Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 817 (6.5.1921)
- Date
- 1921-05-06
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Wien, Freitag Wiener Margenzerlung Mai 192t _Nr. 817 welche Frachtb riefabschristen gefälscht und welche echt sind, -läßt-sich die genaue - Schadeiissuimne 'gegenwärtig nicht feststellen AufGrund dep, Anzeige und der.Erhedungsergebnisse wurde Boltolini verhafkvtt und'einem Serhör unterzogen. Er gestand die ihm zur Last gelegten unredlichen Machenschaften ein'"und behauptete, er hätte aus Not gehandelt, da'er mit, feinem Gehalt das Auskommen nicht finden konnte. Vottolini selbst/beziffert die aus diese Weise heraus gelockten Geldbeträgef 5,06.0 09 Kronen. Er hat im Novernbe. . vy; geheiratet und sich' aus hem ergattertem Melde di^ Wohnungseinrichtung, verschiedene Kleider und Wäschestücke angeschafft. Möbel, Kleider und Wäsche, im Werte von 1OO.OOO Kronen wurden sichergestellt. Daltolini wurde am 5.. d. M. dem Oandesgerichte ringeliefert. Austritte ans dem Judentum. Kohn Rndosi, geboren 14. Mar 1895 Wim. Stpdmt, X., Karmarsckgaffe 48. — Walfisch Friedrich, geboren 9., Juli 1599 Gänserndorf, Eisenbabner. Gänserndorf. — H albk r a ur Wilhelm, ticboren 24. Jänner 1883 Wien, Privatbeamlrr, XVl., Marostingergafse 73. — Dr. Johann Vag o lWuß).' geboren 26. August 1838 Budapest, Rechtsanwalt, HL,:Ihittre Viaduktgaffe 35. — Stern Mina, geboren 7. Juni 1887 Wien, H, Stcrns.ckplatz 9. —,L ewitb geb. Latexa Agathe, geboren 15. Juli 1893 Wien, XVI., Nauseagaffe 28. — K o h u Leontme, geboren 25. November 1899 Wien, Köchin, X., Laxcndurgerstraße 26. — L ö w e n st e i n Franz, geboren 8. Avril 1306 Wien, H./ Böcklmsiraße 88.— Löwenstein Laszlo. geboren 26. Juni 1904 Rollahegh. > 11., Bvcktmstraße 88. — E n fl c l Friedrich, geboren 1 Oktober 1874 Rozsahegh, IX., Maria Theresienstraße 5. S ch w a r z Sophie, geboren 8. Juni 1884 Jicin, lX., Alserstraße 4. — Dr. Nette! Ludwig, geboren 1, Mär '1864 Wien, IX., Beamter, XYlll., Messerschmiedgafse 30. — Fris ch m a n n Hugo, geboren 17, Juni 1897 Wien, XVIII.. Währingerstraße 3. — Roth Hilda, geboren 14. Mai 1886 Wien, Ul, Sebastian- Platz 7. — P.0 1 r tz er Leopold« geboren 7. November 1693 Markt Lilrenfel^, l, Äöllzei/te 24. — R 0 spnzweig Me, geboren 9. Mm 1888 Wien, XXl, Donaufclderstraße 8. — B i t t n e r Wilhelm L., geboren 15. September '1901 Wien, Prokurist, XIX., Cobeuzlgasse 54. — Nos t n b i alt Emayuel, gehyrrn 8. August 1387 Wien, XXI., Dietmanygaffe.8, --- R 0 senzweig Albert, geborep 15. Mai 1900' Mardzina, XXl., DonaMderstiaße 8. — Straß Martha Barbara, gehören 27. April 1889 Wien, Altauffee. — Band Eduard, geboren 28. April 1836 Wien. Schladmrug. — Baut l Rudolf, geboren 22. November 1899 Wien, Kellner. Villach. — G u tm a « n Heinrich, geboren 28. Oktober 1884 Wien, Ingenieur, Bärnbach. — Klein Siegmund. gxbyrcn 8. Novembers 1894 Men, Spengler,. XVl'l., Hauptstraße' 193.— Läufer Leontme. geboren 13. November 1896 Trebitsch, Pharmazeutin, XVI!., HaaptKwße 47. — B l u m Hermann, geboren Lb. März 1869 Lemberg, Drechflergehilff, Vl. Müuzwardemgasie 3. — Ha rdi'ng Alfred, geboren Alexandrien, Handelsaugestellter. VI.. 