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Wiener Morgenzeitung · 1921-06-05 · Heft 846 (5.6.1921) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 846 (5.6.1921)
Date
1921-06-05
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Weite 8 Wien, Sonnisg #Lr' Wiener Morgenzeitung 5. Juni 1921 Ätz. 846fiwAhrmid.welcher em D.'cknr-ß' fiel. Durch' diesen wurde ide-r -Vl. W vh.lbcrg, ein getaufter Jude, sMiwvr' verwrurder. "Die Untersuchung ergab, daß'der »Revolverfchuß'.von einer». naLionaldemo'rälischen Sju-!denfen..tupfte;ii .wursc, So. wahrt' die Jüngerschaft. Dlhtvstva-'fkis. die Wurde der Krakauer Universitär. -Dre Zviener Hilfsaktion für die ukrainischen Pogromopfer. kA«fongvergebnis: 4’jy Millionen. — Errichtung von 'E«igraute«heii»en «nd Werkstätten. — Eine neue Hilfsaktion in Form non Darlehen. — Wirkung des 'Aufrufes im Ausland. — Wer. ein Waisenkind Äkeenimmt, erspart der Welthrlfsaktion eine halbe \ > Million polnischc Mark. ' Der 'Ausruf., welcher jüngst von den Pc'rtretern aller rWischen -Gnipven Wien«- nnd hervorragenden jüdischen PerssÄrliHLnten'- 'zur -/Hilfeleistung für die jüdischen Opfer des .stkvamkfchen MarrnrKims erla-'stn würde,-zÄrigt überaus .g ii n je i r* c E r r o lg«. Die Massenaktion ist noch im Fluß, da das-Komitee fast durchaus nnr sreiwiüigen Kräften arbeitet, >?korrnüsi' bisnün erst l ö.U'00 .Ausrufe zur Versendung gelangen.- Wenn " b'ismür meinals viereinhalb Mil lio ne n 'Krjon L.ch.-eingeiauicu. - lind. - '.va das Hilsswerk kaum erst! degoimerr hat, muß 'diefcc- Airsangsrejnltat ailS' überaus- Cfc»'~ greulich üezeützrn-t we-röen.- .L^as--Komitee hat sich, zur Aus. gäbe gesetzt,. einen -.Betrag von z e h n b i s -z w ö l s ,M i 11 o 31 c n- 3 ft c v r ei ch i .''ch e tr'K rch n e n z u st ä n^>e ^zü'- b ringen-. t5's ur .-zu bvswu. .daßdieses Ziel in kurzer Krist erreicht., sein wird;--abgeft-x« von den jetzt sehr ^an- Zehulichcir Spenden an Kleidern- und Wäsche. ■ . ■ jf! Laß das Geld in >iolcn zur Verwendung gelangt, also - feinem'-.Wertvon rund zwanzig Millio.nenpol-- Mrsch'eu Ma-.r^k entspricht, wilsd diösterreichische Jrrdenschafi -mit dieser /Mitteln die Errichtung - je eines .Emigranten-" Keimas. in Lemberg und Nowno sowie einiger. Morksr.ätten in Wothhnicu ermöglichen, was den Sp.eydern gechiß eine Genugtuung sein wird. f - i Es .wird die Desse„tlicht'eit -interessieren/unst gewiß -zu 7 lersrigfrcnr. Sammelsleiß aurcgcu, daß. das Hilfskomitee einen ' -weite.reu HilfZzweck in seine Tätigkeit einbezogen hat: M^le Pogrbmopser haben von ihren Angehöritzen.in Amerika tzraöhlveDlich--Geldmittel für die Emigration überwiesen-er-' Kalten', aber den Betrag noch nicht in Händen. Das Komitee - min. natürlich nach strengster Prüsung^.des Sach- Verhalt^-—- diesen-u'kraillüchen-Juden -ans den SammluNgsjl«Veb«LKen---D.a rlns-su m.me-n vorstrecken und 'diese - Mrrleheir Mn' dem späber einlaufenden »Hon untertvegs'begvchllchen ^«mmÄanischen Hilfsmitteln.in Abzugs brrngen. Es zerübrigt'sich. zn^berouen, welch großer Segen diese Darlehensjrktron' für:dre Betroffenen wäre, die sich augenblicklich in' Derzwei'Mter 'Not öesinden', so> daß vielfach zu chefilrchten ist, ihre jÄi's/.Lün'erika avisierten Beträge könnten zuspätein-!jtaUg eu.'i"Für .