Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 832 (22.5.1921)
- Date
- 1921-05-22
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 832 Wien, Sonntag Mienev MovaenfttziLrmg . 22. Mai 192! Seite 7 ». Eildiönst hachidem Balkan 5 : Arthur Wolfmann & Co. 2! Orientabteilung 2 i-: m . ■ A-./ '■jy.. V, rt •* * * ' . . «WH '■ (1 *' S« *'• " »*r* Expressverkehr Wien—Krakau 3 Tage Tägliche Abfertigung mit eigener Begleitung Spezialverkehr Wien-Lodz-Warschau Nachnahme-Einlösung innerhalb 10 Tagen Konkurrenzlose Uebernahmssätze Internationale Transporte ARTHUR WOLFMANN & Telophon 63263 Wien, I., NeUtllOrgaSSe 6 Telephon 63263 aflRHBaHaHaanantiasif «■***!*■ afeannbtRa« 1 Express “ ' ' . üii-“' . | S Arthur Wolfmann & Öo. S 2 Expressabteilung 5 ■laiBiiaiiBiiiiiiiiBiiiaa■■■■■■■■■ ' lt.% A <!■ *} , 'f { r ■ >'{. * '<'-1 s.-=' v," ^;; ,*v ivsT, 1? , l. 6*31 a « & e a aii aa Biiana *■■*■■■«■ ■■■■■■■ aa Regelmässige Transporte » 5 nach 8. H. 8.; 2 durch Filialen Graz u. Leibnitz 2 2 . Arthur Wolfmann &. Co. - aiiiiMaBiinaBRDfliBBaiiiiiBfeBiiaiRi IBaiHiBllRIBRIIBIBBQII!a3Bi9BSD9BBaDR S Eigene Transitabteilung i; Zollspedition' : : Arthur Wolfmann L Co. 2 ■ H BBBBBRBBBBBBBRBBBBBBIBBBBBBBRBflBBB ort einen Fragebogen, in welchem nach Bekenntnis mrdGe- Mndheitszustand gefragt wurde. Darauf antwortete er. daß seine Eltern Christen seien und daß er vor einiger Zeit die.Büsedotysche Krankheit gehabt habe, aber nach einer Operation völlig gesund 'ei. Darauf erhielt er folgende Antwort: „Siedlung Wießlohe. Bringhausen, 27. Dezember 1920. Heil zuvor! Besten Dank für 5« Mitteilung. Basedowsche Krankheit ist bekanntlich wohl ein Zeichen von Blutmischung. Es tut uns herzlich leid, dH wir Dich dämm nicht in unsere Siedlung aüfnehmen können« — Wir wünschen Dir aber, daß Du anderswo befriedigende Arbeit findest. Heil! gez. Weisen." * Wie erhält man Deutschlands Besitz? Die deutschen Gelehrten haben ein unfehlbares Mittel gefunden, Deutschland seinen früheren Territorialbcsitz zu erhalten. Der deutsche. Geo graphenkongreß, der dieser Lage fiattfavd, hat näcklich den feierlichen Beschluß gefaßt, in den künftigen deutschen Atlanten die bisherigen deutschen Kolonien, das Elsaß und den anderen abgetretenen Besitz als deutschen Besitz zu bezeichnen. Die Methode ist von verblüffender Einfachheit und man beruft sich dabei ans Frankreichs Vorbild, daS rL bisher mit Elsaß-Lothringen ähnlich gehalten habe. Aber der Weg ist nicht ganz ungefährlich und'die Wirkung ist eS, welche die Professoren wollen: In der studierenden Jugend soll der Revanchegedanke lebendig erhalten werden! So begreifen die Gelehrten in Deutschland den Geist der Zeit — und sie wunder» sich dann, wenn das Ausland den offiziellen friedlichen Versicherungen mißtraut und das deutsche Volk die Entgletsnngen seiner geistigen »Führer" büßen läßt. * Das Optionsrecht britischer Staatsbürger für Palästina. Im englischen Unterhaus hat der Abgeordnete Sir Philipp M a g n u s die folgende wichtige vrinziprelle Anträge an den MmisteiPräsidenten angemeldet: »Ist der Herr Ministerpräsident in der Lage, anzugeben, in welchem Zeitpunkt der Vertragt) on S evres ratifiziert werden wirdr Haben in Palästina wohnhafte britische Staatsbürger ans GrÜnd der Artikel 125 und 139 des Vertrages das