'Mittelpaffe 27. — D r u n n e r Irene, geboren" 16. April 1884 Wien, XIX., Billrothstraße 45. — 'L a n b s'b e r g e r Therese, geboren 31. März 1898 Wien. XIX., Hofzeile 4. D e ck y e r Magdalena, geboren 10. Juli 1895sFriedek,. IV., Favorttenstraße 22. — B r e t t a u e r Therese, geboren 9. Februar 1864 Arad, IV., Alleegaffe 26. — Fröhlich Frieda, geboren 5. April 1890 Brünn, II.. Obermüllnerstrnße 1. — R e i ch Lisdeth, geboren 25. Jänner 1900 Wim, III., Reisnerstraßff 36. — P,e f fl r c f Rosa, g-boren 27. September 1908 Lipmk- Bmla, 11^ Nordbahnstraße 38. > - * Slrrtisemiteu gegen Antisemiten. Die ParlanUMtS- Dorrefpondei^ meldet: Der Wiener Ingenieur W ie neck e, wohnhaft im 13.-Bezirk, Winielbreitengafse 6, der Ersatzmann .der Verwaltungsstelle für das Burgenland ist, wurdtz am .Dienstag den 5. April in Westungarn, als er in Kiralyhiba (Bruck a. d. Leitha) den Zug nach Pandorf bestieg, astgehalteN und, als man in seinem Rucksack Flugschriften entdeckte, verhaftet. Er wurde am nächsten Tage zur GtaatspoliZeihaupirnannschast nach Ungarisch-Altenburg gebracht, wo tt seitdem in Haft ist. Mit Bescheid der ungarischen sLiaatspolizeivberhauptmannschaft in Steinamanger würbe sodann Wienecke in Zalaegerszeg interniert und trotz' aller Beyriihungen dort zurückgehalten. — Die Flugschriften, denen dieser Oester reicher die Möglichkeit verdankt, die christlichjnationalen Methoden des „erwachten" Ungarns am eigenen Leibe auszukosten, waren — großdeutsch«! Jnhasfs. Dieser Umstand dämpft die Begeisterung, die die österreichischen Deutschnatwnälerc über besagte Methoden empfanden, solange sie nur gegen die Juden angewendet wurden, erhehlich^ sind fie kündigen eine Aktion im österreichischen Nationalrat.an. Wpzn? Die beiderseits an der Affäre, beteiligten Herren haben sich ja in den internationalen Antisemitenkongressech derer: nächster in Budapest stattsinben. soll, ein Forum geschaffen, welches die peinliche Sache intern und ohne Aufsehen beenden könnte. Oder setzen dje' Großdeutschm teste rechtes Vertrauen mehr in die schönen Verbrüdenrugsworte, Jb'te bei solchen «Gelegen hei ien gewechselt zu werben pflegen? Vielleicht fürchten "sie auch, daß ihr unglücklicher Wieneck bis dahin in Zalaegerszeg total verjudet! Denn diese.Gefahr ist für Häftlinge in christlich-magygrischen Jniernierfenlagerfl npch bist größer als. für blonde deutsche Touristinnen auf der Npx vor Durchführung des Arierparagraphen,! 1 Der Helikopter. Londoner Blätter bringen hstNaihlttcht, daß das in letzter Zeit so eifrig umstrittene Problem des. senkrechten Fluges gelöst sei. Ein österreichischer früherer Fliegerleutnant, Stephan v. Petroczy, hat Hen ersten .Helikopter" — wie diese Maschinen genannt werden —. konstruiert, der sich zu einer Höhe von 160 Fuß' erhob Md für einige Zeit in der Luft blieb. In der englischen Fachgettschrist „Aeroplane" wird eine Photographie, dieses fcnp1 rrechden Ausstiegs veröffentlicht. Die Maschine, die als eine Art „Mctallturm" beschrieben wird, erhält ihren Austrieb durch zwei Schraiibeu, die von,drei Motoren mit je 130 Pserdestärlen geirieben werden. Wie ein „Lnst-Lift^' stieg sie empor, wobei sich vier Männer in dem Tuxm befanden, und erhöh sich in einige Höhe. Mt dieser Leistmrg ist zweiftllos eine neue Phase in der Geschichte der Flugkunst eingeleitet. WMr. ZM M uKd. tzkWte E-flMr. der verschiedensten Länder bemüht, eine Flugmaschine zu erfinden, die sich 'sofort -sMrtzcht.vin '.di-e Höhe erhebt, .anstatt, ■tttfce?.. ha^l. -geyröhnfirhe- :Flugzeug, erst .einen Anlauf in horizontaler-Richtung nehmen zu müssen. Die Dörzü'ge dieser ^elikophersftrefep besonders ber dtzr Landung zutage, die aüs einer ganz" kleiner:' Fläche bewerkstelligt werden kann, während ' man beim Flugzeug ernvs < verhältmäßig großen Rauches bedarf. Die Vorkämpfer dev neuen Erftndüng betonten, daß unsere Flugzeuge keine befriedigenden Maschinen feien, well bei einer Zwangskwdung^.das Gelände eine Gefahr bieten könne, die bei dem senkrecht heruntergehenben Fülgzeug fortfälli. Als Ideal der. Flugmaschine, wird'von ihneik ein Apparat bezeichnet, .der .sich/ganz . gerade aufwärts, in die Luft ^erheben kann. Die Verteidiger der bisherigen. Flugzeugkonstnlltionen betonten dagegen, daß .man . doch auch schon .mit hn ali^u Maschinen:sehr schöner Leistungen erzielt habe) rmd daß sie sich/als sehr sicher erwiesen -hätten. Voch ÄlleM werde es. auch) wenn die technischen Probleme'des ^Helikopters gelöst würden^ niemals möglich sehr, eine, solche Maschine als Lastträger zu/'Handelszwecken 'auszubilden. Die qugestrengteu Versuche in dieser Richtung haben nun zu einem; greifbaren Ergebnis geführt, und die.Tatsache, daß die Kon-' struktion des'Helisdptärs technisch durchführbar/ist, kann als erwiesen gelten^ Freilich' ist das itur ein Anfang, Und es wird großer Verbesserungen der neuen Maschine-, bedürfen, bevor sie -ebenbürtig neben das alte Flugzeug tritt vher. dieses gar übertrifft. In Fachkreisen ist man der Ansicht, haß sich vielleicht eine. Form finden lassen wird, die die Eigenschaften des alten Flugzeuges und des .Helikopters" miteinander verbindet und so das ideale Flugzeug der Zukunst barstet. * Eine GeschLftsstörung. Die Drandmachmg des Ritualmordmärchens.durch den Ministerpräsidenten G u n a r i s in öffentlicher Sitzung per griechischen Kammer empfindet die „Reichspofi" als Geschästsstvrung. Sie billigt ihm zwar für dm speziellen Anlaß seiner fRete 511, daß er ^subjektiv und objektiv" die Wahrheit gesprochen.habe, belehrt ihn aber zugleich: ^Daß. die jüdische Nation aus Rjtualmprdern bestehe, dürfte wohl «och nirgends behauptet worden sein (die „Reichspost als ahnungsloser Engel!), daß aber Ritualmorde durch besonders fanatisierte Talmirdjuden vor-. gekommen find, steht so v n z w e i.s e l h a f t fest, daß dagegen die Versicherung von 10.000 Gnnaris nichts vermöchten!