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Wiener Morgenzeitung · 1921-06-02 · Heft 843 (2.6.1921) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 843 (2.6.1921)
Date
1921-06-02
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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M», Lkormerstag mm ..— 1 3* tat Kammerspielen deS Deutschen Volks- Aeaters gelangt Samstag den 4. Juni um 7 Uhr die dreiakttge Komödie ann und F r a von Ladislaus L a k a t o S zur deutschen Uraufführung. Die Hauptrollen sind folgendermaßen besetzt: Julius Balint — Herr Lackner, Edith, seine Frau — Fr. Olly, Ändor Doroahi — Herr Jwald, Dr. Alexander Glesz — Herr Lnbl, Irwin Rac; — Herr Sima, Irma — Frl. Schilling, Stubenmädchen — Frl. Kreim. Spielleiter: Max Kiebl. * Die NeueWiener Buh n e bringt beute Donnerstag zum eilten Male „I e d e r m a n n" von HonnannsthalMit Alexander M o i s s i in der Titelrolle. In den übrigen Hauptrollen wirken die Damen Lach, Lvovsky, Eis, Neusiädter und die Herren Dießl, Egerer, Geyer, Lessen. Lovric, Mitsch, Renß. Schrecker,' Uiberacker mit; Freitag den 3. d. M. „U n d d a s L i ch t l e u ch 1 e t i n d e r F i n st e r n i s". Das Deutsche Bolkstheatev ohne Bolksstück. An« läßlich der gestrigen Generalversammlung des Deutschen Volkstheater-Vereins erstattete Vizepräsident Hofrat Dr. Glossy den Jahresbericht über d'e Leistungen des Vylkstheatcrs. Er betonte vor allem die bekannten Schwierigkeiten eines Theaterbetiiebes in der Gegenwart, stellte mit Genugtuung seit, daß es Direktor Bernau gleichwobl gelungen sei, das Ansehen des Deutschen Volkstbeaters ausrecdt zu erhalten, rügte aber, daß dem Titel „Volkstbeater" nicht Rechnung getragen worden' sei. Raimund, N e st r o y, Auzengruber werden schmerz! ich im Repertoire vermißt-, Auch sei bedauerlich, daß kein einziges Stück Karl S ch 8 n h e r r s in dieser Saison im Volkstbeater zur Aufführung gelangte. — Direktor Bernau, dem von allen Rednern der Versammlung Anerkennung gesollt wurde, verwies daraus, daß in bezug ans das Bolksstück die Produktion alles zu wünschen übrig laffe. Die Gegenwart bringe es mit sich, daß sich leider das Theater spezialisieren müsse. sonst könnte es-nicht bestehen. Er brach auch .eine Lanze kür das „neue Publikum*, dem man mit Unrecht Unverstand und Geschmacklosigkeit vorwerse. Die Freilichtspiele im Belvedere-Park. Infolge der ungünstigen Witterung mußte die gestrige FrellichiauffiUnüng von Shakespeares „Sturm" abgesagt werden. Die Ersatzvorstellung für diese Aufführung sinder cyn Sonntag statt. Dre für Mittwoch gelösten Karten behalttn ihre Gültigkeit. Die nächste Aufführung findet heute um V«11 Uhr abends statt. Nach Schluß der Aufführung Sonderverkehr bcr Straßenbahn. Heute um V-d Uhr abends findet das zweite Belvedere-Konzert (d-ese Konzerte werden bekanntlich allabendlich abgehalten) statt. Im Falle ungünstiger Wlttrrung werden diese Konzerte in die Zeremoniensäle der Hofburg