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Wiener Morgenzeitung · 1921-06-03 · Heft 844 (3.6.1921) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 844 (3.6.1921)
Date
1921-06-03
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Rr. 844 Wien, Freitag ■ t eil® neu in den Erwerbst^uerkataster emgetvagenen jii5i~ schon Firmen abgedruckt. Natürlich um:, die Namen. Die dazugehörigen Mressen der Neuetablierten kommerr fcxffi hinzu, wenn die aus so „sittlich-vv-ligiös^ Weise Vingeschüchterteu den Weg zu 'deu'/Kasse-.U'-v-. ' jmnrMen Blattes igefunden haben . . / AuLomobilfallen in Steiermark. Aus Gra'z wird gemeldet: Auf der.Straße über den Erzberg, bei der S-Kurvo, . unweit - des. Wegeiu-- rLumerhauscheus, wurden zwei Drahte' der dortigen Leitung aus den Jsolatioreu-gerisseir und guer über die- S-traße ge s pa n n t. Die DräPe standen derart, daß, wenn ciu Automobil, die Todesfälle übersehend, dem -einen Draht.entrann^ es undeoingt.ein Opfer des zweiten werden. mußte. Zum größter Wück erkannte der Wegmacher die Gefahr, die umso' größer war, als die Starkstromdrähte mit Strom geladen erschienen. Er sandte sofort, um fachkundige Monteure zur Wegräumung . des Hindernisses und stellte, oberhalb und unterhalb des Hindernisses Warnungspo^ten KNf. In den ersten Morgeuftundeu passierte ein 'Gvazer Automobil die Stelle,-'wurde von den Postengewarnt und konnte die Todesfällen umfahren. Ein - zweites Attentat wurde-in Oststeiernrark versucht. Dem Sicherheitsbureau der hiesigen Polizeidirektion wurde - die Strafanzeige erstattet, daß W von Automobilen vielbefahrene Straße über Jlz anr 28. und. 39. Mai jedesmal um 10 Uhr abends herum in deu Nähe des Dorfes Gnies derart mit Baumstämmen der-- rammelt war, daß rasch fahrende Automobile urnbedingt folgenschwere Karambolagen erlitten-hätten. An beiden - Mlten wurde die ftrafgerichtliche UnterftMung eingelettet. Ein seltsamer Raubmordversuch. ' '• Ueber einen seltsamen Raubmordversuch, de» ein älterer Mann*<m einer Greisin, die er von Wien weglockte, verübt ,hat, erfahren wir: Die 64jährige Pfründnerin Marie K reib ich hatte ick Hause Greiseneckergasse 16 einen Hausbesor^rposten inne. Bei ihr wohnte seit Jahren der 56jährige Schlosfergehilft Lambert Kallert. Der.Mann half ihr auch bei der - Betreuung des Hauses.. Nun hatte die Kreibich folgende Anzeige erstattet: Sie war mit ihrer Stellung unzufrieden und. dachte an^eine Aenderung.. An -der vorigen -Woche ist nun Kallert zu ihr.gtzkoynnen,^nnd.hat. ihr.Mitgeteilt,- ev selbst habe Arbeit in einem Sägewerk in Oberösterreich gefunden' und dort' biete sich auch für' sie die Möglichkeit, als Wirtschafterin unterzukommen; sie'täte' gm besten,' alles, was sie habe/ zu verkaufen und mit-ihm nach-Oberösterreich zu übersiedeln. Der Plärr gefiel der- Kr«L-'fie'iVLNdhgte.'«mf,,--der->. kaufte ihre WohnMtzseinrichMng wn G0i000 5ktionen -und hat bantt'bem^KällÜt einen- Köffer Mit '^E'WDm^n> .Haupts - sächlich Wäsche, im Werte von etwa: lO'.ÖOÖ Kränen.