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Wiener Morgenzeitung · 1921-06-02 · Heft 843 (2.6.1921) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 843 (2.6.1921)
Date
1921-06-02
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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f&WS Me«, Donnerstag »4* Wiese» Merges-ettU»- uibiuim ist festzustellen, daß der betreffende Beschluß, enthaltend die bt5 5, Ami befristeten Forderungen, die gestern auch vollkommen zutreffend aufgezählt wurden, am 22. v. M. von der G e« e r a U Versammlung des Verbandes, die int Gebäude der! LultuSgemeinde tagte, a »- s a ß t wurde.! Die entsprechende Resolution wurde auch d.er Kultuscciucinbc überreicht. Wenn nun auch sciteus der letzteren, mit! eiukr oder der andere» kleineren Gruppe der Angestellten Einzel-! Verhandlungen einzuleiten versucht wurde, so ändert dies;nichts daran, daß für den G e s a m t v e r b a n d die Lage , unverändert und die Forderungen, unerfüllt.geblieben sind. Der Mlft geteilte Beschluß mit allen Einzclhellen ist daher voll a u f st' e ch t rilfatfri 2. Juni 1921 Sette L'K Pold Hofer, I., Kohlmarkt 10, Oskar Rosner. IX„ Lackierer gaffe 9, Depositenbank Taborstraße 7 »nd bei der Administration der «Wiener Morgenzeitung". -zu bedachten. Dies: Erklärung bezweckt, im Gegensatz zu jmöglicherweise vou außenstehender Seite kommenden.anderslUaulcnbett Darstellungen . die Wahrheit feßzustellen., Wien!?. Fun» 1921. Für den Verband der Augestelliew der israelitischen sKnlwßgemeinde: Drr geschäftssührcnde Obmann: - Iosef'P! ck. PEstina-Amt, FürssrgekOMiteL für jüdische EWigrantear. Wien, II.» AirLusgaffe 3Z. n(Elche Ausruf: „Palästina-Wanderer in Not. BlutzeugenSin der ' .Wienrr Morgenzeitnng". E ' Sprndrnansweis Nr. 16 1921. vom 'ly. bis 30. M a i Dnrck Heikn Oberrabb. Dr. Chajes : Triestep.Emitzrätionsftomite: 50.Ö0U, Josef Sofer, Stockerau, .anläßlich der Rückkehr! seines Sohnes aus der Kriegsgefangenschaft K 10.000, Doktor ' Lwpolo Sofer, anläßlich der Rückkehr' seines Bruders aus der Kriegsgefangenschaft, K 10.000, Aktion der Frau Rachel- Sofer: -!J»g. Johann Krenlenezkh K 10.000, Komnrer.ualrat Max Etrauß X 5000, Fritz Georg Stciner K 4000, Topeztzner^ 1000, S.W- X 2000, Ahawath Iw», Schiedsgericht WMier-Nenbauer 1100, zusammen X 22.500. Gesammelt anläßlich der Maffeuversannnlung Hotel Post 1.19. Mai durch die Damen und Herren des Füriorgekomitees X 4750. Durch Dr. Abeles: S. G. X 10.000/ Josef GotteS- I «tarnt X 1000, K. Gottesmann X 1000, N. N. K 100, Frau | 3wcig K 200, zusammen X 12.300; d u r ch M i s'r a ch i: Mdbiner Jakob Friedmann X 1000. Rabbi S. Friedmann 1000, Dr. S. Rapaport K 1000, Wmkler K 1000, B. Jahr ];K 500, Dt. H.. Landau X 500, . S. Svitz K 300,. Rabbiner jTMlfii X 200, znsamtnen X 5500, Synagoge „Brth Israel" jiK 2SS, S. G. K 1060, S. Retter X 600, Brüder Juni |K 2000, Mirl Gabel K 100, durch Liimarm-Karlmann |:K 260, durch Klugmann - Gelber X 200, Siegmund sHorowitz X 50C0, Miriam Stern X 400, M. K 200, Dr. Käspi K 84, Jnngermann K 50, durch Herrn Perus; XVM. K'60Ö0. iJW. N. X 200. Sammlung Salomon P a ß w e g: l!Dc. M. Katz X 2000, Königsberg X 3000. Liebermann X 500, l'iJicienbaum X 500, Lust K 200, N. Spindel X 2000, Teitelbaum IjK 2000, S. Uriger K 1500. N. Pordes X 1000, Lieberman» st 200. Fellen L Rosenbaum X 3000. S. Paßweg X 800, IHirschlcr K 500, JaqveS Schönfeld X 1000, zusammen K 17.200. iDlimmer K 500, Jakob Wachsmann X 800, Salzbcrg VI, |K 250, Selma Schächter K 500, Alter Horowitz X 300. lÄqnidat'ronsstelle des akademischen Fürsorgekomiters X 446.50, h. Back VI, K lOO, A. Weiser VII, K 200, Adolf Böhm K 500, IHrbräischks Pädagogium durch Brüll-Nemriamr X H00, Gewicz MM, gesammelt durch Frau Chefez auf Sammelbogen Nummer M4. 