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Wiener Morgenzeitung · 1921-05-29 · Heft 839 (29.5.1921) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 839 (29.5.1921)
Date
1921-05-29
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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M. vsS Wien, Sonmag Wiener Morgenzeirüng Üngaruverekn, da sie infolge' der jüdischen Majorität den Arier- Paragraphen nicht einführen können, ihrem Schicksal zu überlasten und einen neuen großen" ‘ a r i s ch e n Maghareuverein zu gründen. Und so geschäh's. Das neue arische Gebilde heißt: ^Sflnkt Stephan» Berkin", steht unter besonderem Protektorat der Gesandtschaft,. in deren Gebäude der Verein seinen Sitz Hai und ist rein arisch, natürlich nur, was die Mitglieder betrifft. B^i der Entgetzennähme von Geldern ist er bei weitem nicht so heikel. Ex .überschwemmt nicht nur die Wiener fremden.Missionen mit Schnorrbriesen, auch die Wiener „jüdischen" Banken und sonstigen Unter-. nehmungen können ihreck Schicksal nicht entgehen und. sie . geben, geben, wie sie für jüdische Zwecke'' nur sehr selten zu. gehen pflegen...; Und die armen Juden im Ungarnvrrein bleiben^ allein, mutterseelenallein. Vielleicht dämmert ihnen; in der Einsamkeit . die Erkenntnis auf, wie unwürdig es ist, Wachposten eines Volkes gu seindem sie nicht angehören und'^ das sie ' längst preisgegeben hat. „ ' Die MflöbinerfMiki^ FeLnKet. Bon geschätzter Seife erhalWt wir die folgende Zuschrift: In Sachen der wegen Banknoten fälsch ung verhafteten Brüder Fränkel ersuche ich Sie, M Namen her hier wohnenden Stryjex Juden um Veröffentlichung folgender Zejlen: Der Vater per Vor-, hafteten war nie in SL ryj Ra b b irrer, hat m der Gemeinde nie irgendwelche religiöse oder ehren-? amtliche Funktion ausgeübt. Seine Söhne haben gar kein Anrecht, sich RabbinatskandidaLen zu. Nennen, da ihnen jede Vorbildung, sowohl profane als anch religiöse, fehlt, Sie sind Analphabeten. Wir ( haben uns.. .auch. ,an pH Kuftusgemeinde Gtryj uw/eiMMchtigsMung'im püanaMführten Simre ^ewerrdeh'.' .. ... . Es wird jedoch sicherlich Ihre Leser interessieren, ttuW fylgonde > Einzelheiten, -zu - .erfahren: - Vor zipßa. zwanzig'. Jahren - ist .-J o n a.. F r ä n k e l- -tjtit Familie im-Stryj aüfgetaucht, und hat. sich als „W u n d e rr a-b bi«'' ausgegeben, Dg seine sittlichen., und geistigen Qualitäten sehr bald durchschaut wurden, machte-sich unter.der Stryjer Jrchepschaft eine Mrke Abwehrbek«gMg. Menp,.Er zyg. auch in'eine, nur pon Bauern, bewohnte Vorstadt, prn den Juden aus den Augen zu kommen. .Seine jetzt verhafteten.. Söhne fanden auch trotz ihrer Äufdringlichkeit ^ine Aufnahme in Pen bürgerlichen Kreisen, Jvna Fränkel stammt aus irgendeiner russischen Kleinstadt und verlegte sich aus Kurpfuscherei. Er - verstand es, durch Inserate in mnerikanischen.und südafrikanischen Zeitungen die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. In Rußland und Litauen arbeitete er mit Flugzetteln... Gr schei nt auch.. durch. manche Bauernd und Hausmittel,. Erfolge erzielt zu haben, den« bald war er-„Valutakönig". Patienten aus den entferntesten Gegenden strömten ihm zu, Dollar und Pfund (auch im Frieden keine schlechte Vgluta) waren der Lohn.. JÄoch auch die Behörden wurden auf ihn aufmerksam, und. er ' harte wegen Kurpfuscherei mij den Strafgerichten manchen Strauß auszufechten. ... Gr . wollte Gtryj perlassen, da ihm her Boden . zu. heiß wurde, da kgm der Krieg, und Herr Fränkel mit Familie zog