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Wiener Morgenzeitung · 1921-05-17 · Heft 827 (17.5.1921) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 827 (17.5.1921)
Date
1921-05-17
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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«anr üMEaatauai Wien, Dienstag Wkener Morgenzeliun^ SL"Ä7 Hindenburg, Ludendorff und Falkenhayn. Wie AmzstchtigLett der deutsche« Feldherr« im Kriege. I« da Berliner »Deltbühue* bespricht ein Stabsoffizier das eben er« erschienene dreibändige Werk des General-? Friedrich von Beruhardi: „Eine Weltreise 1911/13 und btt Zusammenbruch .. Deutschlands*. Bernhard,, ein Sohn des berühmten Tbeodor v. Bcrnhardi. hat 1911/12 r;nc Weltreise gemacht; das Buch umfaßt Tag-buchaufzeichuungen von dieser Rene und d inn solche ansderZeitdeSWeltt r t e g e S. Ueber die letzteren uun schreibt der Stabsoifizi«: , Die Oberste Heeresleitung kommt, was die Führung bis -N Marneschlacht betrifft, ziemlich schlecht weg. ' May scheint i« Großen Hauptquartier die Nerven verloren and zu halben Maßregeln gegriffen zu haben. Tatsächlich sprach hier aber auch die verhängnisvolle Ueb«, heblichkelt mit, an der Bernhard! selbst litt. Moltke äußerte sich einmal in Luxemburg, als jemand ihn nach den Ereignissen im Weste» fragte: „Da könne» Sie ganz vnbesorgt fern, d i e Dampfwalze geht ihren Weg* Erve andere Aeußerung warr.Je mehr Engländer herüberkommen — mnso beffer, dann ist eS ei» Auswaschen.* Ein schr maßgebender und bekannter Offizier der Obersten Heeresleitung erklärte: „W asdieFranzofe» etwa unter» »ehmen oder tu», interessiert uns gar nicht. Wir führen einfach unfern Plan aus.* Wie sagte der preußische General in der Schlacht bei I e n a? „Ern preußischer General steht weder nach rechts noch nach links. Er geht geradeaus »nd schlägt den Feind.* Auch Falkeuhayu bekommt gründlich sein« Teil: Der damalige Chef des Generalstabes wollte anscheinend de« Ruhm, Frankreich »nd England besiegt zu haben, mit seinem Ramm verbinden und unternahm daher manche Offensive. Aber ekommt noch beffer: .' General L. lnicht Ludendorff?) bei mir. Erzählt bei Tisch Interessanteüber die Belagerung von Berdun. Sie ist von KnodelSdorff. dem Chef beim Kronprinzen, angeregt worden. Falkenhav» soll darauf eingeganaen fein, zum Teil auch, um dem Kronprinzen angenehm rnien. Zu 8. hat er gesagt: .Wenn wir es nicht einnebmen. kann ich immer «och sagen, wir hätten bloß die Vorstellung nehme« wolle».* Im übrigen würden sich die Irauzosen vor Berdan verbluten. .A d r r w i r a u ch", hat L. ' lgt. Immer mehr stellt sich heran», daß der Angriff ans dm» ein Fehler war. L> hatte einm Plan zu« Durchbruch der rvudlichea Lime ausgearbritet und emgereicht, unter Berechnung der nötig« Truppe» und Artillerie. Falkenhayn hatte sein Einverständnis erklärt, daun aber handelte er nicht entsprechend sonder» griff Berdun an. Als 8. ihn später fragte, warum, antwortete er: »Wir hatten mit Ihrem Plan die feindliche Linie durchbrochen, daun aber hätten wir einen OperationSkrieg führen Muffen*. Im qaxutxt doch eine bedauernswerte Strategie. Falkenh a y u nnd B e t h m a u « H o l l « e g sind unser Unglück. Letzterer hat sich folgendes geleistet: er hat S o l f aiffgesordert. das deutsche Volk in geeigneter Weile darauf vorzuberertrn. daß