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Wiener Morgenzeitung · 1921-05-12 · Heft 823 (12.5.1921) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 823 (12.5.1921)
Date
1921-05-12
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Rr. 82S Wien, Donnerstag Weueu Morgerrzett»«g Tagesbericht. Auflösung der Petljura-RegLerung. Mooka», 11. Mai. (Funkspruch.) Die polnische Regieruue. hat die P e t l j « r a -- R e g i e r u u g aufgelöst. Dir Mitglieder dieser Negierung sind au die tschechische Grenze a b g e r e i st. In Polen bepndm sich noch grgeu 12.000 internierte Anhänger Peiljuras. Der freie Handel in Rußland. Reval, 9. Mai. Der „Wolja Rossii" zufolge begannen alle Gubernialvollzugsausschüsse der Sowjetregiermig, Anweisungen aus das Recht, frei zu handeln, ausznstelle». Streik in den steirischen Kohlenrevieren. Graz, 11. Mai. lieber die neuen Lohnforderungen ver Arbeiter sämtlicher Kohlenbergwerke in Steiermark wurden in den letzten Tagen in Wien Verhandlungen zwischen den Vertretem der Arbeiter und der Unternehmer geführt. Da die Zugeständnisse der Unternehmer den Vertrauensmännern der Arbeiterschaft nicht genügend erschienen, wurden die Verhandlungen gestem abgebrochen. Gemäß einem Beschluffe der am Montag hier abgehaltenen Betriebsrätrkonferenz der Bergwerksarbeiter waren die Lohnforderungen bis heute mittags befristet. Infolge desScheiterns der Lohnverhandlüngen werden die Arbeiter in allen steirischen Kohlenrevieren morgen früh in den Ausstand treten. Das tschecho-slowakrsche EiseuSahnmiuisterium gegen die österreichischen Privatbahnen. Wege« Nichterfüllung der Geldverpflichtungen. Prag, 11. Mai. (Tschecho.-slow. Preß-Bur.) Das Eisenbahnministerium hat vom 1. Juni 1921 an den Frankatmzwang und das Verbot der Nachnahme und der Barvorschüsse bei Sendmrg'en nach den Stationen der Südbahngesellschast, der Wiener Lokalbahnen, der Eisenbahn Wien—Aspang und * der mederösterreichischen Landesbahnen oder darüber hinaus angeordnet, da einzelne österreichische Bahnverwaltungen mit der Erfüllung ihrer Geldverpflichtungen aus diesen Verkehr gegen die tschecho-slowakischen Bahnen infolge ungünstiger finanzieller Lage . im Rückstand geblieben sind. Die Rückstände haben in den letzten Monaten eine solche Höhe erreicht, daß ihre verspätete Abzahlung geeignet erscheint, die finanzielle Gebarung der tschechoslowakischen Bahnen zu gefährden und . durch' die langandauernde Entziehung der Bahnbetriebseinnahmen das Wirtschaftsleben des ganzen Staates nachteilig zu beeinflussen. Das Eisenbahnministerium ist sich der u n g ü n st i g e n F o l g e n der Beschränkungen auf die wirtschaftlichen Beziehungen mit Oesterreich vollkommen bewußt und wird diese Maßnahme sonach nicht länger gelten lassen, als dies im finanziellen Interesse der Bahnen unbedingt notwendig fein wird. Für den jetzigen Zeitpunkt erübrigt nichts anderes, als zu solchen unliebsamen, jedoch im Staatsintssresse unabwendbaren Maßnahmen zu greifen. Ein Feuergefecht zwischen tschechische« Gendarmen und polnischen Legionären. Prag, 11. Mai. (Tel.