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Wiener Morgenzeitung · 1921-06-08 · Heft 849 (8.6.1921) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 849 (8.6.1921)
Date
1921-06-08
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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dem 5 surert, Mrmvoc^ V~“ — — - — berichtet, ist der leitende Direktor des „Puzap^von seiner Stelle zurückgetreten. Die ganze Affäre nimmt immer größere Dimensionen an; es wurde festgestellt, daß die Zentralleitung des „Puzap" in Warschau ^für 700 Millionen Mark nicht die Rechnungen und .Quittungen vorlegen kann. Verlust der G§Meinderatsmaudate Wegen Nichtanerkennung der Dynastie Karageorgievie. AgMNr, 7- Juni. (Privat.) Die Gemeinderats"' Mandatedes ^tjepan R a d i c und - seines Anhängers Martin ic sind ungültig erklärtworden, weit sie in der' letzten Sitzung des Gemeinderaies dem Hause Karageorgievie die Anerkennung vertagt und den Eid - nicht abgelegt hatten. . Keine Zulassung kommunistischer Bürgermeister in Jugoslawien. BekAvaÄ, 7. Juni. (Privat.) Das Ministerium des Innern gibt bekannt, daß die Ueüergabe der Gemeindeigeschäste an kommunistische Bürgermeister im Bereiche des Königreichs der Eerb-'n. Kroaten und Slowenen lunzuläs sig ist. Ein Mörder der Nosa Luxemburg — verhaftet. Berlin, 7. Juni. (Telegramm der Morgen« Zeitung^) Die „Freiheit'' melket die Verhaftung des Leutnants St r »ll; wegen Verdachts der Teilnahme an der Ermordung Rosa Luxemburgs. Er hat sich dieser Teilnahme selbst gerühmt «nd will der bisher unbekannte Schütze gewesen sein, der, auf, dem Trittbrett - des Autos stehend,; den tödlichen Schuß aus die Luxemburg abgegeben hat. Die Staatsanwaltschaft hatte aber erst , eine Handhabe zum Einschreiten gegen ihn, als er eine der E r »o t b e ten entwendete U h r verkaufen w o l. l t e. Ob diese national«,, i d r a l i st i s ch e" Betätigung de» preußischen Hütern der Gesetze als ausreichendes Verdachtsmoment zur Erhebung der Anklage wegen Mordes genügen wird, muß erst abgewartet werden, da Krüll. als ehemaliger Offizier des berüchtigten „Balllkum"-Korps schon vieles auf dem, Kerbholz hat, was bisher »»gesühnt geblieben ist. Verurteilung des deutschen Kommunifteuführers Drandler. Berlin, 7. Juni. Bor dem Berliner Sondergericht wurde %tt Prozeß gegen den Parteisekretär und Bvrsitzmde» der Zemtrolr der vereinigten kommunistische» Partien Deutschlands, Heinrich Bra ü :b,l e r, wegen Hochverrats und A « ft '. r ei zun g zum K l a s s e n h a ß durchgesührt. Die Anklage »acht Mrändler verantwortlich für die Mörzunruheu. D« Äutzellagte erklärterer wollte düs Proletariat »ar znm Generalstreik aufrütteln. Der als Zeuge eiuveruommene Fabriksdirektor Sie«e«S ans Chemnitz stellte dem Angeklagten das Zeugnis eines be» souneuen. Mannes aus, der keinerlei Neigung zn Gewalttätigkeiten gqeigt'chabe. Zlach halbstündiger Beralang verkündete der Borfitzende daS Urteil. Brandler wurde z« einer FestungSstrafe v v n fünf, I a hir'e n vermteilt. In der Begründung, des Urteils Heißt es, »er den .Aufruf der' kommunistischen Zentrale unbefangen' lese, «üffe annehmrn, daß der Weg zur gewaltsame« Aenderüng der Brrjassmig gebahnt werden solle. Die