Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 823 (12.5.1921)
- Date
- 1921-05-12
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Men. Donnerstag _ ÄZiener Morgeuzeitttng_ 12. Mül 1921_ Ar. 823 Konferenz der amerikanischen Zionisten. mm"* im <2 HLttnissen schwere Frage gelöst werden. i Ich! lese mir einmal in der Woche über die Geschichte der Juden in der Jüdischen VoMdrmversität, die wir im Jahre 1919 gründeten und in welcher ungefähr zwanzig Dozenten vor einem verhältnismäßig nicht großen Auditorium Vorlesungen halten. Ich arbeitete auch in einzelnen archivarischen Arbeitsausschüssen, aber das alles sind nur unwesentliche Kleinigkeiten, die mir keine geistige Befriedigung gebest. ' ' Petrograd» 26. Februar, s. Ich schrieb Ihnen bereits, daß ich hoffe, im Sommer Ihnen hinsichtlich der Postverbindung näher zu sein, und nunmehr bietet sich glücklicherweise die. Möglichint, mit Ihnen durch ö-en Mimster für jüdische Angelegenheiten in Litauen, Dr. Soloweits ch ik, einest Briefwechsel zu unterhalten. Denken Sie daran, im Sommer einen Kurort in Deutschland auszusuchen, wenn ja, so könntew wir uns dort treffen, denn wenn es mir gelingt, von hier nach Litauen zu kommen,, fo werde ich auch in Berlin sein.. Wie man mir jüngst mitteilte, bereitet dort der Jüdische Merlag die deutsche Ausgabe meiner „Geschichte" zum Drnck vor. Vielleicht wird es mir gelingen, das Werk dort in einer Umarbeitung auch in hebräischer und russischer Sprache herauszubringen, j Es fehlen mir nur noch zwei Monate zur Boltdndung der siebenjährigen Arbeit. Nach Peßach werde sich so weit sein, meine Neisevorbereitungen zu treffen. Diese Hoffnung bläst mir neues Leben ein und hält mich fm diesen schweren Tagen aufrecht. Endlich wexde ich hefreit werden von dieser völligen Einsamkeit und Abgeschlossenheit. Hatte ich doch bis zur letzten Zeit fast keine Ahnung von all dem, was in diesen letzten Jahren im Westen und überhaupt auf dem Gebiete unseres jösfentlicheu Lebens, unserer wissenschaftlichen und lite-. jvarischen Bestrebungen sich zugetragen hat. Auch nicht lein einziges neues Buch kam mir zu Gesicht. Selbst mein Buch „Die Geschichte der Juden in Polen und Rußland" in der amerikanischen (englischen) Ausgabe' konnte ich nicht sehen, denn die mir zugLsandten Exemplare erreichten mich nicht seit dem Jahre 1917. Erst in den letzten Tagen sind mir einige Nachrichten aus einer länderen. Welt zugekommen . . . Wo find die Bankgaffe-MiMouen? In der Budapester Nationalversamnilung wurde vorgestern von einem Mitglied der Partei der kleinen Landwirte Rechenschaft über die Verwendung der il40 Millionen Kronen gefordert, die vor zwei Jahren durch ungarische Magnaten aus der Wiener Gesandt-.' schaft verschleppt worden waren. Der neugierige Abgeordnete berief sich auf ein offenes Schreibest des Grasen Dheodor Batthyany, Obmannes der Achtundviertzigerpartei, an den Ministerpräsidenten Grasen Bethlen, in welchem über diese Angelegenheit folgendes erzählt wird: „Ende April 1919 erschien bei mir in Wien der tzur Wiener ungarischen Gesandtschaft eittgeieilte jLegationssekretär Eugen Hajos, der mir zur Kenntnis brachte, daß auf der Gesandtschaft die beiden bvlschewikischen Gesandten , einen Betrag von mehreren Millionen hüten, der die Bestimmung haben soll, Stimmung für hie Errichtung der Räterepublik