Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1921-05-15 · Heft 826 (15.5.1921) · p. Seite 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 826 (15.5.1921)
Date
1921-05-15
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/2979076-2979773-2979905--07583-2993648
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Sk. 826 Men, Sonntty^v- M.MarlM Ytic 5 Politische^kimdscharr. Frankreich als Protektor Bulgariens. A«S Par i S wird uns berichtet - Frcmlreich «beitet systematisch daran, die, mittleren und kleine« Staaten Europas seiner Interessensphäre e'mznverlciben.' Euren Vorstoß in dieser Richtun?, bedeutet eme Rede. des französischen Gesandten Picot jir Sofia, welcher anläßlich -eines'ihm zu Ehren veranstaltete» offiziellen Banketts in Vhil'ppopel die Bereitschaft Frankreichs «Mndigte, die Nolle deZ alten- Rußland als Freund und Protektor Bulgariens, zu. übernehmen. P i c o t sagle: »Ich ■ glaube, Laß dir Vereinsamung Bulgariens, welche durch die Ohnmacht des demvkralischrn Rußland entstanden ist, nur eine avgenblicküche ist. I» der Zwischenzeit wird Frankreich gegenüber einem erneuerten und sr'.cdliebrnden Bulgarien die Rolle seines alten Meisten als Freund und Protektor Bulgariens übernehmen.- D:ese Aeußermrg Picots wurde von der gesamte» Pr^fe-Bulgariens freudigst begrüßt. Der e m p Zschreibt dazu-: »Die ZustimWungserklarungen der bulgärrschw Presse sind umso bedeutsamer, alZ Bulgarien gerade jetzt daran ist, frei zu tvahleu, welche Macht sei» Schntzherr werden soll, der ihm die nötigen Mrttel für seinen-Wiederaufhau leisten soll. Diese Aetttzerunge» der bulgarischen Preffe zeigen, welche. überragende Rolle Frankreich auf dem Balkan spulen wird, wenn es die emg'rleitLte Polltik der latino-slawischkn Vereinigung konsequent versosgt." Lloyd George über die Vorgänge in Oberschlesien. .. Zur weiteren Verlauf seiner AuZfjiYruugeu...stn Uyter-.. haus. -führte.. Lloyd' George, wie ans. London genrelbet meldet, wird, aus: .. England müsse fest und ehreirhäst in.'UeSereins^mung mit dem Vertrag entscheiden, den es selbst unterzeichnet'habe. Der FriedenSverträg ser die llrknnde;der)F r iKIIl e n s, die aus ihm berul^. .Dasletzte. Land in. E.nropa^ das ein Recht habe, sich über den Friedensb^rtl;äg Nl.MKvKM, sei Polen, denn Polen habe den Vertrag von'Versailles'nstht,ge-, Irinnen geholfen. Durch ein granfantes Geschick-M Holest während des Krieges, gespalteu. gewesen';. .die''einh^ HÄsta seiner Söhne sei ans seiten der Alliierten gewesen^, di-r andere habe gegen sie gestanden. . .. , 1 Y ' . Bezüglich der Haltung, die die polnische, Regierung gegenüber den Vorgängen in Obcrschlesien einnahm, .erklärte Lloyd George, die -'polnische Hcgiernng /'habe. die. Veranimortung hiesür abgelehnt und er sei. genötigt gLivesen, diese Erklärung als Ausdruck ihrer wahren Memung .anzusehen. Aber eine solche Erklärung sec einnial zu viel, ergangen. Lloyd George erinnerte an die. Regelung' d?r lirftmschär Frage, bei der die Bereinigten Staaten, Fr-nkürich^'.ZHie'n und England beteiligt war«r.,'.Mrl^a sti von reg« 0 T1: i} e n K r up'^M' be.s'D^'''uchr^,^'^gs?