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Wiener Morgenzeitung · 1921-06-03 · Heft 844 (3.6.1921) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 844 (3.6.1921)
Date
1921-06-03
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite r Freitag Wiener Morgenzeitrmg 3. Juni 1921 Nr. 844 * Die Keren HajeffoL-Aktion in Argentinien. Aus B n e n o 4 ' A i r e s wnd gemeldet: - Das Mitglied ' des' großen monistischen Aktionskomitees, .Alexander Goldstern, -ist hier emgetroffen. Er berief sofort eine Konferenz der argentinischen Juden zur Besprechung der Keren Hajessod-Fragen. Dieargenünischen Zionisten erklären, in der Loge zn Lein, die Summe von 5 Millionen Pesos für " den Keren Hajeffod aufzirbringen. (I. K.-B.) . * 3478 „Dichter" in Kiew. Der Mainische.Pressedienst meldet aus Lemberg: In Kiew rst em Fochvcrbaud. der Dichter (pDorn*> gegründet worden. Dieser neue Verband .zahlt 3478 Mitglieder. Um M verstehen, wie eine derart entvölkerte Stadt, wie es Kiew heute tatsächlich ist, ein* io große Anzahl vyn „Dichtern" aufzuweisen hat, muß bemerkt werden, daß Dichter, Schr'üsteller, Schauspieler usw. besondere Vor-rcchte der der Rotionierung der Lebensmittel genießen. Deshalb haben sich viele Leute,' 'die' kaum lesen und schreiben können, als Dichter rmtrageg lässm. D Dep.Marktbericht. ' / In der Grvßmorlthakle ist gestern siic Rindsteisch ein weiterer Preisrückgang von K 10. bis 15 iür ein Kilogramm cmgetreten. Frssches jugoslawisches Nindftci'ch kostet: Vorderes 160 bis 170, H-.ntcreZ K 180 b.s .tOO und Brat nsleisch K 200 bis 250. Die G e m ü s e z u s n h r r n sind anhaltend günstig, dagegen waren heute Kirschen ans den -VtiiiKat überhaupt nicht zn haben, Für Ananaserdbeeren wurden K 120, für Walderdbeeren K 139 für das Kilogramm veriaugr. . ' Eier waren in ganz geringen Mengen zum Preise von K ll.öO zn haben. , . , „Ws;a" . . ' Wirtschaftttche Organisation der jüdische» 2fngestssllten, II., Ödere Donauftratze 65. Im Lokal II,, Obere Donanflraße 65, gelangen zur Abgabe: Herren lu Rindsbox-Schiürrschuhe.' 1 ch w a r z, &"K 1260. e«- Herren -*■' “—*2'ns-,-‘- *•-*■.: vff er lHtft © l (I C 8, .1 ■ IV ÖJjU; — tSntffCman,;;*« uv» -wsu'.uMuy.-.n. «n« Em-ahlun?.en: A ti3 P Donn-rs-ag den % d! M.,' Kw& Freitag/den 3. d M. in der Peik von 4-.Mi-1- 7 Mr-nachnntta-zS. FrPIP |ijn,ip.''hp V'^l^o-Mihno M.,.Unto?o Ait,->arteB$tra«se 8 ribfc V Oii.tüliiTjS -ioiojhoa ^o-q-ji. -ts»r . fjohaaspioi in A’r'.en von Gofdia - - - i.-i: 15©r ¥y- E'ßö MUKW Volksoper. v Sloit den zahlreichen Bühnenwerten des französischen Opern- - lomponisten Jean N o u g u e s hat lediglich die Oper';Quovadis?