* Wenn heute jemand behauptet, daß der Glaube an Hexen eine wahnsinnige Ansgebmt verbrecherischer Hirne, ist, wird ihm das christlichsoziale Organ vermntlich ebenfalls subjektive und objektive Wahrheit zubilligen. Denn die Kerzrlweiber m jenem gefährliche« Alter, das'einst den-Hexenverdacht auf sich lenkte, bilden heute die Kerntruppen der klerikalm Wühlerorganisation.- Daß aber lange-vor Einführung des Frauenwahlrechtes, nämlich im ^christlichen* Mittelalter, tausende Frauen elendiglich verbrannt wurden, weil sie auf der Folter ihren Umgang mit dem Teufel und andere höchst nnappetilliche Dinge-gestanden hatten, können 10.000 christliche Schriftleiter, nicht leugnete, die sich heute noch an den einzigen Aberglauben klammern, mit dem sich. fio tz der so bösartig sortschreitenden Aufklärung noch immer Geschäfte machen lassen: mit dem antisemitischen Blutmärchen. * Hebrassch für die britischen Neamte« in Palästina. Das Erfieliungsdevartement der palästinensischen Rigierung hat vor einiger Zeit hebräische ttnb a r ad j s ch e Kur s e für die in Palästina tätigen britischen Beamten eröffnet. Die ersten Prüfungen für die Wyloenten haben Epde April stattgefunden. (Jiid. Korr.-Bur.) * Pxofesior Eßnsteins Vorlesungen in Arnerika^ Wie ans Rew-Dork gemeldet wird, hat Professor Einstein seine Vorlesungen in den Vereinigten Staaten mit einem Bortrag über die „Relatipftätsthkvrie"' au der C 0 l u m Ki a - U u i v e r. s j t Ü t begonnen. Dem in deutscher Sprache gehaltenen Dortrag wohnte ein sehr zahlreiches Publikum bei, das auSschlirßslch ays Profesiorrn und Studentm bestand. * Das Peßachfest der Samaritaner. Gleich nach dem Besuch des Barons James Roths ch i l d bei den Samantanem in Sichem begann der Aufzug der Samariiauer auf den Berg G e r i s r m. um dort das Peßachfest zu feiern. Die Samaritgner, di« dje Monate nach den Namen der Bibel zählen und nennen, feiern am Vorabend des Monats Nissan das Neujahrsfest. Das Peßachopfer bringen sie an einer ihnen gcherligten Stelle dar, das gar kem Gebäude aufweift und in der Nähe eines Teiches gelegen ist, wo das Dpfettwr geschlachtet wird und der Hohe- . Pxiestex Ssge» dyrübcr spricht. Pekannslich halten die Samarftaner an dem Gebote des Schäcktens fest, hingegen besteht .bei ihnen die bei den Juden vörae? schriebene Untersuchung des Tieres ncht. Das Ovfertier wird genau nach den Vorschriften der Heitigeu Schrift verzehrt. Der Berg Mnsim ist nach den. Traditionen dev Samaritaner identisch «zrt dem Berge Moriah. Nach ihrer Ueberffeferuna wird auf drestm Berge der M «s i a s, Sohn Josefs, erscheinen, der die Mölf Steine Josüas aus der Versenkung heben und der ganzen Welt den Nachweis bringen werden daß der Berg Geristm der Ort ist, wo e>nst das Heiligtum stand und den der ,Ewige zu seinem Wohnsitz, erwählt hat". Das Veshäftms zwischen Arabern und 'Samariianerrr ist ein recht leidliches. Die Araber bemitleiden die Samaritaner, aber achten sie nicht und fürchten sie nicht, weil die Kultur der Samaritaner auf so medrlgep Stufe steht, daß hie Araber eine Beeinfluffnng ihrer Jugend durch dre Samaritaner, nicht zu beftirchtm zu müssen glanven, .... * Wetterbericht. Eip mächtiger Wirbelstiirm ist von Frankreich entlang der Alpen nach Oesterreich vorgerückt. Auf