Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1921-05-26 · Heft 836 (26.5.1921) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 836 (26.5.1921)
Date
1921-05-26
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2979076-2979773-2979915--07685-2993760
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Jfe 888 Weit, DvMttsras Die 3«sel B«V. WHHWgiM, 25. Mai. (Funxspruch.) Bon der japü- UsHen Regierung ist eine befriedigende A N in der ftwtgß der Insel Yap. eingeMnLt. . Etz; Tagesbericht. Die Wie»er Tagung des Zentralrates der jüdischen Welthilfskvuferenz. Gestern wurde im Säule des GewerböveremS die 8/rgung des Zentralrats der jüdischen W--lt.- tzilfskvnferenK von Karlsbad eröffnet.'! 8l« der Tagung nehmen folgende Mitglieder teil: gtt Mozkin (Paris), Professor Simonsen (Däne- Mrk), Mg. Farbstein, D'r. Klnmal, Bürgin (Polen), Iefrvjkin, Dr. Klee (Kerlin), Höchberg (Südafrika), El. Kaplan, ALg. Hellmann (Riga), Dr. E. Margulies (Tschechö-Stywakei), Oberrabbiner Dr. EHajes, Anitta Müller, Doktor M. M'. Gelber (Ostgaliziein), Ing. Ml. Temkin Dr. M. Krämer. . , . Stuf der Dagesvrdinung stehen:. 1. Berichte, g. Kinderfürsorge, 3. Emigration, ',4. Reorganisationsftage. Der erste Sitzukngstag war den Berichten über die bisherige. Tätigkeit gewidmet. Die Tagning, welche sticht öffentlich' ist, wird am 27. b!. M. /geschlossen. Mr werden .über die Konferenz zujännuenhängend berWen.) , * ... .' Im Anschluß an die gestrige Konferenz fand eine Versammlung statt, welch's das Wiener Hilfskomitee für die Pogromopfer mit den Delegierten des Zenträlrätes der Velthilfskonferenz' vereinigte. Nach einer Begrüßung durch den Vorsitzenden Kultuspräsidenten D'r. Pick erstattete Doktor! Markus Krämer einen instruktiven Bericht über die bisherigen! Erfolge des in Men gebildeten Hilfskomitees. Me Wiener Mion bilde einen Teil der großen .Hilfsaltion, streiche tot der ganzen Welt einsetzen soll. Auf Wienwurde besonderes Gewicht gelegt, weil es noch immer in gewissem Vinne ein Zentrum bilde und beispielgebend wirken müsse. Dies Leweren auch verschiedene Zuschriften, darunter 'solche stns dem Ausland. Es gehe darum, die Lasten 'des täglich strneuten Judenleides auf die Schultern der gesamten Jubenschast der Welt zu verteilen. Nach Erlassung des Aufrufes seien bon verschiedenen Seiten Gelder eingelausen, das meiste schon lauf Grund des Aufrufes selbst. Bis heute: seien zirka zweieinhalb Millionen Kronen ausgebracht und die Arbeit stehe krst tot den Anfängen. Aus der ganzen' .österreichischen Provinz seien Gelder eingelangt, auch' aus Deutschland, Jugoslawien tatb der Tschecho-Slowakei. Auch auS unbemittelten Kreisen kaufen Speitden ein, aus der Beamtenschft usw. Die Beamten her israelitischon Kultusgemeinde hätten sich verpflichtet, einen Teil ihrer Junibezüge der guten Sache zu widmen. Auch getaufte Juden und Nichtjuden leisten verschiedentlich Beiträge. Viele Spenden laufen auch aus Ungarn ein und die verschiedensten Anregungen, die das Komitee erhalte,, bewiesen bas lebhafte Interesse, das man der Aktion entgegenbringe. Auch 'für die Pogromwaisen hätten sich verschiedene Familien und 'Einzelpersonen gemeldet, die die Kinder versorgen wollet!, doch fei die Aktion