* den Weg über die deutschen Bühnen gefunden. Das Buch behandelt die Chustenrurffolgungeu un alten Rom zur Zeit Kaiser Neros und schafft alle Voraussetzungen für eme effektvolle Aussiattungsoper, der Komponist versteht cs, mrt starkem Sinn für.alles Bühnenwirksame die Situationen des Textes musikalisch apszuschopfen. Seine Musik bietet handfestes Theater, geht freilich Mshr in die Breite als in die Tiefe, ist ste's geschmackvoll, aber wenig persönlich, ersetzt individuelle Züge durch bühnenmäßig-: Routine. W e, äußerlich gerät doch die 'musikalische Charaktexissik von heidnischer und christlicher Pleltanichaunug. Immerhin 'weiß dse Musik mit ungewöhnlichem Geschick sich in den Dienst der Szene zu stellen und eindringliche Bilder von mituntrer schgrfer- Plastik zu schaffen und so dürfte dieser Neue-nstudicrung. ein "anhaltender Publikumserwlg besch'.cden sein. — Der Partie der Lygia, die «inst die Jentza mit genialem Instinkt erfaßt, halte, l.eh Fräulein Rantzau ihre schön» Stimme, die Eunhke sang ,Fräulein Reich mit volltönendem, dramatischem Organ, aus dem- Apostel Petrus schuf Herr B a u m a n n eine lebensvolle Gestalt. Im Vereine mit den Damen 'S ch i m o n, H <; r st ei n und Solinger, den Herren S ch ü r m a n n, H a g e n unh Tauber boten sie ein vortreffliches Ensemble, das Kapellmeister Sterm ich leitete. Er dirigierte mit vielSchwung und Temperament, - mit . wenig Gründlichkeit — gewissermaßen inr Sinne dieser Musik mrhr in die Bkerte als in die Tiefe. Der Beifall klang 'laut und herffich. - , tld. Kammersänger Theodor L a t t e r m a n n von DresdtzM'alS Gast. Anfang' 7 Uhr.' - In der P v l k S o p e r beginnt heute, F.reiia.q, ein Richard Wagner-Zyklus mit. „D e r f l i e g e n d e H osl.l ä n d esr". ' Die Hgnvtroücn sind mit'den Damen Dlahch Saliftgeründ;dens Herren Fleischer-Janczak,Schürmann) Bandler und Fälbl besetzt. Dirigent Herr Grümmer. 'Beginn 1liS Uhr. Im D e u t s ch e n Volkstheate r beginnt.morgen. Samsläg, dle Uraufführung des. vieraktigen Wiener Schauspiels ..D i c R a r" von Hans Süstegger um 'V«S Uhr; Sonntag den 6. d.. M. die Wiederholung von Rndols .Holzers Drama eines.deutschen Mannes „H a n S K o h l.h a f e" um Vs? Uh»'. Die F r eff e i ü d i s ch e V o l k s b ü b n e bringt heute „D e r-F r e m d e", mit V c u - Z w i als Gast'm der Hauptrolle,'zur Aufführung. Anfang VsL Uhr. - Im Wiener S t a d t t h e a t e r ' ist heute, Freitag. Premiercnabend. Zur Darstellung kommt das neue Volksstück ,.Z u m g o l d e n e n S e g e n" von Brrnhard Buchbinder.- Musik.von Ludwig Grnber. Außer Hansi Rff e s e sind .noch hervorragend beschäftigt die Damen Jose'ffy. Hanimer, Sanda. , und.die Herren Ritters Kurth. Mähr,' Huge!mann?SchÜtzi Diese Vorstellung beginnt ym 7 Uhr. /; : - N e u e W iener Bü h n e. .Alexander- - Moisst svielk hegte, Freitag, zumersten Male den Sarynzew in Tolstois „Und d a s'L i ch n e nchtet ff n der*Finsterni s". Wiener Theater-, Konzert- und Kino-Messe Gestern fand in der Hofburg in den Bureguryumen dev Wiener Theater-, Konzert- und KinoM^ffe, die in der Zeit vom 4. bis inklnjsive 25..September d. I. stattfindet, unter dein Borsitze des Herrn Rainer Simons eine