^/Ae. ,\> (i r c: us fio v b e r n n g der Ällizerten -.gewesenfei. ...Polen, ik er‘itü)i worden, die Truppen' zurückäuziehön,^ habejedoch die Beantwortung für die Besetzung abgelehnt. Dasselbe habe sich jetzt ereign-l. dieselbe Ablehnung -der Verantwortung.' Die Tatsache, daß 'Waffen von '.Pold'n hereingeführt '.mrrden und daß Offiziere' die 'Grenze überschritten, mache es sehr schwer, Pich dem GesM zw verschließen, daß die Ablehnung der Verantwortung nicht anders als bloß im Aortsinn zu deuten sei. Ms d'Annustzio in'Herausforderung der italienischen Regierung Fiume »vcgnahm, habe die italienische Nation gefühlt, daß ihre Ehre auf-'dem Spiele sei, und d'Annunzio und seine Leute seien aus Fiume geschafft ivorden. Die Italiener seiend sogar .zu bewaffneten Eingriffen geschritten, denn sie fühlten,, daß die Ehre' einer großen Kation in die Angelegenheit verwiSelt'-'lvär.^ 'E.r"hälLe Holest dieses schöne BeispiÄ vor. . H Das höchste Interesse <der. AlliierM^heK hahAr^ 'dG Vertrag von Versailles einzuhalten. sie. die Uebernracht auf ihrer' Sötte und Deutschland habe sich untertyorfen. Die Zukunft sei dunkel und ungewiß. .Daß. einzige, was-er vorsmSzusage«-- wage,.,sei, daß.-im Hinblick, auf derr Vertrag von Versailles Gewalt viel, weniger, die Ehre iznd der Kredit. Deutschlands sowie, die Unterzeichnung seiner Verpflichtung aber weit mehr' iuS Gewicht.fallen werden. Es wäre ein Fehler in der Rechnung, wenn Deutschland sagen dürfte: Ihr verlangt unsre Ehre und unsre Verpflichtung. WaS habt ihr mit der euren gemacht? , Lloyd' George erklärte feierlich: Für -England und. Sie Alliierten handle es sich nicht bloß um eine Augelegenfycit ihrer Ehre, obwohl dies sicherlich nicht unterschätzt werden dürfe, cS sei eine Angelegenheit ihrer Sicherheit -und -ihrer Ruhe, zu zeigen, daß sie am Vertrag festhaltcn, möge eu für oder gegen sie sprechen. ' Das Problem Oberschlesien ist das Friedensproblem. Die Volksabstimmung in diesem Gebiet, die in Uebcreinsrimmung mit dem Versailler Vertrag stattfand, hatte das Ergebnis/ daß sich, eine Mehrheit von etwa '6:4 zugunsten, der deutschen Ansprüche erklärte. Die Angelegenheit ist einigermaßen durch die.Tatsache kompliziert worden, daß in einigen ^Bezirken die. Städte deutsch und das flache Lqnd polnisch stimmte«, in anderen Bezirken wieder, die Städte polnisch . unddas Land deutsch. Dieinteralliierte Kommission ist zn dem Entschluß gekommen/ daß jene Teile, tpo eine überwiegende polnische Mehrheit.vor» Händen ist, Polen zugewiesen werden sollen. Die Polen habe« aber jetzt eine aufrührerische Bewegung inszeniert, um. die Alliierte» vor eine vollendete Tatsache zu stellen.! Erklärungen dcö polnischen Ministerpräsidenten. Warschau, 14. Mai. (W.P.G.) In der letzten Landtagssitzung gab Ministerpräsident Witos sehr eingehende Erklärungen über die oberschlesische Frage und über die Stellungnahme der polnischen Regierung zum Aufstand in 'Oberschlesien ab. Die polnische- Regierung statzd pmer vollzogeM» Tatsache. VERSAMMLUNG Donfltrstoe den 19. d. M. nm halb 8 Uhr abends HOTEL POST, I., PLE1SCHMARKT Thema: Gegenwart and Zukunft des jüdischen Volkes s Redner: Abg. R. STRICKER. Prof. ARTHUR FREUD, G.