in Oesterreich zu machen. Herr Hajos hegte nun den Plan, im Verein mit dem Kanzleidirektor der Gesandtschaft diese Millionen aus dem Gesandtschaftsgebäude zu entführen und als „rechtmäßiges. Eigentum des ungarischen Staates an einem sicheren Orte zu verwahren". Sie knüpften jedoch die Ausführung des Vorsatzes an die Bedingung, daß Graf Batth yany der Aktion.zu- Jtimme und an der moralischen Verantwortlichkeit teilinehme. Bevor er seine Entscheidung traf, versuchte Graf Batthyany, bei den Wiener Ententemiss.vnen darauf eintzuwirken, daß sie die Verwahrung dieses' rechtmäßigen Eigentums des ungarischen Staates übernähmen. Die Anregung wurde jedoch mit Hinweis auf die Exterritorialität der Gesandtschaft abgelehnt. Daraufhin wurde nun die Aktion durchgeführt. Am 2. Mai wurde Batthyany mitgeteilt, daß - das „Rettungswerk" gelungen sei. Am folgenden Tag erschien nun Batthyany auf ^Einladung des Grafen Anton Sigray in dessen Wohnung im Grand Hotel, wo er unter anderen den Markgrafen Pallavicini, Herrn Georg Szmvecsanhi» den gewesenen Obmann der „Erwachenden Ungarn",, und Herrn Hajos antraf. Hier wurde in aller Form festgestellt, daß ungarische Staatsgelder im Betrage von st.40 Millionen Kronen gerettet und sicher geborgen ^worden find. Batthyany konnte sich nicht weiter um die Sache kümmern, da er eben im Begriffe war, Wien zu verlassen. Folglich wisse er nicht, was das weitere Schicksal der auch unter seiner moralischen Berantwortlichleit geborgenen Millionen war. Batthyany fordert, daß der Nationalversammlung und der breitesten Oeffentlichkeit eingehende Mitteilung darüber gemacht iwerde: ob der Betrag von 140 Millionen an die Staatskasse abgeliesert, welche Summe allenfalls von diesem Gelbe vor ihrer Einlieferung verausgabt worden und auf wessen befugte Anweisungen hin solche Ausgaben erfolgt seien?. - Für de« Palästinn-AnfbanfondS. Die Exekutive der Zionistischen Organisation in London erhielt von Dr. W e i tz m a n n die telegraphische Mitteilung, daß sür den 5. Juni eine Konferenz der amerikanischen Zionisten einberufen wurde, in welcher endgültige Beschlüsse, über die Keren.Hajessod-Aktion in Amerika gefaßt werben sollen. In demselben Telegramm stellt Dr. Weidmann fest, daß eS schon beute keinen Zweifel darüber gebe, daß in Amerika außerordentliche Möglichkeiten für eine ausgedehnte und erfolgreiche Kampagne zugunsten des Keren Hajeffod gegeben erschemen. __ Großer Lamderwerb des Jüdischen Nattonalfonds in NutergaMSa. ' Unter den Beschlüssen, welche das Direktorium des Jüdischen N'ationalsondS in feinen letzte» Sitzungen im Haag gefaßt hat, ist jener, der sich auf die Erwerbung mrsgedehnter 'Landstrecken in Untergaliläa bezieht, von besonderer Bedeutung. Der Beschluß sichert der jüdischen landwirtschaftlichen Kolonisation, wie schon gemeldet, 60.000 Dunam. Don diesem Boden, der bisher nichtjüdisches Privateigentum war. sind 27.000 Dunam, das sogenannte Gebiet Mälnl westlich M e r ch a w j a, und 33.000 Dunam,. das sogenannte Gebiet Nuris östlich Merchawja nnd westl-ch Bethschan, gelegen. Die Entscheidung über die Verwendung dieser standstrecken wird von der voraussichtlich im Juni zusammen« tretenden Generalversammlung des Jüdischen Nationalfonds dahin getroffen werden, ob dieser die erworbenen Gebiete ganz oder znm Teil selbst in Besitz nimmt oder ob er