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Wiener Morgenzeitung · 1921-05-13 · Heft 824 (13.5.1921) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 824 (13.5.1921)
Date
1921-05-13
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Wien, Freitag * Ein FremdenHatafter i* Baris. Aus Paris wird gemeldet: Der Beschluß des Guuemderatc-5, beireffend die Neuacstaltimg der Fremdenpolizei, wird nunmehr .dn>.chge.führt.' Es wird erstens ein F r e m d t ri k a t a st e r geschasferi, sivö alle Personaldaten ge'ammelt werden, ferner werden uugefäbr 100 Polizei-Jjisvektoren mit der Äebcrwachrmg verdächtiger AwÄ , Länder betraut sein. ' , - * Kants Gehirn. Als die Ausgrabung der- Gebeine und des Schädels Immanuel Kants 1880 brhnss Uederssihrung in die an den KönigZbergcr Dom angebaute Ltoa Lautiana siat'.saud, stellte der damals an der Universität'KöniaZbcrg . lehrende Anatom-Pmreffon'vou K n-pI e r die Identität des Kantichen Schädels fest. Bon den damals aufgenommenen Mestunfleu ausarbend. eror'erte.der jetzt an der Albertina lehrende Vrofeiwr Or. Wein .kürzlich bte Kapazität des Kantschen GeyirnraumeZ, aus der Schlüße auf das Gewicht von' Kants Gehirn gezogen wurden. Nach Weiß gehört die Gewichtsm a s i e d e s K a u t s ch e n G e h i r n L zu den schwersten, ■ die bis jetzt bei bedeutenden Männern fesigeftellt sind. * Der SÄmrrck des Prinzessin LrchLerrfferrr — gefunden. Bor en.igen Tagen, erregte das Verschwindendes Schmuckes der.Prinzessin Elisabeth Lichtenstxjn, der Gattin des Prinzen Alois Luhtenstein, Aussehen. Die.Prinzessin hatte einer Hochzeit rn München beigewohnt und dann den Kurier der tnesigen ungarischen Gesandtschaft gebeten, den Schmuck, der Millioneuwert bat, nach W en zurrickzubefördexn. Der Kurier batte das Palet auch pünktlich in der hiesigen.Gesandtschaft ab- - geliefert, aber luer war cs plötzlich verschwunden. Alle Nachlorschungen der Behörden waren bisher vergeblich gewesen. Gestern erfuhr die Angelegenheit eine befriedigende Lösung. Der Beamte der ungarischen Gesandtschaft hatte" das Paket, sofort in einer der Kassen der Gemudtschaft verwahrt» konnte sich aber dann, da er von dem Inhalt des Pakets kerne Kenntnis gehabt batte, nicht mehr daran erinnern, wohin er das Paket gegeben barte. Ta gerade diese Kasse zufällig w eisig benützt wird, blieb das Paket verschollen, bis ein Zufall es wieder an den Tag förderte. * Herzlicher Empfang in Wis». Vorgestern wurde der Privaten reinte Rnsel aus Köln am Rhein im West-' babnhof eine Autolackledcrtasche mit Sribermonogramm „R. entbaltend ein goldenes Armband mit goldener Gliederkette, eine Brillanibrosche mit drei gtoßm Brillanten. einen Brillantring, enie goldene lanae Lorgnonkette, einen goldenen Ehering und 700 B'ark, gestohlen. Der Gesamtwert beträgt t 00.000 Mark. * Arcnia. Heute, Freitag, ö Uhr (Großer Saal) Ui ania- Filme r Sport und Turnen tut Film.' — 7 Uhr (Großer Saal) Alt-Wiener Quartett Schremzer. — 5 Uhr (Kleiner Saal) Reg'krungsrat' Ina. Josef Löwv: Di ehstromtranssonnator und Trebströmmötor. 