-R. Dr. JAKOB EHRLICH, Dr. ISRAEL WALDMANN gegenüber, die sie nicht mehr verhindern konnte. Die Regierung hielt es, bet aller Anerkerrnung der bedrängten Lage der oberschlesischen Bevölkerung/für notwendrg, festzustellen, daß -sied^r Auf. st and nicht billige, , trotzdem sie wohl wußtedaß diese Erklärung einen peinlichen Eindruck herdvrruW. werde. Die Regierung traf > fdtertei Maßnahmen, um jeg-, liche-lr Verdacht einer ^Mitwirkung, 'an. dem Anfftand.zn fertigen. ' , > Der Minlstmrpräsidettt beLoute ^feruLr, daß die' polnische Regierung an die' Ententemächte^ einen wärmen-Appell richtet habe, dahin zuWirM,,. Päß,.-möglichst rasch die end--,. gültige En tscheidu.n.g.äih.e.r.,daK......Schichsal Obersch l es iens uu Simm des Kersgilller Mrirages uni/ ent-' sprechend den tatsächlichen Ergebnissen der Volksabstimmung erfolge. Mit Rücksicht;auf,. die Gerüchte, /die . von einem-' angeblichen..Plan, Oberschlefien -zu. .einer /selbständig y-n staat!echen Ernhtii rrmzuwaudeln,,pvotestiertc der Ministerpräsident----kategorisch- ^ge» derartige Proiekir, die die Grundlage '!>. dauernden Unruhen und müßten. _'?n Inland. 'G v. Bnndeskanzler Dr. die Kredtthilfe und den Finanz plan. Die „Innsbrucker Nachrichterr" verSffLMlinp'u »y« llnterretzuntz ihres Wiener Vertreters mit dem"Vn'ntzes-) kanz'ter Dr.-Mayr in Angelegenheit der im Zuge be< findlichen Kvedrtaktion des Völkerbundes für/-Oester/ reich und des in Dorbereittmg befindlichen FmauzplavlA den österreichischen Regierung. H > Ich bin natürlich mcht in der Lage, - naues Datum anzugeben, glaube aber, hassen z-ch hürßen, daß wir noch : -^ui - -^ por bsm Ha chsomwer - -; ' ,im' fjfottn darüber fiein. werden. Die Finanztoinmi'jinM des.Völkerbundes tritt.am. 23. d. M. in London ZD wich-., die. entscheidende Rücksprache mit den infei>' riationalen FirlanzkonsorLien genornmen werden. Wir er^ wdrien dann', die Finanzhekegtzrten tv i ed e r i n. W ie r-tzj um', mit .ihnen die abschließenden Verhandlungen zm führen. Der guie' Wille auf der Gegenseite bssstsW zweifellos, und ich'.habe den bestimmten Eindruck', MU die Finanzkommission des.Völkerbundes alles wird, um den mtiLLnatiMaVen Kaprtalsmrrkt . ' v zu einer entsprechenden. Aktion für Oesierveich zn. .ge'ä wiynön.. Jedenfalls haben wir durch die Ausarbeitung Die AudenpoLitik des Ministers Sknlski in polnischer Beleuchtung. Aus Warschau wird uns grschrieben: „K u r j e r P o l-s £ i" veröffentlicht einen längeren Aufsatz über d»e Jndenftage in Polen, in welchem der Verfasser die Ansicht ausspricht, hgtz der Antisemitismus der polnischen Gesellschaft über kurz oder lang einer verständigen. Auffassung der Judensrage in Polen weichen müsse- Dann fährt der Verfaffer fort: Unser Optimismus wird jedoch gedrückt durch die antisemitische Stellung des Innenministers S k u l s k i, welcher sich nach außenhm mit dem neuen Kurs in der Politik gegenüber den Juden identifizieren soll. Seine neueste Verordnung über das Optionsrecht, welche er aus Grund des Artikels 6 des Rigaer Vertrages denr Ministerrate vorgelegt hat,' beweist, daß SkMi den Geist der Zeit nicht versteht- Sknlski will erreichest, daß auf den neugewonnenen Teriritvnen au Stelle der Option ^eiue . individuelle Naturalisation eingeführk werde, «m de« Juden die. Erlangung der polnischen. Staatsbürgerschaft zu erschweren: Skulsktwill nicht, daß sich infolge des Zuwachses an jüdischer Bevölkerung auf den neuen Gebieten die Zahl der: jüdischen Parlamentsmandate vermehre, im Gegenteil, aus Grnnd seiner neuen Wahlarithmetik soll diese Zahl vermindert werden." Anschliestend daran erörtert der'Verfasser die Gründe, warum Sknlski die Juden möglichst aus dem Sejm ausschließen will, und kommt zur Ansicht, Skulski wolle ein befferer Katholik sein als der Papst. Er schreibt weiter: „Wlll Slulkki gerade in dem Moment die Fahne des Antisemitismus entfalten, da Dmöwski,welcher politisch besseren Spürsinn hatzass er sie langsam sinken läßt? Sknlskr muß sich doch darüber Rechenschaft geben, daß seine Absichten die ganze, auf ei« Kompromiß abzieleude, reformatorische Aktion durchkreuzen, welche das Kabinet, in dem er sitzt, ist der Judenfrage begonnen hat. Will er seine Stellung im Kabinett echalten, so wird er sich wohl mit der übrigen Regierung, welche die jüdisch-polnische Verständigungsaktio« beschloffe» hat, solidarisch etklären und danach handeln müffm/ Es wird festzustellen sein, ob die Meinungsverschiedenheit 'zwischen Skulski und den übrigen Kabineitsmitgliederu in der Judenfrage wirklich sa stark ist. Jedenfalls ist diese polnische Beuiteilung der antisemitischen Politik des Jnnenministeks beuierkettswert. Die Aiidischnattonale« im Br«««« Gemeinderüt. Lus B r ö n n wird uns geschrieben: Bei der Beratung des Budgets der Sradt Brünn gelang es den beide« jüdischnationalen Gemeinderaten, ansehnliche Subventionen für j ü d i s ch e Institutionen zu erwirken. So wurde» für Institutionen der jüdischen sozialen Fürsorge (Kinderwarmestube und TageSheimstätte) K 84.000 und für jüdische Schult» (Kindergarten» Volksnnd Mittelschule) K 1*26.000 in das Budget eingestellt. Dieser Erfolg ist nicht so sehr wegen der^in Betracht kommenden Beträge bedeutungsvoll, als vielmehr deshalb, weil im Brünner Gemeinderate die Berechtigung der jüdischnationale» Forderrmgen nach Subventionierung jüdischer Jnstitnttonen als solcher prinzipiell anerkannt wurde. Nach dem Wnuschr der jüdische« Assimilanten, die m verschiedene« Parteien des Beünner GemeinderatcS fitzen, hätte» die Snbventionen für die jüdische« Institutionen der sozialen Fürsorge und des Schulwesens unter dem alles verschleierndem Titel „Für kulturelle Zwecke* im Bndget eingestellt werde« solle». Die jüdischm Gemeinderäte, vor allem Stadtrat Dr. Feldman», erwirkte» jedoch mit dem Hinweis aus die Notwendigkeit einer prinzipielle» Stellnng- »ahme znr jüdischnationale« Forderung eine» Stadtratsbeschlnß, der die Subventionen nicht »nter einem Decktrtel, sondern als Beitrag der Gemeinde z« j ü d i s ch e » I « st i t»t i 0 » e» in daS Bndget einstellte. Die tschechische Majorität deS Brunner Gemeinderates hat im Einklänge mit dem Grundsätze der An- «kennnng der jüdischen Nationalität die Betechtignng dieser Forderung, gegen die sich die »Ssraelitch" alle« Parteien wandten, anerkmmt. Gpund derer der Völkerbund seine weitere Arbeit, föriiZ führen kann. Eines ist sicher, daß der Völkerbund die..ihne^ von den Mächten übertragene Aufgabe alS.eine betrachtet, von deren günstiger Erlebigrnrg zuük. gut?m Teil auch seine nr v r a l i s ch e P 0 s i L i 0 n abhäugt. Eri ha.t hier eine einzigartige G.elegenheit, .