-.die--ukrainischen-.Jitden, '-die nicht gewohnt -find, Almosen. und Geschenke cntgegenzun:hinen, vielmehr -in Kynbildlichper. Weisebedrängten Brüdern in früheren Jahren .fausgiehige>',Dilsa geleistet haven/i ist Hilfeleistung lm Forrst - ftzM Darlehen auch viel willkommener, v h.! Dd'tz.Mion wich selbstverständlich »u.v-im Einver- Daindnisse mit 'den,vvn'den'Emigran ten^.gewähl tau und mit Sachwäftnng ihrer'Angelegenheiten be-. Krauten- B'er't'r'etern erfolgen, wie überhaupt die' Leitung Her Wiener Hilfsaktion nichts unternehmen wird, ohne bas Vüweruehmerr mit diesen Vertretern derschwergeprüften ^krrünischen Juden'schast gepflogen zu' haben. . ' - Er neu n gl au b l i ch> W.i r k u n g h a t b e r H i If u M f d e-ren-e r I u d e n s-ch' a f t i m A u s lande aus. gelöst.!Es zeigt sich-deutlich, daK Wien als ein jAen tr um langesei/en-wird' und daß man Beranstaltnngeu, welche von - fbiesar großen jüdischen'Gemeinde -au^gehen, besonderes Der- Krauen ''schenkt. Es laufen aus den entferntesten Ländern bei Hem .Wiener - Hilfskomitee - ansehnliche 'Geldspenden, zahlreiche ÄdvptionSanbtetnngen und andere sehr erfrenliche Ansbv-te der Versorgung von Kogromwaisen ein. So hat das MchenHüus der Kttltusgemeinde'.sin^ Fü r't Y? mitge'teilt,s'daß" M eine 'größere Anzahl von Kindern.übernehmen, will und. MH eine ansehnliche Zahl von Privatsanrilien der genannten Stadt will -Pogromwaisen adoptieren. Sehr zahlreich-sind'- p«ch^n lind Bersorgungsanhtetungen bisnün ans der Tschechoslowakei beim Wiener Komitee eingelaufen. Aus-Preßbi^rg Wedr liegest zwanzig Kindcrversorgüngsaribote vor.'! <£$.. widerstrebt ■ uns, nochmals .aus 'den , einfach kata- Mvphahen 'Umfang des jüdischen' Unglücks in der Ukraine und Mi« Avlgeerscheinungen hinzuweisen. Was auf.dieser blutigen Erde vorgesallen 'ist,' wie unsägliche die überlebenden Opfer .Leidest und wie furchtbar traurig das . Los. der. jüdischen Waisenkinder, ist, hat die jüdische Oeffäntlichkeit rn den letzten Monatchr »ur .allzu deutlich gehört. Die österreichische Jziden- Hchast wird ihre Pflicht erfüllen und schön heute ist ihre teinträch'tige Arbeit' für dieukrainischen Pogromopfer vor- -Wckich.''geworden. Man halte sich folgendes Vorzügen: . i!j j Nur'.wenn die Hrlfsarbe i t,"x äsch geleiste t tzvtrb', er'f ü 111 f ic i h r en d o p p e.l Len Z w e ck: Mog- 8chst viele Opfer der Hölle entreißen und der unglücklichen vLrarnischen Judenschast,. die sich , von aller Welt. verlassen Zieht, den' fö."dringend, nötigen mo r'a 1 i sche n R ückh alt 'M Keben, sie wieder zur Hoffnung und Aktivität zu erwecken. Wer ei n n k r a i n i s ch e. s Waise n k i n d . zur leasv'sttzumg u n d-.Er'z ieh u n g ü be rn immk, e'r- ZParL der; ü D t v djc u Wellhils s aktiv« einen Betrag von rund einer halben Mil lio n Po l- Hi 1 cher M-a r f (dterei: Betrag ist siir eine zenjährige Erhawmgs- und Erziehnngepen'ode. eüws ,SinbeS erforderlich). Als das geeignetste und erfolgreichste Mittel Außenstehende ' zu einer BeitragSlristung zu bewegen, haben sich perf.önl'i'che Briefe an Freu nd e und Bekannte erwiesen. . Niemand scheue diesen kleinen, überaus wichtigen Dienst. Er gilt den schwerstgeprüsten und besten Elementen der Judenheitf >-■ 1 /* > Die Veranstalter erhoffen sich ' von' den -'Kommenden ' Wochen überraschende Resultate und sind überzeugt, daß die rühmliche Hilssbereitschäft > der. jüdischen Bevölkerung 'diese Hoffnung nicht "täuschen wird. Die Khelizenz. . Erste Rarkdbemerkmig vo» 3.