ihrer Südseite -wehen stürmische Südwestwinde. Auf dem Brocken, am Fichtelberg . und in Karlsruhe schneit es; jn Wim brach vor- * Ein gräßlicher Vater. Am st. d. M., um 8 Uhr avendS. erschien'schutzsuchend die 17VMhrige Anna N 0 w a k, Xll., Bonhl,affe 30 wohnhaft, beim Porffeikommlsiartat Meidlinaund legte ZengniS gegen ehren etaencn Bater, den Hilfsarbeiter Franz N 0 p) a k, ab, der st? unter Drohungen mit wirklicher Gewalt grzwungenhabe, ihm ges ü g i g 8 « s e i n: das erste Mal, erzählte die Arme, sei er mitihr im H 0 t e l g e w e s e n; das zweite Mal habe sich die grauenhafte Szeve daheim abgespielt! Nowak wurde verhaftet und gestand ei», viermal dem Mädchen Gewalt angetan zp haben. >*« mU « Urne Tochter weder durch Wort« poch durch TÄ« dam Ü^wungcn habenl§r ist als Gewalttäter bekannt und hat seine An gehörigen mederholt mit dem Erstechen bedroht. Nowak wurde dem Lgndesgericht eingeliesext. .. -! 'n Tod im Kaffeehaus. Am 4. d. M. kam der Schifffabrtsdirektor a. D. Ludwig T e l s, Xlfi., TraütmannSdorffgasse 19 wohnhaft, in die Zuckerbäckerei Demel am Koblmarst nrrd nahm eine Schokolade. Plötzlich 'stürzte er vom Schlage gerührt zusammen und starb bald darauf. * Flüchtiger Gomeindeirotär. Aus Neusiedel am See ist seit dem 2. d. M. ider 40jährjge Gemeindenotar Bela D u i d, auch Gind, nach Unterschlagung von Amtsgeldern entwichen. * Einbruch bei einem Jumelser. In der WerMtte des Juweliers S. G r ü n b e r g, II., Große Mohrengafse 3, wurde in der Nacht zum 4. d. M. ein Einbruch pefisht. Die Taterffprengten eine eiserne Kaffe aus und entnahmen chr Juwelen, Edelsteine und Gold im Wette von & 800.000. Außerdem stahlen sie Goldarbciterwerkzenki. * Das veruntreute Aeifegepäik. Bei der Pokeret direktion hat der Kansmann Ignaz Auerbach. XIII., Hadik" agsse 92 wohnhaft, die Anzeige erstattet, daß. ,ihm der 46jährige Handelsagent Jakob V 0 h e i nt das aus zwei Reisekoffery mit Waren bestehende Reisegepäck, das in der Bahnhosgarderobe m Agram hinterlegt war, widerrechtlich behoben und die Waren, die einen Wert von X 60000 haben, um 6000 jugoslawische Kronen dem Kaufmann Singer in Agram verpfändet habe. Boheim, der bisher flüchtig war, wurde am 4. d. M. in der Wohnung seiner Mutter. III.. Havsalgaffc 3, verhaftet und gestern dem Landcsgerichte eingeliesert. Boheim wird überdies wegen Verdachtes der Banknotenfälschung verfolgt. * Die Speditionsfirma Leo Wang, ll., Ferdinandsstraße 29. übernimmt zu den billigste» Tarlfsätzen Transporte aller Art nach Rumänien per.Schiff mrt Umladung in Ginrgin und Galatz sowie per Bahn mittels direkter Spezialzüge nach C z e r n ö w i tz. * Fabriksneue und gebrauchte Schreibmaschiueu in größter Auswahl zu billigsten Prfisev bei Leopold Kurzer, Wien, "VII., Westbahnstraße 23, Tel. 31-5-Z7. Dereiusnachrrchten. Zionistischer Jugendverbanb Oesterre i ch s. Das zionistische Seminar Adolf Böhms findet von nun an regelmäßig. Freitag um,Vs6 Uhr statt. -—Zionistische B.ezirkssettiou Brigittens». Samstag den 7. d. M. prazjse V28 Uhr abends, im Bereenslokal. Cqfä Nyrdost, U., Gaußplatz 