im Aufruf gebrauchten Ausdrücke Lasten, keinen Zweifel darüber, daß ein hochverräterisches. Unternehmen begonnen werden sollte- Tagesbericht. Warnung vor einem Besuch irr Tirol. Was dem Fremde« in Tirol droht. Innsbruck, 7. Juni. Die Landesregierung veröffentlicht Heute die am 1. Juli d. I. in Kraft tretende Verordnung über dieRegelung des Au f-e n t h a l t e s und die Verpflegung der Fremden in Tirol im Jahre 1921. Danach ist die Einreise nach Tirol und der Aufenthalt dort unter Beachtung folgender Vorschriften im allgemeinen un» ««geschrankt gestattet: Zahlungen für. Unterkunft und Verpflegung m Tiroler Gaststätten sind von allen Personen, die ihren ständigen Wohnsitz außerhalb Tirols haben, ausschließlich in de» von der Trruhandstelle des Tiroler LandrZvrrkrhrSiates, registrierte Genossenschaft m. b. H., ausgegebenen Tiroler Reiseschecks zu lelsten'nnd. anzunehme«. Die Ansätze von Kreisen für Unterfunft rach BerPflegvng sowie die Forderung und Annahme von Aahlungen in' einer ausländischm Wahrung.sind Verbote«. Die Schecks lauten auf K 50, 100, 200, 500 und 1000 und werden gn einem von der Tirol» LandTrrgirrnng festgesetzten Tagrskms «nd amtlich verlautbarteu Preiszuschlag verlauft. Die Ausgabestelle» find nicht berechtigt, irgendwelche Zu chlage einznhesten. Die Hefte werden von der Ausgabestelle mit dem Datum und tat Bezeichnung der Ausgabestelle durch Perforierung oder Stempel versehen- Auf .dem Umschlag wen der Gesamtwert des Schecks angebracht. Der Käufer hat seinen Name« aus dem Umschlag oder aus jedem einzelne» Scheck beizssetzen. Die Hefte find nicht überlragbär. Die Schecks find nur da Verbindung mit dem Umschlag gültig «nd dürfen erst bei Leistung der Zahlung von deren Empfänger abgelrrnnt »erden. Lose Scheine ohne dm dazugehörige» Umschls» sind als ZahlangSm'ttel ungültig «nd ihre Weitergabe oder Annahme wird als Betrug strafgecichtlich verfolgt. Die Gültigkeit des Schecks erlischt mit Ende drS KalmberjahrrS der ««-gäbe. Die Tmlösuns da Reisescheck» erfolgt durch die rreuhandstelle «ach jjmm batebtiiaimmMuitm Bed«s»uM. DK8«de-. Mener MorgenMWn^ 5. Mnr IV2I Nr78N Mitteilungen aus dem Publikum. Grösstsr rurä bester Käufer Wiens 4969 Juwelen,Edelsteinhändtar Rahino witsch, Juwelier I. Maximilianstrasse 5 11. Stephaniestrasse 3* nurNr.3 (jetzige ^ah'ersträsse) (jetzige Hollandstrasse) Tel. 854t «nd 45148 im eigenen Hause Haltestelle Operaring, Zag. E&nitnenrtr. , Samstag geuhloMen. Horen Sie luch un86n* Pre,se und Bureauvnöbel die grösste Auswahl Leopold Stetnhart Wien, I., Bit)erstrasae MTr. S Sehr.ibroaschiBenreparataren «sek, billig and gut 15J Tel. 4073/VU1 Sregierung behält sich vor, in berücksichtigungswürdigen Fällen Fremden auf Zeit b e s ch r ä n k t e Bestätigungen auszustellen, daß s i e d e n E i n h e i m r s ch e n g l e i ch z n behandeln und daher von der Verwendung der Reiseschecks zn entheben sind. Im Falle,, daß Gastgewerbetreibende Fremde ohne Abgabe von Reiseschecks beherbergen oder verpflegen, kann die LandeSrcgienmg den Aufemhalt von Fremden in solchen G o st st ä t t e n e i n s ch r ä u? e n oder auch ganz verbieten und die Belieferung dieser Betriebe mit den staatlich bewirtschafteten und