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Wiener Morgenzeitung · 1921-05-29 · Heft 839 (29.5.1921) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 839 (29.5.1921)
Date
1921-05-29
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Sette 8 Wien, Tonntag Wiener Morgenzettrmg Salomo» Mandelkern — der GedLchtnisriese und Spiritist. H. Sliosberg widmet in seinen Memoiren, die unter dem Titel ,,50 Jahre ruj fisch-indische Geschichte" iuS Jüdische übertragen wurden, einen Abschnitt dem bekannten hebräischen Dichter Salomon Mandelkern. Einige seiner, interessanten Bemerkungen über Mandelkerns Persönlichkeit seien im Folgenden wiedergegeben: -' In Leipzig lernte ich Salomon Mandelkern, den S&tfüffcr des berühmten „Briefwechsels" und bekannten hebräischen Dichter kennen. Es lohnte bei dieser merkwürdigen Persönlichkeit ein wenig zu verweilen. Di« Bekanntschaft Mandelkerns machte ich in einem Kreise russischer Studenten in Leipzig, die ein eigenes Lokal hatten, wo sie ihre Zusammenkünfte abhielten iivb die Zeit mit Lesen und Plaudern verbrachten; hie und da wurden auch musikalische Abende'veranstaltet. Unter diesen Studenten verkehrte ein Mann von gedrungener Gestalt, der wie ein Handtverker aüssah. Nuffallend war nur die ungewöhnlich hohe Stirn, unser welcher ein paar große, hellgraue, strahlende Augen leuchteten. Das war Mandelkern. Don ihm hatte ich schon in Petersburg im Zusammenhang mit dem Prozeß gehört, den er mit Zeöerbaum, dem bekannten Redakrenr des ,Hameliz", geführt hatte; damals hatte man in Petersburg viel Eigenartiges über Mandelkern erzählt. Als ich ihn tennen lernte, verhielt ich mich anfangs «twas mißtrauisch; bald aber überraschten mich seine ungewöhnlichen geistigen Fähigkeiten,, die alles überragten, was man sich in dieser Hinsicht vorstellen kann. In dem Studentenzirkel pflegten wir Experimente mit Mandelkern zu machen: Man las ganze Seiten fünfstelliger Logarithmen vor und Mandelkern wiederholte sie dann fehlerlos. Ms unsere Bekanntschaft näher wurde, fand ich heraus/daß es kein hebräisches Buch gibt, das Mandelkern nicht gelesen und in dem er nicht hätj« die Seite angeben können, auf der ein daraus zitierter Satz stand. Mandelkerns Wissen war unendlich und sein Fleiß und seine Arbeitsfähigkeit waren unbegrenzt. 48 Stunden hintereinander zu arbeiten, war für ihn nichts Ungewöhnliches. Er konnte eine Woche lang bei geistiger Arbeit zubringen, ohne zu schlafen. Mandelkern war übrigens der beste Kenner des Talmuds, dem ich je begegnet bin.; Zur' Zeit unserer Bekanntschaft übertrug er seinen Briefwechsel", der später erschien und ihn unsterblich machte, ins Lateinische. Zugleich lernte er Spanisch. Fremde Sprachen lernte er nach einer svlckerbaren Methode: Er, las die Grammatik der fremden Sprache in einer ihm bekannten Sprache, dann las er Seite um Seite ein Wörterbuch und in kurzer Zeit konnte er die fremde Sprache vollständig lesen, schreiben und sprechen. - Mandelkern interessierte sich, damals besonders für Spiritismus. Er war Mitarbeiter der spiritistischen Zeitschrift, die. danrals Aksalow herausgab, und bezeichnete sich als eine der größten Autoritäten auf dem Gebiete des Spiritismus. Er kannte