verlegt. Jüdischer Musikvbend. Donnerstaa den 2. Jan: 1921. Punkt 7 Uhr abends, veranstaltet de« Jüdische Irrg-ndbund im Mittleren Konzerthaussaal einen „Jüdischen Musikabrnd" z u g u n st e n der P o g r o m o p -f e r i n der ll k r a r n e. Ausführendc: Professor Julius W o lf s o h n Mirra Sokolskaia. Karten von £ 140 bis 30 sind er' hältlich, IX., Universitätsstraße 4, Mezzanin, sowie an der Abend^ kaffe des Künzertham es. Moissi-Gastspiel. Dienstag begann Alexander Moiksi sein Gastspiel an der Renen Wiener Bühne als Hamlet. Er wurde stürmisch geleiert. Wir haben über die einr.elnen Leistungen des Künstlers während 'seiner '--frühere« Güstipiele ' mehLffich berichtet und werden daher diesmal zujammensaffend' dürübttreferieren. , rlvania. Die wirksamsten -Stellen aus Mascaarys 6»voUeriL Uustieana". dann aus Leoncavasivs „Basarzo"wird^ der am Samstag den 4. d. M-, 8 Uhr, im Großen Saaleher? Urania stattfindende ^6. Abend dir so rasch beliebt gewordenem, ..Opepnfragmcute" bringen. Bon den Mitwirkenden ser besonders Frau Rosa-W i ß g ä r b e r - P r i c e (Sanlnzza)'hervorgchobeu. Musikalische Leitung: Prof. Artur B.a r e n s ell d. GerichtssaKl. Das WerbeSrrreau für die „Oesterreichische Legion". Vor dem Schöffengericht unter dem Vorsitz des Vizepräsidenten Dr. Habietinek begann gestern die für vier Tage anberaumte Verhandlung gegen elf Monarchisten,' die hier Leute für die „Oesterreichische Legion" in Zalaegerszeg geworben haben. ' ,..w.^ Die Angeklagten sind Kuno H o yni g g, 28 Jahre alt, der.sich als Inhaber eines Zeitung-kirreaus bezeichnet. Hans N o g g a, 26 Jahre alt, gewesener Oberleutnant, Norbert A o w otZr y, 23 Jahre alt, gewesener Oberleutnant,^ ^aroSlav .Eichler, 2(1.Jahre alt; Student, Aranz M ul k eJahre, Hilfsavheiter, Josef Hummel, - 64 -Jahre^ . pensiomerter Generalmajor, Franz Buresch, 23 Jahre- Privütbsamter: Hans Rakonitsch, 41 Jahre, Redakteur ,eines^'christlichsozialen Blattes und gewesener HationalratskarrdidaL/ Orhinar T o m e t s ch e k, 28 Jahre, gewesener Oberleutnant, Kainrllo H i rt, 24, Jahre, Student, unh Hugo? Ag.g Wehrmankl des Infanterieregiments -Nr>, 1....!v ... % * legt ihnen zur Last, vorn Februar brs'Juti lÖ20:w Wiätt ohne Bewilligung der Regierung österreichische.-StaatsbüpgöAfür ungarische Kriegsdienste^angeworken und chiedurch;das.- 'Verbrechen der< unbefugten Werhuyg. begangen zu .habpn/, .Die Anklageschrift erzählt: ^Jm JuNi -1820 .hat' die-- Wiener Polizei direktton. erfahreii, daß im Annoncsinburean Pro.Patria in der -Grashvsgässo3 und bei , Rakonitsch - in der Kaisirbstraße 26 Soldaten für eine „Oesterreichische L^gr,üd--''rÄ' Zasaegerszeg angdworben werden. Cs wurde.festgestellt,' daß die Angeworbenen aus Decknamen lautende Passe, erhielten und abteilustgSweise nach Ungarn kefördert wurden- Vielen von denen, die Handgeld nahmen, wurde vorgespiegösir, sie werden irr Nstgavn öei kandwirtschaftlichen Arbeiten Verwendung finden. Sie fanden sich