v,r unsere Kolonien preisgeb« «äff«. Sols hat »atüllich abfielehnt. Er hat baS selbst an meinen Chef erzählt. Bon einem olche» — Mann wird unsere Politik gemacht. der Grsnnddelrr ist. soll einen unheilvollen Einfluß auf de» Kaiser auSüd«. Die Borwürfe, die hier gegen Falke,Hayn erhoben werden, find so schwer, daß man, che «au urteilt, seine Entgegnung abwarten muß. Schließlich ist der Mann, der diese schweren Anschuldigung« erhebt, kein beliebiger Ignorant, sondern ei« bekannter Gmeral und em intimer Freund HiudrnVurgS. Ueber B e t h m a n u heißt eS weiterhin: Er rechnet wohl noch immer auf ei» Zusammmgche» mit England Md well dieses edle Land nicht „reizen.* Armer Btthmarm! Wärst du wirklich so dum« gewesen, wie die Generäle glaubte», so wärst d« sicherlich ein großer General geworden. Hu Brest-Litowsk findet Beruhardi 'KSh lman« rüde, aber gerrffe«, Ez e r « i «nervös u n d w e»ig « a n » haf t, General Hoffman« im Schlepptau Von KLhlmann. Das ganze macht einen minderwertige» Eindruck ohne Kraft und Stolz. General H. (Hoffman«) sagte mir noch, H i u d e u b «r g ser mit der Formel »Ohne Annexionen* und mit dem „SelbstbestimmungSr e cht d e r B ö l k e r" ganz einverstanden. Ich schrieb daher an Hindenburg über meine Eindrücke... Er avtwottrte mir gleich und betonte, es sei einfach njchtwahr, d a ß er m i t d e r g e u a » u t e u Formeluud dem Selbstbestimmung-recht der B öl k e r einverstanden ser. Czernn und Kühlmann sind Ham» auch nach Berlin gefahren und habe» mit Ludendorff ko»ferrert. Der Erfolg zeigte sich bald . . . Dre Unterhanolungen mit Trotzki wurden abgebrochen, und die Komödie in Brest erreichte ihr Ende. Das ist ein intereffanter Kommentar dazu, wie damals die Politik gemacht murde und zwar von kurzsichtigen, vom Dünkel benebelten und benommen« Soldaten nicht einmal größten Kalibers. Am 24. Februar 1918 ist Beruhardi bei Hiudeuburg « Kreuznach. Wir sprachen viel über die militärische uud politsche Lage. Der Fcldmarschaü ist stets sehr bestimmt für. eine energische Politik eingetret« »nd hat auch einige Erfolge erreicht. Aber das Auswärtige Amt ist fortgesetzt gegen ihn und sucht seinen Willen hmterum durchzusetzen. Als Ben viel für die'Tücke de-Auswärtig« Amte» wird dann erzählt, daß deutsche Truppen die AalandS-Jnseln besetzen wollten, jedoch vom Auswärtigen Amt davon abgehalten wurden. Dieses fürchtete, Schweden auf die Seite unserer Gegner zu drängen. Hinvendurg hingegm meiute — nach Bernhardts Urteil „sehr richtig* — sei« Borgehe« würde eS auf uusere Geile zwingen. Wie Bernhards und Hindmburg sich da» dacht«, wird ja wohl ihr Geheimnis bleiben. Auch mit R u m ä n i e n wird verhandelt. Es sträubt sich, die Dobrudscha abzmreten. Oberst Hell, Chef der M a ck e ns e n. frag telegraphisch an, ob man es auf einen Brnch solle ankommni lassen. Hmeenburg antwortete: „Ja!" Nun sind aber Kühlmann und Czcrnin da! Die werde« wobl alle» wieder v e r d e r b e u. Es ist ein aufteibender Kampf, dm Hindmburg und Ludendorff zu führen habe» ... Sehr erireulich ist dagrgen, was Hwdenburg vom Kaiser erzählt: Seine Majestät i e t i n: v.t 11 i ö r energische Schritte >1 s tzab:» und greise ost bmaUtottfec** durch. Der Givßcnwahu feierte tDxml-d;c O.gi.u. Hindenburg meinte, iui Notfälle ginge er »ach Petersburg . . . Der Kaser war am Bormiltag