alle Medien beim Namen und alle Geister, die mit den einzelnen Medien in Beziehung standen. Der Spiritismus wurde bei Mandelkern fast zur Manie. Seine Erzählungen über die spiritistischen Experimente waren überaus * phantastisch, manche von ihnen so unwahrscheinlich, daß er seine Frau als Zeugin nahm. Es gab keine Broschüre über Spiritismus, die Mandelkern nicht kannte. Mandelkerns Hauptbeschäftigung w.nr die Herausgabe russisch-deutscher Ähr- und Wört^vbücher. Die Verleger nützten ihn dabei in unerhörter Weise aus nnd zahlten ihn für seine Riesenarbeit im wahren Sinne des Wortes in Groschen. Mandelkern war übrigens auch'beeideter Dolmetsch für russische Sprache' bei den Leipziger Gerichten/ was ihm jedoch' nichts einbrachte. Im praktischen Leben war'er. geradezu ein Kind. Seins Frau gab ihm des Morgens, wenn er vom Haus« wegging, zehn Pfennig, für Zigaretten mit, denn größere.Summen konnte er nicht bet sich' behalten. Er trug .stets einen Brillantring am Finger, den ihm di« Kanzlei des Zaren Alexander II. für seine in hebräischer Sprache 'geschriebene Geschichte Rußlands zum Geschenk gemacht haltenden Ring zeigte er jedermann voll Stolze Mandelkerns grenzenlose geistige Fähigkeiten machten großen Eindruck. Wenn man mit ihm sprach, so schien es, .als hätte man es mit einem Menschen'zu tun, in dem ein Dämon wohnt.. Er war eine kolossale geistige Maschine, die alles mahlte, was sie traf. Die. Bekanntschaft mit ihm hat auf mich' einen Eindruck ge-' macht, der mit keinem anderen meiner Erfahrung zn vergleichen ist. __ Jüdische Kulturarbeit in der Ukraine. f Es ist mit ein Beweis für die Lebenskraft nuferes BvlkeS, ifeif» gerade in den Jahren der furchtbarsten Verfolgungen und schwersten Leiden der jüdischen Bevölkerung in der Ukraine dort jüdische Kulturarbeit in größtem Umsang und bestem. Stile'geleistet wnrde. Gerade in der Zeit, welche die stärkste» Umwälzungen $8t die Ukraine brachte, mit denen ungeheure Katastrophe» für dl« 3atai verbunden waren, in der zweiten Hälfte des Jahres 1918,' begamr die jüdische Kulturliga ihre Tätigkeit. Sie wurde a». große zentrale Organisation zur Forderung einer neuen, weltlich« »dischm Kultur gegründet. Aus kleinen Anfängen heraus gekaitz e». in «glaublich kurzer Zeit ein graßeS Netz van jüdischen $ n 11 r und E r z i e h u ng S e n st r t«t l o n'e n ' zn Xit tonet SL enraufibe» ftUlwart« M die Rauchrequisiten 1083 Fabrikation! Tabakpfeifen,Zigarettenspitzen nnd alle einschlägigen Artikel vom billigsten bis zam feinsten Genre PHILIPP HERMANN, WIE VZZ., Htorlahljferatrasa«-66 , S^rnspreoher 30602 Tsoeh einige Auslandsvertretungen ztx vergeben. Musterkollektionen zur Verfügung. Judmheir der Ukraine zerstörlrn gar oft diese Arbeit, mit unermüdlicher Energie wurde das Zerstörte wieder hergesteklt und die Arbeit weiter fortgesetzt. Während der nun knapp dreijährigen Tätigkeit der Kulturliga sind drei Berichte über den Gang ihrer Arbeit erschienen. Aus ihnen geht nicht nur die Intensität der Leistung hervor, sondern auch die Mühe, welche bei den schleckticken äußeren Verhältnissen ausgewendct werden mußte, um die Leistung zu erzielen. Die Verhältnisse in der Ukraine haben eine Htiilang jede Verbindung