Besprechung statt, die der' Ausgestaltung des künstlerischen Programms galt, so weit es sich um Veranstaltungen in den Wi-ner Könzertsälm yapdelt. Erschienen waren zu dieser Besprechung sämtliche'Persönlichkeiten der" Wieffer Musikerwelt.' Man. * kam Überein, baß . bas gesamte . Wiener Musikleben .in dem , KonzertprogrqmM der Wiener Theater- und Konzert-M esse vertreten sein soll. Wiener Künstler sollen in erster Linie dazu berufen sün,--denHuhm-) der MuMfldt Wien vor ^dem zahlreichft zu gewärfjgenden auslcindischen..Publikum, zu.verkörpern und zwar in.einer .Weise,., die dem ffnlernatioualen Charakter der Meffe gerecht wird, 'so: daß auch die Mitwirkung bestimmter" außrrwähltcr Kßnstler des.Auslandes ' sich mühelos in den Nahmen des i^esamtprogrpmlnd einfügen wird. Die vorläufig eingelanfenen Anmeldungen sind derart zahlreich, daß eine besondere Jury mit der Auswahl bei; Veranstaltungen betraut werden wird. , Aus den Theatern. Im B u r g t h e a t e r gelangt morgen, Samstag, zu erhte« Prellen „D i e F e q u v o m M e e r e" zyr Auffühxpng. »sang 7 Uhr. Im' Schönbrunner Schloßtheater geht rrgey, Samstag, „D e r R a u b d e r S a b r n e r t n n e n" Szene. Striese — Herr Hugo L h i m r g als Gast. Beginn Ufo' : In der S t a a t 6 c. v e r wird morgen, ^'amStag. zn erihte« Preisen «Der Freischütz" gegeben. Kaspar—Herr GMchLssaaL.; DüiS WerbphAreau für die „Oester-' ' ' reLchif.che Legion". ' Öer Vorsitzende eröffnete gestern um 9 Uhr die Verhandlung - und vernimmt den letzten Archeklagten Kamillö ''H i n-t h^- Der - Angeklagte erzählt, daß -evwährenN-bis Krieges eingerückt war und schwer verwundet wurde.' Nach dem UEupz. -hKbo,. ti vergeblich versucht, eine Stellung zu finden, - dannschabe 'er-sichber . ' der-amerikanischen Hil-saklion betätigt und i! es,».sei ahm-gelungen, :! mehreren.früheren Kameraden, die ohne .MittelLwaren?,- Untkr-";'>Ätzupg?iv dieser Hrlssastwn zuzuwenden. .Damals 'lernte-^r/ s einige ungarische Offizzere kennen,. dw-: ihn - aufforderten, in «die ' nsgaxische Armee emzutretenL ^Er lehnte, diese ab, Worauf die -Ossiziere sagten, es bestehe m Ungarn auch kme österrslchische Legron, -Durch semen Prüderlernte ev einige Zöglmge der' 'ehemaligen Anstalt rn Breilensee kennen, denen es sehr schlecht a'.ng. Ec erzählte ihnen, daß gediente Soldaten und Offiziere in Ungaxn-gesucht wMen. s ■<T Der V o r.si tz e.g d e fragt, .den Angeklagten.Haben Sie sich dann weitcx gekümmert,. was iü.r Bewandtnis es rnit'dieser österreichischen Legion haste? — Ang..: Ja, MW sagfe ryjx.-eS.seieine unp'olstlsche 'Slcherheitsgrnppe,' die. nur dann ejnzutrelen.. hatte, ,w:nu rs in Oesterreich zu. einem neuen llmWr;.. korymeg^ tollte. Ich habe nur aus Mitleid mrt den jungen Leisten, MProlhen,v dre nichts zu essen und keine Aussicht aus. eine Existenz"l)gfjxm'^-7.. Vors.: Hgbcn,Sie sich.erkundigt,^ wer'Befehl§h-gber hiesex-Legron war?. — Ang.':. Ja, .mjaü bat mir mitgeteilt, der Pesthlshaher' ser ein ehemaligrr Kavallerieossizier, .rin .Major- . ugmezrs. Schwertnex. - - , .; ■. . 