Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 817 (6.5.1921)
- Date
- 1921-05-06
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Nr 817 Wien, Freitag vird> daß Dr. Mitzmann mit der Erlassung lediglich einen Beschluß der Londoner Konferenz ausge-- führt Hut, an der die amerikanischen Zionisten zahl-- «kich vertreten wären und alle amerikanischen Dele^ gierten' f ü'r diesen Beschluß e in m ü t i g gestimmt haben. Dr.' Weitzmann kann als der verantwortliche Präsident der Zionistischen Weltorganisation keine nachträglich gefaßten Resolutionen anerkennen, umsomehr, als sich diese vom ersten Moment an im WMerspru.ch zn den Londoner Beschlüssen befunden habe.- Äer hervorragende Rechisanwalt und äürerikanische 'Mil-- lionär) Samuel Un tcr'nieyer, erklärte seine Be-- veitivilligkeit in das jüngst organisierte ^Äere.n Kajessod- Komitee:einzutreten und. an. der Mion tätkraftig mitzuarüeiten. . Man gewärtig!:-demnächst den weiteren Beitritt einer Reihe sehr wvhlhahenhsr jüdischer 'Persönlichkeiten zum Keren Hajessod-Koiiiite«. Die ' Aussichten für die Keren Hajessod-Aktwn in Amerika.'bessern sich zusehends. ' ' ' s . s Die PflanMüg Des „Zaar Austria". Wiederholte Anfragen über, die Pflanzung des >,Jaar. Äustria" -bewiesen der Zentrale -SS .Jüdischen NationalfondZ für Oesterreich, -daß trotz, der wiederholten Beröfsentlichungcu noch immer UntlarheiLen bestehen. Vor allem laufen " viel«' Erkundigungen ein, wieso der, Jüdische Nationalfonds imstande-,sei, .für nur 100 Kronen einen Daum tatsächlich gu pflanzen, obwohl die Kosten der Pslarigung eines Baumes in Palästina,viel mehr betrugen. v nt •:.n ‘ Demgegenüber sieht sich die Zentrale des'-JMschen Nationalfonds- .veranlaßt, folgende festzustellen: ' - ./ Das/Hauptbureau deS Jüdischen, Itcrtionalfonds' im-.§ägfl hat die bindende. Verpflichtung gegenüber' der, österreichischen Zentrale, auf., sich germprmen> so viele Bäum« im. „Jaar Austria" -pflanALN zu lassen, als. gespendet werden. .Es^kann aber diese Verpflichtung—wie wiederholt bekanntgegeheu.. wurde — nur dann erfüllen, wenn- bis 26.' Juli. Ürufenden Jahres w e ü.i g st e n s 10 -Willivnen Kronen für' den^,^Fa'a'7 Altstria", -gespendet. wurden.Diese Summe - wird dann'. den,' Jüdischsn Nationalfonds in^tarip setzen,. die Kosten , der Baum-, Pflanzung dadurch, daß nicht cinzelne Bäuriie. sondern große Forste angelegt werden, zu.verringern. . Die Disf«rench,der Baunrspcnde. in Oesterreich; unddeo-Dflanzungskosten,. des ‘ Baumes,, iil. Palästina wird durch Ueherschüsse aüS Ueberzahlungen,... die sich in, valutastarken. Ländern ergäben, i gedeckt.^ > : Das Hauptbnrea«- des Jüdischen Nationalfonds hat-über . -'.;e:Lrg Mtget-eilt, . das; -7f-llL nicht di?. -psterreiHische Krone ^,me sehr wesentliche KurssieigL-ruyg erzidlt) .Unterallen Umständest nach dem 26^ .Juli, -eine Erhöhung der Baumspende auf mindestens 250 österreichische Kronen.'.erfolgen müsse. _ _ Wrrd^dre Mittdestsumme von. 10 iNjllipstsn...Kronen.'zur- Pflänzüng'van tOODMMuWsn M-.SW CrwaLtD..'UM?mfKbrsHt> sq^ßann der.