zwischen dem Zentrum, der Kulturliga in Kir w und ihren Zweigstellen in der Provinz unmöglich gemacht. Erst im Juli 1920 gelang es der Kiewer Zentralstelle wieder, die Verbindung mit ihren Zweigstellen aufzunehmen. V'ele davon waren im allgemeinen Ruin itntergegangen. ES gelang jedoch. SS Zweigstellen zu anhaltender Tätigkeit zu bringen, die sich ans alle» Gebieten der modernen jüdischen Bolkskultur betätigen. Diese umfaßten, am 1. November 1929 283 Kultur- und Erziehungsanstalten, darunter 42 Kinderheime, 11 Waisenhäuser, 63 Schulen (darunter drei jüdische Gvmnafim), 5 Lchrerknrse, 23 Abendkurse, 54 Bibliotheken, 2 Volksuniversitätrn (in Kiew und Odessa), 1 Institut für jüdische Wissenschaften (in Jekaterinoslaw), 1 Lehrerseminar (in Kiew). UeberdieS Musik-, Theater-, Mal- und Zeichenschulen, 1 pädagogisches Museum und 1 pädagogische Bibliothek, 3 Berlage (Kiew, Odessa, Jekaterinoslaw), ferner Volksküchen, Kmdrrausspeisungrn, Konsumvereine usw. Das Budget der Kulturliga für die Monate Jänner, bis September 1921 beträgt mehr als 40 Millionen Rubel. Nunmehr wurde durch ein Dekret der Ukrainischen Räteregierung dir Kulturliga k o m m n u i s i e r t, ihr Zentralkomitee aufgelöst und an . seiner Stelle ein Organisationskomitee von sieben Personen, bestehend aus Vertretern der jüdischen Sektionen, eingesetzt. Damit ist unter die bisherige Tätigkeit der Kalturligr, welche für den Ausbau deS jüdischen Kulturlebens in der Ukraine so Wichtiges geleistet hat, ein großer Strick zu setzen. Denn es ist bekannt, wie kulturzerstörend, die Ueberführnng jüdischer Institutionen in die Hände der balschervikischen Machthaber wirkt. Jedenfalls ist das, was die Kiilurliga bisher geleistet, hat, beispielgebend- (Die Daten des Aussatzes sind der von der jüdischen zentralen Sckulorganisatio» in Wilna herauSgegebeurn interessaMen Zeitschrift ,Die »rue Schule* entnommen.) Die Daumpflanzunge« i« Palästina. Den Mitteilungen des HauptbureauS dejüdischen Notionalfonds entnehmen wir: Die Baumspende wurde vom sechsten Zionistenkongreß vom Jahre 1903 durch die „Kommission zur wirtschaftliche»: und praktischen Erforschung Palästinas" begründet. Sie hat zum Zweck die Wiederaufforstnng Palästinas, welche vom nationalen» sanitären, kolomalpolitischen, volkswirtschaftlichen und kulturellen Standpunkt notwendig ist. Durch, eine großzügige Aufforstung wird die Möglichkeit geschaffen,. Sümpfe, -Dünen und sonstige für Landwirtschaft üngeeignetr oder -mindergeeignete Gründe der jüdischen Kolonisation zu erschließen. Durch Austrocknung - von Sümpfen werden diese als Malariaherde unschädlich gemacht, durch eine Milderung des Klimas, durch Mehrung von Schatten ergeben sich auch dom sanitären Standpunkt ungeheure Vorteile. Vom kolonialpolitischen Standpunkt ist die Aufforstung insofern erstrebenswert, als durch sie jüdischen Arbeitern, Chaluzim und sonstigen Einwanderern Beschäftigung bei der Anpflanzung und Pflege der Bäume gegeben wird. Auch vom erzieherischen Standpunkt ist dies besonders wichtig, weil die Pflanzimgsavbeit einen Uebergang zur eigentl chen landwirtschaftlichen Tätigkeit bedeutet. Ern reichbeforsteteS Land Ämröglicht auch die Entwicklung einer großen