-zu bew'Ä iLttMbl er ein taugliches Jnstxurnent .Mr! die Fürderüng inie^ nationaler Zusammenarbeit ist. .Wenn. er. diese.Gelegen-! heit entsprechend ausnützt, wird 'er viel die seit der Grüitdung öest Völkerbundes' 'MseÄiW laut geworden ist, züstl,Derstümyckn 'SrinMn mtd' ueKW Zutrauen zu seiner.weltgeschichtlichen^Rolle errvLckE> Schon aus. diesem Grunde '.Hlalche-.iH.F^ BoNjÄ bunh die größten Llnstrengüngen zu unseren GimstaH urachen wird. Durch die Hilfsaktion wird die. mrßsM ordentliche, Bedeutung7 -!- ' für HMF M;tüeköNvops . v . t-;, in einer Meise mkerkannt, die' uns zeigt, -diasl.die. uns geleistete AufklärmrgsarbeiL seit, den. Tagen ' pvyij Saint-Germain Früchte getragen hat. . > J . j? Ich kann ehrlicherweise nicht, versprechen, daß 'inÄ Opfer, welche die Bevölkerung auf sich wird nchmenj müssen, leicht, zu ertragen .sM -.werde». Ich.verkenn« auch nicht, daß schon das bisherige'Ausmaß «»] Steuern und Abgaben eine schwere Belastung, für di« Lebenshaltung der Massen bedeutet. Ich möchte auf einen grundlegenden Unterschied aufmerksam u-mHeich Die Bevölksrung: hat bisher sozusagen ' ' ' f .-.4 ins Blaue hiuietir Qfatmm z^chlen , , müssen, immer, bloß zu dem Zweck, ein.autzenbüä's^)?^ Defizit zu decken. .. Jetzt werden wir von der rung mit Berücksichtigung der schwächeres K la s s e n Opfer verlangendie einem weiter.. steckten Ziele dienen sollen, der endlichen Wredex-j gesurchung der öffentlichen Finanzen, von jeder einzelne Haushalt mit. seinen Sorgen und Aus-i sichten abhangt. Bisher hatten die Staatskassen eü«j bedenkliche Aehnlichkeit -mit dem Faß der Danaidenfi von jetzt an wird die Bevölkerung wisse», daß das FaW endlich einen Boden bekommen soll. Ich' glaube-- -Mset Empfindung wird jedem Einzelnen es erleichtern, sich für eine gewisse Nebergangszeit zn notwendigen Opfe zu verstehen.! - Wir werden jedenfalls' nicht erst den 'ganzen Finan plan durchzuführen brauchen, bevor wir ausländisch^ Kredite erhalten. Der Völkerbund denkt daran- ,nn^ wenn tvir durch' Inangriffnahme des Finanzplane^ unseren festen Willen zur Mitarbeit beini Gesnnhung^ werk bekunden imd unsere Kreditwürdigkeit haben, ' ' "'Jf Vorschüsse «üf M AnleW» zu. verschaffen. Schon der erste dieser Vorschüsse 'wixÄ aber wie "ein tröstliches Signal sein, welches uns daA Ende der Prüfungszeit in greifbarer Nähe ankündig^ Die Bevölkerung wich seinerzeit an de» Ziffern staatlichen Ankäufe vö« Lebe»smittLiu t kennen, welchen Unterschied es bedeutet, wenn Oester reich nicht mehr mit der entwerteten Krone als Kan auf dem Weltmarkt anstritt, welche Ersparungen hie' zu erzielen sind und wie sehr diese Ersparungen hch Budget günstig beeinflussen werben. Ich' glaube, vies wird zugleich der Augenblick sein,, in kvelchem die völkerunA wieder Vertrauen zur. ExistonzfLhigkett des Staares gewinnen 1 ivird. Es war hauptsächlich der Maugel' solchem Vertrauen, der das Lebe» m Oesterreich verdüstert, und der weite Schichten mit psychologischer FoW richtigkeit in eine Politik der Ungeduld, der Protest uM der ^lndgebnnkxrn MeinMne^'ha.t'. M jst von nutzes

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.