-,^Jaar.;ÄustLiä? E ch t" aspstanzt werden. In diesem Halls wird die- Zentrale des Jüdischen, NfltionalfondS.fp.r Oesterreich ,Üsim».HäuWuxea« - die Bitte Vorbringen, die für den. ,Laar .Austria" gespendÄen Gelder denk in Gründung LLfiUdlichenHondS.Mr SchaMng einer Kolonie Oe-st erreich in ' Srez JfrsolMer. weisen.." .1’v - . . .. .;-r ■' .; Bei dieser Gelegenheit trilt die Zentrale-mit, daß das Hauptbu^eau. die... für.dis.Mion. »Lau st e i n e.- f ü r da 4. Dritt e j u disch e, ist e i ch". . eingegangenen Spenden ' -der - Laadspende nberwresen hat. Die Zentrale des Jüdischen Nationalfönds für Oesterreich hat bereits die Bitte an das -Sauptbu.rcau gelejtet, diese Spenden ebenfalls dem.Fqnds/de'r' Kolonie Oesterreich ,zu üherweifen,der auf 106 Million Kronen gebracht'werden mutz.. Jüdische Kranken- und Kindertransporte durch t> cts American Joint Distribution Committee.; Die Wiener. Abteilung des Joint teilt «it: Die Sektion Krankcnfür'orke deS Joint hat eine Reihe von Abmachungen gell offen, um den Schützlingen des Joint. den Kuraufenthalt in Heilbädern zu ermöglichen.^ Dienstag. den ,3.. d. M.' wurden drei Transporte .mit Kranken und Kurbedürftipen bewriksteMt. In Bad Hall würde über den. Sommer eine Anzahl Räumlichkeiten für 1b erwachsene Pfleglinge gemittet.. Es sind tzaüptsachslch .Drüfen-, Knocken« und Nervenkranke,. die hier für. die Mindeüdauer von einem Monat Untcrkunkt.. volle Berpstegüng söw'.e unentgeltlichen Kar-.und Badrgehrauch finden. Am gleichen. Tag ging auch ei« Transport von Sv.' kurbr'iürsiigen Personen gleichfalls für die Mmdestdauer von einem Monat nach Baden. . Dieter Tage wurde auch, daS jüdische Kindersanatoru« uelsenhaus rm Knrork G.l e r ch r « der « eröffnet. Es.winde«. MKinder, feie »och nicht tuberkulös, aber müerernahrt. erholryigrbedürftig und daher gefährdet sind, i« Alter von 7 bis N Jahxen untergeblacht. Die Anstalt,' die «sie ihx« Art i» Oesterreich, steht, unter der aiztlichm L.r'ung des Erwach-enen-Eihyluna-heAs des Joint in Gleicheyberg. Das Kindersanatormm «,rd Sommer und Vinter >rn Dienst der gefährdete« Kinder im Detrieb stehen. Der am 3. d. M.. abgegongene Kindertransport ist ,m ^leichenderg wohlbehalten angelangt. Josef Pvpper-Lynkreu- Ehrenmitglied des Harvach. Der Borstand d». Brre>nrMng jüdischer Forscher, Schnststrüer und Künstler H a r u a ch in,Wien bat Äo^ef P » v h e r- "hnkeus einstimmig die Würde eines Ehrenm>tgliedes der Beitinigung verl etzen. Der grene G'elehite hat m einem Schreibe»' nn den Borsiäüd terner hohen Besräd^glms Über die ch» von der im Haruach verrrnigle« jüdischen Minen AMttrn betitele i EbwW AEsÄ ämch«. ' Me«« Morge»zei»u»g «. M«i 1921 G tBe' 5' . Verzweiflung im Interniertenlaaer. Aus Budapest wird uns berichtet: Es hat leichlglänbigL Gemüter gegeben, .die voncher sogenannÄn Jnspeltionsreise des V!inist^rprii[ibenUn- Grafen B e t hl e n. .und"des MmisterL .des/Innern nach-Z a lae ge r-: s-zeg öin< radikale. Lösung' der skandalösen -Frage der s . Ittte-ujerungstt erwartet haben. Die Ersahreü-erdrr-wären f allerdings atcherer MLinung- und find daher durchaus •' nicht..