Optionsrecht, Palästinenser zu werden oder die britische Staatszugehörigkeit z» behalten, ferner ob hinsichtlich der Ausübung eines solchen Optioüsrechtes ein unterschied zwischen jüdischen und nichtjüotschen britischen Staatsaugchörwen gemacht wurde und, wenn dies der Fall ist. ob der Herr Ministerpräsident gewillt ist, noch vor Ratifizierung des Vertrages die Entkernung einer solchen Unterscheidung ans den Bestimmungen des Vertrages herbeizuführen. ' * Ei« katholischer SKarranenftammliag als Aio- «istensührer in Spante«. Der Schriftführer der zionistischen Organisation in Madrid und Redakteur des zionistischen BlattrS ^Ben Jakob", M. Ort« ga, hat, wie wir einer Madrider Meldung an das Preßbureau der zionistischen Organisation i« London entnehmen, gemeinsam mit Dr. Ben-Zion ein sehr beachtenswertes Buch über den Zionismus geschrieben. Bo« besonderem Interesse ist eS, daß Heer Ortega Katholik ist «ud einer jüdischen Marranrnfamilie entstammt, welche zur Zeit der Jngnisition den Katholizismus annehmen mußte. Die Nachkommen jener Marraneu nehmen im politische» und kulturellen Leben Spaniens, hervorragende Stellungen ein Mb bekunden jetzt bei dem 'Wiedererwachen des jüdischen Nationallehens lebhaftes Jnteresie für alle jüdischen Fragen, besonders aber für die .Entwicklung des Zionismus.und.seiner Bestrebungen zur Wiedererlangung Palästinas als nationales Heim für dänische Volt, , * Trauung. Donnerstag den 28. ,d. M. um V«? Uhr nachmittags .ftudet im Wahringrr Teuchel die Trauung des Fränlem Eugenie Ehrlich, iuntt Tochttt deS verstorbenst Sereiher Arztes Dt. Ehrlich, mit de« Rechlßattwalt Dr. A. S t e t n b a ch statt. Dr. Steinbach ist ein Sdh« deverstorbenen Redakteurs der »Neuen Freien Preffe" Doktor Gustav S t e i n b a ch. * Dvd des frühere« Stadtkommandanten G. d. K. Erich Sttßel. Am.so. ist birr der vormalige Swdt» lommandant von Wien G. d. K. Erich (vormals Rrtier.von) E n a e l iw SS LtbeNSiäbre Mörbm. Er »Mliate alt Oberst daS Lothrmgendragonerregiment. daun b c 12. Kavalleriebrigade in Her mannstadt, als Generalmajor die 5. Kävalleriebrigade in I y r o s l a u und dann die Kavallmetruppendivision in Krakau, 1896 bis 1904 war er Stadtlommandaut von Wien- ' * Rektorsserlaltag an der Wiener Aniversitat. Der Rektor der Wiener Universität bat den 28. Juni d. I. als Rektorsferialtag festgesetzt. An diesem Tage finde« sowohl an der Wimer Universuät wie anch in den Kliniken und Instituten weder Vorlesungen «och Uebungen und Prüfungen statt. * Jüdisches Sleligionslehrerseminar in Wien. Das Jüdische ReligwnSlehrerseminar in Wien eröffnet mit Beginn des Schuljahres.1921/22 einen neum vierjährigen Lehrkurs. Ausnahmswerber (beiderlei Geschlechts^, müffen das 15. Lebensjahr zurückgelrgt und eine Untermittrlschule oder dre vierte BürgerschuMaffe mit gutem. Erfolg absolviert haben. Anfnahmsgrsnche sind an die Seminarleitung, kl., Tempelgaffe 3, zu adressieren. Beizulegm ist: Geburtsschein, das zuletzt erworbene Schulzeugnis, ein von einem Amtsarzt ausgestelltes Gesundheitszeugnis. Eine Aufüahmspküfung findet nicht statt- Bezüglich etwaiger Stipendien und der aus der Absolvierung deS Jüdischen ReligionSlehrerseminarS sich ergebenden Anstellnngsmöglichfeiten erteilt die Seminarleitung Auskunft. Die Aufnahme (persönliches Erscheinen der Anfnahmswerber in Begleitung eines verantwortlichen Aufsehets) erfolgt am 8. Juli und 16. Oktober 1921. 