Holzindustrie, zu« Beispiel' die Fabrikation von Kisten für Südfrüchte, von Möbeln und 'Bauholz für Hauser und Bahnbau. Bisher war das Land genötigt, .yiele Millionen für Holzeinfuhr ms Ausland fließen zu lassen! Aber schon im Jahre 1916 konnte man für militärische Baihnbaüten das Holz eines neuen EukalyptuswaldeS verwenden. Auch gewinnt das Land d»rch feine Aufforstung an Schönheit und Reiz und stärkt den Strom von Touristen aus dem Ausland. Die Pflanzungen haben eine sehr schöne Entwicklung durchgemacht. Die ersten Pflanzungen ftnfc auf dar Jahr 1908 Zurückzuführen. Es wurden Oelbäume gepflanzt, deren volle Ertragsfähigkeit aber erst nach 16 Jahren emtritt. Aber schon im Jahre 1913 begann man auch andere Früchtbäume anzupflanzen uilrm den letzten Jahren aükschliess lich Nutzhölzer, weil letztere keiner individuelle». Behandlung bedürfen. Als besonders nutzbringend hat sich der Eukalhp tuS erwiesen. Cr zieht die Feuchtigkeit des Bodens rasch an sich und dient daher der Entsumpfung. Sein rascher Wachstum ermöglicht es, ihn schon nach vier bis fünf Jahren «chzuholzen. Für steiniges Gebiet hat sich die Felsenfichte bewahrt. Mein während des Krip-eö haben di^ MaLßUNjgrK 29. Mat 1921 . Rr. 83Ö sowohl durch einen Heuschreckeneinfall als auch dadurch, dass sie in der Kampflinie gelegen waren, schwer gelitten. Der Kriegsschaden bei Ber Schemen allein beträgt 10.000 Pfund, deren Ersah jedoch seitens der Regierung zu ex. warten ist. Andererseits aber wurden neugepflanzt: I» Beer, T o ü i a 100 Dunam mit Eukalyptus und 250 Dunam auf Felsenboden von Ber-Schemen-sowie auf dem Herzl-Hügel . am Vorgebirge Kerak und an anderen Stellen beim Kinerethsee. . . . ' Noch dem Kriege, .Ende 1919, ergab' sich auf National^ fondsboden folgender Pflanzüngsbestand: 83.610 Frucht»,., bäume, .16.277 Nutzholzbäume. Im Jahre 1920 wurden, weitere .. 600.000 Bäume gepflanzt. Dre jetzige Stand der Pflanzungezr beträgt eine Million Bßiimc. Zugleich beschloß das Direktorium, den älteren Pflanzungen die nötige Pflege zu sichern, wodurch sich das diesjährige Pflanzungsbudget. auf 16L00 Pfund erhöht. Trotz aller anfänglichey ' Schwierige leiten, die bei jeder kolonisatorischen Tätigkeit auf Neuland unvermeidlich sind und wobei nicht außer acht gelassen werden darf, daß es sich wie beim Herzl-Wald in Ber Bchemen um Versuche gehandelt hat, läßt sich der jetzige Stand der Aufforstung auf Nationalfondsboden als zufriedenstellend bezeichnen. An Stelle eines Herzl-Waldes sind ihrer mehrere getreten. ES hat sich gezeigt, daß der Jüdische. Nationalfonds durch die bisherigen Aufforstungen alle Verpflichtungen den Spendern gegenüber zu ersiillen imstande war und daß der Schätzungswert der Pflanzungen bei weitem die Investitionen übersteigt. Zahlet den Schekel! Am 28. August soll in Karlsbad, der 12. Zionistenfonßtefr eröffnet werden. Diesem Kongreß fällt eine ent-i scheidende Bedeutung zu: Er soll die Grundlagen für eine neue Form der zionistischen Organisation schaffen, welche den künftigen Aufgaben des Aufbaues eines jüdischen Palästina gewachsen sein kann. Er wird eine neue Leitung der zionistischen Arbeit einsetzen und den Aufbauplan Palästinas grundsätzlich festzulegen