überrascht, daß Gras Be t hle n nach' seiner Rüäi kßhr . seinen Standpuntt in disser. Wäge dahin präzifierte, daß die ganze Angelegenheitsich noch im B-o sta diu m d er 'Be r ät wn ge'n bcfinds, ' daß er aber schon heute sagen könnedaß vorläujig än . r ine Auflassung d^r I'njerniernugslagcr gedacht.werden könne.. Er denke zunächst nur an einige ^Rilderüngeu in der Behandsturg der Jv'prrnierLen. Dies veratttaßte. die Möglicher. der Opposttron. in, einer' --er ' letzten .'Sitzungen der .Nationalver sammlung, i die Internierungsfrage neuerlich, und/ zwar in ^sehr . scharfer' Äeisa zur Erörterung' zu bringew , ' . ' ■ '. . Abgeordneter Michäel'Ke ce ke s. fügte im Rahmen seiner BudgetkriM unter anderem: „Es ist dia größte - Ungerechtigkeit, daß .Menschen durch > die "Internierung ihrer Freiheit beraubt werden, abgesehen davon, daß die Erhaltung der Internierungslager immense Summen des Staates verschlinge. Es ist wahrlich schon höchst an.der Zeit, daß die Internierüngs'lagär ausgeböft werden. (Zwischenrufe des Abg.'Droz.di: Die .Internierten braucht man ja nicht in Lagern zu halten, es kommen ja auch zuhause Spitzel ge-nug auf jeden einzelnen!) Die sogenannte Inspektionsreise de-s Ministerpräsidenten wurden mehrere Tage vorher geradezu re kl ame ar ti g angekündigt- Als die Herren von Zalaegerszeg davon erfuhren, ivurde den Internierten tinter Androhung des Anbinde ns na6idrücklichst verho.e'n, ihre Beschwerden vor den Ministerns vorzubvingen. Die Jnternierteir waren als-^' vorher, schon präpariert, tvas siezu sagen und was' ft3; zu verschweigen haben. Eine solche Untersuchung ftunti'- natürlichi nicht zu demgewünschten Ergebnisse führen.^ ---Me es in dem'Internierungslager vvnz Z>a läe.ge r sze g' in Wahrheit zugeht, erfährt man: aus einem Berichte bes^„Az Ujsag". Das ganze Lager's - iist) abgesehen von. sonstigen Vorsichtsmaßnahmen, - ' " i v mit einem Drahtverhau ' . .UchtzMu. Zu Beginn dieses Jahres befänden, sich'. 1400' DstW^ierte,. im Lager,, darunter etwa 10' Prozent .WaueUix-. Ungefähr 400 sogenannte unerwünschte Fremde,' einst'Anzahl solcher, die unter der Anschuldigung'. der '. -Pr^Mtreip erei interniert wurden, alle übrigen ge--. Her Kategorie der p 0 ksit i sch I n it rnre r.tc.w, ihnen .befinden. sich' je zehn Aerzte, /Mvo--,. lätey, -Ingenieure, Professoren und JournalistLN. . anderen! sind Arbeiter. Einer, der Internierten schildsptst^ .dM?Meelenzustand seiner LFjdrnsgen-osseir, wre ' „MMe hat ' ' die schrecklichste Verzweiflung erqrif,,ün, denrt die Unsicherheit, daß . wir nicht. tvtffenj wank 'wir eigentlich auf'eine 'Befreiung-.vdch'nchr könne«/' macht ^unsere Lage unerträglichi Der Sträfling, - dsn» - das.- (Astricht auf eine bLftirnmta Zeit verurteilt hat^ ' weiß - ^-genau,' wann sich ihm spätestens die Tore des' GesstnMsses öffnen werden. Er kann die Dahe und, V^natst zählen,, die ihm dem Tage seiner Bsfreiungs näher bringen. Die. Gefangenschaft -des Jnterniertrns > jedoch -■ ist nicht befristet urrd daher vanunbestimmter Däner. Man kann sich nun die- Depression denken^' die' den Interniertenniederdrückt, her von. seiner Fa-< rnilie, von. der Arbeit, und der Freiheit abgefchiede,^ ' überhaupt keine Ahnung hat, wann seine?.GefaugenschoBein Ende nehmen wird." "Ab heute 1-Uhr-Sperrstunde. Abbau dev SparmaHnahme». 'Der günstige Stand der Kohlenversorgung er-- möglicht, wie aus dem Rathauso mitgeteilt wird, einen Abbau der Einschränkungen bei Gas, Elektrizität. und Brennstoffen.