415 X 2500, durch B. Halpernsotm X 2088, Josef Singer MM, gesammelt durch Zionistische Bezirkssektion XX: Berl IM-nschuß X 1800. durch Israel Tronrpeter im Cas6 Jrnmerb 1610, durch Frau Libe Waldmann X 1200, Frau Pctyan IX 200, zusammen X 4810, Isaak Lilschütz in, X 1000, Beitrag idrr israelitischen Kultusgrmeinde Wien X 20.000. Herr Oskar plosncr K 18 000, durch Frau Dr. Sofer: Dr. Klümel aus Warschau X 100.000, durch jüdische Tischgesellschaft Alfertzraße und Umgebung: Emil Mayer X 500, iDr. Preß X 400, Bergwerker X 200, Dr. Loewy IX.700, Ludwig Haller X 300, Dr. Karplus X 500, Gustav IHerzig X 1000. Großner X 300, Tarnay X 100. Mysz X 200, iCar X 100, Nebenzahl X lOO, N. N. X 50, Rosenfeld K 300, IDoaize X 200, Ko blitz X 400, Div. X 90, Distler X 100. Werner »K Lüt), Dr. Meißner X 100, Dr. Bauer X 50, Paula Raumann ICO, zusammen X 5790, Sammelsteüe „Wiener MorgrnzeitMlg" |10. bis 27. Mai X 28790. Sammlung Makkabi IX. durch' Frl. Waig-Weiß: N. R. K 400, Dr. Wilheim X 200, Dr. Lemberg« JK80I), Horowitz X 100, Wessely X 100, KarprleS X 200, |f. Weigl K 100, Holzer X 100, Schwed X 100. Wechsler I! 100. Pazewltz X 100, Poldi Weiß ' X ioo, Diverse 460, zusammen K 2360, Ä, G, III. Bezirk durch sHnru Markus X 1000, Sammelstelle Havvtbureau I., Bamrn-- Mlntt 24 : Benjamin Bernhaut X 1000, Mar Eisenklam X 400, iHMndrr & Komp. X 600, S. T. X 300, Jüd. Tifchaesellschast lÄserstraße X 3340. B. Gntler X 1600, Angestellte der Maawirim L«0. Charlotte Engelmanu X 100, W. Z. X 1000, Misrachi IBritrag X 10.000, Tischgesellschaft Alserstraße X 3636. 8/R. Wich Schwarzwald X 300, Abel Pann X 1000. d n r/ch «Oskar RoSner: Leiser Feigenbaum X 2000. Theodor ILmh X 800. Lese- und Redehalle X ii80, Heinrich Brandmann I» 150, JacqueS Schalter durch David Katz X 1000. Direktor \mo.t Margulies, Bukarest. X 10.000, Donath L Schottländer [X 5oo, Temvelvereimgmig X, X 200, insgesamt X 377.402.50, [W Jänner 1931 K 973.190.10, insgesamt X 1,350.592.60; Nechenschaftsbericht des FKrsorgekomiteeS vsm 1. 5änttet bis 30. April 1921: Haben : Darlebe» bc? der Coutinentalen Bank X 17.368.37, lebenden X 915.578'25, Zinse» X 73 33 zusammen X 933.019.95. ISoll: Guthaben bei der Depofitenvank Filiale Leopollvstadt |^ 201.326.78, bei der Depositenbank Filiale Mariahilf, 1400. im Vänkhans Rohathn X 42.498, Rcisebeitrag |p Emigranten und Chaluzim X 351.688, Kosten Im Verpflegung und Nnterknnst X 155.971.80, |DeSinsrktio tr K 6050, Guthaben beim Palästina-Amt X 127.S66.12, lAerztliche Untersuchung X 8700, Banlspesen vnd Prvvtstonen I» 898.99, Diverse Spesen X 2564.80, Krankenkasse und Penstons- Idechcherung K 655.46, Gehakts- und Lohnkonto X 32.500, zuliarnmm K 933.019.95. - . Wir appellieren an die jüdische OcsscnÜichkeit, »ns in lunserem .Hilfswerk für die jüdischen Emigranten nicht im Stiche »M taffen. Bernahe 1000 Emigranten, darunter Greise, Frauen |M Männer, Kinder «nd Säuglinge, Handwerker.: Aerzte, lAchniker und Handelsleute, befinden sich m der grSßten Not. I^as Fürsorgekomitee muß für Unterkunft und Berpstegung den IBetrag von X 80.000 täglich ausbringen. Die Zeit der Abfahrt I°kS Palästina-Dampfers ^Earmolia" ist b>§ letzt noch nicht deivichmt. Rasche Hllte aller jüdischen GesellschafiSkreise tnt uvt. Spende» werden ent-egmgenowme» in der Mrsvrgefielle 1^' Zulus gaffe 