sie' qn andere jüdische Gesellschaften überlaßt. Das HausschlüsselgeZrtz. . Im Stadtsenat wurde gestern beschlossen: Der Wohnungsmhaber ist berechtigt, für seine Familienmitglieder und Untermieter die Ausiolgung weiterer Torschlüsse! unter seiner Verantwortung und gegen Ersatz der Kosten zu beanspruchen der H a u S b e f o r g e r ist für ferne Tätigkeit zu entlohnen; den Mietparteien kann die Verpflichtung zur'Lüftung des R e i n i g n ng s g e t d t s durch eine Vereinbarung bei Eingehung des Mietvertrages auferlcgt werden; das Materralbeschaffungspauskhale kann durch euren. Zuschlag zum ReinigungSgeld auf die Parteien 'umgelegt werden- Personen, die wegen eigentumsgefährlicher Delikte gerichtsordvungsmäßig bestraft worden sind, erhalten kernen Hausschlüssel. Forderung «och Belebung der Bautüttgkett. Ueber die Maßnahmen zur .Hebung der Bautätigkeit in Oesterreich sprach gestern in einer vom Niederösterrrichischen Gewcrbwerein einberufenen Tagung Herr Heinrich Eber, Präsident des Reichsverbandes der Baumaterialienhändler, der darlegte, daß der würgenden Wohnungsnot durch Aufnahme der Bautätigkeit Einhalt geboten werden könne. Er führte aus, daß wir im Lande selbst genügend Ziegel, Kalk, Zement, Gips, Holz und Dachdeckrmgsmaterial besitzen, so daß wir von diesem Gesichtspunkte aus die Bautätigkeit beginnen können. Voraussetzung wäre, daß die Neubauten auf eine Reihe von 36 bis 40 Jahren von sämtlichen Steuern sowie von der Mirtauswandabgabe befreit würden. Znm Schluffe wurde folgende Resolution gesoßt: „Die im Niederösterreichischen Gewerbevrrrin tagende Versammlung der Baugewerbemtereffenten stellt mit größter Besorgnis fest, daß durch den gegenwärtigen desolaten Zustand der Häuser ein bedeutender Lei! unseres Volksvermögens der Vernichtung preisgegeben ist und dnrch dieselbe die Wohnungsnot zusehends zunimmt. . Die bereits weit vorgeschrittene Vernichtung der Häuser ist daher durch folgende, unverzüglich vorzukehrende Maßnahmen aufzuhalteu: Die Gemeinde Wien ruft eine Häusererhattungskommission ins Leben. Ein Bankenkonsortium stellt den Hausbesitzern für dringende Renovierungsarbeiten Kapital zu einem niedrigen Zmsstrß zur Verfügung. Ein verwegener Einbruch. Die Brüte im Wrrnfiutz gesurrdeir. In der Nacht zum 11. d. M. wurde bei der Teppichsirma Johann. Backhausen, I., Overnring 1, ein verwegener Einbruch verübt. Um 7 Uhr früh hat ihn die Hausbesorgerin entdeckt; sie verständigte den Oberwachmann Josef Toiscl, der ins Haus eilte und feststellte, daß die Einvrechcr vom Kanal aus in daS Geschäft gedrungen sind. Sie sind vermutlich vom nahen Wien* fluß im unterirdischen Wien bis znm Haufe vorgedrungen und von dort in., das Geschäft gelangt. Hier haben sie Kretons, Tüll, vier Plüschüberzüge, Gobelinstoffe, Seidenstoffe mw. erbeutet. Um vor einer Überraschung sicher zu sein, haben sie beide Kellertüren verrammelt uud überdies die Schlüssellöcher mit Nägeln verstopft, so daß ein Oeffnm der Türen unmöglich war. Der Chef des Hauses nahmeine Skontrierung der Warenbestände vor und stellte einen Schaden von K 444,349 fest. Er setzte auf die Erlangung der Beute eine namhafte Belohnung aus. Der Kanalräumer Ondracek wurde damit betrant, .daS Wienflußbett abzusucheu, um Täter oder Beute zu entdecken. Er traf auch im Wienflußbett einige Männer, die ihm verdächtig