5..v , Hierauf b eg innt das Z e.u.g.e u v e.r.h ö r. Als erster Zeuge , wirb der. 16jährige. Josef Sch w-a'vz gehört. Er exzählt, .baß Angeklagter Pichler ihm-gesagt habe, daß es .den angeworbencn Leuten in Ungarn sehr grrt gehe,' rmd da sei er eben auch hinuntcrgegangem.. . .... - ....... Rudolf Strohs ch n.e i d e r war mit. Pichlekins Ge-' , sprach gekommen. Er hatte hgbei erfahrcn, daß in Ungarn, eine- Milliärorgarrisativn bestehe, die jn Oisterresch eingrerfen werde, falls der Kommunismus, zur Herr chaft-gelangt. Er sagte, ich soll' im Heiligenkreuzerhof mir den Paß chol-n und hinfahren. .. . Der. Ängeklagte- B nr o s-ch, bringt -vor.- daß .em-i.-halbes Jahr vorher..die .Franzosen, ganz offen fürdie Fremdenlegion geworben haben,, er. selbst sah, -wie hre Angeworhenen^wie Schake in.die Waggons gepfercht wurden, daß aber alles bei der'Polizei eindruckslos,-gebWew.war, . - . Zeuge K r o n e k gibt an, er habe sich für die Fremdenlegion anwcrbvsi lassen, seiaber. auf, der Reise durchgegangcn.' ugch Genua gekommen, dort vM.spanischen Konsul in Stich gelassen, worben pnd -Hann, später-, nach vierwöchigem.Arrest an die Grenze gestellt wsrden,.- Dochwarf man-die Leute ans den Waggons .hinqus und jibMeß sie-ihrem Schicksal.; (Entrüstungsrufe M. ZMrcxraM/.die d?r Vorsitzende streng rügt.) - Angeklagter R a k o n r t s ch.r -. Ich bitte, sür die Note- Armte-wurden. unter -dem. Schutz dev! Polizei genug Leute ängeworben und als bie-Leute ngch Ungarn marschierten, machte die östcrrcffchische-Polizei süx sie Platz. Als ich die Polizisten darauf aufmeslsam machte, daß es sich um Bglschewtken handle, riefen .sie mw<zu: .„Schann S', -daß; sie weitrrkommen.^ Und' da handelte -es sich doch. um. Emtrilt in fremde,. Kriegsdienst^. ffHravor-ufeim Zuhyrorravm) Varsihendev: Ruhe l Beim 'nächsten Anlaß fasse ich den Saal' räumen, wir^ sind' hier in .'keinem Theater-,. - - -. - . ' . Zeuge' Jyhann W o-l f..s g-r u-b e r ist nicht erschienen. Er :gibt schriftlich an r Ich bin m einem Kaffeehaus angeworben worden, .mit derfalschen-Behauptung, "daß ich m Ungarn landwirtschaftliche Arbeiten verrichten werde. So."kamen ich und sechs andere junge Leute nach Ungarn. Dort sahen wir erst, was man mst uns vorhatte. Herr Major Schweriner tröstete uns aber und sagte; Ich-sehe jetzt geht es euch-schlecht? aber?eK wird'euch bald sehr gnl gehendenn wenn es in Oesterreich zu den Wahlen kommt, dann wird ejne monarchistische Aktion gemacht' werden» Jhx werbetin Wen einbrechen und könnt euch dort an ' den Juden schadlos halten. Da ich nie an eine solche Aktion geglaubt, habe ich dm Dienst verlassen. Zeuge Hans S l a w i k erzWk, wie . er iflt christlichsozmlen 'Parteisekretariat, das zugleich Werbelokal war, gemustert ppb mrt -einem Paß versehen wurde. Der