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Wiener Morgenzeitung · 1921-05-15 · Heft 826 (15.5.1921) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 826 (15.5.1921)
Date
1921-05-15
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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, Seite 8 . ..Wien, Sonntag _ L * billigste Einkaufs quelle für Kerzen. Seife. ParfLmerrewaren. Verbandstoffe, Watt» und Gunrmirvarni. Ln grvs, »a detail und Export. Parfümerie Spiegel, Wien,.!!., Glockenpaffe 14. Telephon 42.162. * Wichtige Mitteilung für unse»e Leseri Der Preisabbau im „Nestemnarlt", Dreu, V'-. Damböckkiaffc 10, hat besonne» und wird allen unseren Lesern und Abonnenten ' gegen Vorweisung dieses Blattes rin K7«'ger Rabatt gewahrt. Bcrr säumen Sie nicht, diese günstige Gelegenheit zu benützen. * Für den Export nach Pole» liefern am dortigen 8cschäftSmarkt gesuchte Eisenwaien aller Art äußerst preiswert U. Pichl & Co., Volkspartenstraße 5. Näheres siehe Inserat. * Maawirim. Direkter Schiffsverkehr »ach Palatina. Reisedauer sechs Tage. Näheres im Annoncenteil des blatteS. t * Fröhliche Pfingsten! hat jede Hausfrau, wenn si unseren selbsttätigen Dampiwaschapvarat „Fontän" verwendet' Voriöhrona und Probewaschen täglich von 4 bis 6 Uhr nach« »-ittags. „Helson", VI., Chwallagasse 2. D erei«s«rrchrichten. Zionistische Sektion IV/V. Dienstag den IT. d. M. um 8 Uhr Sitzung im Cafs Margareten. V., Rragaretenstraße 87. — Jawne agHdah akademit t a r b u t h. Heute, 793 Uhr nachmittags. Ausfiug. Treffpunkt Lchottentor. — Jüdische Tischgesellschaft Bandstraße. Dienstag präzise 8 Uhr rm Wiener RmycafS» Stubenrmg, Vortrag Tr. Otto A b e l e s: Ein Gang durch ms jüdische Wien. Frau Weiß: Gesangsvorrräge. — ZüdischeBolksdibliothekZiou, U., Glockent a s s e 30. Heute gemeinsamer Auöflug nach Neuwaldegg. Treffpunkt um 2 Uhr im Beremslokal oder um 3 Uhr Endstation »er 43er-Linir. Morgen ganztägiger Ausflug nach Kalteiilentgeben. Treffpunkt um '/?8 Uhr vormittags im Beremslokal. Die Ernährung. Der Marktbericht. Rindfleisch kostete gestern K 250 biS 280, Geflügel war in euügmder Menge vorrätig. Enten und Gänse mit Ledern wurden m Drünlhande! zu K 330, Hühner und PonlardS zu K 300 •iS 400 per Kilogramm angeboten. Die Grünwarenmärkte .verfügten über auseichende Mengen von frischen Gemüsen. Salat, Spinat und Kartoffeln waren aut dem Naschmarkt gut vertreten. Sogenannte dörrzwiebel, das Kilogramm zu K 30, wurden nur zögernd gesv ft. Bon (Stern standen nur Reste der letzten Ausgabe zur 8«s8gnng, doch wird für die nächsten Tage eine Befferuvg der KicrankörNte erwartet. . Pfiauze»setta«sgabe. Bom 15. bis 21. Mai werden -ei de» städtrschm Margärtneabgabestellen 12 dkg Pflaryenfett «m Preise von K 18*30 ansgrgebeu. W F. W. Mittwoch den 18. d. M./ 9- BiS 11 tlljr vvrm? «t, rosa; Donne stag den iS. d. M., 9 dis 11 Uhrvorm.« -ränge, grün : Freitag den 20. d.M., 9 bis 11 Uhp vorm. »ech, grau; Samstag den 21. d. Mi, 9 bis 11 Uhr izorm.: -lau, gelb. i Mrl den jeflisebea KTiega- und PnpmirolMHl1' immer VMU«!; Dirnla; ics 17. Bai, v.» Br ulnft 6e$elI$cbat($-Jlbend. Mitwirkendc Kammersängerin Gntheil-Schoder Hofschauspieler Georg Reimers UnlT.