nach Wien. Wie weit seine Gewissenlosigkeit geht, erhellt daraus, daß er es wagt, sich einen Titel 'beizulegen, dessen berechtigte Träger sicherlich über den Verdacht einer Banknvtenjälschung erhaben sind. v , ■ * Aus dieser Zuschrift geht hervor, daß die Bankuytensälscher Fränkel dunkelster Herkunft sind, weit davo n.entfern t. „Rabbinats kandidaten" tzu sein. Für unseren Teil bemerken wir aus diesem traurigen Anlaß: Das' bewußte Judentum lehnt es ab, nach Art der assimilatorischen Epigonen, de- und ( wehmütig den lauernden Judenhassern zu beteuern,' daß nicht alle „Israeliten", so sind, wie hie jüngst sestgenomMnen jüdischen Gauner, und Falschmünzer, oder gar, wie es die' famosen „bodenständigen" Biedermänner versuchen, das ganze östliche Judentum mit diesem Abschaum der Menteurer. und Schwindlet zu identifizieren. Muskelstarke Völker zeitigen naturgemäß Ausbünde tierischer Roheit: Hugo Schenks,. lPvgrvmbanden, alkoholisierte Mörder. Ein Volk, das durch Jahrhunderte von seinen „Wirtsvölkern" aufs Geldgeschäft gedrängt ward, muß Auswüchse der Profitgier, der skrupellosen Sucht, Reichtümer zusammenzuraffen, naturgemäß hervorbringen. Aber wichtiger als diese Feststellung ist uns' die Aufgabe der Reinigung,' die Bekämpfung diesed Schande, an der vor altem unsere Peiniger die Schuld tragen. Hand in Hand mit dem großen Werk der zionistischen Bewegung, wekche Hie Rückkehr zur Urproduktion, die Befreiung der' Judenheit aus dem Unheil der anomalen Schichtung herbeiführen wird, muß - die rücksichtslose Ausmerzung aller Besudlet der Mischen Ehre von dev Gattung der jüngst erwischtem Gauner vor sich gehen. Das jüdische Volk, LU dessen Wiederaufrichtung die Ostjuden so Großes geleistet haben, die de,n Boden Palästinas mit ihrem Schweiße, düngten, bis sie aüs StubEn M Mäklern Bauer n gewvrhen waren,.die.uns.die großen Mziyher Mchad'. Ha.a m, P i.al.ik'und Pe r«e.z ßescheW haben, die, T s ch l e n y tv uyp ft s.s i s ch k i n, . S o, k o l o,W -Utü».. Äei.tzmann. -heMOrachten,Yehuda und.' Cha.je.s, mirifen den Ab fchgum.^ der WHreDrischdit Abenteurer aus sich' aus sch e idem.. Uittcilungcu ans dem Hlblllum: 8te»L Ziemer Josef Schwarz - ' Wien, X.- > ' Wien, II. ‘ Verlobte mi Mai 1921 - Anny Frisch Salo Weinfeld : Verlobte, . «si Wien, im Mais ZUR VERLOBUNG ' ^es Frl. Ilse Biedermann mit-Herrn Max Hüterer -H- - gratuliert heimlichst' . 896 ü. innen-; Dekoration in grösster Auswahl. Nur gediegene 619 Erzeugnisse.. Bernhard Steiner ISleo, V1L, SiebeMerng. 1 d. 2 (Ecke Karl Schweighoferg^sse). Feinster Sajdcoamg «14000 aus bester. FrlsdcnS' . _ v/are nur bei «LM8LKLLK, s., Singersftrasse s VI.MAR1AHIIFERSTRASS51Y5. Grösstes, bpsisortiertes Lager Wiens, in Teppichon, Deeken, Vorhängen, Ueber würfen, Lauftoppichen, Stores, Doppeldocken etc. Billigste Preise. 8540 OB1L ante Vl!.,Schottenfeld!!.24 7— Telophoa »D-l-OS — GRÖSSTE AUSWAHL IH LUXOS- UND STIL¬ MÖBELN MÄSSIGE 1 PREISE |; 440 I RSLLilNTEN, Perlen, Goid, Silber,Platin n.Uhren kauft und verkauft -***. 776 ETTER Boteatnrmstr. 23, Mariahllferstr. SS Grösster und bester Käufer Wiens «so Sri!EaBife«i? Fehlen JuweIen,Ede!3teinhäntHerßabiBiow5tsch,Juwelier i. Maximilianstrassö 5 11. 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Löwit, I.» Rotenturms^rasse 22, »Aido“, II., Taborstrasse 5, beim Portier des Oewerbevcreines und an der Abendkasse. 