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Wiener Morgenzeitung · 1921-05-09 · Heft 820 (9.5.1921) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 820 (9.5.1921)
Date
1921-05-09
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. '820 v Wien, Montag nicht ztt wenig, sondern zu viel Bildung nritbringL. Dem Klerikalisums muß allerdiitgs gerade das als bas größere Nebel erscheinen. Die Geschichte eines gesperrten Schecks. Am 4. d. M. erstattete der Kaufmann Albert Starrer auS Zürich folgende Anzeige: Er hat im Februar l. I. der Finna Altschul & (Sie., VIII, Picmstrngaffe 7, «inen Scheck auf 340 Schweizer Franken als Deckung mit dem audrücklichen Vermerk übergeben, daß der Scheck vorläufig nicht in Zirkulation gesetzt werden dürfe. Allschul und Starrer hatlen ein Lieferungsgeschäft in Aussicht und der Scheck sollte zum Ausgleich einer Spesenrechnung dienen. Als Vermittler fungierte der 44jährrge Kaufmann Antonio Bernardi, in Nrederlindebach geboren, nach Vigo di Faffa zuständig, derzeit im Hotel Oedcnburg wohnhaft. Das Geschäft kaw aber nicht zustande und da Starrer trotz wiederholter Uigenz den Scheck nicht erhalten konnte, verständigte er am 31. Man vor seiner Steife in die Schwerz Bcrnardi, daß er den. Scheck sperren taffe. .In der Schweiz erfuhr nun Starrer, d'atz der Scheck trotzdem präsentiert, von der Bank aber zttkÜckgtwiesett worden war. Nach Wien mruckgekehrt, .ging Sivrrer der Sache nach und kam daraus, daß Bernardi Ende Mürz oder Anfang Aprrl, also Meiner Zeit, da der Widerruf Storreis schon ergangen war, Len Scheck dem - Kaufmann Nikola I o v a n v v i c/ Vlli., Planstengaffe 7, übergeben hatte und daß kl 30.000 darauf bezahlt worden find. Bernardi behauptete, von dem Widerruf keine Kenntnis gehabt zu haben, und will den Sckeck nur auf Ersuchen eines gewissen Lothar Altschul, gegen den von der Volizerdn:e>tion schon eine Amtshandlung wegen Herauslockung von Pelzen im Zuge ist. weiteroegtben haben Angeblich hat auch Lothar Altschm, der flüchtig ist, den Betrag von K 30.000 von Bernardi erhalten. Bernardi behauptete bei seiner Einvernahme, daß er den Betrag dem Jovanovrc schon zurückerstattet habe, was fich jedoch bei der Einvernahne des Letztgenannten als Unwahr httausgestellt hat. Bernardi hat wohl ihm mstehcnde Provifionssotderungen, die aber nock nicht vollständig existent sind, dem Jovanovic zediert. Altschul und Bernardi waren in mehreren Geschäftsverbindungen und die Angabe des Bernardi dürste auch bezüglich der K 30.000 der Wahrheit entsprechen. Bernardi, der schon «im Jahre 1915 die Polizeidirektiott wegen Adelsanmaßnng beschäftigt hat. wurde damals dem Landesgericht eingeliefert und ist mit 14 Tagen Arrest bestraft worden. Er hat auch in Zürich das kantonale Polizeilommando beschäftigt, das auch die Wiener Polizeibehörde auf ihn aufmerksam machte, da er fich durch sein Auftreten bedenklich gemacht und Hotelschulden nicht gezahlt hat, die er dann durch unbedeckte Bankanweisungen begleichen wollte. Allerdings konnte . er jetzt durch Rechnungen den Beweis erbringen, daß die Schulden be». zahlt worden find. Eine Krone 1.47V, Centimes Geld. In Zürich notierte: die österreichische Krone..... 