ber ihrer Ankunft enttäuscht Md eS gelaiig einzelnen, nach Oesterreich zurückzukehren. Sie erzählten, daß-ihnen/ als sie in Ungarn waren, eröffnet worden sei, sie hätten die Wahl, entweder in die" öfters reichische Legion einzutreton oder interniert zu werden.. Sie entschieden sich für den Eintritt und ergriffen dann hei der ersten Gelegenheit dir Flucht. Was die Behörden über die österreichische Legion in Erfahrung dringen konnten, war kurz' zusammengesoßt" fol» 2;3«nrttWl rtX. ii. gbndes: Die Gründung der Legion fällt ist das Frühjahr 1920. Von den Proponenten wurden genannt: Sin Doktor Umbrecht Alberti, ein Weinhändler Oskar Neumann und der Major Heinrich Scheible, der gegenwärtig vom LcrndeZgericht in Wien wegen Hochverrats verfolgt wird. In der Legion standen hauptsächlich gewesene österreichisch-ungarische Offiziere' und andere Miliiärpersonen, die keim Zusammenbruch ihre Existenz verloren hatten. Heber den Zweck der Legion churde^;'verschiedene Angaben gemacht. Albcctr und Neumannn Erzählten, man wolle die entwurzelten Osfrziere und Unteroffizicro, sammeln' und für den Eintritt in eine -frelnde AMee oder in eine „bessere" österreichische bereit»' stellen;!' ÄndeyDerkläWn, Hie Legion habe 'die; Bestimmung,, ak^ Ak wehrformatton gegen revolutionäre Anschläge m. Oesterreich zu dienen, insbesondere dann, wenn hier dis Rätediktatur ausgerufen werden sollte. Es fehlte aker nicht an Leuten, die den Eindruck gewonnen hatten, daß das Metzle" Ziel der Legion die r Wiederaufrichtung der Monarchie unter der Dynastie Habsburg sei. Es ganz offen die Frage erörtert würden, wie in OesterrAch einzumarsclnexon und die Monarchieherzustellen ser. . --Die Berhandiung. ..i. - Drei--Antzeklagte-< fehlen. Franz -.Mulller ist flüchtig;' und,das Verfahren gegen ihn wird ausgeschieden. Nn w o hnN-' ist nicht Erschienen.' |b AirdH^geh itzn/sin?-.seiner Abwesend ' h'eit verhandelt. Bei Abnähme^der Generalien grbt H o Y n i g gi - an, er besitze Vermögen,, H u-m-m e l -erklärt»- er hohe „eirttges ß Vermögen", Rakonitsch gibt an, er 'sei Redakteur und Parteisekretär. , : : - Angeklagter Hoynigg gibt an: Ich war Student der Rechte, bill im Jahxe J 915 eingerückt- und würde -OkerleutnänÜ Jchf'grustoeiö^dm'Ni ek?il" Zeitungsbureau, es ist aber schlecht gegangen.-.Ich war eingeweiht. habe aber nichts gemacht, sondern nur g est at t c daß bei mir Pässe erlegt und geholt -werden.. Gewescucr" > Offiziere wollten ein ' . SicherhektSkorpS gegen den BolfchemismüS ' bikden; da es aber an Mitteln fehlte, gingen sie Nach Z a laegerszeg, weil die ungarische Regierung sie' bezahlte. —- Vors.: Die Angeworbenen'wurden äuf die ungarls'chr!- Berfassung 'b,eersii.gt.