36, Palastma-Amt, l., Bauernmarkt St. Dr. Leo- Der deutsche Rabbiner-Verband für das Palästina-Werk. Der Deutsche Rabbinerverband faßte auf seiner Frankfurter Tagung, an dev etwa 100 Vertreter aller Richtmrgen des deutschen Judentums (mit Ausnahme der extremen Trennungsvrthvdoxie) anweserch waren, einstimmig folgenden' Beschlust: Durch' die Neugestaltung der Verhältnisse in Mlästina ist'die Hoffnung gegeben, daß " für zahlreiche unserer Gläubensbrüder dort eine Heimstätte geschaffen wird. Der Rabbiuerverband er- Üärt es für eine heilige Pflicht des gesamten Judentums, an diesem Werk Anteil nehmen und sich' an der Aufbringung der Mittel'taKräftig zu beteiligen, in der Voraussetzung, daß der AuPau - im Geiste der Lehre des Judentums erfolgt und die aufgebrachten Mttel dem 'Dienste' parteipolitischer Zwecke entzogen werden. ' ,; Eine Tagung -er jüdischen Jugendvereine in Deutschland. Der Verband der jüdischen Jugendvereine Delltschlartds hielt in Kassel eine von ettva zweihundert Delegierten beschickte F üch Vertagung ab, deren Beschlüsse unlsornehr Beachtung verdienen, als sie von einer Seite 'kommen, welche dem Nationaljubentum! großenteils völlig sernsteht. Eine» besonderen Punkt der Tagesordnung bildete die Palästina-Frage, in welcher eine Entschließung folgenden Wortlautes ernstimmig angenommen wurde:. „Me Führertagung des Verbands der jübischÄ'l Jrrgendvereine Deutschlands betrachtet die Errichtung einer jüdischen Heimstätte in Palästina als eine historische Tatsache, die parteimäßiger Behandlung. entrückt bleiben muß. Sie hofft, daß vielen in ihren Heimatländern entwurzelten Glaubensgenossen in Palästina eine auf der Religion der Väter aufgebaute Heimstätte erstehen wird, aus der belebende religiöse uud geistige Impulse dein Judentum und der ganzen.Welt zuströmen. Die Führertaguug verlangt, daß die erforderlichen Mittel in einer Weise gesammelt, verwaltet und verwendet werben, die es de» deutscheit Juden jeder Richtung,ermöglicht, sich freudig an einem großzügigen. einheitlichen Sammelwerk zu beteiligen. In dieser Voraussetzung richtet sie an die Mitglieder der Jugendvereine und darüber hinaus an die deutscher! Juden den Appell, sich an den Sammlungen >md an dem Aufbau Palästtnäs opferbereit zu beteiligen." Nach der ' Debatte über die O st j u. d e n f r a g e wurde einstimmig beschlossen, die Leitung aufzufordern, daß sie eine derartige Mmderung der Statuten m den einzelnen Vereinen vorsehe, daß auch O stjuden Aufnahme finden können. Es ist erfreulich, daß die Organisation der jüdischen Jugendvereine in Deutschland für die Bedeutung des Paläst ma-Gedankens und der jüdischen Einheit so viel Verständnis aufbringt.. Man braucht die praktische Bedeutung dieser Palästina-Beschlüsse nicht einmal zu überschätzen, aber es ist symptomatisch', daß die nichtzionistische Jugend' in Deutschland sich! dem Herzen des Judentums zu nähern sucht, während die „ausgewachsenen" Assimilanten im ,Lentralverein" aus purer Angst vor einer Anzweiflung ihres deutschen Patriotismus Resolutionen tzegen die Palästina-Arbeit fassen. Theorie und Praxis. Hoch' klingt das Lied vom braven Mann in der «Re'chspost", nämlich von einem Wirte wundermild, der alle Sommerwohnung suchenden Juden twtz ihrer verlockenden Angebote zurückgewiesen und erklärt hat: „Von dem Gelds der Juden, an welchem da§ Blut und die Tränen deutscher Arbeiter und Bürger kleben, will ich nicht reich werden!" -Bewundernd urteilt die ..Reichspost": „So handelt' ein Mann von echtem, deutschen Volksempstnden!" Dieses Lob