sehr schwierig und bedürfe besonderen Taktes. Auch die Bekleidungsaktion habe in befriedigender Verse dirrgesetzt. Redner illustrierte seinen Bericht durch verschieden« Daten, welche dem lebhaftesten Interesse. der Versammlung begegneten. Pros. Simonson (Kopenhagen) bespricht in längeren Ausführungen die jüdische Brüderlichkeit,. die sich-, immer ttt Zeiten der Not zeige. Mozkin brückt seine Freude, darüber aus, daß Men, welches soviel Elend gesehen' hat, sich' zu einer 'Hilfsaktion entschlossen habe und daß .alle jüdischen Richtungen hier Zusammenwirken. Diese Leistung loerdc. aufeuernd wkrken ans das Judentum der anderen Welt. In Fragen der Hilfe müsse es ein vereinigtes Judentum geberttDoktor E. M a r g n l i e § (Leitmeritz) weist daraus h in, . daß. der Gedanke der Bolkssteuer zum Durchbruchkommen. müsse. Das Gefühl der Verantwortung für jeden Einzelnen/ müsse beispielgebmtd wirken. Die Tschechö-Slowakei.' werde '/ das Wiener Beispiel nachahmen. Dr. K l ü m e l '(Warschau). entwarf erschütternde Bilder aus dem FlüchttingSelend. Dvsior Klee '(Perlin) betont die Gäfühle der alljüdjschenv SMbarität. Dr. Rappaport erklärt naurens des/ Misrachi, dessen volle Bereitschaft zur Mitarbeit. Namentlich wolle sich dieser Um die Adoption der Waisen bemühen. Hoch'berg (Südafrika) berichtet in englischer Sprache iiber die' großzügige Aktion der südafrikanischen Juden, welche bereits bedeutende Summen aufgebracht haben,' um eine große Zahl man Waisen 'zu übernehmen. Mer in moralischer Hinsicht bedeuten die Kronen der Wiener Sammlungen ebensoviel wie die südafrikanischen Pfunds. Frau Anitta Müller berichtet Über die Ergebnisse ihrer Propaganda reise in In goslawüeu, wo d§ gelungen sei, die Aktion fitr die notleidenden Winter Kinder mit jener für die Pogwrnopfer zu verbinden. In allen Städten Und Städtchen habe man gewetteisert, um das Möglichste zu tun, nirgends habe sie Pr bitten brauchen und überall. h<cke man ihr gednkt, daß sie es den Juden Jugoslawiens ermöglicht habe, ihre Pflicht zu erfüllen. Schließlich, wies Rabbiner B er mann, dem es gelungen ist, aus der Ukraine W entkornmen, darauf hin, daß auch' große WohlfahrtZ. Mvnen nicht genügen, daß vielmehr die einflußreichen feinste engli S&tjent* Mvrgertzerrrmg : 26. Mai 1921 --.M- ■ -yy.s Jude« alle ihre KräfLe aufbreten müßten, um den in der blut- ,getränkten Ukraine zurückbleibenden Brüdern Hilfe zu bringen. Mit Worten des Dankes schloß Prof. P r ck die Versammlung, welche dem Hilfswerk für die Pogromopscr sicherlich neue Sympathien gewinnen wird'. Die gestörte Palästina-Wanderung. Das Präsidium des Zionistischen Landeskomitees beim britische« Gesandten. Zufolge der verfügten provisorischen Sperre der palästinensischen Häfen sind zirka 800 Palästina- Wanderer, welche mit dem Schiffe .Carniolm" von Triest abreisen sollten, in Wien zuruckgehalten. Der Präsident des Zionistischen Landeskomitees Ingenieur Robert Stricker erschien heute beim englischen Gesandten in Wien, Herm L r n d l e y, und ersuchte ihn, bei seiner Regierung für die m Wien wellenden Palästina-Fahrer ungestörte Weiterreise und die Erlaubnis zur Landung in Palästina zu erwirken, 'gesandter Lindley versprach in zuvorkommender Weise, bei