- Ä.ngekl.: Ich weiß, -daß die 'ünganschen Offiziere das Lagerinspiziorteir. —■ Si o r j.r Dcmnt ist doch schon dargctan, daß die Lvgion der ungarischest^ Regierung ünteHandk- ''' : v;i v '. .Dör AngeklaTtc lvill mit dör Sprache nicht heraus,,- wes-'-" halb ihm der Vorsitzende sagt, es sei das, kein männliches ' /Verhalten. — Der Angeklagte gibt, dann-' an', die "Werber- : feiert gekommen, die' Pässe zu bestellen, es seien das Nvgga und WMGMAMtzWy -Mm Attgestellter dex Stelle/' die die Pässe.gMtMtz,tzhähe. hie Pestellungerj abgoholt und dann,, die ksiässe geliefert... ,Nogga und Nowotny haben die Pässedann nbgyholt. / W e r die Pässe aüsgestcht, Habe, wolle er nicht 'sogen. Außerdem habe er'Leuten, die nach Zalacgcrszeg gehen wollten,,gesagt, wo sie 'Pässe/bekommen.', Dse Vermittlung der , Bestellungen und Päff^ sei in Kuverts geschehen, Hamit die Angestellten nicht wissest, was Norgebt. —Staatsänwalt Doktor ' H e yd egen: Warum so geheun, wenn es erlaubte Dlstge ' sind? — A'ngekl.: Weil die Stelle, die dke Päs^e ausstellte,' es wollte. — Staats a n w a l t: Wer war das? — Angekl.: Das weiß ich nicht. }-Staatsrwnwal t: Wissen Sie,, daß es in Zalaegerszeg hieß, daß hie Fäden bei Ihnen zusammenliefen? — ^ÄN g ekl.: Wenn jemand etwas wollte, schickte man ihn zu mir.'' - "-s"-- Der Angeklagte erzählt dann, mit seiner inonarchrsti-' scheu Tätigkeit habe sein Tun für hie Legion': nichts" gemein. Angeklagter Noggo, der Sohn eines HaMtmanns, war in der. Handelsschule und ' -wurde Oberleutnant v und \ diente bis ,zum Fxühjahr 1920 - inder Polkswehr. Cr sagte:' Ich ssichte um Aufnahme in die- 'polnische, t^chechüsiche und englische Armee ohne Erfolg an, ' Ein Leutnant Frundberg .lud nuch ein. nach Zalaegerszeg zu gehen, brachte mir einen Grenzübertrittsschein auf falschen Namen und gab mir das Fahrgelo. Nowotny sagte, er fahre mit, und wurde ebenso ausyestattet. V o rs.;. Sie-haben beeiden müssen, im Falle eines Konfliktes Ungarns -füw Ungarn zu kämpfen. — Angekl.:- Das weiß ich.nicht. —. Vors.: Beim Untersuchnngsrichter haben . Sie es gesagt. . - Angekl.: LLir gingen sofort auf Urlaub nach Wien.. Der Kommandant, sagte, wenn wir Bekannte treffen, die nach Zalaegerszeg wollen, soyen wir sie zu Hoynigg oder yiakopitsch. McktzN.^4r. wir könnten die Leute mitbringen. Wir 'fuhren in 14, Tygen wieder hiy, es gefiel uns aber nicht, der' Dienst iva.r. schwer> die Kost schlecht, und nach einem Tag Ätzsienthalt. bekar^ep . wir wieder Urlaub. Ich bekam ein Pstret.,- Mf^e.fU^akonitsch^ mit. — Vors.: Sie sind dann in Wien geblieben,,,haben aber von Zalaegerszeg Gehalt öekommen. — Angekl: Ja. < Angeklagter Nowotgy war ebenfalls Berufsoffizier und trat atü 31. JäNsteE 1926 aus der Volkswehr aus. Da er abwesend ist, wird seine Aussage autz d^r MtersuchunH vorgelesen^ Er hat',angegLb>en: Er wöMsin^öie eNische/'^dWndiD^We^Wäinisch^ Armee cintreten. Dann ging er stttt Nogga nach Zalaegerszeg. Von hier' schickte sie der Kommandant Schweriner (mit-"richtigem Namen Scheible)'- zu Rakümtsch, strnd" außerdem' bekam er den Auftrag, bei einem Wiener Gemischttvcrrenhändler e! s Gewehre zu holen. Cr gibt zu, in einigen Fällen Leute noch Zalaegerszeg vermittelt zu haben.. Der Angeklagte Jarnflav