-Komp.) Gestem nachts kam es an der tschechisch-polnischen Grenze zu einem Feuergefecht zwischen tschechischen Gendarmen einerseits und polnischen Legionären und polnischen Bauern andererseits. Letztere wollten sich mit Gewalt eine Schafherde, die ihnen von den tschechischen Gendarmen wegen Werdens auf tschechischem Gebiet weggenommen war, zurückholen und eröffneten, nachdem sie über die Grenze gedrungen waren, aus das Schulgebäude, in welchem die tschechischen Gendarmen einquartiert waren, ein Gewehrfeuer. Seitens der Gendarmen wurde das Feuer erwidert, es wurden mehr als dreihundert Schüsse gewechselt. Die Gattin Giolittis gestsrÄeu. Turin» il. Mai. (Stefan!.) Die Gemahlin dcs Änüster-- prSsiderrteir, Rosa G i o l i t t i, ist gestorben. 200.000 ukrainische Flüchtlinge im Anmarsch gegen die polnische Grenze. Der Ukrainische Pressedienst meldet auS Lemberg: Hier ist die Nachricht verbreitet, -aß 200.000 Flüchtlinge aus der Ukraine mit denr noch übrig gebliebenen Hab und Gut i« Anmarsch gegrn die polnische Grenze, und zwar in der Richtung Rowno— Gtarokonstanthnow, begriffen sind. Diese massenhafte, in der Geschichte me dagewesene Flucht ist durch die Verhältnisse in der vv« den Bolschewiken okkupierten Ukraine verursacht. Loni» Rothschild in Budapest. Wahrend seines jüngsten Budapest« Aufenthaltes konferierte der Chef des Wiener Bankhauses S. M.v. Rothschild, Louis Rothschild, mit dem migarischen FmanzmimAer, Wie be* Minister einem Interviewer deS »Bndapesti Hirlap" müleilte, wurde« in dieser Konferenz alle wirtschafllichen Fragen-ÜngarnS berührt, wobei RothschUd die Notwendigkeit von Maßnahmen zar Hebnng deS Kurses der ungarischen Effekte» betonte. Ob atzch A» die chrWchnationalW BvLrome gelyuche» ««de» ist nicht Ein DenunziäntenwerL in Wien. Was die ,,Reich»post" publiziert. /Das Organ der frommen Christen, Staatsretter und Ritualmörder veröffentlicht mit der geziemenden Begeisterung den folgenden Aufruf des Antisennten!- bundes: „Um He Juden frage im allgemeinen und die Ost- .jude«frage int besonderen eiste« raschen und im Interesse' der arischen Bevölkerung gelegenen Erledigung zuzuführen,■ erblickt der dwrtschösterveichische Schutzverem Antisemiten- Lund in der Anlage eines Judennachweises (Judenkataster) für Wien eine Aufgabe, die zunächst gelöst werden muß. Die Anlage eines solchen Nachweises ist einerseits rm S 3 der Bundssfatzungen des Antifemibenbundes als eines der unerläßlichsten Mittel zur Erreichung des Vereins-' Zweckes vorgesehen, andererseits derzeit umso notwendige« geworden, als alle in Letzte« Zeit von amtliche« Seite durchgesührtsn Volksnachwsise (Volkszählungen) keine Angaben übe« Glaubensbekenntnis und Rasssnzugiehöngkeit enthalten, daher gerade in dem sür'uns so wichtigen Punkte unvollständig sind. Da aber die Anlage eines vollständigen Judenkawsters ohne Mithilfe der arischen Bevölkerung unmöglich durchgeführt werben kanrr, richtet der Antisenntenbund an die. arische Bevölkerung Wiens die Aufforderung, ihm bei der Anlage dieses Katasters tatkräftigst zu rmtersrützrn. Jeder Arier ist in der Lage, in dem von ihm selbst bewohnten Hause eine Hausliste zusammenzustellen, die möglichst folgende Angabeil enthalten soll: ' i. Am Kopfe der Liste: Bezirk, Gasse '(Straße, Platz usw.), Hausnummer, Türmrmmer;. II. Des Wohnungsinhabers: 1. Name, '2. Alter, 3. Geburtsort, -bezirk, -land (alte Einteilung), 4. Beruf, 5. in der derzeitigen Wohnung seit (eventuelle frühere Wohnung mit Zeitangabe), 6. kam nach Wien von (Ort, Land), Zeit, 7. Wohnungsgröße (hat Doppeltvohnrmg, Billa usw.), 8. ist in der.Sommerfrische, wo? wie lange? 