- Das Landesgesetzblatt für Wien ver-. ^rutbart ein«: Verordnungdes Bürgermeisters als Landeshauptmann,. mit ' der von. diesstyr Kage- ^au i ditz i zulässige' G a 8 v e r b r ä u ch' s in e u g e Mit zwei Kuhikcheter -bei H-aushalten chis' zu zwei PersoEst Wr-jede weitere Person um einen halben KubiMeher Mehr festgesetzt wird.- Auch die Mnützung tzer -H a/s -o.f e.n für Badezwecke und. Raumbeheizung iwrrd mit gewissen Einschränkungen gestattet. Der täglich zulässige Stromverbrauch für Beleuchtungszwecke. beträgt ' acht .Hekchwattstun-en für' HäüshaM bis zu vier' Personen, für jede weitere Pcrson'l',5 Hektowattstunde« Mehr. , Die Gast Häuser köniren bis 12 Uhr, die Kaffeeh äuser bis 1 Uhr Mach ks offen bleiben. Die für. Bader noch geltenden Beschränkungen werden bis auf weiters sistiert. Eine vollstnndigr Aufhebung der Sparmaßnahmenkonnte nicht dnrchgeführt werden, weil eine dauernde Sicherung ausreichender Kohlen-- bezüge keineswegs gewährleistet ist. Äegeir der Betrieb s verlängeruug der Straßenbah nen schweben gegenwärtig Verhandlungen mit dein Ber-- drhrspers-onal« der Straßenbahnen. »«.»«MM — staatlich«« Zuschusses für eine Reihe staat! ch bewrrschastetepl ilrbknsmittel, vor allem Mehl, auch aus diesem Gebiete, ein« noch schärfere-Bclastllng des Publikums sicht zu vermeiden fein wird. Daß alle diese Umstände die Gefahr neuer Lohnbewegungen der Arbeiterschast in sich schließen müsse«, liegt aus der Hand. .,■ . Ob sich als Geaengewicht gegen diese drohenden awy«» BfrLeperunge» des täglichen Lebens und die dadmch. bedingt, nellilrrche Teueiunaswelle «Mf allen. Gebieten durch die uns fctt* heißend' Tnslandstijfe' endlich die Besserung der österrerchischr»' Krditstrmd SiabWerung deS Kurses derselben nr einen solche« MaßHbemerkbar «ächm wird, daß an einen Preisabbau gedacht werde« kann, muß «och abgewartet werden. Bnndeskamler M s h st lst'beziiglrckder uns von den drei Nnauz-eletziertsn des BöllerbMidÄ in'Änsstcht gestellte« Hilfe durchaus. optmriWch.und hofft, daH er noch m Lause des heutigen Tages in der Lage fein tvird, dm. D.elegiertenG l L ck stad, N v e« 0 l und Drummo n d-F r ä s 11. bezüglich der Haltung dev drei großen politischm Parteien %e$, Ratioralrates gegenüber den in Ansficht genommenen ein^ schnrrk'enden Finan;maßnahmen MitteilungM r»> nmchenauf, Grund der die Fmanzdelegitttrn dem Pölkerbnnd entsprechende Anträge bezüglich her Gewährung einer äußere« Anleihe, werden vnterbreiten können. In de» Kreisen der Staats» bediensieten, ist man über die bedeutend verschlechterten Chance» der parlamentarischen Erledigung der Brsoldungsordnung sth^ beunruhigt und erhofft von der Regierung ehestens eutsprechl Mitteilungm. Die Durchführung der nene» Brsoldungsor! wurde eme neuerliche Belastung deS Budgets mit «mi sechs bis sieben Milliarden bedeuten. Neuerliche bedeutende Erhöhung der Tabakfabrikate i« Ausficht. Alle Raucker und Raucherinnen müssen fut die nächste Ze t Imir einer abermaligen, lehr bedeutenden Brrleununa der Preise für Zigarre«, Zigaretten und Raucktaba! rechnen. Dir «me .Erhöhung der Presse soll bereits mit 1. Juni, spätestens jedoch, mi^ 1. Juli in Kraft tretm. Die uns mitgetrilt wüd, ist eine Bertmeiung der 3iaucherware um nicht weniger o!8 lOOty» in A«S-- stckt genouimeu. Gleichieulg. mit der Erhöhung der Tabakprris« sollen