Eichler gibt an, auch er sei aus Zalaegerszeg nach Wien grschrck: worden, mit dem Auftrag, Werbungen vorzunehmcn. Vier seiner Bekannten, die er im KaffeehanS Üeaf, fra^ie«' W nach den Verhältnissen bei der Legion, ob man auch späterhin wieder austreten könne. Uttd als er diese Frage bejahte, erklärten sie: Das ist gut, wir werden also auf Sommerfrische nach Zalaegerszeg gehen und einige Monate dort ver, bleiben. (Heiterkeit im Zuhörerraum.) Angeklagter Generalmajor Josef Hummel verantwortet sich dahin, er habe nach dem Umsturz trotz alter Bemühungen keine entsprechende Beschäftigung finden, und nrit seiner geringen Perlsion, sie betrug damals 800 Krönst monatlich nicht auskommest können. Staa t s a nw alt/' (zu Generalmgjor Hummel): Warum haben Sie den Leute« den Handschlag sticht ab genommen, daß,'sie gegen Oesterreich nichts unternehmen? -*- 91 n g e k l.: Ich bin ein alter Offizier und' häbs'immer' stuf Ordnung gehalten und war der -Meinung,., die' öieMacht-'und die Kraft haben, sollten £>*»« 1 nstng schäffeN. '-Die Leute sollten ebendort für Ordnung eintretep, wo das Gesindel das große/Wort führt und Terroristen aufmarschieren, j, - 'S t g a t3 a n w alt: Major Scheible, der Kommandant der Legion, ist doch Ihr Schwager' und war öfter' in Wiendä ' Mußten' Sie doch wissen, war bei .der Legion .vorgeht. — ÄstM.k (.:. Nein,. wir haben me darüber gesprochen. . . . Angeklagter Hans Rakonitsch, ' der im Kriege Oberleutnant wstrde, hat auch uachtzr-r, wie er angibt, mit'invaliden Ofsizieren, Heimkehrern und Kameraden' lebhaften Verkehr gehakt. Viele gerieten in »et« zweislungsvolle Lage, waren halb verhungert und ohne Uniforty,7stnd da wurde beschlossen, etwas gegen die drohende Gefahr deS Bolschewismus, der größten Schmach des Jahr* Hunderts,-vorzukehron, sich vor einem revolutionären Umsturzu schützen und ,jn den verschiedenen Militärorganisatioue« jiü. diesem Zwecke euch Organisation einzuleiten. Diesem ' Umstand verdankt die. psterreichische. Legion in Zalaegerszeg ihre Grüstdullg. Wy sÄlten wir, sagt der Angeklagte, unter chem damaligen NeyiMe" eine'Drdnul'gstruppe aufstellen? Wir .'konnten jä hen'Soziälde'm'okrTKn nicht sagest, gebt uns einen .-Platz, damit wir uns rüsten können, um für den Fall einer Rätediktatur über euch herzusallen. Wir mußten deshalb .mach Ungarn, dessen Regierung uns.ein Asyl bot. — Bors.: Wer hat die dieskezüglichen Verhandlungen mit Ungarn geführt? — Angekl: Das kmm ich nicht sagen. Ich wriA 'nur, daß wir für Gesetz-und Recht,' sü-riOrdnung und Sicherheit emgetreten sind. Wenn ich aus Mitleid und Kameradschaftlichkeit^ verzweifele Menschen». diestach' Zalaegerszeg wollten, zu Hoynigg geschickt ^ähe, .so war das doch knn 'Verbrechen. Wir hätten uns für den Fall eines EinschrenanS riur mit: der^HpMei' und - der' Genddrme'rie in Verkiridung kgesetzt/ -Natürlich mußten, wir die" Sache..vor den Arbeiterwaten Mhcim gältest, trotzdem -für.