des bäuerlichen Wirtes enthält aber zugleich' eine herbe Selbstkritik des „sittlich-religiösen" Blattes. Denn für fich selbst, das heißt kür seinen Inseratenteil, lehnt es dis gefinnungstüchtige Verschmähung jüdischen Geldes energisch ab. Ein ..Reichspost"-Leser, der diese peinliche Frage angeschnitten hat, erhält nämlich in derselben Rümmer, folgenden Bescheid: „Die Unterscheidung zwischen christlicher »nd jüdischer Firma ist bei Vermietung deS ReklameplatzeS nicht möglich; erstens, weil die erfoderlichen Erhebungen die Einrichtung eines Amtes von der beiläufigen Größe deS Wiener Magistrats zur Voraussetzung hätten, das iibrigens, selbst bei der äußersten Raschheit in der Arbeit, nicht immer die Erhebungen rechtzeitig abzu schließen vermöchte, und zweitens, weil heute bei sehr vielen der größeren Firmen jüdisches und christlicher Kapital vereinigt ist, und drittens, weil die Erfüllung des Verlangens, daß nichtjüdische Blätter nur von nichtjüdischen Firmen Anzeigen bringen, um nicht ein Schlag inS Maffer zu bleiben und mehr Schaden als Nutzen zu stiften, von der Ausfchließmrg der Anzeigen christlicher Firmen in jüdische»! Blättern begleitet sein müßte." Die „Reichspost" ist also um Ausreden, wenn eS sich um die Umgehung der von ihr selbst geprÄigten Prinzipien handelt, ebensowenig verlegen, wie die von ihr getadelten Gemeinden, die trotz offizieller Beschlußfaffungen betreffs Richtausnahme jüdischer Sommerfrischler heute schm» Jbat Leopoldstgdt gleichen? Die erschwindelten Anslmrdsguthaben«: Die Tater vrrhaftet. / In der Angrlegeudeit der Betrügereien bei Erlavgung von^ Auszahlungen war cmd, mitgeteilt, daß der Haaptschuldige v«-i schwnndeu sei und verfolgt werde. Es handelte sich um de» 27jäh- . rigen Beamten der ZentrabWechselsiubrn-Aktiengesettschaft Johann) K o tz a u r e k, ,ut Neunkirchen geboren und dahin zuständig^ IX., Mokergaffe 10 wohnhaft. Kotzaurel hat sich tm» gestern tat] Sicherheitsbureau selbst gestellt. KomnrWr Dr. Wessels unterzog »hu einem Verhör, in dem er seine Schuld z n g e-j stand. Ursprünglich halte man angenommen, daß vr sich im eine» Kurort nach Salzburg begeben habe. j Als weiterer Mitschnldigrr wurde ein untergeordneter Beamter der Devisenzentrale verfolgt. Man kannte seine» Namens nicht und wußte nur, daß er im Jänner d. I. seinen Drenstposten geändert haben sollte u«d daß sein N'ame auf . er" «digeck Ms den gesuchten Beamten hoben nun am 31. v.- M. Kriminalj beamte im Gebäude der Devisenzrntrale de» 28jahrigen Beamtendieser Stelle, Johann Steiner, Bäckenbröuulgaffe B‘ wohnhaft, ftstgenommen und dem Sicherheitsburea» öberrni-, antwortet. Ihm fallt zur Last, daß er die Blankette znr be--. trügerischen Beschaffung der Bewilligungen für Errichtung von Auslandsguthaben beigebracht rmd auch sonst bei de« Betnrg mitgewirkt hat. Steiner hat bei seinem Verhör ebenfalls sewe Schuld einbekannt. Damit »st nun die ganze Reihe be?' Schuldigen in Gewahrsank. Die MiMonenfLlschAngen der Leinorert. Wie bereits berichtet, wurden hier der angebliche Kaufmann Baruch Singer und sein Sohn, der Geschäftsführer Simon Singer, verhaftet, weil sich gegen sie der Verdacht richtete,' mit einer Falscherbande, dke in Berlin in riesigen Mengen Noten zu 600 Lei erzeugten, in Verbindung gestanden zu sein.' Baruch Singer ist der Schwager eines, der in Berlin Verhafteten,, des' Handelshochschülers Leo Engel, der gelgentlich seiner Anweesenheit in Wien auf dem Klosett der Wohnurig Singers, 20. Bezirk, Denisgaffr 20,' unter altem Gerümpel 160 falsche Noten zu 60 