1, Ausschnßsitzung. Tagesorömng: 1. Unsere bevorstehenden Arbeiten, % Eventuelles. Die Ernährung. Lebensmittelabgabe das Amerlo&n Joint Distxlbntioai Coomilttee, Abteilnng Wien. An die bei der Abteilung Wie» des Anaericatn Joint Distribution Committee im Bezöge der fottlansenden Unterstützung stehenden Personen gelangen in der Zeit vom 9. bis einschließlich 18. d.M. in der Lebensmlttelsektion/ Ul.. Esteplatz 3, gegen Abtrennung des Abschnittes XXII des LebensmittelbezugSblocks nach-' stehende Lebensmittel zur ,unentgeltlichen Ausgabe: Mehl: 7a dg per Köpf, jedoch höchstens 3 kg für eine Familie. F r t t r 7a kg per Kopf, jedoch höchstens 2 kg für eine Familie. Milch: Au Einzelpersonen und Familie» bis rinfchließlsch 4 Köpfen 1 Dose, a» Familien von 5 Kopfe» auswärts 2 Dosen. Die Ausgabe erfolgt: An Personen, deren Lebensmittelblock mit der Bezeichnung Mo 1 ttnb 3 versehen rst, Montag den 9.' d. M., Di 1 und 8 DieuStag dm 10., M l und 2 Mittwoch deu 11., Do i und 2 Donnerstag den 12., Fr 1 und 2 Frfftag dm 13. d. M. Die obanüefühtten FaffuugStaae sowie die für die früheren Fassungen vorgeschriebene Stunde sind genau einzuhalten. Der Beginn und die Modalitäten der nächsten Lebensmlttelansgabe werden rechtzeitig verlautbart werden. Freie Jüdische Volksbühne Leiter: Egon Brecher — Isafe Deutsch, «8v Tel. 40-3-31 Heute 7,8 Uhr abends: Erstaufführung8 DER FREMDE Schauspiel in 4 Akten von Gordin Regle: I. Deatech Ben-Zwl und Sltnoi) Haliten als Gast Bühne und Kunst Kammerspiele. Znpr' erstenmal: „Evas Sünden fall", Lustspiel m drci Alten von A n tu) nluS und Alber man. ’ Ein Ehemann, nicht bßoß bumry, wie es alte, gkte ^Mp^stradlti>-tt/ittherfD,/ syA-ern vbMdvtzin auch! geschmacklos, läßt ssch von Zwei Fpeurchen überreden^ seine Frau, deren stark. betonte TugendKaftrgPeii ihm auf die Mrven fsilfi, in eine ^heikle Sättlgfi^n" br.-ngen zu lassen. Der Freund, der» diese Dlfgabe Mfälll,. — er ist' Maler,. natürlich' Maler, was.Wnnt^ er sonst sein? — soll mit diesem Spiel, wie es, so humorvoll ausgedrückt fvird, „aus der Tugeudkron« der Frau eine Herrscherkrone für ihren Mann machen" und ihm nebenbei dazu verhelfen, eipe Freundin her Frau Ev.t, angehende Schauspielerin, im Auho vom Theater nach Hause zu begleiten. Per Waler (ev heißt Lothar und läßt sich,- wohl um interessanter zu sein, voy allen Leuten, konsequent Lothär nenNLn),. ab solvente hie ihm gestellte Uufgabe, macht Fpau Eva betrunken, küßt sie „zwo Mal" (wie - hpitery u,rd ersyarjet. den - Freunv, der nun verabredungsgemäß^ eifftreten spll; Aber der hat mit der schauspielernde» Zirze Pech gehabt und' den Zug vaksäutnj:. Frau Evcr schläft MN mch verbringt die Nacht ungefährdet in dYK^MVessariten Lvthär Haust. Afft nächsten' Morgen svird HreiMredet, sie Hab-' ihrem Mann Hörner anfgösetzt (wie /geschmackvoll!), indem man ihre, Bolltrun^nlM ausniitzt. Sie will sich scheiden lassen,, obwohl ihr her Mann den „Vündeustll^ /verzeiht. D§r ßsatte sjeh't sich durch.We Wsicht seiner Fpgu um die?rhosfte „Diktatur in her Ehe" (so ähnlich AeüraKjll DK WM Wa de«