9. wurde wegen Schieberei, Balutaschiebimg usw. abgeschafft (nähere Angaben), 10. wurde sonst irgendwie , abgestrast, 11. hat dorr Krieg mitgemacht (Regiment, Bataillon, Dienst), 12. Kriegsauszeichnungen, 13. Berwun- \ düngen im-gelbe; : : ■ III. Familienangehörige des Haushaltes (Einzelheiten wie Ser II., 1 bis 13). IV. Sonstige Mitbewohner rm Haushalt,'Maten wie oben). •' : :- V. Anmerkung (sonstige zweckdienliche Angaben). Selbstverständlich wird nicht jeder in der Lage sein, . über jeden der angeführten Punkte Aufklärung geben zu können. Die Ergänzung von unvollständigen - Einsendungen wird der Antisemitenbund im eigenen Wirkungskreis erreichen. Es ergeht deshalb an Men Nichtjuben die dringliche Bitte, durch Einsendung einer -Hausliste"die" in seinem Hause wohnender: Juden bekannizügeben' und dabei möglichst die oben angeführten Angaben zu berücksichtigen. Die Zusendmrg dieser Listen wird erbeten an den „Antisemitenbund", Wie»:, 8. Bezirk, Joscfsgasse .4 bis 6." Das ist natürlich' kein Terror wie etwa die Evidenz-, Haltung Nichtorganisierter 'christlicher', ArLMer bnp§: bte So zialdemo kräten. Das in dieser Anweisung vdtgeschriebene Denunziantentum, dessen Zweck sich ,jeder tdh* Haft vorstellen kann, gibt einer ganzen Horde von Front--' kämpfern Beschäftigung, die wahrscheinlich „im eigenen Wirkungskreis" der sittlich-religiösen, germanisch-christ-- lichen Schieber bezahlt wird. Wir sofern alle jüdischen Hausvorstände auf, in jedenr einzelne u Falle, wo sie von einer solchen Spionage erfahren, die Polizei amzurufen und allen Auskunftheischenden, die sich nicht entsprechend legitimieren können, die Tür zu weisen. Auch die Hausgehilfinnen sind in diesen: Sinne zu belehren. Der Aufbau PalLstirms. Bortrag Davis Lvietsch. In cin«n vom „Verband jüdischer Ingenieure" veranstalteten Vortrag hatte Herr Davis Trretsch Gelegenheit, einein zahlreichen, ülteressierierr Publikum aufschlußreiche Daten übe« die tvirtfchaftliche Entwicklung Palästinas und die gegenwärtig dort herrschenden wirtschaftlichen Verhältnisse zu geben. 1 - Erez Israel sei ein Land mit sehr hoher Valuta. Dementsprechend seien auch dre jetzt dort geforderten Preise, vor allem die Lebensmittel- und Bodenpreise, aber auch Mietpreise und Löhne sehr hoch. Sehr hohe Preise werden auch für eingeführte Waren verlangt, oft bedeutend höhere, als dem Weltmarktpreis entspricht. Alles das erklärt sich aus der unnatürlichen Wirtschaftslage Palästinas. Es tvirb dort wenig erpr-odnzrert als in irgendeinem anderen Lande, dagegen Lammt mehr Gelb ohne ivirtschaftlicho Gegenleistung nach'Palästina als in, irgerwein anderes Land. Die Whilfe gegen dieser: mmatürlichen Wirtschastszüstand liegt in der Eigenarbeit und in gesteigerter Produktivier n n g der für den Aufbau zur Verfügung zu stellenden Mittel. Diese Schilderung der' Wirtschaftslage Palästinas erläuterte Herr T r i e t f ch durch, eine Reihe von Zahlen. Ein ungelernter Arbeiter erhält zum Beispiel einen Lohn von etwa 30 Piastern (gleich zirka 750 KroiiLr) täglich. Tüchtige Handwerker erhalten auch, Löhne von 70 Piastern (gleich 1750 