-Prof. Dr. CtuI Smyth Gertrud« Bodenwieser mit ihrem Tanzensemble . Steffi Predden (Klaviervirtiiosin) Siegmund Fenermann (Violine) mi Friedrich Bnxbanm (Cello) — Ro»t-Quartett . Restliche Karten bei der „Wiener Morgen-Zeitung“, an den Konzertbaaskassen, bei Gotmann, Heller u. Kenlendorfer. Bühne und Kunst. Staatsoper. Crsreuiicherweise läßt sich Direktor Strauß nicht davon ab- Men, neben anderen zeitgenössischen Musikern auch dem Komponisten Richard Sttauß in der StaatSoprr eine He.mstätte zu ge- «ahren. So durfte man ihn diese Woche als Amvalt in eigener Sache zweimal am Dmgentenpult begrüßen und einem erlesenen Strauß-Musizreren beiwohnen. In der Aufführung der „Elektra" galt es zunächst den Wiener Hausgeist der Schlamperei su bannen, chörr dann ging es weit« mit immer hinreißenderem Schwung, Fra» Gntheil-SchoderS Elektra ist oft gewürdigt worden und immer wieder staunt mau über die Geistigkeit dieser!n§ in« kleinste Detail durchdachten Ausfaffung, neben der die Klytsmuestrades Fräulein P a a l e u, die über konventionelle Darstellung nicht hmanskommt, geradezu unmögltch ist. Herr Morrawarda als Orrst fühlt sich i« Vollbesitz seiner schönen Stimme und. wahrt mäckvliche Würde. An dem Gast Abends, Frau H a s g r e n - D i n k e l a als Ehrhsdthrmis, ^«wunderte man wieder die prachtvolle dramatische Stimme und ihre strahlende Höhe, der freilich in ihrer Sehnsucht nach Franrn- -chrcksal und nach de« Kinde «ehr Innigkeit wohlgetan hätte. Man freute sich, sie als F r a u o hue S ch att e« «iedrrt«srhe». aber inzwischen setzte an der Staatsoper eine Maffeurrkrankuug ein, der nicht nur ihre „Kaisrrni", sondern auch der Barak des Herr» Mayr zum Opfer fiel. Herr Alfred I e r g e r München half ans und sang und spielte den Färber mit großer Sicherheit. Ohne den eben unverglerchlichenBarak des Herrn Mayr zu erreiche«, stattete er drnFärber mit jener einfachen, schlichten Güte aus, die aus Herz greift. Auch stimmlich stellte er seinen Mann; das Organ ist frffch und angenehm timbriert, strömt in der Mittrllage frei aus, klingt allerdings in der Höhe etwas gepreßt. Ans stolzer, künstlerischer Höhe wandeln der Kaiser drS Herrn Deftig und die Kaiserin der Fra» K i» r i» a» während Fräulein Paalen gesanglich und r.ameutllch darstellerisch bte rolle der Amme noch nicht ganz beherrscht. Erstaunliche Fortschritte hat Fra-' P i r ch h o ff gemacht, deren Färben» sich' sehen und hörcn Far:\ Die „Frau ohne Schatten" rst heute «>:e dm . ^nMrnnge» der, SdiniSastMt. Die _Wiener Morgeuzeitvng Partitur selbst birgt eine solch überreiche Fülle von wirklichen Melodien, origineller: Einfällen und an plastischer Gestaltung wie nur wenige Werke der Gegenwart. Man sollte Richard Strauß immer fester an Wie» seffeln und jeder Wiener Musikfreund mag stolz darauf sein, daß der größte lebende Musiker unsere Staatsoper zur Statte seiner Wirksamkeit erwählt hat. F. Schönbrunner Schlotztheater Zum ersten Male „D i e k l e i n e L c c a s s o t", Komödie von . Rudolf