11. —. V-H Uhr (Klemer Saab Dr. E. Huschmann: Hebet PiNchoarialwe, V. — ^6 Uhr (Kurssaal) Feuerschutz, Brandinspeltor Leopold Stanzig: Feuerlöschtechnik und Fcuerlöschtakiik. —. W8 Uhr lKurssaal) Professor Dr. E. Horner: Grillparzer Md Zed'titz in ihrem Verhältnis zu Napolcn. — V-6 Uhr (Kiubsaat) Opernsänger Felix Folerna: Tonbildung und Gesang, H. — Vs8 Uhr (Klubsaal) Dr. Josef Zmh: Musik- Lheyietiiche Anleitung für Gitarre- und Lautenspieler, Vir. Dereinsrrachrichten. «• Palast in a - Sektion d e.s A k a d e m i f ch e n Vereins jüdischer Mediziner in W i e n. 5 a m s t a g um 7<3 Uhr nachmittags Mitgliederzusammenkunft. 2 Uhr nachmittags A. C -Sitzung. — Bethaus A n s ch e d a t h w a z e de k, XX., Tra « nfelsga ff e 3: Morgen, 6 Nbr nachmittags, Vortrag des Herrn Löbl Taubes über aktuelle Mache Fragen. — B e t h a u s B'n e i B'rith, XX., K a r a i a n o a s s e 20. Morgen um 3 Uhr nachmittags spricht' hü uns Herr Löbl T a u b e s über aktuelle Probleme des jndsichen Volkes. ______ " - Die SrrEhrmM ■■ Der MirrkLbericht. In der Großmarkthalle ist gestern Rindfleisch im Groß-' Handel um K 6 und im Detailverkauf um X 10 teurer geworden. Fett kostete in der Großmarkthalle per Kilogramm X 232 bis X 240. Ans den G r ä.n Ware n m ä r.k t e n hatte die ge-. steigerte' Nachfrage nach Spinat ein Anziehen ..der: P r e ich. . e zur Folge. Gärtnerspinat kostete im Detail auf dem Naschmarkt X 13 vis 24. per Kilogramm, feldmaßig gebauter Spinat stellte sich auf X 6 bis 10.' Die neuen. Preise kur Neusiedler Salat betragen K s.eo auf dem Markt, K 6 in den Beznksgeschä-ten per Stück. . - * Die Besisickung der Märkte mit E i e r n ist anhaltend - kriavp, da sicht die Produzenten weigern. die Eier, zu dem vorgeschriebenen Preise von X 11.50 per Stuck abzugeben. freie lüäiLcbe VvMdübne llkiter: llZon Lrerher — Isak Deutsch. . 4280 Tel.-,• .40-3-31 ♦*•**►♦*♦•♦••*♦****•♦♦♦**♦♦♦♦* Heutig Vs8 Uhr abends: '; °ch-ck"at wider Willen (Bertschik)1 ';i;ton von L. Kobrra. ■ Regie: I. Dentech. - j(,. , ''•Ml«cliik:.r5iwtoiB .Mithin a. G. Wiener KLassikerbUhne Ein neues "Wiener ÄLHnenünternehmen ^pi-elje g.Mrn in d^r Neuen Wiener Bühne zum ersten Male, zunächst vy'r einem geladenen Publikum.- . Was diese „Wiener chtzlassikerbühne" will, sagde ihr künstlerischer weiter, Herr Dr. H. Leoster, in einer warmen Ansprache. löie spezifische Wiener ThMterkulkur, die in aller Well einen .guten'.Ncimen/l h-rbe, sei dadurch gefährhek, daß das'einstige Publikum der Jnlekligenzler j'ch den Theaterbesuch nicht meh^ leisten -könne, chticht zuletzt vom Publiürm.aber hüngt dl's-Niveau der Schau-, sßielkstnst. ab. Das . wtzrtvölle Publikum der geistigen l Arbeiter müsse .daher d^m Theater er'halteu bleiben. Dies -bc?,wecie bi.