Kronen) pro Tag. Bei besonders guten Leistungen wurden auch Löhne von 1 Pfund «nd 1 Pfund 20 Piaster verlangt und bezahlt. Mit 22 Piastern täglich für Nahrung (also' etwa 550 Kronen) kann man irr Palästina mit bürgerlichen Ansprüchen ausLömmen. Arbeite« brauchen nicht mehr als 12 bis 15 Piaster täglich für eme ordentliche Verpflegung, und in der landwirtschaftliche« Schule Mikweh Israel findet mau sogar mit 5% Piastern pro Tag das Auslangen. Da die Löhne in Palästina jedenfalls höher sind als der Verbrauch, können die Senfe von ihre» Löhnen lebe» und vielfach auch Ersparnisse btache». Diese Äev- «Lßige Höhe dev Löhne, die mit he« hohe« Lebensfeste» zusammenhängt, ist ein Zeichen eines ungesunde» MrtschaftHjgMtafi wrd bwSfe Ml m totamßm& fö&u ...12. Mm 1921 £ci;tr 5 .. .!■■■ ■ fl ..—«in.* M»n > i ... Die Boden preise sind seit der Vorkriegszeit a'.'-ürrvröentlich' gestiegen, sie sind selbstverständlich je nach Lage und Qualität des in Betracht bumnenden Uründfiückesf sehr- .verschieden. In Tel-Awiw, ^r ersten und einzigen, modernen jüdischen Siedlung, beträgt der Preis zwischen'^ 500 und 1000 Pfund für einen Bauplatz von etwa 50t* Quadratmeter. Die Mietpreise sind verhältnismäßig ttotöj, höher. Für ein »gar nicht großes Zimmer tverden KUE Peispiek 5 Pfund 'rnonatlich an Miete gezahlt, für drei.; Zimmer von der ungefähren Größe 3*/j X 31/2 Meter unv eine, klein« Küche, in deren Benützung man sich überdies' «nt - zwei anderen Fainilien teilen muß, werben 1'4 Pfund mvnatM. also '168.Pfund jährlich verlailgt. Dfe Baukosten eines Quadratmeters Wohnfläche betrage zirka 8 Pfund, die gegenwärtig bezahlten Mietpreise bedeuten somit eine 20 bis 7Üprvzenttge Verzinsung des Bauaufwandes. Das' ist ein deutlicher Hinweis auf die außerordentlich drängende Rot-» Wendigkeit des Häuserbaues in Palästina. Ein Haus, das.eine lOpvozentige, also noch' sehr annehmbare Verzinsung der Baubosten ergeben würbe, wäre demnach von den Mietern sehr gesucht und durch energische Bautätigkeit müßte ' xs. ' zweifellos möglich sein, die Mietpreise und die Mdtifchr . Grundrente auf dieses Maß herabzudrücken. >; ' >!, ' In Palästina gibt es im ganze« zirka KV judifisse. K v l'o u i e n, wovon eine, Petach-Tikwah, etwa 35VV, drei \ andere über 1500 Einwohner haben, aber eine ganze Reihe ' von ihnen haben weniger als 1V0 Gnrovhner und bedeuten nicht' viel mehr als Anfänge. Me 5dompletiierrmg und Ber-'' größerung dieser kleinen Kolonien ist durchaus notwendig, - 1 denn wenn eine solche Gemeinde nicht mindestens eine wvhnerzahl ösm etwa 500 bis 1000 Personen hak, sind Verkehrs- «Nb Gemeindfeinrichtrmgen, Arzt und Schnl« nicht niehr lohnend. Die für KalLstüla am meisten - geeignete' SiMüngsform, die ebenso die Vorzüge' städttfcher wie licher.Medlnng bietet, ist die GartenstädL, die städtisch?