übergeben, damit er Liesen Teil 8er- 'Habe.ÄS'. ^röchtgnt'.Nach sihrem - Neuen Bestimmungsort aufgeüi. Kallert'übernahm hie Sachen Und 'meldete dann, daß' er sie auf Ätz/Bahn gegeben'habe. Am 26. Mai trat Mw das Paar die Reise nach deck kücktigen Aufenthaltsort an. Frack Kteibich 'Händigte'dem ' Kalleck die' 16.000 Kronen aus dem Erlös der Möbel mit der Bestimmung trn, daß er die Kosten, der Fahrt bestreite. Am 28. Mai fuhren sie in eine Ortschaft hinter Krems — die'Frau kannte Mcht einmal den Namen der Ortschaft: Sie kamen'etwa um 10 Uhr abends'an. Me'ganze Nacht verbrachten sie bei der Station. Am nächsten'Morgen begann die Suche nach dem angeblichen Arbeitsort. Kallert schleppte die Frau stundenlang auf den Landstraßen härum. Unter immer neuen Ausreden führte' er sie über Wiesen und , Felder und vertröstete sie immer, daß man gleicht dort sein werde. Die alte Frau konnte sich' kaum mehr schleppen. Als Kallert schließlich, sah, daß die Ftau nicht weiter konnte, ließ er.'sie nicdersetzen. Kamn säß sie auf einer Wiese, als er sich' auf'sie stürzte Und sie mit den Händen zu würgen begann. Frau Kreibich hielt ihrletztes Stündlein für gekommen; sie rief: ,Hilfe! Hilfe!" und „Karl/ bitte, tun Sie mir. nichts!" In der Nähe gingen Leute vorbei; stuf der Landstraße hörte man das Rollen eines Wagens. Da ließ im letzten Augenblick Kallert von ihr ab, richtete sie ans und tat so, als fei erj erst zur Erkenntnis seiner Tat gekommen, als sie die Augen verdrehte: Er bat Frau Kreibich um Verzeihung und gestand ihr, daß er sie mit der Geschichte von der Stellung angelogeu und daß er sie um das-Geld,, das sie für dis Einrichtung bekommen hatte, betrogen Habs. Er fuhr mit ihr wieder' nach Wien zurück, gab ihr von dem Erlös noch .1800-Kronen: Auch einige Wäschestücke folgte er ihr apS; den Rest hatte er schon verkauft.. FrauKreibich klagte, daß in, den drei Tagen der zwecklosen Reise ein Betrag , von etwa. c7000-Kronen aufgegangen sei. Frau Kreibich wurde durch Polizeioberbezirksarzt Dr. Metzl untersucht/ er stellte an ihr unverkennbare Spuren des WstrgenS am Halse fest, die zusammen - eine leichte .Körperverletzung bedeuten. Nach dem ganzen Sachverhalt mußte die' Tat als Raubmorbversnch. beurteilt werden, und die Ausforschung Kallerts wurde angevrdnet. Gestern abends-gelang es einem Sicherheitswächmann, ihn in einer Branntweinschenke in der Brigittenau festzu- Nchrnen. Im Sicherheitsbureau gestand er seine Tat ein, beteuerte - aber, er mtisse in der Zeit der Ausführung nicht „beinander" gewesen .fein. Die Mordtat gab er zu nitb das lange Herumziehen mit der Frau erklärte ör damit, daß es ihm immer an dem Mute zur Ausführung gefehlt habe. Die Wäschestücke hatte er in einer Branntweinschenke in der Brigittenau der künftigen Schwiegertochter des Schenkers um 2300 Kronen verkauft. Dort wurde sie auch siuldeu. Kallert tvird wegen Mordversuches mib Betruges, dem 'Lay.d<pper.icy>L Liygelissjert .Mrde.v» ^/ ' ' " " Wrever Mvrgenzeitrrrrg - 3. Juni 1921 Seite 5 Mitteilungen ans dem Pnbliknm: Ugwnpv »WkM - k« W - Eg Ml MulüUÖI l.r Roiiimesssrgssse 8 (seit Mk Spenden für das Hilfswerk für PogrsMopfer. Emil B l u m K 1000, Dr. O.B l u m e n f e l'd kt l()0> :H e l l e r L A s k o n a s & lO.f'OO, Dr. Breuer K 3000, Arnold ' B (i r. 6 t r K 10.000, N. N. durch Dr. Taubes ll 6000. I. AlLk 0 rn 4' B r u d e r ll 5000. Karl B a n k K 1000, Brüder Ehrl ich K. 10.000. Israelitischer Frauen» erein Salzburgs 10.000, Jüdischer Frauenbund K 10.000, Dr. Karl F t e i { ch nt a n n K 5000. B u n z l L B i a ch K 5000, Direktor G 0 ldstein K 10.000, Kompaß K 10.000, Benno Landesberger K 5000, Hans <5 ab I‘K 13.000. Durch die Ifr a elitische KultuSg nttctnbt find bisher K 69.270 zuge' kommen. Als Ergebnis einer Sammlung erlegten Herr Dukatenzahler K 21.000, Dr. R i. es K 460, . Herr Dr. Fredcric M 0 ntanu überwies als Ergebnis einer 5 a.m m l u n g unter der Beamtenschaft bd'Banque Mar* moros B l a n k & (X 0., Bukarest, den Betrag von K 60.000, Frau Ernä G arfein - La s z l 0, anläßlich des Todestages ihres Gatten Leo Garsein/ K 5(000 «von Erna und Ignaz Garsein sowie Mar L u st i g und Mareell Scher» je 500).' _____ Neuaufnahme« in das Jüdische Realgymnasium. Die Einschreibungen für die I. Klaffe deZ Jüdischen Realgymnasiums erfolgen ab Montag de« 6. b S eins ch l i e ßl i ch Freitag den 10. d. M., nachmittags von 5 bis 6 Uhr, in der Kanzlei des Jüdische«. SchulvrreinrS, H., Taborstraße 20», Zimmer Nr. 1. LufnahmSand Prüfungstaxe (K 120> ist bei der Einschreibung zu erlegen. N a ch d e m 10. Juni k 8 n ü r n Sit« eldvngen nur ausnahmsweise und ohne Gewahr der Aufnahme e « t g e g e n g e n 0 m m e n werden. . * Helfet den ukrainischen Pogromopfern! Der Jüdische Hochschulausschuß.- 9. Bezirk, Türkenstratze 9, erläßt eine»' Aufruf an die jüdische.« Studenten in Wien, in welchem-diese aufgefordert werden, an dem Hilfswerk für die' .Bogromopfer mitMarbeiten.- Es soll unter den Studenten', eine besondere Sammelaktion veranstaltet weichen, außerdem aper will der Ausschuß die zur Aufarbeitung des Adressen« Materials nötigen Arbeitskräfte dem Hilfskomitee »1vt \ Verfügung stellen. Zu diesem Zwecke soll jeder Student ein ^einziges Mal vier Stunden seiner Zeit opfern. Der Hoch» "fchulausschuß erwartet, daß kein jüdischer Student sich.dieser Pflicht entziehen wird. -Anmeldungen werden jeden Dienstag u.nd Mittwoch von 11 bis 1 Uhr jm Sekretariat des -Hochschul« ausschusjes en wegen genommen, an den übrigen Tagen 'in der. Mensa-während der Ausspeisezeit. , * Wa» die „Abteilung 7" meldet. Der ..J8»p". - setzt die BeröffenUickung aus den Akten der BudapesterchAbtciluiig 7", des Spitzelbureaus Horthys, fort.' Wir ütieren hier eine dieser Meldungen: ,Jm Orpheum sang der Schauspieler Karl Ferenczh ei» schönes, patriotisches Lied. Die Christen avvlaudietlen, - die anwesenden destrnktiven Juden verhielten sich kW.- * Die Zollhinterziehrmge«. In dem Berichte über die . Zollhinterziehungen mit gefälschten Zollhastuugsschemen waren auch die Firmen T r i l l e r und Gold st ein LBibring genannt worden. Die beiden Firmen, die nickt Speditions-.