1.47'/, ( 1.4V am 7. Mai) die österr. gestempelte Krönt. . * —.94 (—.94 am 7. Mai) die tschechische Krone ... - « 7.90 ( 7.80 am 7. Mai) die Mark........... 8.52'/, ( 8.55 am 7. Mai) Agram4.06 ( 4.05 öUt 7. Mai) Bukarest » .. . . . 9L0 ' ( 940 am 7. Mai) Budapest . ■» * . * . H —( 2.70 am 7. Mai) Warschau... (-.68 am 7. Mai) * Deutsche Wehrhaftigkeit. In der schwersten' Schicksals, stunde des deutschen Volkes haben die Großdiutschtz« tine Versammlung mit der Tagesordnung «Deutsche Wehrhaft^ keit" einberufen. Sprecher war der Obmann des Mtiönal- Verbandes österreichischer Offigiere, General Alfred KrüNS. Cr hat wenig über' dü Latze des deutschen Volkes zu sagt« gehabt, umsomehr aber über die Juden. Die. Juden sind an allem schuld. Juden und «Jüdlingt" M Helfet der Gallier haben die Deutschen gü LineUi SklavsnvölkS gemacht Die Juden haben das Volk der Germanen erst vergiftet und dann verraten.'General Ktttüs rief NUS; «Wann wird unsere Jugend ihre rächende Hand erheben, um daß elende Geschmeiß der jüdischen Vvlksverderber zU vertilgen, wie man giftiges Gewürm vertilgt!" Also Pogwmö ' als einziges Mittel zur Rettung Deutschlands. Doch nein» Nicht als einziges: General Kraus weiß noch Sin anderes. Cr forderte die Anwesenden noch auf. dafür e-inzUtreten, daß Oesterreich und Deutschland' allen Wedensberträgon und dein Gebots der Sieger zum Trotz sofort em stehendes Heer errichten sollen. Mer statt Mittel und Wege anzugeben, wie sich das kleine, verhungerte Oesterreich über den Willen und die Waffen Englands, Frankreichs, siner ganzen Welt, hinwegsetzen und eine Armee ans dem Boden stampfen kann, be» gnügte sich der Herr General mit der Aufstellung seiner ungeheuerlichen Forderung und schloß mit neuerlichen Beschimpfungen der Juden. Die richtige Art, dem unglücklichen deutschen Volke zu helfen! * Gin Anschtäg gegen Sw. Äitttelorr. Aus G r a * verbreitet das Korrespondenzburcau eine ausführliche Meldung über einen Ueberfall kommunistischer Parteigänger auf dm bei der Arbeiterschaft so unbeliebten Landeshauptmann von Steiermark Dr. R tutete N. Anläßlich einer Veksämmlnüg bei Kapsenbetg würde Dr. Riütclen von Kommunisten arg Mißhandelt und Nack) ärztlicher Angabe schwer verletzt. * ÄöLPäckrrttß d«e HüftsettdrckglM ins MMkd. Ver. schirdcne ausländische Püstverwällüngen, führen darüber Klage, daß PostsendiMüen ungenügend verpackt find und daher häufig b es ch k v i g t ÜM Bestimmungsort eitilärigeli. ZN eigenem Nutzen sollte» daher dir Absender der Postsendungen der Verplickiing em besonderes Augenmerk znweiMi. Bei den Postämtern kann Näheres über die dorschristsmäßigS' Verpackung erfragt werden. * Kaust »lkcht bei Äntiftmitenk Kennet der Wiener Lokalgeschichttz wissen M erzählen» daß vor einem Viettekjahrhundert öde« oLrÜböS ' jste Lösüng: Kaüft nrcht bdi Juden! sich gkößetz MtSStheU erfreute. Äök kurzem hat sich in einer Votstädt Wisns einmal der Mll ergeben, baß die Parole äUsgsWM würde; Käufh ntchk ber.ÄNtb» somit em uns däs käm so; EM tSPsiM MsMchsöziaM Greisler hatte in eüier Sitzung des Elternrates die unvorsichtige Aeußetung getan, er werde sh länge seine Kinder nicht in die Schule schicken, solange die „Jubenbagage" diese Bildungsstätte besuche. Diese Bekundung sreundschastlichcr Gesinnung ward von einer jüdischen UtevnrÜtin üuf- Segrisseil und die entschlossene Frau ließ sich die Mühe nicht vWdxjeß^ fcj® iäjyi&eas LWe , Wrottpr MorgMzertrrM - Mitteilungen ans dem MMm. 1&SLB.