- Wie-wr Kkafskkerbühne, welche zu sehrniedrigen Preisen klassisch? Werke der Weltliteratur stilvoll spielen werde/ 7 ■ / "Tst 'etst->'"Dt:D>i^ltt. .1 st ü'':ruD pi>.s, oaß es nicht uul --st ne ui jener jragwüroigen Unternehmungen zu tim hab^, welche vorgeben, ein Knltllrbedürfnis' zu erfüllen und dem Volle die Künsten geben, während sie bloß für chnbeschästigte,- lninderwertig-e Theatergrößen Reklame machsst' ünd'-'der EstMit- "Vieses vder jenes G^chaftelhubers. hieneni Nach ernster, wirklich künstle-. rijcher Arbeit (wie sie nur möglich, weM eine Gemeinschaft. mft Hin gäbe bei der Sache ist) wurde Shakespeares „D e r W i d e r s p e n.st i g e n. Z ä h m u n g" in einer sehr, ansprechenden Bearbeitung L ev ster s als „Rüpel spiel" heraus gebrachte Die überflüssige (freilich kostbare) „Einleitung"' fiel weg, das Spiel bekam seine - derbe, volkstümlicheNote, die ihm; woh(bekommt, wav kurzweilig, die Akteure waren angehalten, sich fleißig, doch taktvoll an. das Publikum zu wenden, und ,der Schluß ist voM Spielleiter so angeorduet,-daß'die Schauspieler vor die Rampe treten und mit einem artigen Spruch von: den Znhörern "Abschied nehmen. Einige ganz. vortreffliche Einzelleistungen: Oskar B e r e g i, der etnste, aber sonst so schwerblütige Künstler. 'Diesmal in der Rolle des Potrncchio zu humorvoller Lebendigkeit gelöst. Hervorragend die temperamentvolle und dabei sehr anmutige' Katharina Maria G u ttmanns, süß und lieblich die Bianca Nora Herberts und höchst ergötzlich der Grumiv Fritz S ch r e ck e r s. Am erfreulichsten aber das überraschend gerundete ZnsaMmenspie'l, an dem auch' alle anderen Mitwirkenden Anteil haben. Her stürmische Beifall nach allen' 'Aktschlüssen war wvhlberdient. '; Wenn die Wiener Klassikerbühne hält, was diese erste Leistung verspricht, und wenn ihr schönes Beginnen Verständnis und Unterstützung findetwird sich auch der geistige Arbeiter und der Mittelstgnbsmensch wieder an guter Bühnenknnft ersranen^ dürfen. O.A. Die erste Iu gendvv rstell'u n g' der Wnen^er ' K l a s s r k e rb ü h n e, deren Aufführungen' vürri'- Mirti-' sterium für. Unterricht den Mittelschülern und Mittelschüleristnen der oberen Klassen urch derr.-HöreM 'der höheren Lehranstalten, zum..SesM emp.fohlen..werden, fiichet Samstag den 14. d. M. um 3 Uhr nachmittags. in der Renaissancebühne in der Neubaugasse statt- Zur Aufführung gelangt Shakespeares .Rüpelspiel „Der Widerspenstigen Zähmung" mit Oskar B ereg i als Gast in der Rolle des Petruechio. Der. -Börverkauf an den Tageskassen der Renaissancebühne hat .-heute begönnen. . __ Neue Wienex Bühne. Eine sehr gut besuchte Nachtvorstellung zugunsten des Fcrialfönds dieser Bsthne. Man gönnt den VeraNffaltekn den materiellen Erfolg sind ist nachsichtig. Deshalb muß man aber doch feststellen, daß Tilla Durienx für die Anna, in Schnitzlers „Wschiedssouper^ gönz und gär' nicht geeignet istl Sie sollte so viel Selbstkritik haben und ein Wiener ,-süßes- Mädl" nicht spielep. Eine angenehme Begegnung Robert V a l b e r g als Anatol. — Eine Uraufführung — die Pantomime .I n t erm ez-zö" von-Egon S.ch u b ert, Musik