Staatsqnwfllt ftagtr Als einmal eine Ententekommission hinunteclam, wurde hoch die ästerreichllche Legion sozusagen versteckt? Auf diese Frage mußte dex Zeuge mst . Ja autwvnm. Der. Zeuge Max,W a-g n e r war bis zur Auslösung be* Legiyü in Zalaegerszeg und gibt AnSPnftr über die Stellnng diesev! .Formation; Die österreichischen Offiziere waren schlechter gestellt algf di: ungarischen. Es sei öfters ein ungarischer General zur In-! ffvizierung gekommen, der Stand' der Legion schwankte zwischen 2M und 300 Mann. ' ■: . ■ | Der Zeuge Georg F v ds-ch-gibt—an, er sei mit mehreren, .Zöglingen der Aastaltffn- Brtzitensee.zu-.HirH.j gekommen,^. M sich zu erkundigen,' ob sie nach Ungarn gehen sollen. Hirth hat die jungen Leute alle gewarnt/ da die Verhältnisse dort noch sehr!ungeklärt-seien. ' ■ ' . - •— -- -- | - Die Aussage des Zeugen Karl' K r e m pler wird per»! lesen.^Er will non Bnrefch gehört haben, daßdieser für die! mönärchistische -und.- auch für die kommunistische Pariei-gearbeit habe»' Dü:-Angeklagte Bnresch bestreitet dies. > '! Die'Aussage des »Zeugen Oskar-N e ü m a n n wirdebm«! -falls verlern, Dieser Zeuge hat angegeben, daß er den Ange-- »klagten Rakonitsch vom Parteileben am dteiibau kenne. Da ev -über bedeutende Geldmittel vrrsüge, habe er mittellose und Offizier^ lohne Stellung unterstützt. - ^-Hierauf wurde das'Beweisverfahren geschloffen nnd di^j iVerhandlung auf heute vertagt.' Die erste VernsAng wegen des Nichtaussprnches! ' i vdsr.-hMingt.enttBernrteU««g<'! Zum'ersten-Male sejt . dem Bestände des Artikels -VI zum. Strafgesetz, -'der von -der Zulässigkeit der - bedingten Verurteilung handelt, hÄtte sich' heute ein Verufungssenat unter dem Vorsitz detz Wisidenten Hosrates Dr. Altmann mÄ einer Berufung zn beschäftigen--die Wegen des ^Nichtaussprüchesder bedingten Verl urtt:ilunäffeingebräkht. worden'» war. \> feile ehemalig^ Beamte der Fikma CardE Jellinck, Müritz F e l d m a n n, War wo« einem'! Eiuzelvichter wegen- Betruges und Urkundenfälschung zu einem Monat Kerkers verurteilt worden. Er hatte sich eins StüMpiglie, augeeignet und damit cme Ausfuhrbewilligung,! gefälscht^'^ Mgey^das<We;l beriefen dev Stagts-qwM Aegenzu - geringer -Strafe und der Verteidlger .des Angeklagten,, Hokton 'Josef Kläger, wegen Nichtanwendung des Artckess VV Das! Appellgericht txug beiden Standpunkten Rechnung. Es hob das Urteil des Einzelrichters auf und. verurtsilte-Feldmann zu drej. > Monaten - strengen, Arrests.- Dieses Urteil wurde als ei»! ' b-e-d)i Nig-tch-js .tz-.x-k l ä r t und dem Beschuldigten eine Be», "wähxungsft'ist-ffn.vdev. Dauer von zwei Jahren zugebilligt. - Führt; i sich-Fhldmanw! Während dieser Zeit so apf. daß er keinen..gericht-;lichen-kAnstand hat, ^braucht er die Strafe nichtzuder-, : büßey-. - .Prozeß gegen den Mörder Talgat Paschas. { * - BsrUen/ 2 Juni. (Del^Komp.) Vvr hem SW)^ igerkcht fand heute die Verhandlung gegen den atmeiti*; sehen Studenten Teilirian statt, der am 15. März^ : i!r Eharlvttenh.urg'den früheren türkischen GrvßwesiNj - Ta t a ä t Pascha getötet hatte. Die' Anklage lauteti! raus iMor^ Teilirian gibt an^ daß seine Eltern, bis zw den, Massakers von 1^15 wohlhabende ^Kaufleute inz > Erzingian gewesen.seien. 