- soudern Texülfirmen sind, ersuchen' uns um die Feststellung, daßsie cm den Machenschaften nicht beteiligt waren und den Zoll,- den ihnen die vrotolollierte Speditionsfirma Ernst M ay er und Godel Wasser berechnet hat, in gutem Glauben voll' bezahlt haben. * Taufschein als Bedingung für Beamtenauf, nähme. Aus Warschau wird gemeldet: Das Finanz«^ Ministerium begründete unentgeltliche Ferialkurse zur Ausbildung von Beamten sür die von Rußland an Polen abgetretene» Territorien. In diese Kurse werden jedoch nur solche Reflektanten! zugelassen, öre den Taufschein vorzulrgen vermögen-: * Die zulässige Emigrattonszahk ans Pole» «ach! Amerika. Aus W. a rsch a-u wird gemeldet: Das ameri-! konische Konsulat beginnt schon heute mit der Erteilung der Visai für dte Emigranten aus Polen nach Amerika, deren Kopsiahli für daS laufende Jahr 36.000 nicht übersteige» dürfe. DaS? Konfulat wird alle 36.000 Pässe im Berlanf von fünf Monate»/ und zwar bis 31. Oktober d.J., vidieren. * Jüdische Auswanderung «ach Mexiko. Aus; Warschau wird gemeldet: Das Zentrale Hilfskomitee für! die ukrainischen Inden beschloß die Entsendung einen Delegierte» . nach Mexiko, um sich an Ort und Stelle über die Möglichkeiten für eine jüdische Einwanderuug zu informieren. Eine Krrtturhllfe für Palüstina. Wir erhalten folgende Zuschrift: Die rn der „Histadrnih klalith Poale Erez Israel" vereinigten jüdischen Arbeitufraktionen Palästians besitzen in der „Waadat-Hatarbuch" einen Ausschuß, dem die Sorge um hie kulturellen Angelegenheiten der Arbiter obliegt. Gin Mitglied dieses Ausschusses, deflen Obmann D. Jabneeli in Jaffa ist und dem unter anderem auch Hugo Bergmann angehört, der Arbeiterführer JzchaL Schwei ge r, hatte vor einiger Zeit Gelegen« heit, ttr einem Wiener Kreise ausführlich Wer die kulturelle Situation der' Arbeiter in Palästina zu referieren. Cr' hat ohne Pathos gesprochen, beständig mtt den Schwierrgkeiten der deutschen Sprache ringend. Erschütternd aber und zur helfenden Tat zwingend sind die Tatsachen, die er berichtet hat. Der landwirtschaftliche Arbeiter PalästtnaS ist kein Mensch,' deffen Horizont über seine Scholle nicht hinausgeht, und der es sich an dem Werk seiner Hände genügen laßt. Er will seine Arbeit auch geistig dürchdringen; ihn interessieren Botanik, Biologie, Zoologie, Physik. Chemie. Geologie > alle Naturwifsenschaften, als die Lehre von den Kräften, mtt denen er beständig zu' tun hat. So gtt4 er sich nach Beendigung de« nnsagbaro harten Tagewerks nicht der Ruhe hin, sondern versammelt sich und seine Genosien um den Arbeiterlehrer. In diesen Stunden erfährt die hebräische Sprache ihre lebendigste Bereicherung. Aber auch darüber hinaus will er an der intellektuellen Entwicklung der Welt teilhaben; er ist eben Kind des Am-Häsefer. In einem Lande, dessen arbeitende Menschen ein tiefer Bedürfnis nach wissenschaftlichen und literarischen Büchern, nach Instrumenten und Apparaten, Musik und