von Dr. Julius v. F e r e n c z h, über die kein Wort zu verlieren ist -- ließ Man über sich ergehen, weil , die entzückende A-nitta B e r b er mittat. — Den Abend leitete ein gar wilder Sketch „D. i e N a ch t" - von Georg W o. l f f ein, in dem sich Oskar B..e r e g i und Maria E i s auslebten. Er ist weder geschmackvoll noch augruehmaber-dafür deutlich und „spannend".. . Ä, Aus dorr Theatern. Im B u r' g t b e a 1 e r. wird morgen, Samstag,' zu er-' höhten Preisen „I p h i g e n i e 'a ü f Tauris" gegeben:- Beginn 7 Uhr. , Im S ch ö n b r n u n e r S, ch l 0 ß t h e a t e r - findet morgen. Smnstag, die Eröffnungsvorstellung statt. Zur Aufführung gelangt zum ersten Male „Di e k l e i n e Lecäss öt". Erhöhte Preise. Beginn 7 Uhr. In der S t a a t s ö p e r geht morgen, Samstag, zu besonderen Preisen I. „E arm e h" in Szene. Escamillo — Herr Alfred Jerger als Gast. Beginn V-7 Uhr- Im D e u t s ch e n B 0 l k s t h e a t e r -gelangt -morgen,. Samstag, „Dant 0 nsT 0 d", Drama iy vier Akten (23 Bildern) von Georg B rpch.n e r, zur Erstausführung. . In deniK ammerspielen findet heute um 10 Uhr abends die Erstaufführung der erotischen Komödie '„Die un- - berührte FraM, von Gabrpela Z a p 0 l s k a. statt- Für die - Psingstfeiertage wurden folgende Nachmittagsvorstellungen anpesetzt: Für Sonntag den 15. d. M., ,3 Uhr nachmittags, Hans Müllers vier respektlose Komödien „Mau kann auch-äüders", für Montag dm 16. d. M., V-3 Uhr nachmittags, Wedrkmds - „Musik". . ' ' ' ' Im W i e n e r O jt n h..t t-§ e a't i r gastiert K si t h e D ö r,s ch. h. e u t e in der ' Hauptrolle der Kömödie, „S k anha l" von Henri .B ä t a f ll.e.' Der. -von .Josef Jarno inszenierte Premiexenabehdi beginntum7 Uhr../ An der N e n e n W.r e n e r Bühne beendet , Frau Tilla D u r i e u x ihr Gastspiel als F e d 0 r a in Sardous '„Fedora" am Dienstag, den 18.. d--M.- Die Künstlerin wrrd in chieser Saison in Wien keine wettere Rolle spielen. Freie Jüdische Volksbühne. H e.u t e, i 'V-8 Uhr, gelängt „H er rat w i b er, Wille n" (Bertschik), Koniödie in vier.Akten.von L. K 0 b r i N, in. teilweiser N e uh e s e tz n n g mit dm Däcken: D e u t>s ch, Weint t ö u-b* ■ G r rf j und hm Herrm D e n t s ch und N a t h ä u zuL' Aufführung, l ' ' f - : ' D i e F r ü h j a h.r sau s st e l l u n g des Künstle rb n n.L e s' -H R a e n" wird am Samstag vor Pfingsten '' «hb Sonntag, üch 12 Uhr geschloffen, am Pfingstmontag bleibt - die 'Ausstellnüsi wik gewöhnlich für ven sillgemelnen Besuch pdn6-bis b UhiPcWeU ” 7 ' / .Feftvonsierkmsi. in ver fLolksöfter. Samstag. den 14, dü-M., Uhr -abends, findet -in der Volksoper •' eine F e st v 0 r st e l l u n g der „Fl ed^e tniii u s" von Johann Sirarjl§ statt, bei /welcher- ,Dr? Felix W e i n g ä r t-'n e r, Lucille M a r c? ll - W r i n,g a r t n e r, Kammersänger Leo S l e r a k, Kammersänger Fritz S ch r ö d t e r, Klara 13. Mai 1921 _'Nr. G24- M il s i l, Ella, Bcrta und Marta W i e s e u t h a l Mitwirken, Restliche