-U. Dr. Ignaz Kurt Rosenfeld. ' Dem Gememderatc Wien wird in der nächstsn Zeit ein- Gesetzentwurf vorgelegt., oer es allen Heiratslustigen zur Pflickt macht, -vor der - Eheschließung einamtliches - Gesundheiiszeugnrs den anderen Dokmnenten..anzuschließen; Der Staat, der die Asfisten^rolle beim Abschluß -des Eheverrrages übernimmt und sämtliche formellen; Voraussetzungen -. ■ mit kleinlicher Pedanterie mitunter: überprüft, gveift -hier in - das - innere Verhältnis der Ehewilligen.-List. Die Schrecknisse des Krieges, seine demoralisierenden. Folgen, s die^ sich^ in.-de-x hennnittlgslos steigenden Fürt vost Eeschlechtskraüfkheiteii'kundgcbeu, haben vielfach die festeste Grundlage der Ehe zerstört und statistischen Berichten, die - jüngst angelegt würben,-kann man' schaudernd - ^Mnehmen, daß in dreißig.'Prozent der- Eheschließuügsfälle Ehsn - durch das Aufflammen döv i-sogenannten Oheimen"'Krankheiten vernichtet und^üi'jge, gläubige ’ Menschen um - das Glück -sthres Lebens betrogen werdend Nicht aus Menschenaus deii Tiefen der Ge/ellschaft bleiben -diese -Wahrnehmmigen beschränkt, sondern 5krtzise^ der Intelligenz und jenes^ guten Bürgertums, dem -in der. Tradi- - tion auf-allen'Gebieten ^die Rolle .der Präponderanz' Zusiel. Die Seuche'des Krieges macht, wie der Tod, der--größte: Demokrat, nicht Halt vor den Palästen. '; Tsen. Hsan dös - Pjwf. 'Ta'« tz. l 60« ^hie ÄatMHe,. aus der Moral eines jeden anständigen Menschen fließende Verpflichtung, sichvor. der Eheschließung-Mner.H Gesundheit zu versichern,' zur gesetzlichen Bedingmrg- '«mform«»'' wiÜ, ist grundsätzlich zu begrüßen. Aus'dem Mbiete. der Kriminalistik hat er insofern» schon Vorläufers als in Nein guineaalle jeneD'crvrech.et,.,'die . angeborenen Hang 'zur Verühm^ von Delikten besitzchr' und die Vermutung zulassen,- daß der verbrecherische Keim aus die Nachkommenschaft übertragen werden kann,' durch eine zwangsweise vorzunehmende Opera- . tion von Amts wegen in den sterilen Zustand überführt werden. Einige Fälle weist' die Statistik auf, doch wird seit langem; von dieser nicht' unbedenklichen Praktizierung Umgang ge- - «ommen. > Trotzdem -Nnrd der Erfolg, der von der eingangs erwähnten Gesetzesborlage mich' istbrrekt.erwartet wird, die Hoffnrmgwi''trügen.' Mit -MchteM^-Mnflug. von .spöttischem Lächeln muß man vernehmen,' diH.'nach' der Tendenz -des ' Gesetzes seine Wirksamkeit sich' nur^mif das Weichbild von Wien'' ttstreck«r"föÜ. Jede, Pärtiälgesetzgebuug,' die'an den - ungesurwen PartiWärkSmuS'./b«; mittelalterlichen „Spiegel" erinnert, trägt den Krimder Verwirrung und Lächerlichkeit in sich. Ist eS'-' LiiKlÄKste«' ^Mühe -'wert,"' ein solches Gesetz vorzübcreiten, dessen» Bannkreis man sich durch sechswöchigen Aufenthalt außerhalb Wiens.entzWen kmin? .Werdie Gewissenlosigkeit besitzt, die amtsärztliche Untersuchung zu fcheUÄk,< oder. glaubt, - der. eingebildeten Pein dieser Situation ' entgehen zu müssen, braucht. nur - außerhalb Wiens das Aufgebot .vornehmen - zu - lassen, um den vernünftigen Sinnj des, Gesetzes illusorisch' zu machen. Oder glaubt der-Verfasser, daß die-anderen .Städte und Länder unseres - Biindesstaates. diesen Gedanken aufgreifen, und-.selbst zum Gesetz erheben werden? Wien wird systematisch von den Ländern boykottiert, seinen Gesetzen werden Mtonome Landesgesetze entgegengesetzt und niemand .wirb -ernstlich ,glauben, daß. die, anderen' Länder es mit ihrem .Autoritätswahn vereinbarlich' fikden werden, selbst dem vernünftigsten Gesetzesvorschlag, der von der „rötend?.Hychburg?Wien ausgeht, Gefolgschaft'zu leisten. , Dieser Umwegist aber nicht notwendig. Seit langem tvarhet. schon , einneuer Entwurf des Eherechtes auf praktische Belebung.