des 11. April 1918 hier. Er war liebenswürdig und sah alles im rostgsten Licht. — Gestern (am 19. September 1918) war Hindmburg her Quasttzum Esten. Er war körperlich sehr c« C . ui das . .w .... .. _ .. ing sehr geschickt mit ReichstagSparteien vmzngehe», trotzdem müsse einer weiteren Demokratisierung bald entgegengettete» werden. Am 7. Oktober kommt P l e s s e n zu Bernhardts Korps nnd erzählt, Hindenburg sei imUnglück noch gewachsen. Ma»»hast sei er dem Kaiser gegenübergestandm und habe ihm daS Beispiel Friedrichs des Großen nach dev Schlacht bei Kunnersdorf vor Augeu geführt. Friedrich der Große — Wilhelm der Zweite! Dir ganze Schuld am Verlust de» Krieges habm für diesen General: B e t h m a » n - H o l l w e g, M: ch a e l i», H e r t l i n g, Falkeuhay» undMo.ltke. Wer Bernhardis drei Bände vom Anfang bis zu Ende gelesen hat,, der weiß, auf weffen Konto Deutschlands Zusammenbruch kommt. Die Sicherung der Ernährung Der bekannte Arabist mW Orientforscher Professor Dr. Alois Musil in Prag veröffentlicht in der „Prager Presse* den folgenden Artikel unter dem Titel „Eine Gefahr für Palästina*. * Musil, der sonst für den Zionismus wenig Sympathie gezeigt hat, wirst eine sehr wichtige Frage auf, weshalb wir seine Meinung gerne verzeichnen, ohne uns mit ihr zu identifizieren. Das alte Palästina soll durch die Ideen der Zionisten zu neuem Leben erweckt werden. Großartig sind ihre Pläne, und wenn sie nur den zehnten Teil davon verwirklichen, so werden sie nicht nur dem jüdischen Volke, sorchern in erster Reihe der einheimischen Bevölkerung Palästinas den größten Dienst erweisen. Bereits jetzt nimmt die Bevölkerung von Jerusalem 'von Woche zu Woche zu und in zehn Jahren müßte sie sich, wenn der Friede anhält, verdoppeln. Die Ernährung der heutigen Bevölkerung bereitet der Regierung große Sorgen urch diese Sorge« müßte» wachsen mit der Zunahme der Zahl der Einwohner von Jerusalem. Die Umgebung der Heilige» Stadt kann nicht einmal ein Drittel der heutigen Bevölkerung ernähren.' Für die übrigen zwei Drittel müssen die Brotfrüchte und auch das Gemüse von andersher eingeführt werben. Die ackerbautreibende Bevölkerung der Küstenebenen Palästinas gravitiert mit ihrem Export den Häfen zu, wohin sie ihre Früchte teils auf eigenen Karren, teils auf Lasttieren überführen und wo sie dieselben recht teuer verkaufen kann. Die Transportkosten in das um viele hundert Meter höher gelegene Jerusalem sind sehr bedeutend, infolgedessen müssen die Getreidepreise noch höher sein wie in de» Hafenstädten. Dadurch verteuert sich jedoch bas Leben in Jerusalem und die Bevölkerung ist noch dazu gewissenmaßen von de» große« Getreide- Händlern abhängig. Das eigenlliche Brot- «nd Fleffchlanb von Jerusalem bildeten und bilden die fruchtbaren Hochebene« im Osten vom Toten Meer und unteren Jordan. Das war auch die Ursache, warum die besten jüdischen Könige nach dem Besitz dieser Länder trachteten und warum sich dort auch die Makkabäer festsetzten. Es muß folglich' eine der größten Sorgen der Zionisten sein, das alte Moab, Ammon sowie die Gebote der Stamme Gab, Rüben und Manasse mit dem eigentlichen Palästina zu vereinigen. Würde man die Eisenbahn über Salt nach Ammon verlängern und die Grenze gegen das eigentliche Syrien sperren, so müßte das Getreide aus den überaus fruchtbaren