Karten an den,beiden Tageskassen. Das spa«ische « Gastspiel des Miene» , Staatsballetts. Herr Nechtsanivalt Dr. Emil K 0 ll e k schreibt uns: „Ueber das Madrider Debakel des Staatstheaterballetts sind verschiedeuartig^ lautende Nachrichten verbreitet.'worden, welche geeignet sind, die Haltung , meines Klienten, dos Herrn Norbert S alter au§. Berlin, in dieser Affäre mißverständlich aufzusaffest. Darum sicht sich /Herr Norbert Saltcr veranlaßt, der Oesientlichkeit in präz-ser Form bekanntzugeben, daß erden Madrider Geschehnissen und dem. Debakel des Balletts vollkommen fernficht., Dex ursprüngliche Vertrag, dm Herr Norbert Salier mit der Staatsöver für. ein Höchstausmafi von achtundvicrzig Vorstemmgcn abgeschlossen hat. wurde dadurch frühzeitig beendet, daß die Herreti DirektionZsekretnr S ch l a d e r und Doktor B 0 l l m 0 e l l e r in Herrn Salier drangen, mit Ablauf des nchlzehntägigcn Varcelonaer Gastspieles von dem Vertrag zuiückzuveten. Danrt wird sich, das, demnächst tagende Schiedsgericht zn beschäftigen haben. Hanpt'ache ist aber,, daß mit Ende der Saison' in Barcelona die Wege des Balletts und drs Her-kÄ Salier völlig anseinandergingen und dieser, keinerlei sinanüclle oder moralische Verantwortung für die dann entstandenen Kalamitäten trägt." ■ Salzburgep Festspiele Daß Wiener Sekrekäriat. der Salzburger Festipielbaus-Ge'memde teilt mit, daß bei den diesjährigen Sommerfestspielen in der zweiten Hälfte August die W i e n e r S t a a t s o per durch mehrere Aufführungen von „D o.n I u a n"'und „G o s i {an t u t t e" unter der Persönlichen Leitung Richard S t r a u ß' und Fränz Schälks Anteil nehmen wird. Brenner- Gepenkapeird. Der Klub der hebräischen und jüdischen Schriftsteller in Wien veranstaltet Dienstag den 24. 0. M.. im Saalö^ des 'Hötel- Coütinental. II, .Täbörstraße 8. einen I. Ch. Benner-Gedenkabend. Redner (hebräisch und jüdisch): Zwi D i s e n d r u cb. Alexander C h.a s ch i u. Salomon N u b a s ch ö w. Vorlesungen aus.I. CH. Brenners Schriften: Ber H 0 r ö w i tz und Melech R a w i c z. Die Rüekkehr der Düse znm. Theater. Eleonora Düses Wiederaustretm, welches nach einer jahrelangen Unterbrechung ihrer schauspielerischen Tätigkeit äM 5. d. M. iü Türm erfolgte, trug den Charakter eines großen künstlerischen Ereignisses ünh Künstler und'.Kritiker aus ganz Italien . hatten .sich ans dieseiü Anlaß in Turin einßefunden. Dis Künstlerin hatte Ibsens ^Frau vom Meere" gewählt-und-ihr Erscheinen auf den Brettern sowie ihre Darstellung wurden mit unbeschreiblichem Enthusiasmus aufgenommen.' Konzert Mirra Solrolskaja. Morgen, Samstag, findet im Mittleren Konzerthaussaal das Konzert der jüdischen. Liedersängerin Mirra S ö k öl s k a j a, statt, für' das sich lebhaftes Jntereffe kundgibt. Restliche Karten in den meisten Theäterkarteubureaus. an d.?r> Konzerthauskgffe und bei der „Wiener Morgenzeitung",!