E g e r. Es wimmelt in dieser Komödie nur so von französischen Namen, aber ihr Geist ist mitteldeutsche Provinz. Die Komteß Roxane von Sainville will unbedingt von dem Modcmaler Henry Jerome gemalt werden. Komtessen sind nun einmal so. Da Jerome sich aber an^ Komtessen schon übermalt hat, kommt das zudringliche Flaueuzrmmer zu ihm ins Atelier und bietet sich unter dem , Namen Ivonne Lecassot als Modell an. Jerome erkennt, was hinter der kleinen Lecassot steckt, aber er nimmt die kleine Lecassot beim Wort und stellt ein Porträt aus, daß ihn Arm i» Arm mit rhr zeigt. Da jedermann Roxane ^erkennt, ist der Skandal da und Roxanes Bruder will ihn durch schleunige Berlobnng seiner Schwester ein Ende machen. De^ Maler, welcher heiratsscheu ist, mag nicht recht, daher wird ein kvrssrchliger Professor der Kunstgeschichte als Bräutigam herbeigeschleist. Inzwischen aber hat der Maler sich die Sache überlegt und auf eigene Faust (wie schmrssig!) seine Verlobung mit Roxane. in die Zeitung gegeben. Für die Publizität der Berlobnng mit dem Profeiffor bat Roxanes Brndcr durch eine enti'vrechende Personalnachricht gesorgt. Woraus folgt, daß man erstens den Zeitungen nicht glauben soll und daß z»miteus Roxane ihrem Freunde zwei Bräutigame vorstellt. Natürlich heiratet sie keinen, sondern den alten Freund, den Marquis von Guiche. Und die drei Akte sind glücklich zu Ende. Dieses ftanzösisierende Lustspiel läßt einen Düunbiergeschmack im Munde'" zurück. Verschärft wird das Unbehagen über die Sainvilleschr Familienangelegenheit noch dadurch, daß es in dem Siücke bedenklich fünffüßig verselt. Und noch dazu so geistreich wie: „Wenn ich mit Pinseln umzugehen weiß, so muß ich drvm kein Einfaltspinsel fern". Derlei weckt hie und da unsanft aus leisem Schlummer. Versuche der noch immer durch femen Lustspielgeist reizenden Frau A i b a ch - R e t t h. die hoffnungslosschläfrige Situation, zu retten, schlugen fehl. WaS sonst, vom Regiffeur R o m b e'r g angesangen bis zu Frau Wille auf der Bühne schwerenöterte. gab kemen Anlaß, daS Duseln zu unterbrechen. Nur 'in einem Augenblick, als der Chauffeur des Herrn Müller iemem Herrn Jerome eine stumme Verbeugung machte. « der unendlicher Respekt vor JerameS eiotrschm Fähigkeiten .lag, schien etwas Esprit der Dünnbierkomödie beigemengt. Und das iß das Verdienst einer Schauspirlcremgebung, Das , reizende Theaterchen m Schönbnmn verdient wahrhaftig mit besserem Theaterinhalt gefüllt zu wertzk». 8. 8. Freie Mische Volksbühne : Leiter: Egon Brecher — Isak Deutsch. *ko Tel. 40-3*31 Heule und morgen B Uhr'nachmittags: ' TKIAS KAF (Der Handschlag) Drama in £ Akten T«n Perez Hlnchbwi i Regie: E. Breeker Henoeb, der Milner: BEN-ZW8 a. 8. Heute tmd morgen V28 vhr abends: DER FREMDE Scbauipiel bn t Akten von Gordin Regie: Simen Nathan Ans de« Theatern. Im Buratheater gelangt «orgm. Montag. «S a p pH 0" und Dienstag „©er T an s ch" zur Aufführung. Beginn der Borstellnngen 7 Uhr. Wp ch e n s p.i e l p l a n des B n r g t h e a t e r S: Pfingstsonntag, 7 Uhr (bei ausgehobenem Jahres-Aborirrement, zu besonderen Preisen) „Der Kaufmann von Venedig" (der alte Gobbo — Herr Hugo Thimig als Gast.) — Pfingstmontag, 7 Uhr (zu erhöhten Preisen) „Sappho". — Dienstag, 1 Uhr (zn erhöhten Preisen) „Der Tausch". — Mrtlwoch. 