den von den Landesstellen bezogenen Lebensmitteln einsiellen. Die .Verordnung setzt fest, daß der Erwerb von Mehl, Fett, Butter, Fleisch, Eiern tntb Milch durch die Fremden, das sogenannte Hamstern, verboten ist- und in Uebersührungsfallen mit Geld oder Arrest gestraft wird. Die Mitnahme von Lebensmitteln au§ dem Lande ist verboten. Fremde, die durch die Art ihrer Lebensweise der Oeffentlichkeit großes Aergernis geben. Lebensmittel verbotswidrig erwerben, beim Einkauf von Lebensmitteln die ortsüblichen , Preise überbieten oder, die wirtschaftlichen Verhältnisse des Landes g e s ä h r d en, können , unabhängig von dem aWllrg e i n z u l e i t e n d e » Strafverfahren zwangweise zum Verlassen des Landes verhalten werden. Wen» besondere Ereignisse sm Interesse der Anfrechterhaltung der öffentlichen Ruhe und Ordnung es geboten erscheinen lassen,' kau» die Landesregierung de» Aufenthalt in einzelne» G »m e i n d e» an eine besondere B e w i l l i - guug knüpf en und Fremde, die die Bewillignng nicht erhallen, nnter Gewährung einer angemessenen Frist zur Abreise verhalte». De» Bestmmmugen dieser Verordnung Zuwiderhandelnde werde» von der politisch« Behörde mtt Geld bis zu K 20.000 oder mit Arrest b i S . z u f e ich S . .M o » a t e n bestraft'. Die Strafen können bei erschwerenden llmstaude» arrch' nebrneinander verhängt werden. Die Geldstras« fließ« de« Lande z«. Die Lohnbewegvng der Industrie« »«gestellte«. Die. heute abgthatteue Vollversammlung deS JudustricklenverbandeS, welche sich mit den Forderung« der Augestellt« beschäftigte, sprach dm Wünsch zu einer A uSsprache zwischen den Delegierte u d e S Loh« k » m i t e e S d e S B « » d e S der Industrie ang e si e Ute« unb drS Ind ust ri ellenverb a«deS an». I» sin« hierauf stättgefnnd«« Beratung de» LohvkounterS de» Bundes wurde beschlossen, mit Rücksicht aus daS Anbot einer Aussprache Über die Forderung«, daß morgen die A r b e i t in all« Betrieben s o r t z u s e tz e n sei, da ein unmittelbar« Anlaß zu einem Streik, d« io der Betriebsräteversammlung am Samstag beschloss« wurde, mtfallt. 3«k««stsm»fik. ' Obzwar es sicherlich nicht, an gutem Willen dazu wird sich die 'hauswirtschaftliche Krise nun nicht mehr lange totschweig'en ' lassen. Es wird mit-jedem Tage schwieriger, eine Hausgehilfinfür ein' MittelstandShauS zu find«,' und es fit nahezu unmöglich, eine „Bedienerin" oder Wäscherin zu wütend allen Frauen zu kormnandiren, dass sie ganz aller,» ferttg werden mußten, wäre eS viel wichtiger, dafür Sorge zu tragen, daß nicht nur die Fruu deS Mittelstandes, sondern auch die Proletarierin Hilfe finden kann, wenn sie aus dem einen oder' anderen Grunde der Schonung bedarf. Wer aber soll die schweren Arbeiten des HauZhqlts besorgen? Zrwr Teil sollen sie die Döä-nner, zum, Teil Maschinen, zum Teil die jungen Mädchen besorgen. Jetzt ist es das Gegebene,, daß der junge weibliche Nachwuchs, kaum der Schule entwachsen, in irgendein Amt,- Bureau oder Comptoir eintrttt, um als subalterne Beamtin, Maschinenschreiberin, - Stenographin zu wirken. Das. ist sehr, begreiflich. Auf der einen Seite un&e« schränkte Freiheit, leichte, angenehme Arbett, gute.Bezahlung, auf der anderen sklavenhaftes