-Parteipolitische Rücksichtnahmenhaben ihn ' bisher der Senkgrube, hes Bergessens überantwortet. Es ist Zeit, au) seine Auferstehung z ub r ingen und ihm eine B,e st im Maring ein zur, er leiben,, daß die Vorlage eines amtsärztlicheu^Gesnndheitszeugnilse,s» zur--Bew.i rkung des Aufgebotes -'.I.'p.twen.d.iH-,i-st,: Dann, werden. Bledenkengegen bep praktischen Wert, des Entwurfes^des--Prof.. Tandler zurückgesteHt werden können.-Sonst-klingt die G,'s.-'-' »<-: v."> aus dem'Buche-der Ubderite«. und' mit englischen und' türkischen Gewehren ausge-1 rüstet, ferner eine Fußtruppe mit Gewehren und Re-1 vo'lvern und eine solche ' mit 'Speersin organisiert.' Donnerstag den '5. Mai invrgens erklang' ein GlocksiW-l signal. ' Die Araber waren da.' Unsere SicherheftO»^ 1vehi;,"an der Spitze der alte) -bekannte Pionisir ham. S p i r -a. ging gegen den Feind los und bald>! war eine ' seiner Stellungen genommen. .'Da'Wer 'die Araber in der Ueberzahl'waren (sie kamest.aus'31 Dörfern)^ müßtesich unsere /Truppe naH eincinhalbMu-- . HtgeEKaMpf ein Stück zurückziehsin. ^ie-^ez-ob eine feste j iSteltunK. Plötzlich kaut eine Meldu.ng/ daß won der\ änderest Seile her , Mab er herank-ommen. Unsere Leute berschnsitüN,"sie könnten' sich '.uich't' Mehr' läntzer , aA>!eine.shalbe .Stunde haltest. Zum WtD kamenKindische? ^Svldatest mit einem 'Maschinengewehr Ustd disi Araber\ iwürlien^vertrieben. J:,J . ' i; ''. Inzwischen hatten "wir' ist Erfahrung gebracht, daß'l! sichs.istrnleh ein englischerUexM-stn mit'^jiocjB] 'jüdisches Fliegern befinde. Wir gaben ihnen K-siiMtnW chon'Mserer Lage. Sie kamen an und der Aeroplanjj -hals' Ms Araber vertreiben. Ihre Schüssetrafen ihn-s .'Die'Absicht Per Araber erfuhren wir erst, später:! Mlc'.MlÄnrstest zu erschlagen,' alles, bewegliche Gutj lmiizun'Hltten und dÄ Koloisie in Brand zu stecken'.-.^' Äuf'^un's'e'rer-Seite gab es Z Tote und 15 Verwundete^ Mir,'nahmen 17 Araber .gefangen, ^hre Verluste^ be^ strugÄi'.'-etwa 150 .Tote, und Verwundete..Wir,ver-j ^lvren^sehr viel Vieh. ' j | Äoch' Samstag hielt. unsere Kavallerie —.. KiE '.Erlaubnis des Rabbiners — Mache zu Pferd. An diesenvj Tage..kamen, von englischen Ofsizi-eren begleitet,, zweV SHeichs und baten um Frieden. Wir wolltew Unterhandlungen nicht aufnehmen, da wir ihne« nrchl. trauen. Wir wissen, daß sie auf „Blutrache^ 'sinnen, und . voü ihnen sind viele Leute umgekommen.^ Den Schaden, den die Kolonie erlitten hat, - habend 'wir! noch' .nicht schätzen können. j . 'D)5 Kolonie Ejn- Ch a'j ist Verb rannt. Meu-i schenverluste und Verwundete sind nicht zu beklagen.1 Auch' Kfar-Saba ist verbrannt. Menschen sind^ nicht -umgekommen. Von Chedera ist ein- Xe.ißj in Brand gesteckt worden. Die Juden haben feine; Verluste, die Araber etwa 50 Tote und Verwundetes In R.i.chlvbo th sind-zwei Juden getötet, 7 verwundet worden,.bei den Arabern wurden etwa 60 -Tote, «rtbi! ,Verwundete gezählt. Von den übrigen Kolonien Habens wir -keine Nachricht,- da .die Verbindung unterbvoihen ist. Das Organ der Poale-Zion, „K untre s", meldet^ aus arabischer Quelle, daß bereis -vor^ M-ostatey^ das . arabische „mvsfennsch-christliche Komitees^ pine allgemeine Hetzpropaganda