7 Uhr (zu- .erhöhten Preisen) „Der Raub der Sabinermnen" (©triefe ~ Herr Hugo Thimig als Gast.) — Donnerstag, 7 Uhr (zu ve; sonderen Preisen) „Der Schwan". — Freitag. 7 Uhr (z» erhöhten Preisen) „Dte Trverinnen". —> Samstag, 7 Uhr (zu besonderen Preisen, . znm^ ersten Male) „Frühlingsfrst in Floren?/'. Woche u spielplan des SchloßtheaterSr Mngsisonntag, 7 Uhr (zu erhöhten Prersen), „Bunburh-. — Pfingstmontags 7 Uhr (zu erhöhten Preisen) „Die tleme Lecaffot". -7- Dienstag,iT. Uhr (zu erhöhten Preisen) „Die Anne Lecaffot". Mittwoch, 7 Uhr (zu erhöhten Preisen) „Die Schwestern". —* 'Donnerstag, 7 Uhr (zu besonderen Pressen) „Der WerbSteufrl".. -r Frettag, 7 Uhr (zu erhöhten Preisen) „Die kleine Lecaffot". — Samstag, 7 Uhr (zu erhöhten Preise«) „Die kleine Lecaffot^. — I« der S t a a t S v p e r gelangt morgr», Montag, i» Abänderung des Spiel planes statt „Ma«o»E „D i e B s h ö m im zur Aufführung. — Der weitere Spielp l a » der Oper lautet: Dienstag den 17. „D i r K ö » i g in v 0 n S a d a". (V- 7 Uhr.) Mittwoch den 18., „Die tote Stadt". (V, 7 Uhr.) Donnerstag den 19. „DreI u d i «*. (V, 7 Uhr.) Freitag den 20ne» emstuviert. bei amgehobene« Jahresabonnement, „D 0 n I » a n". (Don. Juan-7-Herr Alfted Jerger vom Rationaltheater rn München, Donna Anna —Frau Helene Wildbrunn von der Staatsoper in Berlin, als Gaste. Anlang V» 7 Uhr^) Samstag den 21. ,L o h e n g r i n" (6 Uhr.) Aus d.er Bolksoper. Da die beiden Nach^ mittagsvorstellungen Pfingstsonntag und -Montag entfalle», wird das Geld für die gelösten Karte» an den Kaffen znriickerstattet. — Pfingstsonntag, 7*? Uhr abends, findet unter Leitung Direktor WemgartnerS die erste Wiederholung von „Der P r 0 p h e t" statt; am Pfingstmontag, 7 Uhr abends, gehe» „D i e l» st i 0 e n W e i b c i von W i n d s 0 r" in Sz«e. SamStag dm 31. d. M. wird in der Bolksoper. tzalevtzs „D i t $ tf d i»" in neu« Einstudierung . gegeben. D e Hauptrolle» finge« die Damm Reich und de Debrcka und dre Herren RltterSheim als Gast, Baumann und Neuman». Direttor «rmgmctner führt die Regie und dirigiert die Dor« .steÜmrg. Wochtnspirlplan deä Deutsche» V» t l ittiij. SßmttG, z Lhe lvoilWinttche Woche ich« fl» 15. Mai 1921 _Nr. 82fry merkgeblihr) „FohanniZfruer". — 6 Uhr: „DantonS Tod". Montag, 2 Uhr (volkstümliche Preise ohne Bormerkgebühr- „Zugend". — 6 Uhr: ..DantonS Tod". — Dienstag, 7 Nhw „Die Zeit wird kommen". — Mittwoch. 6 Uhr, „Peer Gynt". —j Donnerstag/ 7,7 Uhr, „Professor Bernhardt". — Freitag. 7 Ührj „Hinter dem Vorhang". — SamStag. 6 Uhr, „Dantons -Tod", j In den K a m m e r s p i e l e n wird als nächste NovitA die dreiakuge Komödie „Die goldene Brücke" von Georg Terranare vorbereitet. Die Uraufführung ist lür Samstag den 21. d. M., 7 Uhr, angesetzt. Spielleiter Dr, Heinz Schulbank. Wochenspielplan der Kammer spiel ei Montag. 