ÄNTEN, Perlen, Gold,Silb«r, Platin u.ühren kauft a n d y o r k a,u f t .. 775 ETTER Boteiitttrmafir. 23, ÄJariatoHsrßtr. 9.8 gebung von der Mittung des ehrsamen Kaufmanues zu verständige«. Denn .es/handelt sich hiev ssa nicht um die - Ausübung einer politischen Gesümung/i sondern um einen Akt brutalster und persönlicher Gehässigrsit, der'umso schwerer ' ins Gewicht fällt, als'er geeignet war,'in die Seele hatm-' loser Kinder Zwietracht, Boshect und Mißtrauen zn pslanzen. Und nun geschah dqs Unerhörte, schier Unglaubliche: Die jüdischen Frauen hielten fest züsainmen, ja . es fand sich sogar , die eine oder andere rechtlich denkende Mristin, die sich, empört von dieser Gehässigkeit, dem Bohrott' anschloß. Der Laden des Vorkämpfers für christlichsoziale' pädagogische BruUnenvergistung .war verödet» die WaM. verdarben und mußten zum halben, Preis abgegeben werden. Was half. es, daß er seine jüdischen Stammkunden beflissen über die ganze Gasse grüßte? Die gaben den Gruß höflich zurück und eilten weiter. Der Mann mußte sich bequemen, vor demselben Elternrat, vor. dem er seine Krtegserklärurrg erlassen, sie de» und wehmütig zurückzuziehen. Seine Kinder gehen wieder in di« Schule. Von seinen Kundschaften haben ein paar zu ihm zurückgefunden, andere bleiben weiter aus, weil sie dem wackeren Christlichsozialen nicht das Opfer zumutMl wollen jüdisches Geld zu nehmen. In jedem Falle: Es war ein Erfolg jüdischer Solidarität und es wäre herzlich zu wünschen, daß der Vorfall zum Beispiel diene. * Der Bahnverkehr irr Italien, Die itoliemfe&c, iandtschaft teilt mit. daß fich der Eiscnbahnerstreik nicht auf ganz Italien, sondern nur au! Südtirö! und dce Vdiwria ßiulia er» streckt, woselbst er anS-chlicßlich infolge GehüllSdiWeNM entstanden ist. Der Personenverkehr auf den geyann>en Strecken ist deffenunaeachtet durch Sonderzüge gesichert So verkehren aus der Strecke Tarvis-Udine täglich zwei Züge. * Die antisemitischen Hochschulhammevn — talmudistifch? Das Samstag-Abendblatt der „Nerchspofi* regt sich darüber auf, daß die sdziüldeMosraÜscheN Tramwahbedicnstetcn mit Nichtmitgliedern ihrer Gewerkschaft keinen Dienst machen wollen, sucht aber schließlich in der Erkenntnis Trost: „Was will man von der,Masse der Geführten! Sie führen doch nur ^aus, was. ihnen die Tulmudisten der Marxistrnpreffe.anrüten." Nus derselben Seite meldet das Blatt den Ausgang der „Kammer"- Äahleü an der Technik und verzeichnet Mit großer Genugtuung die Nichtbete'.lrgung der' „jüdenltbcralen" und sozialdemokratischen Studenten an der Wahl, von der Juden beianntlich a priori ausgkschlossen waren. So steht „der Friede, die Liebe, die Kollegialttär" in jenen Kreisen aus, die sich beileibe nicht von der marxMchm, sondern von der antis^m'tischrn Preffe beraten und breinfiuffen lassen! Ist also am Ende dieser Einfluß auch talmudrstisch? * Sterbesäll. Gestern ist hier der Großsnhrwerksbesitzer Samuel S t e r n e r tu seiner Wohnung. VH., Burggaffb 78, im hohen Alter von 64 Jahren gestorben. Er war früher Vorstand der Wiener israeirtischen Kultusgemeinde, Vorsteher der Chewra Kadischü und des Tempelvereines in Fiinfhaus. * Die Krise im LaLakschlelchhandel. Seit heute ist in den Gast- Und Kaffeehäusern ausfallende K n r p v h e i t n\ Nauchmäterial ein getreten. Der „Zwischenfall" der Schleichb Um d l e r v e r h a s t u n g, wie man vermutet, aber auch die befürchtete Preiserhöhung.werden damit in Zusammenhang gebracht. In der Inneren Stadt find bic Preite für Zigaretten schön in der letzten Zeit, namentlich für ägyptische Zigaretten, auf K 5 bis K 6, vereinzelt sogar auf K 7 gestiegen, für Stucke mit dem gesuchten ^Wasserdruck" werden aber noch Höhere, ganz phantastische Preise verlangt und bezahlt.. Uebereinstimmend wird von zahlreichen nnnderbenlittellcn Rauchern erklärt, daß sie bei einer Preiserhöhung m dem — allerdings nicht amllich — angckündiqten Ausmaße außerstande wären, d i e R a t t o n z U beziehen. ' # Giue £obcjttrieft?« bek Görngrütz. 'Im Wärenhause Gerngroß auf der Mariahüferftraße wurde am 6. o. M. eine Frauensperson angehallen, die einen Kupon Stoff um K 9000 gestohlen hatte.j Sie rst die 45jährige, we^cn Ladendiebstahls wiederholt vorbestrafte Blumenhändlerin Mane G a n s i n g e r, an hrv Oberen alten Donau 123 wohnhaft. Sie wurde deck LüNdksgericht tingüiesert. * Dine Dvervit»LelmMvn vevuutrent. Ju den letzten Tagen wurde dir Potizetdireknon verständigt, daß der 66jährige Professor Johann Schosta, in Bekescsaba geboren, nach einer Muntreilug von K 717.000 zum Schaden der Raab-Oedcnburg- Ebenfurlcr Eiscnbahngesellschast flüchtig ist. Er wird beschrieben als klem, mager, mit meliertem Schnurrbart und roter Nase. * Schleichhandel mit gefälschten Arzneien. Der Inhaber eines AielitrS für photographrsche Artikel, Franz Fische r, XIV., Scchsdauscrfiraße 24. bot vor einiger Zeit dem Verkäufer Leopold Kiessewetter, IX., Berggaffr 23, verschiedene ArzUtimiktel, darunter 1 kg Morphium, 3 kg Kokain und Neo-Salvatsau, im Werte von X 136.000 an. Anläßlich einer Zusammenkunft zwischen den beiden Genannten konnte Fischer nük 2 Kg Kokain abgrbem Hirber schritten Orgaüe des Kriegswucheramtes din. Eine Untersuchung der vkiter dem Namen ^Kokain" angebotenen Watt ergab, daß es sich lediglich Um — Napbthal'v handelte. Die berderi genannten Personen wurden der Stna'.sanwciltschast ävgezeigt. Der Zahntechniker Franz Gut mann, n», Jlyvlatz 7, hat durch Binunttlung eines gewissen Sascha B e r u k l a » vöü einem Heinrich L s ib 1 er. über welche Personen noch «ichtS NähtrrS bekannt ist» V* kg Kokain übernommen und zugleich mit anderen Medikamenten, welche er jedoch nicht besaß, zum Preise von zirka einer Million. KroNett dem Ehepaar Jsidvr Und Anna Löwy, Vtk.» Schottenftldgaffe 21,. MgeboirN. FÜö das Kdkäiti fvtdektt er allem X 25.Ü00. Organe des KrrcgswucherMtcs. welche diesen Tatbestand erhoben haben, beschlagnahmten in der Wohnung des genannten Ehepaares, welches dem Gutmann bereits. X 30 Angabe gegeben hatte, das Kokain. Auch in diesem Falle lleuik eS sich heraus, daß eine Fälschung vorlu.n lüdeln düs Sttgevlichk KorMN aus Bittersalz bestand. Ditz. Genkinnteir wurden VVN1 Kriegswucheramle gleichfalls dem Gerichte angrzeigt. * 717,000 uugarische Kronen entlockt. Aüß Buböfiest wird berichtet» daß bei der dortigem,ObcrstadthaupMännschast von der Raab-Osdmbnrg-Ebenfilrter ElseNbah» dis Anzeige erstattet worden ist,, daß der angebliche Sekretär der.ungarischen FeldarbtzM UNd kleinen Landwirte M. vr. Johan.N B öyötäy, ein Mann von ungefähr 65 Jährey, sie um K 717.000 geschädigt habe. . Dr. Johann