^die Rote- Armee offen'.'ge- -wbrdÄ-r werden^ dstpfte.? Der Angeklagte.erklärte schlirßlW-- auf die-Frage dös'- Vorsitzenden, .wer das Geld für die iOesterrei'chische.Legion hergegeben, daß hieß ein Konzern ge» ^gehen hat, der .jede .S.chu'tztrnppe gegen... Bolschewismus atofc-' 'lM)oluttoy,.,u.rsiterstMe.. Angeklagter Tomatschrk ' -gab an,, eo habe deNiFeldzüg mitgemacht und.-si'i in KriegS» ^gefangcnschast geraten:- Nach dem Umsturz habe er den Ra» ckonitsch' kenstest gelernt Und einmal von Major Scheible. der 'sich.'MÄl""Sch^vUer'.Hannhx, >ein Paket 'mit -GrensMer-;schrestsi;Wsscheiyen - übernommen. . Damit 'sei er in das christlichsoziale * Parteisekretariat gegangen und hak e in die Dcheine die Namen eingesetzt die berstS auf einem Zetteln 'verzeichnet sttären.. Um Ws es sich d«AKk handelte, Hape er .! nicht" gewußt. . > - Angeklagter Bogner -erklärte, daß er ustd.rroch drei junge Leute, mit einem Herpst, den er.im Cafe Atlautic kennen gelernt hatte, in der Meinung näch. Ungarn gefahren seien, dort zu landwirtschaftlichen Ar» gälten verwendet zu werden. ’f Angeklagter Buresch, . . der sich beim Landesgericht 2 in. Untersuchungshast' befmd?t, gab.an, er >sei hurch seine wirtschaftliche Ndtlage gezwungen gewesen-, sich in die Legion einreihen.-zu lassen. Beeidigt sei er nicht Wörden, doch habe er das Gelöbnis ablegen müssen,- nichts^ gegen den ^nnp.arlsöM' Staatzu unternehmen. Hierauf,'wurde, die Verhandlung auf -morgen vertagt,. - Sport. Wir Jttden und dev Sport. Rntolf Philipp hat eine Werbebroschüre für die Hakeah geschrieben, die für die Wiencr Zudenschäft viel Beherzigenswertes enthält. Er bringt rhr die Notwendigkett der körperlichen Wiedergeburt nÄkrr, wobei er den Verfall der jetzigen Geveratton m schaikst Worten geißek. Nicht d,e Spitzenleistung als solch« stellt er als Ziel der jüdischen Turn- und Sporiletstungen hin, sandern er-bezeichnet den Massensport als das Gebot der jetzigen Verhält-' nisse.. Bon dm KaffrehLusern und Vergnügnngslvlalen lmtt er den Blrck aut den Sportplatz und in die freie Natur. Mit Genugtuung stellt er fest, daß dre Hakoah drrse Aufgabe erkannt hat. daß rhr aber die sinamiellrn Miltcl fehlen, ihr nachznkommm. Mlt einem Aufrnt für den P l a tz f o n d s des Vereines nach Kräften beizutragen, stchließt das interessante Büchlein, Geschmackvolle Photographien auS dem Spvrtlebru der Hakoah vervollständigen d.e Broschüre. Prater Sportkl«h—Hechawer 3 :2 (1; 2) . Betdiente Niederlage der Hechawer-TMonZleitung. L)b» wohl die Mannschaft, erheblich besser sviclte als vcrgaugrnen Sonntag und ihrem Gegner mindestens ebenbürtig war, war sie infolge einer krassen Fehlaufftcllung nicht in der Lage, dies auch iiu Resuüat zum Ausdruck zu bringen. P. Weiß stalierte. rv'nßnwun plagte sich crsolglos und Deutsch war unzuverlässig un: gewöhnlich-. Bc-llkomulen befnedigcn lonnte nur Leilr und Dungler, sehr gu! auch Kopsstrln, Bank, Lauser uyd.Eckhaus.

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