schüler dar. Es wird spielend und mühelos erreicht, daß das Mische Kind schon auf der untersten Stufe des Schulunterrichtes Mische Worte in sich aufnimmt, die einen dauernden Gewinn und eine Grundlage seiner jüdischen Erziehung bilden. Nebst der seit einem Jahr in der Brigittenau (Denisgasse 33) bestehenden jüdischen Volksschule, die zu Beginn des kommenden Schuljahres ihre zweite Klasse eröffnet, hat der Jüdische Schulverein, einem dringenden Bchürfnis Rechnung tragend, nunmehr auch eine zweiklassige Volksschule in der Leopold stabt (Taborstraße 29) errichtet, die im Schuljahr 1931—22 ihre Lehrtätigkeit aufnimmt. Mit Rücksicht auf den für beide Schulen zu erwartenden großen Andrang von Schülern empfiehlt es sich dringend, die Anmeldungen rechtzeitig erfolgen zu lassen, und zwar für die Volksschule Brigittenau täglich vpn 9 bis 10 Uhr Vormittags, mit Ausnahme von Samstag und Sonntag, in der Schulkanzlei, 30. Bezirk, Denisgasse 8 3, für die Volksschule Äeopioldstadt täglich von 10 bis 12 Uhr im Sekret ariat des Jüdischen Schulvereins, 2. Bezirk, Tahorstraße 20a. Die Wiener Rabbiner sstr ^»iästina. Der Rabbinerverband in Wien hat in seiner Tagung am 6. d. M. einstimmig den folgenden Beschluß gefaßt: „In Ueberemstimmung mit einer in gleichem Sinne gehaltenen Veröffentlichung des Deutschen Rabbinerverßandes erklärt der Rabbinarverbanb in Wien es für eine unerläßliche Aufgabe des gesamten Judentums, an dem Aufb au einer jüdischen Heimstätte in Paläftin« tatkräftig nrit zuwirken." Der Wiener Rabbinerverband hat durch diese seine Kundgebung dokumentiert, baß er für die Notwendigkeiten des Augenblicks das volle Verständnis sinket. Wenn man an die Zeiten zurückdenkt, da die Zionisten im Kampfe lagen mit den „Protestrabbinern" — wie sie Theodor Herzl genannt hatte — so vermag man schon angesichts dev» Tatsache, daß von dieser unerfreulichen Spezies. dem Produkt eines verzerrten Judentums, allgemach nichts mehr zu hören ist, den Weg ermesse«, den der Zionismus bis auf den heutigen Dag zurückgelegt hat. Indem die Wiener Rabbiner Wert darauf legen, auch in formeller Weise ihrer lieberzeugung Ausdruck zu gehen, daß die Mitarbeit am Aufbau Palästinaeine unerläßliche Aufgabe des gesamten Judentumist, legen sie sich selbst die Verpflichtung qnf, in ihren Gemeinden für die Idee des jüdischen Palästina tatkräftig zu wirken und sie in die weitesten Kreise des Wiener Judentums hinauszutragen. Der erfreuliche Anschluß des Wiener Rabbinerverbandes wird sicherlich geeignet sein, die von den Wiener Zionisten ausgenommen« Tätigkeit für den Keven Hajessod in bedeutendem Maße zu stärken und die geschlossen« Stimmung im Wiener Judentum mitzuerzeugen, die der großen Sache den entsprechenden Erfolg verbürgen kann. Der ««moderne Hanshalt. Im Beruf, im Wem, in ihren Ansichten und Aoußerungen, läßt es die WienerFrvu wahrhaftig anModerniSmuS nicht fehlt«. Da ist das Neueste nicht neu, die letzte Idee nicht genug »up io tate* und wer den neuen Errungenschaften immer «nt eine Nasenlänge voraus sein kann, der schätzt sich glück« K.3«n«a '®e6TB kich> Aber in dem Augenblick, da die Wienerin ihre Küche betritt, da sie sich anschickt, ch« HauSwirtschast zu bestellen« ist aller moderne - Geist wie weggeblasen und wir ziehen ei« ins gemütliche Biedermeier oder auch in eine Zeit, die noch ein paar Jahrzehnte weiter zurückliegt. Da traf es sich neulich, daß ein junges Mädchen aus den Kreisen der geistigen Arbeiter heiraten und sich einen Hausstand einrichten wollte. Eine mittedge Tante begab sich auf diese Kunde hin auf den Boden tm^ holte unter allerhand altem Kram die Kücheneinrichtng hervor, die sie von ihrer Mutter, der jungen Braut Großmutter, geerbt Mid pietätvoll aufbvwahrt hatte. Dazu schaffte man noch eine „Fleischmaschine" und einen Kartoffelquetscher an und das glückselige Brmrtchen hatte eine tadellose Küchenemrichtung beisammen, die zwar aus dem Jahre 1860 stammte, aber trotzdem ganz modern war. Von neugekausten Küchengeräten unterschieden sich diese alten nur durch das bessere Material. Sonst war alles gleich, der „Weitling", in dem man — im Zeitalter der Maschinen! — ■1 eine halbe oder auch ganze Stunde eine Tortenmasse rührt, die „Schneerute", mit der man den Eierschaum geduldig ■ schlägt, das Reibeisen, an dem man sich die Finger wund« scheuert. Mer auch sonst ist man in Wien noch nicht weit über das Mittelalter hinausgekommen- Zum. Aufräumen der Zimmer