7613 * IM ABGRUND ROMAN *■ ’ . VON JAKOB FINGERMANN PREIS 12 MARK / ZU BEZIEHEN DURCH ALLE BUCHHANDLUNGEN UND R. LOEWIT VERLAG, WIEN, I., FLEISCHMARKT 1 Sammlungen -er „Wiener Morgen- Zeitung". Spenden fürPogromwais en: M. Tschernischer L 590, Siegmund Drjllmann K (bisher K 14.439). I : * | Fü r j ü d i s ch r K r i e g s b l i n de: Siegmund Drillmann K 590 (bisher K 10.595)'. FürPogromopfer: M.Tschernifcher K 509, Sammlung durch Herren Gewitsch, Fischzang und Auer vpn d.er^Kommerz- und Diskontbank, Filiale, Wien. K 4690, Ungenannt K 150, Erste Wiener Damvfwäsiherei A. Weiner .K 2900,. Oskar Schladmich H 590, Dr. 'Isidor Schaßt K 299 A. P. XVI., K 100, Zäzilie Bauer' K lOO/^ötifN' liche und jüdische Angestellte eines Unternehmens im H.' Bezirk K 2750, Dr. G- H. X 100, Sammlung durch Herrn .Julius '. Grüner in Graü von Direktor E. B. unter ^Gott schütze unsere Mary" L 10.009, Paula Kohl K 100, D. F. K 1000, Gisela Reiff K 100, D. K. K 100, Dr. Ernst Steiner, IV., K 100, Anton Rosen, V., K 50, Sammlung jüdischer Handelsakademiker' dmch Herrn S. Trnnmbaum K 900, Sammlung Le'o - Rnsdner! K 640, Efraim Gelbart, ft., K 200, Hermann Gelbart, II., K 200j Hermann Glück, II., K 100, Samuel Goldmark, II., K 100,1 Sammlung Fräulein Horowiy, Herr Schrmdl, anläßlich Hochzeiii- Fräulein Paula Kohn-Dr. Hermann Achrenwch X 5850, Hans-. Schwenk K 100, Dr. H. U. X 100, »Kaninchen" X 100,! M. Kupfermann X 50, Eugen Hoeflich «nd Frau X1000, Doktov Rudolf Sinnreich X 1000, Ludwig Dato X 300, Tischgesellschait'- . der Pension Horvath, L, Lichtenfteg 2, X 380, Boruch Rabvj/- Liesing, X 3OO, Dr. Leo Löwenfohn, VIII., X 102, Adolf Brick Brünn, Xö 190 (bisher X 42.208 Md XL IW.!' riri! rv IHA (A; u " F ür P al 8 sti n a -E mig r - n t t» rn o t: Uzeret X 100, M.P.X 60, ungenannt X 20, Frau Helwirigz X 300, Lazar Sandler, IL. X lOOO, Artur und Klärchen Sandlers II., ihre Ersparnisse X lOOO. Dr. Isidor' Schallt . X 8O0.>. B. W. X 200, Siegmund Drillmann X 500, Brüder Lisstanstys X 2000, Dr. Heinrich Fast X 1000, Dr. Jmmerglück X 1000,! Dr. Friedmaun X 1000. Dr. Bernhardt X lOOO, Theodor Rix, X lOOO, S. E» Michelstädter X, lOOO, Dr. Berger X lOOO, Ludwig Klng X 5OO, Dr. Schubert X 5Y0, Ingenieur Schön! X 500, Armin Hoffmarm K 500, Salzmanu K 400/ Dr. Hoffmarm K 200, Robert Kien R 200, M. X 800, F. Hahn K 100, D. F. X 600, M.' X 100, N. N. X 400, Dr. Ignaz Eisenstein m Sachen Feil-. Hirsch X 600, Dr. Abeles X 100, Benedikt X 50, I. Blocht X lOo, P. Bloch X 100, Dr. Brod K 400, Butterweich X 50r‘ S. Fried X 30, Dr^ Fuchs X 60, Ingenieur Gelder X 60/ Gewiksch X 1OO, Dr. Goldberg X 50, L. Goldberg X 500,' Dr. Günsbera X 50, Holzer X 500, M. Horensteiu X 3OO,' M. H. 300, Dr. Lewanon X Dr. Schmitz Spitzer X 1OO, Ingenieur Steiner X 50. K. Steiner X 10O- Dr. Wallner X 50, Weiß X 1OO, Ingenieur Winter X 60,^ Dr. Wolfmann X 100, Zelnck X 100. Dr. Granbart X lOQOj Fritz und Otto Karpeles X 500, Max Kasfl X 300, Klarä - Fayler X 1000, Nathan Katz X 2Y0, Moses Wahl X 100, 3&i X 100, Ingenieur Luft X i00. Adler X 20, Wrgner X 100' 'Schiffmann K 60, Dr. Geschwind K 100, Göldbetg X 10k» tuffek X 100, Tellyeim X 100, -ky X 290. David X100, Doktoy chiffer X 50. Stein X 100. Preßner X 200, Dr. Fuhrmann! X 50. Ty X 10. L. X M. Dr. Gartenberg-Artist X 1000. Max Liebermann X 800, Läufer X 20, Gärtner X 20. Weidenfeld X 500, Geiger Milo X 800, Jser X 400, Bernhard Treistrv K lOOO, Frau Stein K 800, D, Bodenstern K100, Teffer.X lOOj , Deme .X 200, Grüß X 190, S. Barock X 100, Oolnar X 100J 20' Bleier K M. Jellinek K 100 wisbex! K; S8.950L 66 5 1995344291

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