die befscren Qualitäten srrigegeben werde«, wodurch man glaubt, em gewisses Paroli dem Schleichhandel biete» 5» künnen. E>ne Erhöhung der Raucherquote für die übrige« Nauchersorten ist jedoch nicht i« Aussicht genommen. Begründet wird die neuerliche Steigerung der Tabakpreiie ein-'rseits mit den hohen Erulaufspnrfen des Rohmaterials, mit de» tzalutarifchr» Vetbaltniffm, «it der Steigemng aller Lohne sowie mit der schlecklm stnanüellm Lage deS Staat S. Die Erhöhung der Tabalpreffe soll, ebenfalls «i« Glied in der langen Kette von i men-indirekte» Abgaben, werden, welche durch die Annahme der Anträge drs FmanzplaueS deS Bölkerbuudes für Oesterreich nötig werde». tJn Ungarn und 1« der Tschechö-Slöwakei ist mit gleichieitizer Anshebung der Ranckerkarte eme Verbilligung der Tadük ahnkaie zu konstatieren.) Zuber Erhöhung der Tabakpreise wird sich ab 1. Juni hü 1v0V.ige .Erhöhung der Personen^ vndGepäcktÜrise auf allen Bahnen sowie «««durchschn,ttliche 7oV«ige ElhShung der Gütertarife gesellen, «am noch eine hrdmtende Erhöhung der Presse für Bier, Wer» und Spüituose» und die bcrc tS angeMdigie Erhöhung aller Gebühren rm Po ':-, Telegraphen- und Telephonverkehr, kommt Auch-für eine Reihe anderer «ichiiger Gebi-aachsartikel, so untcr Anderen Vchnde, »erben PreÄn-öhungm in der nächsten Zen nicht zu »ermeidm fern, wozu jedoch noch der Umstand kommt, daß dvch dir i» >MLtz wammm siaLAwtffr AMassnna be$ MMionendefraudatto«e«. . , Eine hiesige große Jndufirienntrrnehmung Hai vorststern die U«z«üße erstattet, baß bei ihr große Uuterschleife vvrgAonnne». .seien. Der Verdacht der Täterschaft richtete sich gegen den Kassier deS Uyternehmms, de« a« 8. September 1882 zu Zwadan i». Böhmen, geborenen Adolf Theodor . S ch « st e r, der in Währing . wohnt.. Der ungetreue Kassier, der aber do« der Anfdeckung seiner, UntnWagmigrn Kenntnis erlangt hat, ist «och grstew abends aus seiner Wohnung , verschwunden. In seiner: Begleitung ist seine Gattin, die am -8. November 1886 w Klagrnfnrt geborene Nugnsie Schuster, gestüchtet. Die Höhe der Unterschlagungen wird^ auf. .nicht' weniger als K 8,700000 geschätzt. * Schuster ist groß, schlchfi, hat roüich-hlondr-^ Haar, solche« tzefintzten Schnarbafl:. und Sonnnersprossen. Gm besonderes Kennzeichen ist, daß es hinkt. DaS Ehepaar soll in eise« rote» Automobil, da?!h«. seM gehört, die Flucht ergriffen haben. Die llnterschleife sollt» schon anf längere Zeit z «rückdatiere«. Schaffer bat sie. stets f* maSliire» verstanden. Eine hiesige große Sp^driwnsfirma zeigte > Dag^ dev Polizeidirektion an, daß der bei rhr angestellte 38jährige Beamte Ludwig Boltolini, zuWietv - geboren, nach Verona zuständig, 3. Bez., Untere Weiß--, gärberstraße 30 wohnhaft, zu ihrem Nachteile große- . Unterschlagungen verübt hakie. Bol'tvlini war im Magazin der Firma im Wiener Nvrdwestbahnhof tätige Durch die Erhebungen stelltedie Polize'idirrktion fest/ daß Boltoliniim Laufe der letzten Jahre wiederhol mittels fingierter Frachtbriefabschriften Lei der Kasse Geldbeträge behoben und die erhaltenen Summa^ für sich verwendet hat. Die. Firma erlitt, wie sich a«Si. einer Durchsicht der Bücher ergab, einen in die Hunderts tausende Achenben.Schade«.'Ät. es schwer ch, tztLiKstji-'