Lei. versteckt hat. lieber die in Berlin erfolgte Verhaftung der Falscher wird aus Berlin l-erichtet: r Die Berliner Kriminalpolizei verhaftete eine a»rs 16 .Personen bestehende Fälscherbande, die es hauptsächllch aus, die Fabrikation von falschen Leinoten abgesehen hatte und. die dank ihrer weitverzweigten Organisation Falsifikate im Nennwert von vielen Millionen in Umlauf gebracht hat. Die erste Information über das Vorhandensein einer Fälscherbande in Berlin stammt von der rumänischen Gesarrdtschaft in Wien, deren Leiter Prirrz Cantacucene, dem Sekretär des Militärattaches I. Radoi mit den Erhebungen betraute. Sekretär Radoi, der die Spur' nach Berlin entdeckte, begab fich dorthin und hat in dreiwöchigen mühsamen Recherchen gemeinsain »nit der Berliner Kriminalpolizei, vor. allem mit Hilfe des der Deutschen Bank zugeteilten KriminalkmnmffärS v. Liebermann, die Fälscher stellig gemachi, ditz Noten beschlagnahmt und den Betrieb ausgehoben. Der Auf-; traggeber war der HäMer Sußmann, her «iten um*i fastenden, nach Rumänien, Jugoflawien und Galizien reichenden Berteilungsdienst der Banknoten organisiert hatte. Erzeugt wurden hauptsächlich Fünfhundertleinotcn, die im Großen und Ganzen als gelungen bezeichnet werden können. Was sie vo« den echten Roten unterscheidet, ist die ziemlich plumpe Nach« ahmung des Wasterzeichens, das nicht wie bei den echten Noten genau in der Mitte der zwei Kreise placiert, sondern' sichtbar nach rechts oder nach links verschoben ist. Man schätzt die Höhe der in Verkehr gebrachten Jalsistkatc auf ettvch 5 Millionen Lei. ", . , .. * Das Ausbentmtgssyste« bei de« Bars« Hirsch-, Schule«. Die ^Wiener Morgenzeitlmg" hat wkdechoü die Av-j stände in den Daran HirsH-SüstungSschulen an den Pranger ge« stellt und über die niederträchtige Bezahlung der Lehrer öffentlich Klage geführt. Die Ursachen hiezu bestehen aber weiter. Seit drek Jahre» führe» die Lehr«, wie eine Zuschrift an die «Arbeit«-! Zeitung" besagt, eium »»erhörten Existenzkampf. Die Stiftung^ zahlt ihnen heute X 140 bis 200 monatlich. Alle während des Krieges gemachte» Zulagen wmde» ihnrui entzogen. Die regnlativwäßig zugestcherle» GehaltSerhöhnngeni werden seit ISIS »icht «ehr vorgenvmmr». DaS Mt-' gesuch der Lehrer vom 27. Jänner l. I. «m Erhöhnng der Bezüge wmde bis heute «ichtbeantwvrtet «ck,, wie rS heißt, vom Plenum nicht einmal in Behandln«- gezogen^ Neber das H e b u r r n mit d x m 9Ä \ 111 o « t «*j fondS weiß die Oeffeutlichkeit nichts, denn feit KriegSanS-i bruch hat die Baron Hirsch-Stistvng keine Bilanz mehr veröffentlicht. Man weiß unr, daß 80 Prozent des Dermöge«-, das die Stiftung vor dem Kriege hatte, in S ü d b ah«-' Prioritäten angüegt und daß iuf»lgedrste« der Fonds ungeheuer augewachse« ist. Die Stiftung dürfte etwa d r e ft hwndertMillione» Kronen besitzen. Jede«-- sallS.ist sie in drr Lage, ihrer Berpflichtrmg gegenüber de» Lehrern in anderer Art, als fie bisher gepflogen wird, «achznkormneu. * Kmrferenz Per Hitachduth. Die Hitachdnth Hapde! Hazair «nd Zerr« Zion in Oesterreich halte» die erste Delegiertenkonferenz der in der Hitachdnth organisierten Gruppen cm» 18. rmd' 10 d. M. ab. Die Wahl« von Delegierte» muffen bis zn« j 13. d. M. vorgenommeu werden. Zu einer Aussprache über die , Aufgabe« der Koufereuz findet Mittwoch den 8. d. M. um 7 Uhr! abends ta Sflfol, Glockengaffe 80, eine Mitgliedewers«»»' \ lung statt. Referent«: Birnbaum, Kaplan und Dr. Tartakow«. - und Damenstoff-Reste I., AdJergasse 5 .

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