seiner Regierung dahinzielende Schritte zu unternehmen. Das Wiener Palästina-Amt. Aus London, wird uns gemeldet: In Anbetracht der zentralen Aufgaben, die das Zionistische Palästina-Amt in -Wien innerhalb dev jüdischen Palästina-Wanderung zu erfüllen hat, hat das Exekutivkomitee der Zionistischen Organisation in. London beschlossen, das Wiener Palästina-Amt zu einer Jnstitutivn der Exekutive umzugestalten und ihren Sekretär, Herrn Dr. Martin Rvsenblüt h, mit der L eit ung des Mutes betraut. Das Exekutivkomitee erwartet, daß alle an der Palästina-Wanderung interessierten zionistischen Gruppen in Wien dem Amt in seiner neuen Gestalt ihre tatkräftige Unterstützung znkommen lassen werden. Der Schekel. Der bevorstehende Zionistenkongreß, welcher am 28. August in Karlsbad eröffnet werden soll, macht eine energische Schekelpropaganda notwendig, damit die österreichische zionistische Organisation auf dem Kongreß entsprechend vertreten sei. Nach den Weisungen der zionistischen Exekutive muß die Schekel- Sammlung ehestens abgeschlossen werden. Das Z.iv nisti s che La nde s kv m i tee fordert daher alle Organisationen, Sektionen, Einzelvereine, 'Verbindungen usw. sowie einzelne Sammler dringend/äuf,- die Schekel- Propaganda mit allem. Nachdruck.zu' betreiben Und die gesammelten Schekel rasche st im Bureau, Wien, 2. Bezirk,'Zirkusgas.se 33, abzuliefern und zu/verrechnen. ■ Zionisten, die ihren Schekel' noch'.nicht 'gezahlt haben und bisher keiner Organisation angehöre?n>-können dies im Bureau des Landes Komitee direkt'-öesvrgefi. Es muß möglich' werden, die Zahl der gesämmeltsn Schekel in Wien auf 50.000 zu bringen.' Nur eine starke zionistische Organisation wird die Möglichkeit haben, ihren Aktionen jenen Nachdruck zn verleihen, welcher im gegebenen Moment erforderlich ist. Mer Zionist zeichne daher ungesäumt seinen Schekel. Große Kundgebung der Aerzte?chaft Wiens und Niederösterreichs. Keine ärztliche Ordination am Dienstag den 31. Mai. Die Aerztekammer hat an die Aerzlrschaft Wierts und Niederösterreichs die dringende Einladung xiir Teilnahme an einer am Dienstag den 31. d. M., U Uhr vormittags, stattftndenden Versammlung gerichtet, welche das Gepräge ein« imposanten Kundgebung zugunsten der seit Jahren schon unberücksichtigt gebliebenen Forderungen der Aerzteschaft Oesterreichs. Diese . Forderungen, welche vornehmlich gesundheitliche, daS gesamte VollSwvhl berührende Frage» betreffen, sollen in einer Entschließung zusauimeugefaßt und ÄS Wlllensmernung der gesamten Aerzteschaft der Regierung und de« politischen Parteien unterbreitet werden. Dir Aerztekammer hat eine intensive Propaganda erngeleitet, um die Mitglieder zum Besuche dieser Versammlung zu veranlassen rmd die Aerzte haben sich auch alle verpstichtet, dem an sie ergangenen Rufe Folge zu leisten. Alle Aerztegrupprn gehe« einheitlich vor, da es rmter ifmcit hinsichtlich der auszustellenden Fordemngen keine Memungsverschiedeuheiten gibt «nd die Äerztrschast errtschloffLN ist, auch mit Enlschiedenheit. sich fitr die Erfüllung ihrer Postnlate einzmetzui. Die Versammlung wird angefahr iöui Stunden in Anspruch «ehvikn. Die Aerzte haben sich verpflichtet, an diesem Tage nicht zu ordinieren, nur jene zur