10 bis 12 Ähr vormittags, in der Srminarkanzlri, ll.. Tempelgaffe 3. w H ◄ «I H an ö © 3 « a H tt © “I Rauchrequisiten 10*3 Fabrikation! Tabakpfeifen,Zigarettenspitzen and &Ue einschlägigen Artikel vom billigsten bis znm feinsten Genre PHILIPS? BEBMANN, WIEN VZL, XSariahilferstraBBe 66 Fenspreeher 30603 . Noch einige Anslandsrertretnagen za vergeben. Musterkollektionen zur Verfügung. "WW M X »TS © SS H a' p L * Die erste Wiener internationale Mesie wird als Hrrbstmeffe in der Woche vom 11. bizum 17. September in den Hosstallungen «nd in der Rotunde" abgehallen werden. In diesen Gebäuden wird Platz geschafft für etwa 20w Aussteller. Die Anmeldefrist läuft mit> 1. Juli d. I. ab. Die Ausstellung der Ware« in der Mustermesse erfolgt »ach Branchen gruppiert« * Lohnvemegnng in der Drvgenbranche. I» den Wiener Drogerien, die üü 1060 GeWett beschäftigen, ist eine Lohnbewegung im Gange. Die Gehilfeuschast hielt gestern nachmittags un alten Rathaus eine Versammlung ab, in welcher die Forderungen festgesetzt wurden. Den Unternehmern wird ei» diS DienStag befristetes Ultimatum gestellt. * Preiserhöhungen im Buchuvd Steindruckgewrrde. Der Hauptverband der Buchdruckereibesttzer Oesterreichs Und der Befand österreichischer Steindruckereibesitzer teilen mit, daß infolge der mit 14. d. M. bewilligten Forderungen der graphischen Arbeiterschaft die Löhne «m 22, bezw. 27°/« erhöht wurden. Durch diese Ldhnethöhnugen und die gleichzeitig in außerordentlicher Weist sottsteigenden Verteuerungen der Produktionsmittel und Erhöhung der Steuern «nd Abgaben sind die Bnch- und Steindruckereibesitzer genötigt, die Preise für sämtliche Buch- Und Steindruck- und Mit diesen zusammenhängende» Arbeiten entsprechend zu erhöhen. * Mit einer Viertelmillion in Gold durchgetzüützen. Eine hiesige Firma hat am 20. d- M. ihre« Beamten, den sljähtigen Adalbert S t ü ck l e r. XV!., Grundsteingaffe 66 wohnhaft, am Vormittag zum Hauvtzollamt geschickt, um iür eine gtößrri Sendung aus dem AuSlauoe den Zoll, der m Gold entrichtet werden muß, zu bezahlen.. Der junge Mann bekam K soso m Gold, mos nach der arltendeu Wabrnua einem Beirag von ungefähr einer Biertelmillion entspricht, mit. ist aber nicht mehr zurückgekehrt. Die Erhebungen haben es als fast gewiß erscheinen lassen, daß Stückler mit dem Gold g e f l ü ch t e t ist. * Gin hartnäckiger Selbitmordkandidat. Der 30jährige KleinÜerhandler Eduard H-, VI, Liniengasse 45, wollte sich am Freitag auf dem Boden seines Wohnhauses erhängen, jedoch löste sich die Schlinge und er fiel zur Eide. Am selben Abend warf er sich vor einen hrranfahrenden St'raßenbahnzug, doch konnte der Wagenführer den Zug rechtzeitig zum Stehen bringen. Der Lebensmüde gab an, sein^Leben freue ihn nicht mehr, weil er krank sei und von einem Freunde ungerecht beschuldigt werde. 