vorkamen,' und feuerte auf sie einen Schuß ab. Die Männer verschwanden daranshin in einem der Seitenkanäle. Am Nachmittag hat Revieriuspektor Hold mit der Mannschaft des WachzimmerS Rlbeluugeugaffe eine Streifung durch den Wienfluß vorgenommen, bei der auch alle emmitudenden Kanäle einer Durchsicht unterzöge». wurden. Dabei ist die Mannschaft bei einem m dev Wieufl«ß mündenden Schlauch auf umfangreiche Stoffpakete gestoßr»« Bei näherer Besichtigung stellte sich heraus, daß eS sich um die ganze Beute, die bei Backhausen gemacht worden ist, handelt. Diö Einbrecher hatten sie dort versteckt, um sie bei gelegener Zeit ab«! zuholen. Die Firma Backhauscn wurde verständigt und ließ die Waren durch Bedienstete abholen. Gefehlt hat, soweit bisher ftvsteht, nichts. Die Suche nach den Tätern wird fortgesetzt. * „Die Juden werde« einander nicht zvtzrunde richten." Aus Budapest wird «ns geschrieben: Wie er^ innerlich, hat die T e l e k i-R e g i e r u « g durch einen unerhörten Gewaltstreich einer großen Anzahl jüdischer Kinobesitzer in Budapest die Kouzeffionen abgenommen' und sie- Nutznießern des christlichen Kurses zugewiesen. Die neuen Kino besitzer, denen die Regierung zur Pflicht machte,; mit der vom e n g l i s chrn ■ Obersten Stea b gegründeten Filmfinanziernngsgruppe Verträge abzuschließem machen, jetztdie bittere Erfahrung, daß sie wohl nur die. Stead-Films in ihrem Repertoire führen, hingegen läßt sie das anglo-ungarische Konsortium finanziell völlig im Stich. Vor einigen Tagen ftihrte eine Abordnung der neuen Klnobesiher über diese Enttäuschung Klage sowohl beim Finanzminlster H e g e d ü s als auch bei dem neum Mimster d^s Innern R a d a h. Im Verlauf der Besprechungen erfuhr man vom Staatssekretär de§ Innern V i c z i a u, der die Abordnung an Stelle -des Ministers empfing, daß die Konfiskation der Rechte jüdischer K i n ob e s i tz e r mmmehr auch auf die Provinz ausgedehnt werden soll. Er erklärte namens des Ministers des Innern, daß die diesbezüglichen Erlässe in den nächsten Tage.n u n.t, e r s ch.r i e b^e n nnd h e r a « s g e g e b e u werdm. Bezenhmnd itz.ist^^Has der Staatssekretär über den gegen diesen '''Gewaltakt "in Szene gesetzten Frlmhoykott der Übrigen Filmerzeuger sagte. Der Filmbohkott — meinte der Staatssekretär sei ein'« ^.lächerliche Sache. Der Boykott wird von Juden gemacht. Demgegenüber find aber auch in der Finanzgruppe des Obersten?Stead zahlreiche jüdische Kapitalisten mit" intcrresfiert. Die Herren können also beruhigt sein. „D i Juden "werden einander nicht zugrunde r i ch t e n." Beschämend an dieser ganzen Sache ist nur der tranrige Umstand,' daß sich jüdische Kapitalisten finden, bte> fei es aus Unkenntnis der Verhältniffe oder aus Gewinnsucht, ehrlos genüg find, mit ihrem Gelde dazu beitragen, daß jüdische Gewerbetreibende ihrer rechtlich erworbenen Konzessionen beraubt und erwerblos gemacht werden. * Ein Hei« für alleinstehende Fra«e» emd Mädchen ra Palästina. Wie uns aus Bukarest berichtet wird, hat die zionistische Kolonisatlonsgrsellschaft ^Karmel Mare" hundert Parzellen am Karmel, nördlich von Haifa, durch ihre Mitglieder erworben. Durch eine Spende der Frau Lazar Margulres ist unu ans diesem Areal ein Platz sür ein zu errichtendes Frauenheim mit 50 Zimmern gesichert worden. Für die Ausführung des Baues find etwa drei Millionen