ärztlichen Hilfeleistung dienstlich in Verwendung stehenden Aerzte sind von diestr Verpflichtung befreit, in den Spitälern werden nur die schweren Fälle behandelt merdm. Auch die Vorlesungen werden vom Dienstag den 31. b. M. unterbleiben, da auch die Professoren und die Mitglieder der drei medizinischen Bereinigungen an der Monstrevttsammlrulg tctl- , nehmen werden. Am selben Tage finden auch in den Landeshauptstädten der Republik Aerzteversammlung mit der gleichen Tagesordnung mir die Wiener statt, die sich auch mit den Aerzte« Wiens nud 9^«» österrrichs solidarisch erklären. Ukrainisches Flüchtlingselenb in Bukarest. .. . '-^.i e . hatte» ei« Haus, fic hatten 'eiK D a ch"' ... und rüsle von ihneic hatten mehr, weit mehr, hatten Häuser und Felder, das Vestrenvmmirrte Unternehmen tm Ort, und heute . . . Da stehen sie vor dem Massii!-,' quartier, ein paar elende, kleine Bündel' als letzte Habe in bar Hand, und zittern darum, ob sie Aufnahme finden. Frauen . mit Säuglingen an der Brust, Großmütter mit einem HaufeL.'r halbwüchsiger Enkelkinder, in deren Augeit sich die -grau-ru» haftestert Szenen, die Hinschlachtung der eigenen Eltern spiegelt haben, Familienväter, deren Blick und Haltung trotz der ab gerissenen Kleidung verrät, wie angesehvt sie einst gewesen sein müssen, intelligentr, junge Menschen, SürbentzL u«d Gyrmtafiastinnen, die nur mühsam ihren JugaWo^ beuge«, «« eine Bitte Wer bi« Lippe« zu bringe«. tz»b .' viebe, viele Gesichter, denen man auf den ersten Blick uyLe» . bingtes Vertrauen, ja herzliches', .kameradschaftliches Fühle« entgegenbringt, und die man gern im eigenen . Haush am eigenen Tisch bewillkommne« würde. Müde und beschmutzj > kommeii sie von der Reise aus irgendeiner beßarabisäjrn .Stadt, in der sie seit ihrer Flucht aus der Ukraine viele bgngr ' Nkonate verwartet habön, in der Hoffnung, zu Berwctzdteu nach' Amerika reisen zu können. Nun rücke« sie weiter: bor aus dem endlosen Wege fcurtfj den ganzen Erdteil uach Bttkarest , u sei es, weil sie Reisegeld erhalten haben und sich' min Paß - .': und Visum zu beschaffen hoffen können, oder weil sie öw, . hier aus eine bessere Verbindung mit drüben erhoffen, sei , cs, weil sie versuchen müsset!, sich irgendwie bis zum Häfen; durchzuschlagen, wenn ihre Leidenszeit ein Ende nehnrien so!!. So kommen sie täglich' tot Scharen auf dem Bukarest«: ' Bahnhof an. Manchmal find es Dutzende, manchmal Hunderte',, von Leuten auf einmal und mehr. Biele fcsm ihnen besitzen'v schon ordnungsgemäße Reisepapiere irnd meinen, daß sie in ein bis zwei Tagen das amerikanische Visum erhalten und gleich Weiterreisen fömteu. Da man ihnen versichert, daß in den . Hotels kein Platz sei, so lagern sie sich neben die .Scharen von Bauer« und Soldaten, die immer, auf den ‘ Bahnhöfen herumliegerr, aus idie schmutztrieferrdrlt Fliesen drx ., Bahnhofshalle . . . Für ein, zwm Rächte, so trösten sie . sich.. Und am ersten Morgen geht es zum amerikanffchsn Konsulat. '? Aber dieses ist ^dicht belagert von visumhetschenben Flüchtz« . singen. Wachleute halten die Ordnung aufrecht. ES. -gehr nach, der Nummer. Heute wird Nummer 6000 tottsgegebe«/ aber erst Nummer 3(300 wird vorgelassen. Man findet, daß. man reichlich feine