7-4 Uhr. „Musik". - 7 Uhr „Evas Sündcnfall". DlruÄag und Mittwoch, 7 Uhr. „Man kann auch anders". H Donnerstag und Freirag, 7 Uhr/ „Evas Sündenfall". —7 Samstag, t 7 Uhr (zum ersten Male) „Die goldene Brücke"^ Komödie, in drei Akten von G. Terramare. — Als Nacht-. Vorstellung täglich, 10 Uhr, „Die unberührte Frau". JnderFreien^üdischenBolksbühue wirft Hirschbe'ms „T k i a S K a f" (Der Handschlag) mit Ben-Zwi als Gast gegeben. Für die A b e n d v'o r st e l l u n.g. (Anfang 7,8 Uhrl wurde Goedins „D e r F r e m d e" mit Ben-' Zwr in der Hauptrolle ange^etzk. Infolge des starken Publikums-« eriolges bleibt „Der F r e m de" die ganze Woche auf de« Repertoire. . i In der R e n a i s s a n c e - Bübne gastieren heute und morgen Maria Fein upd Ludwig H a r t a u in „G eständnis". Das Stück feiert nächste Woche daS Iubiaum der 150. Aufführnng. ^_ \ Kgntoren-Konzert. Das korporative Auftreten der W>ner Kantoren im Konzerthaussaal war ein Novum, dem man mit begreiflrchem Interesse entaegengesehen halte. Mit berauschender Klangfülle sang der Chor der Kantoren unter der umsichtige» Leitung der Herren Oberkantor Isidor L ö w i t und Josef- Z e l lni k Psalmen don Lewandowsky. Halevy (Chorbearbeltuug von Oberkantor Isidor L ö w i t) und Sulzer sowie das „Aw horachamim" des verstorbenen Kantors Barnch Schorr, eine für den volnsschrn Synogogalgesang charakteristische Komposition (Chorbearbeitung von Josef Z e l l n i k). In den Solovorträgen und, in de» Chorsoli rrkangen sich der im Komertsaal bestbekannte Kantor Gereon M a r g u l i e s sowie die Oberkantore» S. W e i h, I. S ch l e r f e r und Mattbias M a t p a S dmch schöne Stimmcktel, religwien- Ausdruck und ferne Charakteristik den stürmischen Dank deS beaersterten Publikums, das den stroßm Konze'thaussaal bis auf das letzte Plätzchen .füllte und rmmer neue Zugaben forderte. Gastspielreise eines BurgtheatersEufembleS. Em Ensemble des Burgtheaters wird in einer Reihe großer deutscher Städte oastierr» und vor allem Franz MolnarS „Der Schwan" zur Aufführung bringen, ferner ernige andere Repertoirestücke des BmgtheatrrS. Pem Ensemble werden unter anderen dre Dame» Bleibtee«, Senders. Aknay, die Herren Paulsen, Schott. Heine, Romberg angehören. Dre Tournee beginnt anfangs Juli i«, Dresden.. ' Gastspiel der Berliner „Tribüne" im Theater aa der Me». Im Theater aN der Wrett findet auf Einladung fter ..Concordia" als Nachtvorstellung em Gastspiel des Berliner ThearerZ „Die Tribüne" statt. Die Vorstellungen (Donnerstag den 19. und Freitag den 20. d. M., 7-11Uhr abends) bringen Bernharft Shaws Komädie '„Fr"au Warrcn§ Gew t r b e" m>t Rosa Baletti. Sita Staub, Jakob T i e d t k e. Für die -Rolle des Lord Eroits wurde Ludwig H a r t a u gewonnen. Die Regie führt Direktor Dr. Eugen Robe-rt. Der Kartenverkauf M diese intereMnten Vorstellungen hat an den Kaffm des Theaters, an der Wierr und i» sämtlich« Kartenbureaus bereits begonneft. ' ' Literatur u^Wiffenschaft ^Martyrium", em jüdisches Jahrbuch. Der bekannte jüdische Publizist Jakob K r a » s z gibt im Verein mit Alffed Müller unter dem Titel nMartyrimn" ei» Jahrbuch heraus, drfie» Aushängebogen bereits