Lei erforderlich, eine Summe, die die zionistischen Frauen Rumäniens gewiß aufbrmgeu werden, um den schönen Plan der Frau Margulies zu verwirklichen. * Pstngstverkehr anf den Linie« der Sstevreichischen Bundesbahnen. Mit Rücksicht auf die durch das Ausbleiben der oberschlefischen Kohle notwendig gewordene Einschränkung im Zugsverkehr ist die Dundrseisrnbahnverwaltung nicht in der Lage, irgendwelche Vorkehrmrgen zur Bewältigung! eines gesteigerten Personrnverkehis zu den. Pfingstfeiertageu zu treffen. Es wird daher dringend ersucht, bis auf weiteres, insbesondere z» den Pfingstselertagen, alle nicht »nbedmgt notwendigen Reisen zu «uterlaffeu, da die Beförderung von Reffenden nur nach Maßgabe der zur Verfügung stehenden Betriebsm'ttel statlfinden und eine Gewähr für die Beförderung nicht geboten werden kann. * Brand aus der Pariser Messe. AuS Paris wird gemeldet: Auf der Pariser Messe ist gestern em Feuer ausgebrochen, wodurch vier Hallen zerstört wurden., Zwer Hallen mußten, um eine Ausdehnung des Brandes zu verhindern, nied«- geriffen werden. ■ '■>! * DaS Drama einer Wetzeirtn. Eine «erschlltternde wird aus dem Allgemeinen Krankenhaus gemeldet. An dev! .Klinik des Professors Dr. Riehl lag der 21jährige landwirtschaflliche Hilfsarbeiter Franz Knsa aus Enzersdorf beff Mistelbach tm Wasserbett. Am 9. d. M. wollte die 26jährige^ Krankenpflegerin Ottilie Sora das kühl gewordene Wasser durch' Zuleitung von heißem Wasser erwärmen und öffnete? zu diesem Zwecke den Hahn des Znleitungsrohres. Plötzlich? hörte sie aus dem Nachbarsaal das Schreien eines andere«' Patienten und eilte teilnahmsvoll an sein 5drankenbett, uni. ihn zu beruhigen. Dadurch abgelenkt, vergaß sie den Patienten uttb daS rinnende heiße Wasser. Als sie «ach kurzer Zeit: zurückkehrte, fand sie Kusa im Wasserbett durch das zuströmende heiße Wasser verbrüht, schon als Leiche auf. Die' Sora war über ihren Fehler furchtbar niedergeschlägen, äußerte sich trotz des Zuspruches ihrer Kollegmnen über Selbstmord und verschwand noch am Nachmittage des 9. d. M. ans dem Spitali Seither war sie vermißt. Am 10. d. M. vormittags erhielt die Direktion des Allgemeine« Krankenhauses auS Klosterneuburg die telephonische Meldung, daß die Sora sich nächst der Stadt vor einen fahrenden Persomnz«g gestürzt habe nnd von ihm zermalmt worden ist. - * Dr» Lohnbampf bei den Schuhmachern. Bekannt^ lich haben die Schuhmachergehilfen der Genossenschaft kürzlich neue Lohnfordemugen überreicht, die bei neuer Arbeit eine zirka 3b°/oige, bei Reparaturen bis 300«/,ige Lohnerhöbnng nach sich ziehen würde«. Die Versammlung nahm stellenweise einen mmemeiu stürmischen Lerlanf, doch gelang eS de« Vorsitzenden GenoffenschastSvorstebkr P o l v i n y im«er wieder, die Ruhe herznstellen. Ei» eiugrbrachtrr Antrag, mit der Grhstfrnschaft neuerlich in Unterhandlungen emmtreten, wurde mit großer Mehrheit abgelehut. Die Meister erklären, eine weitere Erhöhung der Löhn« mimte de« gänzlichen Ruin deS Gewerbes nach sich ziehen, zumal Schuhe bereits «m Beträge emgeführt «erden, was in Wien de« ArbeitSlÄ» beträgt. Die Enffchudmrg über «men eventuelle« Streik ist «och nicht gefallen. unser gesamtes Lager ln Herreostoffen für Anzüge und Modehösen, Gabardine und Covercoats für Kostüme, Kleider und 468Mäntel zu tief rMftxJiAfjÄB Preisen Wiener Resten-Messe