Pflicht tott, wenn täglich ‘30 bis W PDie vidiert werden. "? . Auch die, bte über Mittel verfügen, klopfen nun schon . seit Wochen vergebens an den Gasthöfen der Stadt an. Alles.; ist bis aufs letzte Plätzchen überfüllt, zum großen Teil von ' ukrainischen Flüchtlingen. Man muß sich für die Masse«.; quartiere entschließen, die .in Bukarest für dir 'Flüchtlintze, in notdürftigster Weise hergerichwt worden sind. Synagogen'; und Keller, leere Magazine und Garage«, ein «hemchsigrs. Heint für jüdische Obdachlose, eine außer Betrieb gesetzte Ofensabrik — alles ist sanitätÄvidrig voll. Siebzig Menschen,' - wo bestenfalls nur dreißig, dreißig, wo höchstens zehn Raum, haben. Auf dem bloßen Boden, auf Gebetbänken, ans roh^ zusammengezimmerten Brettern, mit und Mch' ohne Matratze«/ Männer, Frauen und Kinder durchetotander, die primitivstetv hygienischen Bequemlichkeiten entbehrend, so verbringen Huadette von Flüchtlingen die cplalvollen Wochen oder Monatr» . bis sich die herbeigeschluchzte Reifemvglichkeit für sie ergibt/ Die letzte Hoffnung für viele ist das große Massenquartier tm Fabriksgebäudr der Strada Dultnr. Ost ist &.< ■ ihnen Reiseziel schon von Beßarabien auS, da sie davmr tze-, hört. Oder die Bahnhofkutscher, die schon Bescheid nnsiy«', wie es um die Qrrartiermöglichkeit für die Flüchtlinge . stellt ist, bringen sie direkt hieher. Für 400 bis 500 Flücht-' singe hat hier das Bükarester Hilfskomitee eine lUnterkuM^ geschaffen. Aber auch hitt ist alles bis ans den letzten Platz^ besetzt. Auch das flehentlichste Ersuchen muß entschieden Mückgewiesen werden. „Unmöglich! Ueberfülltt" . Sie können das nicht fassen. Gerade für sie soll keilten Platz mehr geben? Irgendwo wird sich! «och Lin' Winkel, ein Fleckchen auf'der Erde ftnderr.'lassen. Die Iw-' fassen, die selbst vor Rauntmangkl sich tzvlM «ehr zu helfen" wissen, das Berwaltungsperfonal, dajfctottslflt Ordnung mehr, aufrecht zu erhalten weiß, wehren sie verzwristlt ab. AlleK ' ist. getan worden, was getan werden ftmufe, Zn drei, vier . und fünf schlafen die Leute auf einem Bett. Der Byrramn,^ die Stiege, jedes Eckchen ist belegt. Es geht beim bestes Wittert, nicht mehr und wenn die abgehärmten Gesichter noch so erbarmungswürdig dreinfehen. Einige, in denen «sch. - etwas Kraft und Wille zum Lebenskampf übrig ist, versrichen, sich, den Eingang zu ertrotzen. Heftig fährt man sie an. „Versteht doch, was man euch sagt. Wir möchte« euch doch helfen^ aber wir können nicht." Mles Neden ist umsonst. Sie lassen nicht ab mir Bitten. Auch die herbeigerufenen Mitglieder des Hilfskomitees > wissen keinen Rat. Alle Versuche, neue Quartiermöglichkeiiert ausfindig zu machen, si-'.d gescheitert, und zu kostspieligeu Barackcnbauten ist kein Geld vorhändert. Die Ankvrunrlinge bleihen aus ihren Gepäckbünbeln int Hvfe sitze», stumpf, erschöpft. Von Zeit zu Zeit versuchen sie einen netren Stttrm. „Was füllen wir tun in der fremden Stadt? Wr wen sollen wir ,ms wenden? Man wird uns nls Vagabunden einsperren." Schließlich überzeugen sie sich durch Augenschein, daß ihnen dte Wahrheit gesagt worben ist. Da werden sie in der Stadtrestenmesse nur Lt^Üeihburggösse 10 bis 12

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.