Gebieten des siUAichen Ostjordanlandes über Jerusalem an die Küste ° ccusgeführt werden. Den gleichen Weg würden auch die unzähligen Herden von Schafen und Ziegen einschkagen und auf diese Art könnte Jerusalem mit billigeren Lebensmitteln versorgt werden. Im alten Moab habe ich' mächtige Lager von bituminösem Gestein gefunden, bas die dortige« Schmiede als Kohle verwenden. Die militärischen Ingenieure der Hedschasbahn untersuchten es im Jahre 1917 und fanden, daß man es ganz gut zm Heizung Herrichten könnte und Jerusalem braucht Brennmaterial. Im alten G i le ad gibt es noch ziemlich! erhaltene Wälder, iw. alten Seir ausgedehnte Urwälder, so baß auch Holzkohle und Bauholz in das waldarme Palästina eingeführt werden könnten. Wer tu den genannten gesegneten Ländern gibt es auch' Phosphate, Antimon, Kupfererz, Asphalt. Naphtha und Salz, was man alles i» Jerusalem und in Palästina verwerten könnte. Im Osten vom Toten Mer und unteren Jordan gibt es ausgedehnte Flächen, die noch immer brachliege« und «ach den Kolonisten rufen. Das Klima ist dort gesund und dem unserigen viel ähnlicher als dasjenige der Küstenebenen Palästinas oder der Niederungen des oberen Jordan und des unteren Galiläa, wo hie Kolonisten durch Malaria dezimiert werben und das von Malaria infizierte Land erst nach! Jahrzehnten gesund machen können. Nach dem Vertrage Sives-Piöots vom 9.Juni 1916 wurde das untere Ostjordanland Palästina zugeteilt und nach der englisch-französischen Abmachung vom 23. Dezember 1920 tvur.de die Grenze von der Station Sprach aus längs der Eisenbahn in südöstlicher LWujkU br.daß Lin gpoAr Teil des! Gebietes des Sramn'.eZ Manasse und das ganze Stammgebiet Gab, Rüben samt Ammon unbj Moab Palästina zugewiesen wurden und dennoch' habe« bisher die Zionisten ihre Tätigkeit auf dieses Aand! nicht ausgedehnt. In Ammon fetzte sich'.Abdallah, der zweite Sohn des Königs Hussein, nieder, hißte dort die großsyrische Flagge und regiert das Land im Namen seines Bruders, des Königs Faisul I. Die flüchtige» Mi? nister dieses flüchtigen Königs bilden die Regierung/ seine Offiziere organisieren die Nationalwehr und ihre. Truppen veranstalten Raubzüge in das französische Gebiet und nehmen den armen Bauern die Früchte ihrer Arbeit. Sollte Abdallah diese Gebiete dauernd zugewiesen bekommen, so würde sich! in Ammon ein Herd bilde», von dem aus das Feuer der Unruhen nicht nur in das französische Syrien, sondern , auch in bas zionistische Palästina eindringen müßte. Das ganze Geschlecht der Scherife von Me kka haßt die Juden nnd Faisul und Abdallah wurden bisher immer von Abkömmlingen der Scherisv begleitet nnd richteten sich nach ihrem Rat. Faisul und auch Abdallah versprachen zwar, daß sie freundschaftliche Beziehungen mit den Zionisten unterhalten werde», aber in ihren Gesprächen — nicht nur privaten, sondern auch öffentlichen — forderten sie ihre Anhänger zum Kampfe gegen die Juden im allgemeinen und die Zionisten im besonderen auf. Das beste Zeugnis davon liefern die offiziellen arabischen Blätter aus Mekka und aus Damaskus, svlangedvrtFaisulherrschte.Neben dem Haß gegen die Juden wird man in Ammon den panavabischen Gedanken predigen und trachten, Palästina mit Syrien und Arabien zu vereinige«. Auf diese Art würde Palästina nie zur Ruhe kommen. Ein« schcristsche Regierung im