1915 seien die Schulen ge--/ - schlossen worden und alles, auch seine Eltern geflohen-j . Die.'Vertriebenen wurden wählend ihrer Wanderung von Gendarmen angegriffen, beraubt und geptundert^ dabei seren seine Mutter und seine'Schwester nieder-/, g'e s ch la ge n nnd v er ge waltig t worden. Diese, Schilderung bringt den Angeklagten in' graste Er-ff .regung und er kann nur auf gütliches Zureden des!- Vorsitzenden seine Ausführungen fortsetzen. Er selbst habe, wie' er weiter erzählt, einen Schlag auf den!Ko^f erhalten und sei bewußtlos liegen geblieben-« Späterhin, fand er bei Kurden in einem naheliegenden Dorfe Ausnahme, doch mußte er auch von hier fliehen,! da die türkischen Behörden diejenigen, die Armeniers/ beherbergten,, mit der Todesstrafe hedrahten. . s ) >'d- - :?A-r AütephliMDe.sHelse der Ha?oah-Rmger. Die für-.denkommenden SonMaa projektierte Reise der! -HakoahMinaernach?-Agram unterbleibt, da der gqstgebendei Verein im letztest. Moment, telegraphiert hat,. daß er für den,!b. d.' M. kein'geeignetes'Lokal auftrerben kann. Ec verschiebt; - deshalb deck Klubkampf-auf einen späteren Zeitpunkt.! - Den Hatoah-Rmqern kam die Absage sehr angenehm, da! -sie in der näckstemZett eme Reihe schwerer Käm'ffe zu absolvieren haben, für. die rhyen eme anstrengende Reise sicherlich nicht, -vonnutzen gewesen wäre. So findet am 12. d. M. die Meister-; schaft von Wien un Ringen statt, zu der die Hakoah l£ Nennungen abgegeben hat ■. ylovatt—Germania 1:1. Der mit großer Spannung^ erwartete M?isteffschanskampf nahm mit 1:1 einen unentschiedenen A'nsgang. Berderseits würden sehr gute Leistungen geboten. Das Spiel hat nicht dw: erwartete'Klärung der Meitklassigen- Meister- > schaft.gebracht, da nunmehr Ostniark, Donaustadt und Germania i bei gleicher. Spielastzahl je 33 Punkte auswetsen. vmiiv^biu «ylv wVUliu LlUlfi Ul Ult|vl wUl|UU. nur ein Wettspiel in Wien au8; ihr nächstes AMreten erfolgt Mitte September gegen Hakoah. Dieses Spiel findet aller Vor-, außsicht nach bereits aus dem neuen Hakoah-Sportplatz statt. | Hechkwer. Heute, 8 Uhr, Spielerversammlnng beider Mannschaften. Morgen, 4 Uhr, Wettspiel der Re>erve gegen Jüdäa gufdem StraßenbahneräPtatz. Sonntag Meisterschaft gegm Unitas. V,2 Uhr. Gersthoser-Platz. Sportklub Hakoah, H o ck ey s e k t io n. Match aege«! Fünfhaus- (Meisterschaft). I. Mannschaft %ll Uhr Lehrer-Platz: - Langer. Kaufmann, Lehrfeld I, Weinwurm: Kurzmann; Nossigl, Noscnfeld, Nossig II, Lchrseld II. F. Klimf, flc'aschitz (Ersatz Stimer, Grüujeld). -- T » r »st l k s e k t i o u. Sormtag

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