bedient man sich eines Besens, einer Schaufel, eines Wischtuches und einer Bürste, wenn es /Art geht, einer Stangen-, zumeist jedoch einer 'Handbürste. Unsere Großmütter und Urgroßmütter haben Knau dasselbe Rüstzeug gehabt und sie ließen sich von Automobil und Aevoplan noch nicht einmal etwas träumen. Während die Technik sich alle modernen Gebiete erckbert hat. ist man bei uns in der Hauswirtschaft ganz einfach stehen geblieben. Wirb doch einmal eine Erfindung dem Haushalts« betrieb dienstbar gemacht, so wird sie von der Wienerin zumeist verschmäht. DaS Urteil: ES ist immer ohne dieses Hilfsmittel gegangen und so wird eß auch weiter Io gehenmacht eigentlich jede Neuerung nmöglich. Dabei wird in der ganzen Welt nirgends so umständlich gekocht wie in Men und in keiner Großstadt aus so primitive Weise geräumt. Reinigt man doch bei uns den Boden, indem' man, mit einem , Wischtuch versehen, durch das ganze Zimmer rutscht, eine Prozedur, die zweimal wiederholt werden mutz, nachdem vorher noch alle kleineren Möbelstücke aus dem Zimmer entfernt worden sind. Beim Waschen des Geschirrs steht uns auch heute noch kein anderes Hilfsmittel zu Gebote als ein Mehr oder minder schmutziger Lappen, ein bißchen Sand und Seife. Die Amerikanerin reinigt Töpfe und Teller durch Wbspülen mit fliehendem heißen Wasser, sie trocknet sie mit kochendem Wasser. Die Schrecknisse des „Geschirrwaschens", dieser widerlichsten aller Hausarbeiten, kennt sie nicht und ein Tuch zum Abtrocknen nimmt sie höchstens für das Silberzeug zur , Hand. Das Räumen erleichtert der Staubsauger,' der leicht , zu. reinigende Boden, die glatten, zerlegbaren Möbel. -, j Alle die mühseligen Hausarbeiten lassen sich nämlich sehr leicht vereinfachen und zum Teil ganz ersparen. Man kann in der Küche mit Halbfabrikaten arbeiten, wie es die französische Köchin tut, und wenn die Türklinken aus Glas wären,' so bliebe der Hausfrau oder ihrer Vertreterin — was in. diesem Falle ganz gleichgültig ist — viel Mühe und Zeit er-' spart. Die allgemeine Entwicklung weist gebieterisch in dft Richtung der Vereinfachung aller Hausarbeit hin. Je mehr^ die Frau ins Berufsleben gezogen wird, je weniger Mittels standsfamilien sich eine Hausgehilfin leisten können, umso dringender die Notwendigkeit, die Hausarbeit einerseits durchs Aufgeben aller Vorurteil«, andererseits durch Verwendung moderner technischer Hilfsmittel im Haushalt auf . ihr. Mindestmaß zu verringern. Allerdings gehört dazu auch die Bereitwilligkeit der Männer, die bisher jede Ausgabe sür^ neuartiges hauswirtschaftliches Handwerkzeug, als über-- flüssig ablehnen. Da sich aber das Ideal des Einküchenhauses.i, in Wie« durchaus nicht einleben WM und der Gedanke detz Gemeinschaftsküche infolge der Kiregserfahvung von semertz nicht allzu zahlreichen Anhängern noch einen guten Teil vep-j koren hat, bleibt wohl kaum etwas anderes übrig als tögj . Modernisierung des Einzelhaushaltes. Daß diese Abneigung gegen den Gemeinschaft-Haushalt besteht, ist wahrhaftig nicht erstaunlich, und auch die begeistertsten Anhänger, de^ Großbetriebes sollte es doch nachdenklich machen, daß diese. Einführung auch in gesellschaftlich viel fortgeschritteneres Ländern als Deutschösterreich sich nur. für alleinstehende Pep« so neu durchsetzen konnte. Die Familie will allüberall Eigenleben nicht aufgeben, will den häuslichen Herd nicht' missen. Nur muß ja dieser häusliche Herd nicht unbedingt, so beschaffen fein, daß man ein« Stunde braucht, um chH - zu reinigen. Klara MautneH Am Konstituierende GeneralversammlnnK der jüdische« PalLstina-SammlnngSM a«d Forschnngsgesellschast. (Gesellschaft zur Erricht»««' von Gammel- «n» Fvrjchungsstellen für die jüdischen Kultnrinftitutern PalLstina.) * Mittwoch den S, d. R, fand die konstituierende Generalversammlung dieser Gesellschaft statt. Namens des vorbereü, tenden Komiteeerstattete Here De. Bernhard Wachstein, den Rechenschaftsbericht. Mit großem Danke nahm die Versammlung zur Kenntnis, daß Josef Popper-Lynkeus seine überaus wertvolle Bücherei der Jude, schen Nationalbibliothek in Jermsalem ge^ spendet hat. Der Vorsitzende teilte mit, daß im Einverq ständni» mit Popper-Shnkeus die nötigen Jnventararbeiteni bereitin Angriff genommen wurden. Sodann gelangte der ansehnliche Einlauf zur Verlesung, aus dem hervorgeht, Hatz Wunder des Preissturzes Kann & Fried VI„IMeWieQzeile40 i

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