haben. ES ist von besonderer Wichtigkeit, daß auf diesem Kongreß die österreichische zionistische Lands- Mannschaft entsprechend vertreten sei, um an der Regelungder'so wichtigen Fragen mitzuarbeiten und die künftige Gestaltung der zionistischen Tätigkeit mitbestimmen zu können. Die Grundlage für eine entsprechende Beteiligung deS oster«, reichischen Zionismus am Kongreß bildet die Zahl der ab«! gelieferten Schekel. Der Schekel bedeutet das.Bekenntnis zur! zionistischen Idee und es ist heute überaus notwendig, dass die Verbreitung des Zionismus.unter den jüdischen Massen auch in der Zahl der organisierten Schekelzahler zum Ausdruck komme, denn nur so kann die zionistische Organisation als legitimierte Wortfuhrerin. der jüdischen Sache vor den'.. Mächten mit dem entsprechenden Nachdruck auftreten. Es ist Sache aller Zionisten, den Schekel ehestens zu zeichnen unddie wemgen Tage zu einer. intensiven Schekelpropaganda zu benützen. 'Alle Vereine, Einzelorganisationen, Sektionen nsw.s sowie Inhaber von Schekelblocks werden daran erinnert,, dass' die Abführung und Verrechnung der Schekel in den nächsten Tagen beim Zionistischen Landeskomitee» 8. Bezirk, ZirknSgasse 38, erfolgen muß. Dr. Niemirower — Oberrabbiner von AttrumLnie«. Aus Bukarest erhalten wir die folgende Meid»»- r Die Repiäfentanten b« Bukarester KultuSgemeiude hielten eine konstitmerende Generalversammlung ab u«d beschlösse« bei. dieser'Gelegenhrit die neuen Orgauisationsstatnten, welche iw, Prinzip von der Regienrug genehmigt wurde«. Laut Statut ist der höchste jüdisch-religiöse WärdmtrLger der Oberrabbmrr. 9»^ der imposantm Versammlung, welche unter Teilnahme des! Königs stattsand, wurde der Zionist Dr. R i e«i r o » zum Obermbbinrr gewählt. ' Unter dem Eindruck dieses Ereignisses beginnen auch in den Provlnzstädten die KultuSgrmeinden mit einer Organisierung «f^ moderner Grundlage. - Die Rabbiner halte« am 31. Mai mrd 1. J«m mten LändeZkongreß in Bukarest ab, in welchem Dr. Niemirower präsidieren wird. Minister Goya hat sei«« Teiluahme an demselben zugesagt. ■. ' ' (Die ErnennMg Dr. R i e «i r o w e r S, ein^ alteist , verdientm zionistischen Vorkämpfers, ist für die indische Sache in Rumänien vo« besonderer Bedeuinug.) Die Affäre Segr^. Eine nene SkemdnlaffLee. stllaikand- 38. Mai. Wie der ^Avant»* mittrilt, war m Züsammenhaug mit der Affäre deS verhafteten Generals S e g r 4 seinerzeit vom Minifierpräfideuten Nitti eine Untersuchung gegen das Gu- Md Ausfuhramt in T r i e st eingeleitet worden. Diese hatte schwerwiegende Eatsacheu zutage gefördert, die der Oeffmtlichkeit milgeteilt werden sollten. Inzwischen wurde jedoch ü b er , hö Heren Einfluß die Angelegxnbeit vertuscht. Der »Avanti verlangt von der Regierung eine Auiklarung des Vorfälle- und richtet a« die Minister Facta und A l e s s i o bi«: offene Frage, welche Haltung sie zu der «euesten Skandalassöre chmehmr«. - Falsche L«i»ote«. GLMrn haben PoUzeiorgane in der Wohnung deS HLttdel^ggenien Baruch S-k n*ger, Denisgasse 19» eine HauS« burchsuGing^ vorgenommen. Der Genannte und sein Sohn. SimoN Singer, Teilhaber eines Schuhgeschäftes, wurden in Mrw-tzr^sMa^

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