Ostjordanlande wird das Getreide nnd die Herden für sich und für Mkka requirieren und den friedlichen Landwirt wieder zum Nomaden und zum Räuber machen. Es liegt nicht nur im Interesse des zionistischen Palästina, sondern auch' der einheimischen Bevölkerung, wenn die Zionistenleitung ihren mächtigen Einfluß dazu verwendet, daß der südliche Teil des Ostjorhanlanbes samt Moab und Seir dem eigentliche« Palästina einverleibt werde. ' Tagesbericht. Sine Katastrophe am Acheufee. «inftn», de» LanvUngofteges. ImtSbruck, 15. Mai, In den späte« Abel>dstunden hat fich hier das Gerücht verbreitet, daß in Seespitz am Achensee die Einsteigbrücke, als das Schiff zur Abfahrt bereit stand, mit einer großen Zahl von Ausflügler» eingestürzt sei. Nach einer Version seien flebeu Frauen und ein Kind tot, 16 Personen schwer «nd eine große Anzahl leicht verletzt; eiye andere Version uenut eine Zahl von 18 Toten. I»n«bru«d, 17. Mai. Ueber d« Uu-lsickSfall am Achensee werde« folgende Einzelheit« bekannt: Bei« Anlegen des Dampf«» »Stadt Juusbrvck* um 1» ühr mittag» an der bet d« Dampfächaltesielle Seefpittz errichtet« LandungSbrücke brach der Vorderteil de» Landnngrbrücke, wobei die ganze Brücke mit d« darauf stehenden Perfoue«, etwa 70 an btt Zahl, in den See stürzte. Der den Taudimst versehende Diener Oberhtmu»er fiel als ein« d» erst« ins Waff«, arbeitete sich jedoch rasch -«vor und nah« sofort den Rettungsdienst aus; eS gelang ih«, zch» Person« au» Land « bring«. Geudarmerieinspektor Brock« rettete acht Pnsou«. Em Sohn de» GchiffSkapitänS Klkngler konnte fünf Persou« rette«. Gleichzeitig wurde vom Schiff au» mit all« Hilfsmitteln an der Rettung gearbeitet. Zwei reichSdentfche Aerzte nnd drei Student« der Medizin Übernahm« dir ärztliche Hilfe; 90 bewußtlose. Personen konnten wird« ins Lei« gurückgeruf» werde«. Bei acht Person« — sieben Frau« uud eine» fünffährigen Kuab« — sämtlich au» Jnnsb«ck nnd Umgebnng, halt« die WtedttbelebungSv ersuche keinen Erfolg. Von d« Übrig« m dm See geMzteen Personen erlitt niemand sch««« Perlehnngr«. Alle Gpttalbediirstig« wurde» sofort vom Innsbrucker RettnngsaMo «ach Innsbruck gebracbl. Da» Existrazminim«» 1« «tat. Aino lutoreflante Gtattfttk. I« de» Mitteilungen der Statistischen Zentrollom'missio« wird der versuch unternommen, die Koste« de- Ernähnmgsaufwandes und sodann auch die der übrige« Existenzbedürfnisse einerFamilieiuAien, vor allem die für Belleidung, Wohnung» Beheizung und Beleuchtung, festzustellen. Angesicht» ver Schwierigkeiten, welche sich beim Wohnuvgsaufwand sowie bei den Koste» für Beheizung und Beleuchtung ergeben würden, wenn man ei« alleinstehende Person in Betracht ziehm wollte, hat die Statistische Zenttallommiskio» der Berechnung des Existenzminimum» eine vierköpfige Familie zugrunde gelegt. Nach de« Aufstellungm der Statistischen Zeutralkommisfion bezifferte sich im Juli 1914 der Aufwand für Ernährung mit 72'78, Bekleidung 36'21, Wohnung 20, Beheizung und Beleucht«« 17 39 uud Sonstiges K. 13 38; im März 1921 für Eruähruug mit 8201*42, Bekleidung 55 82, Wohnung 40, Beheizung und Beleuchtung 871'50 uud Sonstiges 711. Die Gesamtauslage» fär dieseDedürfniSgruppeu beliefen sich somit im Juli 1914 auf 159*71, im März 1931 auf ft. 15.405.92, <U£0 a«j das 9LL^ach§»

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