1 * Wetterbericht. Gestern abends und nachts gab es in den Nördlichen Alpenländern ausgebrcitele Gewitter, stellenweise ' fielen dabei beträchtliche Niederschläge. Bis jetzt ist nur mäßige^. Abkühlung eingetreten. Die Bewölkung ist rasch veränderlich.' Voraussage: Veränderliche Bewölkung, vorübergehende Rrgenspritzer oder Regenschauer, allmählich etwas kühles * Volkszählung in Polen. Das polnische Parlament' bat veschloffen, daß am 80. S e p t e m b e r 1921 in ganz / Polen die B o l k z ä h l u n g stattMndcn hat. v * Für Kleingärtner. Die städtische Klrmgartenfielle gibt - am Dimstag von 9 bis 12 Uhr und 3 bis 5 Uhr im Meidlinger^ Schlachthaus, XU., Spittelbreitengasse. Kammer Nr. 138, an ■ Kleingärtner gegen Vorweisung der Pacht-, beziehungsweise Mitgliedskarte, eine Refipost englischer Saackartoffeln zum Preise von K 7.50 per Kilogramm ab. * Begräbnisi» am hentigen Tage. Alter Frie.dh o s: 9 Uhr Sperber Alexander, 9 Uhr 80 Min. Sussin David, Io Uhr Herzl Anton, 10 Uhr 80 Mm. Kohn Irma, 11 Uhr- Auerbach Oskar, 11 Uhr 30 Min. Aduth Friedrich. — N e-n e r F r i e d b o f: 9 Uhr Pipper Berta. 9 Uhr 30 Min.. Safir Abraham, 10 Uhr Reg^Rat Halprin Alexander, 10 Uhr 30 Min. Morgenstern Sofie, 11 Uhr Lasch Julie, ll Uhr 15 Min. Kramer Franz, 11 Uhr 30 Min. Etlinger Kornelia, 12 Uhr Weiß Max. * Fener. Gestern nachts mn V-2 Uhr wurde in der Trockenkammer der Damvfwäscherki Haag^Söhne Nachfolger L ö w y, XIX., Muthgaffe 40, ein Brand entdeckt. Die Feuerwehr Döbling rückte aus und konnte den Brand nach einstündiger Arbeit löschen. Getrocknete Wäsche und mehrere Kilogramm Garn im Werte von mehreren X 100.000 find den Flammen znm Opfer gefallen« Der Schade ist dur Versicherung gedeckt. Die Entstehungsursache des Feuers ist unbekannt. * Banknotenschmnggel. Wie die Korrespondenz Wilhelm meldet, hatte der Handrlsangestellte Ignaz Birken seid einer^ ungarischen Schiffsangestrlltrn in Pretzburg einen Koffer mit X 242.000 und einen zweiten X 75.000 m ungestempelten Roten Übergeben, die nach Oesterreich geschmuggelt wurden. Das Geld wurde beschlagnahmt. — In einem Magazin in der Castellezgaffe würde ein Koffer, mit X 600.000 in ungestempeltem Geld ausgefunden. Als Eigentümer wurde ein - gewisser Heinrich Brumberger ermittelt, der gestand, das Geld aus Galizien nach Wie« geschmuggelt zu baden. — Finanzorgaue haben neulich am Westbahuhof eint« Mann angrhalten. der bulgarischer Staatsbürger z« sein angab und « die Schweiz reisen wollte. Er besaß emen echtm Diplomatenpaß und seine Gepäcke waren mit Siegeln einer außereuropäischen Gesandtschaft versehend I« seinem Koffer wurden österreichische Banknoten im Betrage von mehreren Million m vorgefundm, die er in die Schweiz zu schmuggeln beabsichtigte. * Arania. Heute, Sonntag- 10 Uhr (Großer Saal) : Franz.Schubert. — V,3 Uhr (Großer Saal): Unser Alverivolk und seiue Lieder. — */,8 Uhr (Kleiner Saal): Der Wechsel und sein Gebiet. — V,5 Uhr (Kleiner Saal!:' OpernfragmeUte. — 5 Uhr (Großer Saal): Sport und Turnen im Film. — V-8Uhr (Großer Saal): Wiener Humor äuS vergangener Zeit. — 7 Uhr lKlemer Saal): Skandinavischer Abend. — */*8 Uhr lKiirssaal) tlniv.-Prof. Dr. Robert F. Arnold: Warum und wie erlernt man fremde Sprachen? — ,7 Uhr (Klubsaal): Sdnatenabend. 1 * Billigste GinLanfsqnelle für Kerzen, Seife, Paü fÜMkrtrwaren, Berbändstoffe, Wattn und Gnmmiwaren. Ln gtosi •n detail und Export. Parfümerie Spiegel, Wien, ll., ©todtat* paffe 14. Telephon 42.162. * Der Gewinn des Kaufmannes liegt schon iM Einkaufe, weshalb ww auf die heutige Annonce der FirMa Otlo WsgMber,, Elfen- und Stahlwaren en gros, Wir», I., verttersen, 54^70284 3994