Gebundcnsein, schwere, .zum Teil widerwärtige . Arbett, schlechter Lohn — die Wahl ist nickt fdjmcr. So kommt es, daß.iin Berus der Housgeh^fin der junge Nachwuchs ausbleibt und dadurch der Eintritt der Krise uoch beschleunigt wird. Es muß ak-er schließlich nicht bleibe», wie es ist. Die „Hochkonjunktur" der Maschinenschreibekunst wird nicht ewig währen: Freilich müßte der Beruf der ^Hausgehilfin, um anziehend zu wirken, einer gründlichen. Umformung unterzogen werden. Die Hausgehilfin der. Zukunft kann nur die hauZ wirtschaftliche. Stunden« arbeite r in sein, die für eine bestimmte Leistung oder bestimmte. Zeit bestellt, sonst ihr. Leben für sich führt wre jeder andere freie, arbvitende Mensch, die kocht wäscht, plättet und' Kinder.hütet und dann „nach Hause" geht, in . ihr eigener Heim, und tut, waZ ihr beliebt, nicht mehr abhängig, von fremden - Launen. Die hauswirtschaftliche Arbeit muß eure „Arbeit" .werden, keine Gesühlsawgelegenheit. Um daS durch, zuführen, müßte freilich eine Ovganifatton geschaffen werde», die Arbeitgeber und Arbeitnehmer umfaßt, eine Organisaiion der hauSwirtschaftlichen Arbeit. Hier harrt eine große Aus. gäbe. Wer sie in Angriff nehmen wird, wird sich vielleicht größere Verdienste um die "FrauenN'elt erwerben als manche kühne Bahnbrecherrn auf dem Gebiet geistiger Arbeit. Ww waren stolz darauf, wenn jüdische Frauen hier borcmschreiten wollten, stolz darauf, wenn-jüdische Mädchen sich als die ersten dieser Aufgabe annehmen wollten! Die stiidttsche« Defizite. In der G«wi«deratSsitzu»g am Freitag komm« dis Rech«ungSabschlLsse der U »terneh«»»ge» der G e«e i« d e Wien: Sttaßenbah». ÄektrizüatSwerke, Gaswerke, Lagerhaus, Brauhaus «nd Leichenbestattnug.' mr das Berwaltmkg-jahr 1918/19 zur Verhandlung. Die Ab-, Schlüsse wnrd« langwierigen Dürchrechnüngen nnterzvgen mb ■ sind nun vom städtisch« Konlrollamt genehmigt worden. Bei' der Straßenbahn erscheint' für das genannte Jahr ein: GebarnngSabgang von 16.2 Millionen, bei dm Ekrktrizitätswerk« von H Millionen, bei den Gaswerken von 80.4 Million« Kr»»«. Der Abschluß de» Lagerhauses «eist ein« Ueberschuß' von X- 717.000 auf. Die FSkforgeabgabe. Mit Gesetz vom 4. August 1030 wmde im niederöster» rekchischen Landtag die Einführung einer Abgabe von Löhnen und G eh altern für die Fürsorge in der Höhe von $*/♦ bestimmt. Der Landtag für Wien hat am 11. März die Fürsorge^ abgabe von 2% auf 4% erhöht. Die erhöhte Fursorgeabgabe^ t«itt am 15. d. M. in Kraft. Preise müssen a«geschrtede« werde«. Der Inhaber deS Küch«gerä»geichäftes, XVlll., Währmgerstkaße 96, Albert T i tz e„ wurde weg« Nichtanschreibung der Preise zu einer Geldstrafe ton K 3000 verurteilt. Leopold Weiner, Modewarmhändler, l.. Bognergaffe 1^ wurde ebmfallS weg« Nichtanschreibung der Preise zu einer Geldstrafe von A 3000 verurteilt. — Der Geschästssührer dev Firma Bela H i n i g, DammkonfektionSgeschäft, llf Tabor' flraße 22, wurde gleichfalls mit einer Geldstrafe von K 3000| belegt, weil an d« in de« beiden Schaufenstern ansgestellt^' Kleide« keine Preise angeschriebrn waren. bekommen. Gegen die Konkurrenz der Ausländer und der Schieber kann auch die bestrickendste Liebenswürdigkeit-der Wiener MtttelstandshauSfrau