Kunstwerken haben, wo für sie Wanderbibliotheken, Museen, Lehrwerkstätten und Laboratorien eingerichtet werden sollen — in ' diesem Lande mangelt eS überhaupt an allen, auch den primitivsten Hilfsmitteln der Kultur, bis zu den SchreibmatrriÄlien und bis zum Kmderspielzeug. Jm Einvernehmen und im ständigen Kontakt mir der Waadat-Hatarbuth wurde eine Zweigstelle Wien gegründet, welche ln kürzester Zeit mtt einer gründlich organisierten Sammelaktion vor die jüdische Oeffentlichkeit treten wird. Die Waadat-Hatarbuth Zweigstelle Wien ist überzeugt, daß jeder Jud^ bereit ist, unseren Pionieren nach besten Kräften beizustehen. Trete vor allem jeder vor seinen Bücherkasten und vor seine Sammlungen und gebe/wo« er nur entbehren kann. Er hilft, ein Stück Kultur nach Erez Israel tragen! Alle Anfragen, Spenden und Anmeldungen zur Sammekhilfe sind" zu richten an den Vorsitzenden der Waadat-Hatarbuth Zweigstelle Wien, Herrn Dr. Otto Wilhelm Fränkh 19. Bezirk, Kreindlgasffse 10. * Ei« antisemitischer Exzeß. Aus Groß ward« in wird ungarischen Blättern gemeldet, daß der dortige Haupimann Cap0Ina in Gesellschaft einiger Freunde am Morgen des 24. Mai in Margitta zwei! Juden, di« aus de« Tempel kamen, und zwar den Gutsbesitzer Goldberger, und den Kaufmann Leopold Fisch, erstochen habe. Mehrere andere Juden wurden durch Mißhariblungen schwer verletzt. Der rumänische Platzkommandant besuchte die Opfer im Spttal, sprach ihnen das Bedauern deS Ofsizierskorps aus und stellte die strengste Bestrafung der Schuldigen in Aussicht. Er erklärte, die Strafe werde so exemplarisch sein, daß sie ähnliche Falle in Zukunft in der rumänischen Armee unmöglich machen werde. < y •'.. * Der «Höchstpreis für Kirsche». Wie bekannt, wurde» für den Verkauf von Kirschen Höchst-, beziehmegsweise Markt», preise festgesetzt, und zwar betragen dieselben prr Kilogramm X 35 tat großen und K 38 im kleinen auf Märkten md K 40 in dm! B'ezirksgeschäiten. Da die Wahrnehmuna gemacht wurde, daß fidr, zahlreiche Händler an diese festgesetzten Preise nicht halte», werde»! vom Klirgswückeramte der Polizeidirektion auf alle« Markte», und in allen Bezirken mit sämtlichen verfügbaren Erhebungs-; beamten eingehende Koutrollm veranstaltet. Alle Händler, welche! die vorgenannten Preise überschreitm sollten, haben beej strengsten, Strafen, de« B e r f a-t % der W a r e n und .allenfalls auch . de»j sofortige» E r w e r b s v e r 1 u st sowie auch die zeitweiliges hrhördsiche Sperrung ihres GswetbrbetriebeS zu gewärtige»/ Beef festgcstellter Preistreiberei wird überdies die Anzeige an die Ge-s richte erfolgen, welchm sohin die Bestrafung nach den strmsenl Straisätzen der neuen PreiSireibereibestimmunge» obsiege«, ES' ist daher im Interesse der einschlägigen . Geschäftsleute gelegen, die angeführten Preise genauestenS emzuhalten. wobei > insbesondere bemerkt wird, daß höhere als die festgesetzten^ Einkaufspreise beim Verkaufe nicht berücksichtigt werden, da diesfalls unwirtschaftlicher Emkauf vorbrat. Schließltch wird anck^ nachdrücklichst darauf hingewiesen, daß mit allen gesetzliche« Mitteln ein Berheimlichrv von Vorräte» zu preistreiberischeu Zwecken oder sonstigen derartigen Machmschafte« geahndet' werden würdei * Urania. Heute, Freitag. 