Behotay. hat im „ Aptil dieses Jahres W EiseNbahNgescllfchäft dtzs ÄNbök gestellt, ihr Mt WüggoUS Oel zk liefern. Tatsächlich hat ii dann ii Barrels im Werte von X 90.M geliefert urtb dann den auf die ganze Lreferung entfallenden Betrag von X 806.000 erhalten. Der weitaus größere Nest des Oeles war aber nicht zu erlange» und alle Uraeuzen beantwortete er mit Ausrede». Schließlich ist er aus Öevenvurg geflüchtet. Er »st mittelgroß, hat graues Haar, englisch gestutzlen grauen Schnurrbart, große rote. Nase, blaue Stau»». wäat ,y. Mat. Mi 'Seite 3 *.Jiihifcher-Fraueubuttd, IX, Lkechtenstcinstraße 11/13.' « P e n d e n a u s w e r s der Jnlandaktiou für i n d e r: Anonvm. Monatsbeitrag X b0k>. ssran Meisrls, lX.. X 2L0, Frau^Dom Nappaport, Przemhsl-Wien, X IbO, Frau Mayer, M, fid6, Frau H. Lhmuim K 64, Fräulein G. R. X 63. Frau Äuiülie Müller,!X.. X 50. Herr Ing. Rieß. IX.. X 40. N. N. X 40, Ungenannt 8 20. Herr K. Buchsbaum, lX., X 20, früherer Ausweis K 47.400, zusammen X 48.727. — L e b e n s m i t t e l s p e n d e n: N. N. 10 Laibe Brot, Un« genannt 1 kg Zucker, Ungenannt drei Laibe Brot, Frü'Mn Ernesiiue K,!X.» zwei Laibe Brot, Fran Esther Reichmann, Uk einen Lüib Brot. SLeuerfrägekasten. . W. Reumann, Mödling, n. a. Die Frist zur Eiw« Or'mgüng dcs Eink0ttlmensteuerbekennl,riffe3 ist bis 31. d. Äverlängert. Die Formularirn samt Beilagebläiteru find bei dck Stchrradminlstrvtioueu erhältlich. sitcrsendsL. Die Auslagen ür'BahufahrteNj Höfels und sonstige reine Reisekosten könven Sie vom Einkommen in Abzug bringen. Was Sie auf der Reise Pr Jhr-n Lebensunterhalt brauchen, ist natürlich nicht abzugssLhig, doch können Sie den Betrag, um den die Kosten dcs'Lebensuttterbaltes auf der Reise Ihren normalen Verbrauch in Wien nachweislich übecstugen, abzirhen. Die Prämien für Gepäckoer- 'icherung find ebenfalls zur Gänze abzugsjähig. — Gesellschafter. Ditz offene Hanvelsgösellschask zahlt als solche nur Erwerbstturr. Die Eiakommenstcuer und Vermögensabgabe wird nur bei den Gesellschaftern voranlagt und haben daher die einzelnen Gesellschafter die Bekenntnisse einzubnugen. — Heinrich Kl. Die neuen Steuerabzugs- und Ansgleichstabellen sind bereits in der Staatsdruckerei erhältlich (Bundesgesetzblatt Nr. 834). Eine allem eine Verpflichtung, das Stammblatt mit Ende Avrrl abjuschließen., be^ steht nickt. Verlangt es jedoch der Dirnstuchiner, so sind hiebei besondere Steuerausglcichstabellen auzumcndrn. — Frauzensbrücke. Bis zu einem Jahreszins von X 5000 ist die Mretzinsabgabe von Wohnungen ünd GeschLftSrünmen die Mche. vön da. an ist sie für Wohnungen höher. —, Ueberftunden. Zulagen für Sonntagsarbeit unterliegen nicht dem Steuerabzug. Sre sind in das Stammblatt getrennt von den übrigen Entlohnungen eruzutragen. — R. F. IX. Bez. Wenn Sie eine ordentliche Bilanz vorlegen, so genügt es. im Beilügeblatt 8 zum Vermögensbelenntnö die,Rubriken 1 bis 7 ausznsiillen. Die Bekenntnisfrist wird wahrscheinllch uicht Mehr verlängert werden. Drrefkaftett vsr Redaktion. Gamalah. Frau A. Müller, ll., Pratersiraßc 17. Oberrabbincr Chcijes, Israelitische Kultusgenttiude,!., Seitensteitengaffe 2. treie Jüdische Volksbühne LeiteV: Ego« ßrecher — Isak Deutsch. «sö Tel. 40-3-31 Üeuid '/iS Uht nachmittags: TKIAS KAF (0»r Handschlag) vf»wk ill 6 yoA Par«b Hirsfehbeia Kögiff! E. B/*Ch*r Henoch, der Milner: BEN»1WI a, 8. .. -rair viri.'gi itrarv.n-Yr.ri'n.