/, industrielle Tätigkeit in Verbindung mit rchchwrrtfchasttichcr 'Siedlung. ' -' . } / ' / Der Vortragende betonte weiters die Wichtigkeit t a-» schester Ausb rin gung feet zum' Aufbau Pal&>r:i st M a s e r f ö r d e r l rch e.n Geldmittel. Er ist der' Meinung', daß diese Mittel, die keineswegs a fand perduhergegeben würden, sich bei deur zweifellvserr Auffchwung des' Landes-' sicher rentiere« würden. Namentlich der Häuser^' , . Büii, v&ic Errichümg von Heimstätten in Erez Israel sei picht nur nicht verlustbrittgend, sondern sogar sch« rentabel/ . i ,-Herr Trietsch illustrierte seine Marlegrmgen durch eure- - Reihe geschickt gewählter Lichtbilder, welche die gegenwärtigen, landschaftlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse und-die Ent-- Mcklimg' des Landes den Zuhörern augenfällig machte«. > " ' Dem Bortrag wohnten auch mehrere Vertreter der staailichen und kommunalen Behörden und Jnstituttonrn bei. . Wie ei« jüdischer Forscher tm hevttge« Autzlimd lebe« «mtz. Briefe Dnbnow» a» AchaL-Ha««. .-.„HaareK" veröffentlicht muiS eurem Briefwechsel zwischen A ch.ad- H aattt unb dem berühmten Historiker p. \ Dubnow, der bekanntlich in nächster Zeit sei« vierzigjähriges Schriftstellerjubilärrm feiern wird, zwer Briefe, die Dübnow an Achckd-Haam gerichtet hat. Die' beiden in hebräischer Sprache aLgefaßten Schreiben/ die! wir hier in Uebersetznng wiedergeben, sind Wti?: volle Kulturdokumente aus. der Hetzten Zeit: Prtvograd, 6. Februar, k : Als ich heule morgens zu meiner Übliches Sonntagsvorlesung m die Mische Universität kam, über-/ bracht^ mau mir Ihr Schreiben vom 7. Jänner. Drei-1 einhalb Jahre lang wartete ich darauf und groß war meine Freude, als ich! Ihre Handschrift auf dem Um-! schlag: las, und nun enthält der Brief die betrübende.! Mitteilung von Ihrer Kralrkheit, die sich nunmehr seit,/ fünfzehn Monaten hinzieht. Ich war von dieser Mil-, teiknng so bejvegt, daß ich' sie zu Beginn der Bor-., lefüng meinen Hörern übermittelte. Vielleicht würden Sie wieder gesund lvLrden komten/ wenn Sie Ihren ständigen "Wdhnsitz nach Erez Israel! verlegen, dort im Kreise-liebender-Freunde, mit denen : Sie Ihre besten Lebensjahre gemeinsam verbrachten/ ein normales, ruhiges Leben führen würden. Ich'meinerfeits' träume immer von dem Wiedersehen mit Jhneml iw Palästina und dies, allein wäre für mich ein Haupt-' gvuM 'meine Reise dahin zn beschleunigen, soweit dies/ pur in den Grenzen der Möglichkeit liegt. j / In den letzt«! Jahren hatte ich! viele, /MrAttts' tzvoße-Kämpfe und Widerwärtigkeiten durchzumachen/ aus denen ich nunmehr unversehrt hervovgegangen bin.' Dächte ich! nicht an die psychologischen Ursachen wft Beweggründe, müßte ich' es als wahres Wunder betrachten, daß es so gokomnren ist: Ich arbeitete während" dieser ganzen drei Jahre ununterbrochen an der Neu- , ausgabe meiner allgemeinen „Geschichte". Frierend/ hungernd, unter den primitivsten Leben§>- b e d i n ganzen, unter unausgesetzten schwerere Sorgen, erlangte ich die größte Selbstübertvittdurrtz'.! die ihre Quelle ausschließlich in dem Seldfierhaltung^ trieb hat, schrieb mein wissenschaftliches Werk nnb fügte! noch/drei bis vier große Bände hinzu. In weniges Monaten werde ich das sechsbändige Geschichtswerk voll-, ende»/ das ich im Jahre 1914, dem Jahve der Wieder^ gebürt der Welt, zu schreiben begönne« habe. Statt?/ «ach'dem kommenden Peßachftst, werbe ich mich scheKrn, wohin ich meinen Wohnsitz verfeger soll, dieses mein Werk abzufchließe» mrd «8 in rnsftst wch hebräischer Sprache, hauptsächlich aber in hebräischer, drucken zu lassen und auch meine übrigen tifemtif \ NwSBRffiSLJMSBL^WfäMBGBsBl^wiy^. r*nff1KS5L^j

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