nicht aufkomme« und eS rst in unserer Zeit' des allgemeinen Geldhungers weder erstaunlich noch verdammenswert, wenn die Hausgehilfinnen nicht zuerst die „Sentiments" sprechen lassen, (zudem an dee Wiener Hausgehilfin viel schweres Unrecht getan worden ist), sondern vor allem so viel verdienen wollen, als nur möglich. Auch die.Wäscherinnen und sonstigen hauSwirtschaftlichen Hilfskräfte schnauben ihre Ansprüche jeden Tag hoher hinauf N»d die Zeit istgewiß nicht fern, da es der Hausfrau des Mittelstandes nicht mehr möglich fein wird, sich irgendwelche Hilfe bei ihrer Arbeit leisten zu lassen. DaS wäre im großen und ganzen kein so gewaltiges Unglück, wie viele Frauen im ersten Augenblick glauben, und wenn wir das System leicht gemilderter Sklaverei, das unser Hausgehilfinnenwesen bis vor dem Kriege darstellte, endlich loswürden, so brauchte ihm niemand eine Träne nachzuwemen. Aber eS gibt doch Fälle, in denen sich, die Selbsthilfe nicht durchführen laßt. Alte, kranke,' in anstrengender BerufSarbett stehende Frauen, Mütter zahlreicher Kinder, können nun einmal die ganze Hausarbeit nicht allein bestreiten und auch die gesund» und arbeitsfähige Mittelstandsfrau toitb gewisse Arbeiten nicht leisten können. Wer nicht von ftühester Jugend ans Waschen. Bodenreiben, Fensterputzen, Teppichklopsen und wie die Notwendigkeiten unserer unbeständige« HüuSwirtschaft sonst heißen Mögengewöhnt gewesen, lernt diese Leistungen nie vollbringen. Da» hilft der beste Dille, wenn die körperlichen Kräfte und die Geschicklichkeit fehl«. Go geht eS einfach ohne Et« verwegener Raübavfall i« d« Ärmere« Stadt. Gin überaus verwegener Räubanfall ist gestern naÄ.« mittagS um etwa 1 Uhr in. der Inneren Stadt auf dein Ring verübt worden. Im Haufe Opernring 23 wohnt der' Fabrikant Redel. Er war uni die Mittagszeit nicht daheim, urck « seiner Abwesenheit kämen zwei Männer und verlangten Herr« Redel zu sprechen. Sie trafen die Hausgehilfin/' allein an. Sie. heißt Käthe Engel und erwiderte auf die' Frage -nach dem Fabrikanten, daß « ausgegangen fti.' Dis' ' Leiden Männer sagten mm, daß sie nicht aus seine Rückkehr ^wartenkönnten, sondern ihm eine schriftliche Post hinter-? lassen wollten. Sie verlangten Schreibpapier und - Tinte. Ms« die Hausgehilfin das Papier geholt hatte und zurückfanr^ fiele« die beiden Männer sofort über die Engel her und! begannen sie zü-würgen. Das Mädchen konnte nichtum Hilfe schreie«, wehrte sich aber aus Leibeskräften. Was dann mtt ihr vorgegangen, wußte die Ueberfallene nicht,/ denn sie fühlte ihre Sinne schwinden. Sie war, wie siÄ später herausstellte, durch Chloroform betäubt worden! und bewußtlos zusammengebrochen. So war sie bis etwä halb 4 Uhr nachmittags in der WohnuNg hilflos gelegen;; als sie dann wieder erwachte, waren die beiden Männer verschwunden. Käthe Engel schlug Lärm; Rachbarn kamen , herbet ünid e» wurde festgestellt, daß die Strolche die Wohnung auSgeplündert habe«. Me haben einen Kasten erbrochen und darau» Schmucksachen und SUberbesteck in ansehnlichem Werte, geraubt. Auch die eiserne Lkaffe haben sie zu erbrechen vere )N WttLlLssdWMM rW M. ZlÄe, .Al>W.!Ms Ls M

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