6 Nhr (Großer Saal) Urania- \ Filme: Sport und Turnen im Film. — 8 Uhr (Großer Saal)! Schnitzler-Abend: „Paracelsus". „Lrebelei". — 7 Uhr (Kleiner! Saal) Dr. Eugeme Schwarzwald: Zwanzig Jahre Selbsthilfe.—j V,8 Uhr (Kmssaal) Nniv.-Lektor Marius Faber: Drama und! Jnszxne. — i!S Uhr (Klubsaal) Lautenlirderabeud: Amanderl Engelhardt. 1 * VolLsbildnug im Tachnisrhen Museum. deu 4. d. M., 3 Uhr nachmittaas. Führung „Die Wafferkraft- Maschinen* von N. Boroevic. Sonntag den 5. d. M., 10 Nhr! vormittags im große« Hörsaal Lichtbilovevortrag »Arbeit«-' Wohnungen" von Banrat Vr. mg. Ban«. * Wetterbericht. Gestern morgens war e§ in den Atzeni noch regnerisch, im Donauvorlande war daS Wetter etwas bester.! Tagsüber bestücke sich das Weiter allgemem, die Temperatur stieg! rasch m Dien auf 35', noch wärmer war es m Pol« und inj h« Tschecho-Slowatri. Voraussage: Morgen SchLnwetter, vvr»^ auSnchrlich einige Tage anhaltend, wärmer, zunächst Neigung zu. geringer lokaler Gewitterhildung. * srvhrpostseudunse« gegen Empsangvbestätiguuz. Die Telegraphendirektion teilt «et; Vom 1. d. M. angefangrn werde» die Rohrpostsendnngen wieder gegen Empfangsbestätig»»- der Adrestaten, beziehnngsweisc der znm Empfang berechtigten Personen bestellt. * Rückkehr nach Autzlaud. Aus Moskau wird meldet: Der Stellvertreter des VolkskommistärS für auSwärtlge! Angelegenheiten Kvrleff hat i« eurer Note an jmr Regierungen, welche noch russische Untertanen in ihrem Gebiete fee*1 Herbergen, die zurückznkhren wünsche«, nntgeteilt, daß drese Personen nur daun »ach Rußland komme» dürft«/ wen» die Regierung des Landes, in de« sie sich aushalte», darum augesucht hat mrd die rnsstsche Regierung die Eiureisebewilligvng erteilen konnte. Die Regierung sehe sich z» dieser Nachricht genötigt. weil mit den Heimkehrern in der letzte» Zeü wtsteoürch i und absichtlich G ege nr evolutionäre WS A»d ge-j schafft worden seien. . * Ein Gohn des Großadmirals Hans neumißt.! Der röugere der beiden Sähne des verstorbenen Großadmirals Anton Hans,^ der Hörer der Technik Le» Haus, ist seit bm] 26. Mai abgängig. Er hat in den frühen Morgenstunden des 26. Mai dre Wohnung seiner Mutter, der Frau Äuua Hans,. verlosten, um sich auf eine längere Skitour ins Dachstein- oder ins .Sonnblickgebiet zu begebe». Er war mit Skiern und Seit ansgerüstet und befand sich in Begleitung einer jungen Tomisti», Fraulein Eckert. ES besteht daher die MSglichkeit, daß daß j Tonnsteapaar irgendwo « de, Bergm verunglückt sein könnte. * Telephouverkehr Wie«-Agram. Wie wir «fahren.' Mit» die Arbeiten zur Errichtung der Trlephonlmie Agram-- * Marburg—Wien in allernächster Zeit fertiggestellt wer-dm. M»u hofft. d:e wm Leitung boiv dem öffentliche« Verkehr übrrgebc»!^ zn-llam». ■ ■

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