vorlregen«! Danach repräsentiert sich das Werk am eine D » k« m e«t e *»! f a «ml«« g über das Marttzri»« der', Inden i» de» P r 0 g r a »l S n d er n Ungarn^ P 0 l e n » » d Ukraine während der letzten Iahrr. In das Buch ist anthentischeS Material ausgenommen Usd von hervorragenden jüdischen Schriftsteller». Historikern und Publizisten bearbeitet worden. Durch solche dokumentarische Frststellunge», wird das Werk z» einer Anklageschrift gegen alle bluizgea Bern breiter des Judenhasses, die ihre eigene Schuld a« Unglück der Menschheit ant die Linie des schwächste» Widerstandes, die Inde», Übertragen. Schon dadurch, daß hier der Versuch gemacht wird^ einwandfrei sestznstellr», war in diesen furchtbaren Zeiten an den Juden getan wurde» und damit gegenüber de» Lügen und Fälschungen der Ivdenmorder authentisches Bewersmaterial zusammen-! zustellen, hat die Sammelschrift bedeutende« Wert. Er wird «pcherhöht durch daS prächtige Gewand, m welchem sie erschemft Eine große Zahl von Jllustrat'vne». ist dem Werke beigegeben, ausgrzricknete Künstler haben sich hier in de» Dienst der Sache gestellt. Format und Umfang des Buche-, das demnächst er« scheint, verspreche» ebenso wie der Inhalt ei« Monumentalwerk^ daS sich an jeden Jude», aber auch «k jeden «ichtzüdsschen Menschen, der Menschenwürde in sich hat, wendet. Daß Jahr» buch, von welchem ein Test deS Reinertrages dm Wohlfahrt-» emrichtunge» deS BcreultS jüdischer Schriftsteller. Künstler »Nd Forsch« Darnach" i« Wie» gewidmet iß, verdient dr, weiteste Berbreitsng. S. S. ü»nx Vnöv: „I« Kumpf «« tza» ANftnnlmn". R. Löwih- Dte», ISSV^ ' Sem neuestes Buch, das Max Brod fein« Mitkämpfern »nd Freunde« i« jüdische» Ratioualrat von Prag widmet, enthält eine Reihe von Anffätze», die grSßentetlS von d« Aktualität des Tages angeregt wurde« »nd in Polemik^ Auseinandersetzung und dialektischer Abgrenzung hauptsächlich die gnmdlegeudm Frag« deS lüdsschen Nationalismus behandeln. Brod nngt hi« m sehe glücklich« «nd fesselnd« Werse «m die Klarstellung deS Problems erneS nationalen Judentums daß sich innerhalb eines fremde» KulturkreiseS behaupten soll. Sehr gelungen sind seine Auseinandersetzungen. die der Stellung des bewußten Juden zwischen Deutschtum und Tschechentum gelten und leine Begriffsbestimmung deS Ratioualen, die der landläufigen Auffassung eines vnanSweichlich en ChauviSmus und Haß endenden MachtnationalismuL dm Krieg etlait und das Nationale ausschließlich an Menschheit« lichen mrd kulturellen Kriterien orientiert, gibt dm klug vnd warm persönlich geschriebenen AuLsübrunge« ihrm besondere» Wert.' Einige hübiche^Aussätze decken an dem Vergleich mtt den jüdssckeu Inhalte» deS OstjudentumS die L«re der westjüdssch« Erstarrung auf. Eine schöne poetssche „Elegie an dre adgrfallenm Iuden^ beschließt daS Buch. daS als Dokument ehrlich« Ringens um ei» lebenditzeS Judentum alle Beachtung verdient. —d. V.T SßlbOkftNsch: .Skizzen" Verlag,Lttera1nrfterr«d*,Me»' Ant« dm-fiebm -Gkinm daklemm ©fei n*, dm sät laggem SÄamte Pndvpst jetzt » jüdischer <.?n

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