>., Tabörstraße 1/3. Dortselbst Verknus bis Samstag, 5 Uhr nachmittags. ' V Die Üßttzarische DokumentettaffLre. Der aus der D0kumentenaffäre bekannte, in der ungarischen Gesandtschaft in Wien seinerzeit ais Hilfsbeamter tätig gewesene Franz S ch u l l e-v)- Sulla h wird sich demnächst vor einem , S ch. 0 f. f e -k-H« a t. üpter Vorsitz des Vizeprästdeuten Hofrates Dr. H a b.i.e t ine k wegen Betruges zu.verantworten haben. ° ■ Die vom Staatsanwalt Hofrat .Dr. W i n t e.r st'e i n vertretene Anklage^ legt, .ihm zur Last, daß .er dem ehemaligen Volkskommiffär der ungarischen Räteregierung, der eine Zritlang 8uch Gesandter in W.iem gewesen,ist, Wilhelm B ö h m, verschiedene Dokumente, die die Unterschrift des Pressechefs der Gesandtschaft, Arpad Rei ch, trugenin die.Hand gespielt hat. und daß diese Dokumente s e h r g e s ch i ck t e-, F a l s i f i? a t c seien. Böhm hat in der Annahme, daß es sich um echte Dokumente handelt, ihm materielle Zuwendungen gemacht und dadurch sei der Tatbestand des Betruges gegebm. Die Affäre hat seinerzeit, wie erinnerlich, durch die Publikationen dcr „Ärbeiter-Zeltung" viel Stand aufgewirbelt, indem damals behauptet wurde, daß eine von der ungarischen Regierung ausgehende monarchistische Propaganda auch von dem Reichsverweser H 0 r t h y mit bedeutenden Geldmitteln gefördert wurde, und daß auch der . damalige Gesandte Dr. G r a tz kompromittierende Beziehungen zur christlichsozialen Partei und ihrer Presie unterhalten hasi Schuller-Sullah hat behauptet, er habe dem Böhm , aus d r ü ck l i ch m i.t g e t e i l -t, d a ß r s s ich u m F a l s i fr k a i e h a n d l e, w a s Böhm j e d 0 ch. b e st r e i t e t. . Zur Verhandlung vor dem Wiener Gericht wurden der frühere , ungarische Minister Dp. G r a .tz und Ministerialrat Arpad R e.-.i ch^ als' Zeugen vorgeladen. HaKoah—Sportklub, i Die beideü Vereine' -tragen PfiüMöMiaMjhr-.?.MÄ!geS Meisterschaftsspiel auf dein W. Ai C>Platz im Präter aüs. Die fHakoah-.steht vor großen'BefetzÜkigsschwierigleiten, da die beiden Verteidiger'Schetier ünd Trümmer öerletzt stndi Dir Mitwirkting Trümmers erscheiüt äüsgeschlollich hingegen'höffert bic Hakoahner, daß Scheuer wird antreten können. ' ' IÄrschßr Sport M vsr Tschechö-SloOMci. '' Makkabi-Brünn.und' Makkabi-Proßüitz haben gemeinsam für Pfingsten den Wiener führenden Verein' der zweiten. Klasse, den Sportklub Ostmark, verpflichtet. Ostmark tritt am Pfingstsonntag in Brüun und' am Pfingstmontag in P'roßnitz an. Dcr Proßnitzer Makkabi weist eilte bedeutende ForÄvetbe'sfernng auf; so gelang es' ihni am vergangenen Montag, deü tüchtigen Nnßdoifcr Athletikklub, der in der Wiener zweitklassigen 9J?ctfler* schaff eine gute Roye spielt, mit 4; 0 zu bezwingen. Äuswärtige Wa.ürischüfttn in' Wien/' Zu Pfingsten weilen drei hochklaffige Maunschäffe^ in 'Wien. Der Sporlklub Rapid hat die jüddcntsehen Meister, 1. Fußballklub viüviib.cLft mid Spiclveieiulgung Füvth, zu. Gaste. Die beiden. Wettspiele gehen' Santstag, den 14 und

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