-.Jr r... -tanr-ia»««»' i"grSiii«-rg i*-iTiifci -uvii -i*..« Konzerte. , Ungebändigie Kraft und leidenschaftlrches Dahinstürmen kennzeichnen das nierstrrhafte Geigenspiel Profi Robert P o lla ks. So gelangen ihm ganz vortrefflich Sonaten von Mä^e und Szymanowski, m denen er an oeA gleich kraftvollen Pianisten Ltzö S i r o t a einen ebenbürtigen Partner hatte. Beide rer» einigten sich mit der musikalisch und technisch hochstehendtti Cellistin Elisabeth Bok'mayer-Grätnmer sowohl in dem höchst selten gespielten Tripelkonzerl Beethovens für Klavier. . Violine und Noloncello wie an einem eigenen Trio-Abend, M dem wir Brahms' ITckur-Triö horlen, zu glücklichstem ZüsMckenspirl. Im Bunde mit der Genser Pianistin Märcelle C h 6 r 15j l a n« Charr e h spielte Püllak Csfüre Franks ^-ckAe-Gsnate, auch hier von ungestümem Drang Nach vorwärts beseellh Düs vorwiegend Lyrische ist Hollaks Sache nicht und sö Wd er auch für Beethovens Violinkonzert nicht de« rechtN wn. Auch Konzertmeister P e i schtz r Mib WMst Paul B r e i s a ck halten Franls ' ^-dnr-Sv«üti itt ihreur Ksvzekt züM Vsrtküg gebracht. Pcischer süßte str weit lcebenswürdiger als Püllük üü, spielte beinahe mit eiltet, tzMiflktt eleganten Geste, immerhin M starke« kühstlttischeU Geling«?. — Dcn Namen vün Frau Marrelle Ch stidjiün«Eds'Vr e y, dcr,iüreckt schwer üUZzüsprechen ist, wird MN sich merken Müssen. Sie erwies sich auch ätt ihrem eigenen NavirkMüd äks ernste Künstlerin, spielte mit Feinfühligkeit M jener MststsGßrlosigkeit, die die technische Reife gar Nicht Mster belünt, mit starker Intelligenz, vofl Schwung llttd Bsttuositat s/iimsky-Korsakows effektvolles Ois-mM-Ksnzett, m Nvbrti Pollak als Dirigenten wirksam unterstützt» er hält daZ Orchester fest in bet Hünd, itii Gegensatz Mi Dirigeniett Ot. Nrock. vi phi!- Fritz S ch Ü l tz o f, dtt setzthm in einem eigenen Orchesterkonzert, ahne yersßültche Aüffaffüng zu bekunden, aber auch ohne irgendwelchen Schaden änzürichltti, dkffi rhythmisch unbeirrbaren DhiNPhöNiki-Hrchestek Willig Ge?olchchalt leistete. — Gleich Frau Bokmaher-Grümmer ist auch Prvs'sf^ Paul G r ü m,m e r ein Meister des Cellövorträges« Äni hörttu von ihm ein Konzebt Dbccherinis, deffen oft schroierige P.tstüzeu i? mit schönem Tön Md küttstletischsm Geschmack b-MlUs.te. Ansehnliches Können ttttd eine mnstkälische Seele besitzt bis tztü!; Florentiner Geigerin GemM del Ba ll e; iht vvrMjWr Din. geschickte Phrasierung und reger Sinn füt Dynamik brachten ibr den gewünschten Erfolg. - .Wlt Äkwch.SkStzN-Ftschß: und die Noch recht jugendliche Pülika K 8 tz! i f tzsiMM äm Klüver vorwiegend technisches Geschick» > Pie große, schöne» fieikich Nicht sehr WstE StiMMt der StüatZvpcrnssittget'iN Maltzä S z t e r s N y i deilMtzt M itzWM starken Sinn für Wirkung' gebieterisch Ech M Wtzkt, tvMiÜid ste sich itn Beteiche des L>edes Mangels stsitkrrir Fetische ÄWN weniger heimisch ssthlt. - Die Mßtz Wßtz Mk' dünkle Stimme der Ftick EÄ M ä ch d k 18* ® «Kl I ist in allen Registern gut gebildet und so recht a»s eingestellt; hier ist also die Vdravssetznng für rchttA MDWt^ gegeben. — Frau Grtte T e l t s ch e r Z dramatischer Äckta» 4.K .MiächW.>jWU

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