organisiert, habe. Scheichs^ Derwische und andere arabische ßivtabeln hätten die Dorfhetvohyer aufgereizt, die jüdischen Kolonien, vörderst .Psitach-Tikwah anzugreisen. Es sei ein ge-, nauer'Migriffsplan entworfen worden und „K'untres". bezeichnet.es als außer.allem Zweifel, daß der Plaw durch militärische Experte « .ausgearbeitet worden sei, '; . M'chzurückgewiesenen Mrgrissen aus.Petach-Tikwah, fand man, daß die Araber Petroleum herbeigeürocht! hatten, um an die Kolonien Feuer zu legen. Jed^r arabische Angreifer war mit der üblichen Ausrüstung für erste'Hilfe, bestehend aus Berbandz-7-r'.q'. unfeinem Fläschchen Jod, versehen. Die Araber-Ueberfälle auf Petach- Tikwah. ' Die „Londoner Zeit" veröffentlicht einen Bericht über den Ueberfall der Araber auf Petach-Tikwah und die umliegenden Kolonien, dem wir die wichtigsten Stellen entnehmen: . Ich wurde am Montag den 2. Mai verwundet^ als ichmich auf dem Wege von Jaffa nach Petach- Tikwah befand. Man brachte mich ins Gymnasimw ' nach' TesiAwiw, das als provisorisches Spisal eingerfchtet wurde. Ms ich von dort Mittwoch früh' in Petach- Tikwah eintraf, fand jchs dort ein 5krieg'slager. In .Erwartung eines Mrgrifses der Araber hatte man bereits Dienstag begonnen, alle Vorbereitungen zu treffen. Es wurde in Eile eine Kavallerietruppe gebildet Einiges zur jüdische« DSmoNvt0gic. .Drr.vor kurzem verstorbene Schriftsteller An—skt hak eine dramatische Legende „Zwischen zwei Welten" geschrieben, mit welcher das jüdische Publikum durch die- Aufführungen der.Milnaer. Theatertruppe bekanntgemacht. wurde. DaS. Werk - Ast-—siis hat großes Aufsehen erregt, vornehmlich durch feisten stofflichen Gehalt, da der Dichter darin ein Stück jübi» scheu' PölksaberglaubenS mystisch zu erklären und dichterisch gu verklch:en sucht. Es handlt. sich darin, ebenso wie in einem anderen"... poetischen Werke An—skiö, Asmodai", um de« Dächonenglauben und den Glauben an das.Beseflensein vor» einem' Dämon. An—skis. dramatische Legende stellt dar» wie ein Mädchen von dem Geiste eines Mannes besessen ist, der nach dem Versprechen, dar ihr Vater dem seinen gegeben Hai,' ihr Verlobter sein m-utz, aber stirbt, als sie..einem mwerew Manrst versprochen wird. DaS Drama bringt dann die Zeres wome. d« .Austreibung' des Dämons zur Darstellung. Dabei toeriwt', symbolisch > die Zusammenhänge zwischen Tod u»8, Leben der Menschen zu ersoffen gesucht und Ausblicke auf datz jüdisches BpllSschicksal der SchwebenS zwischen Tod und Leben /eröffnet.'In. dem mit. reichem folkloristischen Beiwerk aus^ geschmückten. Legendenspiel An—stiS, der ein jüdischer Folklo« rfft hon'Rang und Verständnis war, interessiert diese Dar-' stellung. der jüdischen Dämonologie am stärksten. '' Es rst bekannt, daß zu versckstedenen Zeiten und fast bei allen. Völfern geistige Erkrankungen epidemischen Charakters, vorkämcnj die auf dem Glauben an böse Geister beruhten.^ Bekanntlich hat die Kirche derlei Erscheinungen nicht als nervöse.Mankheiten - angesehen, sondern als Verbindung mit dem. Teufel und feinen Gesellen urw hat sie mit Todesstrafe? zumeist Verbrennung geahndet. Ueber den jüdischen Dämonenglauben und die Besessenheit in ihrer psychologische« nnd psychopachologischen Bedeutung spricht in eine« größeren Aufsich t im Wilnaer -Tag" der Arzt Dr. Birschufskw- - YreisstuTX*» WiQQST ReSteB'MeSSB Kwl Schwan] ■/

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